Canon EOS 50D Body Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 5.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Zuverlässigkeit:
ausgezeichnet
Verarbeitung:
ausgezeichnet
Ausstattung:
ausgezeichnet
Bildqualität:
ausgezeichnet
Bedienkomfort:
ausgezeichnet
Akkulaufzeit:
lang
Tragekomfort:
ausgezeichnet
Installation:
kinderleicht
Service:
ausgezeichnet
Vorteile
Ausstattung, Verarbeitung, Qualität, Display
- leichte Bedienung
- liegt gut in der Hand
- sehr guter Autofokus
- tolle Einstellungsmöglichkeiten
zuverlässig, stabil, langlebig, günstig auf dem Gebrauchtmarkt, keine Schwächen
Nachteile/Kritik
schwer, Rauschverhalten
Willkommen in der Zukunft
ein Testbericht von LittleSparko2008-12-28 17:59:48vom 28.12.2008Empfehlung: ja
Vorteile: Ausstattung, Verarbeitung, Qualität, Display...Nachteile/Kritik: siehe Bericht
Sparko ist pleite. Aber Sparko ist glücklich. Sparko hat ein neues Spielzeug und hatte es vor allen anderen *strahl*
Schon seit einer ganzen Weile stand fest, dass ich die 50D würde kaufen wollen, zuerst geplant als Zweitbody. Allerdings machte Canon mir einen Strich durch die Planung. Gerechnet hatte ich mit Release im März 2009 und einer Kamera mit etwa 12 Megapixeln. Im August dann die ersten Tests, Datenblätter: 15 Megapixel. Da wusste ich, dass ich sowieso nur noch mit der neuen arbeiten würde und habe die alte vorab zur Finanzierung der neuen weitervererbt.
Offiziell am 1.10. im Handel, hielt ich das gute Stück bereits eine Woche zuvor in den Händen und der Postbote muss gedacht haben, ich habe Uran gefrühstückt *lach*.
Ich werde diesen Bericht unter Betrachtung meines Umstieges von der 30D auf die 50D schreiben. Beim Lesen bitte zu beachten.
==CANON EOS 50D==
Fakten und Daten gibt es ausfürlich hier nachzulesen:
http://www.Canon.de/For_Home/Product_ Finder/Cameras/Digital_S LR/EOS_50D/index.asp
Die wichtigsten Punkte:
- CMOS Sensor mit effektiv 15,1 Mio Pixel
- DIGIC IV Prozessor
- 3 Zoll Display
- LiveView
- Schüttelsensor (selbstreinigender Sensor durch Ultraschall)
- High ISO bis 12800
- Serienbilder bis zu 6,3 Bilder/sec
- 9 Kreuzpunkt AFsensoren
- AF Feinabstimmung für verschiedene Objektive
- Aufnahme von EF und EF-S Objektiven
===Lieferumfang===
Neben der Kamera finden wir in der Kiste folgendes:
- 1 Akku BP 511a mit 1390mAh
- Kameragurt in rot/schwarz
- CD mit Handbüchern im PDF Format
- 2x die Software CD in div Sprachen
- 4 dicke Anleitungen (deu, eng, hol, franz)
- Softwareanleitungsfaltblatt
- Ladegerät CB-5L
- Garantiekarte
- Kurzanleitung (ebenfalls mehrsprachig)
- Werbung für Pixmadrucker, Image Gateway etc.
Ich habe nur den Body gekauft. Es gibt auch angebotene Kits mit einem 17-85 Objektiv oder dem neuen EFS 18-200.
==Erster Eindruck==
Größer, schwerer - mehr. So liesse sich mein erster Eindruck wohl am besten beschreiben.
Die Kamera ist in der Tat sichtbar gewachsen gegenüber der 30D, auch an Gewicht hat sie zugelegt. Was mir direkt auffiel, dass jetzt auch die linke Front des Bodys mit der lederartigen Beschichtung überzogen ist, nicht mehr nur die rechte Seite, wo man die Kamera hält.
Natürlich fällt sofort das riesige Display ins Auge, nimmt es doch locker die Hälfte der Rückwand ein. Immerhin von 1,8 auf 3 Zoll angewachsen und mit 900.000 Bildpunkten ausgestattet.
