Rainbow Six 3: Black Arrow Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 4.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Bedienung:
gut
Mulitplayer:
ausgezeichnet
Suchtfaktor:
vorhanden
Wird langweilig:
nach wenigen Monaten
Geeignet für Spieler ab:
16 Jahre
Spielanleitung:
gut
Grafik:
gut
Sound:
ausgezeichnet
Schwierigkeitsgrad:
Fortgeschrittene
Haben Sie das Spiel gespielt?:
ja
Vorteile
-Bessere KI
Mächtige Soundkulisse, Multiplayer mit Langzeitspaß-Garantie, hoher Anspruch, dafür aber mit relativ unkomplizierter Handhabung, sehr spannend
Nachteile/Kritik
-selber Trainingsmodus
Solokampagne (zehn Missionen) geht nach einmaligem Durchzocken die Puste aus, wenig Speicherpunkte nerven, Story absolut 08/15: Team bestehend aus Superhelden jagt böse Terroristen quer über den Globus
Rainbow Six 3: Black Arrow Xbox Spiel am günstigsten bei:
Im Vergleich zu den 14 Einzelspieler-Missionen von 'Rainbow Six 3' bietet 'Black Arrow' in seinem Kampagnen-Modus lediglich zehn Missionen, deren Umfang allerdings grösser ausgefallen ist. Zu euren Einsatzorten gehören Länder wie Italien, England, Griechenland und Russland. Auch dieses Mal wird erneut auf Abwechslung gesetzt und ihr seht euch an jedem Ort vor neue Bedingungen gestellt. So wartet beispielsweise Griechenland mit engen Gassen und einem verzwickten Marktplatz auf, während ihr euch in England in ein düsteres U-Bahnsystem wagt oder im italienischen Milano ein von Terroristen besetztes Schloss säubert.
Neben der Kampagne gibt es auch noch den Modus 'Training', welcher 1:1 aus 'Rainbow Six 3'übernommen wurde sowie 'Eigene Mission'. Letzteres ist insofern interessant, da ihr euch für eine der Spielarten 'Practice Mission', 'Terrorist Hunt' oder 'Lone Rush' eigene Missionen zurechtschustern könnt, die besonders im Coop-Modus per Xbox Live, Split-Screen oder System-Link für gehörig Spielstoff sorgen und nebst dem Online-Support ihren Teil zur Langzeitmotivation beitragen.
Erfreulicherweise sind die Einzelspieler-Missionen merklich spannender geworden, was nicht zuletzt auch auf die überarbeitete KI der Gegner zurückzuführen ist. Dieses Mal werdet ihr nämlich nicht nur mit schwerem Geschütz und Granaten beschossen, sondern nehmt es vermehrt mit Raketenwerfern, Scharfschützen und zusätzlich noch mit Molotow-Cocktails schmeißenden Feinden auf. Zudem müsst ihr wie gewohnt Geiseln befreien, Bomben entschärfen und ein Auge auf eure Teamkameraden werfen. Hier hingegen blieb alles beim Alten. Ihr selektiert Anordnungen entweder per Interface oder gebt direkt per Voice-Communicator Befehle wie 'Bombe sichern', 'Position halten' oder 'Vorstoßen'. Alternativ könnt ihr auch wieder auf die englische Spracheingabe zurückgreifen.
Freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Teil.
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Terroristen-Terminatoren
ein Testbericht von sinfortuna2007-08-05 21:00:20vom 05.08.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Mächtige Soundkulisse, Multiplayer mit Langzeitspaß-Garantie, hoher Anspruch, dafür aber mit relativ unkomplizierter Handhabung, sehr spannend...Nachteile/Kritik: Solokampagne (zehn Missionen) geht nach einmaligem Durchzocken die Puste aus, wenig Speicherpunkte nerven, Story absolut 08/15: Team bestehend aus Superhelden jagt böse Terroristen quer über den Globus
„So langsam aber sicher könnte es öde werden“, so oder so ähnlich schoss es mir durch den Kopf, als ich Kenntnis von „Rainbow Six 3 – Black Arrow“ für die Microsoft X-Box erlangte, neugierig war ich dennoch. Zum Glück längst vorbei scheinen die Zeiten zu sein, als lediglich das Gameplay stimmte, jedoch die Optik mehr als bescheiden, zuweilen hässlich und mit Patzern versehen war, man denke an die alten Versionen von Rainbow Six für die Playstation und das Nintendo 64. Viel gebessert haben sich sowohl Optik als auch Soundkulisse, nur eines ist stets gleich oder zumindest sehr ähnlich geblieben: die Hintergrundstory. Auch in dieser X-Box-Fassung sind wir als vierköpfiges Eliteteam unterwegs, um widerlichen Terroristen-Gesocks das Fürchten zu lehren. Jene verstehen eben nur eine Sprache, so dass es gilt, diese ordentlich mit Blei voll zu pumpen, versteht sich.
