American Beauty Video

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Testberichte American Beauty

 (DVD) Drama
4.9 von 5
Platz 241 in der Kategorie "Dramen".
Bewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.9 von 5
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American Beauty Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.9 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (21/21).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Sämtliche Schauspieler, die bis in die kleinste Nebenrolle super besetzt wurden, faszinierende Bilder, bewegende Musik, Ein einfach nur absolut schöner Film
  • anspruchsvoller und realistischer Film
  • Die Schauspieler, Die Storyline, Der Soundtrack
  • der Film
  • Atmosphäre,Regt zum Nachdenken an,Toller Soundtrack, geht über die Oberflächlichkeit hinaus,
Nachteile/Kritik
  • Nein
  • keine
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wildheart

Das Geheimnis duftender roter Rosen

ein Testbericht von 2003-03-24 18:01:05 vom 24.03.2003
Empfehlung: ja
Die wunderschönen Rosen im haarnadelkurvenscharf gepflegten Garten der Immobilienmaklerin Carolyn (Annette Bening) in – na vielleicht in Carolina, oder wo auch immer, heißen American Beauty und duften durch die Szenerie eines von viel Grün umgebenen durchschnittlichen Mittelklasse-Vororts bis zu mir herüber. Tief einatmen. Sie sind das Schönste an diesem Film. Oder vielleicht doch nicht? Vielleicht nur das Unschuldigste und vielleicht riechen sie gar nicht. Jedenfalls durchwandern sie plötzlich die Phantasien von Carolyns Ehemann Lester (Kevin Spacey), einem seit Jahren in der Werbebranche tätigen Vater einer weniger rebellischen als durch und durch missgestimmten und fast schon im zarten Alter ausgebrannt wirkenden Tochter namens Jane (Thora Birch), die ihren Vater verachtet und daraus auch kein Hehl macht.

Lester Burnham erzählt rückblickend seine Geschichte. Ein Jahr später sei er tot, aber eigentlich wäre er es schon damals gewesen. Frau und Tochter halten ihn für den dauernden Verlierer, einen Versager, könnte man schon sagen. Sein Tag beginnt unter der Dusche. Dort onaniert er – und damit sei der Höhepunkt des Tages auch schon vorbei. Sex? Nein, das Bett der Burnhams dient nur noch zum Schlafen, zum Warten auf den nächsten Tag, der nicht anders sein wird, als der davor. Das war mal anders, sagt Lester Carolyn und erinnert sie an die Zeit, als sie sich kennen gelernt hatten. Carolyn kann er damit allerdings nur einige Sekunden aus ihrem jetzigen Leben reißen, bevor sie ihn wie ein kleines Kind darauf aufmerksam macht, sein Bier nicht auf die 4.000 Dollar-Nobel-Couch zu schütten. Beim Abendessen spielt immer dieselbe, grässliche, ja tödliche Musik, Mantovani or something like that, passend zum Totenmahl im reinlichen Esszimmer und mit drei schweigenden, lebenden, wenn auch nicht lebendigen Gestalten am Tisch.

Inhalt
Lester – ungeliebt von seiner Tochter, wie ein Teil des Inventars im Haus behandelt von seiner Frau, letztlich überflüssig in seiner Firma, für die er einen Entlassungsplan zwecks der üblichen Rationalisierung ausarbeiten soll – ist im Grunde tot, so gut wie. Doch vor dem Tod schickt der liebe Gott, der Zufall, der Teufel oder wer auch immer ihm eine Herausforderung, sozusagen eine letzte Chance, ein Angebot, das er kaum ablehnen kann. Unwillig fährt Lester samt hysterischer Frau, die alles gut zu reden weiß und Vorschriften an andere, vor allem Lester, verteilt wie eine Hilfsorganisation Lebensmittel an Hungernde (in dem Glauben scheint sie jedenfalls zu leben), unwillig also fährt Lester mit dieser seiner Frau zur High School, wo Töchterchen als Cheerleader das Tanzbein schwingt, und dort sieht er deren Schulfreundin Angela (Mena Suvari) einen 18jährigen, autofahrenden Engel, eine Lichtgestalt, und ohne dass Hildegard Knef „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ zu singen braucht, fallen die Rosenblätter der American Beauty Lester wie verwandelte Schuppen von den Augen. Was für eine Verführung! Direkt ins Herz geht ihm Angelas Anblick, und weiter nach unten. Lesters Phantasien gehen mit ihm durch – fast, fast bis zum Äußersten.

Peinlich für Jane, die nach der Aufführung zusehen muss, wie ihr Vater ihre Freundin mit den Augen voller Lust regelrecht anbetet.

Wer allerdings denkt, hier entfalte sich irgend etwas in Richtung 40jähriger verführt gerade eben nicht mehr Minderjährige, irrt. Angela, die sich mehr als gern bewundern lässt, egal wie alt der gut aussehende Mann auch sein mag, der ihr schmeichelt, dieser Engel Angela, die die Anerkennung ihres Äußeren für einen Gradmesser innerer Stärke hält, diese Angela ist ein auslösendes Moment, ein Funken, der bei Lester so einiges in Fahrt bringt. Nicht nur, dass er mit Hanteln seine Muskeln aufzubauen versucht, er kündigt seinen Job – gegen eine entsprechende Abfindung, bei der Erpressung eine große Rolle spielt – und sagt seiner Frau endlich die Meinung, mehrmals deutlich und unmissverständlich. Es ist ihm gleichgültig, dass Carolyn inzwischen mit einem Kollegen aus der Immobilienbranche (Peter Gallagher) heiße Nächte und Tage verbringt, die letztlich nichts bedeuten. Lester verwirklicht einen Traum, kauft sich einen 1970 Pontiac Firebird, arbeitet in einem Job, der möglichst wenig Verantwortung mit sich bringt (in einem Fastfood-Betrieb) – und es scheint, als sei Lester auf dem besten Weg, aus seinem stinknormalen, ekelhaften, gepflegten, langweiligen Leben herauszutreten. Lester nimmt kein Blatt mehr vor den Mund, onaniert nachts im Bett neben Carolyn, aber an Angela denkend, und schämt sich nicht im mindesten, als Carolyn es bemerkt – im Gegenteil.

Bis hierhin scheint alles für Lester besser zu werden. Doch die neuen Nachbarn der Burnhams bringen einiges noch mehr durcheinander, was eh schon ins Trudeln geraten ist. Jane wird heimlich von Ricky Fitts (Wes Bentley) mit einer Digitalkamera aufgenommen. Erst wütend auf Ricky verliebt sie sich in den heimlich Rauschgift verkaufenden, etwas still wirkenden, merkwürdigen jungen Mann, dessen Vater Colonel Fitts (Chris Cooper) auf die rechten amerikanischen Werte schwört, Schwule hasst und auf Ricky aufpasst, damit der nicht wieder mit Drogen in Kontakt kommt. Er ahnt nicht, dass sein Sohn damit regen und gewinnbringenden Handel treibt. Als er Ricky durchs Fenster heimlich beobachtet, der sich bei Lester aufhält, um Stoff zu verkaufen, zieht er einen falschen Schluss aus seiner Beobachtung mit fatalen Folgen ...

Inszenierung
Nichts ist echt in „American Beauty“, nichts authentisch, rein, obwohl sich alle dafür halten. Alle reden aneinander vorbei, wenn sie überhaupt miteinander reden, dann sind es Worthülsen, Banalitäten, mit denen sie um sich werfen. Niemand ist, was er zu sein scheint. Carolyn sehnt sich genauso nach Geborgenheit, Anerkennung und Liebe wie Lester. Doch sie hat ihn längst aufgegeben. Und auch Lester hat sich mit seiner Rolle als Versager, als Nichtsnutz, abgefunden. Jane verachtet ihren Vater wie ihre Mutter, die ebenso auf Äußerlichkeiten, auf Fassade aus ist wie ihre Freundin Angela. Freaks nennt sie ihre Eltern. Colonel Fitts ist vordergründig militärisch streng, konservativ bis in die Knochen und hütet ein Geheimnis, das dem allen diametral zuwiderläuft. Bei ihm wird zum Schluss am deutlichsten, wie wichtig die Aufrechterhaltung einer Fassade als Lebenssinn für die Beteiligten gegenüber dem geworden ist, was wirklich in ihnen vorgeht – an Bedürfnis, an Phantasie, an Lebenslust, an Interesse. Und auch als der Colonel sein Geheimnis nicht mehr verbergen kann – eine Täuschung zwingt ihn dazu –, reagiert er nicht mit Ehrlichkeit, Offenheit, selbstbewusst, sondern mit verzweifelter, wütender Gewalt. Seine eigene Frau sitzt im ebenso pikfeinen, klinisch sauberen Wohnzimmer und schweigt, wie sie überhaupt schweigt, völlig in sich gekehrt, versunken, versackt in ihrer völligen Enttäuschung. Auch Barbara Fitts ist mehr tot als lebendig.

