Der gewaltsame Tod seiner Verlobten stürzt Joe Nash in ein Dilemma von Verpflichtungen und Schuldgefühlen, aus dem ihn nur zwei Dinge retten können: eine neue Liebe und die endgültige Wahrheit - von der er weiß, dass sie allen, die er liebt, wehtun wird. - Ein sehr menschlicher, bewegender Film von Brad Silberling ("Stadt der Engel"), der hier als Betroffener inszeniert hat. Selten sah man Susan Sarandon und Dustin Hoffman so gut spielen. Und Jake Gyllenhaal ist hier viel besser als in "Donnie Darko".
Filminfos
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O-Titel: Moonlight Mile (USA 2002), Leih-DVD: 5. Januar 2004
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Hauptdarsteller: Jake Gyllenhaal (Joe Nast), Dustin Hoffman (Ben Floss), Susan Sarandon (JoJo Floss), Ellen Pompeo (Bertie Knox), Holly Hunter (Mona Camp), Careena Melia (Diana Floss), Dabney Coleman (Mike Mulcahey) u.a.
Regie/Drehbuch: Brad Silberling
Musik: Mark Isham
Länge: 117 Minuten
Handlung
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Joe Nast (Gyllenhaal) ist ein Überlebender mit einem Problem. Er war mit Diana verlobt, die nun tot ist, ermordet, und muss mit der Trauer von Dianas Eltern klarkommen. Ihr Vater Ben (Hoffman) hat sich noch nicht damit abgefunden, dass Diana tot ist, und versucht, weiterzumachen, wie sich das für einen amerikanischen Familievater und Unternehmer gehört. Zusammen mit seinem Beinahe-Schwiegersohn Joe steigt er ins Immobiliengeschäft ein. Doch, wie gesagt, dabei hat Joe ein Problem.
Dianas Mutter JoJo (Sarandon) kann den gewaltsamen Tod ihres einzigen Kindes nicht verwinden und hat eine Schreibblockade: Sie kriegt keine Zeile mehr aufs Papier. In einem Traum fordert Diana ihren Verlobten auf, endlich die Wahrheit zu sagen. Nur ist sich Joe nicht sicher, ob diese seine Beinahe-Schwiegereltern nicht noch mehr verletzren würde.
Ein Umweg bietet sich an. Joe muss die 75 verschickten Einladungen zur Hochzeit zurückholen. Zusammen mit der unkonventionellen Postangestellten Bertie Knox (Pompeo), einer etwas chaotischen Blondine. Warum ist sie alleine? Joe findet es allmählich heraus, als er Bertie in einer Bar namens "Cal's Place" wiedertrifft und entdeckt, dass sein Lieblingslied "Moonlight Mile" von den Stones auch das von Bertie ist. Joe geht nun des öfteren in die Bar, weil Ben diese Ladenzeile "entwickeln" will und man den Besitzer "überreden" müsse zu verkaufen. Das will Joe angeblich erledigen.
Doch der Besitzer, Cal, ist in Vietnam während des Krieges verschollen - wir schreiben das Jahr 1973, aber das ist nicht entscheidend. Nur will seine Freundin Bertie Cals Tod nicht wahrhaben. Da sie beide ihre Partner verloren haben, fühlen sie sich verbunden und machen Liebe. Das aber merkt JoJo sofort - sie spürt, wie Joe ihr entgleitet und sie hilflos zurücklässt.
Endlich kommt der Tag des Gerichts, an dem Joe Nast gegen den Mörder seiner Verlobten aussagen soll. So will es nicht nur die ehrgeizige Anwältin (Hunter), sondern auch Ben, JoJo und alle anderen. Leider wird die Wahrheit niemandem gefallen. Und so kommt Joes schwerste Stunde, in der er allen, die ihn lieben, wehtun muss. Doch erst die Wahrheit macht alle frei.
Mein Eindruck: der Film
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Regisseur Brad Silberling weiß genau, wovon er redet, wovon sein Film handelt. Seine Freundin, die TV-Schauspielerin Rebecca Schaeffer, wurde 1989 von einem sogenannten "Fan" ermordet. In jener Zeit, so berichtete er dem US-Filmkritiker Roger Ebert, hatte
er engen Kontakt zu Rebeccas Eltern. Sein Film "Moonlight Mile" ist daher auch eine Form der Auseinandersetzung mit seinen eigenen Erlebnissen, Gefühlen und Empfindungen in jener Trauerzeit. (Und vermutlich erzählt er davon in seinem Audiokommentar, der aber nur auf der Kauf-DVD zu finden ist.)
Die Ermordete hat eine Leerstelle hinterlassen. Wir bekommen sie nur in Joes Träumen zu Gesicht. Daher müssen wir uns aus den Reaktionen und Erinnerungen der Figuren zusammenreimen, was diese Leerstelle ausfüllt: Diana als Tochter, Freundin, Verlobte. Joe sieht sich in die Position der Verlorenen gedrängt: Er soll Kindes Statt einnehmen im Haus Floss. Doch wie könnte er das tun, ohne a) eine Lüge zu leben und b) sich selbst zu verlieren?
Der einzige Weg, der zur Lösung seines Dilemmas und zur Erlösung der Eltern von ihrem Schmerz führt, liegt in der Kundgebung der Wahrheit (die hier nicht verraten werden soll). Das Gleiche gilt übrigens auch für die Kriegswitwe Bertie: Erst wenn sie Cal loslässt und Joe ihr Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft zu geben vermag, gibt es für sie Freiheit von der "kalten, toten Hand der Vergangenheit".
Nicht nur die Kunst der Darsteller ist hier enorm eindrucksvoll. Selten sah man Sarandon besser spielen, und Pompeo ist eine wichtige Entdeckung. Hoffman erinnert an seine Paraderolle des "Handlungsreisenden" (nach dem Stück von Arthur Miller). Ebenso wichtig wie das Spiel der Darsteller ist die Musik, die Silberling stilecht, zeitgerecht, aber nie aufdringlich einsetzt. Dies ist kein Schmalzfilm, der sich in Trauerarbeit ergeht und dem Zuschauer das Taschentuch in die Hand drückt.
