Schiffsmeldungen Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 4.1 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (9/9).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
guter film, dvd qualität
Die 4 tollen Schauspieler, allen voran Kevin Spacey ! Schöne Handlung, nett inszeniert ! Vor allem super untermalt mit der tollen Filmmusik ! Landschaften ! Story bzw . Dramatik !
Nachteile/Kritik
zwangsuntertitel, sprachspuren
Keine Action oder sonderliche Spannung ! Ich hatte ja auch keine Erwartungen an diesen Film !
Gestern habe ich einen sehr schönen Film im Kino gesehen, von dem ich Euch
heute mal etwas berichten möchte. Hierbei handelt sich um den Film
"Schiffsmeldungen" der schon vor einigen Monaten im Kino lief und
mittlerweile auf Video und DVD erhältlich sein sollte. Ich habe ihn erst
gestern gesehen, weil ich im regulär im Kino verpasst hatte, aber in unserer
kleinen Stadt Witten gibt es so eine Einrichtung, die heißt FILMCLUB und
dort werden ältere Filme zu einem günstigen Preis gezeigt. Also machte ich
mich sofort auf den Weg, als ich hört, dass dieser Film laufen würde.
Hintergrundinfos:
Der Schwede Lasse Hallström erschuf diesen Film im letzten Jahr nach der Vorlage des
gleichnamigen Bestsellerromans von E. Annie Proulx. Hallström, der bereits
mit Romanverfilmungen wie "Gottes Werk und Teufels Beitrag" oder "Chocolat"
Erfolg hatte, hat mit "Schiffmeldungen" die karge Schönheit seiner Heimat
dargestellt und ihr mit Spitzendarstellern wie Kevin Spacey, Julianne Moore
und Judie Dench Leben gegeben.
Zur Story:
Quoyle wurde als Versager großgezogen und fühlt sich auch durch und durch
wie einer. Das einzige Glück, was er glaubte gefunden zu haben war seine
attraktive Frau, die er über alles liebt. Leider liebte diese Frau mehr
andere Männer, Geld und Alkohol und so war es mehr oder weniger ein Wink des
Schicksals, als seine Gattin eines Tages bei einem tragischen Autounfall ums
Leben kam und Quoyle mit seiner kleinen Tochter alleine da stand. Doch so
ganz alleine war er nicht, denn plötzlich kam seine Tante, die er bisher
noch nie gesehen zu haben schien, des Weges und nahm Vater und Tochter mit
nach Neufundland, wo die drei ein neues Leben beginnen wollten. In
Neufundland lernte Quoyle Wayvel kennen, die mit ihrem behinderten Sohn ein
einsames aber recht glückliches Leben zu führen schien. Plötzlich bekam der
Versager eine Chance sich zu bewähren und seine Lebensgeister wurden
geweckt.
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn der Film soll für all
diejenigen noch spannend bleiben, die ihn gerne sehen möchten.
Darsteller:
Die Besetzung dieses Streifens ist verdammt gut und nicht nur der Hauptdarsteller hat im heimischen Regal bereits einen Oscar stehen.
Kevin Spacey verkörpert den Quoyle perfekt. Mit seiner Darstellung als Lester Burnham in "American Beauty" brachte er bereits seinen zweiten Oscar mit nach Hause. Den ersten erhielt er 1996 als bester Nebendarsteller in dem Film "Die üblichen Verdächtigen". Kevin Spacey ist 1959 in New Jersey, USA zur Welt gekommen.
Julianne Moore begann ihre Schauspieler-Karriere wie viele andere vor ihr in einer Seifenoper. Bereits im Jahre 1986 spiele sie in der Soap "As the World Turn" mit. Es folgten Filmrollen in Streifen wie "Die Hand an der Wiege", "Body of Evidence", "9 Monate", "Psycho", "Magnolia" und "Hannibal". Julianne wurde 1960 in North Carolina, USA geboren.
Dame Judy Dench gewann 1999 einen Oscar für ihren 8minütigen Auftritt in "Shakespeare in Love". Vorher war sie bereits 3 mal für den Oscar nominiert (für Mrs Brown, Chocolat und Iris). Den meisten Zuschauern ist sie als M in diversen James Bond Filmen bekannt, spielte außerdem in Filmen wie "Tee mit Mussolini", "Heinrich V" und "Zimmer mit Aussicht". Die mittlerweile 67jährige wurde in York, England geboren.
Cate Blanchett schlitterte 1999
nah an ihrem Oscar vorbei. Für die Darstellung der Queen Elizabet I gewann sie jedoch viele bedeutende Filmpreise. Außerdem hat sie sich in Filmen wie "Herr der Ringe", "Banditen" oder Tom Tykwers "Heaven" einen Namen gemacht. Cate Blanchet wurde 1969 in Melbourne, Australien geboren.
Fazit:
Meiner Meinung nach ein echter Schatz ist dieser Film. Wer Spannung,
Romantik und Nordlichter mag, der muss sich wirklich diesen Film anschauen,
aber auch für alle anderen ist er sehenswert. Die schauspielerische Leistung
der Darsteller war sehr gut und vor allem Judy Dench brillierte meiner
Meinung nach in ihrer Rolle. Es ist von allem etwas dabei, Sarkasmus,
Tragik, Romantik und Spaß.
Maeuschen21, 08.06.2002
Aha hier also auch vertretten, na dann mach dich jetzt mal auf was gefasst, deine Bericht sind nun nicht mehr sicher und werden sofort von mir unter die Lupe genommen o VLsonnigeG aus Koumlln sendet Dir Mandy
ein Testbericht von Skywalkeratwork2005-08-04 18:21:17vom 04.08.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Die 4 tollen Schauspieler, allen voran Kevin Spacey ! Schöne Handlung, nett inszeniert ! Vor allem super untermalt mit der tollen Filmmusik ! Landschaften ! Story bzw . Dramatik ! ...Nachteile/Kritik: Keine Action oder sonderliche Spannung ! Ich hatte ja auch keine Erwartungen an diesen Film !
Ich habe ja die TV Movie mit DVD als Abo und da kam diese Woche ein neuer Film mit, nämlich Schiffsmeldungen. Gehört hatte ich von diesem Streifen ja nun wirklich noch nie etwas, doch im Gegensatz zu den Schauspielern die hier mit von der Partie sind. Aber Erwartungen hatte ich trotzdem keine an diesen Film und meistens gefallen einem diese Filme letztlich am Besten. Also mal sehen wie dieser Film am Ende bei mir abgeschnitten hat!
Kurze Infos zum Film
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Also ich habe ja nur mit Zeitschrift 3,30 Euro bezahlt, für die einzelne Filmversion auf DVD, wahrscheinlich mit Specials, zahlt man bei Amazon.de runtergesetzt von 17,99 nur noch ca. 9 Euro. Er ist ab 12 Jahren freigegeben und man kann ihn in das Genre Drama einordnen. Es ist zudem ein Film aus den USA und wurde 2001 produziert. Der Regisseur heißt Lasse Hallström und war schon für Chocolate oder Gottes Werk und Teufels Beitrag zuständig. Die DVD erschien zum ersten Mal im Dezember 2002 und die Laufzeit beträgt 111 Minuten. Weitere Infos erhält man einfach unter www.amazon.de oder www.netleih.de. Ach ja, im Original heißt der Film übrigens Shiping News!
