Pro:
sehr guter und spannender Film, man erfährt viel über diesen Teil der Geschichte Amerikas, gut gespielt, sehr gute Bild- und Tonqualität, hervorragende Extras
Kontra:
Höchstens der Anschaffungspreis
Empfehlung:
Ja
Den Film Open Range habe ich mir zuerst in der Videothek in der normalen Version auf DVD ausgeliehen. Nachdem ich von der Deluxe Edition gehört habe, habe ich mir den Film aber in dieser besseren 2er DVD-Version gekauft. Heute möchte ich Open Range in der Deluxe Edition hier vorstellen. Sehr wichtig halte ich es hier, den Unterschied zur Normalversion darzustellen. Denn meiner Ansicht nach ist dieses mal eine Spezial Version, die sich lohnt, sofern man sich für Film und Thema interessiert. Hier also mal wieder ein etwas längerer aber hoffentlich nicht langweiliger Beitrag von mir.
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INHALT
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Amerika in der Vergangenheit, im Jahre 1882. Der Wilde Westen wandelt sich langsam vom freien Gebiet für die Cowboys mit ihren Herden, die sie umhertreiben in eine Landschaft, in der Weiden abgegrenzt werden und große Farmer ihre Herden in den umzäunten Weiden halten. Noch ist die gesetzliche Situation so, dass das Umhertreiben der Rinderherden zugelassen werden muss, aber nicht jeder der mächtigen Farmer hält sich daran. Denn diese Freegraser grasen ja immerhin das Land ab, das die ansessigen Farmer gerne nur für sich nutzen würden.
Das bemerken auch Boss Spearman (Robert Duvall) und seine Männer, unter anderem sein alter Freund Charlie Waite (Kevin Costner). Beide gehören zu den wenigen Cowboys, die mit den Rinderherden umherziehen. Sie lassen die Rinder so lange weiden, bis das Gras abgefressen ist und ziehen dann weiter zur nächten Weidelandschaft. Das war früher so üblich und noch gibt es Menschen wie sie, die diesen beschwerlichen aber natürlichen Weg der Rinderhaltung nutzen. Mit zu ihnen gehören auch der gutmütige aber große und starke Mose und der 16jährige Mexikaner Button, dem Charlie und Boss Spearman in Mexiko vor Jahren das Leben retteten und mit sich nahmen.
Charlie und Boss reiten jetzt schon seit über zehn Jahren zusammen und haben auch schon viel zusammen erlebt, aber das, was in dem kleinen Ort Harmonvill auf sie zukommt, ist noch nie vorgekommen. Denn der mächtige Großviehzüchter Baxter hat diese kleine Stadt unter seiner Kontrolle und bestimmt über einen korrupten Sherif in dem Ort, was Recht und Gesetz ist. Und eines gefällt Baxter ganz und gar nicht. Das sind diese "lästigen" Cowboys, die auch sein Weideland passieren dürfen. Da Baxter keinerlei Skrupel kennt, hat er dieses in der Vergangenheit schon oft verhindert, wobei dann die Cowboys nie ihr Ziel erreichten. Als netten Nebeneffekt konnte er seinen Rinderbestand damit noch erhöhen. Von all dem wissen Boss Spearman und seine Leute nichts, als auch sie das Dorf Hormonvill passieren.
Nach dem sie schon an dem Ort vorbei sind, fällt den Männern auf, dass sie noch dringend Lebensmittel benötigen. Der ruhige und besonnene Mose wird in das Dorf zurück geschickt, während die anderen Drei mit der Herde auf seine Rückkehr warten. Aber auch nach einem Tag warten ist Mose noch nicht zurückgekehrt. Daraufhin machen sich Boss Spearman und Charlie Waite auf den Weg nach Hormonville. Dort erfahren sie, dass Mose in eine Schlägerei verwickelt wurde und im Gefängnis sitzt. Und jetzt lernen sie auch sowohl den korrupten und unfairen Gesetzeshüter als auch seinen "Boss", den Rinderzüchter Baxter kennen. Mose wurde bei der Schlägerei schwer verletzt aber niemand hat sich um ihn gekümmert. Baxter lässt schließlich zu, dass Charlie und Boss Spearman den verwundeten Mose mit nehmen, allerdings unter der Bedingung, dass sie sofort "sein" Land verlassen. Er macht klar, dass ihm diese "Freegraser" (so nannte man die durchziehenden Herden, die auf dem Land von Farmern grasen durften) ein Dorn im Auge sind und droht Charlie und Boss Spearman indirekt.