Wie bereits angedeutet, sind wir in einem Heldentrupp unterwegs und dies quer über den Globus und zwar in insgesamt zehn umfangreichen Missionen. Überall dort, wo es mächtig kriselt, sind wir zugegen: Befreiungen von Geiseln und das regelmäßige Eliminieren feindlicher krimineller Subjekte steht an oberster Stelle. Was Rainbow Six schon immer ausgezeichnet hatte, trifft auch hier in „Black Arrow“ zu: wer ungestüm zu Werke geht bzw. unüberlegt nach vorne prescht, hat das Nachsehen. Eine sehr gute Koordination der einzelnen Teammitglieder untereinander und ein besonnenes, gut durchdachtes Vorgehen sind hier das A und O. Wie es sich für einen Taktikshooter gehört, finden wir einen gehobenen Anspruch vor. Die Befehle an sich, die wir erteilen, sind nicht sonderlich kompliziert, wir lassen die einzelnen Gruppenmitglieder an bestimmte Positionen vorrücken, dirigieren sie in brenzligen Situationen an vorübergehend sichere Stellen, schicken einen Mann voraus, während die anderen ihm Feuerschutz geben und öffnen Türen, derweil der Rest mit dem Sichern beschäftigt ist. Im Optimalfall knöpfen wir uns zügig aber behutsam einen Terroristen nach dem anderen vor, halten stets kurz inne, um uns per Übersichtskarte ein Bild über die momentane Lage zu verschaffen und rücken unbeirrt weiter vor.
Interessant hierbei: haben wir es geschafft, eine Mission durchzuspielen – der Schwierigkeitsgrad variiert im Übrigen von leicht bis schwer, so dass eine vergleichsweise große Zielgruppe in Betracht kommt bzw. langfristige Herausforderungen vorfindet – so können wir jenen Einsatz auf Wunsch auch völlig alleine erneut antesten, also ohne CPU-Kollegen. Alternativ dazu – was sehr wichtig ist und ein klarer Pluspunkt – scharen wir weitere Gleichgesinnte um uns und frönen dem Multiplayerspaß. Im Klartext bedeutet dies: offline zu zweit im Kooperationsmodus via Splitscreen (die restlichen beiden Figuren sind dann CPU-Gefährten) oder sogar zu acht mit vier verlinkten Konsolen. Wem das noch nicht reicht oder wer einfach auch einmal mit anderen Leuten zusammen zocken möchte, der begibt sich online: dank X-Box-Live ist es dann möglich, entweder eine eigene Lobby zu gründen, Turniere zu organisieren oder beliebte Modi wie „Capture the Flag“ zu spielen. Kurzum: der Multiplayerteil sorgt für sehr hohe Langlebigkeit dieses Titels, ergo ist er eine ganz große Stärke von „Rainbow Six 3 – Black Arrow“.
