Im Cafe Kastanie sicherlich verriet ich dich und du auch mich
ein Testbericht von Shagrath22005-09-20 20:57:43vom 20.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Tolle Schauspieler
geniale, immer aktuelle story
Tolle Kulissen.
regt zum nachdenken an...Nachteile/Kritik: Viele wichtige Details werden nicht erklärt wodurch man verloren ist wenn man das Buch nicht kennt.
Bild/Ton:
Da gibt es absolut nichts auszusetzen. Das Bild ist „glasklar“ (<- deswegen in Klammern weil das Bild ganz absichtlich schmutzig und matt rüber kommen soll) und der Ton ist einwandfrei obwohl mono (laut Hülle).
Ich konnte jedenfalls keine Mängel feststellen.
Story:
Dürfte eigentlich jedem Menschen bekannt sein, selbst denen die weder dass Buch gelesen noch den Film gesehen haben! Aber ich kopiere trotzdem mal die Inhaltsangabe hier rein:
Mitten ins Zentrum eines Albtraums zielte Michael Radford mit seiner bemerkenswerten Verfilmung von George Orewlls Romanklassiker „1984“. John Hurt und Richard Burton liefern sich ein beklemmendes Duell um Individualität und Menschenwürde.
Im totalitären Staat Ozeanien lebt der kleine Angestellte Winston Smith (Hurt) ein erbärmliches Leben unter den alles überwachenden Augen des „Großen Bruders“. Sein Leben nimmt eine verhängnisvolle Wendung als er eine verbotene Liebesaffäre beginnt.
Smith wird des Gedankenverbrechens angeklagt. Im berüchtigten Ministerium für Liebe sorgt der zynische Funktionär O’brian (Burton) für die „Rehabilitation“ des Rebellen, indem er die totale Kontrolle über Smiths Gedanken gewinnt – und seine Seele vernichtet.
Fazit/Meinung:
1984 ist einer der Filme, die einem im Gedächtnis bleiben.
Zwar ist man ziemlich verratzt wenn man das Buch nicht kennt, da der Film natürlich nicht tief genug ins Detail gehen kann (ohne unerträglich lang und langweilig zu werden) was Sinn und Zweck von Neusprech oder der Antisexliga und anderen Dingen angeht (und das sind nun mal wichtige details, da sich selbige wie ein Puzzle zu einem ganzen zusammenfügen und erst so den wahren Schrecken und Terror, den die Partei verbreitet, verständlich machen!), aber dennoch ist 1984… naja, ein schöner Film kann man nicht sagen, da die Grundstimmung extrem negativ ist. Unterstützt wird das auch noch durch die Kulissen und die tristen und matten Farben und dadurch das alles dreckig und kaputt ist.
Solange der Film in der Stadt spielt hat man ständig das durchaus beklemmende Gefühl durch eine matte Glasscheibe, oder besser gesagt Teleschirm, zu gucken. Dieses Gefühl verschwindet erst wenn Winston und Julia sich das erste mal im Wald lieben. In dem Wald sind die Farben kräftig und satt, was irgendwie befreiend wirkt.
Zudem wird der Film gut (aber leider nicht "Doppelplusgut" ^^) und in ruhigen Bildern erzählt (ich hasse Popcornkino mit hektischen Bewegungen, permanenten Schnitten und Kamerawackeleien!), wobei jedoch ein paar Dinge ausgelassen wurden (im Film erfährt man z.B. nicht das Winston schon einmal verheiratet war), was aber nicht weiter schlimm ist.
Das beeindruckendste sind jedoch die Charaktere!
John Hurt’s Figur nimmt man in jeder Sekunde ab das er unter dem System leidet.
Obwohl er fast nie (und wenn, dann nur gequält) lächelt und auch sonst keine Emotionen zeigt (im Buch wird erklärt weshalb man im Staat Ozeanien besser keine Emotionen nach aussen dringen lässt), wirkt es nie aufgesetzt oder unnatürlich, sondern glaubwürdig!
Und die Rolle des O’brien hätte mit Richard Burton nicht besser
besetzt sein können.
Burton spielt seine Rolle erst wie ein liebevoller Vater und strahlt dann am Ende eine nahezu furcht einflößende Gefühlskälte aus!
Und das „Duell“ (<- deswegen in Klammern weil es mehr eine Hinrichtung als ein Duell gleichwertiger Gegner ist!) zwischen ihm und Winston im Liebesministerium treibt einem Tränen in die Augen (an der Stelle hab ich schon im Buch ziemlich geschluckt ^^)!
Auf der einen Seite der zynische und wirklich absolut eiskalte O’brien und auf der anderen Seite das geschlagene und getretene Häufchen Elend, festgeschnallt auf einer Streckbank, und obendrein angeschlossen an einen Elektroschocker…
Bis zuletzt verteidigt Winston die Menschlichkeit und O’brien reagiert nur mit Zynismus, menschenverachtenden Argumenten und Folter. Solange bis er Winston zerstört hat.