Da Mose so schwer verletzt ist, bringen ihn die beiden zum Dorfarzt. Dort wird er auch sehr gut von dem Arzt und seiner schönen Schwester versorgt. Beide zeigen sich besorgt und machen Charlie und Boss (so nennen sich die beiden auch untereinander) klar, dass sie hier in Gefahr sind und Baxter das gesamte Städchen beherrscht.
Nachdem die Drei zum Camp zurück gekehrt sind, erfahren Sie von Button, dass sich drei Fremde hier in der Nähe aufhalten und sich die Herde stundenlang ansehen. Charlie und Boss reiten in die Richtung, die Button genannt hat und sehen auch dort drei Männer, die Ku-Klux-Klan ähnliche Masken tragen. Ihnen wird klar, dass der mächtige Rinderzüchter Baxter ein falsches Spiel treibt und sie so oder so ihr Ziel nicht lebend erreichen werden, selbst wenn sie sich jetzt direkt auf den Weg machen und Baxters Gebiet verlassen.
In der Nacht nehmen sich Boss und Charlie Baxters Männer vor und erteilen ihnen eine Lehre. Als sie anschließend zu ihrem Camp zurück kehren, entdecken sie etwas Grauenvolles. Andere Männer Baxters haben den verletzten Moss und den jungen, unfahrenen Button überfallen. Sowohl Baxter als auch der treue Hund von Chary wurden erschossen. Button lebt noch, allerdings ist der Junge schwer verletzt. Und so müssen sich Boss und Charlie entscheiden, ob sie fliehen und Baxter auch zukünftig sein bösartiges Spiel mit den Männern treiben kann, die ihre Herden friedlich durch das Land treiben oder ob sie es auf einen Kampf einlassen. Sie entscheiden sich gegen die Flucht und somit sich für einen Kampf in dem sie scheinbar keine Chancen haben, denn durch Baxters Macht scheint auch die ganze Stadt gegen sie zu sein....
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REGIE UND SCHAUSPIELER
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1. REGIE
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Kevin Costner
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Filme: Postman, Der mit dem Wolf tanzt, Open Range - Weites Land
2. DARSTELLER:
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Robert Duvall - Boss
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Filme: 6th Day, Der Adler ist gelandet, Apocalypse Now, Apostel!, Bullitt, Colors - Farben der Gewalt u.v.m.
Kevin Costner - Charlie
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Filme: JFK - Tatort Dallas, Der mit dem Wolf tanzt, Bodyguard (Special Edition), The Untouchables - Die Unbestechlichen , 500 Nations - Die Geschichte der Indianer, Open Range, Feld der Träume, Wyatt Earp, Robin Hood - König der Diebe u.v.m.
Annette Bening - Sue
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Filme: American Beauty, Ausnahmezustand, Good Vibrations - Sex vom andern Stern Komödie USA 2000, In Sachen Henry u.v.m.
Michael Gambon - Baxter
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Filme: Ali G IndaHouse, Augenzeuge - Gnadenlos gejagt, Dunkel der Nacht, Er? Will! Sie nicht?, Gosford Park, Harry Potter und der Gefangene von Askaban u.v.m.
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MEINUNG ZUM FILM
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Open Range ist einer der Filme, die ab sofort zu meinen Lieblingsfilmen zählen. Und das nicht aus dem Grunde, weil mein Lieblingsschauspieler Kevin Costner dort mitspielt und auch Regie führte. Nein der Film selbst ist es, der mich hier von der Handlung und gesamten Aufmachung begeistert.