Die Schauspieler
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Ke vin Spacey spielt Quoyle
Julianne Moore spielt Wavey Prowse
Judi Dench spielt Agnes
Cate Blanchett spielt Petal Bear
Wer kennt wohl nicht Kevin Spacey und das spätestens nach dem Erfolgsfilm American Beauty. Aber er spielte auch in weiteren hochkarätigen Filmen mit und letzter Film war den ich gesehen habe, K-Pax, der ebenfalls große Klasse ist. Auch hier macht er seine Sache wieder einmal super, seine ruhige Art und Weise ist wie geschaffen für diese Rolle hier. Ich denke auch ohne diese sehr guten Schauspieler, wäre der Film nur halb so gut geworden. Judi Dench sagte mir zwar vom Namen her nicht sehr viel, doch vom Aussehen her kann ich doch sagen, sie habe ich schon öfters in bekannten Filmen gesehen. Und beim Nachlesen bei Netleih.de habe ich auch gesehen, das sie z.B. in Riddick mitgespielt hat, aber kennen tue ich sie eher aus den James Bond-Filmen. Als Nächstes folgt dann Cate Blanchett, sie hat aber nur am Anfang des Films eine "Hauptrolle", stirbt dann relativ früh und daher kann man nicht ganz soviel sagen. Sie hat in Herr der Ringe mitgespielt, in Aviator sowie Banditen. Aber die eigentliche weibliche Hauptrolle hat dann doch eher Julianne Moore, die mir noch in Erinnerung geblieben ist aus Evolution, aber auch in Filmen wie Hannibal oder Jurassic Park, hat sie schon mitgespielt. Also auch keineswegs mehr eine unbekannte Schauspielerin und sie spielt ab dem Mittelteil immer an der Seite von Kevin Spacey. Alle Schauspieler zusammen passen super hier hinein und ich muss nochmal dazu sagen, er wäre nicht so gut geworden, wenn man hier nicht solch tolle Schauspieler genommen hätte!
Die Handlung
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Quoyle hat bislang noch nicht die richtige Frau gefunden, doch eines Tages geht es von heute auf Morgen und schon landet er mir einer Frau im Bett und heiratet diese sogar kurze Zeit später. Anschließend haben die beiden sogar noch ein Kind zusammen, doch das ist natürlich nur die Kurzfassung. Darum
geht es im Film gar nicht so richtig, eher darum, das seine Frau ihn später wegen einem anderen verlässt, jedoch dabei stirbt, nämlich genauer gesagt bei einem Autounfall. Außerdem hatte sie vorher ihre eigene Tochter in einer Adoptivstation verkauft und nun ist Quoyle mit ihr ganz alleine. Er weiß noch nicht so recht was er machen soll, da kommt ihm die Hilfe von seiner Tante eigentlich wie gerufen und kurzer Hand geht es nach Neufundland, denn dort wurde Quoyle geboren bzw. stammen seine Vorfahren her. Doch was erwartet ihn dort...
Sie fahren dort in ein winziges Fischer-Dorf namens Killick-Claw und dort findet Quoyle auch so langsam zu sich. Er nimmt eine neue Arbeitsstelle an als Reporter und sie beziehen zu Dritt das Haus der Quoyles, welches seit mehr als 44 Jahren unbewohnt sein soll. Das heißt erstmal renovieren damit man sich dort überhaupt wohlfühlen kann und als Reporter in diesem kleinen Dorf, lernt man auch schnell die Einheimischen kennen. Doch zuerst einmal muss er richtig lernen zu schreiben, denn bislang hatte er nur in einer Druckerei gearbeitet und nie als Reporter. Doch meistens geht es in den Reportagen hier leider nur um Autounfälle und das erinnert ihn immer sehr an seine Frau...
Außerdem lernt er auch bald eine neue Frau kennen, nämlich die Kindergärtnerin Wavey Prowse und sie hat auch einen kleinen Sohn und hat ebenfalls ihren Mann verloren. Sie kommen sich mit der Zeit ziemlich nahe und dazu lernt Quoyle jede Menge aus der Vergangenheit seiner Vorfahren kennen. Leider auch ziemlich unschöne Sachen, z.B. das seine Vorfahren Piraten waren und vieles mehr...
Doch das vieles mehr wird jetzt von mir nicht verraten, denn ein wenig Spannung soll ja hier noch enthalten sein, denn der Film lebt hauptsächlich von seiner Handlung. Die ist jederzeit interessant und dazu die Schauspieler, das alleine macht diesen Film so sehenswert!
Meine Meinung
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Ich bin noch sehr stark am Schwanken bei der Bewertung und zwar zwischen Mittel und Gut, letztlich entscheide ich mich für die bessere Bewertung, somit bekommt er also ein "Gut" von mir. Ich kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen und das haben vor allem auch die Schauspieler geschafft, die ich sehr gerne sehe, vor allem was Kevin Spacey angeht. Aber auch die weiteren 3 Top-Schauspieler können hier überzeugen und das alleine macht diesen Film sehenswert. Er ist zwar ohne viel Action und Spannung, doch ich finde ihn super interessant, denn die Handlung ist nett inszeniert und vor allem wird diese wunderschön untermalt mit der Filmmusik, die mir sehr gut gefällt. Dazu die schönen Landschaften und manchmal ist auch der Sound bei einer Heimkino-Anlage richtig gut. Ein weiterer Punkt ist ganz sicher, das ich keinerlei Erwartungen an diesen Film hatte, ich konnte ihn mir ganz befreit ansehen und daher wohl mitunter auch meine so gute Bewertung. Wenn ich noch weitere Lieblingsgenres habe neben Science-Fiction oder Action sowie Horror, dann sind es wohl eindeutig Dramen. Nur einen kurzen Moment kam mir eine Träne ins Auge, ansonsten ist er teilweise manchmal lustig, aber ansonsten schon dramatisch aufgrund der Zwischenfälle der einzelnen Charaktere. Wer ihn also noch nicht gesehen hat, kann dies ruhig mal nachholen, wahrscheinlich haben aber die Meisten wozu ich mich auch zähle, noch nie etwas von diesem Film gehört. Also viel Spaß bei den Schiffsmeldungen, euer Kapitän Sky!
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ein Testbericht von Heyzl2003-07-27 13:35:10vom 27.07.2003Empfehlung: ja
Vorteile: guter film, dvd qualität...Nachteile/Kritik: zwangsuntertitel, sprachspuren
THE SHIPPING NEWS (DVD)
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In letzter Zeit sehe ich einiges an Filmen an, der Gang zur Stadtbibliothek (die haben massig DVDs) ist schon Routine. "Schiffsmeldungen" (The Shipping News) ist ein Film von dem ich im Vorfeld wenig gehört hatte und war neugierig auf ihn.
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DER FILM:
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Quoyle (Kevin Spacey) ist ein Loser. Scheiss Job, keinen Schulabschluss, keine Familie. Aus Zufall lässt er sich von Patel (Kate Blanchett) auf was ein. Das Resultat des ganzen: Ein Kind, Bunny. Doch Patel ist nicht das was man sich unter einer Ehefrau vorstellt. Nach einiger Zeit haut
sie mit dem Kind ab. Als man sie wieder findet ist sie tot, und Quoyle geht mit Bunny und seiner Tante Agnis (Judi Dench) nach Neufundland, wo schon ihre Vorfahren gewohnt haben. Sie reparieren sich das alte Haus der Vorfahren und fangen ein neues Leben an.
