Futurama Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 2.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
Original Sprecher
Skurrile Atmosphäre, abgefahrene Charaktere, schrilles Ambiente, humorvoll aufbereitet, lange Zwischensequenzen mit Originalsprechern, durchaus unterhaltsam
Nachteile/Kritik
Kurze Spieldauer, schwerer Einstieg, für fans der Serie ausgerichtet.
Verhauene Steuerung und eigenwillige Kameraführung machen vieles kaputt, dadurch oft unfaire Passagen, zudem kein Multiplayermodus, phasenweise mit spielerischen Längen, nicht sonderlich anspruchsvoll
ein Testbericht von japanoel2004-03-05 13:48:38vom 05.03.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Original Sprecher...Nachteile/Kritik: Kurze Spieldauer, schwerer Einstieg, für fans der Serie ausgerichtet.
Das Gameplay ist ein alltbekannte Action Adventure.
Man muss mit den bekannten Futurama Spielfiguren verschiedene Levels und Missionen bestehen.
Das Spiel ist sehr schwer und auch oft frustrierend. Speichen kann man leider nur Aam Ende des Levels und leider nicht mittendrin. Es gibt zwar Chekpoints allerdings sind diese auch immer immer so gut plaziert.
Hätte man dieses besser umgesetzt wäre das Spiel vielleicht noch besser geworden.
Die Sterung ist leider auch oft viel zu Schwer und die Kamera spielt oft auch nicht so mit wie ihr es gerne hättet.
Trotzdem macht es Spaß mit den bekannten Rollen durch die Welten von New New York zu kumpen und die Welt von Futurama kennen zu lernen.
Leider ist das Spiel auch schnell durchgespielt.
Allerdings giobt es auch viele Extras zum Sammeln die man nur alle kriegen kann wenn man es öfter spielt.
Grafik:
Die Grafik ist gut. Die in Cel-Shading gehaltene ist ja nicht jedermanns Sache, zu Futurama passt die Comic Grafik allerdings Super. Mehrere Effekte wirken aber langweilig und hätte noch verbessert werden können.
Die Filme wurden auch alle mit CelShading gemacht, da wirkt es aber noch besser als im Spiel.
Sound:
Die Musik sowie der Sound sind Spitze, leider fehlt die Dolby Surround Technik.
Die Sprachausgabe ist fabelhaft, alle Figuren haben die Stimmen aus der Originalen Fernsehsendung.
Die Soundeffekte sind gut anzuhören und es gibt immerwieder ein paar überraschungen.
Fazit:
Erst dachte ich es wird wieder so ein Müll Spiel wie von den Simpsons. Diesmal ist es nicht so, auch wenn das Spiel kein Tospiel ist, ist es durch aus ordentlich.
Die Ansätze sind alle recht gut, wurden nur leider an vielen Stellen schlecht umgesetzt.
Ein muss für Fans der Serie.
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Hit-Potential verschenkt
ein Testbericht von sinfortuna2006-12-24 13:03:12vom 24.12.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Skurrile Atmosphäre, abgefahrene Charaktere, schrilles Ambiente, humorvoll aufbereitet, lange Zwischensequenzen mit Originalsprechern, durchaus unterhaltsam...Nachteile/Kritik: Verhauene Steuerung und eigenwillige Kameraführung machen vieles kaputt, dadurch oft unfaire Passagen, zudem kein Multiplayermodus, phasenweise mit spielerischen Längen, nicht sonderlich anspruchsvoll
Es sind die Zeichen der Zeit: kaum ein Kinofilm oder eine erfolgreiche Fernsehserie ohne Ableger auf die gängigen Spielkonsolen. Das allein ist ja nicht weiter schlimm, meine Verärgerung bezieht sich vielmehr darauf, dass wir es regelmäßig mit einer groß angelegten Abzocke zu tun haben. Denn der Regelfall – und dies ist wirklich keine Übertreibung – sieht so aus, dass wir es mit lieblosem Abklatsch zu tun haben, bei dem nur das Allernötigste getan wurde, um ein halbwegs annehmbares Videospiel auf die Beine zu stellen. Und selbst das misslingt des Öfteren: nicht selten haben wir es mit richtigem Müll zu tun, der auf uns losgelassen wird. Demzufolge ahnte mir im Fall von „Futurama“ nichts Gutes, als ich davon Kenntnis erlangte, dass in Kürze ein gleichnamiger Videospieltitel sowohl für die Sony Playstation 2 als auch die X-Box von Microsoft auf den Markt gebracht werden würde. Hohe finanzielle Belastungen für den Erwerb der Lizenz und kaum noch übriggebliebenes Geld im Budget bezüglich einer anständigen Umsetzung, so oder so ähnlich schwirrte es mir spontan im Kopf herum. Die positive Nachricht bei „Futurama“: es handelt sich nicht um Müll. Die schlechte Nachricht gleich hinterher: wer dieses Game nicht kennt, hat auch nicht viel verpasst.