Danach wird Winston in das Zimmer 101 gebracht, was den Höhepunkt des Films darstellt. Diese Szene geht einem wirklich nah...
„Sie Wissen was in Zimmer 101 ist. Jeder weiß das. In Zimmer 101 ist das schlimmste auf der Welt“
Kurz und gut: ein absolut sehenswerter Klassiker, der sowohl fasziniert als auch schockiert (allerdings nicht so sehr wie das Buch). Zwar weißt der Filme einige Längen auf, wird aber nicht langweilig (wobei das wieder Ansichtssache ist! Action darf man jedenfalls nicht erwarten obwohl ständig was explodiert ;) ) und die Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie (selbst „Baldy man“ Gregor Fisher spielt Parsons sehr überzeugend und selbst Parsons Frau, die nur als Nebenrolle auftaucht, merkt man in den 3 Minuten, in denen sie zu sehen ist, an das sie Angst vor ihren Kindern hat [Buch lesen *g*]!). Was ich auch sehr positiv bewerte: Eurythmics haben sich sehr zurückgehalten was die Filmmusik betrifft! Darüber bin ich überaus dankbar (hey, ich mag Eurythmics, aber ich glaube wenn sie ihren typischen Stil für die Filmmusik angewendet hätten, hätten sie den ganzen Film versaut).
Allerdings ist das kein Film den man sich mal einfach so anschauen kann. Dafür ist er einfach zu schwerfällig. Man muß Zeit und Aufmerksamkeit mit bringen und vor allem muß man über den Film nachdenken (vor allem darüber was „Engsoz“ in Wirklichkeit ist (weil das meiner Meinung nach das wichtigste am ganzen Film ist!)! Und zwar ist „Engsoz“ nichts anderes als der Kommunismus/Sozialismus den wir in der Realität kennen!).
Der einzige wirklich relevante Kritikpunkt ist das der Film nicht tief genug ins detail geht. Aber wie gesagt: würde er es tun, wäre er unerträglich langweilig. Außerdem wüsste ich keine Möglichkeit wie man z.B. in einem Dialog den Zweck von Neusprech leicht verständlich erklären sollte, zumal man im Staat Ozeanien über soetwas einfach nicht redet/reden kann (ohne dafür im Liebesministerium zu landen)!.
Daher sollte man unbedingt vorher das Buch gelesen haben, da in selbigem ja alles haargenau erklärt wird.
...
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Fanatismus!
ein Testbericht von Kater2004-03-13 12:49:55vom 13.03.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Thema, Umsetzung....Nachteile/Kritik: Mir unsympathisch.
Hallo ihr Lieben! Heute stell ich euch mal den Film ,,1984" vor, das Jahr, indem ich auch geboren wurde. Als Vorlage zum Film diente der Roman ,,1984" von George Orwell, der einen Megaerfolg eingebracht hat.
Der Plott:
Der Film beginnt mit einem Propagandafilm, der vielen Leuten, die alle zusammen in einem großen Saal sitzen gezeigt wird. Die euphorische Masse beschimpft Trotski als Verräter und huldigt Lenin als Retter, während diese beiden Personen zu sehen sind. Winston Smith lebt in einem Staat, dessen ständige Kontrolle und Überwachung immer Tagesordnung sind. Der Staat heißt Ozeanien und Winston ist ein kleiner Angestellter des Wahrheitsministeriums.
All seine Gedanken und Empfindungen schreibt er in ein Tagebuch, dass er in einer Wand versteckt. Am nächsten Tag in einer Kantine unterrichtet ihn ein Kollege darüber, dass das neue Wörterbuch bald fertig sei, ein Wörterbuch, was die kürzeste Sprachform beeinhaltet, was dem Zweck dienen soll, dass man nicht mehr einer Meinung sein kann, und das die ,,Ozeaner" ihre eigene Sprache entwickelt haben.
In den Straßen herrscht Prostitution und Armut. Winston schläft auch mit einer Prostituierten, welche ihn erst nicht sonderlich beeindruckt, aber er tut es trotzdem. Später sieht man sie tot in einem Feld liegen, wie sie von Ratten angeknabbert wird. Überall sind Bildschirme, auf denen ständig Propaganda in Form von Antisexdemos oder Lernsprüchen wie Krieg ist Frieden usw. läuft.
Äußerlich lässt sich Winston seine Wut nicht anmerken, doch innerlich rebelliert er. Er findet eine Verbündete, namens Julia, die das ozeanische System wie er auch hasst. Es folgt eine verhängnisvolle Affäre. Verhängnisvoll deshalb, weil Winstons Geheimnis aufgedeckt wird und ihre Liebe nicht fortbestehen kann und somit beide dem Unglück verdammt sind...