Open Range - Weites Land - ist einer der wenigen Western, in denen mehr Wert auf die Handlung als auf wilde Pistolengefechte gelegt wird. Natürlich gibt es auch hier einige Schießereien. Gerade zum Ende des Filmes hin, als es zum Show Down kommt, kommen auch die Freunde der wilden Schußwechselszenen voll auf ihre Kosten. Generell aber überzeut Open Range dadurch, dass es sich um einen Film mit einer durchdachten Handlung handelt, bei der sich die Situation immer mehr zuzieht und so ein Großteil der Spannung erzeugt wird.
Der Film Open Range gefällt mir persönlich sehr gut, weil es Kevin Costner hier mal wieder gelungen ist, ein Stück Geschichte seines Landes so darzustellen, wie es durchaus damals gewesen sein könnte. In den Dokumentationen nach dem Film kommt sehr gut heraus, dass die Großfarmer auch in Wirklichkeit keinerlei noch so skrupellose Mittel scheuten, um Kleinrancher oder andere "Störenfriede" los zu werden. Das möchte ich hier nur anbringen, auch wenn es momenten nur indirekt mit dem Film zusammenhängt. Es geht mir nur darum zu zeigen, dass man hier versucht hat, authentisches zu zeigen.
Natürlich gibt es hier auch ein wenig vom Heldenmythos zu sehen. Aber schnell bemerkt man hier auch, dass unser Held "Charlie" beispielsweise auch nicht gerade der Typ von Mensch ist, den man als Engel bezeichnen kann. So empfinde ich es als äußerst positiv und gut gelungen, wie man im Verlaufe des Filmes mit erleben kann, wie sich der so ruhige Mann, der sich immer "Boss" unterordnet dann zu einem gnadenlosen Kämpertyp entwickelt. Und man erlebt auch mit, dass es eigentlich keine Entwicklung ist, sondern nur der frühere "Charlie" zum Vorschein kommt. Denn Costner spielt hier einen Mann mit einer negativen Vergangenheit, mit der er aber schon seit Jahren abgeschlossen hat.
Sehr gut an Open Range gefällt mir aber auch, dass man hier wie auch bei "Der mit dem Wolf tanzt" mit herrlichen Naturaufnahmen verwöhnt wird. Das ganze wird dann nidcht lieblos sondern mit wundervoller Hintergrundmusik präsentiert, so dass man auch seine Freude hat, hier die Landschaftsaufnahmen anzusehen. Sowohl Kamera als auch musikalische Untermalung passen hier äußerst gut und bwirken, dass selbst normalerweise für so manchen langweilig wirkende Szenen zu etwas Besonderem und Interessantem werden.
Äußerst interessant finde ich bei Open Range auch das Thema Beziehungen, das hier durchaus auch ein Anliegen des Filmes ist. So wird man Zeuge, dass sich die beiden Männer, die zehn Jahre auf nächster Nähe zusammen lebten und zusammen durch das Viehtreiben viel erlebten, doch kaum etwas voneinander wissen. Auch das empfinde ich als glaubhaft, zumindestens glaube ich, dass manche Männer durchaus Wert darauf legen, dass andere nicht zu viel über ihre Vergangenheit erfahren. Das gilt hier nicht nur für Charlie, sondern auch für Boss.
Auch solche "Kleinigkeiten" wie das Pferdestriegeln oder das Toben mit der älteren Hündin machen den Film für mich sehenswert. Denn man bemerkt diesen Menschen, die täglich mit den Tieren umgehen direkt an, dass sie ein gutes Verhältnis zu den Tieren habe. Aber auch der partnerschaftliche Umgang miteinander macht diesen Western zu etwas außergewöhnlichen. Denn in vielen Western sind es Einzelgänger und oft nur auf sich bedachte Menschen, die die Hauptrolle spielen. Hier in Open Range aber bekommt man gezeigt, dass eine Partnerschaft und ein Zusammenhalt sehr wichtig sind.
