Placebo - Soulmates Never Die: Live in Paris 2003
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Placebo - Soulmates Never Die: Live in Paris 2003
Placebo - Soulmates Never Die: Live in Paris 2003
Placebo - Soulmates Never Die: Live in Paris 2003

Testberichte Placebo - Soulmates Never Die: Live in Paris 2003

 (DVD) Musik Independent DVD
5.0 von 5
Platz 2 in der Kategorie "Musik Independent DVDs".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
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Placebo - Soulmates Never Die: Live in Paris 2003 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Stimmung des Konzertes, der Doku-Film, Bild und Ton, einfache Menüführung
  • klasse Band, klasse Musik, interessante Doku
Nachteile/Kritik
  • Altersfreigabe
  • könnte vielleicht noch mehr Bonusmaterial enthalten
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MissMolko

DAS IST MEINE BAND!

ein Testbericht von 2004-06-12 22:55:06 vom 12.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Stimmung des Konzertes, der Doku-Film, Bild und Ton, einfache Menüführung...
Nachteile/Kritik: Altersfreigabe
Heute wage ich mich an einen Bericht, auf den ich mich schon lange gefreut habe: Ich stelle euch die neue DVD der Band Placebo vor! Die ganze letzte Woche hatte ich sie in jeder freien Minute laufen und bin immer noch hin und weg. Vielleicht gelingt es mir ja, euch etwas mit meiner Euphorie anzustecken.
Diese Kategorie ist ganz neu für mich, deshalb hoffe ich, den Bericht gut zu bewältigen. Dabei wird mir hoffentlich das Thema helfen, denn über Placebo habe ich ja schon öfter geschrieben.

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim lesen!


>>Die Band<<

Die Multi-Kulti-Band besteht aus Stefan Olsdal (Schwede), Steve Hewitt (Brite) und natürlich Brian Molko (Halb Ami halb Brite), dem androgynen Bandleader. 1995 gegründet, wurden sie schon 1996 von niemand geringerem als David Bowie entdeckt, bei dessen Tour sie als Vorband spielen durften. Er veranlasste schließlich auch den Plattenvertrag, und ebenfalls 1996 wurde ihr erstes Album "Placebo" veröffentlicht. Die erste Vorabveröffentlichung daraus war "Buise Pristine", doch erst mit "Nancy Boy" (1997) gelang der Durchbruch. 1998 folgte das zweite Album "Without you I'm nothing" mit dem Megaknaller "Pure Morning". 2000 kam dann "Black Market Music", und nach der 18 monatigen Tour gönnte sich die Band nach fast sieben Jahren Tour- und Albumstress eine längere Pause. Bis die Arbeiten an "Sleeping with ghosts" begannen. Das letzte Album der Band wurde am 24. März 2003 veröffentlicht.

Eine ausführliche Diskographie könnt ihr in meinen Berichten über die einzelnen Alben der Band nachlesen. Hier würde sie den Rahmen sprengen.


>>Wie kam es zu diesem Projekt?<<

Im Jahr 2003 veranstalteten Placebo eine riesige Tournee, die sie um die ganze Welt führte: Sie spielten in Mexiko, Australien und natürlich in ganz Europa, um nur wenige Stationen zu nennen. Überall auf der Erde gab es das gleiche Feedback: Massen an Fans und gigantische Stimmung während ausverkaufter Konzerte. Wohl selbst überwältigt von diesem Erfolg, beschloss die Band, eines ihrer schönsten Konzerte auf DVD festzuhalten.
Schon im Frühjahr gab es erste Gerüchte, dass dieses Konzert in der Pariser Bency-Halle vor circa 16.000 Fans stattfinden sollte. Als es dann im Sommer Tickets gab, waren die logischerweise innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.
Am 18. Oktober war es dann endlich soweit - während Placebos verlängerter Europa-Tournee fand dieses besondere Ereignis statt.
In Deutschland sowie fast überall in Europa wurde die fertige DVD am 15. März 2004 veröffentlicht, ein Jahr nach Erscheinen des Albums "Sleeping with ghosts". Sie enthält das 100minütige Konzert sowie einen 30minütigen Tour-Dokufilm.


