Duden – die neue deutsche Rechtschreibung (24. Auflage)
ein Testbericht von Ratsfrats2006-12-26 19:18:14vom 26.12.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Aufbau/Gliederung (mit Erklärungen zur Rechtschreibung etc.)
Farbliche Kennzeichnungen
...Nachteile/Kritik: Preis - sehr teuer
Ich lebe in Österreich und vor kurzem gab es hier eine Rechtschreibreform bezüglich der Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung und der Beistrichsetzung.
Ich besuche noch die Schule und deswegen ist es für mich ein Problem, da ich bei den Schularbeiten bereits die neue Rechtschreibung beherrschen sollte.
Das ist der Grund, weshalb ich mir den neuen Duden zugelegt habe. Ich benutze die 24. Auflage – die neuste (nur zur Information.)
Darin sind rund 130.000 Stichwörter mit über 500.000 Beispielen. Und er ist praktisch und auch sehr hilfreich. Er hat gegenüber dem normalen ÖWB (Österreichischen Wörterbuch) einige Vorteile.
1. Steht zu Beginn allgemein die Rechtschreibung (und ähnliches bzw. anderes) im Vordergrund. So wird beispielsweise die Aussprache erklärt, der Unterschied zwischen neuer und alter Rechtschreibung oder auch die Regeln zur Textkorrektur erklärt.
Ich denke das ist sehr hilfreich, nicht nur für mich, sondern auch für Ausländer – denn dadurch können sie auch gleich nachschlagen warum ein Wort so geschrieben wird oder auch wie sie einen Geschäftsbrief schreiben müssen (ist ebenfalls erklärt > auch für Schularbeiten hilfreich... *g*)
2. Wird das Wörternachschlagen vereinfacht, da nicht nur der Buchstabe am Rand der Seiten steht, sondern darunter auch gleich der beginn des Wortes. (z.B.: K - Klag)
Diese sind auch farblich gekennzeichnet. Überhaupt ist das ganze Buch mit Farbe (rot, gelb, blau)
gestaltet, was es freundlicher macht...
3. Sind die Wörter, die sich durch die neue Rechtschreibung verändert haben, auch farblich gekennzeichnet.
4. Weiters gibt es Infokästchen bei Wörtern wo die Bedeutung oder die Anwendung unterschiedlich oder fraglich ist...
5. Ganz hinten (nach dem Wörterverzeichnis) ist die „Amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung“ aufgelistet, was ich sehr interessant und informativ finde...
6. Was ich rein interessant finde, und auch Kreativität zeigt, ist, dass ganz am Ende des Dudens, auf der letzten Seite (schon am Buchrücken) die Wörter des Jahres aufgelistet sind. Beispielsweise war das Wort des Jahres 1994 „Peanuts“ – habt ihr das gewusst? Und von 2004 Hartz IV.
Das einzige was gegen den Duden spricht ist der Preis. Ich habe rund 20 Euro dafür bezahlt, gezwungener Maßen, da wir ihn ja auch für die Schule brauchen. Und das ist meiner Meinung nach zu viel...
Also abschließend möchte ich sagen, dass der Duden – die neue deutsche Rechschreibung wirklich gut und hilfreich für Schüler ist. Nicht nur weil man Wörter schneller findet, sondern auch weil es eine Erklärung gibt, wenn man wissen will warum?
Doch eins will ich noch anmerken (auch wenn es nicht zum Duden gehört): WARUM gab es überhaupt diese (blöde, unnötige, irrsinnige) Rechtschreibreform? Die Politiker sagten: Um es den Ausländern leichter zu machen, unsere Sprache zu lernen. Doch jetzt verstehen nicht einmal mehr die Einheimischen ihre eigene Schreibweise!
Gemeinwesen, 26.12.2006
Ich hingegen finde, den sollten alle, die schreiben, im Regal stehen haben und auch zu benutzen wissen. Beste Grüße vom Gemeinwesen.
Baby1, 26.12.2006
Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr Lieben Gruss Anita
topfmops, 26.12.2006
Sollte Pflichtlektüre für einige Schreiberlinge sein.