Quoyle fängt an für Jack Buggit in der lokalen Presse zu arbeiten und schafft es dort zur wöchentlichen Kolumne "Shipping News". Seine Tante macht Polsterbezüge und seine Tochter freundet sich mit dem jungen Herry an. Herry's Mutter Wavey (Julianne Moore) hat keinen Mann mehr. Mit der Zeit kommen sich Quoyle und Wavey näher. Auf mit den Dorfbewohnern freundet er sich immer Besser an. Doch zugleich erfährt er die dunkle Vergangenheit über den Quoyle Clan (sie waren Plünderer) und seine Tante. Doch trotz all dem, und obwohl das Haus bei einem Sturm zubruch geht, seine Tochter mit dem verlust der Mutter kämpft und obwohl das Leben schwierig ist: Sie fassen Fuß und bauen ein Leben auf.
"If a piece of knotted string could unleash the wind, and if a drowned Man can awaken, then I believe a broken man can heal."
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MEINUNG:
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Mit diesen Worten endet Lasse Halströms nordland Drama. Meiner Meinung nach ein sehr unterhaltsamer und gut gemachter Film. Obwohl die Story anfangs etwas konfus ist, kristallisiert sich im Laufe des Films eine gemütliche Geschichte um eine handvoll Personen heraus, deren Erlebnisse zum Kern der Handlung werden.
Vor allem Spacey's tolle Schauspielerei in dem Film ist es wert ihn sich anzusehen, und zusammen mit einer netten Musik un deiner moderaten Laufzeit von ca 110 min ist "The Shipping News" tolles Unterhaltungskino abseits vom Mainstream Hollywood.
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DIE DVD:
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So jetzt vergesst das positive was ich über den Film geschrieben habe, denn die deutsche DVD von Concorde ist zum wegwerfen.
BILD:
Der Film prästentiert sich in schönem 2.35:1 anamorphem Widescreen. Das Bild ist kontrastreich und scharf, und trotz der tristen AThmosphäre kann man von Farbreichtum sprechen. Bildfehler konnte ich keine Feststellen und abgesehen von einigen SChwächen bei der Kompression bietet sich ein sehr gutes Bild.
TON:
Gleich 3 (drei!!!!) deutsche Tonspuren bietet die DVD. Für was zum geier braucht man 3 deutsche Tonspuren?
Erstens ist Dolby Digital 5.1 zu 2.0 abwärtskompatibel was die 2.0 Tonspur wertlos macht, zweitens ist bei dem Film eine DTS Spur überflüssig und drittens das ganze noch als Krönung dafür das man beim Originalton die deutschen Untertitel nicht ausblenden kann? Concorde Home Entertainment, ihr seid ne Scheissfirma.
Zum ton selbst: Habe natürlich trotz Zwangsuntertitel die Originaltonspur getestet. Vorweg: Gut. RAumklang ist angenehm und dezent, vor allem Wetter und Umgebungsgeräusche sind zu hören, an sonsten hält sich die Spur sehr zurück. Diaologe sind gut verständlich und der Subwoofer hat etwas aber nicht viel, zu tun. Mängel konnte ich beim Ton keine feststellen.
Deutsch DTS
Deutsch Dolby Digital 5.1
Deutsch Dolby Surround 2.0
Englisch (getestet) Dolby Digital 5.1 mit Zwangsuntertiteln
Unteritel in Deutsch (bei der Originalfassung nicht ausblendbar!)
Audiokommentar von Lasse Hallström in Englisch ohne deutsche UT!
EXTRAS:
- Kinotrailer (Deutsch und Englisch)
- Cast&Crew Bildtafeln
- Production Notes
- Featurette (ein Miramax TV-Werbefilm, optionale dt. UT)
- Behind-the-scenes (10-minütiger Einblick in die Dreharbeiten)
- Fotogallerien
- DVD Rom Teil (nicht getestet)
- Deutsche Trailer zu den Filmen: "Der Zauberer von Malena", "Die Legende vom Ozeanpianisten", "Mullholland Drive", "Das Reich und die Herrlichkeit" sowie "Die Wonderboys".
WEnn ich aus dem Film heraus auf "Menu" drücke lande ich in der Kapitelauswahl, etwas bizarr.
Die DVD hat animierte Menüs mit angenehmer Musik. Die Szenenauswahl ist okay das Menü logisch.
INFOS:
Regie: Lasse Halström
Jahr 2001, USA
Darsteller: Kevin Spacey, Julianne Moore, Kate Blanchett...
Miramax Films
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FAZIT:
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Ein sehr schöner Film auf einer mittelprächtigen DVD die sich für Fans vom Originalton als SCheissdreck entpuppt (sorry).
Trotz guter Qualität und einem Film selbst der sehr gut ist, trüben die Zwangsuntertitel den Eindruck.
ein Testbericht von Tuvok2002-11-26 19:11:55vom 26.11.2002Empfehlung: ja
Schiffsmeldungen
QUOYLE ( Kevin Spacey ) war noch nie ein Freund des Wassers. Aufgewachsen im Grünen, hat ihn sein Vater schon früh ermuntert schwimmen zu lernen. Er schmiss ihn einfach rein, in das Leben, und er hat es nicht ganz so richtig geschafft. Er ist ein richtiger Looser geworden. Jeden Job hat er versaut, bei fast jedem Job wurde er gekündigt, er war nie so richtig glücklich, und dann hat er auch noch nie so richtig eine Freundin haben können. QUOYLE ist einfach ein weichherziger Tölpel, der aber eines Tages glaubt
das große Glück zu finden.
Als er einen Streit an einer Tankstelle beobachtet setzt sich zu ihn, in Fluchtgedanken die junge bildhübsche wirklich aufreizende, zuckersüße megageile Schlampe und Männerfresserin PETALE ( Cate Blanchett ) ins Auto, und bittet ihn davonzufahren. Sie landen in einem Kaffeehaus wo man Geschichten austauscht und 2 Stunden später im Bett. QUOYLE verliebt sich in sie Hals über Kopf, und heiratet sie. Sie willigt ein. Von dem Gehalt eines Druckers, und den zurückgelegten Ersparnissen kann sie gut Leben, und führt einfach nur ein Spaßleben, während der arme Mann schuftet, sich abrackert, und versucht mit Ihr alles zu tun um glücklich zu sein. Er läuft Ihr mehr als nur nach, und als sie die gemeinsame Tochter BUNNY zur Welt kam, ist alles noch schlimmer. Sie hurt herum, hat einen Freund nach dem anderen, und behandelt QUOYLE wie Dreck, der sich nichts sehnlicher wünscht als sie zurück zuhaben, da er sie noch immer liebt. Die wiederum flieht mit der 8 Jährigen Tochter ins Ausland, entführt sie von Ihrem Babysitter, und verkauft sie für 6.000 $ an eine Adoptionsanstalt. Die Familie bedeutet Ihr einfach Nichts. Das meldet dann die Polizei als sie, PETAL mit Ihrem neuen Freund ertrunken im Fluss finden. QUOYLE ist zerstört, auch die vor kurzem ankommende AGNIS HAMM kann nichts machen. Sie hat QUOYLE besucht, weil sein Vater GUY, Ihr Halbbruder gestorben ist.