Die Musik stammt aus den Richtungen Country, Blues, Rock, Soul, Bob Dylan, Van Morrison und Tim Buckley (Abspannlied "Song to the Siren", gesungen von Robert Plant). Es sind zärtliche, gefühlvolle Liebeslieder und solche über den Schmerz der Trennung ("Buckets of Rain").
Ein menschlicherer und aufrichtigerer Film über die Trauerphase nach dem unerwarteten Verlust eines geliebten Menschen ist schwer vorstellbar. Aber vom Regisseur eines Films wie "Stadt der Engel" kann man so etwas erwarten.
• Audiokommentar von Brad Silberling, Dustin Hoffman und Jake Gyllenhaal
• Interviews mit den Darstellern und dem Regisseur
• Hinter den Kulissen
• Deleted Scenes
• Trailer;
• Biografie & Filmografie
Mein Eindruck von der Leih-DVD:
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D ie Leih-DVD, die ich hier bespreche, weist leider überhaupt keine Extras auf und erhält dafür Punktabzug. Lediglich Bild und Ton sind erste Sahne und gewährleisten ungetrübten Filmgenuss. Die kauf-DVD hingegen hält interessantes Hintergrundmaterial bereit. Davon erweist sich wohl der Audiokommentar von Regisseur und zweien seiner Hauptdarsteller als der aufschlussreichste Beitrag - neben den Interviews.
Unterm Strich
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Wie auch "Stadt der Engel" ist "Moonlight Mile" ein gefühlvoller und sehr sensibler Film über eine menschliche Ausnahmesituation. Vielleicht gibt es Querverbindungen zum Schicksal von Hinterbliebenen gefallener Soldaten. Das muss der Zuschauer aber selbst überlegen. Sicher aber gibt es solche Trauer-Situationen nach jedem Schulmassaker, von dem in den Nachrichten zu lesen ist, sei es an der Columbine Highschool (vgl. Michael Moores Film) oder in Erfurt (darüber gibt es ein Buch). Der Regisseur macht jedenfalls mutige Statements in seiner Filminszenierung, die hoffentlich zum Nachdenken anregen - wo auch immer dieser Film gezeigt wird.
Dies ist zwar eine Tragödie, doch es gibt auch viel zu lachen und zu schmunzeln. Es wäre aber keine bewegende Komödie, gäbe es nicht als Grundlage die genannte Tragödie. Beides zusammen ergibt eine beeindruckende, sehr wirkungsvolle Mischung, die noch lange im Gedächtnis nachwirkt. Es könnte sich lohnen, sich die Soundtrack-CD dazu zu besorgen - wunderbare Lieder warten darauf, gehört zu werden.
Michael Matzer (c) 2004ff
Offizielle Homepage: http://www.moonlight-mile.de
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0179098
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ein Testbericht von Marc122005-01-13 18:48:44vom 13.01.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Dustin Hoffman im TOP Form...Nachteile/Kritik: ein klein wenig zu lang geraten
Wir befinden uns in Cape Anne, einer Kleinstadt in Massachusetts im Jahr 1973. Diane ist die Verlobte von Joe Nast. Drei Tage vor ihrer geplanten Hochzeit wird Diane Opfer eines brutalen Gewaltverbrechens. Bei der Trauerfeier muss Joe in die Rolle des Ehemannes schlüpfen, welcher er nie gewesen ist. Als perfekter beinahe Schwiegersohn von Ben und Jojo, versucht er pflichtbewusst seine Aufgaben zu erfüllen. Er bleibt im Haus seiner fast Schwiegereltern wohnen und wird wie vorher abgemacht Teilhaber in Bens Firma. Joe gewinnt immer mehr die Erkenntnis, dass dies Leben ihm nicht auf den Leib geschneidert wurde. Als Joe die Hochzeitseinladungen wieder von der Post abholen soll, trifft er die Postangestellte Bertie Knox. Der Freund von Bertie ist schon seit Jahren als vermisst gemeldet, nachdem er in den Vietnam Krieg gezogen ist. Nun verwaltet die junge Frau die Bar ihres Freundes, bis er eines Tages hoffentlich wieder kehrt. Langsam aber sicher verliebt sich Joe in Bertie. Doch gibt es da mehr als nur ein Problem. Zum einen will und kann er seine Schwiegereltern nicht verletzen und ihnen eine neue Freundin nach so kurzer Zeit vorstellen und auf der anderen Seite soll er die Bar von Berties Freund bekommen, damit dort ein Großhandel gebaut werden kann. Von diesem Geschäft hängt zum großen Teil der Erfolg der Firma von Ben und Joe ab. Als ob dies alles noch nicht zu viel wäre, gibt es da noch ein Geheimnis, welches schwer auf seinem Herzen liegt. In gewisser Hinsicht ist Joe sogar Schuld für den Tod seiner Verlobten.
- - - D a r s t e l l e r- - -
Jake Gyllenhaal - Joe Nast
Dustin Hoffman - Ben Floss
Susan Sarandon - Jojo Floss
Holly Hunter - Mona Camp
Ellen Pompeo - Bertie Knox
US-Titel: Moonlight Mile
Genre: Drama
Land: USA
Jahr: 2002
Länge: 117 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
- - - M e i n e M e i n u n g - - -
Um das Thema Tod, wird im Filmgeschäft normalerweise ein großer Bogen gemacht. Es sei denn, jemand wird einfach über den Haufen geschossen. Regisseur Brad Silberling stellt sich diesem Themenkreis. Schon im Film „Stadt der Engel“ von 1997 hat sich Silberling mit dem Tod auseinandergesetzt.
„Moonlight Mile“ beschäftigt sich damit, wie Menschen mit dem Tod einer geliebten Person umgehen. Diesmal auf einer ganz bodenständigen Art und Weise.
Selbst Menschen, die nah am Wasser gebaut haben, brauchen keine Angst zu haben, das ihr Taschentuchverbrauch ins endlose steigt. Silberling ist es gelungen diese sentimentale Geschichte in einem unbeschwerten Tonfall zu leiten. Überraschend aber sehr gelungen ist die gute Priese Humor, die diesem Film dann und wann mal ereilt. Ein Beispiel für diesen Humor mag die Szene sein, in der Jojo sich über die Beleidsgeschenke aufregt und
sie im Kamin verbrennt. Zwar spiegelt sich hier auch Trauerarbeit wieder, doch ist diese wahrlich nicht zum weinen.
