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Vidocq Video

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Vidocq
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Vidocq
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Testberichte Vidocq

 (DVD) Thriller
4.9 von 5
Platz 26 in der Kategorie "Thriller".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 4.9 von 5
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Vidocq Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 4.9 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (10/10).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • digital aufgezeichnet, viele sehr gute Extras, gute Schauspieler und Story
  • alles, der Film ist sensationell!
  • Unerwartet guter und spannender Thriller aus Fronkreisch mit Fantasy-Elementen. Anspruchsvoll und unterhaltsam
  • Gute und spannende Drehbuchvorlage, faszinierende Optik, DVD-Extras
  • Spannend und packend bis zum Ende
Nachteile/Kritik
  • französische Tonspur nicht in DTS, kein Audiokommentar
  • nichts
  • unverdient immer noch Geheimtipp, noch keine Fortsetzung in Sicht ;-)
  • Gewöhnungsbedürftige Optik
  • keine
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t_durden

Verstörend, erotisch, gruselig!

ein Testbericht von 2004-04-12 15:53:09 vom 12.04.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: digital aufgezeichnet, viele sehr gute Extras, gute Schauspieler und Story...
Nachteile/Kritik: französische Tonspur nicht in DTS, kein Audiokommentar
Dunkel, erotisch, gruselig, verstören und erstmals komplett in HDTV aufgezeichnet sind nur eine Schlagworte die den Film beschreiben!


Inhalt
---------
Der Film
Die DVD / Bild
Die DVD / Ton
Die DVD / Extras
Fazit

Datenblatt
Wertung


:: Der Film ::

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts trieb ein Phantom in Paris sein Unwesen. Es verbreit Terror und Angst unter der größtenteils armen Bevölkerung. Besonders abgesehen hat er es auf Jungfrauen und scheinbar liegt hier auch das düstere Geheimnis des „Alchimisten“ wie er unter den Bürgern auch genannt wird.
Zur gleichen Zeit werden zwei Zeitgenossen der oberen Schichten vom Blitz erschlagen und so langsam macht sich auch hier Unruhe breit. Vidocq (gespielt von Gerard Depardieu), ehemals rechtschaffene Polizist und nun als Detektiv sein Dasein fristend wird beauftragt herauszufinden was die Männer umgebracht hat. Er verbindet die Tote mit dem unheimlichen Phantom und es kommt zum finalen Kampf in einer Glasbläserei wo Vidocq dem übermenschlichen Wesen unterlegen ist. Er stürzt, nach dem er das Gesicht des „Bösen“ sehen konnte in einen brennend Schlund.

Auf den Straßen Paris macht sich Trauer unter der Bevölkerung breit, das Phantom mordet weiter und die armen Menschen spüren, dass sie einen Kämpfer für sie verloren haben. Zur gleichen Zeit taucht ein junger Mann namens Etienne bei Vidocqs Assistenten auf und gibt sich als Biograf dessen aus. Er möchte die Geschichte Vidocq’s Tod aufschreiben und stellt seine eigenen Nachforschungen an. Dabei stolpert er in eine dunkle, grausame Welt der niederen Schichten von Paris, wo Sex und Gewalt an der Tagesordnung sind…

Vidocq ist kein typischer Thriller oder HorrorFilm. Er vereint vielmehr verschiedene Genre zu einem großen Gesamtkunstwerk. Und der Begriff „Gesamtkunstwerk“ darf ruhig wörtlich verstanden werden, denn wie es für den neueren französischen Film üblich ist, wird sehr viel Wert auf Cinematografie und Spezial Effects gelegt. Entsprechend pompös und optisch berauschend präsentiert sich dann auch der Film.
Vidocq wurde übrigens komplett digital aufgezeichnet. Um es auf den Punkt zu bringen: schon rund ein halbes Jahr bevor sich George Lucas als HDTV Held mit seinem Machwerk „Attack of the Clones“ feiern ließ, kam Vidocq in die französischen Kinos und wurde ebenfalls in HD gedreht (zufälligerweise auch noch auf der gleichen Kamera!). Da einige Szenen am Computer nachbearbeitet wurden, wirkt das Bild entsprechend bunt und etwas befremdend. Man hat den Eindruck die Szenen entstammen direkt aus dem Malkasten des Regisseurs so visuell ansprechend ist der Film gestaltet – es drängt sich der Eindruck auf ein bewegtes surrealistisches Kunstwerk zu betrachten.

Was für den Film gilt, gilt auch für die Schauspieler. Gerard Depardieu spielt den Vidocq zwar etwas gelangweilt, aber wird seiner Rolle des ausgestoßenen Menschen gerecht. Wirklich beeindruckt hat mich dagegen der junge Guillaume Canet, der den Reporter Etienne spielt. Den meisten könnte sein Gesicht aus „The Beach“ bekannt vorkommen, aber hat schon eine Reihe anderer guter Filme gedreht und auch hier kann er durch seine Leichtigkeit und Unbeschwertheit wieder überzeugen.


:: Die DVD / Bild ::

Dadurch, dass der Film komplett digital gedreht und am Computer nachbearbeitet worden ist, liegt das Bild auf der DVD so vor wie es aufgenommen bzw. bearbeitet worden ist. Im Vergleich dazu wird für das Kino normalerweise eine Kopie auf Celluloid gezogen, was zwar prinzipiell nicht aufregend schlechter ist, denn einmal digital aufgenommen bleibt das Bild nun mal in der Qualität, aber es geht zu Lasten der Schärfe und des Farbenreichtums. Außerdem verschmutzt eine Rolle nun mal durch die Benutzung und bekommt Kratzer und genau das ist einer der Hauptgründe digital aufgezeichnete Filme sich auch in einem digitalen Kino anzuschauen.
Also wer Vidocq im Kino gesehen hat, wird bei dieser digitalen Version noch mal ein kleines „Aha“ Erlebnis haben.

Wie schon gesagt ist das Bild sehr detailreich und gestochen scharf. Die Farben kommen sehr gut rüber und wie heute üblich liegt der Film natürlich anamorph vor. Was mich etwas gestört hat, sind die kleinen Nachteile die heute digitale Filme noch mitbringen. So werden Schatten nicht differenziert genug dargestellt, sprich sie verlaufen schnell zu einem matschigen dunklen Brei und es können bei feinen Strukturen schnell Treppen- oder Flimmereffekte auftreten und genau diese finden sich natürlich hier auch. Zwar wird das auf einem normalen Fernseher nicht weiter auffallen, aber über einen Projektor sind diese kleinen Schwächen bemerkbar. Das sollte den Filmgenuss aber nicht weiter stören.


:: Die DVD / Ton ::

Der Ton ist für einen solchen Film ebenfalls sehr intensiv und mit LFE Effekten wird ebenfalls nicht gespart. Besonderes Augenmerk wurde ebenfalls auf den Score gelegt. Ingesamt liegen 3 Tonformate auf der DVD vor. Obligatorisch ist natürlich der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 und Dolby Stereo. Erfreulich ist, dass auch an Besitzer von DTS Anlagen gedacht worden ist und so hat man dem deutsche Soundtrack auch noch eine DTS Spur spendiert, die wesentlich differenzierter klingt als der basslastige Dolby Digital Ton.
Der Französische Soundtrack liegt leider nur in Dolby Digital 5.1 und Dolby Stereo vor. Hier hätte ich mir auch noch eine DTS Spur gewünscht.


:: Die DVD / Extras ::

Vidocq ist ein 2 DVD Set und entsprechend viele Extras hat man auf die beiden Scheiben untergebracht. Da wäre zum einen ein kurzes Promotion-Making-Of das leider wie üblich mit Eigenwerbung voll gestopft ist. In diesem Moment habe ich schlechtes geahnt und mich an amerikanische DVDs erinnert gefühlt.
Dieser Eindruck wurde aber mit den beiden nächsten Dokus (zusammen rund 30 Minuten) wieder verworfen. In einem kurzen Spezial wird näher auf die Special Effekts der Spiegelmaske eingegangen und ein Storyboard-Artist erklärt die Notwendigkeit dieser Zeichnungen
Die beiden nächsten Videos sind zwei Interviews mit dem Regisseur Pitof und dem Drehbuchautor. Beide plaudern jeweils rund eine Stunde über den Film und geben viele Details wieder, die sich normalerweise in einem Audiokommentar befinden würden, der aber bei Videocq fehlt.
Es gibt noch einige weitere kurze Interviews anderer beteiligter, mehrere Trailer, ein Musikvideo und einige Galerien und Texttafeln.

Alles in allem bin ich von den Extras begeistert. Bis auf das Promo-Making-Of was ich auch noch zu erst gestartet habe, gehen alle anderen Specials in die Tiefe und vermitteln sehr viel Wissenswertes über den Film und die Produktion. Aber gerade die Interviews sind doch sehr speziell und werden meiner Meinung nach nur wirklich Filmenthusiasten interessieren. Das Reinschauen kann ich aber nur empfehlen!


:: Fazit ::

Vidocq ist ein ungewöhnlicher Film der auf einer erstklassigen DVD ausgeliefert wird. Auch wer französische Filme an sich nicht mag, sollte zumindest einmal einen Blick riskieren. Ich könnte Wetten eingehen, dass der Film die meisten in seinen Bann reißen wird. Er ist spannend, hat gute Darsteller und kann optisch mehr als überzeugen.
Glücklich bin ich auch endlich mal wieder eine Scheibe in der Hand zu halten, die mehr bietet als die üblichen Werbextras, die man auch tausendmal zuvor im Fernsehen gesehen hat! 5 Sterne – kaufen!

Etwas befremden wirkt anfangs nur die Schärfe und der Detailreichtum des Bildes. Heute ist man eine solche Qualität noch nicht gewöhnt und manchmal hat drängt sich der Eindruck auf, dass man ein Videobild sieht. Hat man sich aber einmal an die Qualität gewöhnt, wird man diese Art zu schätzen wissen.


:: Datenblatt ::

Titel: Vidocq
Original-Titel: Vidocq
Land / Jahr: Frankreich, 2001
Genre: Thriller, Horror, Fantasy, Mystery

FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 94 Minuten
Farbe

Bildformat: 1.85:1 (anamorph)
Tonformat: Deutsch DTS und DD5.1, DD2.0; Französisch DD5.1 und DD2.0
Untertitel: deutsch
Regionalcode: 2
TV Norm: PAL
Disc: DVD-9 / Dual Layer
Label: Sunfilm Entertainment


:: Wertung ::

Film: 10/10
Bild: 10/10
Ton: 10/10
Extras: 09/10
Gesamt: 10/10

Copyright t_durden @ ciao / yopi 2004
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Clarinetta2
Clarinetta2, 17.05.2007
sh
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ronald65

Die Franzosen können's auch!

ein Testbericht von 2009-07-11 09:01:34 vom 11.07.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: Opulente und farbenprächtige Gruselstunde....
Nachteile/Kritik: Keine
Ich lege die DVD in den Rekorder und es empfangen mich üppige, fast schon surrelae Bilder in satten, düsteren Farben. Sofort muss ich an einen Tim Burton-Film denken. Vom Stil her sehr ähnlich und auch sonst erinnerte mich dieser Film aus dem Jahre 2001 mehrmals sehr stark insbesondere an Sleepy Hollow von Tim Burton aus dem Jahre 1999. Auch Vidocq ist ein Fantasy-Horror-Märchen in dem im 19. Jahrhundert ein mit (für damals) anlaytischen Methoden arbeitender Ermittler mysteriöse Mordfälle untersucht und ständig an der Schwelle zum Übernatürlichen klopft. Damit sind aber auch schon die Ähnlichkeiten zu Ende. Und Fans von Tim Burton im Allgemeinen und Sleepy Hollow im Besonderen werden auch bei diesem Film voll auf ihre Kosten kommen.

