ein Testbericht von Flavius2004-04-03 00:01:11vom 03.04.2004Empfehlung: ja
Vorteile: faszinierende Kälte, gute Austattung, tolle Nebendarstellerin
...Nachteile/Kritik: verstörend, brutal, abstoßend, krank
Die Eröffnungssequenz ist hervorragend. Edles weißes Porzellan, auf eine affektierte Weise kunstvoll und ÜBERSICHTLICH angerichtete Leichenteile. Nein, keine Angst, es handelt sich hierbei lediglich um delikate tote Tierchen samt Beilagen.
Gespeist wird in den angesagtesten Nobelrestaurants, gekokst in den hipsten Nachtclubs, gewohnt in den teuersten Wohnungen, gearbeitet wird an der Wall Street.
Ja, es hat sich eigentlich nicht viel verändert, seit den späten 80ern. In dieser Zeit spielt die Handlung des Films.
Hauptfigur: Patrick Bateman (Christian Bale). Yuppie, von Haus aus mörderisch reich, einer der üblichen „Vice-Presidents“ in Papas Consulting-Firma. Nach außen hin makellos, perfekt, verführerisch.
Innen (und in seinem Terminkalender) sieht es da ganz anders aus. Da werden Morde perfekt geplant, celebriert oder auch nur im Affekt, immer eiskalt gleich reihenweise verübt.
Mal ist es ein störender Obdachloser, dann wieder ein konkurrierender Kollege oder Blondinen von der Straße oder Modellagentur.
Motorsägen, Äxte, Messer und Pistolen kommen zum Einsatz, zuvor wird die Kommerzpopkultur der 80er Jahre doziert, gelegentlich ganz ordentlich kopuliert (bei laufender Videocamera) und bei allem darf nichts schmutzig werden. So wird dann schon mal vorsorglich der Boden mit Zeitungspapier ausgelegt und ein teurer Regenmantel über den maßgeschneiderten Valentino-anzug gezogen.
Das Buch, auf dem der Fim basiert, habe ich nicht gelesen. Es galt gemeinhin als unverfilmbar, aufgrund seiner detaillierten Gewaltszenen.
Aber da Stoffe über perfide Serienmörder insbesondere die Menschen in den USA in der Regel finaziell erfolgversprechend sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand an den Film zum Buch heranwagte.
Herausgekommen ist ein faszinierender und zugleich abstoßender Streifen. Beklemmend und belustigend.
Allerdings nie bewegend, alles ist perfekt gestylt und von einer verstörenden, zynischen Kälte durchzogen. Selbst die Momente zum Filmende hin, in denen Batemans Verweiflung über sein krankes Gehirn zum Ausdruck kommt, lassen einen völlig kalt.
Einzige Ausnahme: Batemans Sekretärin. Sie wird von Chloe Savigny verkörpert. Und das in einer so wunderbaren Weise, daß ich mir damals sicher war, dass sie bei der nächsten Oscar-Verleihung unter den Nominierten zur besten Nebendarstellerin zu finden sein würde. Hat aber wohl nicht ganz gereicht, aber der Oscar ist ja nicht immer ein Maßstab. Jedenfalls: Die wirklich nur zarte Röte in der blassen, unscheinbaren Sekretärin strahlt in der edelstahlkalten Welt des Patrick Bateman so eindringlich, daß Beschützerinstinkte (zumindest bei mir) geweckt werden.
Allein schon deswegen lohnt ein Besuch des Films.
Er ist streckenweise verstörend und schont nicht gerade die Nerven. Er wird nie langweilig, und es gibt nicht wenige Stellen, die so bitter sind, daß sie schon wieder zum Lachen anregen.
Der Fim transportiert eine Menge Gesellschaftskritik, bedient sich aber (und schon irgendwie leider) ähnlicher Stilelemente, die schon bei Hannibal Lecter funktionierten. Das Ende läßt Raum für Interpretationen.
Die Bestzung der Hauptfigur ist eine gute Wahl gewesen. Christian Bale bewältigt die sicher nicht einfache Rolle recht ordentlich Und wenn es denn mal zu schwierig zu werden drohte, hat man einfach sein Gesicht zwar in Großaufnahme, aber nur bei schwacher Beleuchtung gefimt.
Die Ausstattung ist aber sicher für die Wirkung des Films noch wichtiger. Es geht zwar inhaltlich um das Innere des kranken Hirns, aber die zentrale Botschaft die dieses Hirn verarbeitet
ist: „Auf das Innere kommt es nicht an. Nur das Äußere zählt“.
Und so hat man dem Set-Design eine immense Bedeutung zukommen lassen, es ist sehr überzeugend und gelungen.
Akustisch geht's einmal quer durch die Hits der 80er, war schon keine schlechte Musik, die wir damals hörten, nicht war? Aber ob die Zeiten gut waren, bezweifelt man nach diesem Film.
Und man fragt sich: Sind sie inzwischen besser geworden?
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Voll daneben !
ein Testbericht von try_or_die872005-12-23 11:15:53vom 23.12.2005Empfehlung: nein
In diesem Testbericht geht es um die DVD " American Psycho "
@@@ Handlung @@@
Patrick Bateman ist ein wohlhabender, gepflegter, topmoderner junger Mann, dem man neben gewisser Arroganz eigentlich nur seinen Hang zum Serienmorden vorwerfen kann.
