ein Testbericht von andi27122008-04-14 13:04:29vom 14.04.2008Empfehlung: ja
Vorteile: Bester Boxfilm der Filmgeschichte, Topbesetzung.......Nachteile/Kritik: ... NICHTS...
Wie Ihr sehen könnt schreibe ich hier einen Bericht über Wie ein wilder Stier.
Wie ich zum Film kam....
Ich stehe im Media Markt und habe 4 Regale voll mit DVD's vor mir und weiß nicht welchen DVD ich mir kaufen soll. Da meine DVD-Sammlung sehr groß ist und ich diese auch wieder erneuern möchte, dachte ich mir wieso kaufe ich eigentlich nicht mal den absoluten Kultfilm "Wie ein wilder Stier".
Normalerweise ist das sehr beschämend, wenn ich diesen Film nicht in meiner DVD-Sammlung habe. Aber ja, nicht so tragisch jetzt besitze ich ihn und bin sehr begeistert.
Der Film kostet im Moment ca. 10 Euro, kommt drauf an wo Ihr in kaufen möchtet und welche Version Ihr am Liebsten hättet.
Ich habe mir den Film im Media Markt gekauft und habe mich für die 90 Jahre UA Version entschieden.
Was mich total fasziniert hatte an diesem Film war, die Topbesetzung der Schauspieler. Wie man es von Martin Scorsese gewohnt ist, wie zum Beispiel bei Departed.
Hier kommen noch wichtige Daten des Filmes:
- Darsteller: Robert De Niro, Cathy Moriarty, Joe Pesci
In dem Film wird die Boxerlegende Jake La Motta in seiner sehr erfolgreichen Karriere verfilmt. Was man nur so sagen kann wie Robert De Niro die Rolle von Jake La Motta perfekt getroffen hatte. Es ist einfach genial zu sehen wie er die Rolle spielt. Nicht um sonst hatte er für diese Rolle einen Oscar bekommen.
Wie man so sagen kann der Bulle der Bronx der sich durch seine Karriere kämpfte. Wie Robert De Niro im Film die Rolle von Jake La Motta spielt und Joe Pesci der Bruder von Jake La Motta spielt und nebenbei auch sein Manager ist, gingen diese mit den Frauen sehr gewaltsam um. Die Frauen hatten einfach kein Mitspracherecht und sind deshalb auch durchgebrannt.
Jake war bekannt für ein sehr wilder Kämpfer und bekam dann letztendlich auch den Namen für ein STIER. Nicht um sonst wird dieser Film so genannt.
Was ich zu dem Film nur sagen kann ist die Klasse von Martin Scorsese, wie er es immer wieder schafft die Kunden zu solchen Werken zu locken. Ich bin wieder einmal so richtig von einem Film getroffen worden der all meine Erwartungen erfüllt hat. Finde ich natürlich sehr gut. Darum kann ich diesen Film einfach jedem empfehlen.
Zählt auch sicher zum Besten Boxfilm der Filmgeschichte. Was der Film nur so für eine Klasse verbirgt sind die Tollen vorgehensweisen wie sich Robert De Niro vorbereiten musste für den Film.
Wie man am Anfang des Filmes sehen kann ist er sehr durchtrainiert und muskulös. Aber er musste im Laufe der ganzen Dreharbeiten zuerst 10 Kg an Muskelmasse antrainieren und am Ende des Filmes 30
Kg an Fettmasse an sich fressen. :)
Hört sich doch total genial an was dieser Mann alles für einen Film macht. Dieser Schauspieler ist und bleibt eine Weißheit in der Filmgeschichte. Wie man Ihn auch von den ganzen Pate Filmen kennt und ja.... er ist einfach super.
Mein Fazit:
Kauft euch den Film, Ihr werdet sehen was verpasst wurde!!!
Ich hoffe Ihr könnt mit diesem Testbericht eure Kaufentscheidung ein wenig locken.
Viel Spaß wünsche ich euch noch beim Schreiben, Berichten und Kommentieren von Berichten!