Der Arretierungsknopf fürs Lösen des Objektivs ist ebenfalls gewachsen und hat eine kleine Drucksperre bekommen, damit er nicht mehr so locker gedrückt wird und das Objektiv wirklich nur bewusst abgenommen werden kann.
Auch das Infordisplay auf der Oberseite weist nun mehr Platz und mehr Informationen auf. Noch mehr Dinge fallen auf: die Belegung der Tasten vor dem Infodisplay hat sich verändert, das Programmwahlrad ist nicht mehr schwarz, sondern silbern und hat ebenfalls mehr Icons aufzuweisen. Auch die Tasten auf der Rückseite haben sich leicht gewandelt. Die JUMP Taste fehlt, dafür gibt es eine PictureStyles Taste.
Ansonsten verfolgt die 50D weiterhin das bewährte Bedienkonzept der Semiproreihe und sieht ihren Vorgängern entsprechend ähnlich.
Nur ein optischer Aspekt hat mich direkt maßlos geärgert: auf dem Kameragurt steht explizit das Modell EOS 50D drauf - im Gegensatz zu vorher, wo nur EOS Digital zu lesen war. Damit auch jeder Dieb schon vorher weiss, dass sich das klauen
lohnt. Grummel. Zum ersten Mal denke ich darüber nach, mir einen neutralen Kameragurt zuzulegen.
==Funktionen, Aufbau, Neuerungen==
Obwohl ich sämtliche Vorabtests gelesen hatte (oder vielleicht genau deswegen?), war ich hin und hergerissen, ob ich große Erwartungen stellen sollte oder nicht. Ich weiss, dass ich hier Qualität habe, schliesslich ist dies nicht meine erste digitale EOS und gerade im Vergleich zur 30D gibt es etliche neue Sachen. Sie war vertraut und lockte doch mit neuen Sachen. Nach dem Akkuladen und dem üblichen Ersteinstellen von Datum und Uhrzeit, schlappte ich neugierig ins Menü.
Wow, hier hat sich viel getan. Nicht nur optisch, sondern auch in der Bedienung. War bisher nur das Daumenrad und die SET Taste zum Steuern nötig, wird jetzt auch das Einstellrad hinterm Auslöser mit einbezogen. Befindet man sich auf einer Menükarte, scrollt man mit dem Daumenrad durch, will man zur nächsten Karte, muss man vorn drehen. Etwas ungewohnt, aber man kann sich schnell damit anfreunden.
Die Menükarten haben jetzt Symbole erhalten und sind mit Punkten versehen: Kamera 1 Punkt und Kamera 2 Punkte für Kameramenü 1 und 2 zB. Das ganze auch farblich gekennzeichnet und jetzt steht sogar eine Favoritenfunktion zur Verfügung, wo man sich die bevorzugten Menüeinträge selber zusammenstellen kann.
Auch beim Umstellen einzelner Punkte im Menü werden nun beide Räder benötigt.
Eine sehr praktische Neuerung: drückt man den Multiknopf (Mehrfachwegeknopf rechts oben vom Display) mittig durch, erscheinen sämtliche direkte Fotoeinstellungen auf dem Display und können hier direkt verändert werden - zb. Iso, Blende, Zeit, Aufnahmequali. Sehr praktisch für Stativaufnahmen, wenn das Stativ voll ausgefahren ist und man nicht mehr oben aufs Display guggen kann, was man grad verstellt.
'''High ISO'''
Natürlich wollte ich direkt Ergebnisse sehen. Ich angelte mir ein Objektiv und schoss direkt die ersten HighISO Bilder - und war überwältigt. Lagen Werte über 800 bei der 30D mit mickrigem Licht bereits optisch näher an der Schmerzgrenze, kann man hier diesen Rauschgrad erst bei 3200 entdecken. Im alleräussersten Notfall ist selbst die ISO 6400 noch verwendbar - von der 12800 sollte man allerdings die Finger lassen, wenn man die Rauschunterdrückung abschaltet. Mit eingeschalteter Rauschunterdrückung ist es noch ansehnlich, aber allenfalls für kleine Webauflösung verwendbar. Im Falle eines Falles ist es gut zu wissen, dass es geht und man auch unter miserabelsten Bedingungen noch ein Foto machen kann, auf dem gut etwas erkennbar ist. Schliesslich hat meine ganz alte 300D so ein Farbfeuerwerk schon bei ISO 1600 veranstaltet. Und da waren wir ja auch zufrieden, nicht wahr ;)
Der deutlichste Nachteil eines Iso 12800 Fotos: in der größten Auflösung verdoppelt sich die Dateigröße gegenüber den ISO Werten bis 800.
