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Lolita
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Testberichte Lolita

 (VHS) Drama
4.7 von 5
Platz 1001 in der Kategorie "Dramen".
Bewertung: Kundenbewertung 4,80 / 5,00 4.7 von 5
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Lolita Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,80 / 5,00 4.7 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Themenbehandlung.
  • Vorteile: Ist sehr identisch mit dem Roman von Vladimir Nabokovs
Nachteile/Kritik
  • Lolita=böse Schlange?
  • Nachteile: Mir keine bekannt
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Kater

Damals ein Tabuthema!

ein Testbericht von 2004-02-28 17:37:42 vom 28.02.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Themenbehandlung....
Nachteile/Kritik: Lolita=böse Schlange?
Hallo ihr Lieben! Heute schreibe ich über einen Schwarzweißfilm, ,,Lolita", dessen Romanvorlage von Vladimir Nabakov schon in bei der Veröffentlichung in den 50er 60er Jahren Empörung hervorrufte. Es geht nämlich um einen Mann, der der Liebe eines kleinen, pubertierenden Mädchens verfällt. Damals war das ein Schock für die Gesellschaft, dass sich jemand traut, über solch ein heikles Thema zu schreiben, weil es ja eben ein Tabuthema war. Heute ist man über solche Dinge schon sehr aufgeklärt und die Story erscheint einem wie dreimal verdaut und dreimal wieder ausgekotzt.

Der Plott:

Der Schriftsteller Humbert Humbert (*gg*) sucht ein kleines Apartment in New Hampshire, wo er den Sommer über bleiben kann. Er findet eine passende Bleibe bei der Witwe Charlotte und ihrer Tochter Dolores, die sie sanft Lolita nennt. Charlotte zeigt ihm das Haus und den Garten, wo sich auch Lolita leicht bekleidet auf der Wiese liegend befindet. Humbert's Blick ist nur noch auf sie gerichtet und sie spielt verlockend mit ihren weiblichen Vorzügen. Kurzerhand entscheidet sich Humbert bei Charlotte und Lolita einzuziehen.

Alle 3 unternehmen viel zusammen und amüsieren sich prächtig. Auf einem Ball spricht eine Freundin von Charlotte Humbert an und meint, Charlotte sei mächtig verliebt in ihn, weil sie sich sonst nicht so harmonievoll aufführen würde. Humbert hingegen ist nicht so interessiert an Charlotte, er beobachtet lieber Lolita beim Tanzen mit einem Schulkameraden.

Am nächsten Tag lässt Charlotte die Musik im Wohnzimmer laufen und fordert Humbert auf, mit ihr zu tanzen. Humbert lehnt ausweichend und dennoch freundlich ab und und sagt, dass er doch nicht tanzen könne, doch Charlotte umschwärmt ihn weiter, wie eine Biene eine Blume um ihr den Nektar zu entziehen. Unbeholfen nimmt er Charlotte in den Arm und schaukelt mit ihr durchs Wohnzimmer. Sie schmeißt nur so mit Komplimenten um sich und will ihn gerade küssen, als Lolita hereinplatzt. Humbert strahlt wie ein Honigkuchenpferd über die erfreudige Unterbrechung und kümmert sich rührend um Lolita. Wutentbrannt und eifersüchtig, dass Humbert nur Augen für Lolita hat, schickt Charlotte sie rauf auf ihr Zimmer.

Am Morgen darauf schreibt Humbert seine Gefühle für Lolita in sein Tagebuch, wird aber unterbrochen, denn Lolita kommt herein, um ihm das Frühstück zu bringen. Schnell versteckt er das Tagebuch in seiner Schublade, doch Lolita ist schlau und will wissen, was er da gerade geschrieben hat. Natürlich liest er ihr nicht die besagte Stelle vor, sondern stattdessen ein Gedicht, von dem Lolita recht angetan ist...

Meine Meinung:

Die Story handelt von einem Mädchen, dass noch halb Kind, aber auch schon auf dem besten Wege ist, eine reife Frau zu werden. Für viele Männer mag sie ein Sexobjekt sein, doch für mich ist sie's nicht. Sie spielt absichtlich mit ihren Reizen, um den zunächst verwirrten Humbert zu gefallen, doch in meinen Augen ist sie eine böse hinterhältige Schlange, die Humbert gar nicht wirklich liebt. Der hat nun wirklich was besseres verdient.

Der Film zeigt gut, welche schlimmen Auswirkungen Eifersucht doch haben kann. Denn die Mutter beginnt mit der Zeit ihre Tochter zu hassen und sie vor Humbert als Satansbraten schlecht zu machen. Sie brüllt sie nur noch an und schimpft mit ihr. Lolita hingegen versucht ihr Geschrei so gut wie's geht zu ignorieren, jedoch ist sie manchmal auch ziemlich genervt von ihr. Später zeigt auch Humbert Eifersuchtsgefühle, wo Lolita mit anderen Jungs in ihrem Alter flirtet. Ich finde Eifersucht sehr schlimm, denn ich hatte mal eine Freundin, die wirklich krankhaft eifersüchtig auf mich war, obwohl es dazu überhaupt keinen Grund gab.