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Aus dem Innenleben eines Stiers
ein Testbericht von ronald652010-06-13 20:20:25vom 13.06.2010Empfehlung: ja
Vorteile: Geniale Charakterstudie...Nachteile/Kritik: Nichts
Boxerfilme gibt es en masse. Und die meisten kann man in einer bestimmten "Schublade" einordnen. Da wären beispielsweise die "Armer-Boxer-wird-von-seinem-Umfeld-ausgenutz t"-Filme. Bekanntester Vertreter dieser Gattung dürfte "Schmutziger Lorbeer" mit Humphrey Bogart sein. Dann gibt es die verklärenden "American Dream"-Filme, die nach dem Motto gehen "Du kannst Sie alle verkloppen, wenn Du nur willst". Die bekanntesten Vertreter dieser Gattung sind wohl die Filme der Rocky-Reihe, die in den besten Folgen am "American Dream" noch kratzen. Die nächste Schublade hat die Aufschrift "Boxen-als-Spiegel-der-Gesellschaft". Dazu zähle ich beispielsweise den Film "Ali"mit Will Smith in der Hauptrolle. Die letzte Schublade hat die Aufschrift "Der Boxer und nur der Boxer". Und in dieser Schublade ist nur ein Film: "Wie ein wilder Stier" von Martin Scorsese mit dem Hauptdarsteller Robert de Niro.
In dem autobiographischen Film geht es um den legendären Boxer Jake la Motta. Dieser Boxer hatte das, was amerikanische Boxfans lieben: Er konnte kräftig austeilen, wie auch einstecken. In dem Film werden aber keine Klischees bedient, sondern es handelt sich um eine Charakterstudie, die aufzeigt, wie dieser Typ im Ring, aber vor allem im Privatleben scheitert.
Im Ring ist Jake la Motta gefürchtet. Selbst von seinem Dauerrivalen Sugar Ray Robinson, dem vielleicht zumindest technisch besten Boxer aller Zeiten. Selbst er kann Jake La Motta im Ring nicht bremsen. Nach Punkten ausboxen ja, letztendlich in Rente schicke auch, aber wirklich niederstrecken nicht. Und einmal behält sogar la Motta die Oberhand.
La Motta kann im Ring nicht gezähmt werden. Und im Privatleben auch nicht. Immer geht er mit dem Kopf durch die Wand. Das gilt auch für das Privatleben. Er ist gegen alles und jeden misstrauisch. Dies ist zum einen seine Stärke und zugleich sein Untergang. Seine einzigen wirklichen Bezugspersonen sind sein Bruder und Manager (dargestellt durch Joe Pesci) und seine Frau (dargestellt durch Cathy Moriarty), die er kennen lernte als sie 15 Jahr war. Aber letztendlich verliert er auch sie durch sein Misstrauen und seine Eifersucht. Nach seiner Boxerkarriere verdingt sich la Motta als zweitklassiger Alleinunterhalter. Er ist geschlagen und gescheitert, auch wenn er hier nicht zu Boden geht...
Robert de Niro als Hauptdarsteller liefert hier die vielleicht beste Vorstellung seiner Karriere ab. Berühmt ist, dass er sich zig Pfunde angefressen hatte, um den Jake la Motta nach seiner Boxerkarriere darzustellen. Das halte ich jetzt für weniger bemerkenswert. Dann doch schon eher das darauf folgende Abhungern der Speckschwarten, das jedoch nicht im Flm zu sehen ist. Großartig ist jedoch, wie er Jake la Motta auch in den Kampfszenen darstellt. Glaubwürdigere Szenen gab es nie wieder in einem Boxerfilm. De Niro trainierte lange Zeit mit Jake la Motta im Ring um sich auf diese Szenen vorzubereiten. Und auch die Darstellung der Zerissenheit des Boxers ist extraklasse.
Der Film entstand 1980 und wurde überwiegend in schwarzweiß gedreht. Allein diese Tatsache belegt schon, dass der Regisseur keine Kompromisse einging. Davon zeugt auch die Tatsache, dass die Darstellungen der Kämpfe im Ring unglaublich realistisch und genial sind, aber dennoch nur eine Randerscheinung für die eigentliche "Charakterstudie" sind. Die dadurch entstehende Glaubwürdigkeit macht "Wie ein
wilder Stier" zu einem zeitlosen Meisterwerk.
...
ein Testbericht von wildheart2004-03-02 07:57:10vom 02.03.2004Empfehlung: ja
„I'm a much better person
today than I used to be.
I really didn't care much
about anyone. I was arrogant.
I've mellowed with the years, thank God.”