'''Display'''
Hier kommt auch gleich die Sprache auf das Display und was soll ich sagen? Canon hat seine Hausaufgaben gemacht, ich bin grenzenlos begeistert. Man zoomt beim Ansehen nun nicht mehr ins eingebettete Thumbnail sondern in die Originaldatei - so ist nun auch eine Schärfebeurteilung auf dem Display sinnvoll möglich. Das Display ist klar und brilliant und die Darstellung ein Traum - natürlich nicht zuletzt auch wegen der wirklich anständigen Größe.
'''LiveView'''
Nun ist auch die Semipro Reihe der Canon DSLRs mit LiveView ausgestattet. Was das ist? Sehen, was man fotografiert, auf dem Display, statt durch den Sucher. Also so ähnlich wie bei Kompaktkameras. Unterschied: Der Sucher ist während des LiveViews blockiert, da der Spiegel hochgeklappt wird und das Bild durch den Sensor auf dem Display reproduziert wird. Fokussieren ist im AF Modus auf diese Art nicht möglich, jedoch bei manuellem Fokus ist der LiveView eine sehr nützliche Hilfe, da man einfach besser beurteilen kann, als durch den kleinen Sucher. Löst man nun aus, klappt der Spiegel erst wieder runter, um zum Belichten wieder hochzuklappen.Wer also nach dem ersten Klack schon wieder wegzieht, hat ein verwackeltes Bild. Nützlich ist das auch bei Überkopfaufnahmen oder auf bereits erwähntem hochausgestelltem Stativ - sofern man die Funktionsweise beachtet und lang genug wartet.
Das Liveview kann jederzeit über die LiveView/Printtaste links oben auf der Rückseite aktiviert/deaktiviert werden. Es ist dabei natürlich zu beachten, dass die Nutzung des LiveView erheblich mehr Strom verbraucht.
'''Tempo'''
Leider ist nirgends zu finden, welche Geschwindigkeiten der DIGIC 4 Prozessor verarbeitet und welche Karten maximal bedient werden können. Ich kann mir allerdings auch nich vorstellen, dass der Mensch beim Serienshoot mit der Kamera zwischen einer 120x und einer 300x Karte noch unterscheiden kann. Das wird wohl erst zum Tragen kommen, wenn man große Serien in RAW fotografiert, die dann entsprechend in den Puffer geschrieben werden - irgendwann ist der dann eben voll und kann nicht schnell genug geleert und auf die Karte übertragen werden und der Fotograf muss pausieren. Ich nehme aber eher an, derartige Serien machen ich nur in JPG und da ist so schnell keine Grenze zu vernehmen.
Das Serienbild mit 6,3 Bildern in der Sekunde ist anbetracht der 15 Megapixel ganz ordentlich, wenngleich ich vorher bereits 5 Bilder/sec hatte und man sicherlich mehr erwartet hat, zumal die 1er Reihe hier mit 12 Bildern auftrumpft. Aber manches muss eben der Profireihe vorbehalten bleiben und die 6,3 reichen ja auch völlig aus.
'''Geräuschkulisse'''
Der Spiegelschlag ist schon ordentlich laut, auf jeden Fall lauter als bei meiner 30D. Im LiveView Modus 1 wird das Geräusch gedämpft, was aber in einem stillen Museum oder Kirche wohl ziemlich effektlos ist, der Unterschied ist marginal. Im LiveView Modus 2 wird verzögert ausgelöst, worin hier der Sinn liegen soll, weiss ich nicht, Canon schreibt in der Anleitung, dass hierdurch die Störung auch kleiner gehalten werden soll, was ich nicht nachvollziehen kann - klack bleibt klack ob nun jetzt oder gleich.
'''Picturestyles'''
Canon hat vor 3 Jahren die PictureStyles von den Kompakten in die DSLR adaptiert und hier haben diese nun auch eine eigene Taste. Betätigt man sie, kann man direkt fertige Styles wie Portrait, Schärfe, Landschaft oder Monochrom anwählen oder 3 eigene Styles zusammenstellen. Pro Style kann man die Schärfe, Kontrast, Farbsättigung und Farbton manuell einstellen.