Aber wer käme schon auf solche Hobbies. Weder Batemans luftköpfige Verlobte Evelyn, noch seine Gelegenheitsgeliebte Cortney und schon gar nicht die loyale Sekretärin Jean. Allzu perfekt fügt sich Bateman in seinen New Yorker Mikrokosmos des Koksens, Gelddruckens und Dummrumstehens ein, als dass unter seiner fabelhaften Fassade Unregelmäßigkeiten vermutet werden könnten.
So kann er ungestört Störenfriede seines Selbstverständnisses wie Paul Allen umbringen, ohne danach von einem Detective aus der Ruhe gebracht zu werden.
Oder will Bateman gar erwischt werden, als seine Amokläufe immer willkürlicher werden?
Oder bildet er sich die blutigen Ausbrüche aus dem exakt exekutierten Alltag gar nur ein?
Kaum. Denn das ließe ja den Rückschluß, dass von Bateman passioniert genossene Errungenschaften wie Phil Collins-Songs, Pornovideos oder Designeranzüge nicht glücklich machen...
@@@ Infos @@@
Frei nach Bret Easton Ellis' kontrovers diskutiertem Roman "American Psycho" hat Mary Harron einen Thriller im Milieu der habgierigen, späten 80er gedreht --gesehen mit den Augen eines Serien Killers, der sein "Publikum" zwingt, seine Motive zu akzeptieren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.
@@@ Allgemeines @@@
Regie : Mary Harron
Darsteller :
Patrick Bateman ... Christian Bale
David Van Patten ... Bill Sage
Christie ... Cara Seymour
Jean ... Chloe Sevigny
Elizabeth ... Guinevere Turner
Paul Allen ... Jared Leto
Craig McDermont ... Josh Lucas
Timothy Bryce ... Justin Theroux
Luis Carruthers ... Matt Ross
Evelyn Williams ... Reese Witherspoon
Courtney Rawlinson ... Samantha Mathis
Donald Kimball ... Willem Dafoe
Genre : Thriller
Filmlänge : ca. 97 Minuten
Vertrieb : Concorde Cine Collection
Entstehungsland / - jahr : USA / 2000
FSK : freigegeben ab 16 Jahren
Preis : ca. 10 €
Sprache : Deutsch, Englisch
Untertitel : Deutsch, Englisch
Ton : Dolby Surround Sound
Bonusmaterial : Behind the Scenes, Goofs, Featurette, Interviews, Produktionsnotizen, Bio- und Filmografien, US- und deutscher Kinotrailer, DVD-ROM-Teil
@@@ Meine Meinung @@@
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bei diesem Film schon nach einer halben Stunde eingeschlafen bin, als ich ihn mir mit meiner Schwester angesehen habe und so etwas passiert mir eigentlich echt sehr selten ( ich war auch nicht müde ). Ich glaube das spricht nicht gerade für den Film, aber jeder hat eine andere Meinung über ihn.
Was mit an dem Film gefiel waren die Schauspieler Reese Witherspoon und vor allem Christian Bale und (da bin ich wieder aufgewacht ) die Extras auf der DVD, die wirklich klasse geworden sind ( behind the scenes, Interviews, Kinotrailer u.a. ).
Was mir überhaupt nicht gefiel war die Story, die meiner Meinung nach in keinster Weise spannend war und einfach total sinnlos war ( ok das sind die meisten Filme, aber bei diesem war es besonders krass meiner Meinung nach).
Insgesamt gebe ich der DVD 2 von 5 möglichen Punkten und keine Empfehlung.
ein Testbericht von Realjackass2005-06-29 18:15:13vom 29.06.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Christian Bale und der Charakter den er verkörpert, Aussage des Films...Nachteile/Kritik: Hätte vielleicht ein kleines bisschen brutaler sein können, wirkt unentschlossen
Lang, vielleicht sogar schon 2 Jahre, ist es her, seit ich, ich glaube es war auf Vox, die letzte halbe Stunde eines Films gesehen habe. Da war ein Mann zu sehen, der wahllos von Gebäude zu Gebäude rennt, um da Wachmänner und Zivilisten zu erschießen, aber das wichtigste, der Film wurde zum Ende hin immer besser! Da ich gerade keine TV-Zeitschrift zur Hand hatte, wartete ich brav das Ende des Streifens ab, um mir dann dessen Namen zu notieren. Gesagt, getan: "American Psycho", so der Name dieses Werks, landete unverzüglich
auf meiner "Must See" Liste. Zwar hätte ich nicht gedacht, den Film erst so spät wieder zu sehen, aber wie sagt man so schön? Besser spät als nie! So war es dann gestern endlich soweit, dass ich in den vollständigen Genuß dieses Films kam, meine Meinung dazu bekommt ihr jetzt zu lesen.
