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Testberichte Unter dem Sand

 (DVD) Drama
4.1 von 5
Platz 739 in der Kategorie "Dramen".
Bewertung: Kundenbewertung 4,20 / 5,00 4.1 von 5
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Unter dem Sand Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,20 / 5,00 4.1 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Charlotte Rampling, außergewöhnlich, Umsetzung
  • subtil, verstörend, düster
Nachteile/Kritik
  • verstörend, ungewöhnlich
  • sehr düster
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Bjoern.Becher

Verlust durch Tod!

ein Testbericht von 2003-06-07 22:29:58 vom 07.06.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Charlotte Rampling, außergewöhnlich, Umsetzung...
Nachteile/Kritik: verstörend, ungewöhnlich
Der Tod eines Menschen bedeutet meistens auch einen großen Verlust, einen Verlust, den der/die Zurückbleibende nicht wahr haben will.

I N H A L T
°°°°°°°°°°°°
So geht es auch der Professorin für Englische Literatur Marie (Charlotte Rampling). Während eines Urlaubs ist ihr Mann Jean (Bruno Cremer) nicht mehr vom Schwimmen zurückgekehrt. Ist er ertrunken, verschwunden, hat er vielleicht Selbstmord begangen?
Marie will das nicht akzeptieren. Zurück in Paris baut sie sich eine Scheinwelt auf. Sie erzählt beim Gespräch mit Freunden von ihrem Mann, sie unterhält sich abends mit ihm, geht gemeinsam mit ihm ins Bett und fängt nach fünfundzwanzig Ehejahren an ihren Mann zu betrügen: Mit Vincent (Jacques Nolot)! Doch auch als dieser, genauso wie ihre beste Freundin Amanda (Alexandra Stewart) sie drängt, endlich ihren Mann aufzugeben, gibt sie ihre Scheinwelt, ihre Imagination, nicht auf.

M E I N U N G
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Ozon verwirrt und verstört den Zuschauer einmal mehr. Das beginnt mit dem Schnitt nach dem Verschwinden von Jean. Es ist Sommer, das scheinbar glückliche Ehepaar genießt seinen Urlaub am Meer, plötzlich ist Jean weg, die Suche der Polizei und Strandwache ergebnislos. Schnitt! Marie sitzt mit Freunden an einem Tisch, scheinbar eine Rückblende, draußen ist es fast winterlich, Marie erzählt von Jean, der zu Hause auf sie wartet. Sie geht einkaufen, kauft Hemd und Krawatten für Jean. Doch nach und nach begreift der Zuschauer, dass es sich nicht um eine Rückblende handelt. Es ist die Zeit nach Jeans Verschwinden und Marie lebt weiter, als wäre dies nicht passiert.

Der Film konzentriert sich dabei einzig und allein auf Marie. Warum Jean verschwunden ist, war es Mord, Selbstmord, ist er einfach nur abgehauen, hat er nach fünfundzwanzig Ehejahren, die am Schluss nur noch Routine waren, einfach keine Lust mehr gehabt? All dies wird fast komplett ausgeklammert, alle Thriller ähnlichen Elemente, welche die Story hergeben würden, werden kaum angesprochen. Die Fragen bleiben bis zum Schluss unbeantwortet, selbst der Fund einer Leiche, die wahrscheinlich die von Jean ist, beantwortet diese Fragen für den Zuschauer nicht. Denn im Blickpunkt des Films stehen einzig und allein Marie und ihre Realitätsverweigerung, ihre Nichtakzeptanz des Verlustes, die so weit geht, dass sie Jean noch in der Tür stehen sieht, während sie ihn gerade mit Vincent „betrügt“.

Jean bleibt in Maries Leben allgegenwärtig, er ist immer da, er verschwindet nur in wenigen Szenen, genau den Szenen, wo die Realität für kurze Zeit in Maries Leben einkehrt, z.B. wenn die Polizei anruft, dass sie die Leiche gefunden haben. Sonst ist Jean allgegenwärtig in Maries Welt, auch in der Person von Vincent, den sie an seine Stelle setzt, mit dem sie redet, wie mit Jean, den sie behandelt wie Jean (einziger kurzer Ausbruch aus ihrer Realitäts-Verweigerung ist ein lautes Loslachen beim Sex mit Vincent, als ihr bewusst wird, wie viel leichter Vincent als Jean ist).

So findet der ganze Film auch im Gesicht von Charlotte Rampling statt, die eine großartige Leistung darbietet. Sie ist in jeder Szene zu sehen, ihre Mimik symbolisiert das ganze „Leiden“ von Marie. Mit dieser Besetzung hat Ozon mal wieder ein sehr glückliches Händchen bewiesen. Charlotte Rampling ist das unbestrittene Highlight das Film.