In einem Film mit diesem Themengebiet ist es wohl am wichtigsten, dass man die richtigen Schauspieler für die einzelnen Charaktere bekommt. Hier hat man wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Sehr gut ist auch gelungen allen wichtigen Charakteren die gleiche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Egal ob es nun der ehemalige Verlobte oder die trauernden Eltern sind. Im Grunde spielen Dustin Hoffman und Susan Sarandon nur eine Hintergrundhandlung, als Eltern, da die Geschichte um Joe verläuft, doch stechen sie nicht nur durch ihre schauspielerische Leistung heraus, sondern werden in der Geschichte richtig eingearbeitet. Ein ganz besonderes Kompliment möchte ich Dustin Hoffman machen. In diesem Film schließt er endlich wieder an seine Leistungen vergangener Tage an und beweißt, warum er ein richtiger Star in Hollywood ist. Holly Hunter spielt ihre Rolle ebenfalls mit sehr viel Leidenschaft und wird schnell zu einem Liebling in diesem Film.
„Moonlight Mile“ versucht mit Gefühlen zu arbeiten. Der Tod geht jeden Menschen wahrscheinlich etwas anders an die Nieren. Der eine schöpft durch den Tod eines Menschen neue Energie und vertieft sich noch mehr in die Arbeit, ein anderer Mensch wird unausstehlich und fängt mit alten Lastern wieder an. Genau darauf wird immer wieder in diesem Film eingegangen, aber nur im Hintergrund behandelt. Somit steht vor allem eine tragische Liebesgeschichte, die immer wieder überraschende Wendungen nimmt. Im Laufe des Films werden wir zwar nicht richtig aufgeklärt warum Diane erschossen wurde, aber wie erfahren, wie es zu dieser Situation gekommen ist.
Dieser Film erhält von mir zwar den Daumen nach oben, doch ist er etwas angewinkelt. Keine Frage, dass der Film gut geworden ist, doch leider reißt er einen nicht die volle Zeit wirklich mit. Es gibt ein paar Phasen in denen die Story scheinbar nicht weiter kommt. Dadurch scheint der Film etwas in die Länge gezogen zu sein. Da die Schauspieler aber eine großartige Vorstellung abliefern und auch die Story in 98% wunderbar dargestellt ist, sollte man sich den Film mal gönnen.
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ein Testbericht von Gesi422003-07-08 17:23:56vom 08.07.2003Empfehlung: ja
Vor gut einer Woche habe ich die Vorpremiere des neuen Films "Moonlight Mile" gesehen und mein Urteil fällt sehr positiv aus. Dieser Film hat ein sehr ernster Thema und der Regisseur und Drehbuchautor Brad Silberling geht sehr behutsam mit diesem Thema um. Was mir an diesem Film auch sehr gut gefallen hat war die Musik. Viele bekannte Interpreten sorgen dafür, daß dieser Film auch musikalisch ein Genuß ist.
Der Film
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Begonnen wird in diesem Film mit Vorbereitungen zu einer Beerdigung. Die junge Frau Diana ist kurz vor der Hochzeit Opfer eines Psychopathen
geworden und stand kurz vor der Hochzeit mit ihrem Verlobten Joe. Die Eltern Ben und Jojo der Verstorbenen haben sehr stark mit der Trauer zu kämpfen und sie wollen den Schwiegersohn in spe gerne in ihre Familie aufnehmen.
Der Vater Ben möchte seinen Schwiegersohn Joe gerne in sein Immobiliengeschäft einarbeiten, denn Arbeit ist das Einzige, wo man die Trauer einigermassen vergessen kann. Leider klappt die Zusammenarbeit doch nicht so besonders, wie beide es sich vorgestellt haben.
Als Joe die Poststelle aufsucht, um gerade noch rechtzeitig die 75 Hochzeitseinladungen abzufangen, lernt er die junge Bertie Knox kennen, die mit ihm zusammen die Postsäcke nach den Einladungen durchsucht. Abends hilft Bertie in einer Kneipe aus, um ihren Lebensunterhalt etwas aufzubessern. Hier haben Joe und Bertie später auch ihr 2. Treffen und es knistert ganz gewalig zwischen den beiden. Aber darf joe kurz nach dem Tod seiner Verlobten wieder eine neue Liebesbeziehung aufbauen? Es ist alles noch so gut in Erinnerung und er möchte seine Schwiegereltern auch nicht enttäuschen.
Die Mutter Jojo scheint aber etwas zu ahnen, denn einiges ist ihr an Joe aufgefallen und so überrascht sie ihn eines Abends, als er nachts von einem Treffen mit bertie ins haus zurückkehrt. Kann er ihr die Wahrheit sagen?
Die Schauspieler
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Der Film "Moonlight Mile" hat eine recht grosse besetzungsliste, aber einige grosse Schauspieler möchte ich hier in erster Linie erwähnen:
- Dustin Hoffman
- Susan Sarandon
- Jake Gyllenhaal
- Holly Hunter
- Ellen Pompeo
Dustin Hoffman ist zweifelsfrei der grosse Star in diesem Film und er spielt die Rolle des Vaters der Ermordeten Diana sehr ausdrucksstark und ich gebe ihm hier sofort die Höchstnote. In den letzten Jahren ist es ja wieder etwas ruhiger um ihn geworden, aber mit "Moonlight Mile" hat er ein grandioses Comeback gefeiert.
Susan Sarandon ist mir als Schauspielerin eigentlich noch nicht besonders aufgefallen, aber sie spielt eine sehr resolute Mutter und vor allem der Dialog mit "Er wärmt mir seit 31 jahren den Hintern im Bett" sagt einiges aus, worum es auch nach Jahren noch in einer Ehe klappen kann.
