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The Green Mile
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The Green Mile
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Testberichte The Green Mile

 (VHS) Drama
4.9 von 5
Platz 1093 in der Kategorie "Dramen".
Bewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.9 von 5
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The Green Mile Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.9 von 5
von 97% aller Autoren empfohlen (37/38).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Trotz 180 min nicht langweilig
  • spannend und rührende story tom hanks
  • spannend und interessant, irgendwie auch ermutigend
  • Unterhaltsam zum Nachdenken anregend
  • Darstellung des Problems Spannung Wirkung auf den Zuschauer
Nachteile/Kritik
  • NICHTS!!!
  • etwas zuviel kitsch
  • kein Actionfilm
  • kein Happy End
  • nichts
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wildheart

Leben und Überleben im Todestrakt

ein Testbericht von 2003-12-27 17:35:42 vom 27.12.2003
Empfehlung: ja
Frank Darabont, der 1994 den phantastischen Film „Die Verurteilten“ („The Shawshank Redemption“) mit Tim Robbins und Morgan Freeman inszeniert hatte, beschäftigt sich auch in „The Green Mile“ mit Gefangenen – allerdings auf doch andere Weise als in seinem früheren Meisterwerk, das sich bereits heute zu den Klassikern der Filmgeschichte zählen kann. Der Todestrakt eines Gefängnisses in Louisiana, dem Coal Mountain State Penitentiary, zur Zeit der Depression ist Schauplatz eines Geschehens, in dem es weniger um das Erzählte, um eine Geschichte geht als um die Atmosphäre, in der die insgesamt charakterlich fein gezeichneten Figuren handeln.

Beide Filme beruhen auf Geschichten von Stephen King. In „The Green Mile“ – der Filmtitel bezeichnet den grün gestrichenen Gang im Todestrakt zwischen den Zellen der Verurteilten – allerdings geht es (auch) um das, was man als übernatürlich bezeichnet. Und dieses Nicht-Erklärbare, das Zauber-Hafte, ja fast Märchenhafte, gelangt in den Film über einen neuen Gefangenen, den Schwarzen John Coffey (Michael Clarke Duncan), einen großen, kräftigen, scheinbar nicht besonders intelligenten, freundlichen, ja sympathischen, aber sehr zurückhaltenden Mann, der wegen Mordes an zwei weißen Mädchen zum Tode verurteilt wurde. Der Sheriff hatte die beiden toten Mädchen in den Armen des weinenden Coffey gefunden – und das allein reichte offenbar aus, um Coffey zum Mörder zu stempeln.

Der leitende Wärter des Todestraktes ist Paul Edgecomb (Tom Hanks), der Jahrzehnte später als alter Mann (Dabbs Greer) im Rückblick die Ereignisse der 30-er Jahre erzählt. Wir treffen zudem auf Pauls Kollegen und besten Freund Brutus Howell (David Morse) und die beiden Wärter Stanton (Barry Pepper) und Terwilliger (Jeffrey DeMunn). Mit beiden versucht Paul – und das gelingt ihm auch –, den Gefangenen gegenüber gerecht zu handeln. Misshandlungen, Erniedrigungen, Gewalt gegen die Todeskandidaten, das gibt es nicht für Paul. Auch der Leiter des Gefängnisses, Hal Moores (James Cromwell), duldet keine Unmenschlichkeit gegenüber den Verurteilten.

Allerdings gehört seit kurzem auch der junge Wärter Percy Wetmore (Doug Hutchinson) zu Pauls Truppe, ein Sadist, der sich daran ergötzen will, die Verurteilten zu malträtieren, und daran, sie auf dem elektrischen Stuhl schmoren zu sehen. Sein größter Wunsch: Er selbst will eine dieser Hinrichtungen leiten. Paul und die anderen haben Schwierigkeiten, Percy im Zaun zu halten: „Der Mann ist gemein, unachtsam und dumm – schlechte Voraussetzungen an einem Ort wie diesem.“ Allerdings ist Percy der Neffe einer Frau, die mit dem Gouverneur des Staates verheiratet ist – und auf dieser Klaviatur spielt Wetmore, um seine sadistischen Absichten zu realisieren.

Hinter Gittern treffen wir neben John Coffey auf Eduard Delacroix (Michael Jeter), der seine Freude an einer Maus, an etwas Lebendigem findet, den Todeskandidaten Arlen Bitterbuck (Graham Greene), den mehrfachen Mörder William Wharton (Sam Rockwell) und schließlich Toot-Toot (Harry Dean Stanton).

Im Zentrum des Films aber steht die Beziehung zwischen Paul Edgecomb und John Coffey. Das hat zwei Gründe: Zum einen vermutet Paul im Laufe der Zeit, Coffey sei fälschlicherweise für den Doppelmord an den beiden Mädchen verurteilt worden. Er sucht deshalb dessen Anwalt auf. Zum anderen scheint Coffey übersinnliche Fähigkeiten zu haben, die u.a. später im Film auch von Paul eingesetzt werden, um Moores schwer kranker Frau Melinda (Patricia Clarkson) zu helfen. Beide Schauspieler, Hanks und Duncan, tragen durch ihre subtile Spielweise zum Gelingen der Story bei. Auch die anderen Mimen lassen hier kaum etwas zu wünschen übrig.

Darabont und sein exzellenter Mann hinter der Kamera, David Tattersall, zeigen minutiös einen Alltag, dem weder die Gefangenen, noch die Wärter entkommen können. Die Endgültigkeit und Allgegenwart des Todes wird nur durchbrochen durch die seltsame Fähigkeit Coffeys, Menschen Leiden zu nehmen, zum Beispiel auch Edgecomb von seiner chronischen Blasenentzündung zu heilen. Dabei beherrscht diese Fähigkeit nicht die Geschichte des Films, sondern wird in die Schilderung des Gefängnisalltags als etwas Neues, aber durchaus nicht besonders Außergewöhnliches eingebunden. Niemand in diesem Film nimmt Stellung gegen die Todesstrafe oder auch nur gegen die Art und Weise der Tötung der Verurteilten auf dem elektrischen Stuhl. Auch die mehrfache ausführliche Darstellung von Hinrichtungen, darunter eine besonders entsetzliche, Szenen, die dem Betrachter sehr viel abverlangen, sind für sich nicht geeignet, den Film zu einem Plädoyer gegen staatlichen Mord zu erklären.