Meine Meinung:
Ich war schockiert, als ich den Film sah! Denn die Themen werden hier so offen dargelegt und gezeigt, dass es einem die Sprache verschlägt. Der Autor George Orwell wollte mit seinem utopischen Roman auf die faschistischen Diktaturen und Bewegungen in Deutschland, Italien und Spanien hinweisen und ich finde, dass ist ihm auch ziemlich gelungen. Alle tuen sehr patriotistisch und folgen ohne Widerspruch jeden Anweisungen, was heute zumindest in Deutschland nicht mehr vorstellbar ist und was ich auch nicht könnte. Das Eingesperrtsein, das ständige Kontrolliertwerden und Überwachtwerden wäre für mich der blanke Horror. Big Brother habe ich zwar damals immer mitverfolgt aber ich selbst in so einem Ding war mir immer nicht geheuer. Unsympathisch finde ich den Film! Ja unsympatisch. Weil die dreckigen Leute und die dreckige Umgebung und die diktaktorischen Verhaltensweisen schwer an den zweiten Weltkrieg erinnern, an Hass, Armut und Hilflosigkeit. Man wird sozusagen ungewollt mit in die Welt Ozeaniens gedrengt, so gings mir zumindest. Und das fand ich sehr bedrohlich. Auch krass finde ich die Szene, wo die Frau im Bildschirm von Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke usw. redet. Das ist ja die pure Kontrolle und der pure Fanatismus in meinen Augen! Ekelhaft finde ich auch die Szenen, wo die Nutte von den Ratten gefressen wird oder wo die vielen Kriegsgefangenen erschossen werden und die Masse applaudiert. Da sieht man mal wie manipuliert
die Menschen sind.
Darsteller: John Hurt alias Winston Smith
Suzanna Hamilton alias Julia
Richard Burton alias ein Kollege.
ein Testbericht von Elslaesstgruessen2003-10-29 17:31:23vom 29.10.2003Empfehlung: nein
Vorteile: einzelne Szenen sehr intensiv, gute Verdeutlichung nach dem Lesen des Buches...Nachteile/Kritik: nicht ganz so gelungene Darstellung des Buches, zu viele Details fehlen, unverständlich ohne Kenntnisse des Buches
Hey Folks.
Irgendwann am Ende einer Schullaufbahn der inzwischen extrem unmotivierten Schüler haben Lehrer auch nicht mehr wirklich Lust, noch schnell in den letzten Tagen den Schülern alle Weisheit der Welt mit auf den Weg zu geben, da man aber die Schulstunden noch füllen muss, werden Referate aufgedrückt. So durfte ich sowohl in meinem Englisch-, als auch Deutsch-Leistungskurs mich mal ausführlichst mit George Orwells 1984 beschäftigen und da ich einen der beiden Vorträge heute abgeschlossen habe, kommt jetzt der Bericht zum passenden Film dazu.
Story und deren Umsetzung
Es ist ja nun
die Verfilmung des Buches `1984’ und mit einem Referat darüber kann man – nach eigenen Erfahrungen rund 200 Minuten füllen, deswegen hier nur eine ganz kurze Kurzversion.
Es herrscht eine totalitäre Herrschaft, ein reiner Überwachungsstaat, in dem mit brutalsten Methoden, Manipulation, Unterdrückung und Demütigung die Macht erhalten bleibt. Zweifler am System werden durch Folter, Gewalt, Hunger in Gefängnissen einer Gehirnwäsche unterzogen, so dass auch sie nach ihrer Entlassung an das herrschende System glauben und zu eigenen Gedanken nicht mehr fähig sind. Diese Aspekte werden bewiesen am Protagonisten Winston Smith, und in Teilen auch seiner Freundin Julia, der in seinem kleinen persönlichen Rahmen eine Revolution versucht und sie mit seiner Identität bezahlt.
Ein bisschen mehr Story
Für uns vollkommen alltägliche Dinge gehören in der Welt von 1984 in die Kategorie Verbrechen und Verrat. So führt Winston zum Beispiel ein Tagebuch, in dem er seine wachsenden Gedanken gegen das System nieder schreibt. Schon allein der Besitz des Tagebuchs ist verboten, revolutionäre Gedanken zu haben sowieso und diese auch noch niederzuschreiben ist mit das schlimmste, was man tun kann. Er führt eine Beziehung zu einem Mädchen, welches auch unzählige Verbote enthält – Sex zum Beispiel ist nur noch für die Fortpflanzung erlaubt, alles andere sieht die Party als Energieverschwendung und diese Energie sollte lieber zu Gunsten der Partei verwendet werden und vor allem die Individualität einer freien Beziehung soll eingeschränkt werden. Im Prinzip ist auch kein Raum für Revolutionen, da die Menschen unter einer ständigen Überwachung stehen, durch Kameras wird jeder Schritt verfolgt, das Leben ist komplett eingebunden in Arbeit und Parteimitgliedschaften, dass auch keine Zeit für die Reifung von revolutionären Gedankengut bleibt. Und doch wachsen im Protagonisten immer mehr Zweifel – womit er ein „Gedankenverbrechen“ begeht und von diesen „krankhaften“ Gedanken soll Winston „geheilt“ werden – durch eine Gehirnwäsche der brutalsten Art, mit roher Gewalt und einer Konfrontation mit seinen schlimmsten Ängsten. Mit diesen Methoden ist das System erfolgreich, ein Mensch kann sich gegen solche barbarischen Mittel irgendwann nicht mehr wehren und bei seiner Entlassung ist Winston ein gebrochener Mann, hat sämtliches Gefühl für sich selbst verloren, auch Gefühle für seine Freundin wurden ihm ausgeprügelt und der größte Erfolg für das System war der Verrat von Winston und eine „echte“ Liebe zu Big Brother – dem theoretischem Führer und totalitärer Herrscher über Oceania, nur einer von drei noch bestehenden Supermächte.