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Schlauheit kann man kaufen
ein Testbericht von CyberQueeny2010-03-07 12:11:37vom 07.03.2010Empfehlung: ja
===Kaufgrund===
Da man für die Schule immer mal was nachschlagen musste, habe ich mir dieses Buch einfach einmal gegönnt. Gekostet hat es damals 20€
===Buchdaten===
Autor: Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion
Titel: Duden – Die deutsche Rechtschreibung
Originaltitel:
Verlag: Brockhaus Verlag
Erschienen: 21. Auflage. 1999
ISBN-10: 3411028718
ISBN-13: 9783411028719
Seiten: 910
Einband: HC
Serie:
==NACH DEM LESEN==
===Inhaltsangabe===
Das Standardwerk zu allen Fragen der Rechtschreibung. Auf der Grundlage der neuen amtlichen Rechtschreibregeln. Mehr als 115.000 Stichwörter und 500.000 Bedeutungserkärungen. Beispiele und Angaben zur Silbentrennung, Aussprache, Grammatik und Etymologie. Alle neuen regeln und Schreibungen rot hervorgehoben. Vergleichende Gegenüberstellung alter und neuer Schreibungen in einer gesonderten Liste.
INHALT:
Zeichen von besonderer Bedeutung
Auswahl der Stichwörter
Anordnung und Behandlung der Stichwörter
Herkunft der Wörter
Erklärungen
Aussprache
Im Wörterbuch verwendete Abkürzungen
Diese Themen werden anfangs behandelt, damit man den Duden besser benutzen kann.
Richtlinien zur Rechtschreibung und Zeichensetzung
Richtlinien für den Schriftsatz
Hinweise für das Maschinenschreiben
Korrekturvorschriften
Transkr iptions- undTransliterationssysteme
das griechische Alphabet
Alte und Neue Rechtschreibregeln
Wörterverzeichnis
Neue deutsche Reschreibung und die amtliche Regelung
===Meine Meinung===
Ich hatte früher nie Probleme mit der Rechtschreibung, da ich viel gelesen habe, waren die meisten Worte immer schon bekannt. Ab der achten Klasse wurde langsam die neue Rechtschreibung eingeführt, aber im Grunde wurde nur darauf hingewiesen, wie es sein soll, aber benutzen mussten wir es nicht und später als es doch amtlich wurde, konnte man übergangsweise immer noch die Alte verwenden. Im Grunde brauchte ich nie diese neuen Regeln lernen. Aber in der Berufsschule brauchte man eben dann doch die neue Rechtschreibung und daher habe ich mir einfach dieses Wörterbuch zugelegt. Gerade wo sich alles wieder nochmal geändert hat, ist es umso wichtiger.
Wer jetzt in die Schule kommt, dürfte mit der Rechtschreibung aufwachsen und weniger Probleme haben. Wir älteren Generationen werden immer Probleme damit haben werden. Daher finde ich ein solches Werk zu Hause zu haben sehr wichtig. Auch wenn ich nach wie vor sehr viel lese, bringt mir das inzwischen nichts mehr, da man Bücher in der alten, der mittleren und ganz Neuen Variante findet und dadurch kommt man schon durcheinander.
Hier ein paar Beispiele:
Darum hier ein paar Beispiele:
* Vorher Phonograph jetzt Fonograf
* Vorher Fettcreme jetzt Fettkreme
* Vorher Ketchup jetzt Ketschup
* Vorher Club jetzt Klub
Der Duden ist sehr gut aufgegliedert. Durch die Einführung kommen auch Personen, die noch nie mit dem Duden gearbeitet haben sehr gut klar, da einfach alles zum Umgang damit erklärt wird. Der Wörtervergleich zwischen alt und neu, ist sehr hilfreich, wenn man gerade einzelne Wörter nur sucht und wissen will, wie sie nun geschrieben werden. Diesen Teil verwende ich häufig.
Auch das Wortverzeichnis ist übersichtlich, sofern man damit umgehen kann. Während meiner Schulzeit musste ich leider oft erleben, das manche Menschen es einfach nicht verstehen. Das Aufbauprinzip ist hier beim Duden aber kinderleicht und sollte eigentlich keine Probleme hervorrufen. Ich habe mal stoppen lassen und die meisten Wörter finde man in 10-30 Sekunden.