Das Highlight eines Films, der einen verstörten Zuschauer, zusätzlich verstört durch das Ende, zurücklässt. Hat Jean Selbstmord begangen? Es ist wohl der naheliegendste Schluss, der dadurch bekräftigt wird, dass auch Virginia Woolfs Roman „Waves“ eine Rolle im Film spielt (also Selbstmord durch Ertränken), aber der Zuschauer erfährt es nicht. Er bleibt verstört zurück, verstört auch von der Emotionslosigkeit des Films, die sich gerade in den „Sex-Szenen“ im Gesicht von Marie wiederspiegeln.

F A Z I T
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„Nichts ist, wie es scheint, und der Schein ist wahrer als die Wirklichkeit. 'Unter dem Sand' beginnt wie ein Thriller, der auf ganz leisen Sohlen daherkommt, verwandelt sich in das Psychodrama einer Frau .... und erweist sich am Ende als eine ergreifende Meditation über Verlust und Trauer", schrieb die Süddeutsche Zeitung über diesen Film und besser kann man den Film nicht zusammenfassen, doch kann man ihn empfehlen? Eine schwere Frage, denn „Unter dem Sand“ ist ein außergewöhnlicher und ungewöhnlicher Film, es ist ein Film von Francois Ozon, der dessen Fans und Cineasten begeistern wird, den „Mainstream-Film-Konsument“, aber nur verstören und langweilen wird.

8 die Realität verdrängende Punkte auf meiner 10er Skala!

D A T E N
°°°°°°°°°°°°
Titel Deutschland: Unter dem Sand
Originaltitel: Sous le sable
Genre : Drama
Frankreich 2000, FSK 12, Laufzeit: 96 Minuten

Darsteller : Charlotte Rampling (Marie Drillon), Bruno Cremer (Jean Drillon), Jacques Nolot (Vincent), Alexandra Stewart (Amanda), Pierre Vercier (Gérard), Andrée Tainsy (Suzanne Drillon)

Regie : François Ozon
Produzenten : Olivier Delbosc, Marc Missionnier
Drehbuch : François Ozon, Emmanuelle Bernheim, Marcia Romano, Marina de Van, Kamera : Antoine Héberlé, Jeanne Lapoirie
Musik : Philippe Rombi
Schnitt : Laurence Bawedin


W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N
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Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0240913

Online Filmdatenbank: http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=20315



© Björn Becher 2003
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kuhli

Ein Tag am Meer...

ein Testbericht von 2004-03-02 11:13:20 vom 02.03.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: subtil, verstörend, düster...
Nachteile/Kritik: sehr düster
Seit fünfundzwanzig Jahren sind Marie (Charlotte Rampling) und Jean (Bruno Cremer) nunmehr kinderlos verheiratet. Als bei ihrem alljährlichen Sommerurlaub im Südwesten Frankreichs Jean im Meer baden geht während Marie am Strand verweilt passiert das unfassbare. Jean kehrt nicht zurück. Stunden vergehen, Tage vergehen, Marie reist heim nach Paris. Doch kullern ihr nie Tränen über die Wangen. Gefasst ignoriert sie die Tat, dass ihr Mann nicht wiederkommt, im Gegenteil. Sie flüchtet sich in eine Scheinwelt in der für sie ihr Mann noch zusammen mit ihr lebt. Und auch als Freunde sie versuchen aus ihrer Lethargie zu holen sträubt sie sich ihren Mann für tot zu erklären. Doch dann findet die Polizei in dem Badeort eine Wasserleiche…