Nun sollte man die Geschichte und die Gedanken Orwells zu diesem immeraktuellen Thema kennen, in einer Welt die sich immer mehr an einen gläsernen Staat annähert und Shows wie Big Brother zum Unterhaltungsprogramm gehören, sollte man vielleicht wirklich wissen, woher der Begriff eigentlich kommt und was dahinter steht. Es gehört meiner Meinung nach zur Allgemeinbildung, das Buch, oder wenigstens die Geschichte zu kennen.
Ich weiß selber, dass man nicht alles Lesen kann, was man kennen sollte und auch nicht zu allem Lust hat und bei einigen Sachen reicht es ja wirklich aus, die groben Züge sich mal erzählen zu lassen, oder noch besser – eine Verfilmung zu sehen. Hier klappt das leider nicht wirklich, denn dazu ist der Film meines Erachtens nach überhaupt nicht geeignet. Die Geschichte hält sich zwar an vielen Stellen an die Originaldialoge, jedoch werden viel zu viele Stellen weggelassen, in einer seltsamen Reihenfolge dargestellt, zu nebenbei erzählt, aus dem Zusammenhang gerissen oder sind einfach unmöglich filmisch darzustellen und verlieren dadurch an Intensität und Verständlichkeit. Ich jedenfalls hätte diesen Film nie verstanden, wenn ich nicht das Buch kennen würde. Handlungsstränge werden mehrmals an völlig unpassenden Stellen unterbrochen, oder Handlungen verlieren jeglichen Zusammenhang zueinander, oder Stilmittel zur Darstellung bestimmter Szenen sind vielleicht künstlerisch wertvoll aber einfach unverständlich für den Zuschauer.
Bei uns gehörte das Buch zur Abiturvorbereitung und wie es eben so ist haben es einige nicht gelesen, sondern dachten sich, sie gucken sich eben schnell den Film an und kamen dann zur Abiklausur mit dem Satz „Hoffentlich kommt 1984 nicht ran, ich habs echt nicht verstanden!“
Und selbst wenn man glaubt, man hätte es verstanden, wird einem erst nach dem Lesen des Buches auffallen, wie viel einem in dem Film verloren geht, besonders diese ganzen Theorien, die vielleicht nicht unbedingt die Handlung weiterbringen, aber eben das Buch und die Antiutopie und die Aussagekraft und die ganze Message des Buches ausmachen, können natürlich überhaupt nicht so erklärt werden wie über mehrere Seiten in einem Buch, aber man sollte sie auch nicht so übergehen, wie es manchmal geschieht.
Also meiner Meinung nach ist die Umsetzung der Handlung und vor allem die Darstellung der Theorien und Welterklärungen überhaupt nicht gelungen.
Stimmung, Atmosphäre
Es macht keinen Spaß, diesen Film zu sehen. Denn es ist zwar kein Schwarz-Weiß-Film, aber viel andere Farben ausser grau und grau und grau und grau und verwaschenes, trübes blau und grau und grau und ein bisschen schwarz wird man nicht sehen. Jedoch muss der Spaßfaktor ja nicht immer so unendlich hoch sein wie bei... sagen wir ... keine Ahnung, jedem normalen Unterhaltungsfilm. Denn die Stimmung des Buches ist unglaublich gut eingefangen und wiedergegeben. Zwar hab ich es mir beim Lesen des Buches nicht ganz so düster und dreckig und trist und trostlos und grau und eklig verdeutlicht, aber wohl genauso wird es gemeint sein. Es soll eben wirklich die Schrecklichkeit eines immer währendem Kriegszustand verdeutlicht werden, in der es keine Schönheit gibt, und genau das ist gelungen. Also „schön“ im klassischen Sinne ist es wirklich nicht, jedoch die passende Stimmung wurde eingefangen und dargestellt. Empfindlich sollte man jedoch nicht sein, da es manchmal schon ziemlich ins eklige und brutale geht, was aber nicht aus Sensationslust geschieht sondern für die realistische Verfilmung des Buches notwenig ist. Insgesamt ein Pluspunkt hier.