Jake Gyllenhaal ist der grosse Newcomer in diesem Film, von dem man bestimmt noch eine ganze Menge erwarten kann. Immerhin hat er im nächsten Film von Roland Emmerich auch die Hauptrolle übernommen.
Der Regisseur
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Regisseur und Drehbuchautor ist bei "Moonlight Mile" Brad Silberling, der bereits mit "Stadt der Engel" grosse Erfolge feiern konnte. In "Moonlight Mile" erzählt Silberling seine eigene Geschichte, die aber schon 14 Jahre her ist. Auch er hat damals durch einen Psychopathen seine geliebte Freundin verloren und in diesem Film schildert er, wie die Betroffenen mit der Trauer fertig werden und wie man mit Beileidsbekundungen umgeht.
Meine Meinung
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Der Film besticht vor allem durch seine hervorragenden Schauspieler, denn Action-Fans werden vom Film bestimmt enttäuscht sein. Es geht hier auch in erster Linie um die erstklassigen Dialoge und Trauer kann auch durchaus mal ein Thema in einem Kinofilm sein.
Der Film hat übrigens seinen Deutschlandstart am 3. April und ich kann diesen Film wirklich allen Kinfans empfehlen, die wieder einmal Dustin Hoffman im Kino sehen wollen. Er spielt seine Rolle als treusorgender Vater wirklich hervorragend und ihn könnte ich mir wirklich auch als Vater vorstellen.
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ein Testbericht von Tuvok2003-07-07 23:43:20vom 07.07.2003Empfehlung: ja
Moonlight Mile
BEN FLOSS ( Dustin Hoffman ) und JOSEPHINE “ JO JO “ FLOSS ( Susan Sarandon ) hatten eine Tochter.
Ihr Freund JOE NAST wollte sie vor kurzem noch heiraten. Die Hochzeitskarten wurden schon aufgegeben, der Fotograf angezahlt. Cape Anne mag zwar ein kleines Kuhkaff sein, aber es ist ein Dorf mit lauter netten Menschen die sich kennen, die Freunde haben, die sich gegenseitig nicht übervorteilen und die sich gegenseitig helfen. Doch vor kurzem wurde die Idylle jäh zerstört, als DIANA FLOSS in einem Eissalon von 4 Kugeln tödlich
getroffen wurde. Alle fahren zum Begräbnis, es ist jüdisch, wie die Familie FLOSS.
Es ist klar das jeder versucht seine Trauer zu verhindern, man will ja erwachsen sein, doch nicht jeder kann es, und die es können verschwinden bald, und die es nicht können, die bleiben da, feiern mit, Leichenschmaus, und belanglose Gerede folgen. Eigentlich nichts besonderes, keiner will sich damit beschäftigen, schließlich ist es ja doch nur ein Mädchen. Es war ein Raufbold, er war angeblich besoffen, doch widersprechen sich die Zeugenaussagen, und aus den anfangs 7 Jahren will die Anwältin MONA CAMP ( Holly Hunter ) ein lebenslänglich daraus machen, und BEN gleich eine Befürwortung für die tödliche Giftspritze.
BEN bietet JOE das er die Hochzeitseinladungen vom Postamt holt und dort trifft JOE dann auf die überaus reizende BERTIE KNOX, die auch so Ihre Sorgen hat, und ihn abends besucht da er einen von 75 Briefen vergessen hat mitzunehmen, die sie beide in den Postsäcken suchten. Und so beginnt eine neue Romanze. Natürlich ist sich anfangs JOE gar nicht bewusst was da auf ihn zukommt, und was der gerade frisch trauernde, und fast verheiratete JOE da eigentlich macht, noch dazu kurz nach der Trauer, die er und seine Fastschwiegereltern durchmachen, dich alles auf Ihren Fastschwiegersohn bauen. BEN z.B will mit JOE eine Makleragentur gründen, und hat auch das nötige Kleingeld zusammen, bis eines Tages JOE ihm eröffnet, wozu er das eigentlich machen soll. Keiner der 3 trauert so richtig, mit Arbeit und Spaß, mit dem alltäglichen Leben wird versucht die Trauer zu verwischen, zu vergessen. BEN z.B ist und bleibt wie vorher ein Makler mit Leib und Seele, und endlich kommt das Geschäft des Jahres für ihn, er soll mehrere Häuser in seiner Kleinstadt renovieren oder neu bauen, und da muß auch die Bar wo BERTIE arbeitet, Cal´s Palace weichen.
Keiner in der Stadt will das, BEN wird immer nervöser, langsam kommt raus was er versucht hat zu verdrängen, die Schriftstellerin JO JO wird auch immer eigenartiger, und beide wiegen sich in einem Strudel aus Schimpf und Schande, weg ist das heile Familienidyll.
Und noch dazu macht die Zeugin von der Schießerei einen Rückzieher.
Die Idee ist ja nett, Trauernde Eltern, die Ihre einzige Tochter durch einen Amokschützen verloren haben, und die den Fast Schwiegersohn wie einen Tochterersatz behandeln, und das in einem 117 Minütigen Film, mit sehr guten Schauspielern. Nur man sah keine Vorgeschichte, man muß sehr lange zusehen um zu verstehen um was es da geht. Die ganzen Träume und Visionen die dann eine Bedeutung kriegen, wenn man den Film als ganzer gesehen hat, und eine Geschichte die so was von langweilig ist, na ja nicht so arg, aber doch sehr.
Ich fand den Film nicht sehr gut, auch wenn er eine gute Geschichte und gute Schauspieler bot. Ich fand das alles zu unübersichtlich war, das man sich die Hälfte des Filmes am Anfang gar nicht ausgekannt hat, und selbst meine Freundin ist auf meinem Schoss freundlich entschlafen. Und ist dann zu Ende des Filmes von den Toten auferstanden. Das ganze erinnert mich wie eine noch langweiligere Ähnliche Version von
„ Das Zimmer meines Sohnes „ der um Klassen besser war. Überzeugend haben sie gespielt, aber auch nur teilweise, der Rest war herumgequatsche, nicht das es übel war, aber es war einfach langweilig und man hätte viel mehr interessantes und spannenderes draus machen können. Dann so viel Gerede, überhaupt keine richtigen Gefühle, nicht so wie man es von den Tränendrüsenfilmen gewohnt ist.