Was kann schlimmer sein, als der Gewissheit zu sein, dass der eigene Mann tot ist? Nicht zu wissen, ob der Mann tot ist! Aus diesem auf den ersten Moment fremd klingenden Paradoxon bastelte Regisseur Francois Ozon im Jahre 2000 einen für ihn ungewöhnlich dezenten Film, der dennoch mehr bewegt als seine unzähligen „toures de force“ zuvor.
Marie zerbricht nicht ausnahmslos daran, dass ihr Mann tot ist, denn das weiß sie genauso wenig wie der Zuschauer bis zu den letzten Minuten. Bis zum Schluss hält uns Ozon im Ungewissen, ob Jean ertrunken ist, einen Selbstmord begangen hat oder sich einfach lebendig abgesetzt hat. So bleiben kein Objekt und keine wahre Fassung des Todes, dadurch setzt wohl Maries Verarbeitung der Tragödie aus. Ein schlimmeres Schicksal kann man sich seit diesem Film kaum vorstellen. Ungewissheit, die Tragik des Vagen. Doch nicht nur die Angst des Unwissens wird hier gekonnt in Szene gesetzt, ebenso die Macht der Verdrängung. Eine wohl in jedem Menschen verankerte psychologische Kraft, die das Unverarbeitbare vor sich herschiebt, bis man sich damit auseinandersetzen kann oder dran zerbricht. Doch Marie scheint anders, denn sie scheint glücklich. Auch wenn der Film Momente zeichnet in denen man denken kann, dass sie in sich geht und realisiert, dass ihr Mann nicht wiederkommen wird macht sie doch im Ganzen einen Eindruck, der die Frage zulässt, ob man sie nicht in ihrer Scheinwelt lassen soll. Ist die Verarbeitung denn in diesem Falle besser als die Verdrängung, wenn sie doch wenigstens in ihrer Phantasie mit ihrem Mann noch glücklich ist ohne das diese Welt zu bröckeln scheint.
Doch diese Ansichten, die jeder Zuschauer für sich selber entscheiden muss, Ozon lässt seine Meinung im Verborgenen, so wie Maries wahre Gefühle. Was aber eindeutig gesagt werden kann ist dass der Film auf emotionaler wie auf technischer Ebene brilliert wie selten ein Drama. Ohne Kitsch, ohne Pathos, ja fast ohne Dramatik und erschreckend besonnen und ruhig wird die Tragik einer Frau geschildert, die ohne Vorwarnung an einem schönen Ort, an einem schönen Tag von jetzt auf nun ihren Lauf nimmt. Anfangs wenn Marie realisiert, dass Jean nun schon lange im Wasser ist und sie anfängt ihn zu suchen, hält man es noch für einen üblichen Spannungsbogen. Erst mit und mit wird klar, dass Jean nicht zurückkehren wird und der Spannungsbogen nicht mit einem Auftauchen aufgelöst wird. Endgültig besiegelt ist das Verschwinden wenn der Film wieder nach Paris schwenkt. Eiskalt wie die Bilder läuft es hier einem den Rücken runter.
Sowieso scheint die Optik des Films für Ozon ungewöhnlich düster und depressiv. Schon im Urlaubsszenario vor dem Badeunfall herrschen kalte Töne vor, nach der Tragödie werden diese sogar noch intensiver, unbequemer gefühlt. Erst in intimen Phantasieszenen zwischen Marie und ihrem imaginären Mann finden sich langsam Brauntöne ein, wärmer aber noch immer düster.
Und auch gerade diese kleinen Szenen scheinen das Einzige Indiz zu sein, dass Francois Ozon auf dem Regiestuhl saß. Er ist bekannt für laute, kontroverse, drastische, sexuelle Filme, all das hat „Unter dem Sand“ auch, aber in einer so subtilen Weise, dass man es kaum wahrnehmen möchte. Dezent in der Inszenierung sieht man die Handschrift des enfant terribles nur, wenn der Film sich in seinen surrealen Bildern entfaltet. Doch auch wenn dieser Film nichts zu haben scheint, was ein Film des Regisseurs so sehenswert macht scheint er fast wie das unbestreitbare Meisterwerk Ozons. Der Tod ist in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabu, Trauer scheint dies auch manchmal zu sein, deswegen büßt der Film seine Unbeschwertheit ein, was ihn unbequem und genial macht.
All dies haben wir nicht nur dem wie immer konsequent bis zum Abspann dirigierenden Regisseur zu verdanken, sondern auch seiner Muse, der Hauptdarstellerin Charlotte Rampling, die drei Jahre nach diesem Film wieder mit Ozon in „Swimming Pool“ arbeiten wird. Auch wenn es einige Nebendarsteller gibt scheint der Film nur sie als nennenswert zu kennzeichnen, nicht weil die Anderen schlecht agieren, sondern weil sie so präsent ist und das obwohl sie alles tut, um nicht aufzufallen.

Fazit:

Eine Frau zerbricht an der Ungewissheit und ein Regisseur setzt dieser ein Denkmal aus einem Film, der das Tabu Tod überraschend dezent und dadurch umso effektiver und unbequemer inszeniert.

9 ertrunkene von 10 verlassenen Punkten
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
SVoigt3000

Wie verarbeitet den Tod eines Vertrauten?

ein Testbericht von 2003-09-04 10:56:10 vom 04.09.2003
Empfehlung: ja
Nachdem ich vor einigen Wochen Francois Ozons Film „Swimming Pool“ gesehen habe, bin ich ein kleiner Fan von ihm. Als ich nun gestern in der TV-Zeitschrift blätterte, freute ich mich sehr, als ich las, dass auf „arte“ Ozons „Unter dem Sand“ kommen würde. Also saß ich gestern vor dem TV-Gerät, was ich sehr selten mache – kein Wunder bei dem Mist, der zur zeit immer kommt.

-----STORY:-----
Marie (Charlotte Rampling) fährt mit ihrem Mann Jean (Bruno Cremer) in ihr gemeinsames Ferienhaus am Meer. Irgendwann gehen die beiden zum Strand. Während Marie etwas schlafen und lesen will, geht ihr Mann schwimmen ... und kehrt nicht mehr zurück. Marie lässt ihn suchen, aber keine Spur von ihrem Mann.