Es ist eher die fast schon schicksalhafte Verbindung zwischen den Handelnden, die eine zum Bersten angespannte Situation schafft, über die Edgecomb als alter Mann erzählt. Paul und seinen Kollegen steht immer deutlicher der Zweifel im Gesicht angesichts dessen, was sie im Todestrakt tun müssen. Nur die übersinnliche Fähigkeit John Coffeys scheint – wie er selbst – nicht von dieser Welt. Diese Fähigkeit symbolisiert all das, was im Todestrakt – wenn überhaupt – nur unter restriktiven Bedingungen möglich ist: Menschlichkeit, Gnade, Mitgefühl, Heilung, Verzeihen, Liebe, Zuneigung – alles nicht von dieser Welt? Coffey ist nicht in der Lage, an dieser Situation im Trakt prinzipiell etwas zu ändern. Seine Heilungen sind die eines – so könnte man sagen – menschlichen Erlösers, der nur „dokumentieren“ kann, was Gnade, Menschlichkeit usw. sein können. Er kann andere und ihr Verhalten dadurch nicht ändern. Pauls Leben allerdings ändert Coffey in fast jeder Hinsicht, weil Paul zu erkennen scheint, dass er sein bisheriges Leben so nicht weiterführen kann.

„The Green Mile“ kommt sicherlich nicht an Darabonts „Die Verurteilten“ heran. Aber das hat seinen Grund vielleicht auch darin, dass Kings Geschichte in gewisser Weise die Hilflosigkeit einer Situation dokumentiert, in der der staatlich verordnete, legalisierte Mord zum beherrschenden Moment einer Gesellschaft geworden ist, die sich einem Teil ihrer Peiniger durch deren Vernichtung entledigt. Sprachlosigkeit ist ein primäres Element dieser Situation. An einer Stelle sagt Paul: „Wir erinnern uns an diesen Ort so ähnlich wie an eine Intensivpflege im Krankenhaus.“ Aber im Unterschied zum Krankenhaus, in dem Menschen auf ihren natürlichen Tod aufgrund einer nicht heilbaren Krankheit warten und gepflegt werden, stellt sich die Situation im Todestrakt anders dar.

Zum anderen folgt Darabont eben doch oft zu deutlich den Mechanismen des Hollywood-Kinos, und insbesondere die Heilung von Melinda Moores durch Coffey repräsentiert in ihrer ganzen Inszenierung zu stark die falsche Sentimentalität, ja die über allen Realitätsgehalt hinwegsehende und hinweggehende, täuschende Rührseligkeit der Traumfabrik, was dem Film insgesamt Stärke und Überzeugungskraft nimmt.

Wertung: 8 von 10 Punkten.

The Green Mile
(The Green Mile)
USA 1999, 188 Minuten
Regie: Frank Darabont

Drehbuch: Frank Darabont, nach dem Roman von Stephen King
Musik: Thomas Newman, Jeff Coopwood
Director of Photography: David Tattersall
Schnitt: Richard Francis-Bruce
Produktionsdesign: Terence Marsh
Hauptdarsteller: Tom Hanks (Paul Edgecomb), David Morse (Brutus Howell), Bonnie Hunt (Janice Edgecomb), Michael Clarke Duncan (John Coffey), James Cromwell (Warden Hal Moores), Michael Jeter (Eduard „Del“ Delacroix), Grahame Greene (Arlen Bitterbuck), Doug Hutchison (Percy Wetmore), Sam Rockwell (William „Wild Bill“ Wharton), Barry Pepper (Dean Stanton), Jeffrey DeMunn (Harry Terwilliger), Patricia Clarkson (Melinda Moores), Harry Dean Stanton (Toot-Toot), Dabbs Greer (der alte Paul Edgecomb), Eve Brent (Elaine Connelly)

Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0100405


Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (3,5 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_rev iews/1999/12/121004.html

„Movie-Reviews“ (James Berardinelli) (3 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/g/green_mile.html


© Ulrich Behrens 2003
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
XXLALF
XXLALF, 20.03.2010
ein recht grausiger film mit füchterlichen szenen. angefangen von den fliegen die aus seinem mund kommen, über die folterarten bis zum elekrischen stuhl. die wohl die grausigste und schlimmste aller szenen war. toller bericht und ganz liebe grüße
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playgirl88

The Green Mile-Die letzten Schritte vor dem Tod

ein Testbericht von 2005-03-11 10:08:58 vom 11.03.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Schauspieler-Tom Hanks...
Nachteile/Kritik: langgezogen, konzentrationserforderlich
Ein Film zum nachdenken...
Eine Freundin hat mich dazu verliehen diesen Film zu sehen, denn von alleine hätte ich ihn mir niemals "reingezogen". Den Anfang des Films fand ich nicht sehr gut, ja, ich war sogar gelangweilt, bis der alte Mann begann seine Geschichte zu erzählen. "Na Toll!", denkt man sich zuerst, "Ich will doch keine Geschichte hören sondern einen Film sehen!" Man muss dabei einfach nur an TITANIC denken, in dem Film hat eine Frau ihre Geschichte erzählt, da hat es auch eine Weile gedauert bis es "zur Sache kam", aber der Film war trotzdem weltklasse...
"The Green Mile" ist einer der wenigen Filme, die einen Sinn haben. Der Film zeigt wie Mörder und Vergewaltiger für ihre Taten bezahlen mussten, was auch wahrscheinlich richtig ist, nur waren es manchmal keine Teufel sondern Engel, die einfach nur helfen wollten. Leider konnte man nicht nachweisen, dass sie nur helfen wollten und dabei im falschen Moment gesehen wurden, so hat man sie für ihre Hilfe mit dem Tod "belohnt".
Leute, ich sage euch, dieser Film ist 1a, nicht schön sondern sehr traurig, aber dennoch gut.
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:hilfreich
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Kommentare
heiren
heiren, 11.03.2005
Schade dass Du so sehr wenig Aussagen uumlber diesen Film machst. Eigentlich gar nichts. Wenn Du noch ein wenig umschreibst werde ich gern anders bewerten. LG
artec86
artec86, 12.03.2005
fuumlr so einen Tollen Film ist es eindeutig zu quotduumlrftigquot
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Malde23