Ich habe gern die volle Gewalt selber nachher am PC über meine Fotos und überlasse daher sowas ungern der Kamera und wähle "natürlich", wo alle Parameter auf 0 stehen und nichts verändert wird.
'''CreativAutomatik und Custom1+2'''
Das Programmrad hat die üblichen Icons für die Motivprogramme: DAU Modus (das grüne Viereck: DAU - Dümmster Anzunehmender User) - also die Vollautomatik, die Programme Blitz aus, Nachtportrait, Sport, Makro, Landschaft und Portrait. Weiterhin die Kreativprogramme P, AV, TV, M und A-DEP. Neu sind CA und C1 und C2.
CA - Creativautomatik. Im Groben ist es eine steuerbare Vollautomatik. Wählt man diese Einstellung, erscheinen sämtliche Parameter auf dem Display. Doch nicht wie es der geübte Amateur kennt mit Blendenzahl oder Verschlusszeit, sondern für unbedarfte Anfänger: per Schieberegler kann man das Bild heller oder dunkler machen oder Hintergrund scharf oder unscharf. Zusätzlich kann man die Aufnahmequalität ändern, Serienbild/Einzelbild/Selbstauslöser, einen Picturestyle wählen und den Blitzmodus umstellen. Die Picturestyles sind hier auch anders bezeichnet. So wird Landschaft mit "leuchtende Blau/Grüntöne" und Portrait mit "sanfte Hauttöne" beschrieben.
Die CA bietet dem Umsteiger von der Vollautomatik zum manuellen Fotografieren einen geebneten Übergang, da auch beim Fokussieren und Auslösen die von der Kamera gewählten Werte zur Zeit und Blende angezeigt werden. So kann der Anfänger die Bedeutung der verschiedenen Blenden und Zeiten praktischer begreifen lernen. Für mich ist das natürlich relativ unbrauchbar. Vor allem, weil auch die ISO auf Automatik steht.
Hingegen finde ich C1 und C2 ziemlich praktisch. Übers Menü kann man diese beiden Kollegen mit vorgefertigten Parametern belegen und so verschiedene, häufig genutzte Kombinationen als fertiges Programm speichern.
Ich gehe ins Menü und sage: ich will C1 belegen. Da sagt die Kamera: wähle jetzt. Jetzt kann ich zb. auf M schalten, ISO, Qualität, Blende und Zeit einstellen und drücke anschliessend OK und das ganze wird abgespeichert. Legt man sich jetzt RAW auf die eine und JPG auf die andere, kann man easy zwischen RAW und JPG switchen, ohne umständlich im Menü umschalten zu müssen. Ist also was für Faule oder Hektiker, die sich gern Zeit für andere Dinge nehmen.
'''CustomFunctions C.Fn'''
Unter einem orangenen Kamerasymbol finden wir (in den Kreativprogrammen, in den Automatiken nicht verfügbar) im Menü die Custom Functions. Unterteilt in 4 Untermenüs können wir hier allerlei Sachen einstellen:
_Menü 1: Belichtung_
*Umstellung der Belichtungsstufen von 1/3 auf 1/2 Stufen
*ISO Umstellung von ganzstufig auf 1/3 Stufen
*ISO Erweiterung ein/aus (um 6400 und 12800 also H1 und H2 verfügbar zu machen)
*Automatisches Bracketingende ein/aus (Bracketing: es können mehrere Bilder mit unterschiedlichen Weissabgleichen parallel aufgenommen werden. Hier kann entschieden werden ob die Einstellungen dafür beim Abschalten gelöscht oder beibehalten werden)
*Bracketing Sequenz - Einstellung der Abweichungswerte
*Safety Shift: aus/möglich - automatische Belichtungskorrektur in TV/AV, wenn keine korrekte Belichtung erreicht werden kann.
_Menü 2: Bild_
*Rausreduzierung bei Langzeitbelichtung ein/aus/automatisch
*High ISO Rauschreduzierung: Standard/gering/stark/aus
*Tonwertpriorität ein/aus (erhöht den Standardwert von 18% Grau um hellere Bereiche, erhöht die Detailschärfe in hellen Bereichen - erhöht dabei aber das Rauschen in den Tiefen)
*Automatische Belichtungsoptimierung Standard/gering/stark/aus - stellt die Kamera fest, dass zu dunkel oder kontrastarm ist, wird automatisch korrigiert, in den Motivprogrammen passiert das automatisch mit dem Wert Standard.