Story
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Pat rick Bateman ist ein absoluter Perfektionist, bei dem schlichtweg alles stimmen muss. Sein bis in jedes Detail exakt gepflegtes Äußeres, die Kosmetik die er benutzt, das Fitnessprogramm, alles hat höchsten Stellenwert in Bateman´s Leben. Doch nicht nur das: Auch in der Arbeit muss alles korrekt sein, Patrick arbeitet an der Wall Street und gibt stets 200%, wenn mal einer seiner Kollegen eine schönere Visitenkarte als er hat, dann verkraftet Bateman das nur mit Müh´ und Not. Auch seine Wortwahl, seine Wünsche für eine bessere Welt, und sein Wunsch für die Gleichberechtigung der Frauen sprechen für sich.
Doch hinter dieser Fassade des absoluten Perfektionismus verbirgt sich ein Patrick Bateman, den so weder seine Arbeitskollegen, noch seine engsten Bekannten kennen: Bateman´s heimliche Leidenschaft, ja, seine Befriedigung ist es, andere zu demütigen und zu töten. Wehrlose Penner auf der Straße, Frauen, mit denen Bateman zuerst abartigen Sex hat, ja sogar Freunde werden von Bateman auf äußerst abstoßende Weise getötet, später dann zerstückelt, aufbewahrt oder auch teilweise gegessen. Der Wallstreet-Yuppie verliert sich selbst immer mehr in diesem Blutrausch, bis eines Tages die Polizei in Form des Detective Donald Kimball auf ihn aufmerksam wird. Zwar äußerst dieser keinen direkten Verdacht, jedoch spürt man seine Wachsamkeit gegenüber Bateman. Dies hindert diesen aber nicht, weiterzumorden, bis es letzten Endes kein zurück mehr zu geben scheint..
Schauspieler
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In der Rolle des Yuppie´s Patrick Bateman ist Christian Bale zu sehen, den ich erst vor kurzem noch für seine überzeugende Leistung in dem kürzlich angelaufenen "Batman Begins" gelobt habe. Um so mehr überrascht war ich nach den ersten Minuten von "American Psycho", zwar ist der Schauspieler ein und derselbe, jedoch agiert er vollkommen anders. Dies spricht schon mal für eine enorme Wandlungsfähigkeit Bale´s. Das interessante ist jedoch nicht der Schauspieler selbst, sondern den zu spielenden Charakter, den man als Zuschauer nur sehr schwer durschauen kann. Auf der einen Seite ein Arbeitstier, ein Karrieremensch, bei dem alles bis ins kleinste Detail passen muss, von der Peeling-Maske bis hin zur 80-Dollar Unterhose. Auf der anderen Seite steht der geisteskranke Killer, der seinen Arbeitskollegen scheinbar grundlos eine blankpolierte Designeraxt ins Gesicht rammt und der Spaß daran hat, sich selbst beim Sex mit 2 Prostituierten zu filmen.
Und die Art und Weise, wie Christian Bale diesen vollkommen kranken Menschen darstellt, ist es, was am ganzen Film am meisten überzeugt. Dieses gepflegt wirkende Image, diese Blicke, die pure Überlegenheit zeigen und auch diese perfekte Aussprache, die von der deutschen Synchronisation sehr gut rübergebracht wird. Im Nachhinein kann ich mir keinen besseren für diese Rolle vorstellen. Mir ist durchaus bewusst, dass dieser Satz fast nicht ernstzunehmen ist, weil er fast schon wie ein Standard in einem Filmbericht klingt, aber hier ist es wirklich der Fall.
Zu allen anderen Akteuren gibt es leider nicht extrem viel zu sagen, da "American Psycho", wenn man so will, eine One-Man Show ist, die einzig und allein von ihrem Hauptdarsteller getragen wird. Dennoch wäre es schade, Namen wie Willem Dafoe, der hier den Polizisten Donald Kimball gibt und Reese Witherspoon als betrogene Verlobte Evelyn, unerwähnt zu lassen. Erstgenannter, den der ein oder andere vielleicht als grüner Kobold aus "Spider-Man" kennen dürfte, spielt gewohnt routiniert, hat weder besondere Glanz, noch Tiefpunkte in seiner Darstellung. Reese Witherspoon hingegen wirkt irgendwie fehl am Platz. Nicht, dass sie schlecht spielen würde, nein, ihr Charakter hat nur absolut NULL Aussage und ich frage mich, wieso dieser Überhaupt eingebracht wurde. Aber naja, dafür kann die Schauspielerin selbst ja nichts.
Alle anderen Darsteller, vor allem die reihenweise koksenden Arbeitskollegen Bateman´s, kamen wie ich finde ziemlich authentisch rüber, richtig schlecht gespielt hat keiner.
Daten zum Film
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Originalti tel: American Psycho
Alternativtitel: -
Land: USA, Kanada (2000)
Regie: Marry Harron
Länge: ca 97:31 min.
Freigabe: 16
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Die beste Version
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So, das ist wiedermal nicht ganz einfach, da man in Deutschland regelrecht mit DVDs zu "American Psycho" überschwemmt wurde, die sich aber alle bei genauer Betrachtung garnicht so sehr voneinander unterscheiden. Insgesamt sind 4 Editionen erschienen, alle herausgebracht von dem sicherlich bekannten Label Concorde Home Entertainment, welches ja leider bekannt für die nervenden Amarayhüllen sind. Die wohl geläufigste Edition ist die stinknormale mit ausreichend Bonusmaterial, das passende Pendant dazu existiert natürlich auch: die Verleihversion.
