Tron (DVD) Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- Hevorragende Bildkomposition macht Spaß den "Programmen" auf ihrer Reise zu folgen
Nachteile / Kritik
- etwas unlogisch
Tests und Erfahrungsberichte
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In der Welt der Programme
04.08.2011, 12:14 Uhr von
AChristoteles
Nicht gleich schreien, wenn die Gegenlesung erst zwo Tage später kommt. Ich lese immer gegen.5Pro:
- Hevorragende Bildkomposition - macht Spaß den "Programmen" auf ihrer Reise zu folgen
Kontra:
- etwas unlogisch
Empfehlung:
Ja
Mit "Tron: Legacy" erschien nach fast 30 Jahren eine Fortsetzung zu einem Film, der zwar nie ein sonderlich großer Erfolg war, sich aber im Laufe der Zeit zum Kult entwickelt hat. Dank des Erfolgs des Neulings gibt es nun auch das Original wieder auf DVD.
Infos
"TRON" entstand 1982. Nachdem das Konzept zunächst jahrelang hin und her gereicht wurde, entschied sich der Disney Konzern zur Verwirklichung. Mit geschätzten 15 Millionen US-Dollar Produktionskosten und einem weltweiten Kinoeinspielergebnis von geschätzten 25 Millionen US-Dollar war der Film zwar nicht direkt ein Flop, aber weit entfernt von einem Kassenschlager. Über die Jahre, auch dank der rasanten Weiterentwicklung der Computertechnik, wurde "TRON" jedoch zu einem Kultfilm. Die Mixtur aus Zeichentrick, Realaufnahmen und ersten längeren Computersequenzen verleihen dem Film ein bis heute einzigartiges Erscheinungsbild.
Cast & Crew
Regie/Drehbuch...................Steven Lisberger
Musik..................................Wendy Carlos
Kevin Flynn/Clu....................Jeff Bridges
Alan Bradley/Tron................Bruce Boxleitner
Sark/MCP/Ed Dillinger..........David Warner
Yori/Lora.............................Cindy Morgan
Ram...................................Dan Shor
Crom..................................Peter Jurasik
Hauptdarsteller Jeff Bridges (Jahrgang 1949) ist der Sohn des Schauspielers Llyod Bridges und hat in über 60 Filmen mitgespielt, darunter auch in Kassenschlager wie "The Big Lebokowski", "Die fabelhaften Baker Boys" (mit Bruder Beau Bridges) und "Fearless". Für seinen Auftritt in "Crazy Heart" erhielt er den Oscar.
Hauptdarsteller Bruce Boxleitner (Jahrgang 1950) schaffte seinen Durchbruch in der Rolle des Lee Stetson in der Fernsehserie "Agentin mit Herz". Besondere Aufmerksamkeit erlangte Boxleitner in der preisgekönten SciFiSerie "Babylon 5". In vier Staffeln sowie 4 Specials spielte er die Hauptfigur John Sheridan. Boxleitner ist neben Jeff Bridges der einzige Darsteller, der in beiden "Tron" Filmen auftaucht.
David Warner (Jahrgang 1941) ist Mitglied der renommierten Royal Shakespeare Academy. Darüber hinaus hat er über 100 Rollen in Filmen und Fernsehserien, darunter auch "Airport '80", "Star Trek V+VI", "Titanic", "Planet der Affen" uvm. Warners markantes Gesicht bringt ihm oft die Rolle des Schurken ein.
Handlung
Kevin Flynn ist ein begnadeter Computerprogrammierer, der einige Bestseller der Computerspiel-Branche erschaffen hat. Blöderweise gelang es seinem neidischen Kollegen Ed Dillinger die Spiele zu stehlen. Die Folge: Dillinger stieg zum Präsident des Software Giganten Encom auf, während Flynn eine mehr oder weniger gut laufende Spielhölle betreibt. Mit selbst geschriebenen Programmen, u.a. Clu, versucht Flynn in dem vom MCP (Master Control Program) übernommenen Hauptcomputer von Encom, Beweise für Dillingers Diebstahl zu finden. Was Flynn jedoch nicht ahnt: Alle Computerprogramme leben als humanoide Wesen in einer vom MCP beherrschten, virtuellen Realität und ähneln dabei verblüffend ihren Usern (Programmierern).
Als Flynn seinen Freunden Alan Bradley und Lora, die beide noch bei Encom beschäftigt sind, von der Geschichte erzählt, beschließen beide ihm zu helfen. Alan hat die Idee, das von ihm geschaffene Überwachungsprogramm "Tron" zu aktivieren, um damit den MCP zu deaktivieren. Dadurch könnte Flynn nun ungestört nach den Beweisen suchen, die er benötigt. Der MCP jedoch hat durch sein komplexes System eine eigene Persönlichkeit entwickelt und versucht Flynn aufzuhalten. Mittels Laser gelingt es dem MCP, Flynn zu digitalisieren und in der Welt der Programme zu rematerialisieren. Da diese virtuelle Realität vom MCP beherrscht wird, fordert er sein Hauptprogramm Sark an, Flynn an den "Spielen" teilnehmen zu lassen, bis er spielend stirbt. Die Spiele sind dabei nichts anderes als die Computerspiele der User, die aber für Flynn bittere Realität sind.
Flynn gelingt es in der virtuellen Welt zu fliehen, mit ihm auch Alan's Programm Tron. Beide gemeinsam machen sich in der virtuellen Realität auf den Weg zu einem Input/Output Tower um den MCP aufzuhalten...