_Menü 3: Autofokus/Transport_
*Schärfesuche ein/aus - wenn der AF keinen Punkt findet, kann man hier entscheiden, ob er weitersuchen soll oder ob er aufhören soll, zu suchen und womöglich fehlerhaft zu fokussieren
*Funktionen der AF Stoptaste - diese sind nur bei IS Supertele verfügbar - die hab ich nicht, aber ich nenns euch trotzdem: AF Stopp/AF Start/AE Speicherung/AF Messfeldwahl/OneShot - Servo Umschaltung/Start IS
*Wahlmethode AF Messfeld - Normal/Multicontroller/Schnelleinstellrad - hier wird eingestellt, wie man die AF Messfelder auswählen möchte
*Eingeblendete Anzeige ein/aus - hier kann man wählen, ob das gewählte AF Feld beim Scharfstellen rot blinkt oder nicht
*AF Hilftslichtaussendung - ein/aus/nur ext. Blitz - der interne Blitz kann auch ein Hilfslicht aussenden, in Form eines kurzen Stroboskopblitzes. Ein externer Speedlite macht das mit Infrarotlicht, hier kann man auswählen, wann das Hilfslicht sich melden soll.
*Spiegelverriegelung ein/aus - aktiviert man diese, klappt der Spiegel einfach hoch, man drückt den Auslöser erneut, um zu belichten. Das soll Vibrationen verhindern. Da fand ich die alte Spiegelvorauslösung viel besser - da macht die Kamera das von alleine: Auslösen, Spiegel klappt hoch und die Kamera belichtet zeitversetzt. Denn das auslösen an der Kamera verursacht ebenfalls eine erneute Kamerabewegung.
*AF Feinabstimmung - aus/alle gleichen Wert/ bis zu 20 individuelle Objektive - die AF Feinabstimmung sollte nur gemacht werden, wenn man sich ganz sicher ist, dass man Fehlfokus hat. Dieser soll hiermit korrgiert werden, empfohlenerweise vor jeder Aufnahme erneut. Wessen Kamera bei allen Objektiven den gleichen Fehlfokus aufweist, kann hier "für alle gleichen Wert" auswählen und korrigieren. Wer nur einzelne Objektive mit Fehler hat, kann sie hier abstimmen und speichern - bis zu 20 verschiedene. Natürlich befinden sich nur Canon Objektive im Speicher, andere werden nicht namentlich erkannt. Ich meine: Wer Fehlfokus hat, tauscht das Objektiv um. Wer bei allen Fehlfokus hat, tauscht die Kamera um. Nette Grundidee, praktische Umsetzung unbrauchbar.
_Menü 4: Operation/Weiteres_
*Auslöser/AF Starttaste - Messung + AF Start/ Messung + AF Start-Stopp/Messung Start-Messung + AF Start/AE Speicherung-Messung + AF Start/Messung + AF Start-deaktiviert - hier kann man das bevorzugte Verhalten des Auslösers und der AF ON Taste auswählen - wann soll die Belichtung und Schärfe gemessen, die Messung gestoppt oder gespeichert oder unterbrochen werden
*AF ON/AE Locktaste - ein/aus. Die Funktionen der AF ON und AE Locktaste werden vertauscht
*SET Taste zuordnen - normal(gesperrt)/Bildqualität/Picturestyle/Menüanz eige/Bildwiedergabe/Schne lleinstellungsbildschirm - ist die Kamera aufnahmebereit, hat die SET Taste normal keine Funktion. Auf Wunsch kann eine der hier genannten Funktionen dort hinterlegt werden, um bei häufiger Nutzung direkt zugreifen zu können.
*Drehung Wählrad AV/TV - Normal/umgekehrt - für die Halbautomatiken AV und TV kann hier einsgestellt werden, dass im einen Menü die Räder sorum, im anderen Menü genau entgegengesetzt gedreht werden müssen. Andere Programmstellungen betrifft das nicht.
*Mattscheibe - die 50D hat eine wechselbare Mattscheibe. Tauscht man sie aus, kann man im Menü einstellen, welche in der Kamera ist, da hier verschiedene Belichtungskorrekturen notwendig sind.
