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Testberichte Quiz Show

 (DVD) Drama
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Platz 835 in der Kategorie "Dramen".
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Quiz Show Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
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djrene

Große Verarschung beim Casting - Ich war dabei.

ein Testbericht von 2002-10-13 15:29:33 vom 13.10.2002
Empfehlung: ja
Auf die Sendung selbst will ich hier nur kurz eingehen, da sie wohl bekannt sein dürfte. Ich möchte hier meine Erfahrungen mit dem Casting niederschreiben.

„Die Quizshow“ ist eine Sendung auf SAT 1, die Montag bis Freitag von 19.45 bis 20.15 ausgestrahlt wird und momentan von Christian Clerici moderiert wird. Man kann bei risikofreudigem setzen mit 10 richtig beantworteten Fragen maximal 256.000,- Euro gewinnen. Die Fragen kommen aus den unterschiedlichsten Themengebieten und in jeder Runde gibt es Antwortmöglichkeit mehr.

Ich bin ja der Meinung, daß Shows wie „Wer wird Millionär“ und „Die Quizshow“ für mich erfunden wurden *g* Ich habe mich also auf alle möglichen Arten und bei vielen Sendern beworben. Keine Antwort. Die wissen wohl, daß die Kohle dann weg ist. Doch halt, da war plötzlich ein Brief von Pearson Television. Ich bin zum Casting für die Quizshow von SAT 1 eingeladen. Und so lief's:

Ich machte mich rechtzeitig auf den Weg um pünktlich am Sonntag 21.10. um 10 Uhr im Novotel in Frankfurt zu sein. Die Anreise erfolgte auf eigene Kosten.

Der erste Eindruck des Hotels war nicht unbedingt der Beste. Direkt neben einer Großbaustelle in der Nähe der Messe steht da ein grauer Klotz. Schmucklos und einfach nur häßlich. Wie da wohl die Zimmer aussehen?

Die Lounge jedoch machte gleich einen schönen Eindruck. Um die Zeit bis 10 Uhr zu überbrücken bestellte ich mir noch einen Café und beobachtete die anderen Kandidaten, die so nach und nach eintrudelten. Große Töne machten die Runde. Ob Staubsaugervertreter oder Baggerfahrer, alle waren sich sicher, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Ich zwar auch, jedoch habe ich schlauerweise meine Klappe gehalten.

Punkt 10 Uhr holte uns eine freundliche junge Dame mit atemberaubendem Dekoltée (ups gehört das hierher?) ab und führte die inzwischen 40 Eingeladenen in einen Konferenzraum. dort bekam jeder ein selbstgebasteltes Namensschildchen, Schreibutensilien und einen Bogen mit den Zahlen 1 bis 25 und jeweils 3 Kästchen a, b und c als Antwortmöglichkeiten dahinter.

Nach einer Einweisung durch einen weiteren sehr jungen Mitarbeiter von Pearson, in der man darauf hingewiesen wird, daß man noch den beigelegten Zettel unterschreiben muß und keinerlei Rechte an eventuell angefertigten Videoaufnahmen hat und blah blah blah. Nun noch der Hinweis, daß spicken zur sofortigen Disqualifikation führt und los geht’s. Was jetzt folgte hat doch alle etwas überrascht.

Die Fragen wurden vorgelesen und gleichzeitig von der Frau mit dem netten Dekoltée auf einer etwa A3 großen Karte mit den 3 Antwortmöglichkeiten hochgehalten. Alles noch normal, aber die Geschwindigkeit mit der die Fragen hintereinander vorgelesen wurden war atemberaubend und veranlaßten einige zum stöhnen. Die 25 Fragen wurden in ca. 10 Minuten (!) abgehandelt

Die Fragen gingen von einfach: „Was ist das chemische Zeichen für Gold? a) Pb, b) Au oder c) Go“ über mittel: „Was ist eine Pinakothek? a) Gemäldeausstellung, b) Weinhandlung oder c) Theater“ bis hin zu etwas mehr als normale Allgemeinbildung: „An welchem See liegt Luzern? a) Bodensee, b) Genfer See oder c) Vierwaldstätter See“ oder „Wer schrieb Emilia Galotti? a) Schiller, b) Goethe oder c) Lessing“. Alles keine wirklich harten Nüsse, aber man muß es eben sofort wissen und kann nicht überlegen. Die Zeit ist also das eigentliche Kriterium.