Während in "Sleepy Hollow" Frauenschwarm Johnny Depp den Ermittler mimte, übernimmt diese Rolle in dem französischen Film "Vidocq" der etwas robustere Genußmensch Gérard Depardieu. (Stimmt es eigentlich, dass er sich für seine nächste Rolle als Obelix vorher Fett absaugen lassen muß? ;-)) Und anders als in "Sleepy Hollow" macht der Ermittler Vidocq in der Eröffnungssequenz gleich wieder den Abgang. Genauer gesagt fällt er nach einer wilden Verfolgungsjagd in einer wirklich opulent in Szene gesetzten Glasbläserei und nach einem Kampf mit einer seltsamen Gestalt mit Spiegelmaske in ein Feuerloch. Seltsamerweise zischt es dabei nicht, was bei der Figur von Depardieu eigentlich zu erwarten wäre.

Die Nachricht vom Tode des berühmten Detektivs Vidocq verbreitet sich in Paris schnell. (Der Film spielt Anfang des 19. Jahrhundert. Die Figur des Vidocq hat übrigens tatsächlich existiert. Er war tatsächlich ein berühmeter Detektiv dieser Zeit, der mit den damals modernsten kriminalwissenschaftlichen Methoden arbeitete. Die Handlung ist aber frei von Jean-Christophe Grange ("Die purpurnen Flüsse") erfunden.) Beim Partner von Vidocq, dem Detektiv Nimier, stellt sich der Journalist Boisset (Guillaume Canet) als Biograph von Vidocq vor. Er möchte den Fall lösen und Vidocq rächen. Nach einigem Zögern (oder besser einigen Schnäpsen) erzählt Nimier von den gemeinsamen Ermittlungen über zwei seltsame Todesfälle von gesellschaftlichen angesehenen Herren, die von Blitzen entzündet worden waren. Jedoch ermittelte Vidocq ab einem bestimmten Punkt alleine und Nimier kann Boisset nur noch einen Namen nennen.

Boisset nimmt diese Spur auf und verfolgt die Ermittlungen von Vidocq, die immer wieder in Rückblenden von den Zeugen erzählt werden. Schnell zeigt sich, dass die Ermorderten seltsamen Beschäftigungen nachgingen. Aber um was ging es? Um Perversionen? Um Kulthandlungen? Und was für eine Rolle spielt der Mann mit der Spiegelmaske? Boisset muss sich beeilen, denn irgend jemand ist kurz hinter ihm - und beseitigt die Zeugen.

Der Film ist klasse und fantasievoll fotographiert. Lediglich in einer Szene bemerkt man deutlich, dass vor einer künstlichen Kulisse agiert wird. Die Optik und Ausstattung sowie die düsteren Charaktere ziehen den Zuschauer in eine surreale Welt. Übernatürliches oder Humbug? Was wird am Ende die Auflösung sein?

Tolle Unterhaltung. Große Schwächen hat der Film nicht. So innovativ und mit visionärer Optik versehen, wie manche meinen, ist der Film aber auch nicht. Dafür wurde zuviel beim Großmeister dieses Genres - Tim Burton - abgeschaut.

Unbedingt am Abend oder im Dunkeln sehen! Sonst wirken die Farben nur halb so gut.



Die Fakten:

Darsteller: Gérard Depardieu, Guillaume Canet, Ines Sastre
Regisseur: Jean-Christophe "Pitof" Comar
Sprache: Deutsch, Französisch
Bildseitenformat: 16:9
FSK: ab 16
Spieldauer: 94 Minuten

Fazit: Sehenswert. Für Fans des Genres "Fantasy-Horror" ein Muss.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Steve2512
Steve2512, 13.07.2009
Sehr hilfreich, toller Bericht !

Freue mich über Gegenlesungen :-


LG
Steve 2512
fantagirlie
fantagirlie, 27.02.2010
Liebe Grüße einen schönen Samstag und ein erholsames rest Wochenende
Lale
Lale, 11.07.2009
Dein Bericht wurde sehr gerne gelesen.
Allerbeste Grüße, die Lale.
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Sommergirl

Historischer Grusel-Thriller der feinsten Art!!

ein Testbericht von 2007-04-16 15:02:36 vom 16.04.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: alles, der Film ist sensationell!...
Nachteile/Kritik: nichts
*-*-*-*-*

Vidocq

*-*-*-*-*


Mit Vidocq ist den französischen Filmemachern wieder mal ein toller Film gelungen. Als ich vor langer Zeit mal einen Filmausschnitt gesehen hatte wurde ich neugierig auf den Film. Leider ist er bei mir dann etwas in Vergessenheit geraten, bis ich auf Amazon.de den Film bei den Sonderangeboten gefunden habe. Also habe ich mir ihn gekauft und es keine Sekunde lang bereut, im Gegenteil. Hier die Einzelheiten:


Details zur DVD:
----------------------
- Freigegeben ab 16 Jahren
- Darsteller: Gérard Depardieu, Guillaume Canet
- Regie: Jean-Christophe "Pitof" Comar
- Musik: Bruno Coulais
- Format: Dolby, DTS Surround Sound, Surround Sound, PAL
- Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround, Dolby Digital 5.1) Französisch (Dolby Digital 2.0 Surround, Dolby Digital 5.1)
- Bildformat: 16:9, 1.85:1


Die Geschichte:
---------------------
Der Film spielt im Paris des Jahres 1830, die Metropole hat Probleme genug, politische Unruhen erschüttern die Metropole und nun treibt auch noch ein geheimnisvoller Killer sein Unwesen, dem bereits eine ganze Reihe von jungen Mädchen zum Opfer gefallen ist. Der bekannte Detektiv Vidocq (gespielt von einem grossartigen Gérard Depardieu) stellt sich diesem Ungetüm in den Weg. Der Film macht den Anfang gleich mit einer spannenden Verfolgungsjagd. Vidocq verfolgt den Verdächtigen durch die Katakomben einer Glasblässerei. Der Kampf endet böse, Vidocq stirbt und der Killer kann entkommen, nachdem er seinem Verfolger den letzten Wunsch - sein Gesicht zu sehen - erfüllt hat. Am nächsten Tag melden die Zeitungen "Vidocq est mort" - Vidocq ist tot.
Kurze Zeit später taucht im Büro des verstorbenen Detektiven, welches er sich damals mit einem Kollegen namens Nimier geteilt hatte ein junger Mann auf. Der Journalist Boisset (nicht minder gut: Guillaume Canet) recherchiert über den Tod des Privatdetektivs, da er sein Leben in einer Biographie festhalten will. Nimier ist frustriert und will dem jungen Mann nicht gross helfen, erzählt ihm aber wie die Geschichte angefangen hat. Vidocq und Nimier wurden vom Chef der Polizei mit der Untersuchung zweier mysteriöser Todesfälle betraut. Dabei handelte es sich um den Chef der Waffenproduktion und einen Arzt, beides einflussreiche Herren der pariser Gesellschaft. Nach kurzen Nachforschungen stellten die beiden Detektive fest, dass es sich um ein Mordkomplott handelt und eine dritte Person in unmittelbarer Gefahr schwebt. Nimier und Vidocq kommen dem Ursprung der Morde immer näher.
Nimier erzählt dem jungen Journalisten und Biographen viele Details zu diesem Fall. Mit Hilfe dieser Angaben rollt Boisset den Fall auf und dringt bis zu den Anfängen des Killer-Problems vor. Der Journalist redet mit allen Leuten, zu welchen der berühmte Detektiv vor seinem Tod Kontakt hatte. Langsam setzen sich die Puzzle-Teile zusammen. Mit einer guten Freundin - einer exotischen Tänzerin - Vidocqs geht Boisset weiter auf Spurensuche und entdeckt grauenhafte Sachen. Bei der Rekonstruktion des Falles kommt Boisset selber in arge Bedrängnis und muss sich aus den Fängen der Polizei befreien. Bei seinen Recherchen stösst er auf eine Kreatur, die scheinbar das Geheimnis des ewigen Lebens entdeckt hat - und das Blut junger Frauen benötigt, um es anzuwenden. Dass unter anderem auch die drei hochrangigen und ziemlich toten Herren aus Paris in diese grausame Sache verwickelt sind, kommt dann zum Vorschein, als deren ungewöhnliches Ableben mit dieser Kreatur in unmittelbare Verbindung gebracht werden kann. Dieses Monster versprach nämlich diesen drei narzistischen Herren die ewige Jugend, wenn sie ihm junge Mädchen liefern um das Elixier herstellen zu können. Der „Alchimist“ - wie er im Film auch genannt wird - huscht durch die Geschichte wie ein Phantom, eingekleidet in einem wallenden, schwarzen Sensenmann-Umhang, sein Gesicht hinter einer schillernd-gruseligen Maske versteckt (erinnert irgendwie an Scream). Mit einer besonders interessanten Kampfkunst gelingt es der Kreatur sich jedesmal wieder aus den Fängen Vidocqs zu befreien. Besonders grausam wird der Fall, als das Versteck des Alchimisten mitten in der Stadt von Paris gefunden wird. Entführte Jungfrauen warten in dunklen Zellen auf ihren Tod, können aber durch den mutigen Detektiven befreit werden. Doch wer ist dieser Alchimist? Vidocq hat noch immer keine konkrete Ahnung.


Der Film:
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Vidocq ist eine farbenprächtige und effektgeladene Horror-Kriminalgeschichte mit prachtvollen Kulissen, rasanten Schnitten und spannenden Kamerafahrten. Auch die Kampfszenen sind spannend, erinnern sie doch manchmal etwas an Matrix.
Gérard Depardieu überzeugt auf ganzer Linie als historischer Spurensucher (erinnert irgendwie an ein CSI vergangener Tage ;-). Der Streifen ist Fantasyunterhaltung vom Aller-Feinsten. Spannend ist auch die Darstellung des mysteriösen Killers, er springt durch den Film mit einem wallenden, schwarzen Sensenmann-Umhang und verdeckt sein Gesicht mit einer Spiegelmaske. In Rückblenden enthüllt der Film eine äusserst spannende wie auch sehr bizarre Geschichte von Mord, sexueller Begierde und dem Traum der ewigen Jugend - während die vom Journalisten Interviewten bald darauf kreative Tode sterben (per umgeleiteten Blitzschlag). Erst das überraschend actiongeladene Finale enthüllt auf sensationelle Art und Weise die ganze Tragweite des Geschehens und die Eleganz von Vidocqs List.


Geschichtlicher Hintergrund:
------------------------------------ --
Ab 1811 machte er tatsächlich als Chef der Sureté die Straßen von Paris sicher: Eugène François Vidocq, ein Gauner, der zum Detektiv aufstieg. Vidocq stellte ballistische Untersuchungen an, erfand die Kriminalitätskartei und gilt als Vater des modernen Ermittlungswesens. Er befehligte eine Kompanie von 28 Detektiven, die alle ehemalige Polizisten waren, sein Wirken inspirierte Literaten, Filmemacher und Kriminalisten der heutigen Zeit. Es gibt sogar eine Vidocq-Society die sich mit kniffligen Fällen auseinander setzt. Jedenfalls sind die im Film präsentierten Accessoires wie z.B. Vidocqs opulente Verkleidungsgarderobe oder sein Obduktionslabor nicht der Phantasie eines Autoren entsprungen sondern geschichtlich abgesicherte Fakten.


Mein Fazit:
--------------
Der Film besticht durch die gruselig-historisch-spannende Geschichte und der talentierten Darsteller. Die Bilder sind mal fantasievoll und bunt, dann wieder düster und erdrückend. Die Story lässt sich bis zum Schluss nicht auflösen, das Ende ist äusserst überraschend. Das Zermartern des Gehirnes auf der Suche nach dem Täter ist fast hoffnungslos, da die Geschichte sich da keine Blösse gibt! Der Film ist absolut genial gemacht und erinnert in der Art etwas an „Pakt der Wölfe“ (übrigens haben die Drehbuchautore von die purpurnen Flüsse bei Vidocq die Hände mit im Spiel). Bis jetzt hat jede/r dem ich den Film ausgeliehen habe voller Begeisterung davon geschwärmt. Ich kann diesen Film jedem nur wärmstens empfehlen, zieht ihn euch rein und lasst euch begeistern!