Humbert geht sogar soweit und heiratet Charlotte, damit er unentwegt bei Lolita bleiben kann. Da frag ich mich doch, wie weit kann für die wahre Liebe gehen? Das ist doch eine große Last, die Humber da auf sich nimmt, indem er Charlotte heiratet, denn einerseits muss er so tun, als ob er Charlotte lieben würde und andererseits will er aber Lolita. Die arme Charlotte, die in dem Film nun wirklich die absolute Verliererin ist, sieht schon bald, dass da was bei Humbert nicht stimmt und dass er immer an jemand anders denkt. Trotzdem versucht sie ihn für sich zu gewinnen und versucht ihn von den fremden Gedanken abzubringen, jedoch ohne Erfolg.

Krass finde ich, dass Charlotte ihre Tochter sogar endlos loswerden will, sie will sie gar nicht von ihrem Freizeittripp zurückkommen lassen, sie will sie gleich darauf in ein Internat stecken und danach soll sie auf ein Collage gehen. Sehr nett, finde ich, gegenüber seiner eigenen Tochter..

Das die Mutter irgendwann Selbstmord begeht, ist in meinen Augen der größte Fehler, den sie machen konnte, denn was hat ihr das jetzt genützt? Jetzt hat er doch ihre Tochter für sich alleine und kann mit ihr glücklich sein. Kann...

Vladimir Nabokov veröffentlichte 1955 den Roman ,,Lolita", der einen Sturm der Entrüstung hervorrief. Stanley Kubrik verfilmte das Buch, Nabokov bekam letztendlich aber eine Oscarnominierung!

Drehort: England, 1961.

Regie: Stanley Kubrik.

Darsteller: James Mason alias Humbert Humbert,
Shelly Winters alias Charlotte,
Sue Lyon alias Lolita.

FSK: - .

Lauflänge: 150 Minuten.

By Kater ;-)

Für Ciao und Yopi
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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XXLALF

Den herausforderden Blicken verfallen

ein Testbericht von 2011-12-05 21:28:52 vom 05.12.2011
Empfehlung: ja
Vorteile: Vorteile: Ist sehr identisch mit dem Roman von Vladimir Nabokovs...
Nachteile/Kritik: Nachteile: Mir keine bekannt
Wie ich nun gerade auf den Film "Lolita" aus dem Jahre 1961 aufmerksam wurde, hat schon eine recht seltsame Bewandtnis. Nämlich das war so. Als ich in der Bücherei die DVD´s durchforstete, kam mir gerade diese DVD zwischen die Finger, von der ich wusste, dass wir diesen Film zuhause haben. Na ja, gerade oft habe ich diesen Film ehrlich gesagt noch nicht gesehen, zumal gerade mein Mann kein so großer Fan von Tragödien aller Art ist, in welchen so viel Wahrheit steckt, dass sie dem wahren Leben entsprungen sind, oder entsprungen sein könnten. Aber ich denke mal, dass es solche Scheusale von Männern immer wieder geben wird, welche blutjungen Mädchen verfallen sind. Okay, so ganz in Schutz nehmen möchte ich die schöne "Lolita" auch wieder nicht, zumal sie es in der Tat versteht, mit Gestik und Mimik, Männern wahrlich den Kopf zu verdrehen.

Jetzt also zum Filminhalt

Der Film fängt so an, dass ein älterer Herr, der, wie es sich herausstellt der Literaturprofessor Humbert Humbert (James Mason) ist, das Haus des Theaterregisseurs Quilty (Peter Sellers) betritt, in welchem das pure Chaos herrscht. Wie nach einer feucht-fröhlichen Party sieht es hier aus, wobei sich der Hausherr zunächst noch im Bett wälzt, aber sich dann doch hochrappelt, und im Morgenmantel und Hausschuhen auf ihn zukommt. Zynisch wie auch albern gibt sich Quilty, wobei er sich, wie er zu verstehen gibt, sich nicht an ihn und an keine Dolores oder "Lolita" wie sie genannt wird, erinnern kann. Zunächst gibt es nur eine lautstarke Auseinandersetzung die jedoch dann irgendwann eskaliert, bis es einen Toten gibt.

Ja, und jetzt drehen wir die Zeit 4 Jahre zurück, und landen dort, wo alles seinen Anfang nahm, als nämlich Humbert im Sommer für ein paar Tage in Ramsdale (New Hampshire) ausspannen möchte, und sich ein Zimmer sucht, stößt er dabei auf das Haus der Witwe Charlotte Haze (Shelley Winters), die eine wunderschöne und recht reizvolle minderjährige Tochter hat. Dolores heißt sie, wobei sie von allen anderen nur einfach Lolita (Sue Lyon) genannt wird.

Eine ruhige Umgebung, ein einfaches Haus und ein schlichtes Zimmer, das ist was die Witwe zu bieten hat, wobei er schon recht skeptisch reagiert, ob er sich als Stadtmensch hier wohlfühlen kann. Ja, und irgendwie spürt es auch die Witwe, die mit aller Gewalt diesen Mann hier halten will. Sei es, wegen dem Geld, das sie bekommt, wenn sie ihm das Zimmer vermietet, oder eben, weil sie das Alleinsein satt hat. Auf jeden Fall hat sie noch einen Trumpf in der Hand, indem sie ihm den lauschigen Garten zeigt, in welchem sich die gutentwickelte 12-jährige Lolita im Bikini ein Sonnenbad nimmt, und schon mal anfängt mit ihren Reizen zu spielen. Das macht Humbert mächtig an, sodass er sich kurzerhand entschließt zu bleiben.