Sprache
Ich hab den Film sowohl auf Englisch, als auch auf Deutsch gesehen. Zum Englischen muss ich sagen: schwer verständlich. Ich bin nun wirklich nicht schlecht in Englisch und habe bei normalen Kinofilmen wirklich keine Verständigungsprobleme, aber das hier ist wohl kein normaler Film und ich musste einige Stellen wirklich mehrmals hören, um den Satz vollständig zu erfassen. Und natürlich ist es generell nicht einfach, politische Ideologien in einer anderen, vielleicht nicht unbedingt zeitgemäßen Umgangssprache erklärt zu bekommen. Aber insgesamt ist zu sagen, die Sprache ist angepasst an die Geschichte und unterstützt auch die düstere Stimmung, sie passt.
Nun bin ich von Synchronisation generell nicht so angetan, aber schön die Übersetzungen des Buches fand ich missverständlich, im Film stolpert man mehrmals über Stellen, die den Fluß des Ganzen unterbrechen und unpassend übersetzt sind. Also bitte, aber Dictionary kann man – so schön es zu den Lippenbewegungen passt – doch nicht wirklich mit Diktionär übersetzen, wer redet denn so! Die ausgewählten Synchronstimmen sind recht passend, die Sprache manchmal ein bisschen holprig.
Schauspieler
Mag sein, dass man eins, zwei von ihnen kennt, ich kannte sie nicht und will mich auch nicht weiter über ihre Persönlichkeiten und Klatsch und Tratsch über sie auslassen, sondern gleich zu ihren Leistungen kommen.
Viele spielen einfach am Rand ihre Geschichte und sind nicht weiter beeindruckend, vielleicht lässt es die Geschichte auch nicht zu, dass sie irgendwie einprägsamer wären, aber man sieht sie, realisiert sie, vergisst sie wieder. Bei den Protagonisten ist es schon ein bisschen anders. Besonders eben der „Winston Smith“ – ich glaube, realistisch kann man physischen Schmerz, durch brutalste Gewalt und Folter nicht darstellen. Absolut große Leistung. Aber wie oft will man ihn mal wachrütteln und sagen „nun leg doch endlich mal los, spiel doch mal wirklich!“, es kommt einfach nichts rüber, was irgendeine personale Beziehung zu den Charakteren aufbauen lässt und dadurch verlieren sie auch extrem an Glaubwürdigkeit und Identifikationsfläche. Vielleicht kann man auch diese Gefühle, die sich eben wirklich nur im Innern abspielen, nicht darstellen, aber dann ist es auch hier wieder bedeutend besser, das Buch zu lesen, denn da wird einem wenigstens die Möglichkeit gegeben, sich zu identifizieren, ob man es dann auch macht oder kann ist eine andere Sache.
Wozu dann den Film?
Vielleicht aus Interesse, wenn man das Buch gelesen hat und sich weiter damit beschäftigen möchte und interessiert daran ist, wie es denn Leute versucht haben, filmisch darzustellen. Der Film bietet hierfür sicher eine Grundlage. Aber ein echter und für mich einziger Grund ist zur Verdeutlichung und größeren Anschaulichkeit bei Referaten über das Buch. Einzelne Szenen stellen die im Buch beschriebenen Charaktere sehr deutlich dar und sind eine echte Hilfe bei Charakterisierungen. Oder auch wenn man verschiedene Szenen erzählt und erläutert, wird es enorm auf den Zuschauer wirken, sie diese Szene im Film anzusehen, da einige von ihnen wirklich extrem intensiv sind und beeindrucken. Als Medieneinsatz und vielleicht Sekundärmaterial für Vorträge und weitere Beschäftigung mit dem Thema bestens geeignet.
Zum Vergnügen bestimmt nicht, an Stelle des Lesens auch nicht. Dann wirklich lieber das Buch vornehmen, wenn man es erst mal durchschaut und verstanden hat ist es sehr faszinierend und gehört ja nun wirklich zur Weltliteratur, was man nicht nur im Regal zu stehen haben sollte, sondern auch mal sich damit befassen könnte um die Welt ein bisschen besser zu verstehen und zu durchschauen.
ein Testbericht von Gesi422003-05-19 16:45:36vom 19.05.2003Empfehlung: ja
1984 - dieser Film galt als reine Utopie, aber seit "Big Brother" oder die Spionagesatelliten ist vieles inzwischen Wahrheit geworden. Grundlage für diesen Film war der Roman von George Orwell, der schon vieles erahnte, was uns Zukunft erwartet. Der Staat wird die Macht über uns nehmen und vieles von uns wissen, was niemand für möglich gehalten hätte.
Was viele vielleicht nicht wissen, daß der Roman bereits 1948 geschrieben wurde und damals konnte man wirklich noch nicht erahnen, wie vieles inzwischen die Tagesordnung ist.