Ich hatte am Ende ein richtig gutes Gefühl und wie ich später zu Hause via Internet festgestellt habe auch zurecht. Ich habe ALLE Fragen richtig beantwortet. Und wenn ich mir die ratlosen Gesichter meiner Mitbewerber so ansah war ich wohl der Einzige. Na da konnte doch gar nichts mehr schief gehen.

Nach ca. 10 Minuten bekamen wir dann das Ergebnis mit dem Hinweis mitgeteilt, daß die 4 Erwählten noch zum Videocasting da bleiben dürften und der Rest bitteschön ohne Bekanntgabe der genauen Ergebnisse nach Hause zu gehen habe.

Ich warte nun darauf, daß mein Name verlesen wurde, aber nichts da. 4 Damen wurden genannt und mindestens eine davon dumm wie Bohnenstroh (ich hatte ja am Anfang den Gesprächen zugehört und DIE läßt Wasser im Topf anbrennen). Was war denn das? Wenn die nur Frauen suchen um z.B. die Quote zu erreichen, warum laden die dann zu diesem Zeitpunkt auch Männer ein? Ich jedenfalls fühle mich ziemlich verarscht. Da wundert es mich nicht, daß manche Kandidaten in der Sendung schon bei der Frage welche Farbe das Kreuz auf der Schweizer Flagge hat, nur mit Hilfe des Moderators auf „weiß“ kommen (Ehrlich passiert).

Mir ist schon klar, daß man in solch einer Unterhaltungssendung auch die sogenannten „Loser“ braucht um Ottonormalbürger zu unterhalten, wenn er sieht, daß man sogar mit Blödheit ins Fernsehen kommen kann. Aber wenn man wirklich das Casting fehlerfrei übersteht, sollte man das auch würdigen. Es geht schließlich um ein Wissensquiz!

Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht sauer auf die 4 Damen, die anscheinend eben in das von SAT 1 vorgegebene Profil paßten. Und ich will hier auch nicht behaupten die hätten wenig gewußt (na ja, außer der Einen eben). Aber es ist einfach nicht richtig, daß man über die wahren Begebenheiten im Unklaren gelassen wird. Ich für meinen Teil bin jedenfalls bedient und werde mir weitere Bewerbungen schenken.

Übrigens sind die Antworten für obige Fragen: Au (Aurum), Gemäldeausstellung (nein Frau „Bohnenstroh“ nicht Weinhandlung, das ist eine Vinothek. Wenn ich DIE in der Sendung sehe raste ich glaub ich aus.), Vierwaldstätter See und Lessing (machen sich 4 Halbjahre Deutsch-GK doch bemerkbar *g*). Und dem „Fragensteller“ sei gesagt: Ein japanischer Kaiser heißt Tenno und nicht Tonno. Den findet man höchstens auf einer Pizza wieder. Aber auf der Karte war’s wenigstens richtig geschrieben.

Wenn Ihr also Post von Pearson bekommt, macht Euch keine großen Hoffnungen fair beurteilt zu werden.
...
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werner7656

Quiz Show ganz befriedigent

ein Testbericht von 2005-06-27 08:25:45 vom 27.06.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: xx...
Nachteile/Kritik: xx
Guten morgen,
heute möchte ich auch mal wieder einen Bericht zu einem Film schreiben.

Inhalt: Herb Stempel ist der König der Quizshow "21". Weil das aufdringliche Auftreten des geltungssüchtigen Kandidaten die Quoten in den Keller treibt, verlangt die Chefetage von NBC nach einem neuen Champ: Der gebildete, gutaussehende Charles Van Doren kommt gerade richtig. Dank seiner Ausstrahlung führt er "21" zu ungeahnter Popularität, zumal ihm die richtigen Antworten vorab verraten werden. Der Regierungsanwalt Goodwin forscht nach Schiebungen bei Fernsehshows und stößt auf Stempel, der auf Rache für seinen Fall sinnt.

Bildformat: 16:9 1,85:1
Tonformat: Englisch, Deutsch, Spanisch und Ungarisch in Dolby Surround
Untertitel: Englisch, Portugiesisch, Griechisch, Isländisch, Kroatisch, Polnisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Englisch für Hörgeschädigte.
Menü: interaktives Menü
Kapitel: 15 Kapitel (Seite 1) / 15 Kapitel (Seite 2)
Laufzeit: 131 min.
FSK: ab 6 Jahren
Regionalcode: Code 2

Meinung: Das Menü bringt neben der unübersichtlichen Ton und Sprachwahl nichts positives hervor. Außer einer Kapitelanwahl findet man nichts weiteres auf der DVD. Darüber hinaus sind sämtliche Sprachfassungen wie üblich bei Buena Vista nur über das Menü zu wechseln. Ein schlichtes Hintergrundbild ziert das einfache Hauptmenü. Dieses Menü ist wirklich keine grafische Meisterleistung. Die Benutzerführung ist wegen der gerade mal drei Unterpunkte denkbar einfach.