Ich kann den Duden jedem empfehlen, der Probleme mit der neuen Rechtschreibung hat, Kinder in der Schule hat und ihnen noch helfen muss oder wer selbst noch zur Schule geht.
===Bewertung===
Wegen der Übersichtlichkeit, der vielen Worte und guten Erklärungen, bekommt der Duden von
mir fünf Sterne.
ein Testbericht von Gozo-Bernie2006-04-07 21:44:36vom 07.04.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Lernt uns riechtiges detusch...Nachteile/Kritik: Treibt zum Wahnsinn
(Zitat:) "Beschreibung: andardwerk der Rechtschreibung mit dem aktuellen Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache: alle neuen Regeln, Schreibungen und Trennungen rot hervorgehoben mehr..." (Zitatende)
Diese Beschreibung kann jeder oben ueber dem Bericht nachlesen, als Beschreibung von yopi fuer den Duden 01. Die deutsche Rechtschreibung. Frueher lernte ich mal 'trenne nie ST, denn es tut den beiden weh'. Bei dem Wort Standardwerk wuerde man natuerlich das ST am Anfang nie trennen, aber ist man mittlerweile soweit, dass man es einfach weglaesst?
Im Duden, Die deutsche Rechtschreibung (das Die ist korrekt gross geschrieben, weil
es sich um den Untertitel handelt) steht jedenfalls noch Standardwerk, und so ist es richtig. Ist ja auch ein einfaches Wort - oder? Nein, es ist kaum zu glauben, wieviele Leute Standart schreiben, ohne dass sie eine Standarte meinen [und natuerlich gibt es sicherlich auch Stand-Art oder Standart, also ein Stand in einer bestimmen Art (ueberdacht vielleicht) oder gar in anderer Bedeutung als 'Kunst am Stand'?] Wen das interessiert, der kann ja im Duden nachschlagen. Ich habe ganz andere Sachen nachgeschlagen.
Und zwar in der gebundenen Ausgabe des Duden, 23. Auflage, ISBN 3-411-04013-0. Das Buch sieht genauso aus wie oben abgebildet und das dritte Wort in der Zeile im roten Text unter dem Wort Rechtschreibung heisst Standardwerk. Und das ist der Duden schon 'ewig'. Er hat 'mehr als 125000 Stichwoerter und 500.000 Bedeutungserklaerungen und Angaben zur Wortrennung, Aussprache, Grammatik und Etymologie'. Das ganze findet man auf ueber 1.000 Seiten, jede davon dreispaltig in sehr kelienr Schrift bedruckt, deswegen passt soviel rein in den Duden, der doch noch recht handlich ist.
Wenn man schreiben will und alles korrekt machen, dann braucht man eben den Duden. Denn auch wenn man denkt, man schreibe alles richtig, dann geht's ab und zu schief. Ein solches Buch gehoert ueberall hin, wo vielleicht mal jemand schreiben will, und vor allem auch in eine Bibliothek. Und so ist diese Ausgabe, die in Deutschland exakt 20 Euro kostet, in Oesterreich dagegen 20,60 Euro (ja, der Duden ist sehr genau) natuerlich auch in der Bibliothek des Kulturzentrums Bruno Herding in Catania vorhanden. Eine der wenigen Neuanschaffungen. Das Buch stammt aus dem Jahre 2004. Und es soll, wie es in der Werbung heisst, bei den 125.000 Stichwoertern einen Anteil von 5.000 neuen Woertern haben, insgesamt immerhin 4 % wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe! Enorm viel!
Ich hab mich wenig um die neuen Woerter gekuemmert, sondern um alte. Und einige davon schreibe ich immer wieder falsch, aber ich bin da in guter Gesellschaft, denn es gibt unzaehlige Buecher, in denen von Zaubererinnen die Rede ist. Nachweise kann ich bei Bedarf liefern. Zauberer - weibliche Form? Man haengt ein -in an! Genau wie bei Wanderer - oder?