Die Mutter ist auch tot. Das hat er so beiläufig am Telefon erfahren, GUY hat sich noch nie so richtig um seinen Sohn gekümmert. AGNIS will nur die Asche Ihres Bruders, und stiehlt sie aus dessen Urne, als er nicht hinsieht.
Sie merkt wie traurig er ist, und schlägt ihm vor, mit der Familie einfach mitzufahren, zu seinen Ahnen nach Neufundland. Er lässt sich das natürlich gefallen, und schleppt BUNNY mit, gibt den Job auf, und holt alles was er sich braucht. Mit dem Schiff geht’s rüber, seekrank wie er noch dazu ist, und landen beiden nach langer Autofahrt, in winterlicher, verschneit verregneter, nebeliger Mailandschaft an einem Haus mitten auf einer Klippe, das seit 44 Jahren unbewohnt ist und der Familie der QUOYLE´s gehörte. Hier in Killick Claw, am Ende der Welt ist alles anders. Alle Leben vom Fischfang, die kleine Zeitung „ The Gammy Bird „ ist so was wie eine Nationale Heiligkeit. Dort bewirbt sich QUOYLE, es gibt mehrere Ahnen in dieser Stadt, und er ist daher sehr bekannt, als Arbeiter, wird als Reporter eingestellt. Hilflos wie QUOYLE ist, bemerkt er überhaupt nicht was rund um ihn passiert. AGNIS nimmt inzwischen GUY´s Asche und scheibisschenbißchen drauf im wörtlichen Sinne. JACK BUGGIT ( Scott Glenn ) der Besitzer und Haupteigentümer des Gammy Bird, heuert anhand seines Instinktes eben QUOYLE als Reporter ein, der daraufhin in einem abgewrackten Büro mit den beiden Kollegen
TERT CARD ( Pete Postlethwaite ) und BEAUFIELD NUTBEEM (Rhys Ifans) und BILLY PRETTY die ein ziemlich komisches Team abgeben. Was QUOLYE lernen muss, hier gibt es ne Menge Auto und Bootsunfälle, er muss darüber schreiben, oder sich was ausdenken. Und nach und nach kommt er auf ne Menge Geheimnisse drauf, die er hätte lieber nicht wissen wollen, und dann ist auch noch da eine Frau. WAVEY PROWSE ( Juliane Moore ) die als hiesige Kindergärtnerin arbeitet.
Das ist doch nur Kinobalsam für machoverletzte Frauenseelen, denen die Glückstränen locker sitzen angesichts eines solchen Ausnahmefalls von Softmännchen? Sollte man meinen. Stimmt nicht. Ganz und Gar nicht.
Es ist auch ein Film für Balsamsüchtige Männerherzen, die durch Frauenmonster verletzt worden sind, um dann zur Genesung 110 Min. lange eine Geschichte zu erleben, die in eine andere Welt führt, um dann den eigenen Schmerz zu vergessen. Ähnlichkeiten mit „ Gottes Werk und Teufels Beitrag „ und „ Alice lebt hier nicht mehr „
Oder „ Glut unter der Asche „ oder „ Schnee der auf Zedern fällt „. Da gibt es Geschichten die sind furchtbar fade, dann gibt es Regisseure die verfilmen die Storys und die Geschichte wird noch langweiliger als das Paarungsverhalten südtaiwanesischer Tannenzapfenfrösche. Dann gibt es Regisseure die aus der langweiligen Story einen Actionkracher machen, das mit der Vorlage überhaupt nichts zu tun hat, außer dem Titel, und dann gibt es den Regisseur Lasse Hallström. Den sollte man sich vormerken. Er macht alle paar Monate, oder 1 x im Jahr einen Film, und was kommt raus ? Eine wunderbare Geschichte die fern ab jeder Möglichen Hollywoodkitschstory ist. Der Film ist anders. Er ist langweilig, baut sich dann verständnisvoll spannend auf und wird dann zu Ende immer besser. Er ist einfach natürlich, realistisch Hollywoodmäßig, und hat einen gewissen Flair zum nachdenken, sehr gute Darsteller, und ist einfach was besonderes. Hie und da muss man bei dem Film heulen, die anderen täuschen Schnupfen oder sonstige Grippale Infekte vor, wir sind ehrlich und heulen uns durch die 110 Min. durch. Na ja nicht so ganz, eher meine weibliche Begleitung. Kevin spielt wie immer sehr gut in dem Film, Juliane Moore, ist einfach eine wunderbar ruhige, sehr intelligente Frau, einfach ein Süßerchen für dieses Alter. Judi Dench passt wunderbar als Tante, und alle anderen sind auch einfach passend. Oft gibt es Filme da muss man ruhig sein, da gibt es dann was das man nicht versteht, vielleicht etwas geisterhaftes, und sonstige Dinge die man nicht so richtig einordnen kann. Der Film ist so ähnlich, er ist einfach eine gute Geschichte.
Das ganze mit einer atmosphärischen Eindringlichkeit gefilmt, aus einer Hemisphäre, die in Kanada liegt, und einen kleinen Schuss Ironischen Humor hat, den man zwar suchen muss, aber immerhin. Dazu Bilder herrlicher Winterlandschaft wie sie schöner nicht sein könnten, außer man lebt dort, dann gibt man sich eh die Kugel.
Objektiv gesehen ist der Film einfach nur ein Geplappere, aber dringt man in die Subjektivität des ganzen vor, kann man einfach nicht herum, wegzusehen. Der Film ist einfach packend, und hat auch eine gewisse Kraft das ganze richtig ruhig rüberzubringen. Leider nachteilig muss man sagen, das sich die Figuren nicht so sehr in das Herz und in den Verstand der Zuseher eintragen, weil die Konflikte der Parteien sich sehr im Inneren unsichtbar für die meisten Zuseher abspielen, und erst gegen Ende verdeutlicht werden. Ich kenne den Roman nicht, aber er muss furchtbar langweilig sein, auch wenn man die Bedürfnisse, Gefühle und Konflikte besser darstellen kann.
So viele harte Schicksalsschläge wie in dem Film habe ich noch lange nicht gesehen.
Sehr empfehlenswert, traurig, romantisch, und wirklich eingehende Romanliteraturverfilmung
ein Testbericht von wildheart2002-06-28 18:11:37vom 28.06.2002Empfehlung: ja
Nach »Chocolat« (2000) wagte sich Lasse Hallström an eine weitere Literaturverfilmung, den Bestseller »Schiffsmeldungen« von Annie Proulx, und beschäftigte neben Kevin Spacey eine Reihe von Stars: neben Cate Blanchett, zuletzt in »Heaven«, Judi Dench (»Chocolat«, 2000, und demnächst in »Iris«, 2001) und Julianne Moore (»Evolution«, 2001; »Hannibal«, 2001).
