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Jules Verne: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
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Jules Verne: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
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Testberichte Jules Verne: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

 (Taschenbuch)
4.9 von 5
Platz 2 in der Kategorie "Jugendromane & -erzählungen - Die".
Bewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.9 von 5
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Jules Verne: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.9 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • 3D, Spannend, Action...
  • Zu Recht einer der ganz großen Klassiker des phantastischen Abenteuerromans.
  • preiswert und spannend Jugendliteratur
  • sehr schöne Aufmachung
Nachteile/Kritik
  • an einer kurzen Stelle am Anfang keine perfekte 3D Darstellung
  • Entstanden im 19 Jh. und folglich etwas angestaubt.
  • Sprache etwas antiquiert
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Action durch 3d

ein Testbericht von 2010-10-10 13:21:10 vom 10.10.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: 3D, Spannend, Action......
Nachteile/Kritik: an einer kurzen Stelle am Anfang keine perfekte 3D Darstellung
Die Reise zum Mittelpunkt der Erde ist ein ganz besonderer Film, zumindestens in dieser Fassung. Denn durch die 3d Funktion kommt es einem vor, als wäre man mittendrin...

In der Hauptrolle ist Brendan Fraser, der zusammen mit seinem Neffen seinen Bruder sucht. Sie treffen auf eine Bergführerin, mit der sie zum Mittelpunkt der Erde reisen.
Klar ist, dass das kein leichter Weg ist. Viele Hindernisse, mysteriöse Wesen, Action. Dazu kommt das 3D Erlebniss, das das Fass zum überlaufen bringt.
Natürlich ist auch der Weg zurück nicht der leichteste.

Der Film ist sehr interessant gestaltet und die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Das ganze wird durch 3D verrstärkt, aber dazu mehr. Die Action nimmt ständig zu, bis zum Ende. Spannung baut sich so sehr auf, dass man garnicht mehr aufhören will zu schauen. Natürlich darf man nicht vergessen, dass es sich um einen Fantasy Film handelt. Allerdings taucht man während dem Film so in das Geschehen ein, dass man das andere alles vergisst.

Kommen wir nun zu den Atem raubenden 3D Effekten, die den Film perfektionieren. Besonders die Effekte wo man "Dinge abkriegt" sind gut gelungen. Man wird angespuckt, voll gerotzt, und und und.
Aber auch während dem ganzen Film sind sie gut gelungen, z. B. in den Tunneln die Felswände. Sie stehen besonders weit vorn oder halt hinten. Die Bäume und damit auch die Äste und Blätter. Soetwas kann man nicht beschreiben, soetwas muss man gesehen haben. Einnfach fantastisch.

Da auf der Disc auch die 2D Fassung ist, ist es kein Problem den Film auch mit mehr als 4 Leuten (es liegen "nur" 4 Brillen bei) zu sehen. Allerdings ist er in der 3D Version sehr viel interessanter.

Es gibt auch wieder Specials zu dem Fiilm, wie Audiokommentare, aber auch Videos, z. B. über die Herstellung von Dino Spucke und über historische Theorien des wirklichen Erdmitelspunkt !!!
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
katjafranke
katjafranke, 10.10.2010
Schönen Sonntag
LG von der Katja
trullilu
trullilu, 10.10.2010
Grüße schickt dir trullilu !!!
Clematis
Clematis, 10.10.2010
Schöne Grüsse, Talulah
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ein Testbericht von 2011-05-17 17:00:36 vom 17.05.2011
Empfehlung: ja
Vorteile: sehr schöne Aufmachung...
Nachteile/Kritik: Sprache etwas antiquiert
Heute geht es um ein Buch, bei dem eigentlich ausnahmsweise nicht so sehr der Inhalt, sondern fast noch mehr die Aufmachung im Mittelpunkt steht – nämlich um Jules Vernes sicher jedem bekannte „Reise zum Mittelpunkt der Erde“.
Im März 2005 jährte sich zum 100. Mal der Todestag von Jules Verne, und aus diesem Anlass erschien eine der vielen exklusiven Weltbild Sammeleditionen, wo eine Auswahl seiner bekanntesten Romane neu veröffentlicht wurden. Damals waren die Einzelausgaben noch recht teuer; ich habe einen „Fünferpack“ dieser Bücher für 19,95 Euro erstanden – auf den einzelnen Roman heruntergerechnet habe ich für diesen also 3,99 Euro bezahlt. Im Moment gibt es einzelne dieser Bücher noch bei Weltbild oder Jokers für 4,99 Euro pro Band.