Laut Duden ist das FALSCH - beides! Warum? Frag nie warum, wenn es laut Duden falsch ist, dann ist es falsch. Der Duden, herausgegeben vom Bibliographischen Institut Mannheim (bei dem auch die Rechte liegen) ist die Bibel fuer die deutsche Sprache, und was da neu aufgenommen wird hat den Wert von Dogmen.
Es heisst der Wanderer und die Wanderin. Basta!
Und es heisst der Zauderer und die Zauderin. Bas.. - nein, da steht auch noch ein anderes Wort: Der Zaudrer (nie gehoert ? - ich auch nicht, aber gelesen im Duden, S. 1089), weiblich dann die Zaudrerin - das ist logisch!
Oha, Zauberer nachsehen: S. 1088: Der Zauberer, die Zauberin - sollten, vor allem in Kinderbuechern, Zaubererinnen auftauchen, diese (die Buecher sind gemeint, ohne den Klammerzusatz waere das ein schwerer Grammatikfehler, da es sich auf Zaubererinnen, bezieht, welche aber nicht gemeint sind) sofort vernichten um die Kinder vor spaeteren schlechten Noten in Deutsch (oder muss es klein sein: deutsch?) zu bewahren. Oder: hoppla: da steht auch das Wort Zaubrer als zulaessig. Und sein weiblicher Gegenpart: Zaubrin ? - denkste, die Zaubrerin! Ist doch klar, wie Zaudrerin
Und wenn die mich nun verzaubert hat; ich meine nicht die Zauberin, sondern die Zaubrerin, bin ich dann verzaubret? Nein, ich bin verzaubert. Und wie ist sie, diese Hexe? Sie ist nicht zaubrisch, sondern zauberisch!
Also, in der Ueberschrift schon 3 schwere Fehler! Und warum such ich mir auch so schwere Woerter (oder Worte?) aus - warum bin ich nicht einfach auf Seite 1087 geblieben, bei Zahncrem? Weil das dort gar nicht so steht, sondern auch wieder falsch ist, obwohl man bei diesem Pflegemittel fuer die Beisserchen kaum was falsch machen kann (rechtschreib-maessig betrachtet): richtig und zulaessig laut Duden, 23. Aufl., 2004, ist (oder sind?) Zahncreme, aber auch Zahnkreme und auch Zahnkrem. Und warum kann man, wenn man es mit c schreibt das e nicht auch weg lassen oder weglassen? Weil's im Duden so steht. Und warum steht's da so? Frag nie warum - basta!
Ein Buch zum wahnsinnig werden - ein Buch das wir alle brauchen.
Schlussbemerkung: ich habe mich bemueht in den Teilen die sich mit der laut Duden richtigen Schreibweise befassen, keine Tippfehler zu uebersehen - sollte mir das nicht gelungen sein, dann ist mir das auch wurscht (umgs. Ausdruck fuer -> egal)! Was yopi in seiner Beschreibung nicht schafft (s.o.) - muss ich das koennen? Naja ist gut, das sollte schon so sein. Eben, sollte ... und noch ein PS: Natuerlich sind im Duden Umlaute als solche geschrieben und auch die ss als ein Buchstabe wo es sein muss, etwa damit man Masse (viel wiegend) und Masse (z.B. ein Zollstock) unterscheiden kann, wobei angegeben wird, dass Schweizer immer Doppel-s schreiben duerfen! Warum nur die? Ah, die sind nicht in der EU! Und was darf ein Deutscher, Wohnsitz Malta, derzeitiger Aufenthaltsort Catania? Der macht was er will, weil es weder Umlaute - dafuer aber z.B. à, è, ì, ò, ù - noch ß auf der Tastatur gibt. Und woher kommt dieses ß jetzt? Miracolo = hergezaubreret - ßimssallabim€£$&%ì@!
frauohneahnung, 06.04.2006
um die weibliche Form von einer männlichen Bezeichnung auf quoterquot zu bilden, hängt man i.d.R. ein quotinquot an. Im Fall der Zauberin hat es was mit Sprachökonomie zu tun. Zaubererin wäre nicht so leicht auszusprechen, man verschluckt das zweit
Gemeinwesen, 07.04.2006
Pfahldorfbewohnerin: So gefährlich sind Bücher nu039 auch wieder nicht. Beste Grüße vom Gemeinwesen.