The Green Mile - Meisterwerk!!!

ein Testbericht von 2005-02-20 20:14:04 vom 20.02.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: spannend und rührende story tom hanks ...
Nachteile/Kritik: etwas zuviel kitsch
Die Story:


Da den meisten die Story im groben bekannt sein wird, gehe ich nur kurz darauf ein. Ich möchte hier nicht jedes Detail beschreiben (was bei so einem langen Film auch nicht ganz einfach wäre). Ich hoffe, ihr seht mir nach, dass ich mich relativ kurz halte, denn die Handlung lässt sich in jeder Videothek oder in anderen Berichten nachlesen. Es geht mir heute in erster Linie um meine eigenen Gedanken und ich möchte beschreiben, warum ich den Film für ein absolutes Meisterwerk halte, das sich jeder ansehen sollte:


Der alte Paul Edgecomb lebt seit 6 Jahrzehnten in einem Seniorenheim. Eines Tages werden seine allgegenwärtigen Erinnerungen an die Vergangenheit durch eine Filmschnulze besonders emotional zum Vorschein gebracht. Er erzählt seiner Freundin Elaine von seiner Arbeit als leitender Wärter für den Todestrakt der Strafanstalt Cold Mountain im Süden der USA. Es war Mitte der 1930er Jahre, Paul war glücklich verheiratet, hatte einen erwachsenen Sohn und ging seiner täglichen Arbeit nach: zum Tode verurteilte Häftlinge entlang der "grünen Meile" auf ihrem letzten Weg zu begleiten und die Hinrichtungen auf dem elektrischen Stuhl zu leiten.
Die "grüne Meile" verdankt ihren Namen dem mit grünen Linoleum ausgelegten Flur, über den sie von ihren Zellen zum Hinrichtungsraum geführt werden.

Als eines Tages der schwarze Hühne John Coffey eingeliefert wird, verändert sich Paul Edgecombs Leben für immer. Coffey soll zwei kleine Mädchen getötet haben.

Nie zuvor haben Edgecomb und seine Kollegen solch einen Menschen getroffen. Er ist riesengroß und kräftig, aber zugleich ängstlich und naiv wie ein Kind. Und dann geschehen seltsame Dinge im Todestrakt und Edgecomb stellt sich zunehmend die Frage, ob Coffey wirklich ein Mörder ist.


Der Alltag im Todestrakt:


Die zum Tode Verurteilten werden von den Wärtern menschlich und respektvoll behandelt.
Meistens beruht der Respekt auf Gegenseitigkeit. Man könnte meinen, dass das Leben im Gefängnis gar nicht so schlimm sein kann, aber damals war auch eine andere Zeit. Der Todestrakt erscheint nicht überdurchschnittlich gut gesichert, die Gefangenentransporte werden in klapprigen Automobilen durchgeführt, die Gummizelle dieht als Abstellkammer und der elektrische Stuhl steht in einer Scheune, die vor Hinrichtungen ebenfalls ausgeräumt und mit Sitzgelegenheiten für die Zeugen ausgestattet werden muss.

Einige der Verurteilten (allen voran Eduard Delacroix) erscheinen nicht wie blutrünstige Monster. Sie bereuen ihre Taten, und können sie nicht mehr rückgängig machen. Kurz vor seiner Hinrichtung nimmt Delacroix Abschied von den Wärtern und sagt, dass er sie gerne unter anderen Umständen kennen gelernt hätte. Gerade bei solchen Menschen stellt man sich die Frage, ob es nicht eine andere Lösung gibt als die Todesstrafe. Ist es richtig, ein Verbrechen mit Mord zu bestrafen?


Der "alte Blitz" und der Horror:


Das ist der Spitzname für den elektrischen Stuhl, der mittlerweile auch in die Jahre gekommen ist.
Im Film werden die letzten Stunden der Gefangenen und deren Hinrichtung in allen Details gezeigt. Natürlich ist das der blanke Horror, aber es ist nicht Steven Kings typischer Horror, sondern ein von Menschen gemachter, der im Namen des Gesetzes praktiziert wird. Als bei Delacroixs Hinrichtung so einiges schief geht und der Tote am Ende in Flammen steht, waren auch hier keine bösen Geister am Werk. Es war ein von Menschenhand ausgehendes Leid. Auch der Anblick der zwei toten, kleinen Mädchen mit ihren blutverschmierten, blonden Haaren ist auf ein menschliches Verbrechen zurückzuführen. Hier braucht man keinen übernatürlichen Horror, denn die Wirklichkeit ist schon schrecklich genug.

Wärter Percy:

Während sich alle Wärter wie echte Gentleman benehmen, ist der junge Percy Wetmore ein wahres Ekelpaket. Ausgestattet mit besten Beziehungen zu wichtigen Persönlichkeiten erlaubt er sich Sonderrechte und Fehltritte ohne Ende. Er verachtet die Gefangenen, lässt keine Chance aus, um sie zu demütigen, droht mit seinen Beziehungen und versagt gleichzeitig jämmerlich, als ein junger Kollege von einem neuen Gefangenen fast getötet wird. Er macht sich in die Hose wie ein Kleinkind und droht damit, dass alle ihren Job verlieren, wenn jemals etwas davon nach außen dringt. Mit seiner Art geht er besonders Edgecomb gehörig auf die Nerven, bis er mit Percy einen Deal abschließt: er darf bei einer Hinrichtung das Kommando haben, wenn er sich im Gegenzug um seine Versetzung kümmert. Percy möchte gern in die Verwaltung einer Nervenanstalt wechseln. Dort kommt er auch hin, jedoch anders als geplant. Und als er endlich das Kommando bei Delacroix's Hinrichtung hat, nutzt er dieses schamlos und sensationsgeil aus, indem er sich nicht an die Vorschriften hält und Delacroix's Leiden unerträglich verlängert.