>>Äußere Aufmachung<<

Die DVD ist in einer Papphülle verpackt, wie sie eben typisch ist für DVDs. Hier heißt es Vorsicht: die Ecken und Kanten der Hülle nützen sich sehr leicht ab, so dass die DVD schon nach wenigen Nutzen etwas verloddert wirken kann.
Das Cover seht ihr ja im Produktbild, deshalb spare ich mir eine lange Beschreibung. Im oberen Teil, vielleicht etwas undeutlich zu erkennen, sieht man die Halle mit der Menschenmasse, darunter sind die einzelnen Bandmitglieder als "Schattengestalten" abgebildet. Das sind typische Konzertschnappschüsse für jedes Mitglied: Steve am Schlagzeug, Stefan an der Gitarre und Brian singend und posierend vorm Mikro.
Der Schriftzug auf der DVD "Placebo - Soulmates never die Live in Paris 2003" ergibt die Farben der Französischen Flagge, rot, weiß und blau.
Nach dem Aufklappen des Covers sind ausschließlich Menschen zu sehen. Dem gesamten Innenteil inklusive Außenseite des Booklets und der DVD an sich ist ein riesiges schwarz-weiß-Bild des Publikums hinterlegt.
Wie bereits erwähnt, findet man in einer Einstecktasche der linken Innenseite ein Booklet, was Schnappschüsse der Band vor und während des Konzertes enthält. Das Booklet stimmt auf das ein, was einen erwartet, aber die Band hatte schon geistreichere Cover. Außerdem sind die Bilder sehr verschwommen und die Motive nur undeutlich zu erkennen.
Die eigentliche DVD befindet sich in einer Plastehalterung auf der rechten Innenseite. Auf ihr sind in goldenen Buchstaben Band, Titel, Urheberrechte und die Bemerkung: "Freigegeben ab 6 Jahren" erwähnt.
Die Rückseite ist schwarz mit weißer Schrift, unter dem Text sieht man noch ein Foto der Band in Action. Unter dem Titel steht eine Art Klappentext, in dem meiner Meinung nach die Stimmung des Konzertes wunderbar eingefangen wird. Der Text ist komplett in englisch.
Weiterhin findet man Hinweise auf den Dokumentarfilm und die Tracklist des Konzerts.
Im "Kleingedruckten" kann man ein paar technische Daten nachlesen und eine Warnung, dass diese DVD anstößiges Material enthält und Eltern daher den Gebrach ihrer Kinder überwachen sollten. Außerdem findet man Kontaktmöglichkeiten mit der Band (eine Adresse und die Homepage), die Mitwirkenden und wie immer natürlich die Urheberrechte.


>>Die Tracklist<<

1. Bulletproof Cupid
2. Allergic
3. Every You Every Me
4. Bionic
5. Protect Me
6. Plasticine
7. The Bitter End
8. Soulmates
9. Black-Eyed
10. I´ll Be Yours
11. Special Needs
12. English Summer Rain
13. Without You I´m Nothing
14. This Picture
15. Special K
16. Taste In Men
17. Slave To The Wage
18. Peeping Tom
19. Pure Morning
20. Centerfolds
21. Where Is My Mind? (feat. Frank Black)


>>Das Menü und die Menüführung<<

Nach dem Einlegen der DVD sieht man auf dem Bildschirm zunächst die Firmen, die an der Veröffentlichung mitwirkten, zum Beispiel Virgin Record und Elevator Music. Und dann geht's los...
Der Bildschirm wird rot, es laufen Konzertszenen verschwommen im Hintergrund ab. Man hört erst nur einen Herzschlag, der dann vom Remix eines unveröffentlichten, ruhigen Liedes der Band abgelöst wird. Nacheinander erscheinen die Menüpunkte am unteren Bildrand. Darüber kann man noch einmal den Titel der DVD lesen.

Die Menüpunkte:

1. Play concert
Logisch, was passiet, wenn man es anklickt...

2. Set list
Die Songs des Konzertes sind einzeln anwählbar. Auf drei Seiten findet man am oberen und am unteren Bildschirmrand eine Reihe mit den einzelnen Liedern in Konzertreihenfolge. Wie auf allen Seiten des Menüs laufen Konzertausschnitte dezent im Hintergrund ab. Die erste Seite der Set List ist mit der französischen Version des Liedes "Protect Me From What I Want" unterlegt, die zweite Seite mit "English Summer Rain" und die dritte mit "Taste In Man".

3. Documentary
Darunter kann man sich den Dokumentarfilm der Tour ansehen, zu dem ich später mehr sagen werde.

4. Audio
Hier lässt sich die Tonwiedergabequalität verändern. Man kann auswählen zwischen Stereo, Dolby Digital 5.1 Surround und DTS 5.1 Surround. Mehr dazu später.

5. Subtitles
Man kann hier Untertitel in einer beliebigen Sprache auswählen, die dann dem Dokumentarfilm unterlegt sind. Auswählen kann man zwischen Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch, oder man klickt auf "off" und die Untertitel verschwinden aus dem Bild.
Auf der Hülle ist angegeben, dass die Untertitelliste neben den angegebenen Sprachen noch Portugiesisch enthält, das konnte ich allerdings nicht finden.