Die Kleine hat es ihm angetan, auch wenn Charlotte ihn mit allen ihr verfügbaren Mitteln versucht zu verführen. Sie geht sogar so weit, dass sie ihm einen Heiratsantrag macht, als Lolita in einem Ferienlager weilt. Über den schriftlichen Antrag von ihr, muss er zunächst herzzerreißend im stillen Kämmerlein lachen.

Jedoch als er zum Kombinieren anfängt, [wenn ich Charlotte heirate, hab ich Lolita immer in meiner Nähe], willigt er schließlich zur Heirat ein, wobei seine Frau bald darauf merkt und spürt, dass seine Liebe nicht ihr, sondern nur Lolita gilt.

Es brennt förmlich in ihm, das weibliche Wesen, das er so begehrt, nicht lieben zu dürfen/ können, wobei ihm das Spiel mit den falschen Gefühlen so langsam zu wider wird, sodass er mit dem Gedanken spielt, seine Frau zu erschießen.

Aber es kommt ganz anders. Als sie nämlich das Tagebuch von ihm in die Hände bekommt, in welchem er seine wahren Gefühle für Lolita niedergeschrieben hat, rennt sie blindlings aus dem Haus, und in ein Auto rein. Bums aus. Charlotte ist aus dem Spiel. Jetzt gibt es für ihn nur noch seine über alles geliebte Lolita, welche er auch gleich darauf im Ferienlager mit dem Auto abholt.

Dass ihre Mutter tot ist, das verschweigt er ihr, wobei er angibt, dass sie in einem Krankenhaus liegt. Jetzt ziehen sie mit dem Auto durch die Lande, übernachten in Hotels usw. in welchen sie sich näher kommen. In wie weit, das lässt der Film offen. In Beardsley fassen sie Fuß, wo er seinem Lehramt nachgeht und sich als Lolitas Stiefvater ausgibt.

Lolita ist das ein und alles für ihn, sodass er es nicht dulden kann/will, wenn sich ein anderer ihr nähert oder nähern will. Als Beschützer wie auch als Besitzer wacht er mit Argusaugen über Lolita, zumal er Angst hat, dass Lolita sich aus Unachtsamkeit verplappert und so das gemeinsame Verhältnis auffliegt. Das wäre ein Skandal sondergleichen.

Bevor so etwas passiert, verlassen sie mit dem Auto wieder die Stadt und ziehen ohne ein Ziel vor Augen zu haben, quer durch die USA. Dass ihnen immer der gleiche Wagen folgt, das merken sie bald. Als dieser jedoch an einer Tankstelle anhält, was sie beobachten, packt Lolita eine Gelegenheit beim Schopf, um sich in einer, von ihm unbeaufsichtigten Minute, mit dem Fahrer des Wagens zu unterhalten.

Lolita wird krank, sodass sie in ein Krankenhaus muss. Ein "Onkel" kommt ihm zuvor, und holt sie aus dem Krankenhaus ab. Nun ist seine geliebte Lolita weg, wobei er sich sofort auf die Suche macht, aber erst nach drei Jahren ein Lebenszeichen von ihr bekommt. In Form eines Briefes, indem sie ihm schreibt, dass sie kein Geld hat, verheiratet und schwanger ist.

Mehr möchte ich zu diesem Film nicht verraten, wobei sich vielleicht so mancher fragt, ob Humbert tatsächlich Lolita aufsucht, um ihr aus der Patsche zu helfen, oder ob ihm das sein Stolz verbietet, da sie ihn ja in den letzten 3 Jahren auch nicht gebraucht hat. Auch das wäre denkbar, dass er nun zur Vernunft gekommen ist, dass aus ihnen sowieso nie ein Paar geworden wäre, und er eigentlich froh ist, dass nun Lolita verheiratet ist und er sie los hat, zumal der Altersunterschied schon sehr beträchtlich ist. Humbert könnte im Grunde wirklich Lolitas Vater sein. Oder aber, er sucht Lolita auf weil er sie noch immer abgöttisch liebt, wobei es ihm im Grunde ganz egal ist, ob sie nun (glücklich) verheiratet ist, ein Kind erwartet, oder nicht.

So und so kann die Geschichte enden, wobei ich mich echt am Riemen reißen muss, dass ich mich am Ende ja nicht verplappere. Deshalb gehe ich gleich zur eigenen Meinung über.

Na ja, mir persönlich hat dieser s/w Film ungemein gut gefallen, obwohl ich keinen persönlichen Bezug dazu hab, aber das Grund-Thema heute noch in unserer Gesellschaft bestand hat. Gerne wird darüber nicht gesprochen, zumal es ein sehr heikles Thema ist, über welches man am besten Schweigt, oder wie man noch dazu sagt "Gras wachsen lässt".

Ja, darüber redet niemand gern, wenn ein Mann eine Frau mit einem heranwachsenden Kind kennenlernt, aber der Mann nur Augen für das Kind hat. Das hat es schon früher gegeben und gibt es heut noch. Was für ein Scheusal muss das denn sein, der mit einer Frau nur als Mittel zum Zweck zusammen ist? Das ist wirklich schon "krank", wobei tatsächlich oftmals solche Männer in jungen Jahren einen "Knacks" wegbekommen haben. Einen seelischen. So wie Humbert, der seit seiner Traumatisierung in jungen Alter, in Augenhöhe von Lolita stehen geblieben ist. Damit meine ich, dass er, was seine emotionalen Empfindungen anbelangt, nicht mehr gewachsen ist. Noch immer hat er diesen sehnsüchtigen, verträumten, sanften Blick, als er dieses junge Mädchen sieht, welches in ihm Träume erweckt, wie es damals mit seinem Mädchen war, das er sehr, sehr liebte. Das Mädchen wurde krank und starb an Typhus. Dann war mit einem Schlag alles vorbei. Den Jungen, den das Mädchen zurückließ wurde zwar körperlich zum Mann, aber seelisch, blieb er dort stehen, wo ihn das Mädchen verlassen hat. Ja, und dieser Mann ist Humbert, der in Lolita nicht nur ein reizendes Wesen sieht, sondern, so wie ich den Anschein hab, sein totes, über alles geliebte Mädchen.