Inhalt
Quoyle (Kevin Spacey) ist das, was man einen entscheidungsgehemmten und widerstandsunfähigen Menschen nennen könnte, der in seinem Leben nichts zu Weg gebracht hat, in einer Druckerei beschäftigt ist, dem die Arbeit aber nicht zusagt. Als Kind hatte ihn sein Vater ins Wasser gestoßen,
um ihn dazu zu zwingen, schwimmen zu lernen. Dabei wäre er fast ertrunken. Quoyle ist aus der Art geschlagen. Fast naiv geht er durchs Leben, lässt alles auf sich zukommen, trifft die falschen Leute und verliebt sich ausgerechnet in die Nymphomanin und Lebefrau Petal (Cate Blanchett), die nichts weiter als viel Vergnügen, viel Geld und viele Männer zu suchen scheint. Jahrelang – inzwischen ist da die gemeinsame Tochter Bunny – betrügt Petal Quoyle immer wieder. Er kann nicht anders, als sie gewähren zu lassen.
Aber es kommt noch schlimmer. Petal greift sich Bunny, fährt mit ihr weg, um sie verkaufen. Kurze Zeit später meldet die Polizei Quoyle, dass Petal bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, Bunny aber unversehrt gefunden wurde. Da taucht Quoyles Tante Agnis Hamm (Judi Dench) auf. Sie sieht, dass Quoyle am Ende ist, und benötigt nicht sehr viel Überredungskunst, um ihn dazu zu bewegen, mit ihr und Bunny nach Neufundland umzuziehen, in die Heimat der Quoyles, wo schon vor Jahrhunderten die Vorfahren beider gelebt haben. Sie ziehen in ein verfallenes, seit Jahren unbewohntes Haus, in dem Agnis geboren wurde, das mit Stahlseilen an einem Ort befestigt ist, fast ungeschützt dem Wind und dem rauen Klima Neufundlands ausgeliefert.
Agnis packt zu, renoviert das Haus von oben bis unten, und versucht – wie andere Einwohner des Ortes auch –, Quoyle aus seiner Lethargie zu holen. Schließlich nimmt er einen Job als kleiner Journalist bei der Tageszeitung an, um die Kolumne »Schiffsmeldungen« zu füllen, in der er über Boote, ihre Besitzer und ihre Geschichten schreiben soll. Quoyle lernt die allein stehende Mutter Wavey Prowse (Julianne Moore) kennen, die zusammen mit ihrem kleinen Sohn lebt. Sie erzählt Quoyle, ihr Mann sei vor vier Jahren auf See ertrunken. Wavey arbeitet als Leiterin eines Kindergartens. Ihr erster Kontakt mit Quoyle ist ein Desaster, denn er hat es nicht gelernt, mit anderen in einer vernünftigen Weise umzugehen, zu sprechen.
Dann stellt sich heraus, dass Quoyle ein Feeling fürs Schreiben hat. Ein Bericht über eines der anliegenden Boote und seine Besitzer kommt bei der Einwohnerschaft, die die Zeitung vor allem zum Einwickeln von Fisch benutzen, wie Wavey ihm erzählt, gut an.
Allein die Quoyle nicht bekannte Familiengeschichte, einige Geheimnisse und Verbrechen, auch im Leben von Agnis und auch Wavey, scheinen den leisen Aufschwung im Leben Quoyles wieder zunichte zu machen. Und die Freundschaft zu Wavey wird ebenfalls auf eine harte Probe gestellt ...
Inszenierung
Hallströms Film lässt erahnen, mit welcher Intensität Annie Proulx nicht nur ihre Figuren und deren Mentalität, sondern auch die karge, unwirtliche, aber dennoch faszinierende Landschaft Neufundlands beschrieben haben muss. Leider lässt es der Film manchmal nur erahnen. Ich habe die Vermutung, dass die filmische Umsetzung des Romans Hallström erhebliche Probleme gemacht hat. Denn vieles in dem Streifen ist teils angedeutet, teils auch daneben gegangen.
Zu letzterem zählten für mich z.B. die Anfangssequenzen, besonders die Darstellung der Petal Bear als männerverschlingender Vamp. Cate Blanchett, diesmal mit schwarzen Haaren und in engen Jeans (und so gar nicht wie in »Heaven« oder »Der Herr der Ringe«), spielt diese Frau in einer mir nicht besonders überzeugend wirkenden Überzeichnung. Im Kontrast zu der Figur Quoyles mag das vielleicht im Roman differenziert beschrieben worden sein, im Film wirkt es eher wie ein allzu oft gesehenes Abziehbild.
Eine weitere Ahnung über den Roman, den ich nicht kenne: Die Geschichte handelt von der behutsamen, mit allerlei Hindernissen belasteten Annäherung eines in seiner eigenen Welt lebenden Menschen an so etwas wie Glück und Gefühl für Glück, das heißt, ein Gefühl dafür, sein Leben in die Hand zu nehmen. Im Film geht alles ziemlich reibungslos über die Bühne. Sicher: Sowohl Kevin Spacey als auch Judi Dench leisten hervorragende Arbeit. Aber allein die Tatsache, dass im Roman Quoyle ein dicker Mann ist, während Kevin Spacey doch eher zur »Marke attraktiv« gehört, lässt Zugeständnisse an einen vermeintlichen oder tatsächlichen Publikumsgeschmack vermuten, die der Umsetzung der Vorlage nicht zuträglich waren.
Die Familiengeschichte der Quoyles enthält über das normale Maß hinaus tragische Ereignisse, von denen Quoyle keine Ahnung hatte, bis er auf Neufundland davon erfährt. Doch Kevin Spacey meistert all dies in fast schon beunruhigend ruhiger Weise. Hinzu tritt, dass Quoyles grundlegende Verlorenheit in der Welt, seine Haltlosigkeit, seine Unfähigkeit zu handeln, seine tiefen Verletzungen, mit denen er nicht zurecht kommt, die er irgendwo in seinem Inneren ablegt und sammelt wie Fundstücke, mit denen er nichts anfangen kann, in Konfrontation mit dieser düsteren Familiengeschichte im Film eher beiläufig verknüpft ist, als kämen jetzt noch ein paar Fundstücke dazu. Auch die gestörte Kommunikation mit anderen, vor allem mit Wavey, löst Hallström allzu schnell und an Konflikten arm durch ein paar Entschuldigungen und verständnisvolle Blicke auf.
Eine letzte Ahnung: Es heißt im Film, einige der Neufundländer besäßen die Fähigkeit, mit zwei Gesichtern zu sehen, einem normalen und einem hellseherischen. Bunny hat offenbar diese Fähigkeit; sie sieht voraus, wie das alte, frisch renovierte Haus vom Sturm aus den Angeln gehoben wird. Auch dies passiert im Film eher beiläufig. Doch diese Mischung aus Realität und Mysterium, aus dem schwierigen Versuch, dem Verlorensein zu entgehen und der Magie, die im Roman wohl eine zentrale Rolle spielen muss (man möge mich korrigieren), ist auf eine allzu leichte Art in Szene gesetzt.
Trotz alledem fasziniert der Streifen, nicht nur durch die mimischen Fähigkeiten von Judi Dench, Julianne Moore und Kevin Spacey. Auch die anderen Rollen, etwa die der Kollegen von Quoyle (Rhys Ifans, Gordon Pinsent, Pete Postlethwaite, Scott Glenn), sind gut besetzt. Das Gastspiel von Cate Blanchett allerdings hat mir gar nicht gefallen.
