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Testberichte Zivilprozess

 (DVD) Drama
4.2 von 5
Platz 661 in der Kategorie "Dramen".
Bewertung: Kundenbewertung 4,20 / 5,00 4.2 von 5
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Zivilprozess Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,20 / 5,00 4.2 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Spannend, gute Schauspieler, zeigt schonungslos die Wahrheit
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wildheart

Gerechtigkeit ungleich Recht

ein Testbericht von 2003-06-10 12:40:35 vom 10.06.2003
Empfehlung: ja
Den auf Tatsachen basierenden Roman Jonathan Harrs nahm Drehbuchautor („Schindlers Liste“) und Regisseur („Searching for Bobby Fischer“) Steven Zaillian zur Grundlage eines Justizfilms, in dem einige Dinge über das amerikanische Rechtssystem unmissverständlich klargestellt werden. Ausgangspunkt des Films ist der Tod von zwölf Kindern, alle erkrankt an Leukämie, in Woburn, Massachusetts. Die Eltern verdächtigen zwei Firmen, W. R Grace & Co. und Beatrice Foods, durch das illegale und rücksichtslose Ablagern von Giftmüll das Grundwasser verseucht und dadurch Krankheit und Tod ihrer Kinder verursacht zu haben.

Inhalt
Rechtsanwalt Jan Schlichtmann (John Travolta) wird von der Mutter eines verstorbenen Kindes, Anne Anderson (Kathleen Quinlan) gebeten, sie gegen die beiden verdächtigen Firmen zu vertreten. Schlichtmann gehört einer Anwaltskanzlei an, zu der auch die Anwälte Conway (Tony Shalhoub), Gordon (William H. Macy) und Crowley (Zeljko Ivanek) zählen, und ist einer jener Anwälte, denen kein Mittel zu schade ist, um einen Prozess zu gewinnen und damit viel Geld zu machen. Schlichtmann lehnt die Vertretung der Eltern zunächst ab, denn ein Prozess gegen zwei derartig große Firmen kostet einen Haufen Geld, das die Eltern nicht aufbringen können – ganz zu schweigen vom Honorar der Anwälte. Dann allerdings entscheidet er sich anders und spekuliert auf einen Sieg im Prozess, zumindest auf einen Vergleich, der einem Schuldeingeständnis der Firmen gleich käme.

Seine Gegner im Prozess sind Jerome Facher (Robert Duvall) für Beatrice und William Cheeseman (Bruce Norris) für Grace. Cheeseman will anfangs verhindern, dass es überhaupt zu einer Untersuchung kommt. Schlichtmann habe die Klage gegen sie mutwillig angestrengt. Doch Richter Skinner (John Lightgow) lässt die Zivilklage zu. Zeugen werden gesucht, Experten von Universität und Forschungseinrichtungen sollen die entsprechenden Landstriche untersuchen. Die Gelder für diese aufwendige Beweisführung können weder die Eltern, noch die Anwälte aufbringen. Gordon beantragt bei der Bank der Kanzlei einen Kredit. Aber nach und nach verschlingt die Untersuchung mehr und mehr Geld. Die vier Anwälte verpfänden alles, was sie haben, einschließlich ihrer Häuser. 1,4 Mio. Dollar stehen am Schluss als Schuldenberg vor den Anwälten.

Nur ein Arbeiter einer der beiden Firmen, der selbst Angst um seine Kinder hat und dem die Eltern, die ihre Kinder verloren haben, leid tun, Al Love (James Gandolfini), ist bereit, auszusagen, was er weiß. Ins Zentrum der Ermittlungen rückt außerdem der Besitzer einer Gerberei, John Riley (Dan Hedaya), auf dessen Grund Tonnen von Giftmüll abgelagert worden sein sollen.

Schlichtmann versucht alles, um einen miesen Vergleich zu verhindern. Dann allerdings spielt Richter Skinner nicht mehr mit. Er legt den Geschworenen drei Fragen vor, deren Beantwortung selbst für Experten unmöglich wäre und die den Zusammenhang zwischen Giftmüllablagerung und Verseuchung des Grundwassers zum Inhalt haben. Die Geschworenen entscheiden, dass die Fa. Beatrice nicht verklagt werden soll; allerdings sind sie der Meinung, dass Grace Dreck am Stecken haben könne. Daraufhin bietet der Firmenchef Eustis (Sydney Pollack) Schlichtmann einen Vergleich an: 8 Mio. Dollar. Schlichtmann will mehr, doch Eustis will verhindern, dass eine hohe Vergleichssumme seine Firma in die Nähe eines Schuldeingeständnisses treibt ...