Hört sich verdammt "krank" an, wobei auf dem ersten Blick gesehen im Film nicht die sexuelle Liebe im Vordergrund steht, sondern die Liebe von einer Beziehung aus gesehen. Klar reizt ihn Lolita mit ihren Reizen, wobei sie weiß wo die Grenzen sind. Aber er lässt sich mit ihr zu Anfang (noch) nicht ein, sondern schreibt das nieder, was er für sie empfindet. Er sucht die Nähe und Wärme zu ihr, das ist keine Frage, zumal diese "Nestwärme", die Suche nach Liebe und Geborgenheit in einer Szene so aufgedrückt wird, als er versucht zu ihr ins Bett zu schlüpfen.

Verzaubert und in ihren Bann gerissen hat sie ihn von Anfang an, diese kecke Göre Lolita mit ihrem oft so unschuldig wirkenden Wesen, wenn sie mit Kaugummi bewaffnet, ihre Augen rollen lässt. Aber auch ihre Unverfrorenheit, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, und ihre manchmal bis aufs äußerste provozierende Art, sind Tugenden die Humbert an dieser kleinen Göre sehr mag, wobei er sie in seinem Kopf in Rollen schlüpfen lässt, die ihm gefallen. So auch in die Rolle seines toten Mädchens, das er über alles geliebt hat.

Mag Lolita selber Schuld haben oder nicht, dass Humbert sie reizend findet, wobei ich den Verdacht nicht loswerde, dass ihre Mutter sie als Köder benutzt hat, als sie merkte, dass ihm das angebotene Zimmer nicht zusagt. Und dann als der Fisch angebissen hat, und sie merkt, dass er sich nur für Lolita interessiert, wird sie einfach weggeschickt. Ohne Lolita in seiner Nähe, ist für ihn das Leben schwer. Irgendetwas braucht er von ihr, wobei er in ihr Zimmer geht sich in ihr Bett legt und sein Gesicht und seine Nase in ihren Kleidern vergräbt, nur um einen Hauch von ihrem Geruch zu ergattern.

Ja, er ist Lolita unbewusst hörig, wobei sie ihn nur in der Rolle des Ersatzvaters sieht, wenn ich es recht deute. Sie mag ihn wohl, aber lieben, so wie es Liebespaare tun, das kann sie nicht. Und obwohl er alles, oder fast alles für seine so geliebte Lolita macht, behandelt er sie von außen gesehen wie seine Tochter und keine Geliebte. Er fungiert als "Beschützer" aber dirigieren, seine Schwächen ausnutzen, das tut seine Lolita bei ihm.

Und dennoch muss man sich fragen, warum verheimlicht er Lolita den Tod ihrer Mutter? Und warum ist er mit ihr ständig auf der Flucht, seit er diesem recht geheimnisvollen Fremden im Hotel begegnet ist? Hat er etwa doch etwas zu verbergen? Kennt er, dieser Fremde vielleicht seine "Neigungen", zu jungen Mädchen?

Na ja, oftmals ist es ja so, dass Männer, denen es blutjunge Mädchen angetan haben, irgendwie und irgendwo Probleme mit erwachsenen Frauen haben. Der Grund kann der sein, dass es sich in deren Vergangenheit um recht dominante Frauen gehandelt hat, denen er nicht gewachsen war, und sich deshalb ein blutjunges Mädchen sucht, dass ihm vielleicht hörig ist, welches er beherrschen kann. Auch im Bett.

Und dann als Lolita von ihm erfährt, dass ihre Mutter schon seit geraumer Zeit tot ist, ist das Vertrauen dahin. Jetzt erst wird ihr klar, dass ihr Stiefvater sie nur benutzt hat, was ihr sehr schwer zu schaffen macht, zumal sie ihn NUR wie einen Vater geliebt hat, jedoch er in ihr zuletzt seine (tote) Geliebte gesehen hat.

Weg will sie von ihrem Stiefvater, wobei sie die Gelegenheit beim Schopf packt, und sich blindlings in die Arme des anonymen, perversen und impotenten Fremden stürzt, welchem es auch blutjunge Mädchen angetan haben. Und dieser Fremde ist kein anderer als Quilty, dem Humbert es heimzahlt, was er Lolita angetan hat.

Na ja, im Grunde ist Quilty genauso "krank" wie Humbert, nur mit dem Unterschied, dass Humbert irgendwie die "Vaterrolle" die "Beschützerfunktion" einnimmt, im Gegensatz zu Quilty, der eine hoffnungslose, perverse, jämmerliche Gestalt abgibt. Diese Gestalt sucht Humbert auf, um sie auszulöschen, wobei, wenn man nun Humbert zweiteilt, auch Quilty in ihm steckt. Sozusagen ist er das arme jämmerliche Würstchen, das wohl körperlich ein richtiger Mann geworden ist, jedoch bei den Frauen als "Versager" gilt, mit denen er es, auf sexuellem Gebiet gesehen, nicht aufnehmen kann. Und so jagt Humbert mit der Schusswaffe in der Hand sein zweites Ich, diesen Quilty, der, so wie es den Anschein hat, nicht kleinzukriegen ist.