Kritik
Bevor ich zu meiner Kritik komme, nochmal kurz eine Definition des Begriffes "Computerprogramm":
"Ein Computerprogramm oder kurz Programm ist eine Folge von den Regeln der jeweiligen Programmiersprache genügenden Anweisungen, die auf einem Computer ausgeführt werden können, um damit eine bestimmte Funktionalität zur Verfügung zu stellen." (Zitat Wikipedia)
Im Film "Tron" wird erstmals versucht zu verbildlichen, was im Innern eines Computers vor sich geht, was teilweise gut, teilweise aber auch verstörend gelungen ist. Innerhalb der virtuellen Realität werden als Programme von menschlichen Darstellern gespielt, welche den Programmen (man erfährt u.a. von einem "versicherungstechnischen Programm") eine Komplexität und auch Eigenständigkeit verleihen, die man ihm eigentlich nicht zutraut. Oder um es anders auszudrücken: Die Programme sind zu kreativ. Nach einfachen Computerregeln hängt sich ein Programm aber eher auf, anstatt innovativ einen anderen Lösungsweg zu suchen.
Die Handlung selbst ist mit kurzen Worten umrissen: Böses Computerprogramm hält Flynn fest, Flynn versucht böses Computerprogramm auszuschalten. "Tron" lebt nicht von seiner Logik oder seiner fesselnden Handlung, sondern v.a. von seiner Atmosphäre und der Bildgewalt. Der einzigartige Mix aus verfremdeten Realfilm-Aufnahmen, Zeichentricksequenzen und Computeraufnahmen verpassen dem Gesamtbild der virtuellen Realität einen kalten, technoiden Schimmer. Sicher, manches wirkt heute hoffnungslos veraltet, gerade wenn man die sehr einfarbigen, sehr einfach gehaltenen Computeranimationen bedenkt. Aber man darf auch nicht vergessen, dass "Tron" praktisch der Wegbereiter der CGI Technik vor, ohne den heute kaum ein Film auskommt.
Besonders gelungen in diesem Film ist das Motorcycle Rennen. Wie wir am Anfang des Filmes (in der Spielhalle) sehen, ein einfaches 2-Player-Game nach dem Snake Prinzip: Der Spieler zieht eine Linie hinter sich her und versucht seinen Gegner damit einzukreisen. In der virtuellen Realität sieht man nun das ganze Ausmaß: Flynn und andere Programme fahren auf einem Raster mit Motorrädern, welche einen Schweif hinter sich herziehen. Für Flynn ist das Ganze also alles andere als spaßig.
Passend zu den Bildern hat man mit Wendy Carlos auch keinen klassischen Soundtrack-Komponist arrangiert, sondern eine New Age Künstlerin, welche die Bilder mit Geräuschen, Effekten, wabernden Synthies und großflächigen Keyboard Arrangements untermalt.
Die Schauspieler selbst haben zwar mit einigen eher belustigenden Dialogen zu kämpfen, machen ihre Sache im Großen und Ganzen aber recht gut. Jeff Bridges ist einfach herrlich, Bruce Boxleitner (noch sehr jung) geht mit seiner stoischen Miene durch den ganzen Film (gerade "Babylon 5" Fans werden diesen Gesichtsausdruck kennen), während David Warner als MCP, Sark und Ed Dillinger gleich drei Rollen mit Leben zu füllen weiß.
Bild+Ton / Die Bonus Disc
Bild: Hier muss man eindeutig Abstriche machen. Ob das nun daran liegt, dass der Mix aus Zeichentrick/Animation/Realfilm schwer zu restaurieren ist oder der Disney Konzern keine Lust dazu hatten: Das Bild ist nur Durchschnitt. V.a. bei den überblendeten Realfilmaufnahmen kriselt es doch ganz gewaltig. Hier hätte bessere Arbeit geleistet werden können. Note 3
Ton/Sprachen: Deutsch, Englisch und Italienisch gibt es in DD 5.1 sowohl die deutsche Version als auch das englische Original klingen sehr raumfüllend. Dafür die Note 1. Untertitel gibt es in Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch.
Irgendwie habe ich mich ja schon daran gewöhnt, dass die großen Bonusmaterialien mittlerweile auf die Blu Ray umgezogen ist, und die DVD nur sehr wenig enthält. Doch die Bonus Disc für "Tron" ist ein lohnendes Paket:
* Die Entwicklung der Virtual Reality (Kurz Doku)
* Generierung des Cyberspace (Kurz Doku)
* Making of (1,5 Stunden! Sehr ausführlich)
* Musikalische Klangwelten mit Wendy Carlos (Kurz Doku)
* Trailer
* Produktionsfotos
* Geschnittene Szenen, darunter Liebesszene mit Tron und Yori und ein alternativer Anfang
* Infos zum Setdesign
* Storyboards
Insgesamt kann sich der Zuschauer also fast doppelt so lange mit dem Bonusmaterial beschäftigen, wie mit dem Hauptfilm selbst. Interessant am Bonusmaterial ist vor allem der Blick hinter die Kulissen, und wie die komplizierten Aufnahmen entstanden sind.
Fazit
"Tron" wirkt in einigen Punkten verstörend und unlogisch, bietet aber eine faszinierende Reise in das Innern der Computer. Mag es auch hoffnungslos veraltet sein: Die tollen Bilder funktionieren auch heute noch. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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ThomasKu, 15.08.2011, 21:09 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Sehr guter Bericht! Würde mich über Gegenlesungen freuen!