Die Menüführung ist sehr einfach und übersichtlich gestaltet. Auch wenn die Punkte alle auf Englisch sind, hat damit glaube ich niemand Probleme. Spätestens beim Anklicken der Punkte wird alles klar. Ich fand es außerdem sehr ansprechend, dass die einzelnen Menüseiten mit Musik und Konzertszenen unterlegt sind.


>>Technische Anforderungen und Qualität<<

Man braucht einen DVD-Player, das war's eigentlich auch schon. Da ich ein Super-Billig-Modell besitze, glaube ich nicht, dass man hier auf eine gewisse Qualität des Players angewiesen ist. Es lief alles fast ohne Probleme ab - zweimal ist das Bild kurz stehen geblieben, was wahrscheinlich mit einem teureren DVD-Player höherer Qualität nicht passiert wäre.
Wenn man einen Computer mit DVD-Laufwerk besitzt, kann man sich die DVD natürlich auch damit ansehen. Man benötigt noch ein Programm zum Abspielen von DVDs, zum Beispiel InterVideo WinDVD 5. Bei mir gab es hier gar keine Probleme.
Allgemein kann man sagen, dass die Bild-Qualität ist super ist, gestochen scharf, außer bei manchen Konzertszenen, dass ist dann aber offensichtlich so gewollt.
Solltet ihr zu den Glücklichen gehören, die eine Dolby-Surround-Anlage besitzen, könnt ihr euch das Konzert, wie oben erwähnt, auch unter diesen hervorragenden akustischen Bedingungen ansehen. Leider blieb mir nur die Stereo-Option. Trotzdem habe ich das Konzert sehr genossen und war mit der Ton-Qualität absolut zufrieden. Es ist zu erwarten, dass die Dolby-Variante natürlich noch mehr soundtechnischen Genuss bietet.