Und, was soll dies nun heißen? Dass pädophile Neigungen immer wieder durchbrechen und fast nicht heilbar sind?

Ich denke ja, zumal laut Wikipedia die Rückfallquote bei etwa 40 bis 50 Prozent liegt.

Daten zum Film "Lolita" aus dem Jahre 1961

Darsteller: James Mason, Marianne Stone, Shelley Winters
Regisseur: Stanley Kubrick
Komponist: Nelson Riddle
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesisch, Hebräisch, Polnisch, Griechisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch, Französisch, Italienisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Warner Home Video - DVD
Erscheinungstermin: 4. Juli 2008
Produktionsjahr: 2001
Spieldauer: 147 Minuten

Ein wunderschöner s/w Film, mit wirklich sehr guten Schauspielern, die allesamt ihre Rollen sehr überzeugend spielen. Leicht wird dies sicher für keinen der Schauspieler gewesen sein, sich in Rollen einzufühlen und einzuleben, welchem ein so heikles Thema zu Grunde liegt, über welches man nicht gerne spricht, zumal die "Schuld" nicht allein bei einer Person zu suchen ist.

Fazit: Siehe unterster Abschnitt
...
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Kommentare
Nahariel
Nahariel, 05.12.2011
stimmt ja, den wollt ich auch immer mal gesehen haben.. dein bericht zeigt mir: wird zeit, den mal zu guggen! Super geschrieben! Pädophile Neigungen gab es halt schon immer und wird es wohl leider auch immer geben, so ist die Welt ... LG
giselamaria
giselamaria, 05.12.2011
prima beschrieben. Ich habe mindestens eine Verfilmung von Lolita gesehen im TV - jaja , diese verführerischen Lolitas gibts schon ewig, wirds auch immer geben :- - und Futter für die Pädophilen ... :- - LG gisela
austin77
austin77, 10.12.2011
schade das so wenig gegenlesen, so macht das langsam keinen Spaß mehr. würde mich freuen wenn du wenigsten gegen liest.lg
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w.gruentjens

Komik und Tragik verbotener Liebe

ein Testbericht von 2004-08-31 22:33:43 vom 31.08.2004
Empfehlung: ja
Vladimir Nabokovs "Lolita" schildert die tiefen Empfindungen einer unsterblichen - und verbotenen - Liebe mit solch starker sprachlicher Intensität, dass jeder dieses Buch einmal gelesen haben solle. Es ist besser als manches, was den Nobelpreis erhalten hat.

Ein solch tiefgründiges Buch zu verfilmen ist natürlich ein großer Anreiz für einen ernsten Regisseur. Kubricks Verfilmung von 1962 in schwarz-weiß ist sehr zu loben, leidet aber darunter, dass die Darstellerin der Lolita genau das Gegenteil einer Nymphe ist, eines Wesens, das gerade an der Grenze zwischen Kindheit und Jugend mit unbeschreiblicher Schönheit und Unschuld besticht. Kubrick musste damals der amerikanischen Prüderie nachgeben und eine schon sehr entwickelte Darstellerin einsetzen, und das ist noch schlimmer, als wenn man für Rambo ein rachitisches Würstchen von 43 Kilo genommen hätte.

So war es fast überfällig, 35 Jahre später erneut den Versuch zu wagen, die immer noch tabubelasteten Themen von Kindesmissbrauch und Inzestbeziehung anzugehen. Und das ist auch recht gut gelungen, wenn auch die dargestellte Lolita immer noch deutlich älter als 12 aussieht. Immerhin ist die Darstellerin sogar 17, kann aber wegen ihrer Zierlichkeit durchaus als 14-Jährige durchgehen.

Und wenn man davon absieht, dass die 2 Jahre älter wirkende Lolita des Films auch schon 2 Jahre weiter ist und z. B. Berührungen von ihr ausgehen, während sie im Buch viel passiver und kindlicher ist und dort Berührungen heimlich erschlichen werden müssen, dann darf man den Versuch, aus einem genialen Buch einen sehr guten Film zu machen, schon als sehr gelungen bezeichnen.

Der Film wird fast nur getragen von den beiden Hauptfiguren Dolores (Lo, Lola, Lolita) Haze und Humbert Humbert, einem College-Professor, der Sprachen unterrichtet.

Zwischen diesen beiden entsteht eine seltsame Anziehung, bei der Humbert der Lolita von der ersten Sekunde an rettungslos verfallen ist, während sie zunächst mit dem Eindruck, den sie auf ihn macht, spielt, ihn dann genießt, eine Weile auch Vorteile daraus zieht, sich dann davon erdrückt fühlt und ihn allmählich immer unerträglicher findet, bis sie sich schließlich mit Hilfe eines dubiosen Schriftstellers und Pornoproduzenten Quilty (klingt ähnlich wie guilty - schuldig) aus der Umklammerung befreien kann.