„American Beauty“ ist jedoch alles andere als eine düstere Geschichte, die ihre Figuren desavouiert, verabscheut, verdammt. Sam Mendes bietet eine bemerkenswerte Mixtur aus Komödie und Tragödie, stellt Einsamkeit und Trauer nicht einfach bloß, sondern gewinnt ihnen Humorvolles en masse ab. Selbst der Ex-Marine Colonel Fitts, der einen Teller mit Hakenkreuz sein eigen nennt und eine dementsprechende Gesinnung zu haben scheint, wird nicht als völlige Negativfigur gezeichnet. Er ist tragische Gestalt in diesem Film wie kaum ein anderer.

Trotzdem kommt Mendes in wunderbarer Weise zum Kern der Dinge, etwa wenn Lester und Angela sich gegenüberstehen, er der jungen Frau, die kaum älter ist als seine Tochter, über die Haare und das Gesicht streicht, sie verführen will, sie sich verführen lassen will. Als Angela Lester gesteht, dass das für sie das erste Mal sei, hört Lester auf, nimmt sie in den Arm. Dieser Moment, in dem so viel Liebe steckt, so viel Zuneigung, so viel Verantwortung, so viel Verständnis, so viel Ehrlichkeit, dieser Augenblick lässt das zu, gesteht das ein, was sich sonst kaum jemand eingesteht – um der Fassade willen.

In einer anderen Szene erzählt Ricky Jane von seinen Aufnahmen mit der digitalen Kamera. Er wolle das Leben, das in allem steckt, wenigstens einfangen, damit er eine Hilfe habe, sich daran zu erinnern, was in allem und jedem sei. Er zeigt eine Aufnahme, in der eine Tüte zwischen Laub durch den Wind bewegt wird, umher fliegt, eine alltägliche Situation, scheinbar völlig unwichtig, aber für Ricky Symbol für das Lebendige. In diesem Augenblick spürt auch Jane etwas von dem, worauf es ankommt. Solche Szenen werden nicht verkitscht, lassen nichts von Rührseligkeit zurück, sind aber rührend und gehen ans Innerste.

„American Beauty“ enthält sehr viel Psychologie, ohne psychologisch aufdringlich zu sein. Mendes gelingt mit der Entwicklung seiner Figuren das, woran andere mit Lehrsätzen aus der psychologischen Hausapotheke scheitern. Die Geschichte ist, trotz satirischer Übertreibungen – oder gerade deswegen –, glaubwürdig und nachvollziehbar. Mendes zeigt zudem, dass der amerikanische Traum – aber nicht nur für Amerika stimmt das Bild – von Freiheit und Sicherheit, Eigenheim und 4.000-Dollar-Sofa, hoch dotiertem Job und Einheitsfamilie nicht mit dem Leben kalkuliert, sondern mit dem Tod. Die Unsicherheit des Lebens, das Unvorhersehbare bricht sich Bahn – durch einen Irrtum, ein Trugbild, das tragische Konsequenzen hat. Trotzdem ist Lester am Schluss frei, befreit von seiner Rolle als Looser & Loner, weil er wieder gelernt hat, wenn auch für kurze Zeit, zu leben.

Kevin Spacey ist prädestiniert für die Rolle des Lester. Überhaupt zeugt die Besetzung des Films von einem enormen Gespür für die jeweiligen Figuren.

Fazit
„American Beauty“ fällt für mich unter die Rubrik „Klassiker“, ist ein durch und durch ehrlicher Film, kein Schmäh, kein Trug, kein doppelter Boden. Er verurteilt nicht, urteilt nicht, sondern überlässt es uns, damit etwas anzufangen oder auch nicht.

Wertung: 10 von 10 Punkten.

American Beauty
(American Beauty)
USA 1999, 122 Minuten
Regie: Sam Mendes

Drehbuch: Alan Ball
Musik: Thomas Newman
Director of Photography: Conrad Hall
Schnitt: Tariq Anwar
Produktionsdesign: Naomi Shohan, David Lazan
Hauptdarsteller: Kevin Spacey (Lester Burnham), Annette Bening (Carolyn Burnham), Thora Birch (Jane Burnham), Wes Bentley (Ricky Fitts), Chris Cooper (Colonel Fitts), Mena Suvari (Angela Hayes), Peter Gallagher (Buddy Kane), Allison Janney (Barbara Fitts), Scott Bakula (Jim Olmeyer), Sam Robards (Jim Berkely), Barry Del Sherman (Brad)

Offizielle Homepage: –
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0169547

Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_revie ws/1999/09/092401.html

„Movie Reviews“ (James Berardinelli):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/a/american_beauty.html


© Ulrich Behrens 2003 für
www.ciao.com
www.yopi.de
www.dooyoo.de
...
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liiiiindaaaaa
liiiiindaaaaa, 29.03.2006
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Edinia

American Beauty - Wirklich eine Amerikanische Schoenheit!

ein Testbericht von 2010-02-09 21:31:55 vom 09.02.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Die Schauspieler, Die Storyline, Der Soundtrack...
Nachteile/Kritik: -
"In weniger als einem Jahr bin ich tot. Natürlich weiß ich das jetzt noch nicht." So, genau so. beginnt ein brillianter Film.
Als ich diesen Film das erste mal vor 4 oder 5 Jahren im Free-TV gesehen habe, war mir klar: Den brauchst du als DVD!

Es ist einfach ein wunderschoener Film. Skuril, auch ein wenig abgedreht. Aber schoen.
Es geht um die Scheinbare Normalitaet auf der scheinbar ganz normalen Welt.
Eine Familie. Ganz normal. Wird von zahlreichen Ereignissen heimgesucht die allesamt dir, mir oder einem nachbar'n passieren koennen.
Die Ehe laeuft nicht besonders gut. Das Paar streitet sich immer oefter, und das Sexleben ist auch nicht das was es einmal war. Somit beschafft sich die gute Frau eine Affaere. Mit einem Arbeitskollegen.
Der Mann beginnt sich in die beste Freundin seiner jungen Teenager Tochter zu verlieben, beginnt zu kiffen und Sport zu treiben wie ein Irrer. Er moechte wieder jung sein. Und er befindet sich in der Midlife Crisis (Wird das so geschrieben? ^^)

Die Tochter wird anfangs von einem merkwuerdigen Jungen verfolgt. gefilmt. Ihr Nachbar. Er macht ihr Angst. Aber er fasziniert sie auch irgendwie.
Der Film ist und bleibt einfach ein Meisterwerk. Nicht umsonst hat er zig Oscar gewonnen und viele weitere Preise.

Die Besetzung ist auch phaenomenal.
* Kevin Spacey
* Annette Bening
* Thora Birch
* Mena Suvari
* Peter Gallagher

um nur die bekanntesten zu nennen.
Besonders in den Himmel loben muss ich dabei Kevin Spacey & Mena Suvari. Sie haben ihre Rolle mehr als nur sehr gut gespielt. Es kommt einen in jedem Moment alles so realistisch und nah vor. Gerade auch durch diese Leistung.

Als Zusatzinfo:
Dieser Film praegte auch die Reggiseure und Drehbuchautoren der Erfolgsserie "Desperate Housewifes" in welcher auch das augenscheinlich ganz normale Leben gezeigt wird, welches es aber in keinster Weise ist.

Noch ein Lob:
Der Soundtrack. Brilliant, Brilliant, Brilliant. Jeder Song Ist wie an den Film "ran genaeht". Auch diesen habe ich mir natuerlich auch sofort zugelegt.
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Kommentare
technofreak1988
technofreak1988, 09.02.2010
würde mich über gegenlesungen freuen! lg andi
hjid55
hjid55, 09.02.2010
Sehr hilfreich und liebe Grüße Sarah
sigrid9979
sigrid9979, 10.02.2010
Schön Berichtet...Lg Sigi
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Mathi15

Ein Film, der unter die Haut geht

ein Testbericht von 2005-09-30 00:01:08 vom 30.09.2005
Empfehlung: ja
Ich finde den Film American Beauty auf jeden Fall sehr ergreifend und auch durchaus gelungen. Ich stieß auf ihn, da wir in einem Seminar in der Uni mal Teile dieses Films analysierten und ich ihn schon da sehr interessant gemacht fand.
Ich hatte zwar auch schon vorher einiges über ihn gehört, dass er beispielsweise mit 5 Oscars ausgezeichnet wurde, hatte aber nur kurze Ausschnitte mal von diesem Machwerk gesehen.