Als sehr schön empfinde ich persönlich auch, dass neben der Landschaftsromantik auch die Romantik zwischen Mann und Frau nicht außer acht gelassen wird. Dennoch entgleist der Film nie in die Rubrik Liebesfilm oder noch schlimmer in das Schnulzenhafte. Die Annäherung zwischen Charlie und Sue, der schönen Schwester des Arztes, wirkt sehr glaubhaft und auch der damaligen Zeit angemessen.
Die Handlung insgesamt wirkt von der Inszenierung durchaus glaubhaft und nachvollziehbar. Auf der einen Seite ist es natürlich schwierig für uns "moderne Menschen" nachvollzuziehen, dass man sich mittels Schußwaffen durchsetzen muss. Aber damals gab es nun einmal keine Anwälte, die Konflikte auf andere Weise lösen konnten. Und wer in dieser harten Zeit von jemand Mächtigem angegriffen wurde, der hatte leider keine anderen Möglichkeiten als die Flucht oder den Kampf.
Open Range hat mir aber auch dadurch gefallen, dass hier so viele unterschiedliche Menschen realistisch dargestellt wurden und man sich hier nicht nur auf die Hauptperson bzw. hier in diesem Fall die beiden Hauptpersonen konzentriert hat. So kann man durchaus nachvollziehen, warum der Wirt sich weigert, die beiden Viehtreiber zu bewirten, denn man erfährt schnell, dass er von dem mächtigen Ranger, dem die Bar gehört, gefeuert würde, wenn er sich anders entscheidet. Dennoch finden aber die Menschen hier einen Weg, der mich selbst erstaunt hat. Viele der Persönlichkeiten, seien es nur einfache Dorfbewohner, der Arzt oder auch der Mann, dem der Pferdestall gehört, machen den Film Open Range zu etwas Besonderem. Und das nur, weil niemand so extrem übertrieben dargestellt wird, dass es mich abschreckte.
Open Range ist wie schon vorher angedeutet, ein eher ruhiger Film, bei dem die Spannung durch die Handlung erzeugt wird. Aber es gibt auch einige Actionszenen und auch ein paar sehr traurige Stellen zu sehen. So ist es eine entsetzliche aber gut wirkende Art von Costner, dass man die Grausamkeit von Menschen daran zeigt, in dem Wehrlose - und auch Tiere - getötet werden, die für niemanden eine Gefahr sind. Das hatte schon in "Der mit dem Wolf tanzt" seine Wirkung auf mich, beispielsweise als Socke aus Spaß abgeknallt wurde oder als die Soldaten das treue Pferd erschossen. Aber es war hier auch wieder schlimm für mich, wie man zwar nicht den Tod der älteren Hündin zeigte. Aber die Wirkung, wie sie daliegt und wie die Männer reagieren, die war genauso schlimm. Zudem hat man auch hier das Tier vorher lebensfroh und friedfertig sehen können. Ja - das sind solche Stellen, wo mir die Tränen kommen. Ich hoffe es regt sich jetzt keiner auf, dass ich nicht genauso extrem auf den Tod des gutmütigen Mose reagiert habe. Auch das war schlimm, aber ein Mann kann sich wehren und immerhin war er es, der auch einen Teil der Männer von Baxter vermöbelt hat. Er hatte somit eine Chance und die Männer eine Wut auf ihn, aber ein wehrloses Tier zu töten, das ist immer noch das i-Tüpfelchen, das die Bösartigkeit von Menschen zeigt und mir als Zuschauer damit mitteilt "Die sind wirklich bösartig und benehmen sich unmenschlich".
Ohne zu viel vom Ende des Filmes zu verraten, hat mir hier auch das Ende des Filmes sehr gut gefallen, dass ein wenig untypisch für die früher üblichen Western ist. Auf mich wirkt auch das Ende realistischer und menschlicher als die frühere Art einen Western zu beenden.
Insgesamt ist Open Range genau die Art Film für mich. Es existiert eine gute und nachvollziehbare Handlung, Romantik ist vorhanden aber wird nicht in übermaßen betont und der Film ist durchgängig interessant. Ebenso gefällt mir an dem Film, dass ich schöne Landschaftsaufnahmen zu sehen bekomme, eine interessante Zeitwende in Amerika präsentiert bekomme und dass auch die Spannung nicht zu kurz kommt.