*Originaldaten zufügen - ein/aus - es werden automatisch Daten angehangen, die bestätigen, dass es sich um ein Originalbild handelt. Diese Daten können ausschliesslich mit dem OSK E3 ausgelesen werden, das Original Data Security Kit.
*Func-Taste zuordnen - Hier kann man die rechts unten am Display platzierte FUNC Taste belegen, wahlweise mit: LCD Helligkeit, Bildqualität, Belichtungskorrektur/AEB Einstellung, Bildsprung mit vorderem Wählrad, Livebild Funktionseinstellungen. Der Druck auf die FUNC ruft dann direkt das Untermenü auf, was hier eingestellt wird.
Die Customfunktionen sind umfangreich, hier kann man etliche Möglichkeiten zur Optimierung des eigenen Workflow finden. Für ungeübte wird das erstmal eine riesige Flut an unverständlichem Zeug sein, aber keine Sorge, die Kamera tut auch ohne Einstellungen in diesen Menüs artig, was sie soll.
'''Bildqualität'''
Da der Sensor der Kamera immer noch gleich groß ist, hörte man viele skeptische Worte zu den 15 Megapixeln. Auch ich befand mich mehr auf dem Standpunkt: mal sehen, wie es ist, notfalls kann man ja auf M und 8 Megapixel runterschalten oder das Bild später auf 10 MP runterrechnen. Aber ich bin zufrieden. Von dem von vielen befürchteten Pixelmatsch kann ich weit und breit nichts erkennen.
Folgende Größen kann man wählen:
*JPEG: (L - 15,1MP) 4.752 x 3.168, (M - 8 MP) 3.456 x 2.304, (S - 3,8MP) 2.353 x 1.568
*RAW: (RAW - 15,1 MP) 4.752 x 3.168, (sRAW1 - 7,1MP) 3.267 x 2.178, (sRAW2 - 3,8 MP) 2.376 x 1.584
Man kann auch jeweils parallel RAW + JPG speichern. Ein vollaufgelöstes RAW belegt ca 20MB Speicherplatz.
Bisher habe ich mich nicht an RAW rangetraut und war der Meinung, es muss mir auch gelingen, das perfekteste verfügbare Bild auch so hinzukriegen, schliesslich konnte ich früher auch nicht bei der Negativentwicklung rumfummeln - aber anbetracht der Bilder, die ich nächstes Jahr machen werde, wird RAW immer interessanter. RAW ist das Rohdatenformat. Bei einem überbelichteten JPG wären Informationen einfach weg beim Speichern, im RAW bleiben sie erhalten, man kann die Belichtung und den Weissabgleich nachträglich ändern und HDR (High Dynamic Range) Bilder aus einem RAW erstellen. EIn JPG verfügt über 8bit Farbtiefe, ein RAW über 12bit.
'''Sensorreinigung'''
Standardmäßig ist die Reinigung so aktiviert, dass sie stets beim Ein/Ausschalten passiert. Das habe ich abgeschaltet und mache dies nur bei Bedarf. Ein Ultraschallsignal bringt hier den Sensor in Schwingung, um kleinste Staubpartikel runterzuschütteln. Ausser einem leisen Klack vernimmt man davon nichts. Natürlich kann man auf Wunsch weiterhin auch den Sensor manuell reinigen und den Spiegel hochklappen lassen. Ich bin da sehr faul und auch etwas unbeholfen und gerade bei kleinstem Staub (der auf einem fertigen Foto ja gern mal riesig aussieht), erreicht man mit auspusten meistens eh nicht viel, da find ich das schon sinnvoll.
'''Handling'''
Für jemanden, der aus der gleichen Klasse kommt, ist die Kamera natürlich recht vertraut. Sie liegt dank ihres Gewichts sehr ruhig und sicher in der Hand, alle Knöpfe sind auch für meine etwas zarteren Hände gut erreichbar und bedienbar. Die Druckpunkte sind gut, nicht zu leicht, nicht zu stark.
Der CF Slot geht schön straff zu öffnen, auch das einsetzen und entnehmen der Karte geht straffer.