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anonym, 05.08.2011, 20:53 Uhr
Bewertung: besonders wertvoll
Schöne Grüsse, Talulah
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Computer sind auch nur Menschen...
23.10.2002, 22:10 Uhr von
dreamweb
*Momentan im Home-Office* - Derzeit schreibe ich für Yopi, Ciao, Mymeinung und X-Zine. Liebe Grüß...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Allen hier ist dieser Film hier vielleicht nicht so bekannt, aber für mich ist es ein Klassiker und nicht ohne Grund wird Tron als Pionier genannt, was auch Computeranimationen angeht. Jetzt gibt es seit kurzem den Film Tron auch auf DVD als Spezial Edition mit zwei DVDs. Hier meine Meinung zu Tron in der DVD Edition.
INHALT
Der Programmierer Flynn ist ein pfiffiger Kerl, allerdings hat er sich vor Jahren von Ed Dillinger austricksen lassen. Denn während Flynn mehrere tolle Videospiele erfunden hatte, stahl ihm Dillinger diese Computerunterlagen bzw. seine Idee und wurde mit den Spielen, die er unter eigenem Namen verbreitete, dann reich und bekannt. Mittlerweile ist Ed Dillinger der Präsident des großen Unternehmens Encom, während Flynn in der direkten Nähe in einer Videospielhalle sein Leben fristet. Und während Flynn nach Aussen hin Gäste betreut und selbst einer der besten Spieler ist, versucht er in das Computersystem von Encom einzudringen, um dort die Beweise dafür zu finden und zu veröffentlichen, dass die Videospiele seine Erfindung waren. Das ist aber nicht so einfach. Denn Dillinger, hat als ein sehr machtbesessener Mensch auch noch das Master Control Programm geschaffen, das mittlerweile eigene Intelligenz besitzt und in Machtgedanken seinem Schöpfer noch übertrifft.
Das MCP, das ursprünglich als Schachcomputer geschaffen wurde, ist jetzt so verändert, dass es nur noch ein Ziel hat. Es dringt in fremde Netze ein und überprüft deren Dateien und Programme auf Tauglichkeit, um sich selbst zu erweitern. Programme, die das MCP, so wird das Master Control Programm genannt, nicht gebrauchen kann, nutzt es für Spiele, sie werden vernichtet. Das wird in Tron auch sehr anschaulich gezeigt, denn Tron spielt in zwei Welten. Einmal in der Welt der Menschen und auf der anderen Seite in der Welt der Programme und Daten.
Nach einem Missglückten Versuch wird nicht nur Flynns neuestes Computerprogramm (Hackprogramm) vom MCP entdeckt und vernichtet, nein das MCP arbeitet auch mit Dillinger zusammen. Und dieser verbietet allen Angestellten mit der Zugriffsberechtigung der Stufe 7 ab sofort den Zugang zum System. Und da das Master Control Programm alles koordiniert bzw. beherrscht kann auch niemand mehr mit dieser Zugangsberechtigung arbeiten. Das ruft jetzt den Programmierer Alan auf die Bildfläche. Denn auch dieser hat Zugangsstufe 7. Und Alan arbeitet an dem Programm Tron, das ein Kontrollprogramm ist und somit auch das MCP kontrollieren wird, sobald es in Einsatz ist. Daher passt es Dillinger auch sehr gut, dass Alan nicht mehr weiter arbeiten kann. Alan wendet sich an seine Kollegin und gute Freudin Lora, die ebenfalls mit Flynn befreundet ist. Die beiden beschließen Flynn zu helfen, nachdem sie von dem ursprünglichem Diebstahl Dillingers erfahren haben. Denn Flynn kann es durch seine genialen Hackerkenntnisse schaffen, ins MCP zu kommen und so könnte auch Tron aktiviert werden, um das fast allmächtige MCP auszuschalten.
Das Master Contoll Programm aber hat nicht nur vor, sämtliche andere Programme zu unterwerfen, es kündigt Dillinger auch an, dass es ins Pentagon und in die russischen Rechner eindringen will, um eine Weltherrschaft zu beginnen. Denn es hält sich für intelligenter und fähiger als die Menschen. Dillinger ignoriert das, zudem das MCP den Manager auch mit dem alten Datendiebstahl erpresst und so wird das MCP mit jedem Programm, dass es sich einverleibt, immer mächtiger.
Alan, Lora und Flynn gelingt es in einer Nacht- und Nebelaktion in das Bürogebäude von Encom einzudringen. Lora arbeitet dort an einer Möglichkeit, Gegenstände zu digitalisieren. Sie werden von einem Laser so umgewandelt, dass sie aus unserer Welt verschwinden und dann im Computersystem auftauchen. Gerade als die Gruppe 7 gesperrt wurde, hatten die Wissenschaftler einen Durchbruch mit ihrem Lasergesteuerten System. Lora zeigt Flynn ihren Arbeitsplatz, von dem man auch Nachts unbeobachtet arbeiten kann und dieser versucht, ins MCP zu gelangen, während Lora ihn verlässt, um Alan bei seinem Tron-Programm zu unterstützen.