Der Film
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Wir schreiben das Jahr 1984. Die Welt ist
aufgeteilt in die drei Supermächte Ozeanien, Eurasien und Ostasien. Die Menschen unterliegen der totalen Überwachung und können aus diesem Gefängnis nicht fliehen. Auch Winston Smith lebt in dieser Zeit und er versucht ein Tagebuch zu schreiben um sein Gewissen zu bereinigen. Er schreibt dieses Tagebuch um seine Gedanken niederzuschreiben und sich innerlich gegen den Staat aufzulehnen.
Winston lernt Julia kennen, aber er weiß zu dieser Zeit noch nicht, ob Julia vielleicht ein Spitzel ist, um an sein Tagebuch zu kommen. Wie soll er Julia nur entgegentreten, denn wenn er sein Geheimnis preisgibt, kann dies ihm seine Freiheit kosten.
Die Schauspieler
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Die Story ist recht gut umgesetzt und man muß sich einfach im Klaren sein, daß die Handlung 1948 geschrieben wurde und damals gab es eben noch keine Überwachung.
In den Hauptrollen ist u.a noch einmal Richard Burton zu sehen, der hier seine letzte Rolle spielte.
Neben Richard Burton treten auf:
- John Hurt
- Suzanna Hamilton und
- James Walker
Meine Meinung
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Auch wenn vieles des Story wohl nie Wahrheit werden wird, hat sich einiges doch schon bewahrheitet. Aber vieles bleibt ja im Verborgenen, aber ich bin mir sicher, daß vieles überwacht wird, wovon wir überhaupt keine Ahnung haben. Es fängt doch schon damit an, daß in Zukunft die Banken die Zinseinnahmen an das Finanzamt weiterleiten, damit jeder brav seine Steuern zahlen kann. Aber auch in anderen Bereichen werden wir in Zukunft überwacht werden. Wer weiß denn heutzutage, welche Daten die Satelliten von uns an die Geheimdienste weiterleiten und eine Überwachung der Telefonate oder der Emails ist nur der Anfang.
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ein Testbericht von Abana12003-02-12 08:27:38vom 12.02.2003Empfehlung: ja
Heute in Nacht kam auf VOX der Film "1984", den ich zwar vor einiger Zeit schon mal gesehen hatte, den man sich aber getrost mehrmals ansehen kann. Da mir auch schon das Buch "1984" von George Orwell sehr gut gefallen hat, ist eine filmische Umsetzung solcher Vorlagen immer interessant, schon wegen dem Vergleich Film/Buch.
Handlung
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Die Welt hat sich in drei Superstaaten aufgeteilt: Ozeanien, Eurasien und Ostasien. In jedem dieser Staaten herrscht ein totalitäres System, welches die Menschen unterdrückt. Winston Smith lebt in Großbritannien, was zu Ozeanien gehört. Er arbeitet im Wahrheitsministerium,
welches die Geschichte immer den aktuellen Gegebenheiten anpaßt, und was von den Untertanen einfach so hingenommen wird. Winston ist vom System nicht überzeugt, aber diesen Gedanken kann er nur heimlich nachgehen. Denn selbst in den eigenen Wohnungen werden die Menschen mittels eines riesigen Fernsehers überwacht. Natürlich sind diese Bildschirme offiziell nur zur Übermittlung von Nachrichten gedacht, aber dadurch kann Big Brother, der totalitäre Herrscher, alle seine Untertanen überwachen und gegebenfalls durch die Gedankenpolizei festnehmen lassen. Denn vieles ist im Staat verboten, wie z.B. Liebe (diese ist nur für Big Brother zu empfinden), Sex und auch Tagebuch führen.
Winston beginnt mit dem heimlichen Schrieben eines Tagebuches, um dort seine Gefühle aufzuschreiben. Im Ministerium trifft er durch Zufall auf Julia, und beide beginnen eine heimliche Beziehung. Winston hofft auf weitere Widerständler zu treffen und in O´Brien glaubt er einen gefunden zu haben. Doch O´Brien ist ein treuer Anhänger von Big Brother, und deshalb verrät er Winston und Julia. Beide werden verhaftet und in eine Umerziehungsanstalt gebracht. Dort sollen beide mit Folter umerzogen werden...
Daten
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Regisseur: Michael Radford
Darsteller:
- John Hurt (Winston Smith)
- Richard Burton (O´Brien)
- Suzanna Hamilton (Julia)
Jahr: 1984
Spielzeit: 123 min
FSK: ab 16 Jahre
Meine Meinung
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Der Film war echt beeindruckend, genau wie auch schon die Romanvorlage. Und wer jetzt mit dem Gedanken spielt sich den Film anzuschauen, der soll gewarnt sein, denn es handelt sich hier nicht um einen 08/15-Mainstream-Film, den man sich mal so im Vorbeigehen anschaut. "1984" ist richtig düster und mit einer Endzeitstimmung, das einem beim Zuschauen echt unwohl wird. Und obwohl es sich hier um einen Science-Fiction-Film handelt, braucht man keine futuristischen Gebäude, Autos etc. erwarten. London wurde so wie in der Nachkriegszeit dargestellt, verfallene Häuser, und schon hatte man eine Stadt der Zukunft mit Endzeitstimmung. Irgendwelcher futuristischer Schnickschnack hätte auch nur von der Handlung abgelenkt. Schließlich soll der Film zum Denken anregen und nicht mit fliegenden Autos die Realität trüben.