Ein Film für Leute die gerade was verloren haben wie Schlüsselbund, Ehepartner, Zähennägelschneidzange.
ein Testbericht von Grittilein2003-06-23 17:28:45vom 23.06.2003Empfehlung: ja
Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit an einer Vorpremiere des Films „Moonlight Mile“ in Kiel teilzunehmen. Da ich mir Dustin Hoffman sehr gerne anschaue, musste ich natürlich nicht lange überlegen. In diesem Film erzählt der Drehbuchautor und Regisseur Brad Silberling seine eigene Geschichte.
Der Film "Moonlight Mile" startet in den deutschen Kinos ab dem 3. April.
Der Film
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Der Film beginnt mit den Vorbereitungen zur Beerdigung von Diana. Diana stand kurz vor der Hochzeit, als ein Irrer sie in einem Restaurant kaltblütig erschoss. Ihr Verlobter Joe und seine Schwiegereltern in spe JoJo
und Ben leiden sehr unter diesem schweren Schicksal.
Um seinen Schwiegervater nicht vor den Kopf stoßen zu wollen, erklärt sich Joe bereit in das Immobiliengeschäft von Ben einzusteigen. Aber beide haben den Kopf nicht frei, denn der Schmerz ist einfach noch zu nah und sie können Diana einfach nicht vergessen. Zudem schleppt Joe schon seit Tagen ein Geheimnis mit sich herum: Joe und Diana haben sich schon vor Dianas grausamen Tod getrennt und zu einer Hochzeit wäre es nie gekommen.
Als Joe die 75 Hochzeitseinladungen gerade noch rechtzeitig bei der Post abfangen konnte, lernt er Bertie kennen, die das gleiche Schicksal schon vor einigen Jahren ereilte, nur dass ihr damaliger Freund nie wieder auftauchte. Inzwischen arbeitet sie auch abends in dem Restaurant, das ihr damaliger Freund immer noch gehört.
Der Scherz von Dianas Tod wird noch einmal aufgewühlt, als die Staatsanwältin den Eltern mitteilt, dass der Mörder ihrer Tochter wahrscheinlich freigesprochen wird, weil der Anwalt ihn als nicht zurechnungsfähig einstuft. Es kommt also ganz auf die Aussagen der Eltern und des Verlobten vor Gericht an, damit der Mörder seine gerechte Strafe ereilt.
Joe fühlt sich sehr zu Bertie hingezogen, so dass er sich öfters mit ihr trifft. Mit ihr kann er über alles reden und sie verlieben sich ineinander. Nur den Schwiegereltern kann er seine Liebe noch nicht mitteilen, da er sie nicht verletzen will. Also schleicht er sich abends aus dem Haus seiner Schwiegereltern, um auszugehen.
Wie kann Joe seine Gefühle nur den Schwiegereltern mitteilen und wie kann er aus dem Immobiliengeschäft aussteigen, denn der Job macht ihm eigentlich überhaupt keinen Spaß?
Die Schauspieler
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Brillant sind in diesem Film die Schauspieler
- Dustin Hoffman als Ben
- Susan Sarandon als Jojo
- Jake Gyllenhaal als Joe
Dustin Hoffman spielt hier einen sehr liebevollen Vater, der gerne seinen Schwiegersohn in spe in seine Firma übernehmen möchte. Dustin Hoffman zeigt in diesem Film sehr viele Gefühle und die Story kommt sehr glaubwürdig beim Zuschauer an. Dustin Hoffman mag ich eigentlich seit seiner Rolle in „Rain Man“, als er einen Autist spielte. Seitdem verpasse ich fast keinen Film mehr mit diesem grandiosen Schauspieler.
Brillant ist auch Susan Sarandon als Mutter Jojo, die ihre Tochter um alles geliebt hat und für sie ist Joe einfach der ideale Schwiegersohn.
Die Rolle des Schwiegersohns Joe spielt Jake Gyllenhaal, den ich eigentlich noch gar nicht kenne. Aber auch er spielt die Rolle des Verlobten sehr überzeugend und ich würde mir gerne mehr Filme von ihm ansehen.
Der Regisseur
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Der Regisseur und Drehbuchautor Brad Silberling hat in diesem Film seine eigene Geschichte erzählt, aber es musste über 14 Jahre dauern, bis er dies umsetzen konnte. Seine damalige Freundin Rebecca Schaefer wurde kaltblütig von einem durchgedrehten Fan erschossen, als sie die Wohnung verließ. Brad Silberling brauchte diese Jahre, um die Trauer zu verarbeiten und ihm ist ein hervorragender Film gelungen, der aber auch mit hervorragenden Schauspielern besetzt wurde.
Brad Silberling hat sich vor einigen Jahren einen Namen gemacht, als er für den Film „Stadt der Engel“ Regie führte.
Die Dialoge
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Die Dialoge sind nie langweilig und es bleibt eigentlich über den gesamten Film hinweg spannend. Bei den Dialogen kann man als Zuschauer zudem auch noch etwas lernen für die zwischenmenschlichen Beziehungen. Interessant fand ich zudem, wie Jojo erzählt, warum sie sich jeden Abend zu ihrem Mann Ben ins Bett liegt. Diese Antwort fand ich sehr interessant, denn hier geht es um Liebe und Wärme untereinander, auch wenn es manchmal Streit gibt.
Dustin Hoffman und Susan Sarandon spielen hier ein Ehepaar, das sich auch nach Jahren der Ehe noch sehr viel zu sagen haben.
Meine Meinung
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In den knapp 2 Stunden wird der Zuschauer sehr gut unterhalten und die schauspielerischen Leistungen sind einfach hervorragend. Für mich hätte Dustin Hoffman für diese Rolle einen Oskar verdient. Aber nicht nur Trauer kommt in diesem Film vor, sondern auch der Humor kommt nicht zu kurz. Interessant fand ich übrigens die Szene mit der Katze und dem Hund, die sich auf der Post auf einmal jagten und ziemlich viel in Unordnung brachten.