Story: Die Story ist zwar ganz nett, aber nicht ganz so mein Fall, obwohl sehr gute Schauspieler ausgewählt worden sind.

Bild: Im großen und ganzen ist der Bildtransfer recht ordentlich gelungen. Vielleicht hätte man aber ein wenige mehr Detailschärfe dem Bild verpassen können. Natürlichen Farben, sowie das geringe Hintergrundrauschen geben einen guten gesamt Eindruck. Artefakte und Verunreinigungen wahren nicht auszumachen.

Ton: Der Ton ist nicht gerade umwerfend, was aber am Film selber liegt. Großartige Effekte kann man hier nicht erwarten, dennoch kommen die Dialoge sauber aus dem Center und sind sehr verständlich. Die Dynamik ist recht gut gelungen und auch sonst kommt eine gute Räumlichkeit auf.

Fazit:
Die DVD bietet dem Käufer nicht gerade viel. Außer den auf zwei seiten verteilten Film bekommt man für sein Geld nichts nennenswertes geboten.
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Kommentare
moddy
moddy, 02.07.2005
Schoumln gegliedert , alles drin was rein sollte , gefaumlllt mir !

Werd immer mal wieder vorbeischaun .
Gruszlig Moddy
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Itbabe

Aufstieg und Fall des Charles van Doren

ein Testbericht von 2002-11-19 20:30:10 vom 19.11.2002
Empfehlung: ja
Neulich stolperte ich in der hintersten Ecke der Videothek über den Film "Quiz Show". Nach einem kurzen, aber prüfenden Blick
auf das Cover wusste ich, dass mein Abend gerettet ist. Ein Film über einen der grössten Fernsehskandale der USA, mit exzellenten Schauspielern besetzt. Regie führte Robert Redford.

Die Story

Das ganze spielt in den 50er Jahren, zu einer Zeit als das Fernsehen noch eine ganz andere Bedeutung als heute hatte.
Das Fernsehen erweckte Sehnsüchte, Hoffnungen und übte eine grosse Faszination aus.
Eben zu dieser Zeit war die Quizsendung "21" der Zuschauermagnet des Senders NBC. In dieser Show konnte man durch Wissen beträchtliche Geldsummen gewinnen. Manche Kandidaten wurden zu regelrechten Stars.
So auch Herbert Stempel (John Turturro), ein jüdischer Mann aus der Unterschicht. Wochenlang schafft er es alle Fragen in der Show zu beantworten. Er scheint unschlagbar. Es scheint aber auch nur so. Die gesamte Show "21" ist inszeniert. Die Kandidaten erhalten vor der Show die Antworten. Von Anfang an steht fest wer gewinnt und wer verliert. Stempel konnte sich damit gut arrangieren, bis er aufgrund sinkender Einschaltquoten gezwungen wird zu verlieren. Er muss verlieren weil die Produzenten der Show jemand ganz anderen im Auge haben.
Es ist der charismatische, gebildete und äusserst attraktive Charles van Doren (ideal besetzt mit Ralph Fiennes).

Van Doren ist das ganze Gegenteil von Herbert Stempel. Er kommt aus einer der angesehensten Literatenfamilie der USA und arbeitet als Dozent an der Universität von Columbia. Van Doren hat das Zeug zum Star, er könnte die Quoten wieder in die Höhe treiben.
Stempel verliert wie befohlen gegen Van Doren.