Die „technischen“ Daten des vorliegenden Bandes:

Informationen zum Buch
********************

- gebunden, 242 Seiten
- Melzer Verlag GmbH, Neu Ilsenburg (2006)
- ISBN: 4026411111780

Auf den Klappentext verzichte ich, da hier nur einige allgemeine Bemerkungen zu Jules Verne und zur Edition selbst abgedruckt sind, aber keine inhaltlichen Erklärungen. Deswegen gleich weiter zu

Inhalt / eigene Meinung
********************

Otto Lidenbrock, Professor am Hamburger Johanneum, ein verschrobener Gelehrter, wird von Jules Verne so meisterhaft geschildert, dass man ihn auch ohne Bild sehr deutlich vor seinem geistigen Auge sieht.
Die Geschichte selbst wird von Axel, seinem Neffen, erzählt.
Lidenbrock findet in einem alten Buch ein fast ebenso altes Dokument mit einer geheimen Botschaft, die er gemeinsam mit seinem Neffen entschlüsselt (ich liebe solche „Entschlüsselungsgeschichten“!).
Arne Saknussemm schildert den Ort, von dem aus er zum Mittelpunkt der Erde gelangt ist.
Natürlich ist Lidenbrock sofort Feuer und Flamme; alle Bedenken des eher skeptischen Axel werden beiseite gefegt und die spannende Reise zum Mittelpunkt der Erde beginnt...

Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht bemerken, der ist bekannt (und wenn nicht: unbedingt Lesen!).
Manch einer mag Jules Verne nicht so sehr, weil auf Grund schon allein des Alters der Originale der Bücher die Sprache ungewohnt, hier und da etwas schwülstig, teilweise langatmig und eigentlich sogar etwas angestaubt erscheint. Stimmt alles, aber gerade das macht auch einen Großteil des Reizes, des Flairs dieser Romane aus! Ich persönlich mag das hin und wieder sehr gerne, und deswegen lese ich ab und an mit Begeisterung mal wieder einen der Klassiker von Verne. Der mit der Beschreibung von Erfindungen, die es damals noch nicht gab, seiner Zeit schon weit voraus war. Da stören auch einige inzwischen nachgewiesenermaßen falsche Theorien nicht im Geringsten.

Und natürlich steht auch die „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ schon seit meiner Kindheit im Bücherregal. Der Grund für den Kauf des vorliegenden Buches lag einzig und allein in der Aufmachung! Und die ist wirklich gelungen! Gedruckt auf hochwertigem Papier sind hier in erster Linie die Illustrationen das Highlight. Nach Angaben des Verlages wurden erstmals sämtliche Illustrationen der französischen Erstausgaben („Les Voyages Extraordinaires“) in noch nie gezeigten vierfarbigen Abbildungen veröffentlicht. Ein Genuss! Und dieser unterstreicht oben genannten Reiz, den die angestaubte Sprache an sich schon mitbringt: man fühlt sich in die „alten“ Zeiten zurückversetzt, das Buch wird dadurch irgendwie authentischer. Dazu verschnörkelte Kapitelüberschriften und viel goldähnliche Farbe auf dem Hartschaligen Cover – einfach gelungen! Obwohl es natürlich immer ein Kompromiss ist, edles Design preiswert umzusetzen. Natürlich wäre ein Ledereinband viel attraktiver gewesen – aber dafür auch kaum bezahlbar (und zeitgemäß vermutlich auch nicht mehr). Mir ist das so wie vorliegend daher wesentlich lieber – die Bücher sehen auch im Bücherregal einfach gut aus!

