Pro:
Fördert Feinmotorik, Konzentration, Bau - Spielespaß
Kontra:
Bauanleitung, Kleinteile, teilweise schwer zu erkennen
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser/innen, heute will ich mal über ein kleines Hobby von mir schreiben, was ab und an doch nicht so ganz als günstig zu bezeichnen ist. Lego ist jedem ein Begriff, Lego hat alles was ein kleines oder eben auch großes Bau- oder Konstruktionsherz verlangt, denn Lego hat Lego-Technik. Es begann als ich mit Nicki, vor ein paar Jahren mal einen Lego Technik Truck für ihren Zwerg zusammen gebaut habe. Dies hat richtig Spaß gemacht und so haben wir mal gegogelt was es so alles gibt. Also begann die fast Sucht mit dem LEGO Technik 8297 Großer Geländewagen, denn dies war der erste den ich mir geholt und mit Nicki für mich zusammen gebaut habe.
Warum Lego, warum gerade Technik:
Nun ich war schon als kleines Kind ein richtiger Lego Fan, doch leider gab es zu meiner Zeit noch nicht diese Vielfalt. Lego bietet ja nun wirklich fast alles an und gerade Technik hat eine Masse was wirklich jeden Technik Fan aufblühen lässt. Von kleinen Modellen, die nur ein paar Teile haben bis zu richtig großen Modellen die weit über 1.000 Teile haben. Nicki und meine Wenigkeit meinten, wir fangen mal lieber mit einem Technik Modell an was nicht so viele Teile hat, denn es ist ja wie ein Puzzle, man muss jedes teil selbst zusammen bauen, stecken usw. Also kam der "Große Geländewagen gerade richtig, der hatte einen Motor, der hatte Beleuchtung und gerade mal 1.097 Teile.
Das sagt der Hersteller zu diesem Geländewagen:
Diese TECHNIC Konstruktion ist fit fürs Gelände!
Der robuste Geländetruck bietet viele realistische Details und funktioniert genau wie ein echter Geländewagen. Mit den integrierten motorisierten Power Functions lässt sich der Wagen höher- oder tieferlegen. Außerdem kannst du die Front-Seilwinde betätigen und die hellen LED-Scheinwerfer einschalten.
• Mit Power Funktions-Zubehör: Batteriebox, Scheinwerfer, Schalter und Motor!
• Schalte die funktionierenden Scheinwerfer ein.
• Mit Flügeltüren sowie Kofferraum und Luke zum Öffnen.
• Der Geländetruck hat eine motorisierte Aufhängung, um den Truck höher- oder tieferzulegen.
• Benutze die motorisierte Front-Seilwinde.
• Mit funktionierendem Lenksystem und V8-Motor mit beweglichen Kolben.
• Du kannst dir Bauanleitungen für den Umbau in einen Buggy herunterladen.
• Der Truck ist 39 cm lang.
• Benötigt 6 AA (1,5V) Batterien, nicht enthalten.
Die Vorbereitung des Zusammenbaus:
Als erstes haben wir uns doch so Gedanken gemacht wo man denn mit den vielen Teilen hin soll, ohne das man da alles verwechselt. So haben wir Gläser, Schalen und auch fast den ganzen Tisch gebraucht um die Teile grob zu sortieren, denn ansonsten findet man nicht immer alles sofort, oder hat die richtigen Teile. Gerade bei den Kleinteilen, ist das schon ein Problem. Leider kann man nicht immer zu 100% auf der Bauanleitung erkennen um welches Teil es sich handelt. Nach dem groben sortieren begann der Aufbau mit der Anleitung 1 von 3.