Hier noch eine bedeutende Aussage von Charlie, die die Wendung bzw. verborgene andere Art seines Charakters zeigt: "Ich habe kein Problem damit, jemanden umzubringen. Hatte ich nie..." Ich mag diesen Spruch, weil man diesem vorher so ruhigen und friedfertigem Mann diese Aussage in dem Moment gar nicht zutraut. Denn Anfangs erscheint er nur unauffällig, friedfertig und nett. Und mit diesem kleinen Satz kommt dann erstmalig hervor, wie gefährlich dieser Mann sein kann.
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MEINUNG ZU DEN SCHAUSPIELERN
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Es ist selten, dass man gleichzeitig zwei Männer und dazu noch sehr unterschiedliche Männer, als Hauptdarsteller präsentiert bekommt. Robert Duvall überzeugte mich als der Mann mit dem ominösen Namen "Boss" genauso wie Costner. Duvall passt hervorragend zu dem ruhigen aber meist bestimmenden Mann, der nicht ohne Grund "Boss" heißt. Den älteren Mann, der schon viel erlebt hat und den man auch jetzt noch für Ennst nehmen muss, den stellt er äußerst gut dar.
Bei Kevin Costner bin ich ja schon etwas auf die Rolle eingegangen. Ich finde es äußerst gelungen, wie er hier glaubhaft darstellt, dass sich ein Mann so wandeln kann. Von einem unauffälligen Partner hin zu einem ernstzunehmenden Revolverhelden hin ist es schon ein großer Unterschied. Und Kevin Costner schafft es, dass man ihm diese komplexe Persönlichkeit glaubhaft abnimmt.
Aber auch Anette Benning und die anderen Darsteller des Filmes wirken glaubhaft und gut. Erwähnen möchte ich hier noch den jungen Darsteller des Mexikaners Button namesn Diego Luna. Ich mag es, wenn junge Menschen schon glaubhaft und gut spielen. Und dieser Schauspieler verwirklichte den jungen, unerfahrenen und sich selbst auch mal überschätzenden Mexikaner sehr gut. Bei Anette Brenning gefiel es mir, dass sie eindrucksvoll eine Frau zeigt, die sich durchaus selbst zu helfen weiß und die selbstbewußte Arztschwester gut so darstellt, wie man es selten in Western sieht. Eben als eine Frau, die auch ohne Mann überleben kann und sich nicht nur ängstlich von den tapferen Männern schützen lässt.
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MEINUNG ZUR DVD EINS MIT DEM FILM
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1. ALLGEMEIN
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Die DVD Eins mit dem Hauptfilm startet mit einer kleinen aber äußerst erfreulichen persönlichen Einleitung zur Deluxe Edition. Kevin Costner wird hier in Großformat gezeigt und begrüßt persönlich das deutsche Publikum zur Deluxe Edition. Da die Ansprache in Englisch gehalten ist, wird in Deutsch das Gesprochene noch einmal Zuschauerfreundlich als Untertitel übersetzt. Man bemerkt also kurz nach dem Einlegen der DVD direkt einen Unterschied zur Normalversion. Kostner wünscht den Zuschauern viel Spaß mit dem Film, anschließend gelangt man in das Hauptmenü.
Das Hauptmenü wurde gelungen und gut animiert und mit guter Musik unterlegt. Die einzelnen Menüpunkte sind in großer Schrift gehalten und lassen sich so einfach und praktisch auch aus weiterer Entfernung präzise anwählen.
Hauptmenü:
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- Filstart
- Kapitelauswahl
- Einstellungen
- Audiokommentar.
Auch hier weicht die Deluxe Edition von Open Range etwas von der Normalversion ab. Denn den Audiokommentar zum Film kann man nur bei der 2er DVD-Version - also der Deluxe Edition genießen.