Percy ist auch heutzutage leider kein Einzelfall. Noch immer gibt es Menschen, die sich auf ihre Beziehungen verlassen, andere damit bedrohen und erpressen und selbst kein bisschen Ehrgefühl in sich tragen.


Mr Jingles:


Eines Tages taucht ein vorwitziges Mäuschen im Todestrakt auf, das alle sofort in ihr Herz schließen. Es erhält den Namen Mr Jingles und Delacroix erhält die Erlaubnis, die Maus als Haustier in seiner Zelle zu halten. Somit wird die Maus zu einem Symbol der Menschlichkeit. Delacroix blüht in seinen letzten Tagen noch einmal richtig auf und ist fruchtbar glücklich über seinen kleinen Freund, der so manches Kunststück kann und deshalb für eine Zirkusmaus gehalten wird. Als Delacroix's Hinrichtung ansteht, macht dieser sich die meisten Sorgen darüber, wer sich in Zukunft um Mr Jingles kümmern soll. Edgecomb und seine Kollegen versprechen ihm, dass sie das Mäuschen in die Mäusestadt bringen werden, und Delacroix ist überglücklich. Percy lässt es sich jedoch nicht nehmen, Delacriox im letzten Moment seines Lebens mitzuteilen, dass die Mäusestadt nur eine Lüge war, um ihn ruhig zu stellen. Der Schmerz des Todgeweihten ist für den Zuschauer spürbar und man muss sich hier die Frage stellen, wer den Tod eher verdient hat. Der Verurteilte, der gern seine Verbrechen rückgängig machen würde, oder der junge Wärter, der den meisten Häftlingen an Grausamkeit in nichts nachsteht. Zu einem früheren Zeitpunkt zertritt er die Maus in voller Absicht, weil er sie hasst, weil er keinen Respekt vor dem Leben hat und Delacriox wehtun möchte - oder einfach nur zum Spaß.


John Coffey:


Als Edgecomb an einer sehr schmerzhaften Blasenentzündung leidet, kann Coffey ihn alleine durch Handauflegen innerhalb weniger Augenblicke heilen. Der Riese hat zweifellos übersinnliche Kräfte. Er vermag es, die zertretene Maus ins Leben zurückzuholen und er kann auch eine sterbenskranke Frau von einem unheilbaren Gehirntumor befreien. Er vermag es, Edgecomb an seinen Erinnerungen teilhaben zu lassen und ihm so zu zeigen, wer die kleinen Mädchen wirklich auf dem Gewissen hat. Für Edgecomb und seine Kollegen steht bald fest, dass John Coffey unschuldig ist, doch wie kann man ihn vor der Todesstrafe retten? Edgecomb gerät in einen schweren Gewissenskonflikt, und nur John Coffey allein kann ihm da heraushelfen.


Das Übersinnliche:


John Coffey vermag es, durch seine übersinnlichen Kräfte, Menschen mit Leben oder Tod zu infizieren. Wie er das tut, wird in etwas kitschigen Szenen dargestellt. Einige werden der Meinung sein, dass diese Szenen dem Film schaden, dass sie ihn abwerten. Andere bezeichnen dies als Edelkitsch. Aber gerade durch das Übersinnliche wird ein Großteil der Handlung getragen, dadurch werden Konflikte gelöst und erzeugt. Dadurch geraten Edgecomb und seine Kollegen in den Gewissenskonflikt, ob sie es wirklich zulassen können, dass ein unschuldiges Wunder Gottes auf dem elektrischen Stuhl stirbt, gehasst von den Eltern der toten Mädchen und sämtlicher anderer Zeugen im Raum. Als Coffey hingerichtet wird, versagt Edgecomb bei der Urteilsverkündung die Stimme, seinen Kollegen laufen die Tränen übers Gesicht. Es ist die emotionalste Szene im Film und schwer zu ertragen.

Ich selbst finde die übersinnlichen Aspekte spannend, denn schließlich soll es kein realistischer Film sein. Und das Übersinnliche ist wichtig für die Gesamtaussage des Films.

Last but not least das Fazit:

Eigentlich ist dieser ca. 3 Stunden lange Film schwer in Worte zu fassen. Er ist so vielschichtig, spricht so viele Dinge an und verflechtet sie miteinander. Und er lässt uns dabei soviele Freiräume, über das Gesehene und über sich selbst nachzudenken. Der Film ist ein Abenteuer, eine Reise durch die Menschlichkeit, das Gute besiegt das Böse und dennoch gibt es kein Happy end.

Nach dieser langen Reise kehrt der Zuschauer wieder zum alten Paul Edgecomb zurück, der zusammen mit seiner Freundin den alten Mr Jingles besucht und wenig später der Beerdigung von Elaine beiwohnt. Er ist ein uralter Mann, der seine Familie längst verloren hat. Er ist dazu verdammt, immer weiter zu leben.

Ich finde, "the Green Mile" ist ein absolutes Meisterwerk, dem man seine kleinen Schwächen leicht nachsehen kann.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Demir
Demir, 04.03.2005
Ich habe den Film schon 3mal 1XEnglisch und 2X Deutsch angeschaut. ICh kann nur sagen, der beste Film, den ich je gesehen habe....
Allisander
Allisander, 20.02.2005
Gut beschrieben
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spitter

Tom Hanks in einem Drama der ganz besonderen Art

ein Testbericht von 2004-11-07 21:40:38 vom 07.11.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Darstellung des Problems Spannung Wirkung auf den Zuschauer...
Nachteile/Kritik: -
-Ich möchte über meinen absoluten Lieblingsfilm schreiben und euch begründen, warum The Green Mile mein Lieblingsfilm ist!