>>Das Konzert (Menüpunkt 1)<<

Nach dem Klicken auf Menüpunkt 1 "Play concert" sieht man zunächst einige Momentaufnahmen und Schnappschüsse, die vor dem Konzert aufgenommen wurden. Man spürt richtig die Spannung und Nervösität, die dahinter stecken. Sie wird mit der eigenen Spannung auf das Konzert gemischt.
Dann erscheint plötzlich die Bühne, in blaues Licht getauch, die Musik beginnt mit "Bulletproof Cupid" wie ein Donnerschlag, ein Kreischen geht durch die Menge. Noch wird die Bühne von einer halbdurchsichtigen Leinwand verdeckt, hinter der man nur drei Gestalten sieht. In der Mitte des Liedes fällt der Vorhang, das Licht wandelt sich ins Rote und das Kreischen wird mindestens doppelt so laut. Da sind sie! Placebo geben einen hervorragenden ersten Eindruck des Konzertes: Genauso energievoll und ergreifend bleibt die Stimmung bis zur letzten Zugabe. Beispielhaft ist das erste Lied auch für die Lichtshow, die wirklich atemberaubend ist. Knallige Farben wechseln sich mit schwarz-weiß, so dass einem richtig schwindlig wird. Während eines Konzertes achtet man gar nicht so genau darauf, aber hier kommt diese Show einfach genial rüber. Und so ganz langsam wird einem erst richtig bewusst, was man noch vor sich hat...
Beim zweitem Lied, "Allergic" hört man das erste Mal Brians Stimme, wobei sich die Menge fast überschlägt vor Jubel. Ein Höhepunkt ist gefolgt vom anderen: Das nächste Lied ist einer der größten Erfolge der Band, "Every You Every Me". Nach einem langen Vorspiel kann man Brian und Stefan im Duett singen hören, was eine ziemliche Seltenheit ist. Die letzten Refrains singt Brian herrlich ausgeschweift und die Menge kocht und kocht...
Nach diesem Lied erfolgt die Begrüßung des Publikums, anschließend zeigt sich, dass die Band in der Lage ist, auch aus zwei Versen eine fünfmintige Krachershow zu machen. "Bionic" wird zusätzlich mit einer schlechten bildlichen Qualität anschaulicher dargestellt: Die verzerrten Bilder und unglaublich schnell wechselnden Szenen passen perfekt zu diesem Lied.
Danach kommt es wieder zu einem kleinem Plausch mit dem Publikum, größtenteils auf französisch und schon wieder folgt ein kleiner Höhepunkt: "Protect Me From What I Want" wird in einer aggressiven, französischen Version zum besten gegeben, während der Brian seine Mundharmonika auspackt und dem ganzen so noch einen letzten Kick gibt. Nach "Plasticine" folgt "The Bitter End", während dessen im Hintergrund auf der großen Leinwand immer wieder Aufnahmen der berühmten Satellitenschüssel gezeigt werden, auf der das Video zum Song gedreht wurde.
Nach diesem Lied ist das Publikum aufgebrachter als je zuvor. Um es auf ein ernsteres und ruhigeres Lied einzustimmen, gibt es eine ganz kurze Pause, die Band bleibt aber auf der Bühne.
"Soulmates" hieß früher "Sleeping with ghosts", wurde aber nach der Veröffentlichung wichtiger den je, bekam einen neuen Rhythmus, einen neuen Titel und war schließlich auch namensgeber der DVD. Es ist mittlerweile zu einer Hymne gegen den Krieg geworden (auf manchen Konzerten kommentierte Brian das Lied noch mit einem freundlichen "Fuck you, Mr. Georg W. Bush!", aber wenn so etwas veröffentlicht wird, kann es ja Ärger geben). Das Lied steigert sich von Wort zu Wort, wird immer leidenschaftlicher und mitreißender. Auf der Leinwand tauchen Bilder von Explosionen, Flugzeugen, einem Finger am Auslöser und fliegenden Bomben auf.
Doch danach, genug von Nachdenklichkeit und Trauer, startet "Black-Eyed", was mir persönlich auf der Tour am besten gefallen hat. Die Band gibt wieder alles und steigert sich in eine regelrechte Extase. Im Hintergrund sieht man Bilder verschiedener Menschen, mit all ihren kleinen Problemchen "Jesus loves me", "Mommy smokes Crack", "Where is my clitoris?", "Who I am?" oder "Mom is gay" sind nur ein paar Beispiele, die mich während der Konzerte zum Lachen brachten. Leider werden auf der DVD nur wenige Ausschnitte davon gezeigt, eigentlich liefen diese lustigen kleinen Bildchen das ganze Konzert durch.
Nach einem ruhigeren Teil mit "I'll Be Yours" und "Special Needs" geht es elektrisch weiter: "English Summer Rain" kommt immer wieder super beim Publikum an (obwohl ich das nicht so ganz verstehe ;o) ). "Without You I'm Nothing" ist natürlich ein Höhepunkt an sich, ohne dass die Band dafür groß etwas tun muss. Der Jubel der Menge wird ins Unermessliche gesteigert, als "This Picture" beginnt. Die ironisch-bösartige Stimmung des Liedes kommt trotz der lustig-fröhlichen Melodie super rüber. Auf der Leinwand sieht man teilweise ziemlich krasse Bondage-Bilder, die nach und nach immer öfter auftauchen und das ganze Bild für kurze Momente einnehmen. Das Publikum steht bei diesem Lied im Vordergrund: Immer wieder sieht man Szenen dieses Pulks, Gedränge bis zum Umfallen, Leute, die über die Köpfe gereicht werden und Pogo trotz der Enge, absolut chaotisch!
Nach dem Knaller "Special K" folgt eine kurze Pause, danach hört man das Intro von "Taste In Man". Stefan betritt als erster wieder die Bühne und unterhält die Leute derweilen mit seinem seltsamen "Schwulentanz".
Während "Slave To The Wage" rasten die Fans erneut total aus. Placebo singen dieses Lied mit einer unglaublichen Energie, die sich natürlich auf's Publikum überträgt. Brian und Stefan kommen der Menge sehr nah, was die Fans schier ausrasten lässt. Am Ende des Liedes hockt sich Brian ganz nah an den Bühenrand, hält das Mikro in die Masse, lauscht andächtig, wie ein riesiger Chor "Run away" singt und ist sichtlich ergriffen. Auch die Fans sind auf einmal ganz ruhig und konzentrieren sich nur auf's Singen. Ein wunderschöner Moment, der eine ganz besondere Nähe zwischen Stars und Fans wiedergibt.
Ruhig geht's weiter mit "Peeping Tom", bei dem Brian am Keyboard sitzt. Die Bildqualität ist hier teilweise gewollt schlecht, um ganz auf den Text zu verweisen. Der vorerst letzte Höhepunkt des Konzertes ist "Pure Morning", DIE Placebo-Hymne schlechthin, was man an der Stimmung des Publikums ganz deutlich merkt.
Und dann ist erstmal Schluss. Doch ein Konzert ist ohne Zugabe kein Konzert! Entsprechend groß ist der Jubel, als die Band die Bühne wieder betritt und mit "Centrefolds" den ruhigsten Titel des Konzertes anstimmt.
Nun folgt das letzte Lied, die letzte Zugabe und der Höhepunkt eines Konzertes, was ausschließlich aus Höhepunkten zu bestehen schien. Hier zeigt sich, dass das Unmögliche möglich ist, dass alles noch zu steigern geht. Selbst Brian ruft völlig euphorisch "The last song, but what a song!", als Frank Black, der Sänger der Pixies die Bühne betritt, um mit Placebo zusammen ein Cover des Pixies-Klassikers "Where is my mind?" zu spielen. Noch nie hab ich Brian so schön live singen gehört, seine Stimme harmoniert wunderbar mit der von Frank Black, obwohl diese völlig verschieden sind. Dieses Lied ist wirklich etwas ganz besonderes, vorallem mit der Unterstützung des Originalinterpreten. Ich habe es mir zig Mal angesehen, weil ich einfach nicht genug davon bekommen konnte. Es ist wirklich ein mehr als würdiger Abschluss eines ganz besonderen Konzertes, was ja zum Glück für die Ewigkeit auf einer DVD festgehalten wurde.

