ein Testbericht von forlornsailor2010-01-01 20:15:35vom 01.01.2010Empfehlung: nein
Vorteile: leise, besser als das alte LC6550...Nachteile/Kritik: passives PFC, fehlende Schutzschaltungen
Das LC Power wird oft von PC Fachhändlern oder Internet Versendern verkauft und ist meistens unter 40 € erhältlich. 550 watt für unter 40 € sind günstig - zu günstig um wahr zu sein? Das werde ich versuchen herrauszufinden.
Lieferumfang:
Netzkabel, 4 Schrauben zur Befestigung, kurzes Infoblatt.
In der Preisklasse durchaus normal, mehr sollte man nicht erwarten.
Anschlüsse:
1x 20/24-pin
1x 4-pin ATX12V
1x 6-pin PCIe
1x 6+2 pin PCIe
4x SATA
4x IDE
1x Floppy
Leistungsdaten:
Wichtig bei aktuellen Netzteilen ist vorallem die 12V Schiene, denn damit wird die meiste Hardware betrieben, wie die CPU und die Grafikkarte. Das LC Power LC6550 bietet 2 Schienen, die erste mit 16A/192 watt und die zweite mit 18A/216W. Die heute nicht mehr so wichtigen 3,3v und 5v schienen sind sehr stark - 35A auf der 3,3V und 40A auf der 5,5V. Wichtig ausserdem: Bei Netzteilen mit 2 12v Schienen gibt es immer eine combined Angabe, d.h. ein Maximum mit was beide Schienen gleichzeitig belastet werden darf - hier gibt LC Power 380w an, also 31,6 Ampere.
Erster Eindruck :
Das Netzteil macht von aussen einen Ordentlichen Eindruck, die Kabel sind nicht ummantelt - was in dieser Preisklasse aber so gut wie nie der Fall ist, und für die Leistung eh unerheblich ist. Von unten saugt ein 14cm Lüfter von Xinruilian Luft aus den Gehäuse an, die dann nach hinten durch das Wabengitter aus dem Gehäuse entweicht.
Innenleben :
Das wichtigste bei einem Netzteil, wird jedoch leider sehr oft kaum oder gar nicht bewertet. Da vielleicht nicht jeder sich mit den Begriffen auskennt und weiss, worauf er achten muss, erkläre ich hier einige Grundlegende Sachen.
PFC: In Europa dürfen nur noch Netzteile mit PFC - Power Factor Compensation - verkauft werden. PFC korrigiert Schwingungen und versucht den Leistungsfaktor möglichst effektiv zu halten. Es gibt 2 Arten : passiv und aktiv, passiv ist die billige und schlechtere Variante und aktiv , logischerweise, effektiver aber teurer in der Prodkution. Aktives PFC spart Strom , da es einen höheren Leistungsfaktor schafft, ein passives Netzteil muss mehr Strom aus der Steckdose ziehen um einen PC zu versorgen als ein Aktives!
Das LC Power LC6550 besitzt Passives PFC, was bei LC Power gang und gebe ist.
Die Platine selber wirkt sehr leer, besonders wenn man bedenkt, dass es sich um ein 550w Netzteil handeln soll. Über Schutzschaltungen wie Überspannungsschutz, Kurzschlussschutz, Überhitzungsschutz etc schweigt sich LC Power aus.
Die Eingangsfilterung ist mit 2 Y Kondensator und 1 X Kondensator ordentlich. Immerhin hier hat sich im Vergleich zu den älteren LC6550 etwas positives getan.
Verbaute Kondensatoren sind ausschliesslich mit 85° gekennzeichnet und stammen vom taiwanesischen Hersteller Teapo, nicht die beste Wahl, teurere Markenhersteller setzen oft 105° Kondensatoren Japanischer Fabrikate ein, die eine teilweise deutlich längere Lebenserwartung haben.
Herkunft :
Das LC Power LC6550 wird von Huntkey gefertigt, einem chinesischen Netzteil Hersteller der einen eher schlechten Ruf hat.
Leistung & Stabilität :
Im Betrieb bleibt das Netzteil durchaus leise, der 140mm Lüfter verrichtet seine Arbeit durchaus zufriedenstellend.
Da Schutzschaltungen fehlen, kann im Falle eines Kurzschlusses der gesamte Rechner beschädigt werden.
LC Power wirbt mit einer Effizienz von bis zu 80%, ein 80+ Label, was eine dauerhafte Effizienz über 80% bescheinigt, fehlt. Im normalen Betrieb kann eher
von ~75% ausgegangen werden - was bedeutet das? Die Effizienz eines Netzteils gibt an, wieviel Strom beim umwandelt im Netzteil verloren geht und als Hitze entweicht. Je effektiver das Netzteil, umso weniger Strom wird der heimischen Steckdose entnommen um den PC zu versorgen. Gute aktuelle Netzteile schaffen um die 85% problemlos - bei 10% untschied und angenommenem Verbrauch von 150w (was einem aktuellen Dual core mit einer Mittelklasse Grafikkarte wie der ATi 4770 oder nVidia 250GTS entspricht) und einem täglicher Laufzeit von 5 stunden macht das im Jahr einen Untschied von rund 27 kwh (15watt Unterschied pro Stunde Laufzeit). Wieviel man mit einem effektivem Netzteil Stromkosten sparen kann, hängt sehr stark von der Hardware und der Laufzeit ab.