In diesem Film wird eindrucksvoll die Umsetzung des amerikanischen Traums dokumentiert. Der gehobene beziehungsweise als normal geletende Mittelszändler, zieht mit seiner Familie an den Stadtrand und führt dort ein scheinbar glückliches Leben mit Kind, Kegel und weiterem Anhang. Doch die typische Vorstadtidylle trügt in diesem Falle.
Die Nachbarn treiben ein scheinbar intrigantes Spiel, die Ehefrau hat einen Liebhaber, ein Immobilienmakler, der auch gleich um die Ecke wohnt, die Tochter ist durch pubertäre Schwierigkeiten mit sich selbst beschäftigt und der Mittelständler selbst scheint auch in einer Art Midlife-Crisis zu sein.


Vom Inhalt her, hat mich der Film sehr stark an das Buch "Death of a salesman" - "Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller erinnert. Auch hier wird der Untergang eines aus dem Mittelstand stammenden Mannes erzählt, der keinen wahren Sinn mehr im Leben zu kennen scheint.


Schlussendlich enden beide Handlungen tragisch, doch das sollte man am besten selbst herausfinden. Denn zuviel möchte ich nun wirklich nicht verraten.


Der Film spielt wirklich köstlich mit Zynismus, Provakation, Tristesse und Pessimismus. Jeder scheint viel zu tief in den eigenen Problemen drin zu stecken, sodass die Umwelt nur noch als Muss hingenommen wird.


Der Soundtrack von American Beauty ist einfach nur atemberaubend. Wirklich unter die Haut gehend und sehr emotional. Ein Film, der auch durch seine musikalische Untermalung tief blicken lässt.
Alleine die Setlist spricht schon mal Bände:
1. Dead Already - Thomas Newman
2. Because - Elliott Smith
3. Free to Go - Folk Implosion
4. All Right Now - Free
5. Use Me - Bill Withers
6. Cancer for the Cure - Eels
7. The Seeker - The Who
8. Don't Rain on My Parade - Bobby Darin
9. Open the Door - Betty Carter
10. We Haven't Turned Around - Gomez
11. Bali Ha'i - Peggy Lee
12. Any Other Name - Thomas Newman


Einfach nur atemberaubend wie auch der Film generell an sich.


Auch die DVD-Features sind mehr als gelungen und sorgen so für etwas bessere Nachvollziehbarkeit des Kaufpreises für die Scheibe von 10 Euro. Denn neben dem Making Of gibt es auch viele nützliche Infos zu der zudem hochklassig besetzten Schauspielercrew.



Am Ende möchte ich noch die allgemeinen Daten zum Film in komprimierter Form angeben:

Kategorie: Spielfilm
Genre: Drama
Originaltitel: American Beauty
Land/ Jahr: USA 1999
Regie: Sam Mendes
Darsteller: Kevin Spacey , Annette Bening , Thora Birch

Anbieter (Label): Universal Pictures (DreamWorks)
Vertrieb: Universal Pictures
System: DVD
Sprache: Deutsch/Englisch
Untertitel: Deutsch/Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 1:2,35
Ton: Dolby Surround
Mehrkanalton: Dolby Digital 5.1
FSK: 16


Sam Mendes hat mit diesem Machwerk völlig zurecht einen Evergreen an Hollywoods Filmhimmel gezaubert.
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liiiiindaaaaa
liiiiindaaaaa, 29.03.2006
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*Gargamel*

Eine ganz normale Familie?

ein Testbericht von 2005-09-03 22:26:09 vom 03.09.2005
Empfehlung: ja
Lester Burnham (Kevin Spacey) ist der Antiheld schlechthin, eine jämmerliche Spießerseele, die irgendwann alles hinschmeißt und einen zweiten Anlauf ins Leben wagt. Seine Familie nimmt ihm das ausgesprochen übel - das Kinopublikum aber war begeistert! Es ist die ultimative Satire auf den amerikanischen Traum, ein bitterböser Blick hinter die geschniegelten Kulissen der Vorstädte.Nicht nur Lester Burnham - der seinen Job hasst, der heimliche erotische Phantasien über die minderjährige Freundin seiner Tochter hegt, der nicht mehr weiss, was er noch mit seiner Ehefrau reden soll - ist hier unglücklich. Seine Gattin Carolyn (Annette Bening), deren Drang zum Perfektionismus bereits an eine Manie grenzt - ist scharf auf ihren größten Geschäftskonkurrenten. Lesters Tochter Jane (Thora Birch) verachtet ihre Eltern und liebt den psychisch labilen Nachbarsjungen Ricky (Wes Bentley). Der dealt allerdings mit Drogen, muss sich nahezu täglich der brutalen Misshandlungen seines Vaters (Chris Cooper) erwehren und mitansehen, wie seine Mutter im Medikamentenrausch dahindämmert.

Anonyme Vororte mit perfekt getrimmten Vorgärten, frustrierte Ehefrauen, resignierte Ehemänner, pubertierende Teenager, vergeudetes Leben. Doch inmitten des alltäglichen Grauens findet sich völlig unerwartet die American Beauty! Hier kommt der bissigste, brillanteste und meistausgezeichnete Film des letzen Jahres: American Beauty wurde u.a. mit fünf Oscars, drei Golden Globes sowie sechs British Academy Awards ausgezeichnet. Regisseur Sam Mendes erhielt für sein exzellentes Kinodebüt nicht nur den begehrten Oscar®, sondern wurde außerdem von der renommierten Directors Guild of America ausgezeichnet, während Autor Alan Ball für sein facettenreiches Skript von der Writers Guild of America geehrt wurde. Auch Hauptdarsteller Kevin Spacey traf zum zweiten Mal der Oscar®-Segen. Neben ihm begeistern hochkarätige Darsteller wie Annette Bening und die Newcomer Thora Birch, Mena Suvari und Wes Bentley.
American Beauty, produziert von Steven Spielbergs "Dreamworks" - Studios, ist eine Satire, wie sie Hollywood nur alle paar Jahre einmal gelingt: Ein ebenso poetischer wie komischer, ebenso rührender wie bissiger Film - und schon jetzt ein Klassiker!

Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Bestes Original-Drehbuch, Beste Kamera, in diesen Kategorien wurde American Beauty im Frühjahr 2000 mit dem begehrten Oscar® ausgezeichnet. Dem Briten Sam Mendes ist mit seinem Regiedebüt auf Anhieb ein „absolutes Meisterwerk" (New York Post) gelungen. Das geniale Drehbuch von Alan Ball, die faszinierende Kameraarbeit des zweifachen Oscar-Preisträgers Conrad L. Hall (Butch Cassidy und Sundance Kid) und das perfekte Zusammenspiel von Kevin Spacey (Die üblichen Verdächtigen, L.A. Confidential), Annette Bening (Jenseits der Träume, Ausnahmezustand), Thora Birch (Die Stunde des Patrioten, Das Kartell), Mena Suvari (American Pie) und Wes Bentley (Menschenkind) sorgen für ein unvergessliches, intelligentes Filmvergnügen.

Kevin Spacey (Verhandlungssache, Ein ganz gewöhnlicher Dieb, Sieben) begann seine Schauspielkarriere auf der Theaterbühne. Dabei arbeitete er u.a. an der Seite von Schauspiel-Größen wie Liv Ullman und Jack Lemmon und wurde 1991 mit dem renommierten Tony Award ausgezeichnet. Auch der Wechsel zum Film verlief äußerst erfolgreich: Bereits 1996 wurde Spaceys hervorragende schauspielerische Leistung in dem hintergründigen Thriller Die üblichen Verdächtigen mit dem Oscar® belohnt. Für die Darstellung des übersättigten aber doch erstaunlich wandlungsfähigen Wohlstandsspießers Lester Burnham in American Beauty erhielt der Vollblutschauspieler sechs Jahre später erneut den begehrten Kritikerpreis.

Sie wurde zwei Mal für den Oscar nominiert und arbeitete mit Regisseuren wie Milos Forman, Tim Burton, Bary Levinson, Neil Jordan und Stephen Frears zusammen: Annette Bening (Ausnahmezustand, Jenseits der Träume) spielt Carolyn Burnham, Lester Burnhams verbitterte Ehefrau. „Annette brachte so viel in den Charakter ein, dass sie mich ungemein überraschte", schwärmte Regisseur Mendes von der Ausnahmedarstellerin.
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liiiiindaaaaa
liiiiindaaaaa, 29.03.2006
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Realjackass

Vollendete Schönheit..

ein Testbericht von 2005-07-29 18:38:07 vom 29.07.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Sämtliche Schauspieler, die bis in die kleinste Nebenrolle super besetzt wurden, faszinierende Bilder, bewegende Musik, Ein einfach nur absolut schöner Film...
Nachteile/Kritik: Nein
Liebe Leserinnen und Leser,
Filmberichte schreiben, was ist das eigentlich? Man setzt sich vor den PC, lässt den Film nochmal vor dem inneren Auge abspielen und tippt dann die dazugehörigen Worte, lobt entweder die Schauspieler oder spricht ihnen jedwedes Talent ab und schließlich und letztendlich kommt dann das Fazit, welches, vorausgesetzt es entspricht der richtigen, zutreffenden Meinung des Autors, aussagt, ob wir ca. 90 Minuten unseres Lebens genoßen, oder auch unsinnig verschwendet haben. Andere Menschen lesen diesen Filmbericht dann und glauben, sie täten gut daran, dem Beispiel des Autors gleichzutun und den Film entweder zu sehen oder in gleich wieder in die hintersten Ecken sämtlicher Gehirnwindungen zu verbannen. Soll heißen: Viele Menschen gehen davon aus, ein Film würde genau der Meinung eines anderen Menschen darüber entsprechen, doch das ist leider falsch.