Die Langlebigkeit ist bei diesem allenfalls durchschnittlichen Titel für die X-Box – denn ausschließlich über diese möchte ich nun berichten – ganz sicher nicht Trumpf: ein Multiplayermodus wird sträflich vernachlässigt. In dem (verbliebenen) Soloabenteuer werden wir mit einer Story konfrontiert, welche nicht sonderlich spannungsgeladen ist. Fans der Serie wird dies möglicherweise schrecklich egal sein, die Anderen hoffen zumindest auf ein ansprechend actionreiches Zeichentrickspektakel, denn dass wir es unzweifelhaft mit einem Actionspiel zu tun haben, wird schnell deutlich. Jedenfalls herrscht große Unruhe, als wir in dieses abgefahrene Abenteuer einsteigen: der Lieferservice des Professors Farnsworth wurde sich vom übermächtigen Großkonzern Mom (ihres Zeichens bösartige Großmutter) einverleibt. Wie bei (wirtschaftlichen) feindlichen Übernahmen so üblich, ist von da an nichts mehr so, wie es einmal war. Schließlich kontrolliert jener Großkonzern nunmehr über die Hälfte des Weltmarktes, offensichtlich hat das Kartellamt da nicht richtig aufgepasst. Die fatalen Folgen werden umgehend ersichtlich, denn der gigantische Industriekonzern mitsamt seiner skrupellosen Geschäftsführung plant, die gesamte Menschheit unter Zuhilfenahme ihrer großen Armee an Robotern zu knechten, eine Leibeigenschaft des Homo Sapiens scheint für „Mom“ bzw. die durchgeknallte Großmutter das oberste Ziel zu sein. Als mutige Superhelden stellen sich einzig und allein Fry, Bender und Leela diesen finsteren Plänen in den Weg.
Jedoch sind wir in diesem Cyber-Zeichentrickspektakel nicht mit diesen drei Protagonisten gleichzeitig unterwegs, sondern brav nacheinander und dies in ungefähr zwanzig unterschiedlichen Spielabschnitten. Als Erstes übernehmen wir die Kontrolle von Fry, welcher sich im Hauptquartier befindet und sich schnell auf die Socken macht. Wir begeben uns in die Kanalisation, durchstreunen Gebiete des mittlerweile zerstörten New York und müssen dabei primär in Straßenkämpfen mit den uns feindlich gesinnten Robotern kämpfen, die allesamt treu untergebene Schergen des Großkonzerns darstellen. Wir sammeln vor dem Hintergrund dieses Endzeitszenarios bitter benötigtes Werkzeug ein, räumen dabei alle Gegner aus dem Weg und fliehen, so schnell es möglich
ist, vom Planeten Erde. Auf einem uns unbekannten Planeten angekommen, ist nun Bender an der Reihe. Mit ihm durchwandern wir das Felsengebiet, Schluchten und Minen auf jenem Himmelsstern und schlagen uns dort weiter durch. Schließlich gelangen wir zur glühend heißen Sonnenoberfläche, so dass nun Leela ins Spiel kommt. In einer gewaltigen Tempelanlage metzeln wir unzählige Skelettkrieger nieder, welche dem dortigen Herrscher dienen. Haben wir diese Expeditionen alle erfolgreich überstanden, versammelt sich das Team, um mit einer Zeitmaschine zurückreisen zu können und auf diese doch eher unkonventionelle Art und Weise alles wieder rückgängig machen zu können. Dies ist natürlich leichter gesagt als getan, den naturgemäß hat die bösartige Schreckensherrscherin „Mom“ da ordentlich etwas dagegen.