Schon eher für den pralleren Geldbeutel geeignet ist die "American Psycho Collection", also Teil 2 inbegriffen und eine "Special Limited Edition", beide sehr schön anzusehen und ihr Geld wert.
Kritik
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So , wie meistens an dieser Stelle möchte ich euch zuerst mit ein paar Hintergrundinformationen zum Film beglücken, es soll mir ja keiner kommen und behaupten, ich hätte euch nicht hinreichend informiert. Und als direkter Einstieg sei mal soviel verraten: Das Drehbuch zu "American Psycho" wurde nicht von irgend einem intelligenten Schreiberling nach einer durchzechten Nacht verfasst, sondern es handelt sich bei dem ganzen um eine Buchverfilmung. Allerdings nicht um irgend eine Standard-Buchverfilmung, wie es sie zuhauf gibt, sondern eines Buches, das Jahrelang auf dem Index stand und selbst heute nur an volljährige Personen verkauft werden darf, wenn ich da richtig informiert bin. Bret Easton Ellis schildert in seinem Buch bis ins kleinste Detail extremste Gewalt und perverse Sexspielchen, so ist in manchen Reviews zu lesen, dass es auch schon Leute gab, die ernsthafte Probleme damit hatten, das Buch überhaupt weiter zu lesen. So wird an einigen Szenen zum Beispiel geschildert, wie die Vagina einer Prostituierten von innen heraus von einer Ratte zerfressen wird, aber das ist noch längst nicht das schlimmste, auch kleine Kinder werden grausam getötet usw.. Jetzt fragt sich natürlich, wie man sowas verfilmen soll, ohne dass der Streifen gleich verboten wird. Nun, Marry Harron hat sich dafür entschieden, den Gewaltfaktor extrem zurückzuschrauben und anstatt dessen mehr Wert auf den Gesellschaftskritischen Part des Buches zu legen. Und obwohl der Film von diesem Aspekt durchaus gelungen ist, weiß er im Allgemeinen nicht so zu überzeugen, wie ich mir das erhofft hätte.
Woran mag das liegen? Nun, ich muss zugeben, am Anfang war ich noch ziemlich fasziniert, von den eindrucksvollen Bildern, die man da geliefert bekommt. Ein Mann, bei seiner täglichen Ganzkörperpflege, redet darüber welche Produke schlecht sind und welche nicht und wieviele Situps er mittlerweile schon hinbekommt. Nun, das mag sich zwar langweilig anhören, hat mich aber auf eine gewisse Art und Weise fasziniert. Nicht, weil ich absoluter Kosmetikfreak bin, sondern weil ich das Buch nicht kenne und deshalb sogleich wissen wollte, was das ganze soll und wohin es führen wird. Und genau so interessant, teilweise sogar witzig ging es dann auch weiter. Die Szene, die sich mir am meisten eingeprägt hat, ist die, in der Patrick und seine Kollegen ihre Visitienkarten vergleichen. Als einer von ihnen eine fast schon perfekte Karte hat, beschließt Patrick, in seinem Neid, ihn zu töten. In diesen Szenen bemerkt man richtig schön die Gesellschaftsktitik, sowie die Geisteskrankheit Bateman´s. Bei ihm muss ALLES perfekt sein, niemand darf besser sein als er und niemand anders hat recht. Von der Designeraxt, bis hin zu den Schutzbezügen auf seinen Möbeln, wenn er einen Mord begeht, stimmt alles. Doch was verbirgt sich hinter dieser, auf perfekt getrimmten Hülle? Nichts anderes, als ein Produkt unserer Gesellschaft, ein Abfallprodukt sozusagen. Wir haben es zwar erschaffen, aber schämen uns dafür es uns einzugestehen, dass wir im Prinzip gleich sind wie dieser irre Mörder. Nein, wir töten keine wehrlosen Menschen, aber wir streben auch indirekt nach Perfektionismus, wollen in der Klassenarbeit die besten sein, versuchen unsere Konkurenten bei unserem Boss schlecht zu machen.
Das alles sind Punkte, für die uns der Film den Spiegel vorhält. Aber um den Zuschauer nicht auf die gleiche Stufe wie Patrick Bateman zu stellen, wird dieser Perfektionismus bei ihm eben stark übertrieben dargestellt. Ein bisschen verwirrend erscheinen da am Anfang die Morde, die wie gesagt, nicht halb so brutal wie im Buch sind. Es erscheint einfach nur komisch, dass Bateman nach einem harten Arbeitstag den erstbesten Penner absticht, der ihm begegnet. Und warum tut er das? Warum schläft er mit Frauen, um sie danach ebenfalls zu töten? Vermutlich um eine leere in seinem Leben auszugleichen, die sich der verwirrte Mann selbst nicht eingestehen will, die aber in so gut wie jeder Szene klar zu erkennen ist. Eine leere, hervorgerufen durch den Perfektionismus, den Egoismus und dem Streben nach Karriere heutzutage. Deshalb erschaffen wir uns eine zweite Identität, um das tun zu können, was man allgemein als Leben bezeichnet. Denn in unserer Arbeit, ja gar in der Liebe leben wir nicht, wir tuen das, was jeder andere auch tut und was schon als normal angesehen wird, das zu hinterfragen ist absolut Tabu. Bei Patrick Bateman ist dieses Leben eben das erhabene Gefühl, welches er bekommt, wenn er andere erniedrigt, foltert und tötet.