Charles van Doren hatte sich anfänglich gegen die Methoden der Produzenten gewehrt.
Er wollte auf ehrliche Weise gewinnen. Irgendwann erlag er jedoch der Versuchung und liess sich auf das falsche Spiel ein.
Eine glorreiche Zeit für van Doren begann. Er wurde berühmt, von Millionen Menschen verehrt und hatte auch finanziell den
Aufstieg geschafft. Charles van Doren war eine Art Volksheld. Alles wäre so schön gewesen, wäre da nicht immer noch Herbert Stempel.
Diesem wurde eine Karriere beim Fernsehen in Aussicht gestellt, als Gegenleistung für das Abtreten als Quiz-Champion.
Daraus wurde jedoch nichts. Zusätzlich kamen Geldsorgen ins Spiel. Die Gewinne aus der Show hatte er einem windigen Geschäftsmann
anvertraut. Da sich dieser jedoch damit aus dem Staub machte und Stempel finanziell vor dem Aus stand, sprach er immer wieder
bei den Produzenten von "21" vor um das Versprochene zu erhalten. Als die Produzenten jedoch auf stur schalteten, nahm das Verderben seinen Lauf. Herbert Stempel ging an die Öffentlichkeit und enthüllte, dass "21" ein einziger grosser Betrug war.
Bei einer Anhörung zu den Vorwürfen wurde auch Charles van Doren befragt und gab zu, dass auch er bei dem Betrug mitgemacht hatte.
Das war für van Doren das Aus. Der einst so verehrte und bewunderte Intellektuelle wurde zum Buhmann der Nation.

Mein Fazit:

Robert Redford hat mit diesem Film etwas grossartiges geleistet. Er schafft es den Zuschauer in jene längst vergangene Zeit zurück zu versetzen. Die einzelnen Charaktere werden sehr detailliert dargestellt. Man fühlt sich so als würde man zu den bestürzten Zuschauern
der 50er Jahre gehören. Der Film selbst übt starke Kritik an den Medien. Nicht Charles van Doren war der eigentliche Übeltäter, sondern die Macher hinter dem Star van Doren. "Quiz Show" gehört für mich zu den besten Filmen aller Zeiten. Ich kann ihn eindeutig empfehlen.



Nachwort:

Da mich das dem Film zugrundeliegende Ereignis sehr fasziniert hat, habe ich genauer recherchiert. Ich möchte auf die einzelnen Personen noch etwas genauer eingehen.

Herbert Stempel

Der Mann, der van Doren und "21" zu Fall brachte kam aus der Unterschicht. Er verfügte über ein unglaubliches Gedächtnis. Bei einem Test wurde sein IQ mit 170 gemessen. Zur Zeit von "21" besuchte Stempel das College.

Charles van Doren

Er kam aus einer Intellektuellenfamilie. Sein Vater und sein Onkel waren Pulitzer-Preisträger. Van Doren selbst verfügte über
einen hohen Intellekt. Als er in "21" auftrat, lehrte er gerade an der Universität von Columbia. Über Nacht zum Star geworden, fiel er tiefer als alle anderen, als der Schwindel aufflog. Van Doren meidet seit seinem Bekenntnis die Öffentlichkeit. Durch seine Ehrlichkeit büsste er die Stelle an der Universität Columbia ein. Er musste praktisch wieder bei null anfangen. Charles van Doren hat das literarische
Talent geerbt. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, davon einige unter einem Pseudonym. Van Doren gibt bis heute keine bzw. sehr selten Interviews.

Dan Enright

Produzent der Show. Er ging nach dem Skandal nach Kanada und produzierte dort weiterhin Gameshows. Irgendwann kehrte er zurück in
die USA. Als Produzent der Gameshow "The Joker's wild" wurde er zum Millionär.

Jack Barry

Moderator von "21". Auch er wusste Bescheid. Barry war Co-Produzent der Show. Auch er wurde später Millionär durch "The Joker's wild".
Er moderierte bis zu seinem Ableben noch verschiedene Gameshows, natürlich auch "The Joker's wild".

NBC

Der Sender bei dem die Show lief. Man wusch die Hände in Unschuld und wollte von nichts gewusst haben.

Geritol

Der Sponsor der Sendung. Geritol konnte dank Charles van Doren immense Umsatzsteigerungen verzeichnen. Geritol wird heute noch verkauft.



Der einzige der wirklich einen hohen Preis gezahlt hat, war Charles van Doren. Er konnte nach dem Skandal kein normales Leben mehr führen. Das Makel
des Betrügers haftete ihm an. Er ist ein sehr guter Autor und hat diverse Bücher veröffentlicht. Trotzdem wird sein Name zuallererst immer mit
"21" assoziiert. Charles van Doren ist wahrscheinlich das einzige Opfer bei der ganzen Sache. Wer fragt NBC noch nach dem Skandal?
Herbert Stempel? Wer ist Herbert Stempel? Oder Enright und Barry? Mussten sie ihr ganzes Leben lang dafür büssen?

P.S. "21" war übrigens nicht die einzige Show in den 50ern, bei der betrogen wurde. Auch CBS hatte da einiges zu bieten.
...
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