Die Wildgänse kommen ist ein Klassiker der fragwürdigen Art.
Obwohl der Film mit Richard Burton, Stewart Granger, Roger Moore, Richard Harris und Hardy Krüger hervorragende Schauspieler, sehr viel Action und ein konsequentes Ende hat bin ich nicht wirklich von ihm überzeugt.
Die Handlung ist schnell erzählt.
Der britische Banker Matherson (Stewart Granger) beauftragt eine Sölderntruppe von fünfzig Mann unter dem Kommando von Colonel Faulkner (durchaus sehr gut gespielt von Richard Burton) im fiktiven afrikanischen Staat Zembala den gestürzten und internierten Präsident Limbani zu befreien. Der ehrenwerte Sir Matherson erhofft sich angeblich über Limbani dann an die Rohstoffvorkommen von Zembala zu kommen.
Faulkner und seine Söldnerkumpanen Shawn (Moore) und Rafer (Richard Harris) der einen kleinen Sohn hat (was gegen Ende noch eine Rolle spielt), wissen durchaus das sie einen gefährlichen Auftrag eingehen. Es gelingt ihnen jedoch Limbani zu befreien. Sie werden jedoch von Matherson verraten der Limbani nur als Faustpfand für Verhandlungen mit der neuen Regierung wollte und ihn sowie die Söldner verrät. Da Matherson sich so die 1 Million Dollar Bezahlung für die Söldner erspart und einen Vertrag über die Schürfrechte hat ist er bereit die Söldner zu opfern. Die Söldner kämpfen nun gegen eine gewaltige Übermacht im Nacken um ihr Überleben.
Dieser Überlebenskampf ist sehr actionreich und durchaus spannend. Für die meisten Söldner (oder auch alle? :-) wird Zembala zum Grab. Die Handlungen der Söldner sind alles andere als beschönigt und Faulkner erschießt auch einen Freund um ihn nicht in die Hände des Feindes zu lassen. Es schwingen aber immer ein Heldenmythos und rassistische Untertöne mit. Ziel der Söldner ist dann auch das rassistische Rhodesien (na gut jetzt haben es die Menschen in Simbabwe dank Diktator Mugabe auch nicht besser aber der Staat war damals doch auch ein Friedhof für Menschenrechtler). Drehort war das Apartheid Südafrika auch kein Ruhmesblatt für den Film.
Überinterpretatieren sollte man den Film aber auch nicht, er ist ein Actionfilm und nur mit einem Mäntelchen von Sozialkritik bedeckt. Angeblich war der Film am Anfang zwar als politische Abrechnung mit der Handlungsweise westlicher Interessen in Afrika gedacht, das merkt man dem Endprodukt nicht an. Hardy Krüger distanzierte sich deswegen vom Film.
Das Ende gefällt mir hingegen sehr gut wenn Faulkern die Endabrechnung präsentiert.
Wenn man den Film als reinen Actionfilm ansieht funktioniert er durchaus. Der Film ist an sich spannend und actionreich. Was mir weniger gefällt ist der Heldenmythos um die Söldner. Dem kann ich mich nicht anschließen. In diesem Fall befreien sie einen Volkspräsidenten, in der Realität kämpfen sie aber für jeden der genug Geld zur Verfügung hat. Auch das sich der von Krüger gespielte südafrikanische Söldner durch Limbani vom Rassisten zum Gutmenschen mutiert ist sehr unglaubwürdig. Die Normal DVD an sich ist ein Witz, keine Extras - nicht mal die englische Orginalfassung ist drauf. Bei dieser DVD gibt es sie hingegen. Die Orginalversion ist einfach sehenswerter. Dazu gibt es ein Making of, eine Super8-Fassung, einen Audiokommentar von Roger Moore und Cutter John Glen..der Ton ist auch einwandfrei - im Gegensatz zur deutschsprachigen Version.
Da lohnt
es sich durchaus diese Special Edition zu kaufen.