Wenn ihr mehr Infos zu den einzelnen Songs haben wollt, kann ich euch wieder auf meine Berichte über die Alben von Placebo verweisen.
Die Tracklist des Konzertes finde ich persönlich sehr gut gewählt. Ruhigere Lieder kommen genauso wie schnelle, laute, von jedem Album ist etwas dabei, die beliebtesten Songs sowieso.
Ich hätte mich noch über ein oder zwei Lieder vom ersten Album gefreut, aber mit "Bionic" haben sie schon eins der coolsten davon gesungen.


>>Die Tour-Backstage-Dokumentation<<

Allgemein kann man dazu sagen, dass die Band wirklich so ist, wie ich sie mir vorgestellt habe, nur viel öfter betrunken. Die meiste Zeit während des Schauens habe ich mit Grinsen verbracht. Ich will euch kurz eine Zusammenfassung des Inhaltes geben.

Am Anfang gibt es eine Resüme der Welttour mit ein paar beeindruckenden Zahlen: Das kleinste Konzert fand in den USA vor 605 Leuten statt, das größte in Deutschland bei "Rock am Ring" vor 75.000, über 1,4 Millionen Fans haben die Band im Jahr 2003 live erlebt und so weiter und so weiter...
Dann geht der eigentlich Film los: Man erhält einen Einblick hinter die Kulissen des kleinsten Konzerts der Tour, eben erwähnt, vor 605 Fans in Seattle. Szenen mit Fans werden eingeblendet sowie die Motivation der Band vor einem Konzert: Jede Menge Bier.
Später kann man die Band auf einem Sight-Seeing-Trip durch Las Vegas begleiten, wo sie auch ein kleines Konzert geben, mit den "Eagles of Death Metal", sehr engen Freunden, als Vorband.
Während man danach Bilder eines Festivals in Australien sieht, redet Brian über die Fans verschiedener Nationen. Nach dem Konzert führt Brian das Kamerateam total betrunken durch seinen Wohnwagen und labert jede Menge Mist.
Weitere erwähnenswerte Szenen sind die aus Mexiko, wo Placebo ein Konzert vor 35.000 Menschen gaben. Die mittelamerikanischen Fans sind absolut euphorisch, obwohl die Band bisher so selten dort war. Während einer Autogramm-Stunde herrscht ein kaum zu bewältigender Andrang, aber die Band bleibt cool, weil sie selber so begeistert sind. Als sie schließlich in einem Van durch Mexiko-City düsen, rennt ihnen ein total irrer Fan hinterher, den Placebo noch von ihren letzten Aufenthalt in Mexiko kennen. Er ist hin und weg und Steve hat schon Angst, dass er überfahren wird. Total verwirrt ist der Mexikaner, als er die Band schließlich in einem Lokal trifft. Wieder eine rührende Szene zwischen Stars und Fan.
Am Schluss des Filmes sieht man Szenen des Mega-Konzertes in Mexiko, die einen schönen Abschluss bilden.

Den Inhalt habe ich etwas gekürzt und nur Beispiel-Szenen wiedergegeben. Während des Films gibt es immer wieder Interviews und Konzertsausschnitte. Diese Doku ist meiner Meinung nach absolut gelungen, man kann sie sich immer und immer wieder ansehen, zumindest als Fan.
Obwohl ich relativ gut mit der englischen Sprache zurecht komme, ist die Untertitel-Funktion hier sehr angebracht, da viele Dinge nur sehr undeutlich zu verstehen sind. Die Untertitel sind in weißer Schrift am unteren Bildrand eingeblendet, auch in ausreichender Größe, sodass sie gut lesbar sind, aber das Bild trotzdem nicht beeinträchtigen.