Mit Dustin Hoffman und Susan Sarandon hat der Regisseur die optimale Besetzung gefunden, denn beide spielen ein hervorragendes Paar, denen man die Trauer über den Verlust der Tochter auch abnimmt. Die Mischung aus Gefühle, Trauer, Liebe und Humor ist einfach hervorragend umgesetzt und dies ist wohl eindeutig der Arbeit des Regisseurs Brad Silberling zuzuschreiben.
Sehr gut fand ich übrigens auch, dass der Film erst bei der Beerdigung von Diana beginnt und die Ermordung nicht auch noch gezeigt wird. Erst später bekommt der Zuschauer mit, was am besagten Tag wirklich geschah und diese Umsetzung finde ich eigentlich sehr gut gelungen.
Alles in allem ist „Moonlight Mile“ ein hervorragender Film mit sehr viel Gefühl, das sich auch auf die Zuschauer überträgt. Mir hat der Film ausgesprochen gut gefallen und ich kann diesen Film wirklich allen Filmbegeisterten empfehlen. Nur Action-Szenen wird man in diesem Film vergeblich suchen, denn darum geht es ja auch nicht. Wenn man den Film mit offenen Augen betrachtet, wird man auf jeden Fall viele Einzelheiten finden, die einem bekannt vorkommen.
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ein Testbericht von kowalski62003-06-02 16:16:37vom 02.06.2003Empfehlung: ja
„Moonlight Mile ist die Geschichte eines sehr tragischen Todes, wo eine junge Frau Opfer eines Gewaltverbrechens wird. Der Film setzt aber erst drei Tage später ein: Bei den Vorbereitungen zur Beerdigung. Der Film behandelt dabei die Verarbeitung der Trauer und wie die Betroffenen mit dem Schmerz umgehen.
In den Hauptrollen sind u.a. Susan Sarandon und Dustin Hoffman zu sehen, die beide bereits auf eine große Anzahl Filme zurückblicken können. Aber auch ein Jungstar ist hier zu sehen, der vielleicht eine grosse Filmkarriere vor sich hat: Jake Gyllenhaal.
Die Story
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Diana und Joe stehen kurz
vor ihrer Hochzeit, aber kurz vorher wird sie bei einem Überfall auf ein Eiscafe tödlich verletzt. Für Joe ist dieser plötzliche tod sicherlich am schwersten und man kann ihm irgendwie nachfühlen, welch grosse Schmerzen er durchleiden muß.
Joe lebt inzwischen bei seinen Fast-Schwiegereltern Ben und Jojo, die ihn als Schwiegersohn schon richtig anerkannt haben und die ihm in Sachen verwickeln, die Joe eigentlich gar nicht möchte. Aber Joe ist zu stolz, um seine Schwiegereltern in spe die Wahrheit zu sagen.
Der Film zeigt aber nicht nur die Trauer nach dem Verlust eines wichtigen Menschen, sondern auch der Humor kommt nicht zu kurz. Eines der Highlights des Films ist dabei, wie der Hund von Ben und Jojo vor der gesamten Beerdigungsgesellschaft plötzlich kotzt. Nach dem Willen des Schwiegervaters Ben soll Joe in die Immobilienfirma einsteigen und es scheint fast so, als wenn beide sich ganz gut verstehen und ein grosses Geschäft naht.
In der zwischenzeit hat Joe aber eine neue Bekanntschaft geknüpft und er verliebt sich in die hübsche Bertie. Nur seinen Schwiegereltern vertraut er sich noch nicht an. Er möchte sie einfach nicht enttäuschen, denn sie haben ihn so in ihr Herz geschlossen und fast hat es den Eindruck, als wenn er inzwischen der Tochter-Ersatz geworden ist.
Mit Bertie kann er einfach über all seine Geheimnisse reden und sie ist mehr als nur eine gute Freundin. Immerhin hat sie vor einigen Jahren das gleiche Schicksal wie Joe hinter sich. Nur ihr damaliger Freund ist nie wieder aufgetaucht.
Als es aber vor Gericht zum Aufeinandertreffen von der Familie mit dem Mörder der Tochter bzw. Freundin kommt, kommt alles auf Joe an. Er muß die Wahrheit sagen, damit der Irre für lange Zeit hinter Gittern kommt, denn der Verteidiger plädiert auf Unzurechnungsfähigkeit. Kann Joe endlich die Wahrheit sagen und dafür sorgen, dass der Mörder seine gerechte Strafe überführt wird? Oder ist er um das Wohl seiner neuen Familie besorgt und behält er alles für sich? Denn ein weiteres Geheimnis trägt Joe schon seit vielen Wochen mit sich herum, aber er hat sich einfach nicht getraut, es den Eltern Dianas zu sagen …..
Die Bilder
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Wer bei „Moonlight Mile“ auf ein actiongeladenes Filmspektakel setzt, wird bestimmt masslos enttäuscht sein. Bei diesem Film stehen die Dialoge zwischen den Schauspielern im Vordergrund und die Geschehnisse nach einem Gewaltverbrechen sind manchmal eben nicht sehr schön.
Die Musik
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Der Regiesseur Brad Silberling hat es hier geschafft, eine hervorragende Musik zu den bewegten Bildern zu schaffen. Die Musik passt meiner Meinung nach hervorragend zu den Bildern und ist eine Ansammlung guter Musik aus den Siebziger jahren.
Die Hauptdarsteller
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In den Hauptrollen sind Dustin Hoffman und Susan Sarandon natürlcih das grosse Aushängeschild. Vor allem aber bin ich immer wieder aufs neue auf die Rollen von Dustin Hoffman gespannt. Kaum ein anderer Schauspieler kann sich so in die Rollen versetzen, wie dieser amerikanische Schauspieler. Und dass Dustin Hoffman sich öffentlich gegen die Bush-Politik ausgesprochen hat, lässt ihn bei mir sogar noch weiter steigen.
Seit „Rain Man“ schaue ich mir immer wieder gerne die Filme mit Dustin Hoffman an. Er hat meistens nur ernstere Rollen gespielt und diese sind beim Kinopublikum immer sehr gut angekommen. Auch bei „Moonlight Mile“ spielt er die Rolle des Vaters wieder sehr glaubwürdig und man nimmt ihm die Rolle sofort ab.