Deswegen: 5 Sterne und eine Empfehlung!


Danke fürs Lesen!
Mars
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Luna2010
Luna2010, 22.05.2011
Ich war bei dir und ich freu mich wenn du dir ein paar Berichte bei mir durchlesen magst. Gerne auch Leserunden. 20 zu 20?
Lanch999
Lanch999, 17.05.2011
Prima Bericht! LG von Lanch999
Würde mich freuen wenn du bei meinen
Berichten mal vorbeischaust! :D
sterntaler16
sterntaler16, 12.06.2011
Der Bericht gefällt mir. Alles wichtige enthalten. Einen wunderschönen Pfingstsonntag wünsche ich
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Spissi

Weiterer Klassiker von Jules Verne - Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

ein Testbericht von 2005-06-10 17:03:34 vom 10.06.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: preiswert und spannend Jugendliteratur...
Nachteile/Kritik: -
Jugendliteratur vom Feinsten.

Jules Verne – niemand sonst schaffte es Science Fiction in einer derartig vorausblickenden Weise zu beschreiben wie er es tat – zahlreiche seiner im 19ten Jahrhundert noch unglaublich scheinenden Konstruktionen sind heute Realität – um nicht zu sagen Alltag geworden.

Kurz- Biographie Jules Verne

„Wenn Sie sich in ihrem Sessel zurücklehnen und mit dem Raumschiff Enterprise in Galaxien vordringen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, glauben Sie daran, dass das, was dort als Fiktion über den Bildschirm flimmert, jemals wahr werden könnte?“

So oder ähnlich starten eine Vielzahl der Biographien über Jules Verne. Jules Verne war ein Visionär. Zahlreiche seiner im 19ten Jahrhundert noch unmöglich erscheinenden Utopien sind inzwischen Wirklichkeit geworden – seien es U-Boote, Mondraketen oder auch nur Ballonreisen.

Am 8. Februar 1828 als Sohn eines Rechtsanwaltes in Nantes (Frankreich) geboren nimmt er zunächst ein Jurastudium auf. Zum Leidwesen seines Vaters gerät Jules Verne in Paris rasch in Kontakt mit den literarischen Zirkeln und lernt dabei u.a. Alexandre Dumas („Drei Musketiere“, „Der Graf von Monte Christo“) kennen.

Zugunsten der Schriftstellerei vernachlässigt Jules Verne sein Jurastudium zunehmend. Sein erstes Stück, ein Drama, wird 1850 in Paris uraufgeführt. Um 1860 entdeckt Jules Verne seine Lust zu reisen. Er trifft auf Perre-Jules-Hetzel, einem Schriftsteller und Herausgeber von Jugendliteratur. Von da an widmet sich Jules Verne dem Verfassen von Jugend- und Reiseliteratur. 1871 zieht er mit seiner Famile um und wird Stadtrat und Vorsitzender der Académie d’Amiens, einer franz. Universität. Nebenbei verfasst Verne Bücher wie etwa „Reise um die Erde in achtzig Tagen“ und wird zur Berühmtheit.

1886 überlebt Verne einen Attentatsversuch. 1905 stirbt Jules Verne in Folge seiner Diabetes. Er hinterlässt über 65 Romane und zahlreiche andere Schriftstücke.


Handelnde Personen:

Prof. Lidenbrock
Exzentrischer Hamburger Professor, welcher bei seinen Studien auf die Schriften eines gewissen Arne Saknussemm stößt und sich daraufhin auf seine Spuren begibt.