Die Handlung selbst hat durchaus ihre humorvollen und überzeugenden Seiten. Es fehlt ihr eher an dem, was man den »letzten Durchbruch« nennen könnte, das allerdings an manchmal entscheidenden Stellen.
Fazit
Man weiß um die Schwierigkeiten der Verfilmung von Romanen, insbesondere dann, wenn die Vorlagen – was ich hier vermute – sich vor allem durch intensive und dichte Beschreibungen auszeichnen und weniger »dialogfreudig« sind. »The Shipping News« lässt zumindest die Vermutung zu, wie ein verlorener Mann wie Quoyle sich seiner Bürde entledigen kann, nicht ohne die Hilfe der rauen, aber dennoch herzlichen Einwohner eines Nestes, in dem Tragik und Glück ihren eigenen Gesetzen zu folgen scheinen.
Schiffsmeldungen
(The Shipping News)
USA 2001, 111 Minuten
Regie: Lasse Hallström
Hauptdarsteller: Kevin Spacey (Quoyle), Julianne Moore (Wavey Prowse), Judi Dench (Agnis Hamm), Cate Blanchett (Petal Bear), Pete Postlethwaite (Tert X. Card), Rhys Ifans (Beaufield Nutbeem), Gordon Pinsent (Billy Pretty), Scott Glenn (Jack Buggit), Alyssa, Kaitlyn und Jeanetta Gainer (Bunny Quoyle)
ein Testbericht von rmsk.de2002-05-23 13:53:55vom 23.05.2002Empfehlung: ja
Hallo Leute hier meine zweite Kritik, diesmal über einen Film, der vor noch gar nicht so langer Zeit bei uns im Kino gezeigt wurde. Zum erstenmal wurde bei uns(ich wohne in Rottweil einer Kleinstadt mit sehr, sehr, sehr kleinem Kino) ein Film gezeigt, der neben des zu erwartenden Zuschauerstroms auch noch ein wenig Anspruch erwarten ließ. Normalerweise wird aber nur auf Ersteres Wert gelegt, bei den Betreibern des Kinos.
Doch nun jetzt zum Film, den ich im übrigen in der englischen Originalfassung (the shipping news) gesehen habe.
"Du bist Quoyle, du hast
Meerwasser in den Adern" Mit diesen Worten wird Quoyle (Kevin Spacey) von den Einwohnern Neufundlands empfangen. Der Grund ist, dass seine Vorfahren an dieser wilden Küste gelebt hatten, gefischt und Häuser gebaut hatten. Doch davon hat Quoyle, der Großstadtmensch leider überhaupt keine Ahnung.
Er hat keinerlei Erinnerungen an Neufundland, lebte immer im Staat New York.
Und mit dem Meer mag er sich nicht anfreunden, beziehungsweise will überhaupt nichts damit zu tun haben., nachdem in sein Vater einmal fast ertrinken ließ um ihm Schwimmen beizubringen. Kann ich ihm übrigens nicht verdenken, ist schon eine ziemlich brutale Methode Kindern das schwimmmen beizubringen.
Auch mit seinen Großeltern hat er scheinbar nichts gemeinsam: er wirkt schläfrig, tollpatschig. Er hat es im Leben nie zu etwas gebracht, ein typischer Loosertyp eben. Erst als sein total überdrehte (wird tatsächlich so überdreht gespielt) Frau Petal (cate Blanchet) bei einem Unfall stirbt, holt ihn die Vergangenheit in Form seiner Tante Agnis ein. Diese wird von Judi Dench einfach grandios gespielt, allein deswegen würde es sich lohnen diesen Film zu schauen.
Sie bringt Quoyle und seine Tochter Bunny in das Land ihrer Vorfahren, ein Land voller Magie, rastloser Geister, schräger Typen und tödlicher Stürme. Ps: das mit den rastlosen Geistern ist nur übertragen gemeint.
Nur langsam finet sich Quoyle in das neue Leben ein. Doch wie immer in solchen Filmen taucht dann plötzlich eine schöne Witwe auf, die ihm dabei hilft sich einzugewöhnen. ein weiterer Faktor mag sein Job sein: für die Lokalzeitung soll er ausgerechnet die "Schiffsmeldungen" verfassen.
Der Roman von E.annie Proulx wurde nicht zu unrecht zum Weltbestseller: Häuser die über das gefrorene Eis gleiten; Fischer, die vom Totenbett auferstehen; gebrochene Menschen die durch eine schroffe Landschaft wandeln und wieder heil werden.
In seinem Film fängt Lasse Hallström die Magie der Geschichte genial ein, es ist einer der wenigen Filme mit Romanvorlage, bei dem ich empfehlen könnte das Buch vorher nicht zu lesen. Außerdem bringt er seine Schauspieler zu Höchstleistungen, Kevin Spacey nd Judi Dench habe ich schon lange nicht mhr so voller Elan und Freude spielen sehen. Es ist wirklich ein Augenschmauss den beiden Akteuren zuzuschauen, vor allem Judi Dench übertrifft sich mal wieder selbst, der Film ist mit Sicherheit einer der Besten der letzten Monate, einzig und allein A Beautiful Mind kann ein wenig an ihn herankommen.
"Schiffsmeldungen" ist ein Film voller Humor, Wärme und Sun tiefer Sinnlichkeit, mein Fazit deshalb, unbedingt anschauen.
Übrigens, mittlerweile hab ich ihn auch in der deutschen Fassung gesehen, wer aber einigermaßen Englisch versteht und sich damit abfinden kann sollte sich unbedingt die Originalfassung anschauen.
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Quoyle (Kevin Spacey) ist ein stiller Einzelgänger, der bei einer Zeitung dafür zuständig ist die gedruckten Exemplare zu kontrollieren. Per Zufall lernt er die extrovertierte Petal (Spacey) kennen, der er kurzerhand erklärt, daß er als Drucker arbeiten würde.
Petal und er bekommen eine Tochter – Bunny. Für Quoyle stellt sich das Zusammenleben mit Petal (Cate Blanchett) als einzige Qual dar: Offen betrügt sie ihn, kümmert sich
weder um ihn, noch um die gemeinsame Tochter. Als ihn Petal schließlich mit einem anderen Mann verlassen will, verunglückt sie tödlich.
Kurz zuvor waren auch Quoyles Eltern gestorben, weswegen sich seine Tante Agnis (Judi Dench) bei ihm einfindet. Sie überredet ihn schließlich sie zusammen mit seiner Tochter nach Neufundland zu begleiten – in das Land seiner Ahnen. Quoyle nimmt das Angebot an.
Dort angekommen finden sie sich in einer kargen Landschaft wieder. Mittendrin steht Agnis' Geburtshaus mit Stahlseilen an der Steilküste festgezurrt. Das Haus ist völlig verrottet, dennoch ziehen alle dort ein.
Quoyle gelingt es sogar einen Job als Reporter des Lokalblattes zu bekommen. Er ist ab sofort für die „Schiffsmeldungen“ zuständig, also Berichte über die Schiffe, die den Hafen erreichen und verlassen.