Die Zeit vergeht und die Handlung setzt einige Monate später wieder ein. Maries Mann ist immer noch unauffindbar und sie selbst verdrängt den Tod ihres Mannes. Sie spricht mit Freunden über ihren Mann, als ob er sie zu Hause erwarten würde und sagt zum Beispiel, dass ihr Mann ihr versprochen hat, sie am Wochenende ins Fitnessstudio zu begleiten. In ihrer Wohnung taucht ihr Mann auch wirklich wieder auf, redet mit Marie, liest neben ihr im Bett, wie er es immer getan hat, stellt den Wecker – aber alles nur in Maries Phantasie.

Sie zieht sich immer mehr in ihre Traumwelt zurück, bis sie dann irgendwann ein Anruf der Polizei erhält, man hätte eine Leiche im Wasser gefunden, auf die die Beschreibung ihres Mannes zutreffen könnte...


-----KOMMENTAR:-----
„Unter dem Sand“ ist wirklich ein sehr schöner, ruhiger und sensibler Film. Francois Ozon kam auf den Stoff durch ein Kindheitserlebnis. Als kleiner Junge machte er auch Urlaub am Strand und dort verschwand dann auch ein Mann spurlos. Er sah täglich am Strand ein Ehepaar und eines Tages war der Mann plötzlich verschwunden, der genauso gesucht wurde, wie Jean in „Unter dem Sand“. Da ich bisher nur „Swimming Pool“ von Ozon kannte, bemerkte ich nun erst, wie verschieden seine Filme sind. „Swimming Pool“ besticht dadurch, dass der Zuschauer den kompletten Film für sich selbst interpretieren muss, während „Unter dem Sand“ eher auf die Psychologie von Marie eingeht. Wie verarbeitet man den Verlust eines geliebten Menschen? Wie geht man mit dem Tod um? Wie mit der Ungewissheit?

Francois Ozon setzt dabei besonders auf Charlotte Rampling, die, wie auch in „Swimming Pool“, eine grandiose Leistung bringt. Sie bestreitet den Film quasi allein und das ganze Konzept steht und fällt mit ihrer Leistung. Aber auch die Nebendarsteller, von denen eigentlich nur noch Bruno Cremer und Jacques Nolot zu nennen sind, machen ihre Sache aber auch sehr gut.

Besonders gelungen sind die Szenen, in denen der Tote Jean plötzlich in Maries Wohnung auftaucht. Erst ist man als Zuschauer verwirrt, erkennt aber sehr schnell, dass es sich hierbei um Maries Phantasie handelt. Und diese Phantasiegestalt ist mehr als nur Maries Sehnsucht nach ihrem Mann und nach Nähe, sondern wird auch bald zu ihrem Gewissen und durch Jean drückt sich auch ihre Vernunft aus. So fragt Jean Marie, nachdem sie die Anrufbeantworternachricht eines Verehrers abgehört hat, ob sie nicht gern mit ihm ausgehen will und drängt sie fast dazu, doch mit diesem Mann auszugehen und so ihr Leben weiterzuleben. Und als Marie dann mit diesem Verehrer Sex hat, steht Jean auch in der Tür, schaut den beiden zu und lächelt Marie zu. Diese Szenen sind so toll, sensibel und gefühlvoll gedreht, dass sie den Zuschauer einfach fesseln und berühren.

Insgesamt besticht der Film auch durch seine ruhige Erzählweise. In den Szenen herrscht meist kaum Bewegung. Es wird auch wenig geredet. Meist wird die Geschichte einfach durch die Bilder oder durch Maries Mimik und Gestik geschildert. Wer also einen Thriller oder Actionreißer erwartet – und das kann passieren, wenn man liest, dass in dem Film ein Mann auf mysteriöse Weise verschwindet – wird nicht viel Freude an diesem Film haben. Ich hingegen bin sehr offen an den Film herangegangen, weil ich bereits gehört habe, mit welch skurrilem Humor Francois Ozon „8 Frauen“ drehte und den riesigen Unterschied zu „Swimming Pool“ sah, ohne „8 Frauen“ zu kennen. Ozon ist Wandlungsfähig – das war mir klar. Wie Wandlungsfähig er ist, weiss ich nun genau, denn zwischen den drei genannten Filmen liegen Welten, was sich nun nicht auf die Qualität, sondern einfach nur auf die Themen und die Erzählweise bezieht.


-----FAZIT:-----
Insgesamt ein wirklich guter Film, der aber trotzdem nicht die Topbewertung bekommt. Trotzdem: Er ist gut und reiht sich nach „Swimming Pool“ für mich in die Liste der sehenswerten Ozon-Filme ein. Ich bin und bleibe Ozon-Fan!
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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