Wozu dieses Gelaber über Filmberichte und die Meinung des Autors zum dazugehörigen Film? Nun, ganz einfach, weil mein heutiger Filmbericht anders sein soll, als die, die ich sonst immer unter die Leute bringe. Ich möchte nicht Stunden schreiben, nur um dann gute Bewertungen einzuheimsen und mich an den nächsten Filmbericht machen. Nein, Sam Mendes´ "American Beauty" wäre meine erste Wahl, wenn mich jemand ganz spontan zu meinem absoluten Lieblingsfilm fragen würden. (Dicht gefolgt von anderen Streifen wie "Fight Club", "Hannibal", oder "High Tension"). Damit will ich nur zum Ausdruck bringen, dass ihr bitte genau so viel Zeit und Konzentration zum Lesen mitbringen sollt, wie ich für das Schreiben dieses Reviews aufgebracht habe. Genau deshalb, weil der aus dem Jahr 1999 stammende Film nicht irgend ein x-beliebiger Streifen ist, der kurz abgehandelt und dann wieder vergessen wird. Ganz im Gegenteil, selten war mir ein Filmbericht wichtiger, deshalb werde ich auch sehr detailliert auf das Werk eingehen und den Bericht auch einige Tage an erster Stelle stehen lassen.

Es wird sicherlich den ein oder anderen wundern, dass einem ein Film dermaßen wichtig sein oder ans Herz wachsen kann, aber es kommt eben immer auf die Umstände an, unter denen man sich so etwas zu Gemüte führt. Ich persönlich war, als ich "American Beauty" zum ersten Mal gesehen hatte, in einem persönlichen Tief, deprimiert und niedergeschlagen. So habe ich mich, ohne besonderen Grund eigentlich, vor den Fernseher gesetzt und blieb sofort bei der Anfangsszene kleben, die so simpel wie schlichtweg genial war. Je mehr ich den Film dann sah, wusste ich, dass er etwas ganz besonderes ist, was ich in den kommenden Jahren noch ca. sechs Male feststellen durfte. Jedes einzelne Mal aufs Neue hat er mich tief in der Seele berührt und völlig losgelöst von allem anderen auf meinem Sofa zurückgelassen; das schafft sonst nicht gerade jeder Film.


Ich hoffe nun, durch dieses Vorgeplänkel niemanden erschreckt zu haben, gehe dann wie immer als erstes auf die Story ein.

Viel Spaß beim Lesen.




Story
-------------------------
Der Film beginnt mit einer wackligen Amateuraufnahme, in der uns die jugendliche Janie von ihrem Vater erzählt, angeblich ein notgeiler Bock, der "jedes Mal in seine Shorts abspritzt", wenn sie eine Schulfreundin mit nach Hause bringt. Auf die Frage des filmenden, Janie´s Freund, ob er ihren Vater für sie töten soll, antwortet sie: "Ja, würdest du?"

Nach dieser Einleitung überblicken wir einen amerikanisches Stadtviertel, wie es angepasster und typischer nicht sein könnte. Dazu folgende Worte des Hauptprotagonisten Lester Burnham:

"Mein Name ist Lester Burnham. Das ist mein Stadtviertel. Das ist meine Straße. Das ist mein Leben. Ich bin 42 Jahre alt. In weniger als einem Jahr bin ich tot. Natürlich weiß ich dass jetzt noch nicht. In gewisser Weise bin ich bereits tot… Sehen sie mich an. Ich hole mir unter der Dusche einen runter. Das wird der Höhepunkt meines Tages sein. Von jetzt an gehts nur noch bergab… Das ist meine Frau Carolyn. Sehen sie, wie der Griff der Baumschere zu ihren Garten-Clogs passt? Das ist kein Zufall."

Schon bald wird Lester´s Problem klar: Er lebt in einer Welt, die auf den ersten Blick dem Amerikanischen Traum entspricht: Eine schönes Haus, eine reizende Familie und ein gut bezahlter Job. Doch das ist alles nur Fassade. In Wirklichkeit lässt sich die Ehe, die Lester und seine Frau Carolyn führen, nur mit sehr viel Nachsicht als solche bezeichnen, Liebe gibt es schon lange nicht mehr. Und auch das Verhältnis Lester´s zu seiner Tochter ist zerüttet. Er hat nie Zeit für sie, wohingegen sie der typische Teenager ist: Verwirrt, unsicher. Ihr ganzes Geld spart Janie für ihren größten Traum, eine Brustvergrößerung.

Dann ereignet sich etwas, das Lester´s Leben auf einen Schlag verändert. Bei einer Schulaufführung, zu der er gezwungen wird mitzugehen, viel lieber würde er den James Bond Marathon sehen, lernt er eine Freundin seiner Tochter kennen, die von allen Männern heiß begehrte Angela. Von da an ist es um den 42 jährigen geschehen und der eigentliche Film beginnt mit folgender Szene: Lester liegt in seinem Bett, starrt wie gebannt zur Decke, von der es rote Rosen regnet.

"So was merkwürdiges, ich fühle mich als hätte ich 20 Jahre im Koma gelegen und würde gerade erst aufwachen. SPEKTAKULÄR"

Von da an ändert sich alles, Lester verändert sein ganzes Leben: Er trainiert, kauft bei dem neuen Nachbarn Ricky Fitts, dessen Vater übrigens ein unausstehlicher Ex General ist, Drogen, leistet sich einen Ford Firebird, den er schon immer wollte, kündigt seinen Job und und und.. Gerade in dieser schlichtweg perfekten Zeit passiert etwas schreckliches. Dazu folgendes Zitat:

"Erinnern sie sich an die Plakate auf denen stand: Heute ist der erste Tag vom Rest ihres Lebens? Nun das trifft auf jeden Tag zu, außer auf einen. Auf den Tag an dem man stirbt."




Schauspieler
----------------- ------------
An dieser Stelle werde ich versuchen, auf sämtliche, in "American Bauty" wichtige Personen einzugehen, was durchaus ausführlich werden könnte, wer das also überhaupt nicht wissen will, sollte diesen Teil vielleicht überspringen und nachher keine Beschwerden einreichen.

Als erstes hätten wir da natürlich Lester Burnham, gespielt von Kevin Spacey, der durch seine Rolle in "Sieben" berühmt wurde, danach noch in vielen weiteren, genialen Rollen zu sehen war, zum Beispiel in "Schiffsmeldungen", "L.A. Confidential" oder "Das Glücksprinzip". Seine beste Darstellung lieferte Spacey aber ohne Frage in diesem Film hier ab, nicht umsonst bekam er auch einen Oscar für die Rolle. Etwas über Kevin Spacey selbst zu schreiben ist aber, man möge es glauben oder nicht, relativ schwer. Er hat nämlich kein Top-Aussehen wie Brad Pitt und auch nicht unbedingt den Charme eines George Clooney. Nein, vielmehr ist es die bedingungslose Symphatie des Zuschauers, die Spacey schon in den ersten 5 Minuten eimheimst, was ohne Frage daran liegt, dass man sich sofort mit ihm vergleichen kann. Er spielt keinen Geheimagenten, der die Welt retten muss, sondern ein stinknormaler Mann in der, wie man so schön sagt, Midlife Crisis. Ein Mann, der schon die ersten Falten bekommt und beobachten muss, wie er sich immer mehr von seiner Tochter distanziert, seine Frau liebt ihn anscheinend schon längst nicht mehr. Wer jetzt aber denkt, wir würden einen ständig heulenden Hauptdarsteller sehen, liegt falsch. Vielmehr erzählt er uns in völliger Emotionslosigkeit seine Geschichte, lacht über sich selbst, wenn er sieht, wie er sich morgens unter der Dusche einen runterholt. An dieser Stelle mal ein Lob für Spacey´s Synchronsprecher, meiner Meinung nach einer der besten Synchronsprecher überhaupt, der genial die verschiedenen Gefühlslagen Lester´s einfängt. Leider habe ich den Film noch nicht in der Originalsprache gelesen, aber wenn Spacey mindestens genau so gut spricht wie er spielt, hätte er eigentlich gleich zwei Oscars verdient. Es ist einfach eine Wonne, diesem Mann zuzusehen, ihm beim Philosophieren zuzuhören, seinen zynischen Sprüchen zu lauschen.. Es gäbe, und das sage ich in vollem Ernst, keinen einzigen Schauspieler außer Spacey, der derart perfekt in die Rolle passen würde. SPEKTAKULÄR.