Aber nur wenn man lediglich einen Actionfilm sehen will und sich an obiger Kritik nicht stört.
Daten:
Darsteller: Richard Burton, Roger Moore, Richard Harris
Regisseur(e): Andrew v. McLaglen
Komponist: Roy Budd
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Special Edition
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Rough Trade Distribution GmbH
Erscheinungstermin: 26. April 2007
Produktionsjahr: 2000
Spieldauer: 124 Minuten
Preis: 8,95 Euro (die Normalversion kostet 4,99 Euro)
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Guten Morgen,
mein Schwager leiht sich immer Filme bei amazon und gestern hat er den Film die Wildgänse kommen mitgebracht. Das ist ein Kriegsfilm aus Großbritannien und schon ziemlich alt. Er ist aus dem Jahre 1978. Freigegeben ist er übrigens ab 12 Jahren und geht 132 Minuten.
Daten der DVD:
Audio: Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Untertitel: Keine Untertitel
Inhalt:
Die Wildgänse sind eine Truppe verwegener Abenteurer, die für Geld alles tut. Sie übernehmen den Auftrag, in Afrika einen Diplomaten aus den Händen von Rebellen zu befreien. Unter dem Kommando eines ehemaligen Generals werden Die 50 Söldner werden in die Steppe geschickt ohne zu ahnen, das dies eine Falle ist und sie den Kampf nicht gewinnen können.
Meinung:
Inhalt: Ich finde den Film ganz gut. Es ist einer der Filme die nicht gleich schon eine vorraussehbare Handlung haben. Bei den mesitens Film, wenn es um Krieg geht, weiß man schon vorher, das es gut aus geht. Bei diesem Film ist es anders.
Bild: Das Bild ist bei den meisten Szenen sehr scharf, jedoch fällt zum einen bei näherer Betrachtung ein geringes Bildrauschen auf. Zum anderen ist auffallend, dass bei größeren einfarbigen Flächen Kompressionsartefakte, sowie ein leichtes Pulsieren, zurückzuführen auf die MPEG-Komprimierung, deutlich sichtbar sind. Bei Szenen, die viele Details bieten, also ohne große einfarbige Flächen, sind diese Mängel jedoch nicht zu erkennen. Ausserdem ist zu bemerken, dass die Filmvorlage etliche Kratzer aufweist, die zwar nicht immer direkt auffallen, jedoch den Gesamteindruck vom Bild etwas nach unten ziehen. Alles in allem bietet die DVD ein relativ gutes, jedoch nicht perfektes Bild.
Ton: Der Ton wirkt voluminös, die Dialoge ertönen klar und deutlich durch den Center, durch die eindrucksvolle Nutzung der Surroundkanäle fühlt man sich bei den Actionsequenzen wie mitten im Geschehen. Doch auch bei den ruhigeren Passagen lassen die im Raum schwebend erscheinde Musik sowie die mit Detailliebe gestalteten, präzise plazierten Hintergrundgeräusche die richtige Stimmung aufkommen. Und das Gefühl des vom Subwoofer vermittelten Pulsieren des Warpkerns im Maschinenraum in Kombination mit dem schiffsgegenwärtigen Brummen lässt sich nur schwer in Worten beschreiben.
Extras: Die mickrigen Zusatzmaterialien werden den Möglichkeiten der DVD nicht gerecht. Nur ein Kinotrailer wird geboten. zwar in Dolby Digital Ton, jedoch ohne Untertitel. Alles in allem sind die Extras eine schwache Leistung.
Fazit: Um den Nachbarn mal die neuen Boxen zu demonstrieren, eignet sich der Film hervorragend. Auch für einen netten Spielfilmabend ist er geeignet, das Handlungspotential wurde zwar nicht ausgeschöpft, jedoch dürfte auch keine Langeweile aufkommen. Sicher würde der Film mit etwas mehr Extras besser dastehen, jedoch ist er keine Geldverschwendung sondern positioniert sich in der Gesamtwertung im oberen Mittelfeld.