Anhören kann man sich den Film Open Range in dieser Version in Deutsch und in Englisch. Allerdings werden beide Sprachen in excellentem Audioformat angeboten. So kann ich jeweils zwischen den neuen Formaten Dolby Digital 5.1 Surround E.X. und Dolby DTS ES Discrete 6.1 wählen. Beide Versionen bieten einen noch besseren Surround-Effekt gerade im Bereich der hinteren Lautsprecher.
Untertitel gibt es leider nur in Englisch oder als Deutsch für Hörgeschädigte. Mich selbst stört das allerdings weniger, da ich Filme fast immer ohne Untertitel in Deutsch ansehe.
Erwähnenswert ist hier auch noch die excellente Machart der Kapitelanwahl. Wenn ich auf die Kapitelanwahl klicke, dann sehe ich kleine Filmanimationen in Schwarz-Weiß des jeweiligen Filmkapitels. Das Schwarz-Weiß passt hervorragend zum Genre Western und einen Teil des Filmes zu zeigen bedeute hohen Aufwand aber auch Genuss für den Benutzer. Denn ich selbst kann anhand einer Filmszene wesentlich schneller bestimmen, welches Kapitel ich sehen will, als wenn ich nur ein einziges Bild aus dem Bereich habe. Also auch hier gibt es ein Lob von mir.
2. BILD UND TON
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Äußerst selten wird bei Western ein großer Wert auf einen durchgängigen Surround-Effekt gelegt. Bei Open Range hat man allerdings durchgängig dieses so von mir heißgeliebte Kinofeeling bzw. den Mittendrin-Effekt. Hier haben meine Lautsprecher alle gut zu tun. Beim Gewitter mußte ich mich sogar vergewissern, ob es nicht zufällig bei mir mal wieder regnete, aber es war dann doch nur der Regen im Film. Wie schon im Meinungsteil zum Film erwähnt, unterstützt hier der gute Ton auch eindrucksvoll die Landschaftsaufnahmen. Auch hier hat man über die hinteren Lautsprecher einen guten Filmgenuss. Und gerade zum Ende hin, als es zu dem großen Schußwechsel-Finale kommt, da hat man das Gefühl, als fliegen einem als Zuschauer die Kugeln auch um die Ohren.
Das Bild ist meiner Ansicht nach ebenfalls lobenswert. Zum einen wurde hier das moderne und sich auf die Bildschirme anpassbare anamorphe 16:9 Bildformat verwendet. Dieses bietet zwar vollsten Genuss bei einem Breitbildfernseher, aber auch beim 4:3 Bildformat ist es vom Bild her optimaler als das frühere ältere nicht anamorphe Bildformat.
Die Farben sind klar und kontrastreich. Auf "grauzeichnen" wie in anderen Western üblich, hat man hier verzichtet. Darunter verstehe ich das nachträgliche abändern der Farben, damit der Film älter wirkt. Mir selbst gefällt das nicht so gut, aber teilweise verstärkt es auch eine bestimmte Filmszene. Durch die Echtfarben wirkt der Film auch noch realistischer als wenn man hier mit einer Verfremdung gearbeitet hätte. Selbstverständlich ist dieser Film auch vollkommen Störungsfrei. Postiv bewerte ich hier ebenfalls, dass man bei den dunkleren Filmszenen hier alles noch gut erkennen kann.
3. Audiokommentar von Kevin Costner
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Der Audiokommentar von Kevin Costner ist sehr informativ aber nie langweilig. Ich fand es schon interessant, meinen Lieblinsschauspieler so viel mit seiner eigenen Stimme reden zu hören, denn normal schaue ich mir die Filme ja nur in deutscher Sprache an. Sehr gut ist alles auch technisch ausgestaltet. Sobald man auf Audiokommentar klickt, wird man auch gefragt, ob man Deutsche Untertitel eingeblendet haben möchte. Und somit kann man dann auch wieder alles verstehen, selbst wenn man als Zuschauer kein Englisch-Experte ist.