(Jake La Motta, *1921)
In einem seiner Kämpfe gegen seinen Dauer-Gegner Sugar Ray Robinson (Johnny Barnes) steht Jake La Motta (Robert de Niro) an den Seilen, die Arme nach rechts und links ausgestreckt und lässt sich windelweich schlagen. „Hau zu!” fordert er seinen Gegner auf. „Aber du wirst mich nie zu Boden schlagen.” Die von Thelma Schoonmaker geschnittenen Box-Passagen des Films (sie erhielt neben de Niro einen Oscar)
waren in der Geschichte des Box-Films etwas Neues. Die Kämpfe zwischen La Motta und seinen Gegnern Robinson, Janiro, Fox u.a. wurden innerhalb des Rings gedreht, zum Teil in Zeitlupe, und wirken derart realistisch, dass andere Boxer-Filme dagegen fast verblassen (für die Aufnahme der Boxszenen benötigte Scorsese zehn Wochen). Sie zeigen aber nicht nur realistisches Boxen, sondern auch – wie in der anfangs beschriebenen Szene –, dass „Raging Bull” in erster Linie das Psychogramm eines Mannes und weniger ein Film über das Boxen ist. La Motta lässt sich von Robinson schlagen, als wenn er sich selbst bestrafen wollte, ohne seinem Gegner den Erfolg zu gönnen, ihn am Boden zu sehen.
Jack La Motta war neben Sugar Ray Robinson in den 40er und 50er Jahren einer der bekanntesten Boxer. Beider Duelle sind Legende geworden. La Motta war Weltmeister im Mittelgewicht von 1949 bis 1951. Der Film spielt zwischen 1941 und 1964 und basiert auf der 1970 erschienenen Autobiografie La Mottas. Robert de Niro trainierte mit La Motta ein Jahr lang täglich, um als Boxer überzeugend zu wirken. Für den letzten Teil des Films musste der Schauspieler in drei Monaten 50 Pfund zulegen, um den übergewichtigen La Motta in der Zeit nach seiner Boxkarriere darzustellen.
Aufgewachsen in der Lower East Side in New York begann La Motta schon als Jugendlicher mit dem Boxen. Der Film setzt ein, kurz bevor er seine langjährige Frau Vickie (Cathy Moriarty) – gerade mal 15 Jahre alt – kennen lernt. Neben Vickie gibt es letztlich nur einen Menschen, der für La Motta eine Bedeutung hat: sein Bruder und Manager Joey (Joe Pesci). La Motta wächst (wie Scorsese) in Little Italy auf, und der Film schildert neben dem Boxen das soziale Milieu, in dem La Motta von Beginn an als ein Mann gezeigt wird, dessen Leben fast ausschließlich um ihn selbst kreist. La Motta schlägt seine Gegner nicht nur, er bekämpft sie, als ob er sie vernichten wollte. Vickie und Joey sind für ihn Mittel zum Zweck – sie sollen ihm dazu verhelfen zu siegen. La Motta ist unfähig, wirklich zu lieben. Er wird beherrscht von Eifersucht, der Unfähigkeit, jemandem wirklich zu vertrauen, und der Furcht vor Sexualität. Selbst gegenüber der Mafia bleibt La Motta starrsinnig. Die Angebote Tommy Comos (Nicholas Colasanto) und Salvys (Frank Vincent), ihn für sich boxen zu lassen, lehnt er ab. Die Mafiosi stellen ihn kalt: Er würde nie wieder gegen wirklich große Gegner boxen, wenn er nicht für sie arbeite.
Scorsese vermeidet jegliche Glorifizierung des Boxsports. Der zum größten Teil in Schwarz-Weiß gedrehte Film (nur einige wenige Szenen sind in Farbe zu sehen) vermittelt die Atmosphäre der Zeit und die Härte und Gewalttätigkeit des Sports, der sozialen Umstände und der Person des Boxers. Michael Chapman fotografierte „Raging Bull” aber auch als eine Art Reminiszenz an das zeitgenössische Kino der 40er Jahre.
Lediglich Joey, Jakes Bruder, wird als ein Mann gezeigt, der sich punktuell der Skrupellosigkeit zu entziehen versucht, aber letztlich auch scheitert. La Mottas Eifersucht und sein immer stärkeres Misstrauen seiner Frau und seinem Bruder gegenüber führt dazu, dass beide ihn verlassen. La Motta boxt sich in die Einsamkeit, und später (Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre) sieht man den übergewichtigen, fetten Ex-Boxer als gebrochenen Mann, der einmal Weltmeister im Boxen war, sein Leben allerdings verpfuscht hat. Sein Leben als Besitzer eines Night-Clubs und seine Auftritte in einem Strip-Lokal zeigen den Boxer als eine Karikatur seiner selbst.