Flynn gelingt es auch ins Master Control Programm einzudringen, was dieses aber nicht beeindruckt. Anstatt Flynns Fragen zu beantworten nutzt das hochintelligente Programm die Lasertechnologie, um Flynn zu digitalisieren und in seine Gewalt zu bringen. Und so findet sich Flynn plötzlich in einer Welt wieder, in der die Programme existieren. Und da in jedem Programm auch etwas von seinem Erfinder/Programmierer steckt, sehen die Programme hier auch so ähnlich aus wie die Menschen, die sie geschaffen haben. Das MCP schafft es, dass auch Flynn hier nur wie ein normales Programm erscheint. Es will diesen störenden Menschen/User so töten, wie es auch seine Feinde vernichtet. Die Programme werden erst trainiert und müssen dann auf einem Spielplatz in einer Art Video/Computerspielen gegeneinander auf Leben und Tod antreten.
Und jetzt beginnt nicht nur ein Kampf gegen das MCP für Flynn, nein sein Überleben ist gefährdet. Denn wenn er hier in dieser digitalen Welt bei einem der Spiele stirbt, dann stirbt er auch reell. Trotzdem hat Flynn nur ein Ziel, das MCP hier irgendwie zu zerstören. Und dabei hilft ihm auch Tron, das Programm, das sein Freund Alan entwickelt hat, und hier schon seit längerem für die User kämpft. Denn so werden alle aus der Menschenwelt bezeichnet. Ein phantastisches und gefährliches Abenteuer hat gerade erst angefangen...
MEINUNG ZUM INHALT
Auch wenn das jetzt viel Inhalt war, ist es doch nur eine Einleitung auf diesen spannenden Film, der schon aus dem Jahre 1982 stammt und der mich schon immer fasziniert hat. Tron lief ja schon vielfach im Fernsehen, aber immer noch hat dieser Film einen Reiz für mich, den viele neue Filme gar nicht bewirken können. Daher wollte ich auch von Anfang an Tron auf DVD haben, als ich diesen Film auf DVD erblickt. Von der DVD war ich zuerst geschockt. Ich bin ja schon einiges gewohnt, was der Handel für DVDs kassiert, aber beim Preis für Tron musste ich doch erst schlucken. Denn ob im Kaufhof, im Karstadt oder bei Amazon. Überall wollte man für diese Doppel-DVD 29,90 Euro haben. Und umgerechnet 60 DM lassen mich schlucken und erst einmal nein sagen.
Danach ging ich mal wieder über das Internet auf Suche. Und schließlich fand ich dort Tron in einem Internetshop für 23,90 Euro. Leider war das wohl auch dort nur ein kurzfristiges Angebot, denn momentan nimmt man auch dort 29,90 Euro für Tron. Selbst bei ebay ist diese DVD durch die gebotenen Preise unverschämt teuer. Auf alle Fälle kam ich aber so doch noch zu einem annehmbaren Preis zu dieser Doppel DVD mit meinem Kult Film.
Generell finde ich es aber doch für überteuert, wenn man heute fast 30 Euro für eine DVD, selbst wenn es sich um eine DVD mit vielen Extras handelt, hinlegen muss.
Meine Überschrift wird hoffentlich niemanden irritieren. Denn in einer gleichnamigen Sendung wurde damals auch der Film Tron zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Und wer den Film kennt, der wird die Überschrift wohl auch verstehen.
Tron war nicht nur laut seinen Machern seiner Zeit vorraus. Es war der erste Film, bei dem es bei eihnem kompletten Spielfilm zur Verschmelzung von real gefilmten Bildern und Computeranimationen kam. Die Computeranimation war damals noch vollkommen neu und hat zumindest mich direkt in den Bann gezogen. Und das macht auch den Reiz von Tron aus. Früher gab es gerade noch Hoerby-Filme, bei denen dann ein VW Käfer unmögliches machte. Das war aber schon das äußerste an gut getricksten Realfilmen. Bis dann Tron kam. Und hier gezeigt wurde, wie ein Mensch plötzlich durch einen Computer digitalisiert wird und zusammen mit Programmen um sein Überleben und die Befreiung eines fremdartigen Systems - der Computerwelt - kämpfen muss. Das war etwas vollkommen neues. Mein Leser muss sich einfach mal geschichtlich zurückversezen. Computer waren damals nicht gang und gebe und nicht in jedem Haushalt vertreten. Und damals waren daher auch nicht Computerspiele in sondern Videospiele. Und um diese Videospiele geht es hier auch. Vielleicht lachen ja heute einige jüngere Menschen hier über die Computereffekte in Tron aber für mich sind sie auch heute noch etwas bedeutendes. Auf jeden Fall machte für meine Generation hier die Verschmelzung von Computertechnik, einem völlig neuartigen und technisch neuem System zusammen mit den interessanten Videospielen hier das Besondere von Tron aus.
Tron ist aber nicht nur so interessant, weil er eben der Vorreiter der Computeranimationsfilme war. Auch die Handlung ist beeindruckend, wenn man sich mal daran gewöhnt hat, dass Programme hier aussehen wie Menschen in fluoroszierenden Anzügen. Únd so ist Tron ein sehr actionreicher und effektreicher Film, in dem man miterlebt, wie es ist, wenn man bei Videospielen auch mal der Teilnehmende ist, und dabei ums Leben kommen kann. Während sich Flynn in der Computerwelt aufhält, erfährt man übrigens so gut wie nichts über die reale Menschenwelt. Nur wenn Flynn merkt, dass sein User Alan ihn ruft, dann bemerkt man, dass sich auch dort etwas tut. Ansonsten ist Tron ein Überlebenskampf von Flynn, Tron und andere Programme, denen etwas an ihrer früheren Freiheit liegt. Denn in dieser Welt sind durchaus nicht alle Programme damit einverstanden, dass das MCP jetzt alles alleine bestimmen will.