„Futurama“ möchte skurril erscheinen und dies gelingt größtenteils auch. Abgefahren ist das Szenario auf alle Fälle. Auch zarte Elemente an Spielwitz, die immer wieder zwischendurch auftreten, möchte ich nicht verneinen. Mühe wurde sich im Hinblick auf die erspielbaren Boni gegeben, denn einige Screenshots und kleine Filmsequenzen dürfen freigeschaltet werden. Extraleben sind dabei ebenso heißbegehrt wie überlebenswichtige Energiespender für den jeweils aktiven Protagonisten. Die drei Hauptfiguren unterscheiden sich dabei nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in der Art ihrer Attacken: Fry versteht sich auf Pistole und Maschinengewehr, Bender lässt seine stahlharten Fäuste sprechen und benötigt im Übrigen Roboteröl zur Energieauffrischung und Leela mag offensichtlich die Martial-Arts-Kunst und übt sich nur allzu gerne im Kung-Fu. Die Action steht hier eindeutig im Vordergrund, die enthaltenen Schalterrätsel sind eher selten und zudem banal, so das es sich definitiv nicht um ein Actionadventure, sondern um einen Actiontitel handelt. Von mir aus mag man dieses Spiel noch als Jump and Shoot bezeichnen, da einige Hüpfsequenzen existieren, eines steht jedoch fest: hier ist Action in erster Linie wichtig und nichts Anderes. Schade jedenfalls, dass ein Koop-Modus nicht existiert, dieser hätte dem Gesamtspielspaß angesichts der sehr unterschiedlichen Hauptcharaktere erheblich auf die Sprünge helfen können.
Einen gewissen Grad an Unterhaltsamkeit möchte ich diesem X-Box-Titel auch gar nicht absprechen, immerhin dürfen wir nach jedem Teilabschnitt zahlreiche Zwischensequenzen mehr oder weniger bestaunen, welche die Story dieses Zeichentrickabenteuers weiter erzählen. Einige sehr humorvolle Einlagen und teils wirklich witzige Dialoge lassen die Hauptfiguren sympathisch erscheinen. Potential für ein sehr interessantes Abenteuerspiel in wirklich skurriler Cyberatmosphäre ist zweifellos vorhanden, doch ein Großteil dessen wurde leider fahrlässig verschenkt. Primär liegt es an phasenweise spielerischen Längen, da manch ein Level doch sehr langatmig bzw. künstlich in die Länge gezogen wirkt und insbesondere an sehr gravierenden Mängeln der Spieltechnik, so dass der Spielspaß in Richtung mittelmäßige Gefilde versinkt, schade eigentlich. Schuld daran ist wahrscheinlich auch noch die Tatsache, dass das Gameplay nicht sonderlich anspruchsvoll ausgefallen ist: durch die Gegend wetzen, die ein oder andere sehr riskante Hüpfeinlage, auf Feinde ballern, wichtige Items einsammeln und weiter geht’s..... und dies immer wieder aufs Neue durch sämtliche knapp zwanzig Level. Dies heißt aber nicht, dass „Futurama“ damit auch zu leicht ausgefallen ist, im Gegenteil, die knackigen Hüpfsequenzen und die (zu) zahlreichen Feinde machen uns das Leben ziemlich schwer.