An dieser Stelle geht die Gesellschaftskritik sehr schön dargestellt weiter, symbolisiert von den Freunden Patrick´s, die wohl sowas wie die Allgemeinheit heute verkörpern sollen. Bateman redet ihn deren Anwesenheit häufig davon, dass er eine gewisse Person gerne abstechen würde, wird ordinär und unbeherrscht. Aber besagte Freunde, die eigentlich garkeine sind, sondern nur Mittel zum Zweck, um sich selbst als Teil eines ganzen sehen zu können, tuen dieses Gerede als Wunsch nach Aufmerksamkeit ab, beachten es garnicht weiter. Sogar schon zum Lachen gebracht hat mich da eine Szene, in der Bateman einen seiner Kollegen auf der Toilette erwürgen will, als dieser gerade seiner Natur nachgeht. Bateman streift sich Lederhandschuhe über und schleicht sich von hinten an und legt seine Hände um den Hals des anderen. Dieser bemerkt das natürlich, denkt aber keine Sekunde an einen Mordversuch, sondern denkt, Bateman will ihm auf diese Weise seine Liebe gestehen. Wie wir erfahren, ist nämlich das potenzielle Opfer auch Homosexuell und schon lange an Patrick interessiert. Diese Szene hat mir eines gezeigt: Der Mensch ist nicht bereit, die Wahrheit zu sehen, sondern sieht nur das, woraus er einen Vorteil gewinnt, beziehungsweise das, was ihn sicher fühlen lässt. Sehr schön da auch das Ende, als Bateman seinem vermeintlichen Anwalt sämtliche Taten gesteht, dieser das jedoch als Unmöglich abtut, da ein scheinbares Opfer Bateman´s garnicht tot ist. In diesem Moment wird Patrick Bateman, sowie auch der Zuschauer vor die Frage gestellt: War alles garnicht real? Entsprang es nur der Vorstellung eines Mannes, der sich sein Leben, so wie er es leben möchte, zusammenträumt? Und wenn es so ist, wie kommt es dazu, dass ein Mann den Drang verspürt, zu töten? Mit dieser Frage wird der Zuschauer letzten Endes allein gelassen, was auch das Stichwort für mich ist, zum Fazit zu kommen.
Fazit
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"American Psycho" ist in meinen Augen eine Buchverfilmung, die man auf zweierlei Arten auffassen kann: Entweder der Film sagt einem aufgrund seiner ironischen Betrachtung der Gesellschaft zu, oder aber man wird enttäuscht, weil man sich mehr, von dem im Titel versprochenen "Psycho" erhofft hat. Sprich: Die Gewalt, für die das Buch berühmt würde. Und ich muss ehrlich gestehen, ein bisschen mehr Gewalt hätte dem Film sicherlich nicht geschadet, dafür ist er so, wie er jetzt ist, auch ein sehenswerter Film, irgendwo zwischen Thriller und Satire. Am besten zuerst das Buch lesen und dann den Film sehen!
ein Testbericht von Bjoern.Becher2003-10-30 11:00:08vom 30.10.2003Empfehlung: ja
Vorteile: komisch und brutal zugleich, großartige Darsteller, hervorragende DVD...Nachteile/Kritik: kein Vergleich zum brillanten Buch, für Nichtkenner des Buches in seiner Gesamtheit nicht oder nur schwer erfassbar
Bret Easton Ellis Romane gehören zum umstrittensten, was in den letzten Jahren auf dem Büchermark veröffentlicht wurde. Während sein erster Roman „Unter Null“, den Ellis 1984 als gerade einmal zwanzigjähriger Student schrieb, von den Kritikern begeistert bejubelt wurde (und 1987 von Marek Kanievska verfilmt wurde), stieß er mit seinem zweiten Roman alle vor den Kopf: American Psycho, ein blutiger Schlag ins Gesicht der materialistischen Elite Amerikas!
Eigentlich unverfilmbar, wie alle nach „Unter Null“ bisher erschienen Bücher von Easton Ellis. Doch im Jahr 2000 versuchte mit Mary Harron gerade eine Regisseurin den,
vor allem auch von Frauengruppen hart attackierten Roman, zu verfilmen. Dazu noch ein auf der Kinoleinwand relativ unerfahrene Regisseurin, die nicht viel mehr als das halbdokumentarisch Drama „I shot Andy Warhol“ veröffentlicht hatte.
I N H A L T
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Patrick Bateman (Christian Bale) könnte ein glücklicher Mann sein. Mit gerade einmal siebenundzwanzig Jahren ist der Havard-Absolvent einer von unzähligen Vizepräsidenten eines großen Finanzhauses, und er hat mit Evelyn (Reese Witherspoon) eine schöne Verlobte.