Auffällig ist in Tron, dass die Effekte trotz des Alters nicht billig oder einfach wirken aber man darf sie natürlich nicht mit neuen Computeranimationsfilmen vergleichen. Manches wirkt teilweise trickfilmartig, dann wieder sehr realistisch. Interessant sind auch die Töne, die so klingen, als seien sie im Computer hergestellt worden. Sie unterstüzten hier das Gefühl, sich in dieser Computerwelt zu befinden.
Die Schauspielerische Leistung hat mir hier seht gut gefallen. Bruce Boxleitner, der damal noch nicht so bekannt war, spielt hier zum einen den Programmierer Alan als auch das Computerprogramm Tron. Als Alan muss man schon zweimal hinsehen, um hinter dem unauffälligen Programmierer mit Brille auch Bruce Boxleitner zu erkennen. Aber als Tron ist er genauso, wie ich Bruce Boxleitner kenne. Er wirkt nicht wie ein Programm sondern wie ein Agent mit einem besonderen Auftrag. Jeff Bridges als Flynn hat mich ebenso überzeugt. Er erinnerte mich irgendwie an Harrison Ford, wahrscheinlich weil Flynn ebenso kühn und waghalsig ist wie Han Solo in Krieg der Sterne.
MEINUNG ZUR DVD
Die Bildqualität von Tron hat mir sehr gut gefallen. Man bemerkt hier, dass der Film digitalisiert überarbeitet wurde. Nur manchmal stört ein leichtes Flackern der Farben. Ansonsten kann man an der Qualität aber nicht sehen, dass Tron schon von 1982 ist, also auch schon 20 Jahre auf dem Buckel hat.
Die Tonqualität lässt auch so gut wie keine Wünsche offen. Denn das Dolby Digital 5.1 wurde hier sehr gut realisiert, so dass man sich oft mitten im Film fühlt. Sämtliche Lautsprecher meiner Anlage dürfen hier sehr oft arbeiten.
Die Special Features allerdings haben es in sich. Denn man kann sich stundenlang hier mit den Effekten, der Entstehung des Filmes und zusätzlichen Filmszenen beschäftigen. Ich möchte hier nicht auf alle Effekte einzeln eingehen, das würde wohl den Rahmen sprengen. Aber ich habe mir hier jedes Extra angesehen. Die Effekte befinden sich bei Tron auf einer seperaten DVD.
Besonders interessant fand ich die entfallenen Szenen, zu denen auch zwei Liebesszenen zwischen Jori und Tron gehören. Gerade diese beiden Szenen waren sehr schön und ich empfand es als Schade, dass man sie herausgeschnitten hatte. Damals entstand auch wohl ein Streit, als entschieden wurde, die Stellen herauszuschneiden. Sehr gut finde ich, dass man hier auch immer angibt, warum man etwas gemacht bzw. wie hier eben herausgeschnitten hatte.
Die Extra DVD ist auch Menümässig so gut gemacht, dass ich das hier nicht nur erwähnen sondern auch betonen muss. Alles wirkt so, als bediene man anfangs einen Computer bzw. ein Videspiel. Und immer, wenn man einen Menüpunkt aufruft, läuft eine Computeranimation ab, in der sich beispielsweise die Lichträder verfolgen oder einer der Panzer seine Runden macht. Teilweise habe ich beim Auswählen extra etwas abgewartet, um mir diese Filmchen anzusehen.
Sehr intensiv wird auch bei den Extras auf den Beginn der Computeranimationen hingewiesen und auf das große Risiko, das in Tron steckte. Denn noch nie vorher wurde so etwas realisiert. Und so sieht man neben vielen Effekten des Filmes auch einiges von Computeranimationsfirmen, die hier eben mitgewirkt haben.
Ich habe zwar oben sehr über den Preis geschimpft, aber wenn ich überlege, wie viele Informationen und tolle Aufnahmen man hier geboten bekommt, so ist die DVD fast schon wieder diesen unverschämt hohen Preis Wert.
Hier noch einmal alle Extras der Tron - Deluxe Edition:
- Die Entwicklung einer Virtual Reality, sowie exklusive Einblicke in die Animationsstadien
- Generierung des Cyberspace
- Backlight Animation
- Digitale Bildwelten in Tron
- Jenseits von Tron
- Rolle des "Triple1" Programms
- Musikalische Klangwelten von Komponistin Wendy Carlos
- Umfangreiches Making Of (89 Minuten)
- Original Trailer, Produktionsfotos, Publicity- und Merchandising - Galerie
- Zusätzliche Szenen zu: Liebesszenen mit Tron und Yoris, Alternativer Anfang
- Detaillierte Informationen zum Screen- und Setdesign dieses Meilensteins des "Virtuellen Films"
- Die Programme
- Die elektronische Welt
- Einführung zum Filmdesign
- Fahrzeuge
- Umfassende Storyboards zur Entstehung der digitalen Welten von Tron
- Der Prozess des Storyboardings
- Entwicklung des Filmtitels Tron
- Umfangreiche Stroyboardgalerie (Multi-Angle-Demonstration)
- Vergleich: Storyboard und Film
- Audiokommentar (auf der DVD 1)
SONSTIGE DATEN
Titel: Tron - Deluxe Edition
Studio: Walt Disney Pictures (1982)
Verleih: Buena Vista Home Entertainment (2002)
Laufzeit: 91:49 min. (FSK 12)
Regie: Steven Lisberger
Darsteller:
Jeff Bridges, Bruce Boxleitner, David Warner
DVD-Typ: 2 x DVD-9
Fernsehnorm: PAL
Bildformat: 2,20:1 (anamorph)
Audiokanäle
1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Italienisch, Dolby Digital 5.1
Untertitel:
deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch
Regionalcode: 2
Verpackung: Amaray-Case
Preis: ca. 30 Euro
FAZIT
Tron auf DVD ist für mich eine Bereicherung meiner DVD Sammlung. Den spannenden und actionreichen Film habe ich mir jetzt auf DVD schon fünfmal angesehen. 30 Euro finde ich sehr teuer für eine DVD, allerdings gibt es hier auch sehr gute Extras zum Film.