Die Anschlüsse für USB, Kabelauslöser, Videoout, HDMI Out und Blitzanlage sind unter zwei getrennten, stabilen Gummiabdeckungen, die sich leicht lösen lassen und passgenau einfach wieder schliessen. Bei der 30D bestand dies aus einem einzigen Abdeckgummir, der geschwungen geschnitten war und daher leicht verknickt wurde und der vor allem nicht so passgenau war und es ne ziemliche Fummelei war, ihn wieder zu schliessen. Leider ist der Anschluss für den Kabelauslöser um genau 180 Grad verdreht. Ging das Kabel bei der 30D also nach hinten weg, wo ich ja hinterm Stativ stehe, geht er bei der 50D nach vorn weg und muss sich dann wieder nach hinten knicken, wo der Fotograf ist. Für Selbstportraits sind Kabelauslöser eh zu kurz. Da hat entweder einer in der Konzeption oder im Zusammenbau gepennt oder Canon hat verschwiegen, wo der Sinn liegen soll.
Technisch passen alle Erweiterungsteile der 30D - also auch der BG-E2 Batteriegriff. Leider aber hat Canon gepennt: die Kamera ist gewachsen - der BG nunmal nicht (auch der BG-E2N nicht, der zur 40D kam). So ergibt sich eine unschöne Kante, die deutlich macht, dass es einfach nicht ganz zusammenpasst. Das sieht aus, wie gewollt und nicht gekonnt. Schade. Dafür läßt sich der Batteriefachdeckel jetzt einfach im richtigen Winkel rausziehen, anstelle mit Hebelchen schieben entnehmen.
Am Boden der Kamera ist der Anschluss für Erweiterungssysteme versteckt. (Wireless File Transmitter zb.)
Das Display ist ohne Frage grandios, aber nach dem Fotografieren, ist es grundsätzlich völlig verschmiert. Auch der Kratzfaktor ist relativ hoch und ich werde umgehend Schutzfolien kaufen. Leider verpasst Canon seinen Kameras keine Standardschutzfolien wie man sie zb. bei Handys findet, so hätte ich diese vorerst drauflassen können. Glotzt man durch den Sucher, kann man nicht verhindern, dass Nase und Schnute zwangsweise auf dem Display kleben. Nachteile hat DSLR in dem Fall schon....
===Software===
Canon spendiert natürlich auch Software. Und zwar gibt es hier EOS Utility, Zoom Browser Ex, Photostitch, PictureStyles Editor und Digital Photo Professional. Die EOS Utility braucht man für das Entladen und das Einstellen der Kamera - so kann man den Besitzernamen und ein Copyright und einen Autor angeben und diese werden in den Exifdaten mitgespeichert. Bei der 30D gabs hier nur den Besitzer. Auch kann man hiermit die Kamera fernsteuern. Mit dem PictureStyles Editor kann man die Styles definieren und speichern. Der ZoomBrowserEx ist ein Programm zum Verwalten, sortieren und Bearbeiten von Photos. Verwalten tu ich nicht und für alles andere hab ich Photoshop. DPP ist für das auslesen und entwickeln der RAW Dateien - aktuell wichtig und benötigt, da es für Photoshop CS kein CameraRaw gibt, was die 50D unterstützt und dies auch CS3 vorbehalten ist *grrr*. Hier kann man dann verschiedene Entwicklungsparameter wählen und das Bild als JPG oder TIFF entwickeln und speichern. Hier ist zum 16bit TIFF zu raten.
Zum Entladen nutze ich jedoch einen Kartenleser, da selbiges arg am Kamerastrom zerrt.
Mit Photostitch kann man Panoramabilder erstellen, klappt jedoch mehr schlecht als recht. Kostenlose Tools aus dem Netz sind da brauchbarer.
===FAZIT===
Mit LiveView, PictureStyles und CreativAutomatik hat Canon endgültig die Verschmelzung zwischen DSLR und Kompakt erreicht und ich finde einiges davon nur sehr bedingt brauchbar in dieser Kameraklasse. Bei der Konkurrenz und der neuen 5D MKII ging man gar noch einen Schritt weiter bei der Verschmelzung: man hat nun auch Videomodus und kann Filmen.... Ich finde das fast ein wenig bedauerlich, schliesslich zahlen wir so für Features mit, die wir nicht brauchen. Solche Sachen gerne in der Einsteigerklasse, fürs bessere Eingewöhnen, aber in der Reihe der Semipros, also der sehr ambitionierten Amateure oder auch echten Profis, die einfach günstiger kaufen wollen als die Pro Reihe, ist der Prozentsatz derer, die sich dadrüber freuen doch relativ gering. Aber was solls, ich kanns eh nicht ändern.