(Dieser Bericht ist von mir auch auf Dooyoo veröffentlicht worden unter dem Pseudo Mary J.)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
moniseiki
moniseiki, 31.03.2006
Liebe grüße moniseiki
Nat_Tom
Nat_Tom, 22.04.2007
sooo wir sind wieder da aber bevor es nen neuen bericht gibt wird erstmal bissle bewertet, denken das ist so ganz fair o
Ilka123
Ilka123, 31.03.2006
Liebe Grüsse, Ilka :-
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Tut_Ench_Amun

Le Pharao dans la Paris revolutionaire

ein Testbericht von 2005-03-12 07:30:00 vom 12.03.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Unerwartet guter und spannender Thriller aus Fronkreisch mit Fantasy-Elementen. Anspruchsvoll und unterhaltsam...
Nachteile/Kritik: unverdient immer noch Geheimtipp, noch keine Fortsetzung in Sicht ;-)
Eigentlich war ich nie ein großer Fan des französischen Films und mit mir wohl auch so einige andere, daher nimmt es kein Wunder, dass dieser Film 2001 wohl nur in wenigen auserwählten, deutschen Kinos lief. Mir jedenfalls war der Streifen lange vollkommen unbekannt und ich wüsste auch nicht, dass er je in einem der hier so zahlreich vertretenen Multiplexen aufgeführt worden wäre. Eine Empfehlung aus dem Bekanntenkreis hat mich auf seine Spur gebracht. Nachdem ich ihn mir mal ausgeliehen hatte, war mir klar, dass ich die im April 2003 bei TOBIS/SUNFILM erschienende Doppel-DVD auf jeden Fall meiner Filmothek einverleiben musste. Da ich ein ziemlich wählerischer Patron bin, kommt das einem Ritterschlag gleich. Warum auch europäisches Kino zunehmend bei mir hoch im Kurs steht, will ich nicht vorenthalten.

_Zur Story_
Wir schreiben das Jahr 1830 in Paris, die Revolution steht kurz vor dem Ausbruch, die ersten Plünderungen und Aufstände schütteln die französische Metropole - Sie ist laut, schmutzig und verwahrlost, nie waren die Armen ärmer und die zerbröselnde Ordnungsmacht der Gendarmerie hilfloser. Bereits im Vorspann sehen wir Namensgeber Vidocq wie er durch die düsteren Katakomben einer Glasbläserei einem geheimnisvollen Phantom mit Spiegelmaske hinterherjagt. In einer unterirdischen Halle stellt er den Unhold, der massige und robust wirkende Vidocq auf der einen Seite, das elegant-flinke, in eine schillernde, schwarze Kutte gehüllte Phantom auf der anderen. Es kommt zum erbitterten Kampf der beiden ungleichen Kontrahenten.

Letztendlich unterliegt der massige Vidocq dem wieselflinken Phantom. Er stürzt in einen lodernden Schacht, an dessen Rand er sich nur mit Mühe soeben und entkräftet festklammern kann. Als seine Niederlage klar wird, bittet er den Unhold seine undurchdringliche Spiegelmaske zu lüften und ihm – wo er eh schon sterben muss – sein wahres Gesicht zu offenbaren. Dem kommt die Spukgestalt nach. Der Zuschauer sieht natürlich nicht wer oder was sich darunter befindet. Vidocq lässt sich hernach in den flammenden Schacht fallen, seinem Gegner den Triumph nicht gönnend ihn endgültig zu erledigen. Da er richtet sich lieber selbst. Allerdings war Vidocq offensichtlich nicht der einzige Zeuge der Demaskierung. Aufgeschreckt durch eine Bewegung fährt die nun wieder verhüllte Erscheinung herum, nur um jemanden weglaufen zu sehen...Ende des Prologs.

"Vidocq ist tot!" titeln am nächsten Morgen sämtliche Pariser Gazetten und illustrieren den Kampf des finsteren "Alchimisten" (so lautet der Name dieses lebendig gewordenen Volks-Mythos) mit reißerischen Zeichnungen, Fotos gab es zu dieser Zeit noch nicht, und überschlagen sich natürlich mit gnadenlosen Übertreibungen. Denn auch Vidocq selbst ist schon zu Lebzeiten ein Mythos – der ehedem entflohene Ex-Knacki stand einige Zeit in den Diensten der Polizei und verdingte sich in den letzten zwei Jahren vor den jüngsten Ereignissen, zusammen mit seinem Kompagnon Nimier, als Privatdetektiv. Nachdem man ihn bei der Polizei wieder gefeuert hatte. Vidocq galt als überaus heller Kopf mit - für damalige Verhältnisse - sehr unorthodoxen Untersuchungs- und Ermittlungsmethoden. Das hat ihn letztendlich weit über Paris hinaus bekannt gemacht. Ein Universalgenie irgendwo zwischen Sherlock Holmes und Dr. Quincy. Heute würde er als moderner Crime Scene Investigator durchgehen.

Seinem legendären Ruf folgt auch der junge Journalist Etienne aus der Provence. Der taucht bei Nimier im gemeinschaftlichen Detektiv-Büro am gleichen Tage der Todesnachricht Vidocqs auf. Er stellt sich diesem als Vidocqs offizieller Biograph und größter Bewunderer vor. Unter schweren Selbstvorwürfen und vom Alkohol leutselig erzählt Nimier über den Beginn des Falles. Es geht um rätselhafte Morde an drei hochgestellten Persönlichkeiten aus der Oberschicht, die auf mysteriöse Weise ums Leben kamen und zuvor scheinbar Jungfrauen in den Armenvierteln "aufgekauft" haben. Zu welchem Zweck ist jedoch unklar, genauso, wie der Verbleib der jungen Mädchen. Leichen werden nicht gefunden. Da Nimier augenfällig Flasche leer - und die Schnauze gestrichen voll - hat, nimmt Etienne auf eigene Faust die blutige Spur zum Alchimisten auf. Jenem Phantom, das angeblich nur ein Märchen ist, doch nunmehr sehr handfeste und reale Morde an allen Zeugen seiner Existenz begeht.

_Inszenierung_
Was Pitof und Grange (Autor "Die purpurnen Flüsse") hier abliefern ist ein Genre-Mix aus den verschiedensten Filmen und Epochen der Filmgeschichte vor dem Hintergrund des revolutionären Paris. Vidocq als Person war wirklich ein real existierender, charismatischer Volksheld der damaligen Zeit, diese hier verwurstete Geschichte jedoch ist frei erfunden und bedient sich lediglich der Figur des umtriebigen Privatdetektivs für die Rahmenhandlung. Die Kostümierung ist prima, wenn auch nicht in allen Punkten historisch korrekt, PiTOF erklärt aber im Interview was und wieso er es leicht angepasst hat. Eine Sonderstellung nimmt das Phantom ein, dessen Outfit nicht nur einen extremen Collness-Faktor aufweist, sondern natürlich ein hundertprozentigen Produkt der Phantasie ist. Hier war PiTOF vollkommen frei in der optischen Gestaltung, da es keinerlei Referenzen, lediglich vage zeitgenössische Beschreibungen, gab.

Der "Alchimist" ist aber nicht vollkommen aus der Luft gegriffen und entspricht einem märchenhaften Schreckgespenst, dem man im Cartier du Temple (dem Pariser Armenviertel) alle unaufgeklärten Morde damals in die Schuhe schob, somit haben wir es hier mit einer Art französischem Jack The Ripper zu tun. Man hat ihn lediglich weiter mystifiziert und ein wenig aufgepeppt, was Aussehen und seine (übernatürlichen) Fähigkeiten angeht, denn ziemlich schnell wird klar: Das ist kein normaler und sterblicher Serienkiller...oder etwa doch? Eine weitere Parallele zur Jack-The-Ripper Verfilmung "From Hell" ist beim Flair des Werkes nicht von der Hand zu weisen – Zeitschiene, Enge, düstere Gassen, Armenviertel, aufgeschlitzte Kehlen. Mit all dem musste sich schon Johnny Depp im viktorianischen London herumschlagen.

Ein naturwissenschaftlich (und mit Fähigkeiten eines "Profilers") ausgerichteter Ermittler jagt mit bis dato ungewöhnlichen Untersuchungsmethoden einem mit übernatürlichen Kräften ausgestatteten Antagonisten hinterher. Das kennt man wiederum auch von "Sleepy Hollow". Es finden sich auch Elemente aus diversen anderen Meilensteinen des Kinos (und Volkslegenden), eine eindeutige Klassifizierung fällt schwer, dafür sind einfach nur sehr viele. Denn auch bei einschlägigen Slasher Streifen hat man Anleihen gemacht, hier denke ich an Thriller, wie "Sieben", "Resurrection" aber auch "Scream" und so einige andere Werke des Psycho-Genres. Wie bei "Sleepy Hollow" wird zudem mit Farbpalette des Films kräftig gearbeitet, um bestimmte Stimmungen beim Publikum zu erzeugen. Die bei "Vidocq" verwendeten Sepia-Töne haben etwas surrealistisches aber dennoch Warmes und Organisches.

PiTOF und Grange ziehen nicht nur virtuos alle Register, um den Zuschauer auf subtiler Ebene zu beeinflussen, etwa mit der Farbwahl oder dem Sound, sie werfen im Plot auch ständig aktiv unzählige Nebelkerzen, die immer wieder auf eine falsche Fährte locken sollen. Wer könnte der Alchimist sein? Ist er wirklich eine übernatürliche Gestalt? Welche der Figuren hat welches Motiv? Rasante Schnitte bzw. die raffinierte Kameraführung tun ihr übriges bei dem Verwirrspiel. Die beiden machen es einem nicht gerade leicht, den Faden, den man gefunden zu haben glaubt, auch zu behalten. So manche Theorie erweist sich später als geschickte Finte der Macher - und am Ende kommt dann doch alles ganz anders. Wichtig ist es auf die Kleinigkeiten nebenbei zu achten – man kann nicht mal eben aufstehen und nen Kaffee holen ohne Gefahr zu laufen ein entscheidendes Detail zu verpassen, dass sich später als wichtig erweist.

Gelegentlich werden dem Film Unrealismus und Logikfehler vorgeworfen. Ersteres ist bei einer Geschichte, die in der Phantastik angesiedelt ist, wohl kaum verwunderlich. Genau der surreale Plot ist ja der Witz an der Sache. Logikfehler zu unterstellen ist jedoch übertrieben. Kleinere Unstimmigkeiten trifft es schon eher. Selbst nach mehrmaligem Schauen sind mir nur ein paar Kleinigkeiten zunächst nicht ganz schlüssig vorgekommen. Mit ein wenig eigner Phantasie sind diese scheinbaren Patzer bei genauerer Überlegung aber wieder plausibel erklärbar. Der einzige Vorwurf, den man den Machern vielleicht machen könnte, wäre dem Zuschauer diese (fehlenden) Fakten nicht auch noch mundgerecht vorgekaut zu haben, sondern ihn selbst nachdenken zu lassen. Vidocq will keine historisch korrekte Biographie oder gar Krimi sein. Also, entweder haben diese kritischen Leutchen den Film nicht ganz verstanden oder er entspricht schon vom Genre(-Mix) her nicht ihrem Geschmack.