Doch der neurotische Yuppie, ein Sauberkeitsfanatiker, der außer Ekel und Ehrgeiz keine anderen Gefühle kennt, ist gelangweilt und getrieben von einer Sucht nach Blut. Er fängt an zu morden, Obdachlose, Frauen und einen Arbeitskollegen, der einfach erfolgreicher ist.
M E I N U N G
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Weiß und Rot, zwei Farben, die sich schon durch die Eröffnungssequenz und auch durch den ganzen Film ziehen. Bateman ist ein Sauberkeitsfanatiker, er wäscht sich gründlicher als jeder andere, er kann keinerlei Schmutz in seiner Wohnung ertragen, die fast komplett in weiß eingerichtet ist. Ihn zieht aber noch eine andere Farbe an: Rot, die Farbe des Blutes. Er genießt es, wenn diese ihn vollspritzt (aber nur ihn nicht seine Kleidung), wenn er seine Opfer mit Axt, Kettensäge und anderem schweren Gerät ermordet.
Mary Harron hat es sehr gut geschafft im Zusammenspiel mit diesen beiden Farben dem Buch ein Bild zu geben. Dabei hat sie aber eins gemacht: Sie hat sich von dem genialen Buch gelöst. Man kann sogar sagen, dass sie an der Umsetzung des Buches gescheitert ist. Der Film erreicht nie die Genialität und Klasse des Buches.
Aber Harron erkannte wohl, dass dieses Buch so nicht verfilmbar ist und setzte anderer Schwerpunkte. Das Buch ist keine Story über einen Serienkiller, das Buch ist ein Portrait einer Yuppie-Gesellschaft in den achtziger Jahren und eine Abrechnung mit dieser. Es ist eine sozialkritische Satire. Doch diese Zeit ist nun schon lange vorbei und so tut sich der Film auch gut daran, dieses bedeutende Element des Buches etwas in den Hintergrund zu drängen.
Das Buch beschreibt exzessiv die Charaktere durch die Schilderung ihrer Umwelt. In dieser Art macht es der Film nur ein einziges Mal: Als Bateman zu Beginn des Films sein tägliches Reinigungsritual vollzieht.
Sonst lässt Harron diesen Aspekt der Geschichte fast völlig weg. Der Mantel der Geschichte des Buches wird beiseite geschoben und sie konzentriert sich ausschließlich auf das darunter. Auf die zu Beginn kaum merkliche Veränderung des Patrick Bateman, auf den gleichgültigen Wechsel zwischen langweiligen Konferenzen und Essen am Tag und Morden in der Nacht.
Natürlich kann Harron auch nicht die banalen Gedanken, welche die ganze Zeit in Batemans Kopf vor sich gehen, und dem Buch eine sehr komische Seite verleihen, im Film umsetzen. Darauf muss sie verzichten und das beraubt die Geschichte eines wichtigen Aspekts. Trotzdem schafft es Harron noch, dass ganze hervorragend umzusetzen.
Und dabei kann sie auf großartige Schauspieler zurückgreifen. Christian Bale ist die Idealbesetzung für Patrick Bateman, besser besetzt könnte man sich Bateman nicht vorstellen. Er schafft es auch sehr subtil die etwas trottelige Art von Bateman darzustellen und die Komik, die sich (siehe oben) im Buch hauptsächlich in Batemans Gedanken abspielt, auf den Film zu übertragen. Auch die Nebenrollen wissen zu gefallen. Vor allem Willem Dafoe und Chloe Sevigny verstehen es in ihren kurzen Auftritten mit fast schon übertriebener Spielweise dem Film einen leichten Komödientouch zu geben, was den Kern des Films, die Gleichgültigkeit des Mordens unterstreicht.
Bei einer Empfehlung für Harrons Verfilmung muss man sich aber schwer tun. Buchkenner werden vom Film mitunter enttäuscht sein, da der Film einfach nicht die Tragweite des Buches erfassen kann, doch ist dies möglich? Roger Avary hat es mit seiner Verfilmung des Easton Ellis Roman „Rules of Attraction“ geschafft! „American Psycho“ ist aber mindestens eine Stufe schwerer zu verfilmen und deswegen kann man Mary Harron in dieser Hinsicht nur schwer einen Vorwurf machen. Nein, sie hat es wirklich geschafft, das Buch so gut es geht auf die große Leinwand zu bringen. Und das sollten Anhänger des Buches beachten.
Noch schwerer muss man sich mit einer Empfehlung für Nichtkenner des Buches tun: Können diese den Film in seiner Ganzheit erfassen? Ich glaube nicht! Diese werden vielleicht verstört zurück bleiben. Der Film spielt in einigen Szenen zu sehr darauf an, dass der Zuschauer das Buch kennt, dass er weiß das Bateman ein Killer ist und das er weiß wie der Film endet und wann man Bateman wiedersehen wird. In einem anderen Buch von Bret Easton Ellis. Das kann der Zuschauer, der das Buch nicht kennt, selbst nicht erfassen.