Axel
Neffe von Prof. Lidenbrock, entschlüsselt die geheime Botschaft, ahnt aber nicht, dass er sich damit auf das Abenteuer seines Lebens einlässt.

Hans
Isländischer Jäger der Prof. Lidenbrock und Axel bei Ihrer Reise begleitet und mehr als nur einmal ihr Leben rettet.


Inhalt „Reise zum Mittelpunkt der Erde“

Prof. Lidenbrock lebt in Hamburg. Während seiner Forschungen stößt er auf ein Schriftstück des Reisenden Arne Saknussemm. Lidenbrock will unbedingt dessen Inhalt erfahren und macht sich an die Übersetzung des Schriftstückes. Mehrere Tage und Nächte versucht er hinter das Geheimnis zu kommen – erzielt aber kein Ergebnis. Sein Neffe Axel versucht sich daraufhin ebenfalls an der Entschlüsselung und findet durch einen Zufall das Geheimnis des Schriftstückes heraus. Axel weiß, dass sich sein Onkel daraufhin in die Expedition stürzen würde und verbirgt das Geheimnis anfänglich vor ihm. Als er es schließlich doch preis gibt, geschieht das erwartete – innerhalb weniger Tage macht sich Prof. Lidenbrock gemeinsam mit seinem Neffen auf den Weg.

Über Dänemark reisen sie nach Island, wo Arne Saknussemm angab, einen erloschenen Vulkanschacht entdeckt zu haben, der sie zum Mittelpunkt der Erde führen würde. In Island werden sie dank zahlreicher Empfehlungsschreiben überaus freundlich empfangen. Ein Isländischer Professor, der seine Gastfreundschaft anbietet, empfiehlt Ihnen den Isländischen Jäger Hans als Wegbegleiter.

Dieser begibt sich mit Prof. Lidenbrock zum Rand des Kraters Sneffels – wo am 1.Juli die Sonne den Weg zum Mittelpunkt der Erde offenbaren sollte. Tatsächlich ist es auch so – er zeigt auf einen Abgrund.

Das Expeditionsteam macht sich daraufhin auf den Weg in den Krater. Sie begeben sich immer tiefer unter die Erdoberfläche – schließlich befinden sie sich unter dem Meer. Nachdem sie sich auch verlaufen gehen Ihnen schließlich die Trinkwasservorräte aus – nur mit knapper Not finden sie schließlich doch noch eine Wasserquelle – nachdem Sie die Gesteinswand, hinter der sich ein Gebirgsbach verborgen hatte, eingeschlagen hatten, begleitete sie dieser schließlich den Weg entlang. Zahlreiche weitere Hindernisse stellen sich den Abenteurern in den Weg – halten sie aber nicht auf.

Ende August, mittlerweile waren immerhin 2 Monate vergangen – finden die Abenteurer ein unterirdisches Meer – mit zahlreicher Vegetation und auch Fischen. Auch Skelette von anderen Tieren sind zu entdecken. Hans baut für das Expeditionsteam ein Floß, mit welchem sie vorhaben, den Meer zu überqueren. Nach vielen Tagen kommen sie in ein Unwetter, welches beinahe ihr Leben gefährdet. Durch einen Blitz wird ihr gesamtes Boot magnetisiert und zahlreiche mitgebrachte Kisten mit Vorräten und Instrumenten drohen in Flammen aufzugehen. Mit Müh und Not landen sie 3 Tage später auf einer Bucht. Der Kompass gibt ihnen allerdings an, dass sie wieder an ihren Ausgangsort zurückgekehrt wären. Prof. Lidenbrock kann dies nicht glauben und sieht sich am Ufer um – er findet Schriftzeigen – AS – Arne Saknussemm. Sie gelangen schließlich zu einer Öffnung im Felsen – ein großer Steinbrocken verschließt jedoch den Eingang. Prof. Lidenbrock beschließt den Stein einfach zu sprengen und sie machen sich an die Arbeit. Kurz vor Auslösen der Sprengung ziehen sie sich mit dem Floß auf das Meer zurück – als das Gestein in gesprengt wird, wird plötzlich das wahre Ausmaß bemerkbar – hinter dem Gestein befindet sich ein Gefälle und das Meer beginnt in dessen Richtung zu fließen – und reißt die Abenteurer mit sich.