Ich hoffe, ich konnte euch Tron auf DVD näher bringen und bin mal gespannt, wer den Film kennt und wer nicht.
Liebe Grüße - Miara weiterlesen schließen -
Der Klassiker - Deluxe auch beim Preis
01.10.2002, 13:41 Uhr von
Tut_Ench_Amun
Der virtuelle Pharao existiert nun schon seit über 10 Jahren und macht das Netz mit seinem Geschr...Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wieder ein Film, den ich schon damals im Kino gesehen habe und der zum 20jährigen Jubiläum nun endlich auch in einer Deluxe Edition bestehend aus 2 DVDs erscheint. Disney’s TRON galt damals als die ultimative Darstellung einer computergenerierten Welt und spielt auch vornehmlich in selbiger. 1981 war der Film visionär und nach „Das schwarze Loch“ (1979) ein weiterer famoser Kassenschlager für Disney, die damit bewiesen, dass sie mehr auf der Pfanne haben, als nur Mickey Mouse oder Donald Duck bzw. Zeichentrick. Die Doppel-DVD ist für schier unglaubliche 29,99 € Listenpreis seit Mitte August draussen, war aber bereits in der ersten Woche überall nicht mehr zu haben. Wegen der offensichtlich wohl seitens Buena Vista zu gering eingeschätzen Kundennachfrage ist vermutlich eine zunächst viel zu kleine Auflage in die Pressung gegangen, jedenfalls sind einige Läden gar nicht erst beliefert worden (hat man mir in diesen Läden jedenfalls mitgeteilt, wenn ich gefragt habe). So bekam ich nach fast einem Monat frustrierender Sucherei erst jetzt eine der heissbegehrten Scheiben dieses Meilensteins in die Finger. Ob und für wen sich diese Rennerei und Investition auch wirklich lohnt, lest selbst...
Der Steckbrief- Original-Titel: „TRON“
Nach einer Story von Steven Lisberger & Bonnie MacBird - Erscheinungsjahr: 1981 (DVD 2002)
- Vertrieb: Disney / Buena Vista
- FSK: 12
- Genre: Fantasy / SF-Action
- DVD-Art: Typ 9 (zweischichtig einseitig)
- Menü: interaktiv / voll animiert
- Spieldauer: ca. 92 Minuten
- Kapitel / Chapter : 19
- Bildformat: 16 : 9 Widescreen (2,20 : 1 anamorph)
- Ton: DD 5.1 (alle 3 Sprachen)
- Sprachen: 3 (Englisch, Deutsch, Italienisch)
- Untertitel: 5 (Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch, Spanisch)
- Regie: Steven Lisberger
- Produzent: Donald Kushner
- Musik: Wendy Carlos
- Darsteller: Jeff Bridges, Bruce Boxleitner, David Warner, Cindy Morgan
Bonusmaterial (Disc 2) - 89 Minuten Making Of
- Entfallene Szenen, alternativer Anfang
- Kinotrailer
- Musikportrait Wendy Carlos
- Produktionsnotizen, Storyboards, Fotos, Mechandizing
- Diverse Hintergrundinfos zu Special Effects / Animation
Die Story
Wir befinden uns laut Story in einer nicht allzufernen Zukunft, der Computer-Mogul Ed Dillinger hat sich und sein Medien-Imperium dank Ellenbogen-Taktik und seines mächtigen, selbstlernenden, doch leider langsam auch grössenwahnsinnig werdenden Master Control Programms (kurz MCP) an die Spitze geschafft. Dabei hat er sich allerdings mit falschen Federn geschmückt, als er in zum Vorstand berufen wurde, geschah das aufgrund von geklauten Video-Spielen, die er als sein eigenes geistiges Eigentum von seinem Star-Programmierer schlichtweg annektiert hat. Flynn (Jeff Bridges) ist dieses Computergenie und bald darauf auch schon gefeuert, sinniert jedoch darauf diesen Akt der Software-Piraterie zu beweisen und zu ahnden, dummerweise kontrolliert die künstliche Intelligenz MCP alle Datenzugriffe auf das System und weder Flynn, noch seine Freunde Allan (Bruce Boxleitner) und Laura (Cindy Morgan), die immer noch in der Firma beschäftigt sind, können ihm da grossartig helfen – ihre Zugriffs-ID weist einfach nicht die nötige Sicherheitsstufe auf, um an derartige Informationen zu gelangen. Allan hat zudem ein für das MCP sehr gefährliches Überwachungsprogramm geschaffen: TRON – dieses ist dem MCP ein Dorn im Auge, weil es sich nicht von ihm kontrollieren lässt und unabhängig als Überwachungsprogramm sogar den MCP lahm legen kann. Das schmeckt dem immer mächtiger werdenden MCP natürlich überhaupt nicht und sperrt bis er mit TRON fertig ist, sämtliche User-Zugriffe von ausserhalb des Netzwerks.