D V D
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Technische Informationen:
Bildformat: 1,85 : 1
Tonformat: DTS 5.1, Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Surround
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras:
- Original US- und deutscher Kinotrailer
- Interviews mit den Darstellern und der Regisseurin am Set
- Filmo- und Biografien der Darsteller und der Regisseurin
- Produktionsnotizen
- Behind the Scenes - Szenen vom Set
- Goofs - filmische Ungereimtheiten
- Featurette
- Deleted Scene(s)
- Trailer weiterer Kinofilme auf DVD
- Buch zum Film
- Music of the 80s
- DVD-Rom-Applikationen: Screensaver und Weblinks
Concorde hat den Streifen zum Glück würdig auf DVD umgesetzt. Das Bild ist erste Sahne und ohne jeglichen Makel. Beim Ton muss man filmbedingt leichte Abstriche machen. Die deutsche DTS-Tonspur bietet keine Vorteile gegenüber der DD 5.1 Spur und richtiger Raumklang ist nur selten vorhanden. Zur großartiger Qualität entwickelt sich der Ton aber wenn Bateman sich Musik anhört und Monologe über die Bedeutung dieser Musik vor seinen baldigen Opfern hält.
Hervorragend umgesetzt wurde das DVD-Menü, welches die beiden wichtigen Farben des Films rot und weiß wiederspiegelt. Allein schon die Eröffnungssequenz der DVD in der ein ganz weißes Bild plötzlich von unzähligen Kettensägenblättern durchzogen wird, die eine rote Spur hinterlassen, ist ein Hochgenuss.
Auch die einzelnen Menüpunkte sind liebevoll gestaltet, so verbergen sich die Werbetrailer in Batemans Badezimmerschränkchen. Deren Anzahl gibt es zwei und zwar einen zu „Lara Croft - Tomb Raider“ und einen zu „Die Wonderboys“.
Deutlich wichtiger sind aber die Extras zum Film: Wenn man sich diese anschauen will, zoomt die Kamera erst einmal in einen Sektkübel und zwischen den ganzen Eiswürfeln dort, findet man dann die Extras:
Einmal sind das sowohl der deutsche als auch der amerikanische Kinotrailer. Zum anderen verbirgt sich hinter dem Menüpunkt Besetzung / Stab nicht nur platte Film- und Biografien zu den Darstellern Christian Bale, Reese Witherspoon, Willem Dafoe, Chloe Sevigny und Jared Leto sowie zu Regisseurin Mary Harron und Autor Bret Easton Ellis, sondern auch mit fast jedem ein Interview. Einzige Ausnahme bildet leider der Autor Easton Ellis, der zurückgezogen lebt, und von dem es deswegen auch kein Foto gibt. Interessant ist vor allem das Interview mit Bale, der kritisiert, wie stark Buch und Film von Leuten kritisiert werden, die beides überhaupt nicht kennen und nur die wenigen Horror-Szenen des Buches gelesen haben, die in Zeitungen veröffentlicht wurden. Die aber gar nicht wissen, dass sowohl Film als auch Buch mit ihrem satirischen Unterton sehr witzig und sehr kritisch sind. Insgesamt sind die Interviews alle höchst interessant, da sie über das übliche PR-Gelaber hinausgehen, sondern sich stark mit dem Film und den Personen und den Hintergründen beschäftigen. Die Interviews sind von sehr unterschiedlicher Länger, in ihrer Gesamtheit aber sehr umfangreich, so dass man hier viel für sein Geld geboten bekommt.
Hinter den Menüpunkt „Produktionsnotizen“ finden sich auf insgesamt elf Textseiten interessante Infos zum Ablauf der Dreharbeiten, zur Vorbereitung von Bale auf seine Rolle, zur Auswahl von Musik und Ausstattung etc.
Zudem bieten sich noch für fünf verschiedene Szenen, dem Zuschauer Einblicke in die Dreharbeiten zu diesen. Wie die Szenen geprobt werden und wie Regisseurin Harron Details verändert. Kennt man zwar schon von anderen DVDs, aber trotzdem immer wieder interessant.
Hinter dem Menüpunkte „Featurette“ findet sich ein kleines Making Of, bestehend aus Filmszenen, Szenen von den Dreharbeiten und kleinen Ausschnitten aus Interviews mit den Darstellern, die man aber schon in seiner Gesamtheit kennt, wenn man sich die ganzen Interviews angeschaut hat.
Zudem befinden sich noch unkommentiert fünf kleine Goofs auf der DVD, also Filmfehler, wobei ich zwei schon bei der Sichtung des Films bemerkt habe und bei einem auch nach mehrmaligem Anschauen der Szene nicht weiß, was daran falsch sein soll.
Hinter dem Menüpunkt „Deleted Scenes“ verbirgt sich allerdings nur eine einzige Deleted Scene, diese allerdings aus drei verschiedenen Einstellungen. Des weiteren befindet sich ein kurzer Werbetext von Elke Heidenreich für das Buch zum Film und die Übersicht über alle sechszehn Musikstücke aus den Achtzigern, die im Film vorkommen, versehen mit der Möglichkeit sich einen Ausschnitt anzuhören.