Weiter geht es mit Annette Bening in der Rolle von Carolyn Burnham, die mir zuerst unsymphatisch war, bis ich dann verstand, dass es genau das ist, worauf diese Rolle ausgelegt wurde. Sie ist eigentlich garnicht unfreundlich, sondern einfach nur frustriert, genau wie ihr Mann. Doch im Gegensatz zu diesem versucht sie ihre Frustration durch ein täuschend falsches Lächeln zu vertuschen, welches sie ziemlich häufig an den Tag legt. Auf den ersten Blick könnte man nie annehmen, dass diese Frau sofort in Tränen ausbricht, nachdem sie es nicht schafft, ein Haus zu verkaufen, oder dass sie mit Buddy Caine, dem "König unter den Immobilienmaklern", den sie so sehr verehrt, ins Bett steigen würde. Doch sie tut es und nicht nur das. Buddy rät ihr gegen Ende hin, mal auf einen Schießstand zu gehen, wenn sie so richtig frustriert ist, worauf sie sich auch privat eine Waffe zulegt.. Annette Bening, die bisher schon in Filmen wie "Mars Attacks!" oder "Ausnahmezustand" zu sehen war, wird von Kevin Spacey zwar glatt an die Wand gespielt, da das aber eigentlich für jeden anderen Schauspieler auch gilt, ist das nichts schlimmes, im Gegenteil. Gerade durch diese aufgezwungene Fröhlichkeit, und diese hin und wieder auftauchenden Tränenausbrüche hat man das Gefühl, dass das was man sieht, unglaublich authentisch ist und wirklich so vielerorts passiert.

Auch ähnlich da Thora Birch in der Rolle von Janie oder Jane Burnham. Zwar ist sie nicht so frustriert wie ihre Filmmutter, dafür aber hält sie ihre Eltern für Arschlöcher, zeigt ihnen das auch und spart ihr Geld für eine Brustvergrößerung. Als dann der gleichaltrige Ricky Fitts in das Haus nebenan einzieht, ändert sich so ziemlich alles für das junge Mädchen. Obwohl sie ihn anfangs noch für einen Freak hält, verliebt sie sich recht schnell in den Außenseiter und möchte mit ihm nach New York ziehen. Auf jeden Fall eine umwerfende Leistung von Thora Birch, die schon in erstaunlich vielen Filmen zu sehen war, unter anderem "The Hole", "Ghost World" oder "Dungeons & Dragons".

Der vermutlich seltsamste Charakter ist eben erwähnter Ricky Fitts, zuerst Nachbar und dann Janie´s Freund. Er sieht, wie auch im Film mal erwähnt wird, aus wie ein Bibelverkäufer, benimmt sich irgendwie merkwürdig, manchmal aphatisch, genau wie auch seine Mutter. Ricky´s größtes Hobby ist neben dem Drogenverkaufen das Filmen. Er filmt so ziemlich alles, von auf der Straße sterbenden Pennern, über eine umherfliegende Plastiktüte, bis hin zu Janie, worauf sie eben auch auf ihn aufmerksam wird. Super gespielt von Wes Bentley. Auch interressant ist Ricky´s Vater, ein ehemaliger General, von dem man den Eindruck bekommt, er könne nicht zwischen Armee und Privatleben unterscheiden. Im Prinzip wird immer mehr klar, dass sich dieser Mann nach Liebe sehnt, was er jedoch in seinem Schwulenhass und seiner unantastbaren Art versteckt. Als er mit der Zeit glaubt, Lester habe eine Affäre mit seinem Sohn Ricky ist die Katastrophe vorprogrammiert.. Chris Cooper´s Aussehen passt wirklich wie die Faust aufs Auge zu dem Charakter, man meint, einen leibhaftigen Ex-General vor sich zu haben.

Zum Schluß noch die Schlüsselfigur des Films, Janie´s Freundin Angela, gespielt von Mena Suvari. Sie wirkt auf den ersten Blick wie die typische Cheerleaderin, die es aber faustdick hinter den Ohren hat. Und genau das hat sie auch, so erzählt sie Janie immer voller Entusiasmus von ihren letzten Sex-Abenteuern, lästert über Ricky und ist im Prinzip nichts anderes als unausstehlich. Man merkt Janie an, dass sie nur mit Angela zusammen ist, weil sie nichts besseres zu tun hat, nicht etwa, weil sie sie leiden könnte. Überraschend ist es da schon fast, dass Lester, als er Angela zum ersten Mal sieht, einen neuen Sinn für sein Leben gefunden hat. Er träumt von ihr, wie er sie berührt, wie sie sich küssen, sie in einer Badewanne voller Rosen, in einem Meer von Rosen.. Im Übrigen sind rote Rosenblätter ein oft verwendetes Stilmittel in "American Beauty", aber dazu später noch mehr. Zu Mena Suvari kann man nur sagen, dass sie sehr gut in ihre Rolle passt, da sie wirklich ein bisschen.. Ja, eben nicht gerade unschuldig aussieht.




Daten zum Film
-------------------------------
Originaltit el: American Beauty
Alternativtitel: -
Land: USA (1999)
Regie: Sam Mendes
Länge: ca 116,37 Min.
Freigabe: 16
Indiziert: Nein
@ Realjackass




Die Deutsche DVD
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Die Deutsche DVD wird vertrieben von DreamWorks und ist, wie ich auf den ersten Schreck feststellen musste, keine Doppel DVD! Aber nun gut, das hat ja noch nichts zu bedeuten, wenn man genauer hinschaut kann man sogar erkennen, dass auf der DVD ein "Hinter den Kulissen" Bericht, Audiokommentare, 2 Kinotrailer, sowie Storyboardpräsentationen anzufinden sind. Zugegeben ein kleines bisschen wenig, dafür aber wissen Bild und Ton sehr zu überzeugen, weswegen man diese DVD empfehlen kann, mehr als 10 Euro wird sie vermutlich nirgends kosten.




Kritik
--------------------
Kom men wir jetzt zum Eigentlichen, der Kritik, meiner Meinung zu dem Film. Um den einen oder anderen vielleicht vorab schon staunen zu lassen, möchte ich zuerst mal alle Oscars nennen, die "American Beauty" abgeräumt hat: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Bestes Original Drehbuch und Beste Kamera. Na? Ist das nichts? Also ich finde schon und was noch wichtiger ist: Ich kann vor allem den Punkten eins, drei und fünf zustimmen!

Wie ihr weiter oben schon erfahren durftet, hänge ich sehr an diesem Film, da er mich jedes Mal aufs Neue wieder sehr bewegt und ganz tief in der Seele trifft. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das jemals ein anderer Film in dieser Form geschafft hat. So gut wie immer wenn es mir schlecht geht sehe ich mir "American Beauty" an und er baut mich auf eine obskure Art und Weise wieder auf. Das verwundert eigentlich, so ist dieser Film zur Hälfte eine Satire. Eine absolut gekonnte Satire über den Amerikanischen Traum, die Sam Mendes, der zuvor nur für das Theater arbeitete, perfekt inszinierte, daran gibt es nichts zu rütteln. Auffallend ist zudem, dass dieser Film kein Blatt vor den Mund nimmt, ein Beispiel gefällig?

"Was tust du da? - Nichts! - Du hast masturbiert. - Hab ich nicht. - Hast du wohl. - Hey, na schön erschieß mich doch. Ich hab' mir einen runter geholt. Ja genau. Ich war gerade beim Wichsen. Ich hab' mir die Nudel gerieben. Verstehst du. Ich wollte ordentlich abspritzen."

Dieser Dialog ist einer von vielen, was die Wortwahl angeht. Was ich nun aber auf keinen Fall möchte, ist "American Beauty" wie ein perverses und ordinäres Machwerk dastehen zu lassen, nein, das ist der Film gewiss nicht. Viel mehr bedient man sich hier einer recht freizügigen Sprache, zum Einen um diversen Aggressionen Luft zu schaffen, außerdem, weil es einfach nur natürlich ist in gewisser Hinsicht. Wenn man sich manchmal Filme aus Hollywood ansieht, könnte man sich aufregen, so strohdoof sind die Gespräche. Hier allerdings ist das ganz anders, durch die Sprache kommt der oft vorkommende Zynismus sehr gut zur Geltung.

"Unsere Ehe besteht nur noch aus Fassade. Ein Werbespot, der zeigt wie normal wir sind. Obwohl wir alles andere als das waren."