-Es geht um ein Gefängnis in den USA und Tom Hanks in der Hauptrolle als der Gefängniswärter! immer wieder kommt es zu Hinrichtungen die er als Gefängniswärter hautnah miterlebt. Natürlich war das niemals für ihn schön , doch er sieht es als Bestandteil seines Jobs. Bis der große, kräftige John Coffee in das Gefängnis eingewiesen wird! Er soll zwei Mädchen getötet haben und wurde von den amerikanischen Richtern zur Todesstrafe verurteilt! Der Wärter lernt Coffee als einen freidlichen Menschen kennen, der zusätzlich noch die Begabung hat Menschen zu heilen.So macht er das auch bei der Frau des Chefs der Gefängniswärter, dennoch kann die Hinrichtung von Coffee nicht verändert werden obwohl sich sich mehrere Wärter sicher sind das Coffee das Verbrechen nicht begangen hat! Der Film zeigt den aussichtslosen Kampf um Gerechtigkeit und gegen die Willkür der amerikanischen Behörden. Der Film heißt the green Mile aufgrund des gleichnamigen Gefängnisflures. Er dauert etwa Stunden ist also ein längerer Film.

-Besonders sticht die Darstellung der einzelnen Szenen hervor so dass man angesichts des Dramas was seinen Lauf nimmt schon mal mit den Tränen kämpfen muss! Der Film ist schon sehr bewegend und hat mich nachdenklich und traurig gestimmt auch wenn ich nicht in Amerika wohne. Die einzelnen Darsteller kann ich nicht auflisten , da ich den Film vor einiger Zeit ausgeliehen hatte und die Originalkassette nicht vorliegen habe!

Insofern noch nicht geschehen : Schaut euch diesen Film an !!!!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:hilfreich
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The Green Mile - Ein weltklasse Film

ein Testbericht von 2004-07-25 18:01:10 vom 25.07.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Trotz 180 min nicht langweilig...
Nachteile/Kritik: NICHTS!!!
1. Inhalt:
Die Geschichte spielt anfangs der dreißiger Jahre. Im Staatsgefängnis Cold Mountain im Amerikanischen Bundesstaat Georgia, leitet Oberaufseher Paul Edgecomb(Tom Hanks) den Todestrakt, Block E. John Coffey, ein riesiger schwarzer Mann wird in den Todestrakt eingeliefert. Er soll zwei Mädchen brutal ermordet haben. In diesem Todestrakt soll er nun sein restliches Leben bis zur Hinrichtung durch den elektrischen Stuhl verbringen. Doch der Mann scheint kein Mörder zu sein, wie sich im Laufe des Filmes herausstellt. Er ist ein sehr liebenswerter, freundlicher Mensch, hat Angst im dunkeln und vor allem heilsame Kräfte, mit denen er Paul Edgecombs Blasenentzündung heilt, eine tote Maus wieder zum Leben erweckt und die Frau des Aufsehers des Gefängnisses von ihrem Tumor befreit. Eigentlich deutet alles darauf hin das er kein Mörder, sondern nur ein Opfer ist. Ob er nun hingerichtet wird oder nicht müsst ihr euch selbst anschauen.

2. Schauspieler:
Tom Hanks
Michael Clarke Duncan
David Morse
Bonnie Hunt
James Cromwell
Michael Jeter
Graham Greene
Doug Hutchison
Sam Rockwell
Barry Pepper
Jeffrey DeMunn
Patricia Clarkson
Harry Dean Stanton
Dabbs Greer
Eve Brent

3. Eigene Meinung
Obwohl der Film mit über 180 Minuten sehr lang ist, ist er zu keinem Zeitpunkt langweilig. Der Film beginnt in der ersten Minute mit einer spannenden Aktion und bleibt es bis zum Ende. Man bewegt sich wahrend des gesamten Films zwischen Gefühlen der Trauer, des Schocks und des Mitgefühls. Der Film ist auf jeden Fall sehr gelungen, da auch die Schauspieler ihre Rollen mehr als überzeugend spielen und es lohnt sich auf jeden Fall diesen Film anzuschauen, eigentlich muss man diesen Film gesehen haben.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:hilfreich
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Kommentare
sebbelino
sebbelino, 25.07.2004
Habe noch ein nuumltzlich vergeben, aber im groszligen un ganzen ist mir der bericht ein bisschen zu kurz. Bsp.: Der Inhalt ist zu knapp geraten und bei der Besetzung haumltte man noch die passende Rolle erwaumlhnen koumlnnen
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hefty00

Super dieser Film!

ein Testbericht von 2004-07-22 13:28:18 vom 22.07.2004
Empfehlung: ja
The Green Mile ... welch ein Film, als ich aus dem Kino gegangen bin, hatte ich Gänsehaut von Kopf bis Fuss und wagte nichts zu sagen, denn der Film hatte mich noch immer in seinem Bann, obwohl er auf der Leinwand schon längst vorbei war, in meinem Unterbewußtsein hatte er sein festgefressen.
Die Geschichte bzw. die Handlung des Filmes sind zwar nicht sooo der Hit, aber die ganze Verfilmung und vorallem die Schauspieler sind gigantisch!
Es gab Szenen,da konnte man schmunzeln, allerdings war es vorwiegend der Fall, dass ich vor Gänsehaut zitternd in meinem Kinosessel sass.
Bisher musste ich auch noch nie im Film weinen, aber dieser Film ist so heftig, dass ich meine Tränen absolut nicht zurückhalten konnte.
Wahnsinnsfilm, vorallem mal nicht mit einem super-hollywood-typischen Ende!
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
gromert

Einfach klasse dieser Film

ein Testbericht von 2004-07-20 20:55:01 vom 20.07.2004
Empfehlung: ja
"The Green Mile", nach einer Idee von Stephen King, gehört zweifelsohne zu den Kinohighlights des neuen Jahrtausends. Mit dabei: der zweimalige Oscar-Preisträger Tom Hanks.