Auch die Konfrontationen zwischen Depardieu und seinem schwarz gewandeten Widersacher sind glaubhaft. Es ist absolut verständlich, dass der gute Gerard nicht Matrix-Like draufhaut, das würde ihm niemand abnehmen. Dafür ist er schlicht zu massig. Für die Ausgestaltung des Alchimisten hat man sich jedoch bei diversen eleganten Martial-Arts Bewegungen bedient, ohne es jedoch zu übertreiben. Die Prügeleien sind ausgesprochen sehenswert, wenn diese konträren Kampfstile aufeinander prallen. Es entsteht eine interessante Dramatik und Dynamik wenn sich die ungleichen Gegner fetzen. Die zahlreichen, stimmungsvollen Tricks sind allesamt auf handelsüblichen PCs bzw. Apple G4-Computern entstanden und beweisen, dass gute, liebevoll erstellte Visuals nicht teuer sein müssen um mehr als ordentlich zu gelingen, hier kann Hollywood vom "Old Europe" einiges lernen, was kostengünstige und saubere Spezialeffekte angeht.

Schauspielerisch weiß Urgestein Gerard Depardieu aber auch der restliche Cast aus No-Names vollends zu überzeugen, dadurch, dass der Hauptdarsteller augenscheinlich bereits im Vorspann den Löffel reicht lässt erwarten, dass der Film häufiger Rückblicke und Flashbacks benutzt, dem ist auch so. Normalerweise mag ich es nicht, wenn quasi das Ende schon feststeht und dann erzählt wird, wie es dazu kam, doch hier macht es durchaus Sinn die Geschichte genau SO aufzuziehen – ohne jetzt zu viel verraten zu wollen. Bleiben wir lieber noch ein bisschen bei den Darstellern. Bis auf Ausnahmen sind hier frische (französische) Gesichter zu bewundern, das hat einerseits den Grund in dem recht geringen Budget der Dreharbeiten, andererseits gibt es jungen und/oder unbekannten Mimen die Chance sich ordentlich zu präsentieren – Das tun auch alle durch die Bank weg.

_DVDs und Bonusmaterial_
Die Chapter-Einteilung fällt etwas mager aus, dafür ist der Film mit 94 Minuten Laufzeit aber auch recht kurz, das kann man also verschmerzen, obwohl mir mehr Kapitel grundsätzlich immer lieber sind. Die Menüs auf beiden Scheiben sind teilweise animiert und auch musikalisch bzw. mit Effekten unterlegt – lobenswerterweise lassen sich alle Menüpunkte auch im 16:9 Modus bedienen ohne dass man das TV (gilt nur für Breitbild-Fernseher) eventuell zurück auf 4:3 schalten muss. Der gesamte Film wurde statt mit der üblichen 35mm-Kamera mit einer High Definition Digital-Cam gedreht, sodass auf der DVD im Gegensatz zum Kino die bessere (weil 1:1) Fassung vorliegt, das jedenfalls behaupten die Macher im Bonusmaterial immer wieder gern.

Nun kann ich wegen mangelnder Vergleichsmöglichkeiten diese Behauptung weder bestätigen noch dementieren, das Bild ist aber - mit einer minimalen Farbkompression in einer einzigen Nebel-Szene – über jeden Zweifel erhaben, also will ich diese Aussage mal glauben. Sound und Effekte sind DD 5.1 abgemischt, wer ein entsprechendes Surround-System hat kann auch die deutsche Spur in DTS geniessen, DD ist aber absolut ausreichend für meinen Geschmack und leistet sich keine Schwächen. Sowohl Musik als auch Raumklang sorgen für ordentlich Kinofeeling. Tonal sind die Effekte gut verteilt und weder Center- noch rückwärtige Surroundlautsprecher drängeln sich vor – ein Hoch auf die digitale Abmischung.

Das recht reichhaltige Bonusmaterial befindet sich sowohl auf Disc 1, als auch auf Disc 2. Wer bislang mit den Cello-schwingenden Metallern von "Apocalyptica" nichts anfangen kann, dem sei das komplette Musikvideo der Endcredits (sprich: des Abspanns) wärmstens empfohlen, die Jungs machen auch so einfach nur klasse Musik – nicht nur für diesem Film. Weiterhin hat man diverse Trailer auf die erste Scheibe gepresst, einen Audio-Kommentar sucht man indes vergebens, was relativ ungewöhnlich für heutige Verhältnisse ist.

Auf Silberling Numero Due ist dann Interview und Making Of Time angesagt: 2 sehr lange Befragungen von Pitof und Grange werden angeboten und ein Featurette, bei dem auch einige der Darsteller zu Wort kommen. Diese Interviews sind ziemlich langatmig und für wenig Interessierte Zuschauer wohl eher ohne Belang, wer sich allerdings über das wie und warum informieren möchte hat hier eine wahre Fundgrube, denn zu fast jedem wichtigen Aspekt des Films sagen die Macher etwas. Die beiden Making Ofs sind hingegen wesentlich kürzer doch sehr aufschlussreich und sehenswert, das gilt vor allem für das zweite, welches sich hauptsächlich mit den Spezialeffekten rund um die Person des Alchimisten und seiner Spiegel-Maske beschäftigt.

Ansonsten runden eine Fotogalerie, Teaser, Biographien und ein PC-DVD-ROM Teil die Sonderausstattung ab – Letzteres beinhaltet einige Screensaver und weiterführende Links, was für mich persönlich nur mäßig interessant ist, lobenswert finde ich die Bios, denn die sehe ich mir meist gerne an, um vielleicht auf weitere Perlen des filmischen Schaffens zu stossen – gerade bei einem solchen Underdog-Streifen ist es nicht ungewöhnlich, dass ich von dort aus weitere sehenswerte Filme entdeckt habe.

_Fazit_
Eins darf man hier definitiv nicht: Wegsehen / -hören oder sich sonstwie ablenken lassen. Das ist keine leichte Konsumier-Mich-Kost á la Hollywood, sondern ein übersinnlicher Thriller mit subtilen Feinheiten, welcher die Rübe fordert. Shock 'n Slash Einlagen gibt's auch ein paar, weswegen man auch berechtigterweise eine FSK 16 – Einstufung vorgenommen hat, das ist vertretbar und geht in Ordnung. Das Ende dieser intelligenten Mischung ist sogar dazu angetan, dass vielleicht eine Fortsetzung möglich wird, welche aber bislang wohl (leider) nicht (oder noch nicht) geplant ist. Fraglos ein Geheimtipp und seinerzeit unverdient nur in wenigen Lichtspielhäusern aufgeführt. Dabei ist es ein prima Aushängeschild für Suspense-Kino made in France. Macht nix, zum neuen Freund des französischen Films wird man leicht: Die prall gefüllte Doppel-DVD wird mittlerweile unterhalb der Fuffzehn-Euro-Schmerzgrenze angeboten. Amazon verscherbelt die Single-Disc sogar für unter 5 Euro: Zugreifen!

_Die DVD-Daten auf einen Blick:_
Originaltitel : "Vidocq"
Nach einem Volksheldenmythos, Story von PiTOF und Grange
Ersterscheinungsjahr & Land: 2001 – Frankreich
Label: Sunfilm Entertainment / Tobis
Lauflänge: ca. 94 Min. + ca. 160 Min. Bonus
Genre: Fantasy- / Grusel- / Kostümthriller
Version & Altersfreigabe: Kinofassung / FSK 16
Bildformat: Widescreen 16:9 (1,85 : 1)
Tonformat: DTS (nur D) und DD 2.0 + DD 5.1 (D und F)
Sprachen: Deutsch und Französisch

Produktion: "PiTOF" & Jean-Christophe Grange
Regie: Jean-Christophe "PiTOF" Comar
Drehbuch: Jean-Christophe Grange
Musik: Bruno Coulais (End Credits von: "Apocalyptica")
Darsteller u.a: Gérard Depardieu (Vidocq), Ines Sastre (Préah), Guillaume Canet (Etienne), André Dussoulier (Lautrennes), Moussa Maaskri (Nimier)

Bonusmaterial
Apocalyptica Musikvideo (Disc 1)
Trailer zu Vidocq und anderen Titeln (Disc 1)
2 Interviews / PiTOF u. Grange (Disc 2)
2 Making Ofs / Film u. Spezialeffekte (Disc 2)
Interview Featurette mit Regie und Cast (Disc 2)
Fotogalerie, 2 Teaser & Bio- / Filmographien (Disc2)
PC-ROM-Teil / Screensaver u. Links (Disc2)
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
winterspiegel

Gerard Depardieu und das Phantom von Paris

ein Testbericht von 2004-06-30 16:52:49 vom 30.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Gute und spannende Drehbuchvorlage, faszinierende Optik, DVD-Extras...
Nachteile/Kritik: Gewöhnungsbedürftige Optik
Es ist noch nicht lange her, da beeindruckte mich eine französische Filmproduktion, die so gar nichts mit dem französischen Kino zu tun hatte, wie ich es mir meist immer bisher immer vorstellte. Kein dümmlicher Luis de Funes Klamauk und auch keine tiefsinnige Truffaut-Problem-Film Eskapade.
Christophe Ganz inszenierte mit „Pakt der Wölfe“ einen sehenswerten Mix aus Horror, Kung Fu und Abenteuerfilm auf historischer Basis, dem trotz einiger leichter Schwächen meine volle Anerkennung galt.

„Vidocq“ mit dem französischen Vorzeigemimen Gerard Depardieu in der Hauptrolle, scheint in eine ähnliche fantastische Richtung zu gehen. Diesmal allerdings ist die markante Film-Bestie aber eher eine Art Phantom. Jedenfalls war mein Interesse geweckt, da auch die Doppel-DVD auf die der Film gebannt wurde, jede Menge Extras rund um die aufwendige Herstellung versprach.



Filmhandlung


Alles beginnt mit dem Tod vom bedeutenden Kriminalisten Vidocq (Gerard Depardieu), als er das geisterartige Wesen mit der Spiegelmaske endlich in der Glasbläserei stellt und es praktisch zu einem verfrühten Showdown der beiden Kontrahenten kommt. Gegen Ende dieses erbitterten Kampfes stürzt der Meisterdetektive überraschend in einen tiefen Feuerschlund.
Kurz danach: Vidocqs Geschäftspartner sitzt in der gemeinsamen Detektei und lässt sich vollaufen, als der Journalist Guillaume Canet den Raum betritt. Der Reporter erklärt, dass er die Biografie von Vidocq schreibt, aber er müsse unbedingt noch herausbekommen wer oder was hinter dem Tod des Detektivs steckt, um der Lebensbeschreibung noch den würdigen Abschluss zu verleihen.

So kommt es, dass Vidocqs Kompagnon nach anfänglichem zögern, dem staunenden Schreiberling Guillaume die unglaubliche Geschichte von den beiden Industrieellen erzählt, die eine florierende Kriegswaffenfabrik betreiben und eines Tages beide kurz nacheinander vom Blitz erschlagen werden. Ihre vom Schwarzpulver durchdrungene Kleidung brennt wie eine makabere Fackel, als sie vom gierigen Feuer verzehrt werden. Vidocq glaubt bei dieser grauenhaften Angelegenheit nicht an einen Zufall und nimmt vom Polizeichef Lautrennes (Andre Dussollier) angewiesen, die umfangreichen Ermittlungen auf.

Die Kurtisane und exotische Tänzerin Preah (Ines Sastre) schien in die geheimnisvollen Vorfälle verstrickt zu sein, stellte sich aber an die Seite des Meisterdetektivs, wie Guillaume nach und nach herausfindet. Vidocqs Biograf nimmt diese Spur wieder auf und ist fasziniert wie der ums Leben gekommene Ermittler immer dichter sich an die Fersen von einem unerklärlichen Individuum heftete, dass von den meisten wohl eher ins Land von Mythen und Märchen verwiesen wird. Der Schreiberling gelangt im Fahrwasser von Vidocqs Fährte in einen undurchdringlichen Sumpf aus Intrigen und ungeheuerlichen Machenschaften, die einem den Atem stocken lässt.