sindimindi, 06.04.2006
Zaubererin wäre auch ein Zungenbrecher - da hat wohl die Vernunft - ausnahmsweise - gesiegt...-
RS
ein Testbericht von leser@tte2005-09-22 16:27:57vom 22.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: viele Wörter...Nachteile/Kritik: wenig Handlung
Der Duden dürfte in Deutschland, von der Auflage betrachtet, wohl eines der wenigen Bücher sein, die es mit der Bibel und dem Koran aufnehmen können. Aber dies ist zugegebenermaßen lediglich eine Schätzung, die ich aus der Luft gegriffen habe.
Die hohe Auflage mag daran liegen, daß auch der Duden ein recht kontroverses Buch, über das die Meinungen stark auseinander gehen, ist. Aktuell sind sicher immer noch die Debatten, ob alte oder neue oder doch wieder alte (..) Rechtschreibung die bessere ist...? (Ich besitze noch den alten Duden und hab´ auch nicht
vor mir einen neuen zu kaufen.)
Zum Buch:
Ich kann mir zwar kaum vorstellen, daß irgendwer es nicht kennt, denn da stehen ja die ganzen Wörter drin, die wir so benutzen sollen. Das Anliegen, die deutsche Sprache zu vereinheitlichen halte ich jedoch für ein recht hoffnungsloses Unterfangen, da diese sich (wie andere wohl auch) schneller weiterentwickelt, als man sich den aktuellen Duden nachkaufen kann.
Zudem finde ich es höchst inkonsistent, wenn ich z.B. Maschine schreiben soll, obgleich jeder aus meinem Bekantenkreis MaschIEne sagt. In solchen Fällen schreibe ich dann oft, wie mir der Schnabel gewachsen ist, obgleich mir klar ist, daß kaum jemand meine neue Maschiene mit seiner Suchmaschine im Internet finden wird...
Bei dem stetigen Zuwachs von Anglizismen halte ich des weiteren jedes deutsch-english Wörterbuch für eine sinnvolle Alternative zum Duden. Wer für den nächsten Urlaub ein wenig lernen möchte, kann natürlich auch das dem Reiseziel angemessene Wörterbuch statt des Dudens verwenden.
Aber auch bei den hier vorgeschlagenen Alternativen suche ich verzweifelt (nicht wirklich *gg*) nach Wörtern wie rofl, thx oder imho. Vielleicht gibt es ja irgendwo den "Duden of InternetzSläng"??
Recht nützlich kann sich der Duden erweisen, wenn man gerade mal wirklich nicht weiß, was etwas bedeutet. Hier empfehle ich aber doch eher Band 5: Das Fremdwörterbuch oder Band 7: Das Herkunftswörterbuch.
Auch die Zeichensetzungserklärung am Anfang meines Bandes (im übrigen 19. Aufl. von 1986) fand ich interessant, wenn ich auch nie groß über "den Punkt" hinwegkam und einige Regeln fehlen! ;) *ggg*
Abschließend zwei Bemerkungen:
1. Durch die Debatte um die Rechtschreibreform habe ich endlich erfahren, was mir auf der Schule nie jemand verraten hat. Man MUSS gar NICHT so schreiben, wie´s im Duden steht. (Also, was willst Du den, Herr Duden?) Wenn ich auch jedem empfehlen kann, der Informationen über eine Suchmaschine sucht, sich an die Regeln zu halten, da in diesem Falle das Ergebnis meist besser zu den Erwartungen paßt.
2. Manchmal habe ich die Vermutung, daß den Duden gar nicht der Konrad, sondern vielleicht seine Schwester geschrieben hat. (So er den überhaupt eine hatte.) Kommunikation ist (*buhh* Vorurteil *gg*) doch eher was für weibliche Gehirne.
Zumindest hatten bei mir im Deutschunterricht die Mädels meist die Nase vorn und Sekretärin ist ja auch fast ein reiner Frauenberuf. (s. Duden: Sekretär, der; Schreibschrank!)
P.S.: Rechtschreibprüfung by StarOffice5.2 - Zugegebenermaßen einige Wörter nicht bekannt!