Inszenierung
„A Civil Action“ zeigt zweierlei: einen Anwalt, der sich vom Saulus zum Paulus wandelt, und ein Rechtssystem, in dem nicht Gerechtigkeit, Wahrheit und Verantwortung oberstes Prinzip sind, sondern die Frage, wer so geschickt ist, einen Prozess zu gewinnen. Beides kombiniert Zaillian geschickt zu einem Verfahren, in dem letztlich die gewinnen, die den längeren Arm haben: die Firmen. Er verdeutlicht, dass der Sinn eines solchen Prozesses nicht die Verurteilung zweier finanzkräftiger Firmen mit entsprechend gut dotierten Anwälten ist, sondern ein Vergleich, ein fauler Kompromiss, der den Firmen nicht wehtut und den Opfern des Giftmüllskandals eine Abfindung beschert, die in keiner Weise auch nur einer irgendwie gearteten Entschädigung gleichkommen kann.

Anne Anderson, eine der Mütter eines an Leukämie erkrankten Kindes, das sterben musste, verlangt von Schlichtmann, dass er eine offizielle Entschuldigung für das herausholen sollte, was man ihrem Kind und den anderen angetan hatte. Ihr geht es nicht um Geld. Schlichtmann hingegen versucht, selbst unter schwierigsten Bedingungen und unter großen eigenen finanziellen Einbußen mehr herauszuholen, als der Prozess jemals erbringen könnte. Facher weiß dies. Facher vertritt eine der beiden Firmen, und er operiert ganz im Sinne der Verteidigung gegen die Klage, ohne allerdings als skrupelloser Mann, der kein Verständnis für die Eltern der Opfer hat, dargestellt zu werden. Cheeseman dagegen, der andere Firmenanwalt, erscheint ein absoluter Diener seiner Herren.

Das Problem für Schlichtmann besteht darin, die Kausalität zwischen Verunreinigung des Bodens und der Gewässer und der Trinkwasserverseuchung und der Leukämie plausibel nachzuweisen. In diese Kerbe schlagen seine Gegner voll hinein. Schlichtmann kann sein Ziel nicht erreichen. Seine emotionale Nähe zu den Opfern, seine wachsende Solidarität mit den Eltern führt ihn hinaus aus dem System des (faulen) Vergleichs.

John Travolta leistet exzellente Arbeit in der Rolle des Anwalts. Für Robert Duvall gilt dasselbe. Eine Gespräch zwischen den beiden in den Gängen des Gerichts bringt den Konflikt auf den Punkt. Facher erkennt die emotionale Verstrickung seines Gegenüber. Trotzdem bietet er Schlichtmann 20 Mio. Dollar als Vergleich an. Schlichtmann lehnt ab. Er will alles oder nichts – und vermasselt alles. Kurz darauf entscheidet die Jury, dass Fachers Firma Beatrice aus der Sache raus ist.

Fazit
„A Civil Action“ ist nicht einer jener Filme, in denen ein heroischer Anwalt aus einer aussichtslosen Anfangssituation am Schluss einen Sieg auf ganzer Linie davonträgt. Der Film endet wahrlich nicht heroisch, sondern ernüchternd – für Schlichtmann, seine Mandanten und das amerikanische Rechtssystem, in dem Wahrheit und die Maxime „Siegen sollen die, auf deren Seite die Gerechtigkeit steht“ keinen Pfifferling wert zu sein scheinen – jedenfalls dann nicht, wenn „kleine“ Leute gegen das große Geld antreten.

Wertung: 9 von 10 Punkten.