Wer ist der undurchsichtige Fremde in der schaurigen gläsernen Maske, der wie ein Gespenst auftaucht und seine Gegner kaltblütig umbringt. Wer ist diese scheinbar nicht zu fassende Spukgestalt, hinter der sich ein düsteres Rätsel verbirgt, dass sich letzten Endes als wahrlich Alptraumhaft herauszustellen beginnt...?



Kritik


Regisseur Pitof, der unter Jean-Pierre Jeunet schon an dem vierten Teil von „Alien“ beteiligt war, legt mit seinem Erstling eine wirklich sehenswerte Inszenierung vor, die im ersten Moment vor allem durch ihre eigenwillige und ungewöhnliche Optik auffällt.
Wie schon George Lucas „Episode 2“, wurde diese französische Großproduktion gänzlich unter Verwendung digitaler Aufnahmetechnik abgedreht. Mit diesem noch in den Kinderschuhen steckenden Verfahren, ist es in der Nachproduktion denkbar einfacher die ganzen Hintergründe einzufügen, die dann im Endergebnis diese gemäldeartigen Bildkompositionen ergeben, die einen dann im Film schließlich in das Paris des 19.Jarhunderts eintauchen lassen.

So ist auf den ersten Blick das visuelle Erlebnis überwältigend und lässt den Zuschauer erstaunt in kunstvollen Bildkombinationen schwelgen. Doch nach einer Weile stellt sich dann aber spürbar leichte Ernüchterung ein, ob dieser Farbenpracht und permanenten Reitzüberflutung. Denn eine auffällige Künstlichkeit der Bilder in vielen Szenen lassen vermuten, dass der vehemente Einsatz des Rechners in manchen Bereichen sicher ein wenig übertrieben wurde.

Auch die "penetrante" Kamera, die förmlich in den meisten Einstellungen auf den Schauspielern zu kleben scheint, und mit der Spielleiter Pitof wohl den Begriff Großaufnahme völlig neu definieren wollte, war auch nicht unbedingt so ganz nach meinem optischen Geschmack. Den Alchimisten und dessen gläserne Maske, die zusammengenommen ohne Zweifel eine der Hauptattraktionen und greifbaren Spannungselemente des Films ausmachen, hat die Computerabteilung aber ohne Frage hervorragend in Szene setzen können.

Die Schauspieler, die meist in beeindruckender Kostümierung der damaligen Epoche daherkommen, hinterlassen einen hervorragenden Eindruck. Hervorheben will ich neben Gerard Depardieu, der die Hauptfigur Vidocq mit seiner voluminösen Leinwandpräsens eindrucksvoll verkörpert, vor allen Andre Dussollier, der Lautrennes den Chef der Pariser Polizei mit einer jederzeit präsenten Mimik versieht, aber auch die zwiespältige Seite seiner Figur, die er versteht außerordentlich gut darzustellen.



Resümee des Films


Insgesamt gesehen ist der vom Drehbuchautoren Jean Christophe Grange (Die purpurnen Flüsse) mit einer fesselnden und auch ganz sicher überraschenden Handlung ausgestattetem Film, gewiss mehr als nur einen Blick wert. Irgendwo zwischen dem „Das Phantom der Oper“, “Jack the Ripper“, „Frankenstein“ und dem schon erwähnten „Pakt der Wölfe“ angesiedelt, dürfte er eine willkommene Abwechslung auf Thrillerebene bieten.
Sieht man von dem eigenwilligen Inszenierungsstil und den künstlich wirkenden Computer–Bildern einmal ab, zeigt sich hier ein faszinierender Mistery-Streifen, der mit den großen Hollywood-Produktionen ohne Frage nicht nur locker mithalten kann, sondern nicht wenigen davon, ihr eher erbärmliches Spiegelbild vorhält.



DVD 1


Auf der ersten DVD ist der Film selber in einer Qualität enthalten, wie sie nur entstehen kann, wenn dieser digital aufgenommen, digital geschnitten und schließlich auf digitalen Datenträger gebannt wurde. So entsteht ein fast schon eigenständiges visuelles Erlebnis, dass einen schlichtweg beeindrucken muss, auch wenn man die Handlung einfach mal ganz beiseite lässt.
Der Ton ist entweder in Dolby Digital, oder sogar bei der deutschen Tonspur auf DTS abgemischt. Ein wirklich vorzügliches Erlebnis in dieser Disziplin ist also garantiert. Unterstützend greift hier die Filmmusik ein, die mal klassisch mal etwas rockiger die Silberscheibe auch in diesem Bereich auf einen hohen Sockel hebt.
Weiterhin auf der Scheibe enthalten: zwei Trailer von „Vidocq“ in deutsch und französisch. Des weiteren noch ein sehenswerter Videoclip von „Apocalyptica“. Außerdem gibt es noch Ausschnitte von 3 weiteren DVDs in allerdings miserabler Auflösung.
Noch ein kleiner Wermutstropfen: Eine Audiospur mit einem Kommentar zum Beispiel der Macher suchte, ich vergeblich.


Filmdaten


Tonformat: Deutsch / Französisch Dolby Digital 5.1 / Deutsch DTS

Bildformat: 2.35:1

Untertitel: Deutsch



DVD 2


Auf der zweiten Scheibe sind die umfangreicheren Extras enthalten. Zuerst „Making of Vidocq” eine Zusammenfassung der Dreharbeiten in der üblichen, werbewirksamen Weise. Danach folgt noch eine ausführliche Betrachtung der Computereffekte - „Making of the Mask“ nennt sich das Ganze. Hier wird am speziellen Beispiel des phantomartigen Alchimisten und seiner Maske verdeutlicht, wie diese imposanten Sequenzen im Rechner entstanden sind. Außerdem können noch zwei Teaser des Films angewählt werden.
Der ausführlichste Teil der Sonderausstattung auf der zweiten Scheibe bezieht sich ganz eindeutig auf die sehr erschöpfenden Interviews von Regisseur und Drehbuchautor. Regisseur Pitof gibt hier Antworten den Film betreffend, die die ganze Bandbreite von der Vorbereitung bis schließlich zur entgültigen Realisation des Streifens zeigt. Auch viele kleinere Anekdoten werden erzählt, aber auch mit seiner persönlichen Meinung über das Filmgeschäft ganz allgemein hält der Filmemacher nicht hinterm Berg.

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem ausführlichen Interview von Drehbuchautoren und bekannten Schriftsteller Jean Christophe Grange, dessen Roman „Die purpurnen Flüsse“ ja schon erfolgreich verfilmt wurde. Zwar lässt sich der Erfolgsautor an manchen Stellen schon fast die Würmer einzeln aus der Nase ziehen, die Antworten auf die Fragen sind aber dann doch noch äußerst interessant ausgefallen.
Zum Abschluss dieses Blocks kann man sich noch einen etwas kürzeren Interview-Mix mit Machern und Schauspielern anschauen.
Es folgen noch eine selbst ablaufende und sehr schön gestaltete Artwork- und Dia-Show. Eine nicht minder ansehnliche Kostümgalerie mit klasse Zeichnungen, Biografien und Filmografien der vier Hauptdarsteller, sowie ein DVD-Rom Part bilden den Abschluss.

Alle Extras wurden mit optionalen deutschen Untertiteln versehen.



Mein Fazit

Zusammenfassend bleibt mir noch zu sagen, dass in der Hauptsache die von mir schon erwähnte eigenwillige Optik beim Film selber, und der von mir vermisste Audiokommentar zu bemängeln sind. Ansonsten ist die Doppel-DVD aber ganz außer Frage ein eindeutiger Tipp meinerseits.

(c) winterspiegel für Ciao & Yopi
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
derdasser
derdasser, 30.06.2004
Was mir nciht gefallen hat waren die schnellen Schnitte, die wohl ganz offensichtlich dazu gedacht sind den etwas traumlgen Gerard schnittiger wirken zu lassen. Ciao Alex
Clarinetta2
Clarinetta2, 17.05.2007
sh
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trampastheo

Horror aus Frankreich

ein Testbericht von 2004-05-22 21:42:25 vom 22.05.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Hochspannende Story, actionreich, Atmosphäre der damaligen Zeit in Frankreich wurde gut umgesetzt, Guillaume Canet...
Nachteile/Kritik: ---
Ich muss gestehen, dass ich sehr viele Filme mit Gerard Depardieu bis heute vermieden habe. Irgendwie konnte er mich als Schauspieler nie so richtig überzeugen. Doch vor wenigen Tagen sollte ich bei Freunden seinen neuesten Film Vidocq, auf Videoband mehr oder weniger ohne Ablehnungsmöglichkeit, sehen. Mir wurde vorher jedoch beteuert, dass es sich um einen exzellenten Horrorfilm handelt. Über die Handlung des Films und meine Meinung zu diesem, handelt der heutige Bericht.

Handlung
Der Film beginnt mit einer besonders actionreichen Szene, bei der Detektiv Vidocq (gespielt von Gerard Depardieu) unterirdisch, in einer besonders feurigen Atmosphäre, ein Phantom, mit einem Gesicht, dass einem Spiegel ähnelt, gegenübertritt. Der Kampf geht tragisch für Vidocq aus - er verendet in einem Feuerloch, wobei er noch vor seinem Ende das Gesicht des Phantoms zu sehen bekommt (der Zuschauer bekommt dieses natürlich erst am Ende des Films zu sehen). In Paris, dass sich kurz vor der französischen Revolution befindet, bekommt man mit, dass der ehemalige Polizeichef der Stadt ums Leben gekommen ist. Ein junger Journalist namens Boisset (gespielt von Guillaume Canet), der behauptet die Erlaubnis von Vidocq gehabt zu haben, seine Biografie zu schreiben, tritt in Erscheinung und versucht Indizien zu finden, was diesen mysteriösen Tod angeht. Daraufhin erfährt er, dass drei sehr bekannte Männer der französischen Gesellschaft auf eigenartige Art und Weise ums Leben gekommen sind. Durch Metallgegenstände in ihren Hüten, wurden zwei von ihnen ermordet und ein dritter kam durch eine Herzattacke ums Leben. Vidocq schien mit seinen Ermittlungen ganz weit gekommen zu sein, denn er schafft es die Anschläge auf die drei Männer zu erklären. Das Phantom hatte den dreien versprochen, das Elixier des Lebens zu schenken, wenn sie ihm Jungfrauen aus dem Lande bringen würden. Das Blut der Jungfrauen war für die Kraft des Phantoms entscheidend, denn durch dieses wurde die spiegelnde Maske bereichert. Kann der junge Journalist die heiße Spur des verstorbenen Vidocq aufnehmen und den bestialischen Killer entdecken oder fällt er ihm selbst zum Opfer?

Meinung zum Film und seinen Darstellern
Vidocq ist ein ausgezeichneter Horrorfilm, der von der ersten bis zur letzten Minute packend ist (Laufzeit: 94 Minuten). Wer hat schon oft einen französischen Horrorfilm gesehen? Eine wahre Seltenheit! Wenn man am Anfang des Films den Tod von Vidocq (also Gerard Depardieu) mitbekommt, so fragt man sich als Zuschauer, warum dann der ganze Film nach ihm benannt wurde und wieso ein Hauptdarsteller wie Depardieu überhaupt eingewilligt hat in einem Film mitzuspielen, bei dem er bereits nach 5 Minuten Anfangslaufzeit schon vom Fenster ist? Nun, da der größte Teil des Films in der Vergangenheitsversion spielt (z.B. trifft der Journalist jemanden, fragt ihn zu Vidocq aus und der erzählt dann das ganze mit Bildern aus der Vergangenheit) und über die Reserchen von Vidocq als Detektiv geredet wird, sieht man den Franzosen in Aktion. Der ganze Film ist hochspannend. Besonders gruselig sind die Szenen, als Vidocq das Haus des Killers betritt, wo dutzende Jungfrauen gefangengehalten werden und andere auf grausame Weise ihr Blut hergeben mussten, um damit die spiegelnde Maske des Phantoms zu stärken. Vor allem das Finale hat es in sich, wobei man als Zuschauer mit dem Überraschungseffekt konfrontiert wird. Es fließt einiges Blut im Film, weshalb auch ein FSK von 16 Jahren angebracht ist.