Als "The Green Mile" wird die mit grünem Linoleum ausgelegte Strecke zwischen den Gefängniszellen im Todestrakt und dem elektrischen Stuhl bezeichnet. Ein Weg, den Gefängnisaufseher Paul Edgecomb (Tom Hanks) schon unzählige Male mit den Todeskandidaten beschritten hat - bis zu dem Tag, als ein Gefangener sein Leben für immer verändert.

Die Rede ist von John Coffey (ein herausragender Michael Clarke Duncan), ein Koloss von einem Mann, der auf brutale Art und Weise zwei junge Mädchen getötet haben soll. Doch Coffey gehört nicht zu den eiskalten und durchgedrehten Mördern, die im Cold Mountain Gefängnis auf ihre Hinrichtung warten - John Coffey ist ein besonderer Mensch mit einer wunderbaren, einzigartigen Begabung.
Und da er sich seiner außergewöhnlichen Fähigkeit voll bewusst ist, drängt sich Gefängniswärter Paul Edgecomb die Frage auf, ob Coffey eines grausamen Mordes überhaupt fähig ist. Doch als er endlich die Wahrheit weiß, ist Coffey bereits auf dem Weg zum elektrischen Stuhl ...

Regisseur Frank Darabont ist mit Stephen Kings Adaption "The Green Mile" ein brillantes Feuerwerk an Spannung und Faszination gelungen - ein Film, der den Zuschauer von Anfang an in seinen Bann ziehen wird.
...
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Kommentare
Frankenmetal
Frankenmetal, 20.07.2004
Hi, gerade bei diesem Film und der herausragenden Romanvorlage von King ist der Bericht wohl doch etwas kurz geraten.
Gruumlszlige
Hatifa
Hatifa, 20.07.2004
Ich fand den Film auch super klasse. Aber dazu kann man doch noch eine Menge mehr schreiben, oder? LG, Manja
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dreamweb

Von Menschen, Menschlichkeit, dem Tod und Wunder

ein Testbericht von 2004-07-02 22:42:36 vom 02.07.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: spannend und interessant, irgendwie auch ermutigend...
Nachteile/Kritik: kein Actionfilm
Ein Erfahrungsbericht von Miara über Green Mile, The (23.05.2001)
"The Green Mile" habe ich vor Jahren als Original-Taschenbuchausgabe gelesen und dort immer auf die nächste Ausgabe gelauert. Denn es war ein Versuch von Stephen King, ein Buch als Serie herauszugeben. Das Buch war wundervoll und spannend zugleich. Jetzt habe ich mir auch den gleichnamigen Film gekauft und ihn mir genauso begeistert angesehen. Denn ausnahmsweise hielt sich die Regie an das Buch und zwar sehr genau.


HANDLUNG


The Green Mile wird vielen hier bekannt sein, da es ein Kino-Hit war, aber ich gehe trotzdem noch ein wenig auf die Handlung ein.

Die Geschichte spielt in einem Gefängnis und zwar in dem Trakt, in dem die zu Tode verurteilten Gefangenen bis zu ihrer Hinrichtung leben. Da die sogenannte Todesmeile hier mit grünem Teppich ausgelegt ist, wird sie "Die grüne Meile genannt. Die Wärter, bis auf eine Ausnahme zeigen sich sehr menschlich im positiven Sinne und behandeln die Schwerverbrecher auch menschlich. Eines Tages kommt ein riesiger Schwarzer, John Coffey neu hinzu. Er wurde wegen abartigen Mordes an zwei Mädchens zu Tode verurteilt.

John verhält sich seltsam, nicht nur weil er zwar absolut friedfertig und etwas geistig behindert zu sein schein, er ist sehr langsam und ängstigt sich beispielsweise, wenn das Licht ausgeht. Aber John ist noch in anderer Hinsicht anders als alle anderen Menschen. Er verfügt über seltsame Kräfte, um andere Lebewesen zu heilen.

Bedeutend ist der Satz, den er sagte, nachdem er gefaßt wurde bzw. nachdem ihn der Traktleiter auf die Tat anspricht. Denn da sagt er wortwörlich: Ich kann nichts dafür. Ich wollte es gut machen, aber es war zu spät.

Neben John Coffey wird hier auch das Schicksal anderer zu Tode Verurteilter gezeigt. Einer der Gefangenen beispielsweise freundet sich mit einer Maus an und zähmt sie. Ein außergewöhnliches und pfiffiges Tierchen, das sich vorher allen Fangversuchen der Wärter wiedersetzte.

Während sich John Coffeys Zeit der Hinrichtung mehr und mehr nähert, zeigt er sich in der Zelle nur positiv, heilt Beschwerden und rettet sogar ein Leben. Und nicht nur Paul Edgecomb, der hier von Tom Hanks gespielt wird, kommen Zweifel an seiner Schuld....


MEINUNG


The Green Mile ist die meiner Ansicht nach bisher gelungenste Verfilmung eines Stephen King Romans. Der Film zeigt, wie viel alleine in dem Todestrakt an Menschlichkeit zu Tage kommt, sei es positiv oder negativ. Und er zeigt, dass nicht alles so ist, wie es scheint und es mehr gibt, als nur das Offensichtliche. Denn John Coffey stellt sich als ein Heiler und nicht als ein Mörder heraus.

Aber auch das Gefängnisleben mit Wärtern, denen die die Gefangenen nicht unnötig leiden lassen wollen, wird hier sehr eindrucksvoll gezeigt. Sehr kleine Szenen werden manchmal richtig liebevoll dargestellt. Sei es die Szene mit der kleinen und neugierigen Maus als auch die sehr menschliche Szene, als die Wärter mit einem Gefangenen den Gang zum elektrischen Stuhl und die eigentliche Hinrichtung pflichtgemäß durchspielen.