Durch einen aktiven Vulkan kommen die 3 Abenteurer werden die 3 Abenteurer schließlich auf die Oberfläche zurückgehoben und merken dass sie beim Ätna am Mittelmeer gelandet waren. Nach einigen Tagen begeben sich Prof. Lidenbrock und Axel auf die Heimreise. Mehr als ein halbes Jahr später betrachtet Axel nochmals den Kompass, den sie auf der Reise mit sich führten – und entdeckt dass er in die falsche Richtung zeigte – die Magnetisierung während des Gewitters hatte dazu geführt, dass sie glaubten, sich noch immer an der selben Küste des Meeres zu befinden.


Meine Meinung:
Ich kann mich nur wiederholen auch diese Jugendliteratur ist ein Klassiker von Jules Verne, und kostet nur ca. 6Euro als Taschenbuch, also jedem zu empfehlen der ein spannendes Buch sucht.
Jedes Kind und jeder Jugendliche sollte diese Geschichte kennen, gehört einfach dazu.
Es ist einfach unglaublich wie Jules Verne die Dinge erklärt, für die damalige Zeit sehr außergewöhnlich, beachtenswert.

Mfg Spissi
...
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Kommentare
ookasan
ookasan, 10.06.2005
sich wirklich interessant an und denke fuumlr 6 euro noch zu den billigeren buumlchern
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Hindenbook

Reise mitten ins Herz des Publikums

ein Testbericht von 2003-07-12 20:57:07 vom 12.07.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Zu Recht einer der ganz großen Klassiker des phantastischen Abenteuerromans....
Nachteile/Kritik: Entstanden im 19 Jh. und folglich etwas angestaubt.
I. Kurzkritik für Ungeduldige

Das Manuskript eines kühnen Forschers weist dem Hamburger Geologen Otto Lidenbrock, seinem Neffen Axel und dem Isländer Hans den Weg zum Mittelpunkt der Erde. Er beginnt im Krater eines erloschenen Vulkans auf Island und führt steil hinab in eine bizarre, keineswegs tote, sondern von durchaus gefährlichen Kreaturen bewohnte Unterwelt, die unseren Reisenden stets neue, aufregende Abenteuer beschert - Nostalgischer Klassiker der Phantastik von einem der Urväter des Genres; nach mehr als einem Jahrhundert frisch und faszinierend: Lesefutter für alle Fans "verlorener Welten".

II. Inhalt

Ausgerechnet dem besessenen Gelehrten, Geologen und Professor Otto Lidenbrock aus der alten Hansestadt Hamburg spielt das Schicksal ein bisher unbekanntes Manuskript des großen Weltreisenden Arne Saknussemm in die Hände. Darin behauptet dieser, im 16. Jahrhundert einen Weg zum Mittelpunkt der Erde entdeckt und auch begangen zu haben. Das ist freilich unbekannt geblieben.

Lidenbrock, dessen Name etwas gilt in der Forscherwelt, ist keineswegs gefeit gegen die Verlockung, Saknussemm zu folgen und unsterblichen Ruhm zu erlangen. Seine wissenschaftliche Neugier ist ohnehin stets präsent. Deshalb beschließt er sogleich, nach Island zu reisen. Dort nämlich soll im Krater des (hoffentlich) erloschenen Vulkans Sneffels der Eingang zur Unterwelt zu finden sein.