Fassade. Ein sehr treffendes Wort im Falle dieses Films. So ist es vor allem Carolyn, die mit allen Mitteln versucht, die Fassade zu wahren, stets lächelnd die Hecken stutzt, sich möglichst freundlich mit den Homosexuellen Nachbarn unterhält; während Lester ihr zusieht und darüber nachdenkt, wie es so weit kommen konnte. Mehr als genial sind da schon die winzigsten Szenen, denen man es erst garnicht anmerkt. So zum Beispiel bei einem gemeinsamen Abendessen der Familie Burnham: Niemand redet, jeder isst stumm vor sich hin. Lester fragt Janie darauf, wie es in der Schule war. Was ganz normal klingt, wurde einfach nur genial inszeniert: Lester frägt sie so, als hätte er keinerlei Interesse daran, vielmehr ist die Frage etwas, das man sich fragt, ohne es überhaupt wissen zu wollen - solche Aussagen enthält der Film viele und um sie zu erkennen sollte man -wortwörtlich- hinter die Fassade blicken.

Was etwas überrascht, sind die zahlreichen Tabubrüche, mit denen man konfrontiert wird. Von Homosexualität, bis hin zu Drogenkonsum wird alles thematisiert was Rang und Namen hat. Natürlich sieht das ganze bei uns schon wieder anders aus, aber im Prüden Amerika hatten einige Sittenwächter vermutlich schon schwer zu schlucken, was uns aber nicht weiter stören soll.

Kommen wir zu einem Punkt, der diesen Film ganz klar zu dem macht, was er ist.. Absolute, vollendete Schönheit. Ich habe noch nie einen so schönen Film wie diesen hier gesehen und das, obwohl er zuerst garnicht danach aussieht. Sobald aber zum ersten Mal die unvergleichliche Musik ertönt (ich habe mir danach übrigens auch den Soundtrack besorgt) ist der Zuschauer gefangen in einem Meer aus Gefühlen, aus der er auch lange, lange nach dem Film nicht entlassen wird. Diese bedrückend leise, fragile Musik, immer genau zu den Szenen passend, trifft den Zuschauer genau ins Herz und jagt einem sicherlich nicht nur einmal eine Gänsehaut über den Rücken. Doch natürlich ist es nicht nur die Musik, die zu gefallen weiß. Auch Bilder werden einem gezeigt, wie man sie wahrlich nicht jeden Tag sieht. Ein sehr oft verwendetes Stilmittel ist die Farbe Rot, meistens natürlich dargestellt durch die Rosenblätter, die entweder sanft auf Lester hinabfallen, in denen Angela badet usw. Und in einem kann man sich sicher sein: Diese Szenen sind nicht nur traumhaft schön, sondern haben auch einen tieferen Sinn. Wie zum Schluß, als die völlig fertige Carolyn in einer veregneten Nacht vor dem Haus der Burnham´s steht. Der Regen wirkt fast schon deprimierend grau, wie auch das Haus. Nur die Haustüre ist es, die in einem warmen, strahlenden Rot zu leuchten scheint.. SPEKTAKULÄR, wie Lester sagen würde.. Die allerdings wunderschönste Szene ist der Schluß, zuerst unfassbar tragisch, weil man nicht will, dass dieser schöne Rausch, aus Bildern, Farben und tröstenden Worten endet, doch dann kommt das Wohl bewegendste Schlusswort aller Zeiten.. Darauf möchte ich jetzt allerdings nicht näher eingehen, seht es selbst an und genießt... Was ich allerdings noch erwähnen möchte, ist dass es der Film schafft, eigentlich merkwürdig oder lächerlich scheinende Szenen so zu zeigen, als wären sie etwas wundervolles. Wie zum Beispiel da, als Ricky Janie erklärt, eine im Wind getragene Plastiktüte sei das schönste gewesen, was er jemals gesehen habe. Lest euch dazu bitte mal folgendes Zitat durch:

"Das war einer von jenen Tagen an dem es jeden Moment schneien kann und Elektrizität in der Luft liegt. Man kann sie fast knistern hören. Stimmt' s? Und diese Tüte hat einfach mit mir getanzt. Wie ein kleines Kind, das darum bettelt mit mir zu spielen. 15 Minuten lang. An dem Tag ist mir klar geworden, dass hinter allen Dingen Leben steckt und diese unglaublich gütige Kraft, die mich wissen lassen wollte, dass es keinen Grund gibt Angst zu haben. Nie wieder. Ein Video ist ein armseliger Ersatz ich weiß. Aber es hilft mir mich zu erinnern. Und ich muss mich erinnern. Es gibt manchmal soviel Schönheit auf der Welt, das ich sie fast nicht ertragen kann und mein Herz droht dann daran zu zerbrechen."

Nach dem Ricky das gesagt hat, weiß man, dass er recht hat.. Man weiß, dass der Film nicht ewig dauert, man weiß, dass man wieder zurück in die Realität muss. Man weiß aber auch, dass man keinen Grund haben muss, Angst zu haben, da jeder sein Leben ändern kann. Lester ist zum Schluß gestorben, aber er hatte den schönsten Moment seines Lebens..

"Wie geht es dir… - Ist ziemlich lange her, dass mich das jemand gefragt hat. Es geht mir sehr gut."




Fazit
---------------------
"Am erican Beauty" ist kein Film, er ist ein Erlebnis. Ein Erlebnis, das sich jeder unbedingt mal gönnen sollte. Klar, es wird wie immer die Ignoranten geben (und das kann man nicht anders bezeichnen), die das Werk als langweilig und sinnlos bezeichnen werden, aber das sind dann auch die, die die Grundaussage nicht verstehen. Ich persönlich habe es verstanden und vor kurzem war es sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich mir den Film angesehen habe. Zum Schluß möchte ich noch einen Autor einer anderen Filmseite zitieren, treffender kann man den Film nicht beschreiben:

"American Beauty" ist einer dieser ganz, ganz wenigen Filme, wäre er ein Bild, ich würde ihn im größtmöglichen Format an die Wand hängen und immer weiter anstarren.

Dem kann ich nur beipflichten.. Wie ich schon gesagt habe, sollte man sich dieses wunderschöne Erlebnis nicht entgehen lassen.. Die verdienteste volle Punktzahl aller Zeiten von mir und natürlich eine Empfehlung..

Mfg
Realjackass
...
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Kommentare
Flute
Flute, 29.07.2005
Bericht ist super,aber den Film finde ich doch eher mittelmaumlszligig.
lG. Dunja
April
April, 13.08.2005
mit der umherfliegenden Plastiktuumlte hatte was! LG April
liiiiindaaaaa
liiiiindaaaaa, 29.03.2006
sehr hilfreich...über gegenlesungen würde ich mich freuen
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killforyou

Es gibt nichts Schlimmeres als gewöhnlich zu sein

ein Testbericht von 2005-07-24 19:01:39 vom 24.07.2005
Empfehlung: ja
Allgemein:
Als ich mir vor ein paar Tagen mal wieder American Beauty ansah, war ich wieder einmal von dem mehrfach oscargekrönten Film begeistert. Die Tragikkomödie ist durch die facettenreichen Charaktere sehr amüsant, aber auch provokativ pessimistisch.

(Kurz)Info:
Nachdem der sexuellfrustrierte Normalo Lester die Schulfreundin seiner Tochter Jane zum ersten Mal trifft und sich in sie verliebt, entschließt er sich, sein Leben zu ändern. Was er einst an seiner Tochter, die ihn für einen Versager hält, nicht leiden kann, ist er jetzt selbst: rebellisch. Nicht nur seiner Frau gegenüber, sondern auch seinem Arbeitsgeber, von dem er, nachdem er seinen Job gekündigt hat, Geld erpresst um sich einen Sportwagen kaufen zu können. Seine Frau Carolyn, zutiefst verletzt und erschüttert von ihrem Mann, stürtzt sich daraufhin in eine Affäre, von dem sie den Umgang mit Waffen lernt um nicht mehr ein Opfer zu sein. Als zur gleichen Zeit eine sehr skurille Familie, von ausen jedoch normal erscheinend, in die Nachbarschaft zieht, geraten die Familienverhältnisse noch mehr ins Schwanken. Der Nachbarsjunge Ricky, der sich in Jane verliebt und ihr Herz erobern kann, verkauft Lester Hanf. Nicht nur die lolitahafte Angela, die Schulfreundin von Jane, spielt eine große Rolle an dem jähen Ende Lesters neugewonnener Jugendfreude, sondern auch der Vater von Ricky...