Zivilprozess
(A Civil Action)
USA 1998, 112 Minuten
Regie: Steven Zaillian

Drehbuch: Steven Zaillian, nach dem Roman von Jonathan Harr
Musik: Danny Elfman
Director of Photography: Conrad L. Hall
Schnitt: Wayne Wahrman
Produktionsdesign: David Gropman, David J. Bomba, Tracey A. Doyle
Hauptdarsteller: John Travolta (Jan Schlichtmann), Robert Duvall (Jerome Facher), Tony Shalhoub (Kevin Conway), William H. Macy (James Gordon), Zeljko Ivanek (Bill Crowley), Bruce Norris (William Cheeseman), John Lightgow (Richter Walter J. Skinner), Kathleen Quinlan (Anne Anderson), Peter Jacobson (Neil Jacobs), Mary Mara (Kathy Boyer), James Gandolfini (Al Love), Stephen Fry (Pinder), Dan Hedaya (John Riley), Sydney Pollack (Al Eustis)

Offizielle Homepage: –
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?012063

Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (3,5 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_rev iews/1999/01/010801.html

„Movie Reviews“ (James Berardinelli) (3 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/c/civil_action.html


© Ulrich Behrens 2003 für
www.ciao.com
www.yopi.de
www.dooyoo.de
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
XXLALF
XXLALF, 26.10.2011
super bericht, wobei ich meine, den film schon mal gesehen zu haben. bw und ganz liebe grüße
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Bjoerner2001

Von Recht haben und Recht kriegen

ein Testbericht von 2004-08-16 17:19:43 vom 16.08.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Spannend, gute Schauspieler, zeigt schonungslos die Wahrheit...
Nachteile/Kritik: -
Wer eigentlich Recht hat, muss es sich manchmal doch erkämpfen, umso eindrucksvoller ist das Schicksal einer ganzen Kleinstadt, welche unter den Schwergewichten der örtlichen Wirtschaft zu leiden hat. Umso mehr Tragik kommt hinzu, wenn es überwiegend die Kinder trifft.


1. Filmhandlung
2. Über den Film
3. DVD + Extras
4. Fazit



1. Filmhandlung
*******************
Jan Schlichtmann (gespielt von John Travolta) ist Havard Absolvent und einer der begehrtesten Junggesellen in Boston. Er hat sich als Anwalt auf Prozesse für Unfallopfer spezialisiert. In den USA kann man hiermit reichlich absahnen und wird als siegreicher Anwalt meist fürstlich entlohnt. In den USA scheint auch das Motto ”You can sue anyone for pretty much anything!“ zu greifen. Man kann so ziemlich jeden für so ziemlich alles verklagen, und speziell Unfallopfer warten da mit den abenteuerlichsten Geschichten auf.

Schlichtmann war ein junger erfolgreicher Anwalt und hatte mit seinen 2 Kollegen Conway (gespielt von Tony Shalhoub) und Crowley (gespielt von Zeljko Ivanek) eine eigene Kanzlei eröffnet. Die Anwaltskanzlei der drei war sehr erfolgreich und Schlichtmann genoss sichtlich den Ruhm der ihm mit der zunehmenden Anzahl an gewonnen Fällen zufloss, bis ihm ein Fall namens Woburn angetragen wurde. Woburn ist ein kleiner Vorort von Boston, nichts ungewöhnliches, ein paar Firmen, viele glückliche Familien und Idylle zeichnen Woburn aus. So würde es der Außenstehende beschreiben, aber in Wirklichkeit sah es ganz anders aus, denn so gewöhnlich war dieser Vorort doch nicht. Die Kinder der zahlreichen Familien hatten fast ausnahmslos gesundheitliche Probleme bis hin zu Krebs und Leukämie. Die Anwohner machen die Großfirmen W.R. Grace und Beatrice Foods dafür verantwortlich, können aber nichts beweisen.

Schlichtmann ist anfangs skeptisch und ist drauf und dran den Fall abzulehnen, bis er etwas bedeutendes entdeckt, während er auf einer Brücke einen Strafzettel wegen Zuschnellfahrens bekam. Im Fluß, der unter der Brücke durchfließt, kommt ihm eine Idee und er stößt auf die Großfirmen W.R. Grace und Beatrice Foods, die ihre chemischen Abfälle nach Meinung der Anwohner einfach in die Natur kippen und somit das Trinkwasser der Stadt kontaminieren. Nahe des Flusses haben sie tatsächlich ihre Firmengelände und gehen nicht gerade zimperlich mit Müll um. Schlichtmann denkt sich, dass dies die Ursache ist und er willigt ein, für die Familien für Gerechtigkeit zu kämpfen.