P.P.S: Mein Lieblingszitat aus dem Duden: Die Rechtschreibung ist als das anzusehen, was sie ausschließlich sein soll: Ein Mittel zur Erleichterung und Verbesserung der Kommunikation.
P.P.P.S: Hoffentlich kommen jetzt nicht tausend Drohbriefe von aufgebrachten Deutschlehrern, weil ich mich dauernd vertippt habe! ;)
...
katze370, 23.08.2006
quotDer Duden dürfte in Deutschland, von der Auflage betrachtet, wohl eines der wenigen Bücher sein, die es mit der Bibel und dem Koran aufnehmen können.quot - Die Duden-Auflage ist bestimmt höher, dank Reform der Rechtschreibreform kauf ich mir jetzt
morla, 08.10.2005
es ist keiner fehlerfrei,sehr hilfreich
ein Testbericht von klausalfred2003-12-05 17:19:53vom 05.12.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Gibt einem in Zweifelsfällen Sicherheit, sehr umfassend...Nachteile/Kritik: Richtet sich manchmal zu sehr nach dem Trend
Mehrfach täglich greife ich zu diesem Bestseller, der sich in dem schmalen Bücherbord an meinem Schreibtisch gleich durch seine gelbe Signalfarbe bemerkbar macht. Der Duden ist neben dem Rechner mein wichtigstes Hilfsmittel bei der Arbeit, aber auch beim Schreiben von Berichten für Ciao oder yopi. Zurzeit benutze ich die 22., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. (Und schon habe ich einmal geblättert. Tatsächlich: „Zurzeit“ schreibt sich nach der neuen Rechtschreibung zusammen.)
Wo der Name herkommt
Der erste Duden ist im Jahre 1880 im Leipziger Bibliographischen Institut erschienen. Seinen Namen hat er von
einem Mann, der trotz der großen Verbreitung des Buchs mit seinem Namen heute so gut wie unbekannt ist – Konrad Duden. Der Pädagoge wurde 1829 auf Gut Bossigt bei Wesel am Niederrhein geboren. Zu seiner Zeit gab es – so wie heute bei Dooyoo/Ciao – keine einheitliche Rechtschreibung in Deutschland. Motiviert durch die Gründung des Deutschen Reichs im Jahre 1871 stellte er ein Wörterbuch der deutschen Sprache zusammen, das rasch eine große Verbreitung fand.
Der Urduden hatte nur 187 Seiten, umfasste rund 27.000 Wörter und kostete bloß eine Mark. Der Verfasser schrieb im Vorwort, das Buch richte sich an alle, die „ohne den langsamern und schwierigern Weg der Anwendung allgemeiner Regeln auf einzelne Fälle zu betreten, mitten in der Arbeit des Schreibens, Korrigierens oder Setzens schnell und zuverlässig über ein bestimmtes Wort, dessen Schreibung ihnen im Augenblick unsicher ist, Aufschluß haben wollen ...“.
Eine Erfolgsgeschichte
Der Erfolg des Dudens beruhte auch darin, dass er sich sehr schnell zum offiziellen Wörterbuch der deutschen Sprache entwickelte. In rund 20 Jahren hatte Konrad Duden seinen Traum verwirklicht: 1901 wurde sein Werk auf einer staatlichen Rechtschreibkonferenz in Berlin für verbindlich erklärt. Ein Jahr später wurde es vom Bundesrat unter dem Titel „Regeln für die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis“ für alle Bundesländer bindend; Österreich und die Schweiz schlossen sich an. Duden selbst arbeitete bis zu seinem Tod im Jahre 1911 an seinem Werk weiter.
Erst nach dem zweiten Weltkrieg gab es wieder Ansätze zu einer Auseinanderentwicklung der deutschen Sprache. In Leipzig erschien ein eigener Ost-Duden, der im Laufe der Jahre auch die Begriffe aufnahm, die oftmals aus politischen Gründen in der DDR geprägt wurden. Ich greife nach dem Duden, der 1984 vom VEB Bibliographisches Institut Leipzig herausgegeben wurde, und suche vergeblich Begriffe wie „Winkelement“ oder „Erdmöbel“. So sollte ja angeblich das Fähnchen und der Sarg in der DDR genannt worden sein. Aber wahrscheinlich war das nur westliche Feindpropaganda.