Fazit :
Das LC Power LC6550GP 2.2 wirbt mit 550 Watt, das Netzteil ist aber nicht für diese Leistung ausgelegt.. Man sollte das Netzteil eher als 350~400w Netzteil sehen - mehr als eine Mittelklasse Grafikkarte sollte man dem Netzteil nicht zumuten. In dem Licht betrachtet sind die Anschaffungskosten von rund 40 € auch kein wirkliches Schnäppchen mehr, für kaum weniger Geld erhält man Marken Netzteile von Seasonic oder Enermax, die deutlich besser besser sind ! Dennoch ist es besser als frühere LC Power Netzteile und im Betrieb immerhin leise.
Der Zusatz "Green Power" fällt offensichtlich nur aus marketingtechnischen Gründen, weil es eben Mode ist. Hätte das Netzteil immer hin aktives PFC, könnte man über den Stromverbrauch zum Green Power kommen, so aber nicht.
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Volle Power mit LC?
ein Testbericht von LiFo2008-11-08 11:37:57vom 08.11.2008Empfehlung: ja
Vorteile: Relativ billig, konstante Leistung, Leise...Nachteile/Kritik: Nur mittelmäßige Verarbeitung, Kein PCIe-Anschluss
Kompatibilität
AMD: Alle Athlon TB / XP
Intel: Alle Pentium3 / Pentium4
2. Installation
Das Gerät wird mit vier Schrauben am Gehäuse befestigt. Bei der Stromversorgung im Gehäuse selbst kann man eigentlich nicht mehr viel falsch machen - die weißen Stecker des Netzteiles müssen auf die weißen Steckplätze der einzelnen Bauteile (Grafikkarte, Mainboard, Festplatten etc.)
Hierbei nicht allzu gewalttätig vorgehen, die Stecker sollten eigentlich ganz leicht in die Steckplätze gehen.
3. Geräuschentwicklung
Dank des 12cm großen Lüfters ist das Gerät ist kaum hörbar; bis auf ein tiefes, pulsierendes Brummen. Allerdings steht mein PC auch auf einem Holzfußboden - der wiederum verstärkt aber das Brummen wunderbar, sodass es eine Etage tiefer direkt unter dem Computer ziemlich laut wird. (Man hört es interessanterweise tatsächlich nur, wenn unter dem Computer steht) Oben bzw. neben dem Rechner nimmt man das Netzteil kaum wahr.
Nach 2 Jahren können sich die Brummgeräusche verstärken, was bei mir bis jetzt jedoch nicht der Fall war.
Bei einem Bekannten hat das Netzteil zunächst leider etwas lautere Brummgeräusche entwickelt, dass Netzteil wurde zurückgenommen und kostenlos durch ein Neues derselben Sorte ersetzt, dass dann schön leise war.
4. Verarbeitung
Das Gerät besteht zwar nicht aus sonderlich hochwertigem Material, besitzt aber keine scharfen Ecken.
Durch das Material kann es leider vorkommen, dass Sicherungen rausfliegen (Insbesondere die vom Überspannungsschutz). Dies passiert jedoch in der Regel nicht vor 2 Jahren.
Nach dieser Zeit kann es auch passieren, dass das Netzteil etwas mehr Brummgeräusche entwickelt.
Da das Netzteil nicht sehr teuer ist für die erbrachte Leistung(550Watt), ist das aber akzeptabel.
5. Langzeittest
Ich besitze das Netzteil seit ungefähr 2 Jahren und bisher sind noch keine Mängel aufgetaucht. Da das verwendete Material allerdings nicht sehr hochwertig ist, kann es vorkommen, dass mal eine Sicherung rausfliegt oder die Brummgeräusche lauter werden. Das passiert jedoch sehr selten und in der Regel nicht vor 2 Jahren Betrieb. (Ich bin mal gespannt^^)
6. Zusammenfassung Pro
- Relativ billig
- Konstante Leistung
- Leise (Nur ein sehr leises pulsierendes Brummen)
Kontra
- Nur mittelmäßige Verarbeitung
- kein PCIe-Anschluss (Adapter kostet ca. 5€)
7. Fazit
Für den Preis ist das Netzteil allemal zu empfehlen, zumal die Geräuschentwicklung vor den zwei Jahren wirklich kaum hörbar ist. Negativ fällt der fehlende PCIe-Anschluss und die nur mittelmäßige Verarbeitung auf.
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