Nach anfänglichen Verhärtungen der Fronten und Problemen bei der Prozesseröffnung artet der Fall zum Mammutprojekt aus.... unzählige Zeugen müssen vernommen werden, Expertenmeinungen eingeholt werden, Anträge gestellt werden, insgesamt also viel zu viel für die kleine Kanzlei, die die größten Anwaltskanzleien der Stadt gegen sich hat. Schlichtmann aber gibt nicht auf und den Rat seines Kollegen den Fall ad acta zu legen befolgt er nicht, denn er will es nicht wahr haben, dass Beatrice Foods und W.R. Grace ungeschoren davonkommen, außerdem hat er so viel investiert, sei es Zeit, Enthusiasmus und Geld, dass ein Stop des Prozesses eine Niederlage für ihn wäre, die er nur schwer verarbeiten kann.

Letztendlich wird es ein Kampf um Schlichtmanns Leben, denn der kleinen Kanzlei geht nach und nach das Geld aus und auch die Mitarbeiter Conway und Crowley haben ihr persönliches Hab und Gut investiert um die Kanzlei über Wasser zu halten. Geld ist Mangelware, ein Vergleich muss also her, Schlichtmann lehnt aber ein für alle Beteiligten ausreichendes Angebot als zu niedrig ab, daher legt der verantwortliche und mittlerweile sehr genervte Richter 3 Fragen für die Geschworenen vor, die sie beantworten sollen. Nachteil nur, dass selbst Experten diese Fragen nicht beantworten können. Die Firma Beatrice Foods wird als unschuldig befunden und nur Grace kann belangt werden.
Ein Vergleich wird also nun doch angestrebt, aber über die Höhe dessen sind sich die Anwälte keinesfalls einig, da damit mehr oder weniger die Schuldfrage für die Öffentlichkeit beantwortet wird



2. Über den Film
*******************
Die Tatsache, dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht, ist eigentlich erschreckend. Umso erschreckender ist wohl, dass nicht Gerechtigkeit siegt, sondern wohl eher das Geld, welches die Großfirmen in ihre Verteidigung investieren können. Und falls es doch nach Niederlage aussieht, einigt man sich eben auf einen Vergleich, zahlt die paar Millionen Abfindung und damit hat sich das Ganze auch. Getan wird nach einem Vergleich nämlich so gut wie gar nichts und die Opfer werden mit ihren Problemen und dem meist nur bisschen Geld allein gelassen, während die Firma ihr Image in der Öffentlichkeit sauber halten konnte.

Das Bild, welches von Schlichtmann selbst gezeichnet wird, ist sehr, ich nenne es mal, tragisch. Anfangs ein richtiger Siegertyp, verkommt er mehr und mehr und steigert sich in den Fall. Seinen objektiven Spürsinn, der ihn anfangs auszeichnete, ging etwas verloren und Mitleid mit den Familien der Opfer macht sich breit und die Annahme eines Vergleichs scheint für ihn somit einer Niederlage gleich zu kommen. Viel viel Arbeit wäre damit futsch gewesen, ganz zu schweigen von den enormen finanziellen Belastungen, die durch einen Vergleich nur marginal gelindert wären, also musste ein Sieg her. Letztlich wurde der Wille Schlichtmanns aber doch gebrochen, zumal er auch die Existenzen seiner beiden Partner bedrohte, falls nicht schleunigst Geld in die Kanzleikasse kommt.

Was zieht man also für Lehren aus dem Film? Sich nichts gefallen zu lassen? Nicht vor „Großen“ zurückschrecken? Gerechtigkeit anzustreben? Jeder muss das mit sich ausmachen, denn jeder setzt da andere Prioritäten. Eins steht aber nach wie vor fest, Recht haben und Recht kriegen sind, vor allem in den USA, zwei scheinbar grundverschiedene Dinge...