Der Professor wird begleitet von seinem eher unwilligen, weil vorsichtigen und der Gemütlichkeit zugetanen Neffen Axel, einem Waisen, der in seinem Haus lebt und sich als Lidenbrocks Assistent verpflichtet sieht. Auf Island stößt als Reisegefährte noch der bärenstarke und unerschütterliche Hans Bjelke zu ihnen. Auf Saknussemms Spuren geht es hinab in die Tiefe. Dunkelheit und grässliche Abgründe halten das Trio nicht auf. Sie verirren sich, verdursten beinahe, stoßen aber unbeirrbar weiter vor, bis sie an die Gestade eines Ozeans tief unter der Oberfläche der Erde gelangen.

Mit einem Floß geht die Odyssee weiter. Sie führt in ein unterirdisches Reich, das von der Zeit vergessen wurde. Seine Bewohner sind ebenso faszinierend wie ungemütlich, und für unsere Reisenden reiht sich ein bizarres Abenteuer an das nächste ...

III. Handlung

Ein ebenso einfacher wie genialer Einfall: Man lässt eine kleine Gruppe sehr unterschiedlicher Menschen in eine fremde Welt reisen und wartet ab, was dabei geschieht. Die Geschichte entwickelt sich quasi von selbst; der Weg ist das Ziel. Hält dann ein Schriftsteller wie Jules Verne die Fäden in der Hand, darf sich der Leser sicher sein, einfallsreich unterhalten zu werden.

"Reise zum Mittelpunkt" der Erde ist für einen Verne-Roman sogar ausgesprochen "schnell". Selten sind die in den späteren Werken oft überbordenden geografischen, biologischen, ethologischen, historischen etc. Beschreibungen. Diverse Grundkurse in Geologie kann sich der Verfasser nicht verkneifen, aber das liegt natürlich im Thema begründet.

Aus heutiger Sicht ließ sich die Anreise zum Sneffels sicherlich raffen. Die Lesegewohnheiten haben sich geändert. Im 19. Jahrhundert hatten Leser Zeit - es gab kein Fernsehen, kein Internet. Deshalb durften Geschichten ruhig lang sein und es ruhig angehen lassen. "Reise ..." ist mit knapp 400 Seiten (einschließlich Illustrationen) für einen Verne-Roman nicht einmal sehr umfassend geworden. Die zweite Hälfte, die endlich unter der Erde spielt, wünscht man sich sogar heute noch ausführlicher.

Die "Reise zum Mittelpunkt der Erde" besitzt etwas, das sich im 21 Jahrhundert nur schwer nachschöpfen lässt: Sie wirkt authentisch. Nostalgische Reisen im Stil vergangener Zeiten haben in der unterhaltenden Literatur und vor allem im Film Konjunktur. Freilich ist es schwierig, die entsprechende Stimmung zu schaffen. Verne profitiert davon, ein Zeitgenosse Lidenbrocks & Co. zu sein. Talent und Glück ließen einen im positiven Sinne altmodischen Klassiker entstehen, der sicherlich auch unsere Nachfahren noch fesseln wird.

IV. Personen

Die Hauptfiguren dieser Geschichte, die uns ein Franzose erzählt, sind - Deutsche! Das mutet erstaunlich an und wäre nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 sicherlich unmöglich gewesen. Dabei war Jules Verne Patriot, aber eben kein Nationalist. Er schmuggelte zwar gern mindestens einen Franzosen ins Geschehen, ließ jedoch ansonsten Angehörige aller damals "zivilisierten" Nationen in seine außergewöhnlichen Abenteuer ziehen. Und nicht nur er verehrte den deutsch-französischen Universalgelehrten und Humanisten Alexander von Humboldt (1769-1859), Lidenbrocks Bruder im Geiste. Dabei ließ er gern bekannte Klischees in seine Figuren einfließen, was man ihm aber nicht übel nimmt, weil er die eigenen Landsleute davon nicht ausschließt.