Der Hauptdarsteller John Hurt (als Winston) zeigte eine hervorragende Leistung, genau wie Richard Burton als O´Brien. Für ihn war es übrigens die letzte Rolle seines Lebens, denn er starb nach den Dreharbeiten. Der Regisseur Michael Radford hat sich echt viel Mühe mit der Umsetzung der Story gemacht, die düstere Atmosphäre ist ihm sehr gut gelungen. Auch die gute musikalische Untermalung trägt viel zu dieser Atmosphäre bei.
Da der Film auf dem Roman "1984" von George Orwell aus dem Jahr 1948 beruht (beim Titel hat er einfach die Jahreszahlen verdreht, um den Roman in die Zukunft zu setzen), ist ein Vergleich Buch/Film notwendig. Ich selbst hatte das Buch vor dem Film gelesen, allerdings liegt das nun schon ein Weilchen zurück. Trotzdem kann ich mich noch sehr gut an das Buch erinnern, denn es war schon ziemlich beeindruckend. Und so war auch der Film, trotzdem hat mir das Buch besser gefallen. Eigentlich geht es mir meistens so, denn selten ist ein Film besser als die Romanvorlage. Bei "1984" fand ich das Buch einfach detailreicher und man kann auch den Film besser verstehen, wenn man das Buch vorher gelesen hat. Trotzdem ist der Film sehr sehenswert, da will ich mich gar nicht streiten.
Orwell hat mal behauptet, das die Weltgeschichtsschreibung im Jahr 1936 gestorben ist. Da hat er nämlich in spanischen Bürgerkrieg miterlebt, wie sich die Wirklichkeit und die Berichterstattung in Radio unterschieden hat. Durch die Medien wurde auch eine neue Art der Manipulation erschaffen, was auch die Geschichte verändert. Vieles davon kann man in "1984" wiedererkennen, am deutlichsten im Wahrheitsministerium. Orwell hatte "1984" zwar in die Zukunft gesetzt, aber eigentlich eine Satire auf die damalige Gegenwart geschrieben. Was würde er wohl über die heutige Gegenwart denken, in der zwar nicht die Realität von "1984" herrscht, in der aber die Überwachung ganz andere Formen annehmen kann.
Und was meinen Meinungstitel betrifft: Wenn die Partei sagt, das 2+2=5 ist, dann ist 2+2=5. Zumindest im Film, aber die Weltgeschichte hat auch ihre Entsprechungen.
Fazit
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"1984" ist als Roman einfach genial, aber auch als Film gehört er eindeutig zu den sehenswerten Werken. Auch wenn der Film ein beklemmendes Gefühl hinterläßt, so ist er doch ein Film, denn man sich auf jeden Fall mal angeschaut haben soll. Besser noch, man liest das Buch! Einen Punkt ziehe ich dann doch noch ab, weil das Buch einfach besser ist.
ein Testbericht von kerlimaus992003-01-16 18:05:11vom 16.01.2003Empfehlung: ja
Diesen Ausspruch kennt wahrscheinlich jeder, und fast jeder zumindest die Herkunft desselben, nämlich George Orwells beklemmenden Zukunftsroman, der eigentlich nur zufällig "1984" heißt, weil er im Jahre 1948 geschrieben wurde, daß wußten jetzt wahrscheinlich nicht mehr ganz so viele.
Mein Beitrag bezieht sich auf die 1984, ich kann ja auch nichts dafür, in Großbritannien entstandenen Films des Regiesseurs Michael Radford. Wenn wir schon mal bei den "technischen Daten" sind, können wir sie auch hier mal eben abhandeln, dann haben wir es hinter uns.
In dem 110 Minuten dauernden und als FSK
16 klassifizierten Film spielen John Hurt, Suzanna Hamilton, Richard Burton, Cyril Cusack, Phyllis Logan, Gregor Fisher, James Walker, Andrew Wilde, Peter Frye sowie David Cann und natürlich noch viele viele andere hier Ungenannte.
Zunächst auch einmal kurz zum Inhalt, soweit er nicht bekannt sein sollte. Auch hier werde ich natürlich wieder nicht alles verraten, um nicht die Spannung gänzlich zu nehmen, für diejenigen, die sich den Film noch ansehen möchten und noch nicht gesehen haben.