Die Bauanleitungen:
Nun sie sind zwar Bildlich dargestellt und sie zeugen auch welche Teile man zusammensetzen muss und wo sie nach dem zusammensetzen hinkommen, aber nicht immer kann man zu 100% erkennen (gerade bei Anfänger) um welches Teil es sich nun handelt. Aber mit einer gewissen Übung und Konzentration kommt man dahinter und dann versteht man auch die Bauanleitung. Man sollte aber wirklich 100% bei der Sache sein, auf Farben achten und gerade bei den Kleinteilen, ob es sich um größere Achsen, Verbindungen und Stege handelt. Sofern man sich einmal vergriffen hat, etwas anderes Eingebaut hat als Angegeben, beginnen die Probleme, denn dann wird die Funktion oder eben der komplette Zusammenbau fast unmöglich. Dann hat man nur eine Möglichkeit, man baut alles ab und beginnt neu, oder man findet den Fehler und korrigiert ihn, sofern es noch Möglich ist. Insgesamt kommt man aber recht gut mit der Bauanleitung zurecht, wenn man genau darauf achtet und Konzentriert bei der Sache ist. Für Technik Fans, die schon so einiges zusammengebaut haben, sind die Bauanleitungen um einiges einfach zu verstehen. Man sollte bei den Bauanleitungen aber auch darauf achten das man wirklich Abschnitt für Abschnitt zusammenbaut und sich nur die Teile raussucht die für diesen Abschnitt benötigt werden.
Der Zusammenbau:
Nun man muss sich das so Vorstellen, man hat einen Tisch, man hat 1.097 Teile die sich in Gläser, Schalen oder auf dem Tisch befinden und dazu drei Bauanleitungen. Also man schnappt sich dann die erste Bauanleitung, sieht sich das Bild an, sucht sich die entsprechenden Teile raus und setzt sie nach der Bauanleitung zusammen. Jeder Steg, jede Achse ist abgebildet, und zwar in Farbe und Größe, nun muss man gucken, oder diese Achse z.B. "Größe 5 in hellgrau" auf die Bauanleitung legen um zu sehen, es passt. Sofern man sich dann sicher ist wird es so Zusammengebaut wie es abgebildet ist. Hier muss man auch darauf achten, wo kommt welches Teil hin, auf welcher Seite und wie werden z.B. die Verbindungselemente in den Legostegen eingesetzt. Hier hat man nun die Möglichkeit die Löcher in diesen Stegen abzuzählen, und dann fügt man die kleinen Verbindungselemente ein. Wichtig ist hier, dass man auch die richtigen hat, denn es gibt halbe, ganze, kleinere und Größere Verbindungselemente, oder Achsen.
Ich habe als erstes um ein wenig Platz zu haben die Reifen zusammengebaut, also die Felge mit den Reifen bestückt und die dann zur Seite gelegt, denn das war der einfachste Punkt. Danach hat man nun das Vergnügen sich durch die Bauanleitung zu kämpfen. Der Vorteil bei den Bauanleitungen liegt klar darin, das man auf dem ersten Bild sieht, was man zusammenbaut und wie es auszusehen hat, wenn der erste Abschnitt fertig ist. Bei dem Großen Geländewagen war es direkt ein doch etwas schwieriger Part, denn man musste den Motor bzw. den gesamten Vorbau mit Motorhalterung und Seilwinde zusammen bauen. Dieser erste Teil hat mal eben 28 Seiten der Bauanleitung. Danach geht es weiter und man muss den Vorbau erst einmal zur Seite legen, denn nun werden alle weiteren Abschnitte nach und nach an dem vorderen Teil angebracht. Hier muss man auch wieder aufpassen, denn in der Bauanleitung werden auch sehr viele Ritzel verbaut, die nötig sind um eine 100% Funktion der Seilwinde, des Motors und der Hebe- und Senkfunktion zu Gewährleisten. Die Ritzel sind auf der Bauanleitung doch teilweise sehr schwer zu erkennen, ist es ein kleines feines Ritzel oder ist es das kleine grobe Ritzel. Wenn man sich sicher ist und jedes Mal die Funktionen überprüft und sich alles ohne haken oder klemmen einwandfrei dreht und es funktioniert, dann liegt man richtig und man kann weiterbauen. Sollte es nicht leichtgängig sein, sollte man den Bauabschnitt überprüfen, notfalls wieder komplett auseinanderbauen und neu zusammensetzen. Nur so hat man die Gewährleistung dass am Schluss wirklich alles zu 100% funktioniert.