Einmal mehr erwies sich in „Raging Bull” die Zusammenarbeit zwischen Scorsese und de Niro als äußerst fruchtbar. Der Film zeigt den Ring nicht als vom übrigen Leben abgetrennten Bereich des Triumphs, des Erfolgs. Der Ring ist für La Motta sozusagen öffentlicher Ausdruck seiner brüchigen Persönlichkeit. Die Gewalt, die er insbesondere auch gegen seine Frau ausübt, weil er glaubt, sie betrüge ihn, setzt sich im Ring fort. Gewalt ist für ihn das einzige Mittel, sich gegenüber seiner Umwelt zu präsentieren, weil er nie mit sich selbst im Reinen ist. Roger Ebert vergleicht den Film und die überzeugende Rolle, die de Niro spielt, in seiner Besprechung mit Shakespeares Othello, „an Othello for our times”. Neben de Niro sind es Joe Pesci und Cathy Moriarty, die diese moderne Tragödie zu einem grandiosen Meisterwerk machen.
Wertung: 10 von 10 Punkten.
Prädikat: Besonders wertvoll.
Wie ein wilder Stier
(Raging Bull)
USA 1980, 129 Minuten
Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: Mardik Martin, Paul Schrader, nach dem Buch von Jack La Motta, Joseph Carter und Paul Savage
Musik: Pietro Mascagni („Intermezzo“ aus der Oper „Cavalleria rusticana“)
Director of Photography: Michael Chapman
Schnitt: Thelma Schoonmaker
Produktionsdesign: Gene Rudolf
Hauptdarsteller: Robert de Niro (Jake La Motta), Cathy Moriarty (Vickie La Motta), Joe Pesci (Joey La Motta), Frank Vincent (Salvy), Nicholas Colasanto (Tommy Como), Theresa Saldana (Lenore La Motta), Mario Gallo (Mario), Frank Adonis (Patsy), Joseph Bono (Guido), Frank Topham (Toppy), Lori Anne Flax (Irma), Charles Scorsese (Charlie)
Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0081398
Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (4 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_rev iews/1999/01/raging12.html
„Movie Reviews“ (James Berardinelli) (4 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/r/raging.html
XXLALF, 19.04.2010
diesen film leiht niemand mehr in der bücherei aus, denn immer wenn ich die dvds dort durchstöbere stoße ich darauf. der titel ists der mich etwas abstößt, und boxergeschichten mag ich auch nicht so gern. aber die grundstory von eifersuch, unfähigkeit zu vetrauen usw. wäre dennoch meine kragenweite, die ich in filmen sehr schätze. also muss ich doch mal diese dvd entleihen, mir anschauen und mein eigenes urteil darüber fällen. denn interessant hört sich der film schon an. super, ein bw und ganz liebe grüße
ein Testbericht von charlottewal2002-04-07 00:18:57vom 07.04.2002Empfehlung: ja
Dieser Film erzählt die authentische LebensGeschichte eines Mannes, der mit sich und seiner Umwelt nicht zurechtkommt und sich selbst zugrunde richtet. Dieser Mann ist Jake La Motta, Sohn eines italienischen Einwanderers, der 1949 in New York Boxweltmeister im Mittelgewicht wurde. Zwei Jahre später verlor er seinen Titel wieder und geriet auf die schiefe Bahn. Die Hauptrolle spielt Robert de Niro, dabei überzeugt er sowohl als junger muskulöser Champion, als auch als fünfzig Pfund schwererer fett gewordener Frührentner La Motta. Der Film in der Regie von Martin Scosese entstand dnach der
Autobiographie „Raging Bull“ von La Motta. Dieser 1979 gedrehte Schwarzweissfilm ist auf jeden Fall sehenswert, da die Darstellung sehr realistisch gelang.
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Kuschelbiene, 07.04.2002
Ist ja ok wenn du berichte schreibst. Aber dann schreib mehr. Andere schreiben berichte mit 1800 zeichen und du setzt hier einen bericht mit vielleicht 100 zeichen und erwartest das man ihn mit sehr gut bewertet.
Raileigh, 07.04.2002
Klingt wie die kurze Filmempfehlung aus der Regionalpresse einer kinolosen Gemeinde.