Dominique Swain - gerade 17 - spielt die Rolle der 12- oder 14-jährigen zahnspangenbewehrten, umwerfend charmanten Nymphe Lolita mit Kessheit und Grazie, Frechheit und verhaltener Erotik zugleich.

Neben Quilty ist die andere Nebenfigur Lolitas Mutter, Charlotte Haze. Als Humbert Humbert nämlich in dem Ort ankommt, in dem er unterrichten soll, ist das Haus, in dem er eine Wohnung gemietet hatte, gerade abgebrannt. Charlotte Haze bietet ihm ein Zimmer für nur 20 $ an (der Film spielt im Jahre 1947), und als er gerade dabei ist, wegen der allzu unerträglichen Unordnung abzusagen - jedenfalls eine Ausrede zu erfinden -, bittet sie ihn, gerade nur noch ihre "piazza" (Terasse mit Garten) anzusehen. Und da sieht man, zunächst ganz undeutlich, weil nur durch einen Schleier der Beregnungsanlage zu sehen, ein wohl geformtes Hinterteil, durch das durchnässte Kleidchen fast wie nackt anzuschauen, darunter hoch gestreckte, wippende Schenkel, und als schließlich die ganze Einstellung schärfer wird und auch das Köpfchen zu sehen ist: das bezaubernste Zahnspangenlächeln, das man sich vorstellen kann. Und: Während sich Humbert Humbert schon in diesem Moment in Lolita verliebt, sich also auch entschließt, hier Mieter zu werden, freundet sich Charlotte Haze - Lolitas Mutter - immer mehr damit an, einen derart netten und gebildeten Mieter zu haben.

Sie hat die Unbefangenheit aller Mütter, die 1947 eine Zwölf- oder Vierzehnjährige als Tochter hatten. Sie denkt sich nichts dabei - oder nimmt es in Kauf? -, wenn Lolita Humbert besucht, wenn sie auf der Hollywoodschaukel dicht neben ihm sitzt, ja sie wünscht sich sogar, dass er Lolita miterzieht. Schließlich schreibt sie ihm einen Brief mit einer Liebeserklärung und bittet ihn, entweder das Haus zu verlassen oder das Leben mit ihr zu teilen. Noch vor der Hochzeit allerdings schiebt sie Lolita in ein Ferienlager ab und kann ihn so in Ruhe heiraten. Aber das scheinbare Glück währt nur kurz: Schon bald bricht sie seine Schublade auf und findet sein Tagebuch, in dem er sie als alte Kuh und Lolita als seine einzige große Liebe bezeichnet.

Als sie aus dem Haus stürzt und in ein Auto läuft, ist sie sofort tot. Der Nachbar, der bei ihm anruft und ihm das mitteilt, hört am Telefon noch, wie er sagt: "Schatz, hier ist einer, der behauptet, du seist gerade tödlich verunglückt". Aber der Schatz ist wirklich tot, und die nicht mehr ganz unschuldige Lolita und der ihr rettungslos verfallene Humbert steuern in einer Odyssee durch halb Amerika auf das Verhängnis zu.

Melanie Griffith spielt die Rolle der Charlotte Haze einfühlsam; sie ist nicht so zickig wie die Haze von Kubrick, sondern sympathischer, und ihr täglicher Kampf mit der pubertierenden Tochter ist für jeden, der selbst Kinder hat, nachvollziehbar.

Ganz makaber wird der Film - ebenso wie das Buch - am Ende, wenn sich Humbert nämlich Jahre später an Quilty für die Entführung Lolitas rächt. Hier werden Komik und Tragik so auf die Spitze getrieben, dass man schon von ausgesprochenem schwarzen Humor sprechen kann.

Wenn auch die Sprache Nabokovs in einem Film nicht zur Geltung kommen kann, so ist doch die Handlung hier gut dargestellt; nur zum kleinen Teil ist sie interpretiert, so z. B. wenn Lolita im Buch viel kindlicher, aber desto reizvoller ist, im Film aber viel aktiver: So kann man das als Verdeutlichung ihrer Ausstrahlung ansehen. Wer das weiß, kann über die Kleinigkeit hinwegsehen. Ansonsten ist der Film eine sehr gute Literaturverfilmung, die mir beim zweiten Sehen sogar noch besser gefallen hat als beim ersten.

Was nun die moralische Frage angeht: Der Film ist erst ab 16 freigegeben, obwohl noch nicht einmal mehr zu sehen ist, als man in einem gesitteten Badeinstitut der 50er zu sehen bekommen hätte: Keine nackte Haut an sexuellen Stellen. Andererseits hat er trotzdem eine sehr erotische Atmosphäre, und eine allzu unreife Person könnte die intensive Liebe, Besessenheit Humberts, die er für Lolita bis hin zum Mord und zur Selbstaufgabe empfindet, als positiv geschildert empfinden - so wie sich nach Goethes Werther's Leiden auch viele Leute umgebracht haben.

Die andere Frage ist also, ob der Film auch jüngeren Jugendlichen gezeigt werden kann. Dabei kommt es darauf an, welche Reife sie haben und wie ihre Vorerziehung zum Problem des Kindesmissbrauchs überhaupt ist. Meinen Kindern, die in der Hinsicht sehr aufgeklärt und streng zugleich erzogen sind, hätte ich den Film mit 13 zeigen können, ohne dass sie seelischen Schaden davongetragen hätten. Aber das ist schwer zu entscheiden; deshalb habe ich keine Angabe zum Alter gemacht.