Etwas mehr vom real existierenden Sozialismus ist im Abkürzungsverzeichnis enthalten. Da gibt es sie noch, die ESP (Einführung in die sozialistische Produktion), die DSF (Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft) und die DHfK (Deutsche Hochschule für Körperkultur).
Inzwischen sind die beiden Duden wieder vereinigt. Und der Dudenverlag nennt als Verlagssitze nun gleich vier Städte im deutschsprachigen Raum, neben Mannheim und Leipzig auch Wien und Zürich. Die Redaktion allerdings arbeitet in Mannheim, wo auch das Mutterunternehmen, das Bibliographische Institut F.A. Brockhaus AG zu Hause ist. In der Mannheimer Dudenstraße Nr. 6 steht auch die Grundlage der ganzen Redaktionsarbeit, ein 15 Meter langer und gut zwei Meter hoher Karteikasten mit über drei Millionen authentischer Sprachbelege.
Was drin steht
Inzwischen ist der Duden auf 1.152 Seiten und 120.000 Stichwörter angewachsen. Und er ist heute nicht nur eine Sammlung von Wörtern in der richtigen Rechtschreibung, sondern auch ein wichtiger Ratgeber für Fragen der Grammatik und für die Zeichensetzung. Einen breiten Raum nehmen natürlich die Regeln der neuen Rechtschreibung ein, die hinten im Wortlaut abgedruckt sind und natürlich überall im Text auftauchen. Besonders hilfreich finde ich es, dass die neue Rechtschreibung in rot gedruckt ist, so dass Änderungen auf Anhieb zu erkennen sind.
Sehr nützlich ist auch die Darstellung von Rechtschreibung und Zeichensetzung am Anfang. Da wird zum Beispiel gesagt, wann man Anführungszeichen, die „Gänsefüßchen“, verwendet, wann den Apostroph oder – viel schwieriger – wann man zusammen oder getrennt bzw. groß oder klein schreibt. Natürlich kommt auch die Kommasetzung nicht zu kurz. Und dass sich die Dudenwissenschaftler auch ab und zu mal einen TV-Krimi reinziehen, verrät der Beispielsatz: „Harry, fahr bitte den Wagen vor.“
Verdient macht sich der Duden auch mit der vergleichenden Gegenüberstellung alter und neuer Schreibungen, wo ich lerne, dass man in Deutschland „zu Hause“, in der Schweiz und Österreich aber auch „zuhause“ sein kann. Im alphabetischen Wörterverzeichnis finden sich sehr häufig in rosa unterlegten Kästen spezielle Erläuterungen. So finde ich es erstaunlich, dass es zwar heißt „Wir werden bereit sein“, aber „Du musst dich immer bereithalten“.
Aber damit nicht genug. Mein gelber Helfer erläutert auch die Korrekturzeichen ebenso wie die bei der Textverarbeitung, dem Maschinenschreiben und E-Mails anfallenden Sonderprobleme. Und für Spezialisten bringt er auch das griechische Alphabet und die Transkription der griechischen Schriftzeichen in lateinische. Dafür fehlt ihm das kyrillische Alphabet, das der Ost-Duden natürlich gebracht hatte.
Der Sündenfall an der Würstchenbude
Aber jetzt wird es wohl Zeit, dass ich die Überschrift zu diesem Stück erläutere. (Und ich bitte um Verzeihung, wenn ich dabei polemisch werde.) Für mich ist der Duden nämlich nicht nur mein wichtigstes Arbeitsmittel, sondern auch mein Kronzeuge, wenn es mit Kollegen und Kunden Differenzen über die Schreibweise eines Wortes gibt. So hat kürzlich ein Kunde ebenfalls unter Berufung auf den Duden partout „das Radfahren“ getrennt schreiben wollen. Erst ein Anruf bei der Duden-Sprachberatung konnte ihn überzeugen. (Zu der komme ich später noch.)