Ich persönlich bin von Tom Hanks positiv überrascht. Diese Rolle paßte hervorragend zu ihm, auch wenn er bisher doch meistens andersartige Rollen gespielt hat. Seine Menschlichkeit ist wohl auch etwas Bedeutendes an dem Film neben der großartigen Rolle des schwarzen Riesen Michael CLarke Duncan als John Coffey, den neuen zu Tode verurteilten Insassen

*Wer nicht mehr vom Inhalt wissen will, liest bitte nach den beiden folgendem Absatz weiter.*


Etwas Besonderes ist John Coffey, um den sich die ganze Geschichte hier reigt, auf alle Fälle. Die Rolle des Unschuldigen, der zu Tode verurteilt wird und lieber den Tod als das Leben wählt, spielt der Schauspieler absolut überzeugend. Für die, die sich über ein wenig Hintergrundinformationen freuen, hier noch eine Aussage. Stephen King wählte bewußt den Namen John Coffey. Denn er spielt hier auf den anderen unschuldig zu Tode gekommenden - Jesus Christus - an. Daher wählte er einen Vor- und Nachnamen, der mit J und mit C anfängt. Vielleicht ist es ja dem einen oder anderen aufgefallen.

Überaus gut wurden hier auch die Szenen dargestellt, mit denen John das Böse in Form der Fliegen wieder aus seinem Körper durch den Mund herausläßt. Es läßt den Zuschauer schaudern. Denn was gibt es für uns doch fieseres, als einen dicken Schwarm dunkler Fliegen. Und alles, was der Heiler aufnimmt, das läßt er in dieser unangenehmen Wolke auch wieder heraus.

Vielleicht ist es dem Leser meines Beitrages nicht Recht, aber ich selbst finde es auch gelungen, wie er dem bösen Menschen, dem wahren Mörder, das Böse aus seinem Körper überträgt, um diesen so zu schwächen und zu schädigen. Es verwirklicht für mich die Grund-Rachegedanken der Menschen. Und in einer höheren Form bestraft John, der selbst für die Tat sterben muss, den wahren Täter. Und wie Paul Edgecomb am Ende des Filmes so treffend sagt, jeder muss irgendwie die grüne Meile mal gehen. Nur bei dem einen dauert es länger. Und für manche ist es eben unangenehmer.

* ab hier können wieder alle weiterlesen:

Wie auch die Verurteilten, der ebenfalls auf einer Novelle von Stephen King basiert, handelt auch dieser Film vom Gefängnis und auch von einem besonderen Menschen. Beide Filme wurden duch Frank Darabont sehr gut gedreht und zeigen, dass Stephen King mehr kann, als nur Horror-Romane zu schreiben. Auch wenn er durch diese zweifelsohne berühmt wurde. Gleichzeitig brilliert hier Tom Hanks so, als sei der Film auf ihn zugeschnitten. Aber auch die anderen Schauspieler sind hier zu loben, die Rollen passen und in dem Film wurde alles aus dem Originalroman sehr gut übernommen bzw. der Film bringt Stephen Kings Idee sehr gut rüber. Die 181 Minuten sind hier nicht schwerfällig sondern sehr interessant und sinnvoll verfilmt.


DATEN


Titel: The Green Mile
Regisseur: Frank Darabont
Stars: Tom Hanks, David Morse, Bonnie Hunt, Michael Clarc Duncan, James Cromwell
Laufzeit: 181 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahre
Filmart: Drama
Preis: DM 24,95 im Schlecker-Markt


FAZIT


Eine wundervolle Verfilmung, die sich sehr genau an die Romanvorlage "The Green Mile" von Stephen King hält. Die Schauspieler und die Handlung sind einmalig gut und wer sich nicht scheut, traurige Filme anzusehen, der sollte sich diesen Film anschauen. Denn trotz der Traurigkeit lebt der Film auch durch die Menschlichkeit und die Hoffnung.

Liebe Grüße Miara
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Kommentare
kleineswoelkchen
kleineswoelkchen, 02.07.2004
schoumlner Beitrag von Dir. Dank dem Infoservice gleich lesen koumlnnen. schoumlnes Wochenende wuumlnsch
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oldiefan

Toller Film

ein Testbericht von 2004-03-15 13:49:39 vom 15.03.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Unterhaltsam zum Nachdenken anregend...
Nachteile/Kritik: kein Happy End
?Ich kann nichts dafür. Ich wollte es gut machen, aber es war zu spät. ?So die Worte von John Coffey, als er mit zwei vergewaltigten und anschließend ermordeten Mädchen im Arm gefunden wird. Der Fall schein klar John Coffey, ein riesiger schwarzer Kerl und geistig etwas zurückgeblieben scheinend, wird 1935 trotz seiner Unschuld für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Aus diesem Grund wird in den Block E der Strafanstahlt Cold Mountain gebracht, wo er seine letzten bis zur Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl verbringen soll.

Er wird von Percy, einem kleinem machtbessenem Giftzwerg jedoch mit Verbindungen zum Gouverneur, mit den Worten : ? Ich bringe hier einen Toten ? in den Trakt E begleitet. Dort trifft auf Paul Edgecomb ( Tom Hanks ) den Leiter dieses Blocks und zur Zeit mit einer schweren Blasenentzündung kämpft. John Coffey ist allerdings nicht der einzige Todeskandidat im Trakt, es dauert nicht lange und der Zuschauer wird erstmals mit den schockierenden Bildern der Hinrichtung durch den elektrischen Stuhl konfrontiert. Und um die scheinbar maschinelle Vernichtung von Leben durch den Staat aufrecht zu erhalten kommt mit Bill Walton kurz darauf ein neuer Häftling in den Block. Er gehört allerdings zu der wirklichen üblen Sorte und birgt ein dunkles Geheimnis. Er bringt allerlei Chaos in den Trakt, ob Rangeleien mit den Wärtern oder Blasenentleerung auf deren Schuhen Allerdings wird durch ihn auch das Verhältnis zwischen John Coffey und Paul verändert. Duech die Rangelei zwischen Wärter und Bill wird die Blasenentzündung Pauls so schmerzhaft das er zusammenbricht. John bittet ihn zu ihn zu kommen und heilt ihn auf wundersame Weise.