Professor Otto Lidenbrock ist für einen "typischen" Deutschen, einen aus dem Norden zumal, erstaunlich kregel geraten. Keine Spur von Gefühlsarmut oder Zurückhaltung, höchstens dass er es mit der Liebe zur Wissenschaft ein wenig übertreibt. Er ist polyglott und korrespondiert mit Gott und der Welt, legt aber andererseits die für seine Spezies angeblich typische Verschrobenheit an den Tag.

Neffe Axel passt da schon eher ins Bild. Obwohl noch jung an Jahren, hat er es lieber ruhig. Er ist häuslich, hat schon ein Auge auf eine Zukünftige geworfen und liebt es ausgiebig zu speisen. An der großen Fahrt seines Onkels nimmt er eher widerwillig teil. Die Pflicht zur Dankbarkeit, die er, ein Waisenkind, Lidenbrock schuldet, lässt ihm indes keine Wahl - und ein Mann von Ehre ist Axel bestimmt! Das hält ihn jedoch nicht ab, als Ich- Erzähler allerlei Respektlosigkeiten und Klagen in seinen Bericht einzuflechten.

Wenn es jemanden gibt, den man als personifiziertes Klischee bezeichnen müsste, dann ist das wohl der starke Hans. Als "treue Isländer" lassen sich nach Verne sowohl die Ponys als auch die menschlichen Bewohner der Insel bezeichnen. Hans ist allerdings kein zurückgebliebener "Wilder", sondern "nur" ein schlichtes Gemüt und ein ruhiger, aber selbstbewusster Zeitgenosse.

V. Autor

Jules Verne (1828-1805), unermüdlicher Geschichtenerzähler mit der Gabe, Unterhaltung und Information so zu mischen, dass daraus Literaturklassiker entstanden, die von der Kritik geschätzt und von den Lesern geliebt werden - und das seit fast anderthalb Jahrhunderten. Die sprudelnde Fantasie dieses Mannes ließ ihn zu einem der "Erfinder" der Science Fiction werden, was man indes nicht überbewerten sollte: Verne kannte dieses Genre nicht und hätte es sich zweifellos verbeten, ihm zugeschlagen zu werden. Er wollte seinen Lesern - und hier besonders den jungen Lesern - die große Welt mit Feder und Tinte erschließen.

Seine "Voyages extraordinaires" (die zum Mittelpunkt der Erde ist übrigens deren dritter Band) begründeten die Verehrung, die Jules Verne bis heute genießt. Sie repräsentieren den 'reinen' Verne der frühen Jahre, den Optimisten, der die Hymne auf den menschlichen Forschergeist sang. Wer weiß, kann praktisch jedes Hindernis aus dem Weg räumen: Das ist sein Credo. (Es sollte sich in späteren Jahren ins Pessimistische verkehren.)

In diesem Sinne ist Verne ein herausragender Vertreter des 19. Jahrhundert, dieser Epoche der Reisen, der Entdeckungen und des stürmischen naturwissenschaftlichen Forschens. Über die ganze Welt schwärmten die Gelehrten aus und revolutionierten binnen weniger Jahrzehnte das in vielen Aspekten noch mittelalterliche Bild, das sich die Menschen von ihrem Planeten machten. Die Lösung aller Rätsel der Natur und damit die Überwindung der menschlichen Unzulänglichkeit schien zum Greifen nahe. Die Welt zu kennen hieß sie zu ordnen, und mit der Ordnung mussten Frieden, Freiheit und Glück kommen - jedenfalls für jene, die fähig und willens waren, zu lernen und das Gelernte einzusetzen.

Verne hat die meisten Stätten seiner zahlreichen Reiseromane nie bereist, sondern sie sich und seinen Lesern am Schreibtisch erschlossen. Seine legendäre Kartei verzettelte das naturwissenschaftliche Wissen seiner Epoche, sauber geordnet nach Themen und auf dem neuesten Stand gehalten. Trotzdem hat er selten so falsch gelegen wie mit seiner Reise zum Mittelpunkt der Erde.