Die 3 Protagonisten verschaffen sich illegal Zugang zum Firmengebäude, damit Flynn sich in einen der internen Terminals hacken kann, wo er von aussen schon nicht herankommt, versucht er es direkt vor Ort – das MCP entdeckt seinen Versuch jedoch und bekommt kalte Füsse. Kurzerhand wird Flynn vom MCP in ein digitales Datenmuster verwandelt und in direkt in den Rechner transportiert, wo er erstaunt feststellt, dass die Programme nicht nur ihren menschlichen Schöpfern gleichen/entsprechen, sondern auch eine Art Eigenleben führen. Flynn muss sich nun auf den Weg machen den zentralen Kernspeicher zu finden und das dort residierende MCP auszuschalten, will er Dillingers Betrug aufdecken und wieder in die reale Welt zurückkehren. Auf Hilfe kann Flynn kaum hoffen, nur wenige Programme sind bereit sich gegen das allmächtige MCP aufzulehnen und nur die Abbilder seiner beiden Freunde aus der User-Welt Allan/TRON und Laura/YORIS stehen ihm bis zum Schluss bei. Das MCP schickt ihm sein Killerprogramm ZARK (die digitale Entsprechung von Konzernboss Dillinger) und seine Schergen hinterher, die nun natürlich permanent versuchen Flynn, TRON und YORIS auszuschalten, bevor sie den Zentralspeicher erreichen und dem MCP das grössenwahnsinnige Handwerk legen zu können...
Die Darsteller
Jeff Bridges – Flynn, draufgängerisches Computergenie und auf der Jagd nach Beweisen für Dillingers Diebstahl seiner Programme, er ist der einzige, der kein Alter-Ego im Inneren des Computers besitzt, doch dafür mit „User-Fähigkeiten“ ausgestattet ist, damit er neben TRON – dem eigentlichen Helden - nicht ganz so belämmert dasteht, schätze das ist auch so beabsichtigt. Ansonsten macht Bridges eine ganz gute Figur, auch wenn er in dem Kostüm etwas lächerlich aussieht, wovon ich glaube, dass DAS nicht beabsichtigt ist :-)
Bruce Boxleitner – Allan / TRON, so jung und kaum wiederzuerkennen, doch besser bekannt als Captain Sheridan von Babylon 5. Seine Figur ist der Namensgeber des Streifens und sie kauft Flynn auch eine Menge Schneid ab, schliesslich ist TRON hier zuhause. Das Gegenteil zum heldenhaften TRON ist sein menschliches Pendant Allan – Typ: gebildete Brillenschlange und wenig abenteuerlustig. Boxleitner schafft es die konträren Seiten der beiden Figuren schön herauszuarbeiten.
Cindy Morgan – Laura / YORIS, ist Disney- und Zeitgeisttypisch die weibliche Füllrolle, aktuelle Freundin von Brillenschlange Allan und Ex-Freundin von Draufgänger Flynn, was natürlich zu leichten Reibereien der beiden führt, storytechnisch wirft diese Figur den Film nicht nach vorne, zu stereotyp und platt ist daher mein Urteil. Inwieweit man Programmen romantische Züge verpassen muss kann ich nicht nachvollziehen, doch sind TRON und YORIS auch in der digitalen Welt ein Paar.
David Warner – Dillinger / ZARK, erstaunlich wie faltig der Charakterdarsteller schon damals gewesen ist, gefällt mir Warner als Fiesling Dillinger noch ganz gut, leidet er wie Jeff Bridges extrem unter dem lächerlichen und bekloppten Kostüm als Programm ZARK, so richtig will man ihm seine dilletantische Boshaftigkeit nicht ganz abnehmen. Schön rüber kommt allerdings, dass Dillinger und sein Alter-Ego unter der Knute des MCP stehen und quasi dessen Marionetten sind.