Meine Meinung
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„Moonlight Mile“ ist eine wahre Geschichte, die der Regisseur und Drehbuchautor vor Jahren selbst erlebt hat. In diesem Film steckt die Arbeit von mehr als 10 Jahren und diese Zeit het er wohl wirklich gebraucht, um mit der Trauer fertigzuwerden.
Mir hat der Film sehr gut gefallen und die Schauspieler machen aus ihren Rollen eine tolle Geschichte, die sehr glaubwürdig bei mir angekommen ist. Im Film tritt neben der Trauer aber auch eine grosse Portion Humor und Liebe auf. Gerade diese Mischung macht das Besondere bei diesem Film aus und der Erfolg an den Kinokassen wird dem Regisseur rechtgeben.
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ein Testbericht von paelzer2003-04-08 21:04:06vom 08.04.2003Empfehlung: ja
Vorteile: gute Inszenierung, Starke Schauspieler...Nachteile/Kritik: da fällt mir nix ein
Am Wochenende habe ich mir den neusten Film von Dustin Hoffmann „Moonlight Mile“ angesehen. Dieser hochrangig besetzte Film (Holly Hunter, Susan Sarandon, Jake Gyllenhaal und Dustin Hoffmann) von Brad Silberling erzählt ganz leise (ohne Effekthascherei), aber sehr eindringlich ein sehr ergreifendes und ungewöhnliches Liebes- und Familiendrama über den plötzlichen Verlust eines geliebten Menschen.
Wie ich im Vorfeld zu dem Film einer Kinozeitschrift entnehmen konnte, verarbeitet Brad Silberling in seinem inzwischen dritten Kinofilm die sehr tragische Geschichte der Ermordung seiner eigenen Verlobten.
Zur eigentlichen Handlung:
Eine verschlafene Kleinstadt an der Ostküste der USA im
Jahre 1973; Joe Nast (Jake Gyllendaal) steckt in einem dramatischen Dilemma: Seine Verlobte Diana ist drei Tage vor der Hochzeit bei einer Schießerei in einem Restaurant als Unbeteiligte ums Leben gekommen.
Für Joe und Dianas Eltern – Ben (Dustin Hoffmann) und Jojo Floss (Susan Sarandon) – bricht ein Martyrium an. Die Eltern versuchen anfänglich noch den Tod ihrer Tochter zu verdrängen und stürzen sich in einen blinden Aktionismus. Und Joe, der für Dianas Eltern immer mehr in eine Ersatzrolle als Kind rutscht, traut sich nicht ein folgenschweres Geheimnis preiszugeben. Bis er die junge Bertie (Ellen Pompeo) kennen lernt .....
Absolut überzeugend die Schauspieler Dustin Hoffman und Susan Sarandon und nicht zuletzt auch Jake Gyllendaal, die uns im Wechselspiel Jugend, Alter, Unerfahrenheit, Erfahrung, Schmerz und Trauer in diesem außergewöhnlichen Film viele bewegende Momente bescheren.
„Moonlight Mile“ ist mal wieder ein Film, der deutlich aus dem sonst üblichen „Hollywood-Einerlei“ herausragt und den man unbedingt gesehen haben sollte.
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ein Testbericht von wildheart2003-03-27 08:29:30vom 27.03.2003Empfehlung: ja
Was könnte passiert sein, wenn der Alltag, die Normalität, das Banale nicht sind, was sie eben sind oder zu sein scheinen, sondern wenn sie eine besondere Bedeutung bekommen, eine Art Schutzschild werden, sich aus den Bestandteilen des Alltäglichen eine Verteidigungslinie aufzubauen beginnt, ein Selbsterhaltungsmechanismus? Der Tod setzt allem und jedem Grenzen. Die Hinterbliebenen, die Zurückgelassenen, die, die nicht mehr Kontakt haben können mit dem Verstorbenen, sie werden in einen Zustand versetzt, in dem sie das Unfassbare, das Endgültige, das Unabänderliche nicht akzeptieren wollen, aber müssen. In dieses Spannungsfeld, in diese
Zerreißprobe versetzt Brad Silberling („Casper“, 1995; „Stadt der Engel“, 1998) die vier Hauptfiguren in seinem neuen Film „Moonlight Mile“. Silberling weiß und spürt, wovon er redet, wovon sein Film handelt. Seine Freundin, die Fernsehschauspielerin Rebecca Schaeffer, wurde 1989 von einem „Fan“ ermordet. In dieser Zeit, so berichtete er dem amerikanischen Filmkritiker Roger Ebert, hatte Silberling sehr engen Kontakt zu Rebeccas Eltern. „Moonlight Mile“ ist daher auch eine Form der Auseinandersetzung mit Silberlings eigenen Erlebnissen.
Der Film spielt 1973 in der Kleinstadt Cape Anne in Massachusetts. Silberling setzte auf Musik und Stil der 70er Jahre, ohne dass dies in irgendeiner Weise aufdringlich wirkt – im Gegenteil: Die Atmosphäre des Films ist grandios, ohne dass die Zeit der 70er Jahre in einer Art nostalgischen Verklärung oder idealistischer Erbauung in den Vordergrund rücken würde.
Inhalt
Die Tochter des Immobilienmaklers Ben (Dustin Hoffman) und der Schriftstellerin JoJo Floss (Susan Sarandon) wurde in einem Restaurant Opfer eines Streits. Der Täter schoss seine Partnerin zweimal in den Kopf; sie überlebte. Diana Floss dagegen ist tot. Ihr Verlobter Joe Nast (Jake Gyllenhaal) lebt bei den Floss. Was das Ehepaar nicht weiß: Diana wollte sich in dem Restaurant mit ihrem Vater treffen, um ihm zu sagen, dass sie und Joe bereits längere Zeit nicht mehr zusammen sind und die geplante Hochzeit absagen wollten. Dazu kam es nicht mehr.