>>Die Altersfreigabe<<

Freigegeben ist die DVD ab sechs Jahren, wie ich es bereits erwähnt hatte. Das finde ich nicht passend. Ab zwölf hätte auf alle Fälle gereicht, da ändert auch die Warnung auf der Rückseite der Hülle nichts dran. Die Ausdrücke sind mitunter sehr deftig, ebenso wie die Bondage-Szenen während es Konzertes, und auch der Lebensstil der Band hat nicht unbedingt Vorbildfunktion.

>>Preis<<

Bei Amazon.de gibt es die DVD für 21,99 Euro (portofrei). Auch in Geschäften wie zum Beispiel Media Markt liegt der Preis um die 20 Euro. Das ist natürlich nicht ganz billig, aber trotzdem lohnenswert. Bei eBay lassen sich übrigens locker fünf Euro sparen, die DVD wird dort zur Zeit sehr häufig angeboten.


>>Mein Fazit<<

Mein Fazit kommt heute mal tabellarisch.

Pro:
- die Stimmung des Konzertes ist perfekt eingefangen
- das Konzert an sich!
- bisher geheim gehaltene Einblicke hinter die Kulissen
- schönes Design
- einfache Menüführung
- sehr gute Ton- und Bildqualität
- Untertitel-Funktion
- Songs einzeln anwählbar


Contra:
- die Altersfreigabe
- Hülle nützt sich leicht ab
- eventuell der Preis

Ihr seht, die Pros überwiegen eindeutig. Ich werde natürlich fünf Sterne vergeben!

Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß beim Lesen wie ich beim Schreiben. Weitere Infos findet ihr unter www.placeboworld.co.uk.
Vielen Dank für eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare!

In diesem Sinne - ich freu mich auf's Southside.



PS: Fehlt was? Dann teilt es mir bitte mit!
PPS: Die Kriterien oben sind Schwachsinn!
...
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Kommentare
BelgiumKing
BelgiumKing, 27.06.2004
hehehehe...Du auch hier. Haumltte ich mir denken koumlnnen knuff JL hier als BelgiumKing :-p
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oeta77

Nicht nur für Fans ein Muss!

ein Testbericht von 2010-01-12 17:29:48 vom 12.01.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: klasse Band, klasse Musik, interessante Doku...
Nachteile/Kritik: könnte vielleicht noch mehr Bonusmaterial enthalten
Ich habe diese DVD vor ein paar Jahren von Freunden geschenkt bekommen, weil sie wussten, dass ich ein großer Fan dieser Band und ihrer Musik bin. Bis dato wusste ich jedoch noch nicht, wie sie wohl live sind. Nachdem ich die DVD gesehen hatte, war es endgültig um mich geschehen und es stand fest, dass ich Placebo so schnell wie möglich live sehen musste! Ich kann jeden, der bei diesem Konzert 2003 in Paris Bercy dabei war nur beneiden! Natürlich kann eine DVD nie das Feeling eines selbst erlebten Konzertes ersetzen. Ich selber habe Placebo bisher 2 Mal in Deutschland live gesehen - noch in dieser Originalbesetzung mit Steve Hewitt an den Drums - und war beide Male total begeistert.

Aber die Tracklist bei diesem Konzert in Paris vor 18.000 Fans war wirklich super - alle von Placebos bis dahin besten Songs sind dabei - und auch die Atmosphäre war anscheinend einmalig, so wie es auf dieser DVD wirkt! Man hat fast ein wenig das Gefühl selbst dabei gewesen zu sein! Aber nicht nur das Konzert ist klasse, auch die Backstage Aufnahmen sind witzig und interessant! Durch eine 25-minütige Dokumentation der Tour bekommt man auch mal interessante Einblicke in den Touralltag. Die DVD ist für Fans definitiv ein Muss, aber auch für alle die gute Musik lieben empfehlenswert!

Ein besonderes Highlight des Konzerts ist sicherlich die französische Version von "Protect Me From What I Want". Und zum krönenden Abschluss gibt es dann auch noch einen Auftritt von Frank Black, der gemeinsam mit Placebo-Frontmann Brian Molko den Pixies Klassiker "Where is my mind" singt und performt. Die Bild- und Tonqualität der DVD finde ich persönlich sehr gut, auch wenn manche da wohl anderer Meinung sind. Meiner Meinung nach gehört Soulmates Never Die in jede Konzert-DVD Sammlung. Über 2 Stunden beste Unterhaltung - kann man sich immer wieder ansehen!
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Kommentare
g0ldfish
g0ldfish, 12.01.2010
Richtig geniale Scheibe, höre ich auch sehr gern! LG
1stein
1stein, 12.01.2010
sehr hilfreich geschrieben, lg Erik
dkali
dkali, 12.01.2010
Tolle Bericht, liebe Grüße.
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BelgiumKing