3. DVD + Extras
*******************
Die DVD kann neben dem Film eigentlich mit fast nichts aufwarten. Lediglich eine sog. Featurette (Filmdokumentation), die den Hauptdarsteller während und über die Dreharbeiten und zum Thema des Films befragt ist integriert. Ein für DVDs üblicher Kinotrailer ist auch mit dabei.

Als Sprachen gibt es Englisch und Deutsch und zusätzlich zahlreiche Untertitel, die größtenteils aber unsinnig sind (Arabisch, Polnisch etc.). An Sound (natürlich Dolby Digital 5.1)- sowie Bildqualität (1.78:1 Widescreen) gibt es nicht viel zu meckern, eigentlich wie man es erwartet und ohne Aussetzer, Blockbildung oder sonstige Mängel.

Beim Abspielen der DVD kann man eigentlich nichts falsch machen. Direkt nach dem Einlegen öffnet sich ein recht schlichtes Menü, in welchem man die Sprache auswählen muss. Auf Deutsch oder Englisch, oder eine der anderen Sprachen, die nur als Untertitel vorhanden sind geklickt und schon startet der Film, was ich etwas nachteilig finde. Ein richtiges Hauptmenü gibt es nämlich aber erst nach dem Abspann wird man dort hingeleitet. Das Hauptmenü selbst gestaltet sich relativ unspektakulär mit einem Bild, welches verschiedenen Szene des Films ineinander verschmelzen lässt.

Im Menü gibt es die Standardpunkte "Play", "Audio Optionen", "Untertitel", "Special Features" und "Szenenauswahl". Eigentlich klar, was sich hinter dem jeweiligen Punkt verbirgt, da selbsterklärend. Da weder das Menü animiert ist, zieht man in der Szenen- bzw. auch Kapitelanwahl ebenso den selben Stil durch. Lediglich markante Bilder der 25 verschiedenen Kapitel zieren den jeweiligen Untermenüpunkt.



4. Fazit
*********
Und da behaupte mal noch einer, dass Anwaltsfilme langweilig sind. Teilweise war dieser Film spannender als mancher Actionfilm. Die Thematik war auch sehr interessant und die schauspielerischen Leistungen haben es mir ebenfalls angetan. Eigentlich kennt man John Travolta wohl mehr aus Filmen in denen er eine Knarre in der Hand hat, aber auch in diesem Film hat er mir gut gefallen.
Da ich das Buch von Jonathan Harr schon vor dem Film kannte, war es für mich quasi ein Heimspiel, denn ich wusste ja schon worum es geht, dennoch wurde im Film zwar eher kurz, aber dennoch alles wichtige dargestellt und keine der Schlüsselszenen kam zu kurz. Insgesamt ein Film, der mir sehr gut gefallen hat und die DVD war echt ihr Geld wert (10€).



© 2004 by Bjoerner2001
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
fenikso

Gerechtigkeit hat ihren Preis... auch auf DVD

ein Testbericht von 2002-02-18 01:40:11 vom 18.02.2002
Empfehlung: ja
fenikso nähert sich langsam aber sicher dem Ende der Reihe "feniksos Weihnachts-DVDs".
"Zivilprozess", im Original "A Civil Action", kam ja diesen Monat bereits auf Pro7. Deshalb dürfte er vielen bekannt vorkommen - zumindest bekannter, als er mir bei seinem Kauf war...
Warum fenikso ihn dennoch gekauft hat? Zum einen die Leidenschaft für spannende Gerichtsthriller - von denen es neben den Grisham-Verfilmungen ja nicht gerade viele gibt. Und zum anderen: John Travolta. Einer meiner Lieblingsschauspieler - neben Chan, Li, Yun Fat, Carrey, Schwarzenegger und und und...