Eins ist jedoch sicher: Wenn auch mittlerweile von der Gesellschaft hingenommen wird, dass Jugendliche Sex haben, und wenn irgendwann die Grenze zwischen Kindheit und Jugend auf 13 herabgesetzt werden sollte, so wird es niemals - das wage ich zu behaupten - niemals der Fall sein, dass eine Liebe zwischen einem 40-Jährigen und einer 12-Jährigen gesellschaftllich akzeptiert werden würde.

Wer also diesen Film sieht, findet einerseits einen Film, der eine sehr gute Lteraturverfilmung ist, der sehr viel Erotik besitzt, ohne dass auch nur irgendetwas zu sehen wäre, der - vor allem von "Lolita" Dominique Swain - ganz toll gespielt ist; er findet aber andererseits einen Film, der immer und ewig Anlass zu moralischen Diskussionen geben wird und von unreifen Personen missverstanden werden kann.

Ich wünsche allen meinen Lesern, dass sie die Reife haben oder bald haben werden, diesen Film zu sehen, und dass der dann einmal gesehene Film ein Anlass wird, auch das Buch zu lesen und Nabokovs genialen Umgang mit der Sprache zu genießen.
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Kommentare
theConsultant
theConsultant, 02.09.2004
Ich glaube, wir sind zu schnell dabei Prognosen abzugeben. So wie ich gerade heute morgen houmlrte, dass Terrorismus die Geiszligel des 21. Jahrhunderts waumlre. Im Jahre 1904 hatte man auch noch nicht recht vorhersagen koumlnnen, wie sich das 20.
dani___
dani___, 03.09.2004
mir dann aber eher das Buch kaufen und es lesen, als den Film ansehen
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Evil_Duke

Unberechtigte Kritik!

ein Testbericht von 2002-08-28 18:04:57 vom 28.08.2002
Empfehlung: ja
Der Film "Lolita" wurde von den Kritikern förmlich auseinander genommen. Nicht wegen dem Namen. Nein, wegen dessen Inhalt. Ein älterer Mann verliebt sich in eine 14-jährige und will das Leben nur noch mit ihr verbringen. Dabei diente dem Film der gleichnamige Roman als Vorlage.
Ich habe ihn bis jetzt 3mal gesehen und war eigentlich positv überrascht. Kein billiger Sex-Film. Es ist zwar auch Erotik vorhanden, aber dies beherrscht nicht den Film.

--allgemeine Informationen--

Es ist ein amerikanisch-französische Produktion aus dem Jahre 1997. Ich weiß gar nicht, ob der Film im Kino lief, aber es kann gut möglich sein.
Die Spiellänge beträgt 126min (natürlich ohne Werbung).
Die Regie fürhte Adrian Lyne! FSK-Einstufung ist: ab 18. Das kann ich nicht ganz verstehen. Ab 16 wäre genau richtig, denn es ist nichts für Kinder aber Jugendliche können so eine Film doch schon sehen, da die Erotik-Szenen nicht im Detail gezeigt werden.