Speziell aber die Steuerung und Kameraführung sind ganz besonders ein Dorn im Auge. Hier weist „Futurama“ seine größten Schwächen auf. Kann man möglicherweise über den ein und anderen Ruckelanfall noch halbwegs hinwegsehen, so ist die Toleranzschwelle angesichts der unpräzisen Steuerung doch schnell überschritten: speziell bei den Hüpfsequenzen beißen wir oft ins Gras, ohne dass wir uns einer Schuld bewusst sind. Insbesondere bei den Plattform-Hüpfereien über tiefen Abgründen heißt es schnell „Game Over“. Und da dies regelmäßig unverschuldet – also ohne eigenen Fehler – passiert, nervt dies mit zunehmender Spieldauer erheblich. Lästig ist auch die Tatsache, dass sich die Kamera von ihrer besonders störrischen Seite zeigt, viel zu oft müssen wir diese nachjustieren (Sprungpassagen, Schiessereien) und dies nicht selten in Momenten, in denen wir in anderer Hinsicht bereits alle Hände voll zu tun haben. In diesem Punkt fehlt es nicht nur am nötigen Feinschliff, nein, hier wurde richtig gepatzt.
Die Ruckelanfälle, zu welchen die Grafik ab und an neigt, erwähnte ich bereits. Das in Verbindung mit den immer wieder eintretenden plötzlichen Geschwindigkeitseinbußen ist äußerst schade, da die Comic-Optik ansonsten einen gewissen Charme versprüht. Der ungewöhnliche Charakter dieses abgedrehten futuristischen Zeichentrickspektakels wird durch das knallbunte Comic-Design gut unterstrichen. Immerhin finden wir sowohl deutsche Bildschirmtexte - was angesichts des (mittlerweile) vorherrschenden Bekanntheitsgrades im deutschen Fernsehen allerdings nicht sonderlich verwundert – als auch einen 60-Hertz-Modus vor, eine 16:9-Breitbildformatunterstützung jedoch nicht. Sowohl Spielgrafik als auch die zahlreichen Zwischensequenzen gefallen durch ihre knallige Farbgebung, gute Mimik und Animationen der Figuren. Die Hintergrundlandschaften stellen in punkto Detailgrad der Texturen jetzt zwar zugegebenermaßen nicht das Nonplusultra dar, doch insgesamt ist es okay, was uns in optischer Hinsicht präsentiert wird. Einen Tick besser sieht es sogar mit der Soundkulisse aus. Auch oder gerade in den mehrfach erwähnten Zwischensequenzen macht sowohl die englische als auch deutsche Sprachausgabe eine gute Figur, man beachte das Vorhandensein der Originalsprecher. Digi-Klänge werden zwar nicht unterstützt, doch das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Ein gelungener Soundtrack und gute Soundeffekte stellen jedenfalls mehr als zufrieden.
Alles in allem haben wir es hier mit einer großen verpassten Chance zu tun. Denn „Futurama“ hat nicht zuletzt aufgrund des sehr eigenwilligen Charmes, der skurrilen Charaktere und dem abgedrehten Design zweifellos das Zeug zum Überraschungshit. Die ungenaue Steuerung und störrische Kameraführung treiben uns aber des Öfteren die Zornesröte ins Gesicht. Dass ein Multiplayermodus nicht berücksichtigt wurde, kommt im Hinblick auf die Langzeitmotivation erschwerend hinzu. In manchen Gesichtspunkten wirkt dieses Zeichentrickabenteuer sehr innovativ, in anderen Dingen schrecklich unfertig. Und wieder einmal werde ich somit bei einem Lizenzprodukt das Gefühl nicht los, dass hier auf halber Strecke abgebrochen oder wegen akuten Zeitmangels ein noch unfertiges Produkt schnell auf den Markt geschmissen wurde. Schade, schade, schade. Gerade angesichts der immer mehr langweilenden Mainstreamware hätte dieses abgefahrene, sehr humorvolle und phasenweise richtig witzig-spritzige Cyberactionabenteuer für erfrischende Abwechslung sorgen können. Spielspaßwertung: 57%.
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