IT'S A SOULMATE...

ein Testbericht von 2006-05-03 19:57:48 vom 03.05.2006
Empfehlung: ja
PLACEBO - SOULMATES NEVER DIE (Live in Paris 2003)


Ich habe mir diese DVD gekauft, und Miss Molko ist Schuld :o) ...denn eigentlich wollte ich ein wenig mehr mit meinen Finanzen haushalten und mir nicht zahllose DVD’s ins Regal stellen, aber an Placebo komme ich irgendwie nicht vorbei. Böse Miss Molko, deren gigantischer Bericht mich nochmals ergänzend motivierte ;o)

Dennoch möchte ich den Bericht ein wenig anders beleuchten, denn ich denke, eine Live-DVD hat besondere Schwerpunkte, die vor allem mit der visuellen Darstellung zu tun haben. Die beste Band taugt nichts, wenn die Realisierung von Bild und Ton von Kameramann und Ton-Ingenieur versaut wird. Hier aber gibt es eine gute Nachricht: der Kameramann ist gut und der Ton-Realisateur ist sogar genial !!!


WAS IST PLACEBO

Das ist, frei nach Der eingebildete Kranke des Molière-Klassikers, schnell erklärt. Ein Placebo ist ein vermeintliches Medikament, und ich erschrecke immer wieder, wie tief am Boden die Allgemeinbildung ist, dass dies kaum noch bekannt ist. PISA-Studie grüßt quasi. Die Band nutzt einen medizinischen Begriff für eine Form von Medikament, dass dem Patienten das Gefühl gibt, er habe ein Heilmittel - sei es Tablette oder Kapsel - eingenommen und dann glaubt, dass es ihm besser gehe. Genialer Name für eine Band, deren Texte oft Rätsel sind, wie beispielsweise Special K beweist.


WER IST PLACEBO

PLACEBO sind zum Glück kein Placebo, sondern sie gibt es wirklich in Fleisch und Blut. Auf der DVD sind zwar einige Musiker mehr im Hintergrund aktiv, aber die Band selbst besteht aus Stefan Olsdal ( ein Schwede), Steve Hewitt (Großbritannien) und Frontman Brian Molko (USA & GB).

Mitte der 90er aus der Taufe gehoben, wurde 1996 das erste Album namens PLACEBO veröffentlicht. Damals waren sie Vorturner von David Bowie bei dessen Konzerten, um dann selber durchzustarten. Bowie half dabei. 1998 folgte das Album Without You I'm Nothing und im Jahr 2000 kam dann Black Market Music. Längst schon auf der Überholspur, kam dann im März 2003 Sleeping with ghosts auf den Markt.

Den Stil von PLACEBO rechnet man in Regalen vom Saturn und MediaMarkt zum Genre Alternative.


DVD-DETAILS

Titel: PLACEBO Soulmates Never Die - Live In Paris
Bildformat: Breitbild 6:9
Farbe: PAL
Regionalcode: 2
Laufzeit: 120 Minuten
Audio: DTS 5.1 Surround, DD 5.1, Stereo
Subtiles (Tour Film): GB, F, D, I, POR, ESP
Hülle: Karton beschichtet
FSK: 6 Jahre
Preis: 21,99 Euro


ÜBER DAS KONZERT

Das ganze Konzert wird von den wirklich wichtigen Tracks der individuellen Band bestimmt:

01. Bulletproof Cupid
02. Allergic
03. Every You Every Me
04. Bionic
05. Protège Moi
06. Plasticine
07. The Bitter End
08. Soulmates
09. Black-Eyed
10. I´ll Be Yours
11. Special Needs
12. English Summer Rain
13. Without You I´m Nothing
14. This Picture
15. Special K
16. Taste In Men
17. Slave To The Wage
18. Peeping Tom
19. Pure Morning
20. Centerfolds
21. Where Is My Mind? (feat. Frank Black)

Ich gehe nicht auf jeden Track, sondern vor allem auf die Stimmung ein.

Man möge sich vorstellen, dass Live In Paris ein wenig mehr ist... denn PLACEBO spielen im Pariser Musik-Mekka, dass sich BERCY nennt. Wer etwas auf sich hält und gut ist, landet irgendwann in BERCY.

Paris, das ist noch nicht viel, aber BERCY, das ist der musikalische Olymp in Frankreich !!! Und für PLACEBO ist es Null Problemo, die gigantische Halle mit über 16000 Besuchern zu füllen.