Irgendwann bekommen der Block Besuch von einer kleinen Maus, die sich wenig später mit dem Inhaftie rten Dell anfreundet, dieser tauft sie Mr Jingles. Percy der ide Maus schon beim ersten Anblick erschlagen wollte, gelingt es irgendwann sie zu zertreten und Dell der kurz vor seiner Hinrichtung steht völlig fertig. Doch John rettet auch sie.

Langsam fängt Paul an der Schuldigkeit von John zu zweifeln und besucht asu diesem Grund die Gegend in der John seine Tat begangen haben soll, doch wirkliche Aufklärung findet er dort nicht. Percy gibt unter dessen ein schreckliches Schauspiel, bei der Hinrichtung von Dell begeht er absichtlich einen Fehler um ihn noch mehr leiden zu lassen. Dell Hinrichtung läuft nicht normal ab, sie geht über Minuten und aus seinem Körper schlagen Funken, bis er letztendlich auch noch anfängt zu brennen.

John der immernoch auf seine Hinrichtung heilt auch die an einem Hirntumor erkrankte Frau des Gefängnisdirektors. Der gesamte Block glaubt nach dieser Tat nicht mehr an die Schuld von John, einem Wunder Gottes. Sie sind zwischen ihrem Gewissen und ihrem ?Job? hinundhergerisscen.

Ob Paul die Unschuld Johns beweisen kann und John Coffey vor dem elektrischen Stuhl bewaren kann verrate ich nicht. Auch nicht was mit dem Sadisten Percy und dem durchgeknallten Bill passiert. Nur soviel es ist ein trauriges Ende.


Während der gesamten 180 Minuten des Films befindet sich der Zuschauer zwischen Gefühlen der Trauer, des Schocks und des Mitgefühls. Aber auch einzelne amüsante Szene hellen das Gemüt des Betrachters ab und zu wieder auf. Langeweile gibt es nicht, die Dramaturgie und Emotion ist mitreisend. Spätestens nach Ende des Films beschäftigt einen der Umstand der noch angewendeten Todesstrafe und der damit auftretenden Hinrichtung von Unschuldigen. Die Nähe und Offenheit der Hinrichtung lässt es einem klat den Rücken runterlaufen. Ich fand es ziemlich heftig und war teilweise am zweifeln ob diese schockierende Darstellung wirklich nötig ist und ob die Altersbeschränkung von FSK 12 wirklich klug ist. Nun ich d enke man sollte nichts beschönigen und deshalb gehen die gezeigten Szenen auch in Ordnung auch wenn sie wirklich nichts für schwache Nerven sind.

Was mir nicht so gut gefallen hat war die Art der Heilung durch John Coffey, so scheint er die Krankheitserreger nach jeder Heilung durch den Mund in Form von ?Fliegen? wieder auszustoßen. Das wirkt zu phantastisch und passt nicht in die reale Nüchternheit des Films.

Zu den Schauspielern kann man nur sagen, sehr überzeugende Leistung und das von allen. Ob nun die vermeindlichen Hauptdarsteller Tom Hanks Michael Clarke Duncan ( John Coffey ) oder die ?Nebendarsteller?. Alle spielen ihre Rollen mehs als überzeugend.


Fazit : Fesselndes und bewegendes Drama der Spitzenklasse, das man gesehen haben muss
Auch veröffentlicht bei dooyoo.de und ciao.com
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MMBrown

Herzzerreißend schön *schnief*

ein Testbericht von 2003-07-11 23:54:27 vom 11.07.2003
Empfehlung: ja
Heute möchte ich über einen Film schreiben, den ich schon vor einer Weile gesehen habe und den ich mir erst kürzlich wieder zurück ins Gedächtnis gerufen habe: THE GREEN MILE.
Dieser Film hat mich erst verzaubert und mir dann das Herz gebrochen.

DIE STORY:

Der Film spielt im Staatsgefängnis Cold Mountain in Georgia zu Beginn der dreißiger Jahre.
Paul Edgecomb (Tom Hanks) ist seit Jahren Oberaufseher im Todestrakt des Gefängnisses. Als er jedoch den neuen Häftling John Coffey (Michael Clarke Duncan) kennen lernt, beginnt er an seinem Job zu zweifeln.
Coffey wurde wegen dem Mord an zwei kleinen Mädchen zum Tode verurteilt und macht dennoch den Eindruck, dass er eigentlich keiner Fliege etwas zu leide tun könnte.
Den etwas zurück gebliebenen Coffey umweht eine geheimnisvolle Aura, die sich später als eine Gabe herausstellt, die kranke Menschen heilen kann. Dennoch bleibt Coffey ein zum Tode verurteilter. Ob er am Ende auch hingerichtet wird, müsst ihr wie immer selber anschauen.

DER FILM:

Regisseur Frank Darabonts (Die Verurteilten) schaffte eine meisterhafte Adaption des Stephan-King-Bestsellers. Im ganzen Film herrscht eine verträumte und harmonische Stimmung, die dennoch an einem so kalten und Furcht einflössenden Ort wie dem Todestrakt eines amerikanischen Gefängnisses spielt.
Die beiden Hauptdarsteller Tom Hanks und Frank Darabonts spielten atemberaubend und überzeugend. Beide wurden für ihre Rollen für den Oscar nominiert.


DAS FAZIT:

Der Film erreicht zwar nicht ganz das Niveau wie das gleichnamige Buch, aber es war dennoch ein sehr guter Film, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Er hat mich fasziniert und tief berührt und das ging bestimmt nicht nur mir so.

Abschließen möchte ich mit dem Satz, der auf dem Original-Video neben dem Konterfei von Tom Hanks abgebildet ist:

Das größte Geschenk überhaupt ist echte Freundschaft.
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Kommentare
ansabi2000
ansabi2000, 21.12.2008
wünsche allen einen schönen 4. Advent, freue mich über gegenlesungen
Baby1
Baby1, 30.12.2008
.: :. Liebe Grüße Anita .: :.
l.x.klar@gmx.net
l.x.klar@gmx.net, 16.07.2009
greetz from wallcity beartown
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