Das MCP – spielt sich selbst und ist der computergenerierte Alptraum eines jeden Vertreters für Free-Ware und der Wunschtraum Bill Gates’. Sein Ansinnen sowohl die digitale, als auch die reale Welt zu beherrschen ist riesig, Unabhängigkeit, freie Kommunikation und Datentransfer sind ihm ein Gräuel und unliebsame Programme werden rigoros terminiert/gelöscht, nachdem es sich seine Fähigkeiten zunutze gemacht hat. Irgendwie erinnert mich das frappant an Windows... ;-)
Umsetzung
Es ist ein Film der frühen 80er Jahre, das merkt man ihm an der Story und dem Strickmuster schon an, jedoch ist die Ausführung und die Idee damals revolutionär gewesen. So hat man sich wohl die Interaktion mit Programmen vorgestellt und daraus einen manchmal etwas surrealen und abstrakten Film gemacht, der über ein ebenso sehr abstraktes Thema handelt. Da werden Programme vermenschlicht und physikalische Vorgänge personalisiert, dass sich einem heute die Lachmuskeln spannen, denn selbstverständlich muss auch eine unvermeidliche Romanze eingebaut werden...na ja...alles ein wenig dick aufgetragen. Aber: Lässt man die Schwächen in der Handlung mal beiseite, erkennt man allerlei Parallelen zu unserer heutigen Netzwelt, wir bewegen uns mit Avataren durch virtuelle Räume, die uns dort repräsentieren und jedes geschriebene Programm enthält auch Teile der Persönlichkeit seines Schöpfers – im metaphorischem Sinne – überdies ist uns spätestens seit Windows XP bewusst, dass wir nicht vollkommen frei im Netz sind, sondern überwacht, ausspioniert und an freiem Austausch von Daten zumindest teilweise gehindert werden sollen. Auch das Konzept der Software-Piraterie ist uns heute allgegenwärtig, bedenkt man den Sturmlauf Microsofts auf Raubkopien oder der Musik-Imperien auf das MP3-Format...doch ich schweife ab, zurück zum Film ;-)
Tricktechnisch gesehen kann man sicher nicht von einer virtuellen Welt sprechen, jeder gut ausgestattete PC kann das heute sicher auch, was man sich damals so ausgedacht hat. Die Idee eine digitale Welt mit Matte-Paintings und Backlight- bzw. Vektorgrafik zu erschaffen ist originell und hat ihren ganz eigenen Charme. Die Tricks reissen en gros niemanden vom Stuhl, doch einige sind wirklich pfiffig gemacht, wenn auch heute in dieser Art nicht mehr zu bezahlen, weil zu umständlich – damals jedoch waren sie richtungsweisend und nicht unschuldig daran, dass dem Film ein so grosser kommerzieller Erfolg zuteil wurde. Die Soundeffekte und Musik sind so lala, nichts was unbedingt im Hirn haften bleibt, sie geben dem Film aber immerhin das passende 80er-Jahre Flair und versuchen nicht auf Biegen & Brechen ultramodern zu wirken. Die Soundkulisse ist eher dezent und von sphärischen Klängen durchsetzt, vor deren Hintergrund die Action etwas knalliger wirkt. Überhaupt erinnern mich vor allem die Löschprogramme (abfällig „Löschbolzen“) und deren Ton irgendwie verdammt an Maximilian aus „Das schwarze Loch“ und ich hege den Verdacht, dass da jemand nicht nur in den alten Ton-Archiven ein wenig geräubert und die Effekte an das neuere Disney-Werk angepasst hat
Die DVDs / Bonusmaterial
Die Sektorisierung ist mir mit 19 Chaptern nicht zu dürftig ausgefallen, da der Film nur etwas über anderthalb Stunde Laufzeit aufweist, kann man rechnerisch grob alle 4,5 Minuten aufsetzen und eine bestimmte Szene suchen. Das nette vollanimierte Menü findet auch meinen Gefallen. Bild und Ton des Hauptfilms sind ok, wenn auch ein wenig dumpf abgemischt trotz 5.1 Codierung, das ist aber nicht weiter verwunderlich, es handelt sich immerhin um einen 20 Jahre alten Streifen. Die Synchronisation hat einige Macken, die sind aber zu verschmerzen, ich rate eh jedem, der des Englischen mächtig ist, sich die Original-Version reinzupfeifen (aber das predige ich ja schliesslich fast immer *g*). Das Bildformat in 2,20 : 1 ist ungewöhnlich – normal ist 2,35 : 1 – doch bringt dies keinerlei Nachteile mit sich, auch Farbkompression oder Jittern sind nicht feststellbar. Disc 1 mit dem Hauptfilm ist von der Fertigung und Ausführung her absolut zufriedenstellend, sieht man von den nervtötenden Einblendungen der deutschen Untertitel mal ab, die alles – aber auch wirklich alles – übersetzen, was auf den Bildschirmen im Film angezeigt wird.
Das Bonusmaterial ist umfangreich und verdient diesmal seinen Namen auch, so finden sich neben dem Making Of und den geschnittenen Szenen (die meiner Meinung nach gottlob nicht im Film waren), diverse Hintergrundinfos zu den Special Effects, den Computeranimationen , der Filmmusik und dem Storyboard. Man bekommt einen guten Einblick in die Arbeit, die man seinerzeit in diesen Film investierte. Zugegeben, heute würde man so was nicht mehr machen, es wäre zu aufwendig und teuer, zudem die Ergebnisse nicht so berauschend, doch ist diese Dokumentation ein Stück Filmgeschichte und allemal interessant anzuschauen, wie sich die FX-Leutchen damals einen abbrechen mussten, wofür man heute quasi einen x-beliebigen PC nehmen kann. Das Bonusmaterial ist wirklich sehenswert.
Fazit
Für happige 29.99 € bekommt man einen Klassiker der Filmgeschichte, ich möchte aber nur Fans und ernsthaft an der Thematik Interessierte dazu ermuntern die Doppel-Disc zu diesem Kurs zu kaufen. Im Laufe des nächsten halben Jahres rechne ich zwar mit dem einen oder anderen Sonderangebot, dass sich die Deluxe-Edition signifikant und dauerhaft verbilligt, wage ich zu bezweifeln – bei „Independence Day SE“ muss man auch nach 3 Jahren, welche die SE auf dem Markt ist immer noch knapp 30 Silberlinge latzen. Allen anderen rate ich besser den Verleih aufzusuchen und sich das Teil gegebenenfalls vorher anzuschauen. Ruhigen Gewissens kann ich persönlich hier ein „Gut“ aussprechen, zu einem „Sehr Gut“ langts wegen der dünnen, naiven Handlung und letztendlich wegen des Preises nicht, den selbst ich – als alter TRON-Fan – eine Frechheit finde und sei das Bonusmaterial noch so gut...Gesehen haben sollte man ihn auf jeden Fall einmal.
In diesem Sinne:
„End of Line“
(Standard-Beendigungs-Floskel des MCP)
Jürgen weiterlesen schließen - Original-Titel: „TRON“
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