Das Konzert beginnt mit dem stimmlosen Bulletproof Cupido und läßt die Fans rasen, denn schemenhaft sind die drei Jungs von PLACEBO zu erkennen, um dann bei frenetischem Beifall ohne Boxenstopp Allergic beizusteuern, welche ich selbst ziemlich schlapp finde und auch kein Fan von dem legendären Every You Every Me bin, obwohl die Fans bereits rasen. Bionic stimmt nochmals auf den Style und das Charisma von PLACEBO ein, und ich bin immer noch zufrieden. Aber meine Begeisterung vorm TV bei rund 200 Watt schwappt über, als die Knaller Bionic,
Protège Moi und Plasticine im typischen Sound der Band auf mich einprasseln. Wäre ich doch bloß live dabei !!! GIGANTOMANISCH; MEGAGEIL, SUPERKULTI... und Brian Molko, der immer feminin wirkt in seiner Gestik und Bewegung, dreht allmählich auf. Aus Diesel wurde, bleifreies Super und jetzt verbrennt PLACEBO allmählich Methanol...

The Bitter End ... das wollen alle hören, jene erste Single-Auskoppelung März 2003 mit einem der besten Videoclips, wo die drei Ersatzmedikamente namens PLACEBO in einer Satellitenschüssel abrocken. In Bercy bleibt keiner mehr auf dem Arsch sitzen... oder aber er ist tot. Das Volk kocht vor Begeisterung und Molko zieht sein Ding mit seiner genialen Ausstrahlung voll durch.

Mein persönlicher Knüller und Knaller ist dann das gigantische Soulmates, auch wenn es eine furchtbar tiefe Melancholie in mir weckt. Optisch ist der Song ein Song gegen Krieg und Bomben. Szenen über die Grausamkeit von Krieg und Zerstörung werden eingespielt.

Nicht einmal die Hälfte des Konzertes ist über das TV geflimmert, und PLACEBO bieten auch noch weitere Songs, die die Welt braucht...

Allmählich - Part Two of all - gehen sie Back To The Roots und präsentieren Songs von dem zweiten und dritten Album. Dies geschieht gekonnt genial und professionell.

Nur mein absoluter Lieblingssong Haemoglobin taucht nicht auf, dieses I Was Hangin‘ From A Tree, Haemoglobin Is The Key.... Schade, es ist einfach mein PLACECO-Song. Und auch das I Know des allerersten Albums sollte Standard sein, wie ich finde.


EINDRÜCKE

Es gibt verschiedene Sichtweisen. Bei einer DVD ist mir wichtig, was hängen bleibt. Ton und Kameraführung sind besonders wichtig, und es wurde beides geniale realisiert. Nur Laurent Boutonnat kann es noch eine Spur besser, ein Live-Concert in Bercy zu realisieren, denn die Fans und ihre Begeisterung kommen ein Spur zu kurz. Effekte und Bildführung sind indes bannend und Teil der Show. Die Nachbearbeitung von Szenen und Details führt zu coolen Effekten und Verzerrungen, als sei ein Videoband kaputt. Gelegentlich wird es auch mal schwarz-weiss... Passt einfach klasse zu PLACEBO.

Charisma? Der in Gesten und Bewegungen weiblich wirkende Frontmann Brian Molko hat Ausstrahlung pur. Seine beiden Bandkollegen betreffend denkt er sicher Without You I‘m Nothing, auch wenn er der Herr im Ring ist und der Rest verblasst.

Dann gibt es ja auch noch den Bonus, der außerhalb des Konzertes die Jungs von PLACEBO begleitet. Solche Features interessieren mich in der Regel gleich Null, aber ich habe irgendwie Sympathie für die Kamera empfunden, die teils amateurhaft hinter PLACEBO hinterherstapft. Parts of Concerts sind professionell eingefangen, aber das Schöne sind eigentlich die private Moments. Bierchen, Kippe, bißchen breit und ungeschminkt. Cool, authentisch, sympathisch ergibt PLACEBO.

Unter meinen Live-Konzerten ist die DVD nach MYLENE FARMER (Live A Bercy) und WITHIN TEMPTATION von Null auf Drei meiner ganz persönlichen Charts hochgestürmt.

Einzige Kritik gilt der Hülle. Diese wird schnell verschleißen, und ich hätte für den Preis eine Kunstoffhülle für die DVD erwartet. Das Inlet indes ist okay. Farbbilder der Band dominieren und zeigen die drei Jungs von der Band auf gesamt acht Seiten.

MEGAGENIAL... und ich hasse es, dass mein Umfeld sich zu alt wohl fühlt, um zu solchen Konzerten zu fahren. Miss Molko, nimm mich mit ;o)

JL
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1-3 von 3 Testberichten über Placebo - Soulmates Never Die: Live in Paris 2003
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