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MEINUNG ZUR DVD ZWEI MIT DEN EXTRAS
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ALLGEMEIN
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Wie die DVD Eins wird auch die DVD Zwei mit den Extras der Deluxe Edition mit einer Begrüßung und einer Einleitung von Kevin Costner eingeleitet. Auch hier bekommt man automatisch deutsche Untertitel für das Gesagte eingeblendet.
Das Hauptmenü der Extra-DVD ist wie das der DVD Eins gestaltet und ebenso auch animiert. Ständen nicht andere Bezeichnungen hier in den Menüpunkten, könnte man es auch für die DVD Eins mit dem Hauptfilm halten.
JETZT ABER ZU DEN EXTRAS:
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Im Gegensatz zur dürftig ausgestatteten Normalversion gibt es hier zahlreiche und auch zeitaufwendige Extras. So bietet die DVD hier für 140 Minuten also ca. 2,5 Stunden Bonusmaterial. Man ist also etwas mit den Extras beschäftigt, wenn man sich dafür interessiert. Im Vergleich dazu bietet die Normalversion nur den Part "Amerikas Open Range".
Making of Open Range
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Das Making Of ist äußerst interessant gemacht und wird auch von Kevin Costner kommentiert. Gut finde ich, dass hier Deutsche Untertitel einblendbar sind, so können auch Menschen ohne große Englischkenntnisse alles verstehen. Dieser Part hat eine Laufzeit von ca. 65 Minuten.
Entfernte Szenen
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Die Entfernten Szenen kann man sich mit oder ohne den Kommentar von Kevin Costner ansehen. Natürlich gibt es auch hier die Option, sich deutsche Untertitel mit anzeigen zu lassen. Der Part hat mir persönlich sehr gut gefallen, da die Szenen an sich nicht schlecht waren. Immerhin gut 20 Minuten dauert der Part mit den 12 entfallenen Szenen an, die man sich einzeln oder in einem Stück ansehen kann.
Amerikas Open Range
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Der Part hat mir schon auf der Normal-DVD äußerst gut gefallen. Hier bekommt man Originalfilme aus dieser Zeit des Westens gezeigt. Man sieht Fotos und Menschen aus dieser Zeit und bekommt auch einige Einzelschicksale präsentiert. Den Part finde ich äußerst informativ und gut gemacht. Er trägt aber auch mit zum Verständnis des Grundgedankens von Open Range mit. Ich fand es persönlich faszinierend, wie viele Frauen sich in dieser Zeit auch behaupteten und aben auch alleine klar kamen. Aber in diesem Part bekommt man auch viele Informationen zu dem Kampf um das Land durch die Großviehzüchter, die keinen neben sich dulden wollten. Der 12 Minütige Film hat mir sehr gut gefallen und ist wie gesagt das einzige Extra der Normalversion von Open Range.
Die Storyboards
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Ich selbst bin kein so großer Fan des Storyboards aber der Part ist ganz interessant gestaltet und auch Kevin Costner bekommt man des öfteren zu sehen, während er etwas zum Storyboard bzw. seiner Idee erklärt. Schön ist es, dass man viele Szene des Storyboards wie in einem Trickfilm bewegt zu sehen bekommt. Auch hier gibt es natürlich deutsche Untertitel. Insgesamt war dieser Part interessanter als ich es zuerst gedacht habe. Man sieht doch, dass es immer auf die Machart ankommt. Am schönsten fand ich die Szenen in denen man oben den Film und unten dann das Storyboard zu sehen bekam.
Featurette Deutschlandpremiere
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Wie schon der Name sagt, bekommt man hier einen Aussschnitt der Detuschlandpremiere von Open Range zu sehen. Dieses erfolgt allerdings unkommentiert, so dass man sich hier mehr auf die gezeigten Szenen konzentriert. Sehr schön finde ich aber die Hintergrundmusik, die eingeblendet wird, als Kevin Costner erscheint. Auf alle Fälle mal ein etwas anderes Extra, das hier geboten wird. Ich wußte gar nicht, dass Kevin Costner bei der Deutschlandpremiere vor Ort war und dann noch so eine gute Eröffnungsrede gehalten hat. Das wäre genau etwas für mich gewesen. Alles, was er hier spricht wird wieder mit Untertiteln übersetzt. Seine Rede hat mir sehr gut gefallen. Schnüff - und ich war nicht dabei...