Zu meckern gibt es natürlich auch etwas, allerdings fallen die
kleinen Makel angesichts der angenehm vielen positiven Gesichtspunkte nicht ganz so stark ins Gewicht. Die Gegner nerven zuweilen mit einem anscheinend unerschöpflichen Vorrat an Gasgranaten, was auf Dauer ziemlich nervt und den Spielfluss zumindest vorübergehend hemmt. Dass die Speicherpunkte rar gesät sind, trägt auch nicht unbedingt zur Steigerung der Grundstimmung bei, denn auf diese Art und Weise den Schwierigkeitsgrad künstlich zu strecken bzw. nach oben zu treiben, schmeckt mir persönlich weniger. Die Story an sich ist zudem wieder einmal vernachlässigenswert, 08/15 sozusagen, denn dass wir als Superheldenteam den ach so gemeinen Terroristen quasi am Fließband das Handwerk legen, ist nicht gerade schrecklich neu. Dementsprechend hält sich die Identifikation mit Freund und Feind in Grenzen, in erster Linie sind Anhänger gepflegter taktischer Spielereien gefragt und nicht solche, die eine enge Bindung zu den Protagonisten und Story aufbauen möchten. Daher kann es sein, dass zumindest der Solist offline nicht sonderlich viel Lust verspürt, diesen Titel noch einmal von vorne anzugehen, der Reiz dafür liegt eindeutig im Mehrspielerbereich bzw. beim Online-Feature. Allerdings sei zugleich erwähnt: abwechslungsreiches Leveldesign, dichte Atmosphäre, knisternde Spannung, sauberes Handling (sowohl Steuerung als auch Kamera) und anspruchsvolles Teamwork machen vieles wieder wett.
Letzteres gilt ganz besonders im Hinblick auf die Präsentation. Ganz im Gegensatz zu den Urversionen – ich erwähnte es anfangs bereits – glänzt „Rainbow Six 3 – Black Arrow“ durch eine ganz nett anzuschauende Grafik und eine noch bessere Soundkulisse. Größtenteils gelungene Kameraperspektiven, ordentliche (wenn auch nicht überragende) Charaktermodelle und Animationen, ein gutes Leveldesign und gute Spezialeffekte bei den Schusswechseln gehören zum oberen Mittelfeld, schätze ich. Wir finden im Übrigen deutsche Bildschirmtexte und 16:9-Breitbildformat vor, leider jedoch nicht einen 60-Hz-Modus. Etwas nachteilig wirkt sich aus, dass wir besondere grafische Highlights kaum erleben und die Texturierung der näheren Umgebung des Öfteren etwas detailarm ausgefallen ist. Nicht selten sehen insbesondere die Hintergründe in den Innenlevels etwas eintönig aus. Dafür bleibt die Grafik wenigstens schön flüssig. Die Soundkulisse hingegen lässt praktisch keine Wünsche offen: es sind weniger treibende Rhythmen oder packende Hintergrundmelodien, die uns hier antreiben, nein, solche wären hier die meiste Zeit über auch eher fehl am Platze, als vielmehr die hervorragend dosierten und außerordentlich authentisch klingenden Außengeräusche die für eine sehr dichte Spielatmosphäre sorgen. Die krachenden Schusswechsel, insbesondere die ratternden Gewehre, zischenden Granaten, Marschgeräusche bzw. der hörbare Untergrund, auf dem wir uns bewegen und nicht zuletzt die markanten (Todes-)Schreie erklingen in wunderschönem Dolby Digital (seinerzeit war 5.1 das Maß aller Dinge, wenn ich mich nicht irre, mittlerweile sind wir meines Wissens nach schon bei 7.x angelangt). Neben dem Multiplayerspaß ist die Soundkulisse jedenfalls der Pluspunkt schlechthin.
Das Taktikshooter-Spektakel „Rainbow Six 3 – Black Arrow“ ist zwar nicht unbedingt in erster Linie auf den Multiplayer- oder Onlinespaß zugeschnitten, so richtig Laune macht es aber eben dort, zumindest langfristig gesehen. Gehen bei der Solo-Kampagne zusammen mit drei CPU-Kameraden früher oder später die Lichter aus, so ist der Spielspaß zu mehreren für Genre-Fans offline wie online auch noch nach Wochen ungebrochen, schätze ich. Besonders ins Auge fällt der gehobene Anspruch und trotzdem die relativ unkomplizierte Handhabung, die eine gar nicht einmal so wahnsinnig lange Eingewöhnungsphase ergibt. Spannend ist dieses Game für die X-Box auf alle Fälle und nicht vergessen: die Soundkulisse ist absolut hitverdächtig. Spielspaßwertung: 81%.
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