Den Abschluss bildet ein DVD-Rom-Part und ein Hidden Feature. Wenn man im Extra Menü ganz nach oben blättert, erscheit über dem Wort „Extras“ ein Blutfleck. Wenn man nun bestätigt, kann man zwei Psycho-Tests absolvieren. Ein Test fragt nach Details aus dem Film und ein Test zeigt einem Bilder, die man zu Begriffen zuordnen muss. Eine schöne psychoanalytische Auswertung gibt es am Ende gratis.
F A Z I T
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Mary Harron hat etwas großartiges geschafft. Sie hat zwar sehr viel elementares aus dem Buch herausgelassen (zum Beispiel auch die Folterszene), aber trotzdem den Kern getroffen und damit einen guten Film gemacht, der zwar nicht die Qualität des Buches erreichen kann, aber in diese verdammt nahe herankommt.
Der DVD-Kauf lohnt sich auf jeden Fall, denn die DVD ist vollgepackt mit sehr interessanten Extras.
Auf ein Wiedersehen mit Patrick Bateman kann sich der geneigte Kinozuschauer vielleicht schon freuen. Denn 2004 ist Roger Avarys Verfilmung des vielleicht am schwierigsten umzusetzenden Buches von Ellis fertig: Glamorama! Und auch in diesem taucht Bateman auf. Er reicht Victor Ward (einer weiteren Ellis-Figur, die sich durch ein paar Bücher zieht) die Hand. Auf seinen Manschettenknöpfen sind Blutreste. Hoffentlich lässt sich Avary diese kurze Szene nicht entgehen.
Film: 8 von 10 Punkten!
DVD: 5 von 5 Punkten!
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Gesamt: 9 Punkte auf meiner 10er Skala!
D A T E N
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Titel Deutschland: American Psycho
Originaltitel: American Psycho
Genre: Satire / Thriller / Horror / Drama
USA 2000, FSK 16, Laufzeit: 101 Minuten
Darsteller: Christian Bale (Patrick Bateman), Justin Theroux (Timothy Bryce), Josh Lucas (Craig McDermott), Bill Sage (David Van Patten), Chloë Sevigny (Jean), Reese Witherspoon (Evelyn Williams), Samantha Mathis (Courtney Rawlinson), Matt Ross (Luis Carruthers), Jared Leto (Paul Allen), Willem Dafoe (Donald Kimball), Cara Seymour (Christie), Guinevere Turner (Elizabeth), Stephen Bogaert (Harold Carnes), Monika Meier (Daisy), Marie Dame (Victoria), Patricia Gage (Mrs. Wolfe), Krista Sutton (Sabrina), Park Bench (Stash), Catherine Black (Vanden), Tufford Kennedy (Hamilton), Mark Pawson (Humphrey Rhineback)
Regie: Mary Harron
Produzenten: Christian Halsey Solomon, Chris Hanley, Edward R. Pressmann
Drehbuch: Mary Harron, Guinevere Turner nach dem gleichnamigen Roman von Bret Easton Ellis
Musik: John Cale
Kamera: Andrzej Sekula
Schnitt: Andrew Markus
W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N
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Internet Movie Database: http://german.imdb.com/title/tt0329216/
ein Testbericht von Methusalem_182003-10-29 08:51:43vom 29.10.2003Empfehlung: ja
Vorteile: satirisch gut...Nachteile/Kritik: -
Hannibal Lecter hat ausgedient. Der neue Serienkillerstar heißt Patrick Bateman. Regisseurin Mary Harron ("I Shot Andy Warhol") ist das Unmögliche gelungen: Sie verfilmte "American Psycho", Bret Easton Ellis' Skandalroman der 80er Jahre, in dem er mit haarsträubender Detailfreude Mode und Morde in der Yuppie-Szene Manhattans schilderte.
Harron reduzierte die drastischen Gewaltszenen zu Gunsten des schwarzen Humors, und mit Hauptdarsteller Christian Bale fand sie das genial-perfekte Sinnbild für die Ego-Generation: Jung und gutaussehend gibt er den stinkreichen Markenfetischisten und Phil-Collins-Fan - und mordet bestialisch-präzise nach Feierabend. Ein Schlächter mit Ärmelschonern.
Als
er seinen Kollegen Paul Allen (Jared Leto) zerstückelt, hat er vorher den Boden fein säuberlich mit Zeitungen ausgelegt - schließlich soll kein Blut den Marmor bespritzen. Dann streift er sich einen langen Regenmantel über, um seinen Anzug zu schonen. Schließlich legt er zu Huey Lewis' "Hip to be square" ("Es ist schick, bieder zu sein") einen gewieften Moonwalk hin, zückt die Axt - und haut sie Paul mehrmals in den Rücken.
Danach kann man Huey Lewis nie wieder unbeschwert hören. Dafür verliert Superhirn Lecter an Schrecken, denn sein Jedermann-Pendant könnte in jedem Kino lauern. Außen Huey, innen...
Laufzeit 100 Minuten
Regie: Mary Harron
Darsteller: Christian Bale, Willem Dafoe, Jared Leto, Josh Lucas, Chloë Sevigny, Matt Ross, Rees Witherspoon
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