Wir haben leider am Anfang einen kleinen Fehler eingebaut, wo der war….. kein Plan, aber die Seilwinde hat eben nicht gegriffen, was dann schon ärgerlich war, denn alles andere hat Funktioniert. Also haben wir den einfach noch mal komplett auseinandergebaut und neu zusammengebaut und danach hat der Geländewagen 100% seiner Funktionen gehabt.
Schwer wird es auch wenn man die Verkabelung des Motors und der Beleuchtung vornimmt, denn die Kabel sind doch sehr knapp gehalten und es ist recht eng, also auch hier nichts mit Gewalt machen, denn es muss passen. Sofern da nur 1 cm fehlt, ist etwas falsch und man muss es überprüfen. Alles geht über den Batteriekasten und den Switsch (der ermöglicht die Funktionen, Heben und Senken und aktiviert die Seilwinde) ist also wie ein Getriebe zu sehen, und wird über Schaltpositionen über den Switsch bedient. Man kann über diesen Switsch eben nur die Seilwinde bedienen, auf und ab, oder man stellt den Switsch um und man hat die Hebe- und Senkfunktion des Geländewagens. Dieser pumpt sich dann über die Stoßdämpfer hoch oder man senkt ihn durch erneutes umschalten ab. Die Seilwinde funktioniert ebenfalls über den Switsch, es wird nur eine andere Position über den Batteriekasten eingestellt, dann wird der Switsch umgelegt über Hebel die als Bedienelemente funktionieren.
Das hört sich alles sehr kompliziert an, aber man kann in der Bauanleitung sehen, was man machen muss um diese Funktionen zu aktivieren. Daher ist eben beim Zusammenbau darauf zu achten, dass wirklich alles vorab schon seine Funktion hat. Sollte es nach der Fertigstellung nicht funktionieren, hat man einen Fehler gemacht, dann heißt es suchen und finden, oder man muss alles neu machen. Am besten ist es natürlich, man hat alles beachtet, man hat auf den Bauanleitungen gesehen wann etwas gedreht werden muss, wo welches Teil hinkommt und letztendlich hat man dann das Vergnügen, das alles so funktioniert wie es sein soll.
Highlights des Großen Geländewagens:
Diese liegen klar in seinen Funktionen, denn man kann alles über die Batteriebox, den Motor, den Switsch steuern. Das beginnt mit dem heben und senken des Geländewagens, er pumpt sich fast 3cm in die Höhe oder lässt sich absenken. Der 8 Zylinder Motor ist ein Hingucker, denn sofern man den Geländewagen schiebt und sich die Räder drehen, bewegen sich die Kolben und der Ventilator im vorderen Bereich. Die Seilwinde kann auch etwas schwerere Gegenstände nach oben heben, wie z.B. ein Schlüsselbund. Die Beleuchtung, durch die 2 LEDs hat der Geländewagen eine richtig gute Beleuchtung und sieht natürlich gerade im Dunkeln richtig gut aus. Die Flügeltüren werden über zwei Hebel im oberen Teil des Daches geöffnet und das sieht so aus als würden sie über eine Hydraulik geöffnet. Die Motorhaube aber auch die Heckklappe lassen sich öffnen und man kann den Geländewagen über ein Ritzel im oberen Bereich lenken. Wenn man es möchte kann man sich über Lego.de die Bauanleitung zu einem Buggy runterladen. Man hat also die Möglichkeit aus einem Geländewagen einen Buggy zu machen. Man muss sich einfach mal Vorstellen was man aus 1.097 Teilen so alles machen lässt. Allein wen man nur den Motorblock sieht, er besteht aus vielen kleinen Teilen, wie Kolben, Pleuelstange usw. alles baut man selbst zusammen und das ist schon ein Highlight an sich.