SchauspielerInnen:
Kevin Spacey.... Lester Burnham
Annette Bening.... Carolyn Burnham
Thora Birch.... Jane Burnham
Wes Bentley.... Ricky Fitts
Mena Suvari.... Angela Hayes
Chris Cooper.... Col. Frank Fitts, USMC
Peter Gallagher.... Buddy Kane
Allison Janney.... Barbara Fitts
Scott Bakula.... Jim Olmeyer
Sam Robards.... Jim Berkley
Barry Del Sherman.... Brad Dupree

Filmpreis:
57. Golden Globe
Bester Film (Drama)
Beste Regie: Sam Mendes
Bestes Drehbuch: Alan Ball

Bogey - Box Office Germany Award
1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende

53. British Academy Awards
Bester Film
Beste Hauptdarstellerin: Annette Bening
Bester Hauptdarsteller: Kevin Spacey
Beste Kamera: Conrad Hall
Bester Schnitt: Tariq Anwar, Christopher Greenbury
Beste Musik (Anthony Asquith Award): Thomas Newman

72. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Bester Film
Bester Hauptdarsteller: Kevin Spacey
Beste Regie: Sam Mendes
Beste Kamera: Conrad Hall
Bestes Originaldrehbuch: Alan Ball

DVD-Features:
-Hinter den Kulissen
-2 original Trailer
-Audiokommentar von Regisseur und Drehbuchautor
-Storyboard-Präsentation
...und vieles mehr!

Facts:
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Regie: Sam Mendes
Musik: Thomas Newman
Format: Dolby, Surround Sound, PAL
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9, 2.35:1
ASIN: B00005603H

DVD-Cover:
Auf dem Cover sieht man einen schönen Frauenbauch, auf dem eine Hand liegt, die eine rote Rose festhält. Etwas oberhalb der Mitte steht in schwarzer Schrift der Titel, also American Beauty und links darunter, kleiner und in weiß '...sehen sie genau hin'.

Preis:
Die DVD ist bei amazon.de für 8,97 € zu haben. Ein normaler Preis für DVDs, wie ich finde, unf für den Film auch angemessen, also nicht zu teuer. Für Schnäppchenjäger kann ich wie immer Ebay empfehlen!

Fazit:
Ich liebe diesen Film. Er hat einfach diese gewisse Atmosphäre. Ich kann ihn nur weiterempfehlen, da meiner Meinung nach, American Beauty nicht nur ein gewöhnlicher Film ist, sondern auch eine Nachricht übermittelt. Sehen lohnt sich!


Danke fürs Lesen & die Bewertungen/Kommentare!
Vlg, killforyou @yopi.de/ciao.de

It was one of those days when it's a minute away from snowing and there's this electricity in the air, you can almost hear it. And this bag was, like, dancing with me. Like a little kid begging me to play with it. For fifteen minutes. And that's the day I knew there was this entire life behind things, and... this incredibly benevolent force, that wanted me to know there was no reason to be afraid, ever. Video's a poor excuse, I know. But it helps me remember... and I need to remember... Sometimes there's so much beauty in the world I feel like I can't take it, like my heart's going to cave in.
...
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Kommentare
klatsche
klatsche, 08.08.2005
Den hab ich mir erst kuumlrzlich auf DVD gekauft D.
Schoumlner Bericht !
gromis
gromis, 25.07.2005
ich kann dir nur zustimmen...super Film. Gruumlszligchen gromis
Towelie
Towelie, 24.07.2005
fand den Film irgendwie krass... Sehr schoumlner Bericht LG
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chipit

tragisch komische Unterhaltung auf höchstem Niveau

ein Testbericht von 2005-07-11 15:18:38 vom 11.07.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: der Film...
Nachteile/Kritik: keine
Hallo zusammen,

nach längerer Abstinenz gibts mal wieder was von mir zu lesen.

warum dieser Film...?
=====================

Am zurückliegenden Wochenende habe ich endlich mal wieder den Weg in die Videothek gefunden, und mir neben einem Game noch diesen Film mitausgeliehen, da ich durch die Kurzbeschreibung Neugierig darauf geworden bin.

kurz und knapp:
===============

American Beauty ist keine aktueller Film, sondern immerhin bereits 6 Jahre alt, bekam aber seinerzeit 5 Oskars in der Kategorie: Bester Film, beste Regie, bester Darsteller, bestes Original Drehbuch und beste Kamera.
Wie in der Überschrift erwähnt bietet dieser Film einen sehr hohen Unterhaltungswert, und bedient sich dabei vieler Facetten welche ein "normales" Leben eines "normalen" Bürgers annehmen kann.

Um was gehts denn...?
=====================

Im Mittelpunkt dieses Films steht Lester Burnham (gespielt von Kevin Spacey). Er ist seit 14Jahren Angestellter einer Werbe-Firma, und bekommt einen neuen Vorgesetzten. Dieser will eine Mitarbeiter-Analyse erstellen um die Produktivität der einzelnen zu ermitteln.
Lester hat darauf keine Lust und so konfrontiert er den Vorgesetzten mit knappen, harten Tatsachen und kündigt seinen Job.

Seine Frau ist eine dominante, hysterische Persönlichkeit, und sehr auf sich selbst fixiert.
Ihre Ehe, die eigentlich schon vorbei ist, versucht Sie mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten.
Als Immobilien-Maklerin verkauft Sie mit mäßigem Erfolg Häuser, wobei sie jedoch unheimlich motiviert ans Werk geht.
Jane, die Tochter des Hauses, ist ein typischer Teenager. Mit sich selbst, und auch sonst mit nichts zufrieden, ewig angenervt von Ihren Eltern.

Das ganze wendet sich als die Burnham's neue Nachbarn bekommen.

Der Nachbarssohn Ricky Fizz hat ein Auge auf Jane geworfen, dealt mit Drogen und ist ein absoluter Video-Junkie, der alles erdenkliche auf Video aufnimmt was um ihn herum geschieht.
Sein Vater, Colonel bei der Army ist selbst scheinbar ein typischer Soldat und erzieht Ricky mehr schlecht als Recht mit der Faust und regelmäßigen Drogentests (die Urinproben bezieht Ricky von der Bekannten eines Drogen-Kunden) zu einem hoffentlich guten Menschen.

Der Auslöser des Wandels von Lester Burnham:
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Jane's Freundin, ein kleines, blondes Mädchen im gleichen Alter, hat es schließlich bei einer Chearleadervorführung, bei der Janes Eltern ihre Tochter sehen wollten, Lester angetan.
Er träumt von sich und ihr als Paar, fortan tut er alles um sich einen Traumkörper anzutrainieren, baut sich ein Fitnessstudio in der Garage und beginnt zu joggen.
Seine Frau versteht die Welt nich mehr, und als sie ihren Mann beim Masturbieren erwischt kommt es zum grossen Knall zwischen den beiden.

Lester weiß, dass er viel zu lange wie ein Zombie gelebt hat, dass er sich selbst in den Hintergrund brachte und vergaß, wer er einmal war. Er entdeckt durch Ricky, dass er wieder DER werden kann, der er einmal war. Er will zurück in seine Collegezeit, seine wilde Jugend und verhält s ich auch so. Bezeichnend ist dabei, dass er sich erinnert, dass er einmal in einem Burgerladen gearbeitet hat und genau das will er wieder tun. Als er beim Bewerbungsgespräch zu hören bekommt, dass er wohl nicht der richtige ist, sagt Lester "Ich bin auf der Suche nach einem Job mit der geringstmöglichen Verantwortung!"

Das interessante an dem Film ist die Fülle an Handlungssträngen, die sich nebeneinander und parallel zueinander entwickeln, zwischen Ricky und Jane bahnt sich eine Liebesgeschichte an, Jane und ihre Freundin zerstreiten sich, weil die es auf Janes Vater abgesehen hat, Janes Mutter fängt eine Liaison mit dem größten Konkurrenten ihres Häuserverkaufsgeschäfts und Ricky wird von seinem Vater zusammengeschlagen, weil der glaubt, dass sein Sohn es mit Lester treibt.


DVD-Extras:
===========
eigentlich nicht erwähnenswert, aber der Vollständigkeit halber:

- Hinter den Kulissen
- Audiokommentar mit Regisseur und Drehbuchautor
- Storyboard Präsentation
- zwei original Kinotrailer Deutsch und Englisch auf Dolby 5.1 und englisches und Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte.