Die Handlung:
--------------
Jan Schlichtmann (wird engl. ausgesprochen: "Tschenn Schlicktmänn") ist Krankenwagenjäger. So nennen Anwälte Anwälte, die auf Personenschadensfällen spezialisiert sind. Und Jan ist gut. Sehr gut sogar. Dabei hilft ihm sein Zynismus, und seine Gefühlskälte. Nicht zu vergessen eine weitere Eigenschaft, die Jan ausmacht: Geldgier.
Deshalb lehnt er zunächst auch den Fall ab, den ihn eine verzweifelte Mutter vorträgt: Ihr Sohn ist, wie sieben andere Kinder auch, an Krebs gestorben. Und das in einer kleinen Stadt - weit über Landesdurchschnitt. Sie vermutet, dass das Trinkwasser durch die anwesende Industrie verseucht wurde.
Nach langem Hin und Her entschließt sich Jan, zumindest einmal persönlich vorbeizufahren. Und wieder lehnt er ab. Auf der Heimfahrt dann der Sinneswandel: Beide beschuldigte Firmen sind millionenschwer - mindestens. Und noch international. Das verspricht hohen Gewinn...
Und dann geht alles erst richtig los. Den so leicht geben sich die Firmen nicht geschlagen.
Jan muss alles riskieren, um den Prozess zu finanzieren: Haus, Job, Lebensversicherung...

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit.

feniksos Meinung:
------------------
Die besten Drehbücher schreibt das Leben, sagte mal wer. Hier hat er wirklich Recht.
CNN meinte "Der beste Film des Jahres", NY Times "Ein packender Film", USA Today "Einer der besten Thriller aller Zeiten", und fenikso "Geil."

Warum ist der Film so gut? Travolta? Nein. Der ist zwar einsame Klasse, aber ein Travolta allein kann keinen Film retten. Die Geschichte berührt, ob des wahren Hintergrundes, und die Kälte des Gesetzes schockiert.
Und die "Neben"rollen?
Robert Duvall ist Travoltas Gegner - nicht nur in der Handlung. Sein trockener Humor brachte nicht nur ein Schmunzeln in mein Gesicht. Der schusselig wirkende Anwalt ist nicht nur mit allen Wassern gewaschen, sondern mit allem, was flüssig ist.
Der Richter, der die Verhandlung leitet, wird von John Lithgow verkörpert. Unlängst aus "Don Quichotte" bekannt, wurde er mit "Hinterm Mond gleich links" in Deutschland berühmt. Hier einmal von der ernsten Seite zu sehen.
James Gandolfini ist der wichtigste Zeuge im Film. Zuletzt spielte er an der Seite von Robert Redford in dem Gefängnisfilm, dessen Name mir partout nicht einfallen will.

Special Effects sucht man vergebens. Würden aber auch nicht ins Bild passen...

Schauspieler top, Drehbuch top, Spannung pur - der Film ist wirklich absolut sehenswert.

Die DVD:
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Neben 110 min Thriller par excellance in deutsch und englisch finden sich leider nur eine Featurette in englisch mit Untertitel und die Kinotrailer auf der Scheibe.
In der Featurette bringt uns Travolta den Film näher - und auch seinen Charakter.
Neben deutscher und englischer Tonspur bietet der Film zahlreiche Untertitel an - da dürfte für jeden was dabei sein...

feniksos fazit:
----------------
Für den Film vergebe ich, ohne mit der Wimper zu zucken, die Höchstnote. Bild und Ton sind in gewohnter DVD-Qualität.
Da der Film bereits im TV war, und wegen der minimalistischen Ausstattung ziehe ich insgesamt einen Punkt ab.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
tfmuench

Anwaltsthriller Erster Guete

ein Testbericht von 2002-02-12 12:58:02 vom 12.02.2002
Empfehlung: ja
Hallo , heute möchte ich euch allen mal einen Film vorstellen , den ich erst gestern wieder im Tv gesehen habe . Es handelt sich hierbei um den Film Zivilprozess , der mir so sehr gefällt , dass ich ihn euch auf jeden Fall vorstellen möchte.

Um was geht es ?