Zunächst einmal sei bemerkt, daß sich diese Verfilmung sehr genau an die im Buch skizzierten Geschehnisse hält, was ja durchaus bei Literaturverfilmungen nicht immer an der Tagesordnung ist.
In einer unter drei Supermächten (Ostasien, Eurasien und Ozeanien) leben die Menschen unter einer totalitären Diktatur, gibt es eigentlich auch andere, ich glaube nicht, aber egal, in einem absoluten Überwachungsstaat. Alles und jeder wird kontrolliert und die Menschen durch zurecht gebogene Nachrichten manipuliert. Dies geht sogar soweit, daß zur Not die Geschichte umgeschrieben wird, wenn eine Person in Ungnade gefallen ist, diese wird dann getilgt, und die von ihr vollbrachten Taten einfach irgendwelchen anderen zugeordnet, das heißt die Geschichte wird nach den jeweiligen Gutdünken umgeschrieben.
Immer ist irgendjemand mit irgendjemandem im Krieg, natürlich gewinnen immer alle und auch hier werden die nachrichten und Geschichte, den jeweiligen Gegebenheiten einfach angepasst, das heißt verbündet man sich mit jemand anderem, hat man mit diesem auf einmal niemals Krieg geführt, obwohl die Geräusche der letzten Schlacht womöglich noch nicht verklungen sind.
Täglich Indogtrinierung sind ebenso an der Tagesordnung, wie gegenseitige Bespitzelungen und auch Liebesleben und Familienplanung werden wie selbstverständlich kontrolliert.
Winston Smith arbeitet auch in so einem Amt, daß die Geschichte verdreht und die Sprache neu erschafft, was die meisten alles andere als superplusgut finden und hat sich eigentlich mit seiner Situation abgefunden.
Meiner Meinung nach eher zufällig wird er aufgerüttelt und hat nicht mehr vor sich mit der gegebenen Situation zu arrangieren, so beginnt er zum Beispiel Tagebuch zu schreiben, um sich so erinnern zu können wie es wirklich war und auch eine Liebensromanze bringt sein bisheriges Leben doch sehr durcheinander.
Das dieses auf Dauer nicht gutgehen kann und alsbald den Staat auf den Plan ruft, dürfte wohl jedem klar sein, mehr wird aber nicht verraten.
Dem Regiesseur und den hervorragend agierenden Schauspielern ist es gelungen die düstere Stimmung und die Beklemmung, die einen erfaßt, wenn man George Orwells Roman liest, auf die Leinwand zu bannen, nicht zuletzt weil sich der Film so eng an das Werk anlehnt.
Jedem, der den Film gesehen und/oder das Buch gelesen hat wird klar, daß eine Entwicklung zu solch einem manipulirenden Überwachungsstaat auf jeden Fall verhindert werden muß, nährt aber gleichzeitig die Hoffnung, daß die Kraft dazu in jedem von uns selbst liegt, solange man sich nicht immer mit der gegebenen Situation abfindet, sondern sich auch selbst Gedanken macht, statt diese vorgefertigt nur zu komsumieren.
Könnte man wirklich in Anlehnung an einen Fernsehsender, was man meiner Meinung nach eben nicht kann, weil vieles Geschmackssache ist, eine Liste der besten Filme der Welt aufstellen, so müßte dieses Stück verfilmte Literatur mit Sicherheit darauf stehen.
Die einzelnen Schauspieler verkörpern ihre Rollen wirklich glaubwürdig, Richard Burton spielt in diesem Film übrigens seine letzte große Filmrolle, so daß man meinen könnte, sie wären dem Roman direkt entstiegen und würden am Ende des Filmes wieder in ihm verschwinden.
Zwar ist das als Titel gewählte Jahr 1984, wie gesagt nur zufällig, weil 1948 geschrieben, nun schon bald 20 Jahre her und man mag unseren Staat auch unterstellen was man will, von einer Gesellschaft wie hier skizziert, sind wir zum Glück meilenweit entfernt, aber trotzdem sollte uns dieser Film ebenso wie der Roman zur Mahnung gereichen, daß es auch so bleibt, und es an jedem einzelnen liegt, daß sich diese schreckliche Zukunftsvision niemals verwirklichen wird.
Selten habe ich jedenfalls einen Film gesehen, der einem wirklich das Gefühl vermittelt, ein Buch wäre nicht nur Vorlage für die Rahmenhandlung gewesen, sondern einfach lebendig geworden.
Ich kann dieses Stück cineastischer Meisterleistung jedenfalls nur jedem empfehlen, der sich auch für ernste Filme interessiert, die wirklich versuchen eine Botschaft zu transportieren, Ihr werdet sicher nicht enttäuscht sein.
Sollte etwas Wichtiges oder Wissenswertes fehlen, so bin ich für Anregungen und Hinweise ebenso dankbar, wie für jeden anderen Eurer hoffentlich wieder zahlreichen Kommentare.
Danke für Euer Interesse sowie das Lesen und Bewerten meines Beitrages.