....ich schliesse mich den 5 Oscars an und vergebe 5 Sterne


Grüsse ....:chipit:....(für dooyoo und yopi)
...
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liiiiindaaaaa
liiiiindaaaaa, 29.03.2006
sehr hilfreich...über gegenlesungen würde ich mich freuen
morla
morla, 09.11.2005
sh
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The_Downlord

Über Fassaden ,das Leben ,die Schönheit und die Liebe

ein Testbericht von 2005-05-27 16:04:08 vom 27.05.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Atmosphäre,Regt zum Nachdenken an,Toller Soundtrack, geht über die Oberflächlichkeit hinaus, ...
Nachteile/Kritik: -
American Beauty ist ein absolutes Meisterwerk der Filmgeschichte.
Ich habe nie zovor einen Film gesehen der so viele Fragen über die sich jeder Mensch Gedanken macht beantwortet.
Fast jede Charaktäre des Films lebt hinter einer Art Fassade die nach und nach immer mehr zusammenstürzt und plötzlich das wahre Gesicht preisgibt. Der Film ist wirklich jeden Oscar wert und ist ein Muss für Liebhaber anspruchsvoller Filme ,die zum Nachdenken anregen. Im Mittelpunkt des Films steht ein Mann der vom einen auf den anderen Tag sein komplettes Leben umkrempelt. Er kündigt seinen Job in dem er schon seit 14 Jahren arbeitet und entdeckt die Liebe in Form einer jungen Frau ,die die Freundin seiner Tochter ist, wieder. Er hat plötzlich völlig andere Ideale und zeigt der Welt sein wahres Gesicht. Der Film ist in vieler Hinsicht sehr wertvoll und die Darstellung ist ein absolutes Meisterwerk. Die dargestellten Menschen wirken realistisch und wie aus dem Leben gegriffen. Der Film bietet Einblick in die geheimen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen und geht über die stumme Oberflächlichkeit hinaus. Die Musik von Thomas Newman untermalt die schönen Bilder des Films und sorgt für eine gefühlvolle, lebensechte Atmosphäre.
Ich musste den Film mehrmals sehen um wirklich alle Dinge zu verstehen. Nichts ist dem Zufall überlassen und alles hat eine Bedeutung. Falls sie also ein aufmerksamer Zuschauer sind den anspruchsvolle Filme interessieren so kann ich ihnen American Beauty nur empfehlen!
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liiiiindaaaaa
liiiiindaaaaa, 29.03.2006
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Susi17

Ein Meisterwerk der Satire

ein Testbericht von 2005-03-06 17:38:10 vom 06.03.2005
Empfehlung: ja
Eine Situation, wie im Film dargestellt, scheint in allen anderen Ländern oder Umgebungen undenkbar. Nur in einer Kleinstadt in den USA scheint derlei Selbst-Verleugnung und Leben für die Anderen real zu werden. Das ist zumindest die Meinung, die man als Mittel-Europäer sofort hat. Aber ist das wirklich so?

Kevin Spacey brilliert mal wieder in einer Rolle, die im auf den Leib geschrieben scheint - sehr distanziert und doch mehr im Leben stehend als die ihn umgebenden. Er nennt so ziemlich alles beim Namen, was schon sehr zu Beginn des Films deutlich wird (... die Duschszene...). Im Laufe des Films irritiert dies mehr und mehr seine Familie. Seine pubertierende Tochter sucht allerdings Grenzen, die er nicht zu setzen bereit ist. Er gibt sich lieber seinen Phantasien hin und versucht, diese auch umzusetzen, indem er seinen Job kündigt, zu trainieren anfängt, etc. Der geneigte Zuschauer ist nicht zu erstaunt über den Erfolg, den das hat.

Annette Benning ist grandios als überkandidelte Ehefrau und erfolglose Maklerin. Bisher schien sie auf liebe Frauchen abonniert, aber diese Rolle ändert alles. Als dankbarer Fan ihres ärgsten Konkurrenten lässt sie sich mit diesem ein und verbringt das eine oder andere schweisstreibende Stündchen mit ihm (...in waghalsigen Stellungen...). Ihre Rosen bedeuten ihr alles und erst am Ende .... aber seht selbst.

Hervorzuheben ist noch der Nachbar, der sein Leben nur scheinbar im Griff hat. Die Army scheint sämtliche Eigenheit zu unterdrücken, so die gelernte Lektion.

Auch die anderen Rollen sind brilliant besetzt, wenn ich auch nicht der allgemeinen Meinung über die beiden weiblichen Newcomer des letzten Jahrtausends folgen kann. Das ist nach nur einem guten Film der Ehre zu viel.

Liebe Grüße
Susi :)
...
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liiiiindaaaaa
liiiiindaaaaa, 29.03.2006
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Die Beleuchtung der zahlreichen Fasetten des Lebens unter kritischer Betrachtung!!

ein Testbericht von 2005-02-25 20:25:57 vom 25.02.2005
Empfehlung: ja
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Darsteller: Kevin Spacey, Annette Bening
Regie: Sam Mendes
Musik: Thomas Newman
Format: Dolby, Surround Sound, PAL

Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)

Bildformat: 16:9, 2.35:1
DVD Erscheinungstermin: 27. Dezember 2000
ASIN: B00005603H
DVD Features:
Hinter den Kulissen
2 original Trailer
Audiokommentar von Regisseur und Drehbuchautor
Storyboard-Präsentation
Laufzeit: 117 Minuten
DVD Erscheinungstermin: 27. Dezember 2000

Inhalt:
Von der ersten Einstellung an, einem Establishment Shot einer typisch amerikanischen Vorstadt-Umgebung, besticht American Beauty durch bewundernswerte Selbstsicherheit und Scharfsinn, die durch Kevin Spaceys ruhige Erzählung verkörpert werden. Spacey ist Lester Burnham, ein geplagter Jedermann, dessen Midlife Crisis das Rückgrat des Films bildet. Schon seine ersten Zeilen ziehen den Zuschauer mit stichelndem Fatalismus in ihren Bann. Wie Joe Gillis in Boulevard der Dämmerung erzählt auch Burnham seine Geschichte posthum aus dem Grab heraus.
Ein kühner Start für einen Film, der diese Kühnheit mehr als rechtfertigt. Sozialsatire, Familientragödie und eine Wer-hat-es-getan-Geschichte miteinander verwebend, wagt Alan Balls erstes Bühnenskript, Genregrenzen zu verwischen und uns aus dem Gleichgewicht zu bringen, indem es nahtlos von schwarzer Komödie zu einem tief bewegenden Drama übergeht.

Die Burnham-Familie reiht sich perfekt in die Liste disfunktionaler amerikanischer Kinofamilien ein, als Lester gegen seine manische, materialistische Makler-Frau Carolyn (Annette Bening, die aus ihrer unsympathischen Rolle das Bestmögliche heraus holt) und seine mürrisch herablassende Teenager-Tochter Jane (Thora Birch, ausgesprochen überzeugend in ihrer Gradwanderung zwischen Egozentrik und wehmütiger Sehnsucht) aufbegehrt.
In das Leben der Kernfamilie treten zwei Außenseiter, die ausreichend Projektionsfläche für brach liegende Lebensenergie und verborgene Wünsche bieten: Eine Cheerleaderin (Mena Suvari), die Lester in sexuelle Fantasien und damit in einen zweiten Frühling katapultiert. Und ein irritierend ruhiger junger Nachbar (Wes Bentley), der durch seinen clever zurückhaltenden Einfluss, Lester und Jane nachhaltig verändert.

Der britische Theaterregisseur Sam Mendes entpuppt sich als unglaublich begabter Leinwand-Newcomer. Es gelingt ihm, die potenziell unvereinbaren Elemente der Geschichte zu einem ausgezeichneten Ensemblestück zu vereinen, das eine eigene Gangart entwickelt, ohne in transparente Selbstverliebtheit abzugleiten. Mendes hat zu seiner Erfolgsarbeit kluger Weise eine Crew aus erfahrenen Bühnenveteranen hinzu gezogen. Visual Designer Conrad Hall beispielsweise rundet den Film ab, indem er das triste Interieur des Burnhamschen Lebens mit lebhaftem Purpurrot, der Farbe von Rosen und von Blut, kongenial kontrastiert. Darüber hinaus ist Mendes mit Wes Bentley eine fantastische Neuentdeckung geglückt. Ihm gelingt es mit seiner beeindruckenden Darstellung des Ricky Fritts, stellenweise zum Dreh- und Angelpunkt der Handlung zu werden.

Meine Meinung:

Der Film, der seinen hohen Erwartungen gerecht wird, besticht durch tiefgründig recherchierte Charakterprofile, mit welchen sich der Zuschauer ideal indetifizieren kann. Ein wichtiger Bestandteil dieses Werkes ist die Metapher der Rosenblütenblätter, welche künstlerisch und phantasievoll für die Leidenschaft und Sehnsucht des Lester Burnham zu der Freundin seiner Tochter. Eine starke, soziale Nachricht wird auch durch das Familienleben der Burnhams gegeben, wobei das Ehepaar gegensätzlicher nicht sein könnte: Eine Frau, die sich sehr konservativ und materialistisch gibt und ein Mann, der durch die o.g. Sehnsucht zu neuer Lebensenergie findet und die schönen Seiten des Lebens genießen möchte.

Dieser Film spielt in einer eigenen Liga! Wen es Filme gibt die man unbedingt empfehlen müsste und sehen sollte, dan ist als erstes American Beauty zu nennen.
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Kommentare
liiiiindaaaaa
liiiiindaaaaa, 29.03.2006
sehr hilfreich...über gegenlesungen würde ich mich freuen
wildheart
wildheart, 25.02.2005
ein wirklich toller Film!
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