So beginnen möchte ich einmal mit der Handlung des Films , da sie doch für einen Thriller dieser Art ,also einen Anwaltsthriller , wenn ich ihn mal so nennen darf , doch etwas abweichend , was ihn auch sehr frisch macht.
Es geht um eine Kanzlei , die aus vier verschiedenen Anwälten besteht , und in Chicago allerhand Fälle mit akribischer Arbeit gewinnt.
Dabei geht es allen vieren letztlich nur ums Geld , weshalb sie auch bei Fällen , in denen Menschen zu Tode kommen , immer erst abwägen , wer gestorben ist und in welchem Alter dieser jemand war , da sich daran die Schadenssumme und auch ihr Honorar bemisst.
Doch dieses Mal ist es nur zu Beginn so.
Denn in einem kleinem Ort sind sehr viele kleine Kinder an Leukämie gestorben und auch sehr viele Erwachsene klagen über die verschiedensten Beschwerden , die zum Tode führen.
Dabei gerät ziemlich schnell das Trinkwasser , bzw . Wasser in Verdacht der Auslöser zu sein ,da es doch schlichtweg komisch schmeckt.
Also sich einer dieser Anwälte , welcher von JohN Travolta gespielt wird , geht in die Geschichte dieser Leute nicht ans Herz denn er stellt sich nur immer wieder die Frage wen er dafür verantwortlich machen kann , und so verklagen kann.
Bis auf eine alte Gerberei ist nichts auf dem ersten Blick vorhanden , so dass er den Fall eigentlich nicht annehmen möchte.
Aber auf seinem Rückweg , als er auf einer Brücke einen Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens bekommt , entdeckt er in der Gegend zwei sehr große Chemie Riesen , auf die man mit einer Zivilklage losgehen kann.
Aufgrund dieser Tatsache , nimmt das Anwaltsbüro den Fall an , und arbeitet seitdem nur noch an diesem Fall.
Doch schnell wird allen klar , dass es finanziell schwer wird , da einfach bis nach Prozessbeginn kein Geld in die Kasse kommt , so dass die vier Anwälte bald ihr eigenes Vermögen und ihren Besitz verpfänden müssen.
Doch als Vergleiche , wegen sehr hohen Forderungen immer wieder scheitern , oder wegen zu geringer Angeboten immer wieder abgelehnt werden , spitzt sich die Lage zu.
Denn alle drei , bis auf John Travolta ,wollen einen Vergleich bei dem wenigstens das Geld hereinkommt das ihre Ausgaben deckt, doch John hat inzwischen nicht mehr das Geld , sondern viel mehr den Schmerz und die hitnerbliebenen im Herzen , so dass er immer weiterkämpfen will , bis endlich die Schuld dieser beiden Firmen bewiesen ist.
Doch leider , ist er zum Schluß hin so sehr darauf vertieft , dass er seine Taktik nicht mehr konsequent verfolgt , und so Anzeichen die klar ersichtlich sind , nicht beachtet , dass schließlich der Fall verloren geht.
Doch zum Ende hin , entdeckt er doch noch etwas , und bittet verschiedene Anwaltskanzleien , den Fall in der Berufung zu übernehmen , da seine Kanzlei inzwischen Liquidiert wurde.

Wer macht mit ?

Wie gesagt der Star des Filmes ist John Travolta , der hier auch wieder zeigt , dass er einer der besten Hollywood Schauspieler unserer Zeiten ist , denn er verkörpert diesen Anwalt , der mit dem Handlungsverlauf seine Menschlichkeit wieder entdeckt sehr eindrucksvoll und glaubhaft , dass man als Zuseher daheim wirklich tief mit ihm mit fühlt.
Doch auch die anderen Co Stars machen einen tollen Job , denn sie verkörpern nicht nur ihre Verzweiflung , sondern auch ihre ganzen Eigenheiten der Rollen sehr gut.

Was kann man noch sagen ?

So jetzt zum Abschluß , möchte ich noch auf die Spannung eingehen , denn die ist zu Beginn wirklich gering , und fast nicht vorhanden , doch umso mehr die Person die von John Travolta gespielt wird , zum Menschen wieder mutiert , umso höher steigt die Spannung , da an den einzelnen Ergebnissen und Verhandlungen das Schicksal von sehr vielen Personen hängt.
Doch auch die Story finde ich toll , denn es zeigt doch die Menschen wie sie sein können , denn es spielt doch sehr oft das Geld eine Rolle , ohne das man es vielleicht bewußt so macht , da man nicht mehr daran denkt , so dass diese Wandlung des Anwalts , auch ein Vorbild für jedermann sein kann.

Also ihr seht , wirklich ein absoluter Topfilm mit einem Topstar , so dass eine Empfehlung unbedingt ausgesprochen werden muß.

Vielen Dank fürs Lesen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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