Ben, JoJo und Joe können nicht weinen. Sie können nicht fassen, was passiert ist. Joe bringt es nicht über sein Herz, den beiden die Wahrheit über sich und Diana zu sagen. Er bleibt bei ihnen, unschlüssig, was er tun soll. Ben will ihn als Partner für sein Maklergeschäft. Er möchte den Auftrag eines reichen Mannes in der Stadt, Mulcahey (Dabney Coleman), an Land ziehen, der eine ganze Straße aufkaufen will, um dort Geschäftshäuser hochzuziehen. In einer Bar in dieser Straße arbeitet Bertie Knox (Ellen Pompeo), die Joe auf dem Postamt kennen lernt, als er von Ben gebeten wird, die Einladungsbriefe zur Hochzeit zurückzuholen. Bertie arbeitet dort tagsüber. Als Joe erfährt, dass auch die Bar Opfer der Spekulation werden soll, sagt er Ben, er wolle sich um den Kauf des Grundstücks bemühen. Joe will verhindern, dass die Bar zumachen muss – wegen Bertie. Sie und Joe verbindet sofort eine tiefe Sympathie und Zuneigung. Joe erfährt, dass Bertie ebenfalls trauert. Ihr Freund, der Besitzer der Bar, wird seit drei Jahren in Vietnam vermisst ...
Inszenierung
Silberling entwickelt behutsam, fernab jeglicher Rührseligkeit, die Beziehungen zwischen den Trauernden und ihren jeweils eigenen Weg, mit dem Verlust von Diana umzugehen. JoJo kann nicht mehr schreiben. Ihre Gefühle schwanken zwischen tiefer Verzweiflung und Wut. Sie sagt selbst, dass sie die Beileidsbekundungen von Bekannten und Freunden nicht mehr hören kann, gleichzeitig aber ebenso wütend wird, wenn jemand ihr nicht sein Mitgefühl ausdrückt. Ben beschäftigt sich durch Arbeit, er will den Auftrag von Mulcahey. Vor allem aber will er eine Art Ersatz für Diana: Joe. Joe soll sein Partner, aber mehr noch soll aus dem designierten Schwiegersohn eine Art Sohn werden. Ben will die Todesstrafe für den Mörder. Die Anwältin der Floss, Mona Camp (Holly Hunter), wartet nur darauf, dass die durch zwei Kugeln verletzte Frau aus dem Koma erwacht, sucht nach Zeugen. Doch immer deutlicher stellt sich heraus, dass der Täter und seine Verurteilung nicht das wirkliche Problem der Floss sind. Joe Nast – großartig Jake Gyllenhaal – wirkt wie ein Gestoßener, einer, der völlig vom Willen anderer abhängig geworden ist. Joe ist hilflos, ohnmächtig, weil er voller Mitgefühl für Ben und JoJo beiden nicht noch einen Schicksalsschlag versetzen will. Er tröstet mal Ben, mal JoJo, vorsichtig, zärtlich.
Susan Sarandon habe ich selten so überzeugend und gefühlvoll spielen sehen. In einer Szene fragt Joe JoJo, warum sie und Ben zusammen seien. JoJo erzählt, wenn sie nachts ins Bett gehe, würde sie Ben ihren kalten Po entgegenstrecken, er würde sich an sie schmiegen und sie wärmen, und das würde sich seit Jahren so abspielen. Wie Susan Sarandon dies erzählt, ist es die schönste Liebeserklärung, die man sich in einem Film vorstellen kann. Hofmann und Sarandon spielen ein Ehepaar, dass in vielem unterschiedlicher Meinung ist, zwei Menschen, die in vielen Dingen anders empfinden, die offen miteinander streiten, die sich kennen, die sich lieben. Ihr Spiel ist glaubwürdig, es fasziniert. Die größte Entdeckung dieses Films ist allerdings Ellen Pompeo (zuletzt in Nebenrollen zu sehen in „Daredevil“, 2003, und „Catch Me If You Can“, 2002) in der Rolle der seit Jahren trauernden und vergeblich hoffenden Bertie, die ihren Freund vermisst und sich doch gleichzeitig eingestehen muss, dass er wohl nie wieder aus Vietnam zurückkehren wird. Ellen Pompeo spielt eine junge Frau, die Joe sofort anmerkt, dass er sich in einer sehr ähnlichen Situation befindet wie Bertie. Ellen Pompeo spielt derart gefühlvoll, zwischen tiefer Verletzung und Verzweiflung, dem Mut, ihrem Leben einen Sinn zu geben und einem intensiven Gefühl für Joe, dass es wirklich eine Freude ist, dieser Schauspielerin zuzuschauen. Die Zuneigung zwischen Joe und Bertie ist übrigens nicht als eine oberflächliche, sozusagen dramaturgisch deutlich vorgezeichnete Liebesgeschichte angelegt. Es bleibt bis zum Schluss offen, wie sich beide entscheiden, nachdem Joe vor Gericht nach langem Schweigen endlich die Wahrheit über sich und Diana gesagt hat.
Fazit
Silberling gelang mit „Moonlight Mile“ etwas Großartiges. Er inszenierte eine Tragödie als Komödie, ohne dass das Tragische des Geschehens und seine Folgen für die Trauernden sich in Ulk oder Nonsens auflösen würde. „Moonlight Mile“ ist ein überzeugender Beweis für die Bedeutung des Humors, des Komischen in tragischen Situationen des Lebens, als einer Form, die Folgen der Tragik zu überwinden, um nicht dauerhaft in tiefe Depression zu verfallen. Erst die Komik und die Wahrheit ermöglichen es zum Schluss Ben, JoJo und Joe zu weinen, loszulassen und Diana als jemand in Erinnerung zu behalten, die sie war: eine gute Freundin, eine geliebte Tochter, ein wunderbarer Mensch, den wir nicht kennen lernen, von dem wir uns aber aus dem Verhalten der Figuren vorstellen können, wie er (in etwa) war.
Für Silberling sind die 70er Jahre und die wunderbare Musik dieser Jahre, von der man einiges zu hören bekommt, nur Mittel zum Zweck. Im Zentrum stehen seine vier Darsteller, ihre Charaktere, ihre Geschichte, ihre Probleme, ihre Verwicklungen nach dem Tod Dianas.