Es gelingt ihm Fuß zu fassen und Kontakt zu den leicht verschrobenen Bewohnern herzustellen. Die Kindergärtnerin Wavey (Julianne Moore) hat es ihm dabei besonders angetan. Sie lebt seit 4 Jahren allein mit ihrem behinderten Sohn, seit ihr Mann damals einen Unfall auf See erlitten hatte.
Bald schon begibt sich Quoyle auf die Spuren seiner Ahnen und muß feststellen, daß seine Familie nicht nur ein dunkles Geheimnis bewahrt. Nach und nach begreift er, wer seine Vorfahren wirklich waren und die ein oder andere Wahrheit über seine Familie schockiert ihn zutiefst... .
Lasse Hallström hat nach „Chocolat“ wieder einen Roman verfilmt. Die Vorlage zu „Schiffsmeldungen“ stammt von E. Annie Proulx. Da ich den Roman nicht kenne, kann ich wenig zur Umsetzung der Story sagen, sondern nur auf den Film allein eingehen.
„Schiffsmeldungen“ ist ein sensibler, gefühlvoller Film. Er schildert die Geschichte aus Sicht des Quoyle, der zu Anfang des Filmes in sich selbst gefangen wirkt. Vor seiner Umwelt abgeschottet und aus Enttäuschung in sich zurückgezogen gelingt es ihm schließlich in der rauen Umwelt von Neufundland sich von Zwängen und inneren Mauern zu befreien.
Kevin Spacey spielt seine Rolle wunderbar! Hätte ich nicht gelesen, daß er in diesem Film mitspielt, so hätte ich ihn vielleicht sogar gar nicht erkannt. Seltsamer Weise trat dieses Phänomen nicht nur bei ihm in diesem Film auf, sondern auch bei Cate Blanchett auf, die ich tatsächlich erst nach dem Film – in einer geistigen Rückschau – erkannte.
Julianne Moore spielt hier eine wahre Charakterrolle. Sie gefällt mir in diesen Rollen weitaus besser, als z.B. in Darstellungen, wie in „Hannibal“. Bereits in „Magnolia“ hatte sie bewiesen, daß sie fähig ist tiefgründige Rollen zu spielen und meiner Meinung nach sollte sie bei genau diesen Rollen bleiben, denn diese liegen ihr!
Lasse Hallström zeigt auch in diesem Film Fingerspitzengefühl dafür, einen Film menschlich und tiefschichtig wirken zu lassen, ohne in Kitsch oder falsche Sentimentalität abrutschen zu lassen. Der Film bewegt und zieht den Zuschauer in seinen Bann, jedoch nicht ohne feine Ironie an der richtigen Stelle.
Der Film ist bewegend und eindringlich geschildert. Es gibt spannende Momente, schaurige, traurige und zutiefst mitreißende. Wer Filme mag, die über bloße Unterhaltung hinausgehen und den Zuschauer einladen mitzudenken und mitzufühlen, der ist hier genau richtig.
Der Film ist filmisch, inhaltlich und in der Darstellung der Akteure ein wahrer Genuß!
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USA 2002
Länge: 111 Minuten
Darsteller: Kevin Spacey (Quoyle), Julianne Moore (Wavey Prowse), Judi Dench (Agnis Hamm), Cate Blanchett (Petal), Pete Postlethwaite (Tert Card), Scott Glenn (Jack Buggit), Rhys Ifans (Beaufield Nutbeem), Gordon Pinsent (Billy Pretty), Jason Behr (Dennis Buggit), Larry Pine (Bayonet Melville)
Regie: Lasse Hallström
Stab:
Produzenten: Irwin Winkler, Linda Goldstein, Knowlton, Leslie Holleran
Drehbuch: Robert Nelson Jacobs
Vorlage: Roman von E. Annie Proulx
Musik: Christopher Young
Kamera: Oliver Stapleton B.S.C.
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Schlagzeile: Kinozuschauer von Neufundland verzaubert
ein Testbericht von T-Shirt2002-04-26 11:38:57vom 26.04.2002Empfehlung: ja
Meldungen und Storys über die ein- und auslaufenden Schiffe zu verfassen – bei einem klitzekleinen Lokalblatt auf Neufundland können diese Jobs auch Leute wie Quoyle übernehmen - ein gelernter Drucker, der noch nie zuvor als Journalist gearbeitet haben. Zur Übung empfiehlt ihm ein Kollege, auch im täglichen Leben in Schlagzeilen zu denken. Gesagt - getan: «Schlagzeile: Vater im Kindergarten der Tochter gedemütigt», lautet eine der Headlines, die das Publikum bei «Schiffsmeldungen» regelmäßig zum Schmunzeln bringt.
«Schiffsmeldungen», die Verfilmung eines Romans von E. Annie Proulx ist trotz zahlreicher komischer Momente aber keine
Komödie - dafür ist das Schicksal der einzelnen Figuren oft viel zu tragisch – eine Mischung aus unerfüllten Träumen, zerstörten Hoffnungen und zahlreichen seelischen Verwundungen. Trotzdem versinkt der neue Film von Lasse Hallström („Chocolat“, „Ein charmantes Ekel“) nie in absolutem Trübsinn – genau das verhindern der leise Humor des Streifens und die zahlreichen liebenswert-skurillen Figuren, die sich in dem kleinen Kaff im hohen Norden versammelt haben.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Quoyle (Kevin Spacey) – ein notorischer Verlierer, der ohne jedes Rückgrat durchs Leben läuft. Seine Frau Petal (Kate Blanchett) betrügt ihn ganz offen mit anderen Männern, und er lässt diese Demütigung ohne Gegenwehr geschehen. In den Augen seines Vaters war er ohnehin schon immer ein Versager – symptomatisch für diese Geringschätzung ist die Szene, als ihm der Vater die Mitteilung, dass er und Quoyles Mutter Selbstmord begehen wollen, lakonisch auf den Anrufbeantworter der Firma spricht.
Nach dem beinahe gleichzeitige Tod von Ehefrau und Eltern bekommt Quoyle Besuch von seiner Tante Agnis (Judi Dench). Sie überredet ihn, gemeinsam mit Töchterchen Bunny in der ursprünglichen Heimat ihrer Familie einen Neubeginn zu starten. Quoyle findet bewusste Anstellung beim hiesigen Lokal-Blättchen und lernt dort langsam, sich gegen zahlreiche Widerstände durchzusetzen. Mit zunehmendem Erfolg als Reporter wächst dabei auch langsam aber sicher sein Selbstvertrauen. Dazu kommt, dass er sich in die alleinstehende Kindergärtenerin Wavey (zauberhaft: Julianne Moore) verliebt- Umgekehrt scheint er ihr auch nicht ganz gleichgültig zu sein ...
Neben der Familiengeschichte der Quoyles, die offenbar über Jahrhunderte hinweg die Geschichte des Neufundländischen Städtchens geprägt haben, hat der Film somit vor allem zwei Ebenen: die Liebesgeschichte von Quoyle und Wavey sowie die persönliche Entwicklung Quoyles (wobei es selbstverständlich zahlreiche Überschneidungen gibt). Seine Entwicklung vom Versager zur selbstbewussten Person verläuft zwar etwas zu schnell und in diesem Tempo nicht immer hundertprozentig nachvollziehbar, aber die überragende schauspielerische Leistung von Kevin Spacey tröstet darüber hinweg. Wie er mit einem riesigen Repertoire an Mimik, Gestik und Körpersprache die Entwicklungsgeschichte seiner Figur darstellt, lässt kaum ernsthafte Zweifel an der Authentizität aufkommen.