Wie bereits im Vorwort erwähnt, gehört Gerard Depardieu zu den Schauspielern, von denen ich nicht besonderes begeistert bin. Er könnte ein guter Winzer sein (ich erinnere mich an seinen Auftritt vor Jahren bei Harald Schmidt, wo er Weine probierte) oder ein Koch, aber als Schauspieler ist er zumindest in meinen Augen fehl am Platz. Trotz meiner Kritik, muss ich jedoch diesmal zugeben, dass er in seiner Rolle als Vidocq nicht schlecht war. Zwar passen zu ihm einige der Actionszenen nicht, aber sein Auftritt ist akzeptabel. In Vidocq scheint der Franzose übrigens einige Kilos zu viel zu haben. Ich weiß nicht, ob das so programmiert war vom Regisseur Pitof und Depardieu für seinen Auftritt zugenommen hat oder ob er auch im wahren Leben mittlerweile so mollig ist. Ich würde nicht sagen, dass Depardieu jedoch der wahre Hauptdarsteller des Films ist (auch von der zeitlichen Aufteilung des Films ist das bemerkbar). In meinen Augen ist der junge Guillaume Canet, der in der Rolle des Journalisten zu sehen ist, der eigentliche Protagonist. Ein sehr talentierter Schauspieler, der den Zuschauer mit seiner Rolle als Biograf und treuer Freund von Vidocq für sich gewinnt. Von der ersten bis zur letzten (?) Minute.

Fazit
Der Fan des Horrorfilms kommt mit Vidocq voll auf seine Kosten. Bis zum Ende des Films herrscht extreme Spannung. Was für ein Wesen verbirgt sich hinter der spiegelnden Maske? Welches Monster ist für solche grausamen Taten, wie die Ermordung duzender junger Mädchen, verantwortlich? Alles Fragen, die man als Zuschauer erst am Ende des Films beantwortet bekommt. Trotz meiner nicht unbedingt großen Sympathie für den Schauspieler Depardieu, hat mir Vidocq aufgrund der hochspannenden Story, der Atmosphäre der damaligen prorevolutionären Zeit Frankreichs, aber auch der restlichen Darsteller sehr gut gefallen, so dass ich auch mit der Bestnote bewerte. Für mich ist dieser Film aus dem Jahre 2001 der Beweis, dass man auch in Europa hervorragende Filme produzieren kann. Man muss nur wollen!
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Akibest

Eine gelungene Krimi-Horror Mischung

ein Testbericht von 2003-10-12 14:43:18 vom 12.10.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Spannend und packend bis zum Ende...
Nachteile/Kritik: keine
Zum Einstieg
Ich berichte heute über einen weiteren Film, nämlich „Vidocq“, den ich vor einiger Zeit auf Premiere gesehen habe. Es ist eine aufregende Mischung zwischen Krimi und Horror. Der Film wurde 2002 in Frankreich unter der Regie von Pitof gedreht und dauert etwa 90 Minuten.


Der Film
Wir schreiben das Jahr 1830 in Frankreich, in einem Zeitalter von Aufständen, Kämpfen und Revolten. In einer Glasbläserei in Paris scheint sich ein Phantom verschanzt zu haben. Dieses ist aber kein gewöhnliches Phantom. Es hat eine Spiegelmaske, welche die Seelen von jungen Mädchen einfangen soll. Der Detektiv Vidocq (Gerard Departieu) ist dem Phantom seit einiger Zeit auf der Spur und leistet so gute Arbeit, dass er das Versteck des Phantoms (nämlich die Glasbläserei) ausfindig macht und sich mit diesem einen Kampf liefert. Vidocq aber verliert den Kampf und stirbt schließlich, doch zuvor bittet er das Phantom, sein Gesicht zu enthüllen. Doch was für ein Pech für unser Phantom; jemand hat den Kampf bis zum Ende mitverfolgt und könnte sogar das Gesicht des Mörders gesehen haben. Der Zuschauer hat sich entfernt und das Phantom hat wenig Chancen ihn wiederzufinden. Was tun?

Jedermann ist schockiert über den Tod des bekannten Detektivs, der wohl als einziger Detektiv von Paris etwas taugte. Boisset (Guillaume Canet), ein Schriftsteller, der wohl am meisten vom Tod seines Vorbilds betroffen scheint, ist dabei, eine Biographie über den Verstorbenen zu schreiben und entschließt sich einige Recherchen anzustellen, um zu erfahren, wie es zu Vidocqs tragischem Tod kam. Er will in dem letzten Kapitel seines Buches auch den Namen des Mörders veröffentlichen und dazu muss er ihn natürlich erst mal selber wissen.
Er verfolgt die Nachforschungen Vidocqs zurück, wobei er sich in die Lage des Kriminaldetektivs versetzt und kommt somit der Wahrheit nach und nach näher und die Geschichte wird immer interessanter...


Die Schauspieler
Gerard Departieu: Ein Meister seines Faches! Spielt die Rolle des Kriminaldetektivs Vidocq und führt diese Aufgabe, wie immer, exzellent durch.
Guillaume Canet: Der junge Schauspieler verkörpert hier den Journalisten Boisset. Er ist, neben Vidocq die zweite Hauptfigur.
Ines Sastre: Spielt Vidocqs Geliebte und hilft dem jungen Journalisten, der Geschichte auf den Grund zu gehen.


Mein Eindruck
Mir gefiel der Film gut, da er spannend und packend bis zum Schluss war. Es ist ein sehr ernster Film und hat keine einzige wirklich lustige Stelle. Die Schauspieler sind sehr gut gewählt und auch ziemlich echt und scheinen in ihre Rolle vertieft zu sein. Dieser Film ist der wohl am besten gelungene französische Krimi. Ich persönlich aber fand den Verlauf der Handlung hin und wieder etwas verwirrend. Die beste Stelle, finde ich, war das Ende, wo es eine überraschende, Schauder einflössnde Wendung gibt, die den Spannungsbogen auf den Höhepunkt bringt.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:hilfreich
Skywalkeratwork

Ein weiterer französischer Kinoerfolg?

ein Testbericht von 2003-09-08 10:53:33 vom 08.09.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Einzigartige Kulisse!Gérard Depardieu!Die Spannung, die bis zum Schluss anhält!Der Mörder bleibt bis zum Schluss im Verborgenen!...
Nachteile/Kritik: Mal etwas anderes und deshalb gibt es hier nichts auszusetzen!
Vorwort
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Heute habe ich mir wieder einen weiteren interessanten Fantasythriller angeschaut, den mir damals auch schon meine Arbeitskollegin empfohlen hatte. Nun war es endlich soweit, wobei ich anfangs skeptisch war, da hier Gérard Depardieu die Hauptrolle spielt und man ihn halt nicht in solchen Thrillern gewohnt ist. Mal sehen wie er sich geschlagen hat und alles weitere erfahrt Ihr wie gewohnt in meinem Bericht!

Kurze Infos zum Film
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Es handelt sich wie auch bei „Pakt der Wölfe“ um eine französische Produktion und auch deshalb war ich schon besonders gespannt und hatte wohl recht hohe Erwartungen. Er ist dazu ab 16 Jahren freigegeben, was wirklich auch in Ordnung ist und er hat eine Lauflänge von 94 Minuten. Regie führte Pitof, der wohl auch schon für die Effekte bei „Alien – Die Wiedergeburt“ verantwortlich war. Dieser Film ist fast schon eine Mischung aus dem französischen Pakt der Wölfe, Matrix und Scream. Was am Ende draus geworden ist, erfahrt Ihr gleich!

Die Schauspieler
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Gérard Depardieu spielt Detektiv Vidocq
Guillome Canet spielt Boisset
Ines Sastre spielt Preah
Andre Dussollier spielt Lautrennes

Also die Hauptrolle wird von Gérard Depardieu verkörpert, doch da er am Anfang schon stirbt, kommt er nur ab und zu in ein paar Erzählungen vor. Hauptsächlich agiert hier der Journalist Boisset als Ermittler an dem Mordfall, welcher kein Zufall sein soll. Er versucht nun das Puzzle zusammenzufügen, doch dies stellt sich als nicht so einfach heraus. Trotzdem spielt Depardieu am Ende wieder eine entscheidende Rolle, wenn der Mordfall aufgeklärt wird. Außerdem hatte ich ja Zweifel daran, ob mir Depardieu in einem Thriller gefallen würde, aber er überzeugt hier auf ganzer Linie, obwohl ihm hier auch die Zeit um 1830 gelegen kommt. Alles in allem haben alle Schauspieler eine tragende Rolle und tragen zur Spannung grundlegend bei!

Die Handlung
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Wie ich oben ja schon erwähnt habe, ähnelt der Film auch ein wenig an Scream, denn der Mörder trägt zufällig eine Maske, allerdings ist sie eine Art Spiegel. Der Mordfall ergab sich um 1830 und spielt im Pariser Armenviertel, wo sich der genannte „Alchimist“ an jungen Mädchen vergreift. Doch anfangs der Handlung stirbt der bekannte Ermittler Vidocq, als er sich dem Mörder nähert. Kurz vor seinem Tod jedoch, zeigt ihm der Mann mit der Maske, wer dahinter steckt. Nun weiß es so gut wie jeder das Vidocq tot ist und es spricht sich auch sehr schnell rum. Nun kommt als nächstes der Journalist Boisset ins Spiel, denn er möchte nun unbedingt die Ermittlungen weiterführen, um den Mörder zu finden...

Außerdem führt eine weitere Spur zu weiteren Ermordeten, die vom Blitz erschlagen wurden. Doch dabei haben sie auch Feuer gefangen und dies ist sehr ungewöhnlich und treibt die Spur in eine ganz andere Richtung. Doch immer mehr, nähert sich Boisset dem Ziel und umso gefährlicher wird es auch. Ganz am Schluss nehmen die Ermittlungen aber einen ganz entscheidenden Wendepunkt und alles wird aufgeklärt!

So, mehr werde ich aber jetzt nicht von der Handlung verraten, denn zuviel ist nicht gut, da sonst die Spannung weg bleibt. Auf jeden Fall steckt hinter der Maske jemand, dem man es niemals zugetraut hätte!

Meine Meinung
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Alles in allem handelt es sich hier um einen tollen Thriller mit einer einzigartigen Kulisse, welche aber auch sein muss um die Zeit von 1830. Ein toller Hauptdarsteller mit Gérard Depardieu ist auch gefunden worden, aber auch der Journalist gespielt von Guillome Canet kann neben ihm überzeugen. Aber vor allem das Ende konnte bei diesem Film überzeugen, denn zu keiner Zeit weiß der Zuschauer, um wen es sich bei dem Mörder handeln könnte. Am Ende wird wie gewohnt alles aufgelöst und da gibt es mit Sicherheit einige Überraschungen. Aber einfach die Kulisse dazu passt ideal und trägt zur Spannung bei, die natürlich zum Ende hin immer erdrückender wird. Ansonsten kann ich nicht mehr viel zu sagen, denn man sollte ihn schon gesehen haben und wer auch Thriller im Allgemeinen steht, der wird hier auch sein Vergnügen haben. Am Ende empfehle ich ihn auf jeden Fall weiter und urteile am Ende mit einem „Sehr gut“, da er doch etwas Besonderes darstellt unter den Thrillern!