Doch nun hat sich mein Kronzeuge gerade bei meinem Lieblingsthema, dem Gebrauch des Apostrophs (oder Auslassungszeichen) dem allgemeinen Sprachverfall angeschlossen. Mit zwei Wörtern hat er das Einfallstor für die Verluderer der deutschen Sprache geöffnet. Die beiden Wörter lauten „Willi’s Würstchenbude“ – sobald ich diese Ungeheuerlichkeit hier hinschreibe, rebelliert schon die Word-Rechtschreibprüfung. Als ich das in roter Schrift (für neue Rechtschreibung) unter Punkt K16 im Kapitel über „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ sah, stockte mir fast der Atem. Da stand zwar ganz richtig, dass der Apostroph bei Namen steht, die auf s, ss, ß, tz, z und x enden – also „Klaus‘ Besserwisserei“ oder „Strauß‘ Walzer“. Einleuchtend ist auch noch, das neuerdings „Andrea’s Blumenecke“ mit dem Apostroph geschrieben wird. Hier geht es um die Unterscheidung vom männlichen Vornamen Andreas. Aber dann stehen da noch ganz ohne Begründung die zwei Wörter, die ich nicht wiederholen mag. Dann hab‘ ich es ja noch lieber so, wie man im Kohlenpott sagen würde: „Dem Willi seine Würstchenbude“.
Da hilft es nichts mehr, wenn die Duden-Redaktion in Mannheim in ihren Anmerkungen beteuert, „normalerweise“ werde vor einem Genitiv-s kein Apostroph gesetzt. Der Sündenfall ist nicht mehr rückgängig zu machen.
Sprachberatung per Telefon
Ich will es noch nicht wahrhaben (das zweite Mal nachgeguckt) und rufe die Duden-Sprachberatung an. Sie beantwortet montags bis freitags zwischen neun und 17.00 Uhr Fragen zur Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik u. Ä. zum Minutentarif von 3,63 DM (etwa 1,90 Euro). Bei dem Preis kommt man immer sofort dran, wenn man die Nummer 0190-870098 gewählt hat. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Die Dame am anderen Ende ist ein bisschen verlegen, sie findet auch keine Begründung. Es habe wohl keine Übereinstimmung in der Redaktion geherrscht. Außerdem müsse man sich dem Sprachgebrauch anpassen.
Nun gut, das verstehe ich ja. Aber dann sollen sie das klar ausdrücken und nicht verschämt ein einziges Beispiel dafür bringen und dann in ihren Anmerkungen das Gegenteil sagen.
Die Hintertür ist schon geöffnet
In allen anderen Fällen, in denen der Apostroph falsch eingesetzt wird, steht der Duden zwar noch auf meiner Seite. Aber hier gibt es auch schon Anzeichen für einen Kurswechsel. So schreibt die Redaktion: „Bei den allgemein üblichen Verschmelzungen von Präposition (Verhältniswort) und Artikel setzt man – und nun kommt es – in der Regel keinen Apostroph.“ In der Regel – da wird die Hintertür bereits geöffnet. Aber noch heißt es „fürs, ums, ans etc.“ Und die Auslassungszeichen in „Berlins älteste Kneipe“, „sonnabends“ oder "Handys“ sind immer noch falsch. Ich frage mich nur, wie lange noch.
Noch ein paar Fakten
Der Rechtschreib-Duden (ISBN 3-411-04012-2) kostet in Deutschland glatte
20,00 Euro, die Österreicher müssen 60 Cent mehr berappen. Und in der Schweiz kostet er 35,40 sFr. Für Buch und CD-Rom (ISBN 3-411-70922-7)
zahlt man 25,50 oder 26,30 Euro bzw. 44.40 sFr.
Dass der gute alte Rechtschreib-Duden auch noch elf Geschwister hat, zum Beispiel das Stilwörterbuch, das Bildwörterbuch, das Fremdwörterbuch, das Aussprachewörterbuch ist nicht allgemein bekannt. Für besonders empfehlenswert halte ich noch Band 9: „Richtiges und gutes Deutsch – Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle“.
Zum Apostroph-Missbrauch: http://members.aol.com/apostrophs/
Zum Duden allgemein: http://www.duden.de/