Das Risiko bei der Wahl dieses Schauplatzes war ihm durchaus bewusst. Wie es seine Art ist, referiert Verne ausgiebig die zeitgenössischen Theorien über das Innenleben unseres Planeten. Dass dieses glühend und flüssig sein könnte, hatten kluge Männer theoretisch und in Ansätzen praktisch nachgewiesen. Der letzte Beweis fehlte jedoch - für Verne eine Verlockung, sich auf die Seite derer zu schlagen, die an eine hohle Welt mit möglichen Bewohnern glaubten. Dies bot ihm auf jeden Fall die Grundlage für eine fabelhafte Geschichte.

Als redlicher Mann bereitete ihm das Wissen, sich bewusst auf trügerisches Eis zu wagen, dennoch sichtlich Kopfzerbrechen. Immer wieder kommt er auf den Widerspruch zwischen einer von außen nach innen heißer bzw. kälter werdenden Erde zurück, versucht den unmöglichen Ausgleich zwischen den Theorien. Er sichert sich schließlich ein Schlupfloch, indem er seine Reisenden den echten Mittelpunkt der Erde gar nicht erreichen lässt. Das enthebt ihn auch eines logistischen Problems, denn dieses Zentrum liegt so tief, dass drei Männer niemals so viele Vorräte mitschleppen könnten, um es zu finden und auch noch zurückzukehren.

"Voyage au centre de la terre" erschien 1864 in Pierre-Jules Hetzels "Magasin d'Éducation et de Récréation". Drei Jahre später folgte die Buchausgabe, für die der Künstler Georges Roux 53 eindrucksvolle Stiche anfertigte. Ab 1873 konnten sich auch die deutschen Leser an Lidenbrocks Reise erfreuen. Auch wenn zeitweise von Moralaposteln und selbsternannten Schundjägern scheel angesehen, blieb Jules Vernes Werk in Deutschland präsent. Zumindest die erfolgreichen Romane blieben stets lieferbar. "Reise zum Mittelpunkt der Erde" gehört glücklicherweise zu ihnen. Im Jubiläumsjahr 2003 - Vernes 175. Geburtstag - gibt es gleich drei Verlage, die sie im Programm führen.

VI. Sonstiges

"Reise zum Mittelpunkt der Erde" wurde natürlich mehrfach verfilmt. Relevant und ansehnlich ist freilich nur die liebevoll nostalgische, knallbunte US-Version von 1959 ("Journey to the Center of the Earth"; auf die ungekürzte Fassung - ca. 130 min. - achten!). Unter der Regie von Henry Levin spielt der unvergessene James Mason den Professor Oliver Lindenbrook. (Ein deutscher Held in einem amerikanischen Film - das ging natürlich nicht!) Schnulzensänger Pat Boone gibt überraschend unterhaltsam den Studenten Alec McEwen (der den ebenfalls allzu deutschen Neffen Axel ersetzt), Peter Ronson mimt den blonden Hans, Thayer David den schurkischen Grafen Saknussem). Ganz neu in der Expedition: Arlene Dahl als Mrs. Carla Goetaborg (ein Hollywood-Film ohne "love interest": undenkbar!) sowie für unsere kleinen Zuschauer die "lustige" Ente Gertrud (die immerhin ein witziges Ende nimmt).

Ihr Rezensent empfiehlt dem Verne-Freund einen Blick auf die Website http://www.j- verne.de. Da hat sich ein echter und kundiger Fan unglaubliche Mühe gegeben und eine Fülle hochinteressanten Hintergrundmaterials und seltene Abbildungen rund um das Leben und die Werke des Meisters sowie die Jules Verne-Filme zusammengetragen oder selbst erstellt. Wer immer noch nicht genug hat oder gar der französischen Sprache mächtig ist, findet auf http://jv.gilead.org.il/potpourri.html eine lange Liste einschlägiger Links.

(Copyright 12.07.2003/Dr. Michael Drewniok)
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