Somit bleibt mir nur zu hoffen, das ich euch ein wenig weiterhelfen konnte mit meinem Bericht und ich wünsche allen Lesern noch einen schönen Tag. Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten und ich freue mich über jeden Kommentar und Verbesserungsvorschlag. Bis zu meinem nächsten Bericht, euer Sky!
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
der_dominator

wie man hollywood ein schnäppchen schlägt...

ein Testbericht von 2003-03-28 18:33:28 vom 28.03.2003
Empfehlung: ja
Wir schreiben das Jahr zweitausend und drei und ganz Europa, nein was sage ich, die ganze Welt, scheint in der Hand der amerikanischen Filmbranche zu sein, die sich jedes Jahr mitten im März aufmacht um sich selbst und mit gehörigem Brimborium für den spektakulärsten und vor allem besten „Streifen“ im vergangenen Filmjahr zu gratulieren. Ganz Europa? Nein! Ein kleines Land an der Atlantikküste macht sich auf um es den Unterdrückern aus dem „wilden Westen“ zu zeigen. Die Sprache ist von Frankreich, dass immer mehr durch gute Produktionen, weit ab der Hügel Hollywoods, von sich Reden macht. „Die fabelhafte Welt der Amelie“ und „der Pakt der Wölfe“ sind nur zwei der Filme die Frankreich wieder zu dem „Filmland“ Europas machte. Das konnten selbst eher misslungene Projekte vom Schlage eines „Baise Moi“ nicht verhindern.


# auf in den Kampf - alles was man benötigt um Hollywood ein Schnippchen zu schlagen
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[die Story - Es war einmal…]

Auch in Frankreich haben Filme eine Handlung auch wenn diese, zumindest am Anfang, ein wenig verworren klingt. Das Ende des Filmes diesmal nicht zu verraten ist dieses mal recht schwer, denn mit eben diesem beginnt der Film. So kommt es bereits nach wenigen Minuten zum Showdown zwischen Vidocq (Gerard Departieu) und einer Phantom ähnlichen Wesen mit einer Spiegelmaske, welchen Vidocq verliert und stirbt.

Dieses ruft den Jungen Schriftsteller Guillaume Canet auf den Plan, welcher nach einem regen Briefverkehr mit dem Toten, an der Biografie Vidocqs mitschreiben. Doch der Tod entmutigt den jungen Franzosen nicht etwa, im Gegenteil nun möchte er den Mörder stellen und ihm ein Kapitel in der weiterhin angestrebten Biografie widmen.

Bei seinen Recherchen trifft er nun zunächst auf den Partner Vidocqs, welcher mit ihm eine gemeinsame Detektei führte und mit ein wenig Mühe und ein wenig mehr Alkohol bekommt unser Bücherschreiber die ersten Informationen.

Alles begann eine gute Woche vor Vidocqs Tod, als zwei Herren, beide beruflich damit beschäftigt Waffen herzustellen, durch einen Blitzschlag getötet werden. Das ganze könnte notiert und at acta gelegt werden doch schnell bemerken Vidocq und sein Kumpane, dass dies kein Zufall war und machen sich auf Spurensuche und ebenso wie später unser Schreiberling findet Vidocq eine Mögliche Verdächtige in der Kurtisane Preah (Ines Sastre) die an der Ermordung der beiden Waffenfabrikanten beteiligt war. Gemeinsam machen sich Vidocq und die Kurtisane auf um ein weiteres Opfer vor dem Blitzschlag zu retten und treffen dabei erneut auf das Phantom mit der Spiegelmaske. Nach und nach erfährt Guillaume immer mehr von Vidocqs Jagd auf den Mörder wobei es noch eine ganze Menge Rätsel rund um den Alchemisten der mit vorliebe junge Mädchen tötet zu lösen gilt.

[die Darsteller - die guten ins Töpfchen, die schlechten… ]

Was nutzt unseren eifrigen „Geschichtsschreibern“ eine ausgefallene Story wenn niemand da ist, der sie spielt und dem ganzen ein Gesicht gibt. Will man Erfolg habe, so empfiehlt sich eine gute Mischung aus bekannten, wie auch neuen Schauspielern. Und so verpflichtete man für die Rolle des Detektivs Vidocq mit Gerard Departieu wohl die berühmteste Nase Frankreichs und diese überzeugt von der ersten Minute an. Wirft der beleibte Edelmime hin und wieder auch mal Hinkelsteine durch die Filmstudios so macht er, gemäß Jean-Christophe Granges Drehbuchvorlage, als gewiefter Detektiv Peter Falk & Co Konkurrenz und liefert eine gute Leistung ab. Aber auch der Rest der mir relativ unbekannten Schauspieler etwa Ines Sastre weiß zu begeistern egal ob als Kurtisane oder Schriftsteller. Insgesamt hat das „Casting Team“ hier ein gutes Händchen bewiesen.

[die Ausstattung - wie in tausend und einer Nacht]

Für sein Erstlingswerk nutzt Regisseur Pitof, bislang eher als Effektkünstler für andere Produktionen [etwa Alien teil IV ] bekannt, eine völlige neue und noch recht junge Art der Aufnahmetechnik, durch die es möglich ist die Nachbearbeitung der einzelnen Bilder in recht hoher Qualität durchzuführen. So schafft es der „Neuling“ in dem gut 98 Minuten währenden Fantasy Spektakel eine gestochen scharfe wenn auch künstlich wirkende Welt. Doch nicht nur die Wunderschön nachbereiteten Kulissen machen „Vidocq“ zu einem optischen Leckerbissen. Auch sonst weiß der Herr Regisseur mit seiner Kamera eine ganze Menge anzufangen. So nimmt die Kamera häufig den Blickwinkel der handelnden Person an, was dem ganzen eine neu Art der „Charaktertiefe“ gibt und scheut sich nicht vor Großaufnahmen, die beharrlich an den Gesichtern der zahlreichen Darsteller kleben bleiben.

Der technische Aufwand steht unseren Freunden aus Amerika also in keinster Weise nach zumal sich zu genialen Kameraeinstellungen, bzw. Fahrten durch das Paris im Jahre 1830, auch schön choreographierte Kämpfe und wunderschön in Szene gesetzte Special Effekts gesellen. Dass es da an den Kostümen nicht scheitert, denke ich, muss ich nicht erwähnen.


# nach geschlagener Schlacht - meine Meinung
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Um es kurz zu machen, „Vidocq“ ist ein kleines Meisterwerk. Dass es, mal abgesehen von den Kinogängern im Heimatland, wenig Beachtung fand wundert mich dabei sehr, denn all das was in einem guten Film stecken sollte.

Das ganze beginnt bei der guten und vor allem spannenden Handlung, die sich an historischen Ereignissen orientiert, diese aber in den Hintergrund setzt um eine Geschichte zu erzählen die auch aus den kühnsten Federn eifriger Märchenschreiber nicht besser entspringen könnte. Dabei lässt sich nie wirklich sagen ob „Vidocq“ Horrorfilm oder Thriller, Action oder Fantasystreifen sein möchte. In der Handlung steckt von allem das Beste und davon nicht zu wenig. Die Meinung, dass sie in einem visuellen Effektfeuerwerk ein wenig auf der Strecke bleibt teile ich nur bedingt und so weiß die gut erzählte Geschichte, die gerne aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird, dabei aber stets durchschaubar und übersichtlich bleibt auch, oder besonders am Ende zu Überraschen und bleibt durch die Bank spannend.

Aber nicht nur die gut durchdachte Handlung weiß zu überzeugen. Mehr noch ist es die grandiose Inszenierung Pitofs mit der „Vodocq“ punkten kann. Ungewöhnlichere Kameraperspektiven gibt es wohl selten zu beobachten und die Kamerafahrten durch die stehts bedrohlich wirkende Welt „Vidocqs“ lassen selbst David Fincher vor Neid erblassen. Der Film ist, und an dieser Stelle könnte ich wohl noch ewig vor mich hinschwärmen, ein Hochgenuss für die Augen, dabei machen die gut gesetzten Special Effeckts keine Ausnahme.

Auch die musikalische Untermalung fügt sich ins nahezu perfekte Gesamtbild ein und sprudelt, mal fröhlich, verspielt mal bedrohend und Angst einflößend förmlich durch die Kulissen. Klassische Klänge vernimmt das geschulte Ohr ebenso wie etwas rockige Töne, die vornehmlich während der Kampfszenen ertönen.

Um es zusammenzufassen: die Geschichte um den wohl berühmtesten Kriminologen Frankreichs, auch schon in zahlreichen Comics und TV Verfilmungen bedacht, ist wie ein modernes Märchen, eher noch wie ein gewaltiges Bilderbuch. Dass „das Ambiente“ durch die „Nachbearbeitung“ dabei ein wenig künstlich wirkt stört mich dabei kaum, denn so schafft Pitof den gekonnten Spagat zwischen moderner Märchenwelt und Realität und weiß den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute an zu fesseln.

[Daten „zur Schlacht“ … ]

Der Film erschien, im Jahre 2001 in Frankreich gedreht, im letzten Jahr, soweit ich mich erinnern kann im Spätsommer, in unsere Kinos wo er den ein oder anderen begeistern konnte, die Masse ihn aber übersah, so dass er, zumindest kein kommerzieller, Erfolg war. Das Phantasiespektakel dauert 94 Minuten und ist für alle zugänglich die a) bereits sechzehn Jahre alt sind oder b) den Typen in der Videothek gut kennen, denn dort gibt es „Vidocq“ [sprich: Wiedock] bereits zum leihen, ehe sowohl DVD als auch Videoversion am 14. April diesen Jahres zum Verkauf freigegeben wird.


# und wenn sie nicht gestorben sind ...
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Einen Oscar wird „Vidocq“ dieses Jahr nicht bekommen, denn Nominierungen bekam der Film, der auch hierzulande in der schier unübersichtlichen Masse der Filmproduktionen unterging, keine. Hinter den Konkurrenten aus Übersee muss sich unser Meisterdetektiv aber nicht verstecken, eher im Gegenteil. Der gelungene Film, dem es hier und da sicherlich ein wenig an Anspruch fehlt, wird sicher im Laufe der Jahre noch eine Menge Anhänger, wenn auch überwiegend auf dem europäischen Teil dieser Welt, finden denn der Mix den Pitof hier anrührt stimmt und insgeheim schlägt er Hollywood ein Schnippchen und hält die Fahne der europäischen Filme, für einen Moment lang zumindest, hoch.


© 03/03 - der_dominator / sehr empfehlenswert
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
mima007

Gute DVD: Der Mörder mit der Spiegelmaske

ein Testbericht von 2003-02-12 23:09:42 vom 12.02.2003
Empfehlung: ja
"Vidocq" ist ein Thriller über einen perversen Serienkiller à la "Sieben", nur dass die Handlung im Jahr 1830 spielt und sich um den Kampf eines berühmten Detektivs gegen dieses Ungeheuer dreht. Fatasy und Horror, Krimi und Märchen verschmelzen hier zu einer Einheit.

Die Handlung schreitet rasant und dynamisch voran, und der Zuschauer fühlt sich mitten in ein Videospiel à la "Tomb Raider" versetzt. Beide Wirkungen sind vom Regisseur Pitof ("Alien 4") absolut beabsichtigt. Und er meint: "Erst auf der DVD erschließt sich der Film dem Zuschauer vollkommen." Na denn!

Filminfos

O-Titel: Vidocq (F, 2002)
FSK: ab 16
Länge: ca. 94 Min. inkl. Abspann
Regisseur: Pitof
Drehbuch: Jean-Christophe Grangé (frz. Thrillerautor)
Musik: Bruno Coulais
Darsteller: Gerard Depardieu, Guillaume Canet, André Dussolier, Ines Sastre u.a.