--Handlung--

Zuerst kann man einen äteren Mann blutverschmiert ihn einem Auto sehen. Er schlingert umher und scheint sehr verwirrt!
Dann beginnt der Rückblick und fängt im Jahr 1921 an. Man sieht einen Jungen, der sich in ein Mädchen, namens Annabelle, verliebt. Seine erste große Liebe. Beide verbringen den Sommer miteinander. Doch dann, nach nur 4 Monaten Liebe, stirbt seine Freundin und er ist am Boden zerstört. Er muss irgendwie weiterleben, aber hat sie immer noch im Hinterkopf (auch wegen ihrem Strumpfband, dass sie ihm geschenkt hat).
So kommt Humbert (Jeremy Irons) 1947 als Lehrer in die USA und will eine Stellung an einem College aufnehmen. Doch er hat nur wenig Geld und braucht noch eine Bleibe. Da wird ihm von einem Bekannten das Haus von Charlotte Haze (Melanie Griffith) empfohlen. Eineo Frau in seinem Alter. Anfangs ist er nicht sehr von der "Kaschemme" begeistert, doch als er mit Mrs. Haze den Garten besichtigt, fällt ihm sofort ein junges und hübsches Mädchen auf. Dolores (Dominique Swain). Sie erinnert ihn sofort an seine so geliebte Anabelle und er beschließt zu bleiben.
Er möchte seiner "Lolita" nah sein. Das gelingt im auch. Nach einiger Zeit hat er sich so richtig eingelebt und beginnt auch seine Lolita etwas genauer zu betrachten. Die Schönheit und jugendliche Frische machen ihn zu ihrem Spielball, denn sie weiß ganz genau, was er für sie empfindet. Doch Lolita ist nicht das artige und süße Mädchen - eine Rebellin. Sie macht, was sie will und das geht ihrer Mutter auf die Nerven. Charlotte beschließt die Göre erst in ein Sommerlager und dann auf ein Internat zu schicken. Humbert ist geschockt. Er kann es nicht glauben, was er da hört, denn er möchte seine Lolita nicht noch einmal verlieren, wie er es schon vor 26 Jahren erlebt hatte. Bei Lolitas Abschied ist er verzweifelt. Da fällt Dolores noch ein, dass sie sich noch von jemand ganz Wichtigem verabschieden muss und rennt in Humberts Zimmer um ihm einen innigen Kuss zu geben. Danach ist Humbert vollkommen verstört...
Als "Lo" (Kurzform für Dolores) im Ferienlager ist, beschließt Humbert ihre Mutter zu heiraten. Er liebt sie nicht, aber dafür ihre kleine Tochter. Doch die Ehe steht von Anfang an unter einem schlechten Stern und droht zu scheitern. Das geshieht auch nach nur kurzer Zeit, denn Mrs. Haze findet das geheime Tagebuch von Humbert und ist entsetzt, was sie liest und will natürlich die Scheidung. Wütend läuft sie aus dem Haus und direkt vor ein Auto - sie ist tot. Humbert spielt nun seine Rolle perfekt - den trauernden Ehemann.
Er beschleißt "Lo" aus dem Ferienlager abzuholen und mit ihr eine lange Reise zu unternehmen. Sie weiß erst noch nichts von dem Tod ihrer Mutter und spielt ihre weiblichen Reize voll aus. Die Nacht verbringen sie in einem Hotel. Dort trifft Humbert einen gewissen Clare Quilty. Er weiß, was Humbert vor hat, denn er hat die gleichen Neigungen, wie er.
Nach einiger Zeit im Auto und verschiedenen Herbergen beschließt Humbert nun endlich seine Arbeit am Beardsley College aufzunehmen und nimmt sich ein Wohnung mit seiner "Lo".
Jetzt wird die Geschichte immer verworrener. Lolita geht auf das College, doch sie fehlt immer häufiger in der Schule und verlangt seit einiger Zeit auch noch Geld von Humbert für den Sex. Das macht ihn alles fertig und er will herausfinden, was sie von ihm will.
Als er sie fragt, was sie mit dem gnazen Geld macht, rennt sie weg. Er folgt ihr und findet sie in einem Café - sie telefoniert. Als sie ihn sieht, legt sie sofort auf und möchte mit ihm wieder auf Tour gehen. Doch etwas ist dieses Mal anders.
Sie hat ganz genaue Zeitpläne aufgestellt. Humberts Auto wird ständig verfolgt. Also soll "Lo" das Nummernschild aufschreiben, doch als sich Humbert denn Zettel noch einmal ansieht, fällt ihm auf, dass das Kennzeichen auf dem Papier geändert wurde und er rastet aus - denn nur Lolita kann es verändert haben. Sie treibt ihn an den Rand des Wahnsinns, denn seine gelibet "Lo" betrügt ihn.
Als sie wieder einmal ein Hotelzimmer nehmen, fällt Humbert auf, dass Dolores ziemlich krank aussieht und bringt sie in ein Krankenhaus. Dort soll sie über Nacht bleiben, doch als er sie am nächsten Morgen wieder abholen will, ist sie weg. Ein gewisser Onkel Gustav hat sie mitgenommen und ist mit ihr auf Großvaters Farm gefahren. Doch Onkel Gustav ist seit Jahren tot und die Fram gibt es nicht mehr. Jetzt weiß er, dass er seine süße und geliebte Lolita verloren hat und macht sich auf die Suche nach ihr. Jedoch ohne Erfolg. "Lo" bleibt verschwunden und Humebrt kehrt nach Beardsley zurück.
1950 erhält er einen Brief. Er ist von Lolita, dort schriebt sie, dass sie Geld braucht, da sie nun verheiratet und schwanger ist. Er beschleißt ihr das Geld persönlich zu bringen. Im Handgepäck hat er seine Pistole - man kann ja nie wissen. So fährt er also zu ihr und findet sie in einem erbärmlichn Zustand vor. Doch trotzdem ist es seine kleine "Lo". Er gibt ihr 4.000 $ und bittet sie, mit ihm nach Hause zu gehen. Sie lehnt ab und erzählt ihm, wer sie damals (vor 3 Jahren) mitgenommen hat. Es war Quilty. Er sucht ihn (mit seiner Pistole in der Tasche)....
Dann kann man wieder den blutverschmierten Humbert in seinem Auto sehen. In der Hand die Haarnadel, die er vor 3 Jahren aus Dolores' Zimmer mitgenommen hatte. Die Polizei ist ihm immer noch auf den Fersen und es gelingt ihr auch ihn endlich zu stoppen.

--Die Machart des Films--

Sie gefällt mir sehr gut, denn die Handlung ist so herrlich verworren. Humbert erzählt die ganze Geschichte. Es scheint, als ob er es den Geschworenen im Gericht erzählt. Dabei ist er sehr traurig und verwirrt.
Die Regie ist ebenfalls sehr gut. Schnelle Bildwechsel und Großaufnahmen machen den Film noch spannender. Es ist kein billiger Sex-Film oder sonstiges. Ein recht gutes Drama nach einem Roman (den ich nie gelesen habe).
Die Musik passt sehr gut in die Zeit nach dem zweitenWeltkrieg.
Auch die Schauspieler sind meiner Meinugn nach gut gewählt worden. Besonders Lolita entspricht dem Bild einer wahren Nymphe. Obwohl sie im Film erst 14 Jahre ist, kann sie perfekt das unschuldige Mädchen, aber auch die erotische Frau spielen.

--Fazit--

Ich finde den Film sehr gut, obwohl das Thema doch sehr heikel ist und es sicher nicht jedem gefällt. Die Handlung ist sehr gut und zum Schluss weiß man gar nicht mehr, was man glauben soll oder welche Rolle "Lo" in diesem bizarren Spiel einnimmt.
Schaut ihn euch einfach mal an!
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