Spielbarkeit:
100% Spielspaß, denn der Geländewagen ist nicht nur Robust und stabil, man kann auch mit dem im freien spielen, egal ob man da im Sand spielt oder sonst wo. Er verträgt auch ohne große Problem Stürze aus einer gewissen Höhe von 30 bis 40 cm, sofern er nicht auf der Seite landet und nicht unbedingt auf extrem harten Untergründen. Die Akkus halten auch recht lange, denn dort sind 6 Batterien der Klasse AA untergebracht (sind nicht im Lieferumfang enthalten)
Reinigung:
Natürlich sollte man den Geländewagen auch wieder nach dem spielen im freien säubern, das geht auch recht gut, am besten man lässt ihn etwas abtrocknen, dann mit einem Pinsel einfach den Schmutz entfernen. Sollte er etwas heftiger verschmutzt sein, einfach die Elektronik entfernen und abduschen (aber Vorsicht, der Switsch ist recht eng eingebaut) Rosten kann nichts, denn der Geländewagen ist Metallfrei und aus Kunststoff.
Für wen Geeignet:
Hier muss ich schon sagen, ich denke nicht das Kinder ab 11 Jahren diesen Lego Geländewagen so ohne Probleme zusammenbauen können, aber mit Hilfe von Erwachsenen dürfte es dann kein Problem sein. Sollte aber ein Kind wirklich Technisch begabt sein, denke ich ist es kein Problem diesen Lego Geländewagen zusammenzubauen.
Djangos Schlussfazit:
Man oh man, Nicki und ich haben an dem Geländewagen doch recht lange gebastelt bis er zu 100% stand, alles funktionierte und man ihn auch wirklich als Fertig bezeichnen konnte. Man sagt zwar dass er für Kinder von 11 – 16 Jahren geeignet ist, doch wenn man keine Erfahrungswerte von Lego Technik hat, dann wird es schon etwas schwerer. Klar die Bauanleitung sagt was man zu tun hat, welches Teil wo hingehört, aber man muss auch 100% Konzentriert an diesen Zusammenbau gehen. Macht man nur einen Fehler, baut man ein Teil was man falsch erkannt hat ein, dann beginnt das Suchen oder man muss ihn wieder komplett zerlegen. Was ich als absolut Irre empfand, ist das man diesen Geländewagen wachsen sehen hat, erst ein Teil, dann wieder ein Element, dann das Zusammenfügen, die Funktionsüberprüfungen usw. und der mächtige Spaßfaktor. Kein Puzzle bietet diesen Spaß, denn zum Schluss hat man etwas womit man spielen kann, was Funktioniert, und dazu auch noch einen Sammlerwert hat.
Dieser Geländewagen von Lego Technik hat mich Nerven (auch Nickis) gekostet, er fördert die Feinmotorik und die Konzentration, denn man muss schon Fingerfertigkeiten besitzen um die ganzen winzigen Kleinteile zusammenzufügen. Insgesamt hat es nicht nur Spaß gemacht, sondern war somit auch mein Einstieg in einer doch nicht mehr ganz so günstigen Sammel- und Bauleidenschaft. 1.097 Einzelteile, die insgesamt zu einem sehr guten und funktionierenden Geländewagen wurden, der richtig viel Spaß macht und dazu auch noch Spielbar ist, ist ein Top Ergebnis. Von mir für den Zusammenbau 5 Sterne, für den Spielspaß 5 Sterne, für den Preis 5 Sterne und eine 100% Empfehlung. Doch Vorsicht, denn es könnte ein Suchtfaktor entstehen *lach*
Bezahlt habe ich für diesen Geländewagen 89 € aber man muss aufpassen, denn er kostet bis zu 129 €, also auf Angebote achten. Er ist jeden Cent Wert, denn allein das Power Functions-Zubehör, die Batteriebox, Scheinwerfer, Schalter und Motor kosten allein schon je nach Angebot zwischen 20 und 40 €.
Als Hinweis: einige Teile die auf den Bilder zu sehen sind, habe ich zusätzlich angebaut und sind nicht im Set enthalten, sozusagen habe ich den Lego Geländewagen noch ein wenig aufgerüstet, der Optik wegen. Dies ist der erste Teil von meiner Lego Technik Serie, denn ich habe noch weitere drei Technik Sachen worüber ich Euch berichten werde.
So, das war es aber nun von mir, also viel Spaß wenn ihr euch auch Lego Technik kauft, egal ob für groß oder klein, ich bin mir sicher, nicht nur Kinder haben extrem viel Spaß am Zusammenbau, sondern auch Erwachsene *lach*
Bis dann
Euer
© Django006 weiterlesen schließen
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