Handlung

In den Elendsvierteln der Hauptstadt Paris treibt im Jahr 1830 ein Serienkiller sein Unwesen. Seine Handlanger kaufen junge Mädchen, Jungfrauen, deren armen Eltern ab, um sie einem geheimnisvollen Mann zu überantworten, der allgemein als "Der Alchimist" bekannt ist.

Doch das Gesicht dieses Typen, geheime Experimente anstellt, hat noch niemand gesehen - jedenfalls keiner, der das überlebt hätte. Der Killer trägt eine Maske, die das Gesicht des Betrachters spiegelt - meistens im Augenblick des Todes.

Auch Monsieur Vidocq, der berühmteste Polizist bzw. Detektiv von Paris, hat diesen Anblick nicht überlebt, wie es scheint. Gleich in der ersten Szene unterliegt dieser bärenstarke Mensch (gespielt von Depardieu) dem Monster in einem Zweikampf, der in den Gewölben der Glasbrennerei stattfindet. Wir sehen Vidocq in den Abgrund eines Ofens stürzen. Wie konnte es nur dazu kommen?

Um Vidocqs Ableben, das die Pariser erschüttert, aufzuklären, hat sein Partner Nimier keine Kraft. Aber er lässt sich dazu überreden, einem ahnungslosen Landei namens Etienne, der sich als offizieller Biograph Vidocqs ausgibt (Canet), die ganze Story zu erzählen.

Alles begann damit, dass zwei reiche Männer, die im Rüstungsgeschäft tätig waren, auf offenem Feld vom Blitz erschlagen wurden. Sie gingen in Flammen auf. Vidocq kommt hinter die raffinierte Methode, wie dies bewerkstelligt wurde, und greift bei Opfer Nr. 3 ein: Dieser Blitz geht zwar daneben, aber das Opfer, ein Arzt, erleidet einen Herzinfarkt. Offenbar ist der Hintergrund dieser Attacken kein politischer, sondern ein persönlicher.

In den Hüten der Opfer befand sich als "Blitzableiter" ein chinesischer Kamm, den eine Pariser Tänzerin hineinfabriziert hatte: die betörende Préah (Ines Sastre, die einzige Frau im Ensemble). Sie hatte einen brieflichen Befehl von dem Unbekannten erhalten. Dieser hatte drei Notabeln der Gesellschaft, eben den Opfern, das Elixier ewiger Jugend versprochen, wenn sie ihm Jungfrauen verschaffen würden. Aus deren Blut wolle der mann mit der Spiegelmaske das Elixier gewinnen. Als sich die Gentlemen nach acht Liferungen weigerten, murkste der Killer sie ab.

Doch nun ist der Killer hinter den Schnüfflern selbst her: Etienne läuft die Zeit davon, der Mörder ist ihm auf den Fersen. Pfiffig findet er einen Tagebucheintrag, der ihm verrät, wo er der Mörder das nächste mal seine Spiegelmaske austauschen muss.

Es kommt zu etlichen handfesten Überraschungen, die die ganze Story auf den Kopf stellen, und zu einem sehenswerten Showdown.

Mein Eindruck: der Film

In Frankreich gab es einmal eine sehr beliebte Serie um den klugen und kreativen Detektiv und Polizisten Vidocq, gespielt von Claude Brasseur. Monsieur Vidocq, seinerzeit der berühmteste Detektiv der Welt, erfand zahlreiche Methoden der Polizeiarbeit, die noch heute in Gebrauch sind, so etwa Fahnungsbilder oder minutiöse Aufzeichnungen über Tathergang, Zeugenaussagen und Leichenbeschreibungen. Vidocq inspirierte wohl auch Edgar Allan Poe zu seinen hervorragenden Detektivgeschichten wie etwa "Die Morde in der Rue Morgue".

Der Plan der Produzenten bestand darin, einen Spielfilm auf Basis dieser Serie zu realisieren, doch sie erhielten keine Rechte dafür. So konnten sie ihrem Regisseur Pitof freie Hand lassen, was Aussehen und Handlung des Film anging. Pitof hatte schon das 2. Team bei jeunets Science Fiction-Film "Alien 4" geführt und kennt sich hervorragend mit Spezialeffekten und Digitaler Aufnahmetechnik aus. Dieses Wissen nutzte er bei "Vidocq" voll und ganz: Man kann es nicht nur auf der Leinwand, sondern vor allem auf der DVD bewundern. Pitof: "Alles wurde digital durchgeführt: von der Aufnahme über die Postproduktion bis zur Pressung der DVD." Die Folge: "Die Bilder auf der DVD sehen besser aus als auf der Kinoleinwand, weil nicht so viele Informationen verlorengehen." Folglich sind selbst noch in den zahlreichen Schatten Details zu erkennen.

Die Story ist recht konventionell: Der Held stirbt in der ersten Szene, und es gilt, seinen Tod aufzuklären und wenn möglich sogar zu rächen. Die zahlreichen Rückblenden gehören zum normalen Werkzeugkasten an Stilmitteln, die dem Regisseur zur Verfügung stehen. Leider nur er die Chance nicht, den Charakter der Hauptfiguren entsprechend herauszuarbeiten, so dass uns die Handlung auf einer menschlichen Ebene interessieren könnte. Statt dessen konzentriert sich der Film auf Schaueffekte. Diese kann mann allerdings heute in vielen Filmen sehen.

Die Optik spaltet die Kritiker

Eine ganz andere Geschichte ist jedoch die Ästhetik, besonders die Optik der Bilder. Dies spaltete die Kritikerkaste und stieß zahlreiche Zuschauer vor den Kopf! Pitof befleißigt sich mehrerer Tricks: Zum einen sieht der Himmel immer aus wie bei einem Gewitter, wie man es auf Gemälden oder Stichen von Gustave Moreau oder El Greco sieht.

Dieser Himmel sieht aber ebenso wenig echt aus wie ein Panoramahimmel, der hinter einem Modellbaukasten an die Wand gemalt wurde. Der Grund für diesen Eindruck ist die verzerrte Perspektive, aus der man auf eine Szene blickt: der bekannte Fischaugeneffekt. Er führt dazu, dass der Hintergrund weit weg rückt, aber Objekte im Vordergrund überdimensionale Größe und Realität annehmen. Panoramen wie der Innenhof des Invalidenhofs werden so zu gefährdeten Ebenen, auf die man sich lieber nicht wagt. Und Notre-Dame ragt auf wie ein dunkel dräuendes Gebirge aus Stein.

In den Gewölben der Glasbrennerei füllen riesige Gesichter die Leinwand, in denen man jede Pore und jeden Schweißtropfen sieht. Dieser Hyperrealismus ist nur möglich durch die High-Definition Digitalkamera, die Pitof verwendete. (Man vergleiche manche Bilder aus "Alien 4" damit.) Der Eindruck der Verzerrung der Realität ist dann aber bei den gewaltsamen Begegnungen mit dem "Alchimisten" höchst willkommen: jede Begegnung mutet wie ein böser Traum an. Insbesondere der Fight zwischen Vidocq und Alchimist in dessen grauenerregendem Labor ist eine Übung in Raumverzerrung. Die übernatürlich wirkende Agilität des Killers, die an asiatische Kampfsporttechnik gemahnt, trägt ein Übriges zu dem Eindruck bei, es mit einem mörderdischen Mysterium zu tun zu haben.

Aber die Wirkung kann auch aufgesetzt wirken. An groteske Szenen aus Fellinis legendärem "Casanova" erinnert jedenfalls Etiennes Vorstoß in den Rotlichtbezirk des Quartier du Temple. Du ausgestellten, grell geschminkten Vorzüge der käuflichen Damen sollen wie eine Phantasmagorie wirken. Doch der Betrachter, das landei Etienne, fällt weder in Ohnmacht noch lässt er sich umgarnen, sondern spaziert einfach mitten durch - bis zur nächsten Attraktion und Informationsquelle. In dieser Szene wirkt der Surrealismus nicht.

Die DVD

Technische Infos
Bildformate: 1,85:1, 16:9
Tonformate: Deutsch: DTS, DD 5.1, Dolby Surround 2.0; Französisch: DD 5.0, Dolby Surround 2.0
Sprachen: Dt., Frz.
Untertitel: deutsch

Extras:

- Interview mit dem Regisseur Pitof (ca. 62 Minuten)
- Interview mit dem Drehbuchautor, dem Bestsellerautor Jean Christophe Grangé, der auch die Vorlage für "Die purpurnen Flüsse" lieferte (ca. 60 Minuten)
- Interview mit den Schauspieler Ines Sastre, Guillaume Canet (9 Minuten), aber keine mit den Stars Depardieu oder Dussolier.
- Bio- und Filmografien
- Making of "Vidocq" (ca. 15 Min.)
- Making of "The Mask" (Vortrag über CGI-Spezialeffekte mit Bildbeispielen)
- Storyboards
- Artwork + Diashow (Entwürfe von Comic-Künstler Caro)
- Kostüm-Bildergalerie
- Musikvideo "Apocalyptica"
- 2 Teaser (= Kurztrailer)
- Frz. und dt. Trailer
- DVD-Rom-Part zu diversen Websites

Mein Eindruck: die DVD

Der obigen Liste ist nur wenig hinzuzufügen. 160 Minuten Zusatzmaterial sprechen für sich. Allerdings muss man aufpassen, wie diese Zeit genutzt wird. Allein 130 Minuten davon gehen für Interviews drauf, von denen nur eines wirklich spannend ist, das mit Regisseur Pitof. Leider ist die Übersetzung des Wortes in deutsche Untertitel nicht immer grammatisch einwandfrei gelungen. Was man wirklich vermisst, ist ein Wort (oder gar zwei) von Superstar Depardieu.

Sei's drum. Das Making-of ist ordentlich geworden, und die Fotogalerien vermitteln einen Eindruck vom Aufwand, der für den Film getrieben wurde. Immerhin wurde sechs Jahre daran geplant, zwei Jahre lang daran geschrieben (Grangé) und etwa Jahr daran gedreht und postproduziert (Pitof). Gott sei Dank für ein üppiges Budget!

Unterm Strich

Den Zuschauer erwartet mit "Vidocq" nicht etwa den übliche betuliche Kostümschinken à la ZDF-Vierteiler "Napoleon". Vielmehr darf man sich anschnallen, festhalten und abfliegen in einen Bildersturm, der mehr mit Science Fiction und Actionabenteuern à la "Lara Croft" zu tun hat. Die Logik mag zwar ein wenig hinter den Zweikämpfen zurückbleiben, aber für Freunde dynamischer und unheimlicher Thriller-Action bietet die DVD ein gefundenes Fressen.

Digital-Bild und DTS-Surround-Sound erreichen Referenzniveau, auch wenn in den zahlreichen Schatten so manches Detail verlorengeht, wenn man ein weniger hochwertiges Wiedergabegerät (PC-Monitor, Fernseher) einsetzt.

An Bonusmaterial scheint man dem Käufer auf den ersten Blick viel zu bieten. Sogar das Booklet gemahnt an ähnliche Produktionen wie "Der Herr der Ringe: Die Gefährten". Aber beim 2. Blick enthüllen sich Schwächen. Wer will schon zwei Stunden lang französisch parlierenden Herren zugucken und angestrengt die Untertitel verfolgen? Wer sich das antut, wird schon bald vom Gott des Kopfschmerzes bestraft werden.

Vorgewarnte halten sich daher an die vielen schönen bunten Bilder auf der Silberscheibe oder beschränken sich gleich ganz auf den Film. Die FSK-Freigabe ab 16 Jahren ist übrigens vor allem durch die ungeschminkte Darstellung von Tötungsdelikten gerechtfertigt. Man achte also auf ein intaktes Nervenkostüm, bevor man den Film startet.

Michael Matzer (c) 2003ff
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