"Broken Wagon" Videoclip
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Cen Broken Wagen Videoclip hat Kevin Costners Partnerin während der Dreharbeiten gemacht. Darauf weist der Regisseur schon in seinem Vorwort hin. Es ist ein mit ruhiger aber schöner Musik untermalter Clip mit einigen schönen Szenen aus dem Film und von den Dreharbeiten. Der clip gefällt mir sowohl von der Musik her als auch von den gezeigten Szenen. Smile - so schön und interessant habe ich noch nie Dreharbeiten von einem Film präsentiert bekommen.
TRAILER
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In diesem Part befindet sich ein Untermenü, über das man zwei verschiedene Trailer zum Film, Teaser und TV-Spots anwählen kann. Die Trailer haben mir sehr gut gefallen. Ich fasse jetzt diese verschiedenen Begrifflichkeiten einfach mal zusammen. Der Teaser und einer der beiden Trailer (was ist der Unterschied eines Teaser zum Trailer??) sind in Deutscher Sprache gehalten und zeigen schon gut, was man vom Film erwarten kann bzw. sollte. Der zweite Trailer ist wohl der Amerikanische Originaltrailer zum Film und daher in englischer Sprache. Auch die TV-Spots sind in englischer Sprache.
Cast & Crew Infos
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Auch dieses Feature wurde für "solche trockenen Informationen" sehr gut gestaltet. Das Menü dieses Unterpunktes ist animiert und zeigt die verschiedenen Schauspieler bzw. die Personen des Filmes einzeln und in Großformat. Klickt man auf einen der Namen erscheint auf Tafeln die Biografie und die Filmografie der betreffenden Person. Leider ist nur das Menü selbst mit Musik untermalt. Dennoch gefiel mir auch dieses Extra der DVD.
Informationen erhält man über:
- Kevin Costner - Charlie
- Robert Duvall - Boss
- Annette Bening - Sue
- Michael Gambon - Baxter
- Diego Luna - Button
- Abraham Benrubi - Mose
- Michael Jeter - Percy
- James Russo - Poole
DATEN
Deutscher Titel: Open Range - Weites Land
Originaltitel: Open Range
Land / Jahr: USA 2003
Genre: Western
Regie: Kevin Costner
Darsteller: Robert Duvall, Kevin Costner, Annette Bening, Michael Gambon, Michael Jeter u.a.
FSK: 12
Laufzeit: ca. 133 min
Audio:
Deutsch: DTS ES 6.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: DTS ES 6.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 (2.35:1) anamorph
DVD-Typ: 2 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Digipak mit Schuber
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englisch,
Extras/Ausstattung:
- Kinotrailer
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes DVD-Menü
- DVD-Menü mit Soundeffekten
- Interviews
- Audiokommentar von Kevin Costner
- DVD Introduction von Kevin Costner
- Making of Open Range
- Entfernte Szenen
- Amerikas Open Range"
- Die Storyboards
- Featurette Deutschlandpremiere
- "Broken Wagon" Videoclip
- Tailer, Teaser und TV Spots
- Cast & Crew Infos
Preis: 21,99 Euro bei Amazon
FAZIT
Open Range in der Deluxe Edition bietet gute Unterhaltung durch einen Western, in dem es um Freundschaft, Ehre und Liebe geht und der gleichzeitig einen Blick auf ein mir bisher weniger bekannten Part der amereikanischen Geschichte bietet. Die Qualität von Ton und Bild ist lobenswert gut und bietet somit einen noch größeren Filmgenuss. Aüßerst empfehlenswert ist aber diese DVD in der Deluxe Version sowohl durch den guten Audio-Kommentar von Kevin Costner als auch durch die vielen informativen und gut gestalteten Extras der zweiten DVD. Ich kann diese DVD trotz des etwas höheren Preises gegenüber der Normalversion hier uneingeschränkt empfehlen.
Liebe Grüße - Miara weiterlesen schließen
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