Die Liebesgeschichte wird hingegen zugegebenermaßen etwas konventionell inszeniert. Doch auch für diese kleine Einschränkung wird das Publikum durch die zahlreichen anderen Qualitäten, die dieser Film aufweist, absolut entschädigt.
So schwelgt Lasse Hallström gemeinsam mit seinem Kameramann Oliver Stapleton in wunderbaren Bildern von Neufundland. Die Naturaufnahmen bewegen sich zwar zeitweise hart an der Grenze zum Kitsch, aber wirklich überschritten wird diese gefährliche Grenze nur gelegentlich. Vielmehr tragen die Bilder ganz stark zu der ruhigen und absolut stimmigen Atmosphäre bei, die «Schiffsmeldungen» über zwei Stunden hinweg verbreitet.
Doch der Film überzeugt nicht nur durch die Bilder von Neufundland, sondern auch mit der Darstellung der ungewöhnlichen Bewohner Neufundlands. Mit sehr viel Liebe zum Detail werden hier skurille und ausgesprochen originelle Figuren entworfen, die dem Streifen eine gewisse Würze geben: Sei es der eigenwillige Chefredakteur der Lokal-Zeitung, der seine Tage statt im Büro lieber beim Fischen auf seinem Kahn verbringt, oder dessen bärbeißiger Stellvertreter, der sich als Chef ausspielt, aber sofort erschrocken zusammenzuckt, sobald sein Vorgesetzter unerwartet die Redaktion betritt.
Zu den Qualitäten des Films gehören auch die hervorragenden Dialoge und der ständige Hang zu einem sympathischen, leisen Humor. Als Agnis ihrem Neffen von dessen Großvater erzählt, der im Alter von 12 Jahren gestorben sei, reagiert Quayle verwirrt: «Dann kann er doch nicht mein Großvater sein»,worauf Agnis schmunzelnd erwidert: «Du kennst die Neufundländer nicht ...» Vor dem Hintergrund mehrerer trauriger Geschichten wirken die kleinen Lacher oft wie eine Gelegenheit zum Aufatmen.
Und so bietet dieser Film einfach ein herrliches und absolut rundes Kino-Erlebnis, das den Zuschauer zwei Stunden lang verzaubert und in eine andere, teils auch sehr mystisch angehauchte Welt entführt. Da einen die Story nur bedingt vom Hocker reißt, kann man über die hohe Wertung sicherlich diskutieren ... aber die Figuren, die man einfach in sein Herz schließt und die imposanten, beeindruckenden Bilder sorgen dafür, dass «Schiffsmeldungen» ein Film ist, den man nicht so schnell vergisst.
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SVoigt3000, 26.04.2002
Hmmm, sollte ich etwa meine Meinung aumlndern muumlssen? Ich dachte, der Film waumlre irgendwie schlecht! Na ja, mal sehen, vielleicht gucke ich ihn mir doch noch an... CU Stephan
ein Testbericht von Sven792002-04-09 11:31:19vom 09.04.2002Empfehlung: ja
Ab und an mal ein Autounfall oder ein Unglück auf hoher See mehr gibt’s für die Reporter des Lokalblatts von Killick-Claw auf der Felseninsel Neufundland, im Osten Kanadas, nicht zu berichten.
Und dennoch verschlägt es den Antihelden Quoyle samt seiner kleinen Tochter Bunny und seiner Tante Agnes an diesen trostlosen und rauen Ort. Diesen Ort haben sie aber nicht zufällig gewählt, sondern sie kehren so an den Herkunftsort ihrer Vorfahren zurück. Hier versuchen sie ein neues Leben aufzubauen. Sie ziehen sogar in das alte Haus ihrer Ahnen, obwohl auf diesem
ein Fluch zu lasten scheint. Bunny glaubt Geister zu sehen und Agnes leidet an einem schrecklichen Geheimnis aus ihrer Jugend. Recht bald merkt man, dass für die Quoyles nur dann ein neues Leben beginnen kann, wenn sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen.
Bis die Protagonisten das herausfinden passiert aber noch so einiges: Quoyle wird Journalist beim Lokalblatt, obwohl er gar keine Ahnung vom Schreiben hat und außerdem kommen dunkle Geheimnisse ans Tageslicht. Aber langsam scheint es aufwärts zu gehen: Quoyle freundet sich mit der jungen Witwe Wavey an und auch im Job läuft es besser: Er bekommt eine eigene Kolumne „Schiffsmeldungen“.
Regisseur Lasse Hallström ist es nach „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ und „Chocolate“ erneut gelungen ein bittersüßes Drama mit einer dichten Atmosphäre, trockenem Humor und unendlich viel Gefühl auszustatten. Es ist wohl der europäische Touch den Nichtamerikaner an Hallströms Filmen so lieben. „Schiffsmeldungen“ könnte ohne Probleme an der Irischen Küste oder in Skandinavien spielen, vielleicht fühlt man sich in seinen Filmen deshalb sofort heimisch.
Großes Plus bei „Schiffsmeldungen“ ist die absolut stimmige Atmosphäre. Hallström schafft es perfekt mit Bildern, Geräuschen und Musik die melancholische, gefährliche aber doch hoffnungsvolle Stimmung Neufundlands einzufangen. Eigentlich will man an einem Ort ohne Sommer, mit verfluchten Häusern und einem opferforderndem Meer ja nicht leben, aber irgendwie schließt man diesen geheimnisvollen Ort sofort in sein Herz.
Auch die Figuren sind einem schon nach kurzer Zeit sympathisch und man interessiert sich für ihre Geschichte. Quoyle zum Beispiel ist ein absoluter Looser, der das Leben ohne Regung über sich ergehen lässt. Erst als er die etwas schlampige Petal (Cate Blanchett) trifft zeigt er Gefühle und heiratet sie. Doch schon bald betrügt Petal ihn mit dem schlimmsten Gesocks, auch das nimmt Quoyle regungslos hin. Erst in Neufundland beginnt Quoyle langsam ein eigenständiger Charakter zu werden. Er findet seinen Platz im Leben, wie man so sagt. Kevin Spacey verkörpert diesen gebrochenen Mann wie immer perfekt. Judie Dench als Agnes und Julianne Moore als Wavey vervollständigen ein perfektes Ensemble.
Für den trockenen Humor sind vor allem die Darsteller der übrigen Neufundländer verantwortlich. Verschroben, aber doch herzensgut. Immer offen für die Sorgen der Mitmenschen, aber auch offen dafür Fremde mit Gruselgeschichten zu verwirren. Die Bekanntesten Darsteller der Neufundländer sind wohl Pete Postlethwaite und Rhys Ifans.
„Schiffsmeldungen“ nach dem Roman von Annie Proulx ist natürlich nicht der große Wurf, aber ein kleiner schöner Film, mit phantastischen Darstellern, stimmiger Atmosphäre und einer ans Herz gehenden Geschichte.
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