Ich bin glücklich und zufrieden und genieße natürlich die Tatsache, von 8 auf 15 Mio Pixel geklettert zu sein. Nun muss ich mit Reservespeicherkarten anbauen, die Dateien sind erheblich größer.
Für Umsteiger von 30D oder älter ist die 50D ein sehr interessanter Sprung, für 40D Besitzer keine große Beachtung wert, da hier die Unterschiede recht wenige sind - am deutlichsten noch 10 zu 15 MP.
Mit einem wesentlich aufgeräumteren Menü, einem wirklich endlich sinnvollen und absolut erstklassigen Display, mit 15 MP und einer derart gelungenen hohen ISO ist Canon mit der 50D in der Zukunft angekommen. Mit ISO und Auflösung sind große Reserven gegeben fürs kreative Fotografieren, auch der LiveView ist nicht ganz unbrauchbar bei Stativaufnahmen. Canon hat mit der 50D eine Schnittstelle zwischen Einsteiger und Pro geschaffen, die das Hochsteigen für Amateure erleichtert, aber den Ambitionierten ausreichend Funktion bietet.
Ich habe mit 1249 Euro einen höheren Preis gezahlt, als der aktuelle Strassenpreis von rund 1100 Euro, dafür hatte ich sie eher, habe sie auf Rechnung erhalten und beim Händler meines Vertrauens gekauft. Der UVP liegt bei 1299.
Ich bin hochzufrieden und freue mich auf viele wunderbare Fotos mit sehr vielen kreativen Möglichkeiten und spreche eine deutliche Empfehlung aus und vergebe natürlich alle Pünktchen. Es gibt ein, zwei Dinge, die ich nicht brauche, aber die stören mich ja nicht. Es gibt keinen nennenswerten Kritikpunkt an dem Gerät.
Knips!! KingSparko ciao.de / LittleSparko yopi.de
...
panico, 02.01.2009
Deine Traumkamera ...smile.... Es sei Dir gegönnt !Ich wünsche Dir einen zauberhaften Start ins Jahr 2009 ! Allerliebste Grüße von panico:-
frankensteins, 22.12.2008
ich kam ja schon in den Genuß deine tollen Nachtbilder von berlin zu betrachten, wer so fotografieren kann, braucht so ein Gerät lg
sindimindi, 22.12.2008
Ich dachte erst, in 14 Minuten kannste den Bericht doch nicht geschrieben haben...aber ich kenn den von Tschau!- LG, Roland
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Nicht die Aktuellste, nicht die Schnellste - aber die geeignetste Camera für mich
ein Testbericht von Allgäuer2012-01-02 00:19:12vom 02.01.2012Empfehlung: ja
Vorteile: zuverlässig, stabil, langlebig, günstig auf dem Gebrauchtmarkt, keine Schwächen...Nachteile/Kritik: schwer, Rauschverhalten
Wer meine Berichte über verschiedene Cameras gelesen hat, der weiß, dass ich früher begeisterter „Analogfotograf“ war, der insbesondere unter schwierigen Bedingungen (Kälte, Schnee, Sturm, unter Wasser usw.) sein Hobby gepflegt hat. Durch familiäre Entwicklungen sind einige Hobbies dann in den Hintergrund gerückt und drängen nun wieder stark in meinen Fokus. Aufgrund der sportlichen Aktivitäten meiner Kinder habe ich auf der Suche nach einer geeigneten Camera diverse Canons getestet. Nur Canon kommt für mich in Frage, da ich noch eine ansehnliche Objektivpalette im Schrank liegen habe.
Als Nachfolgerin für meine EOS 350 D wäre die 7 D natürlich das richtige Teil für die von mir favorisierten Sportaufnahmen. Allein der Preis von knapp 1300 € ist für einen Familienvater von 3 Kindern nur schwer auf die Seite zu bringen. Billigere Alternative könnte die EOS 60 D sein. In einem Testbericht könnt Ihr meine Erfahrungen nachlesen. Sie ist zum Preis von 850 € aus meiner Sicht einfach nicht der passende Kompromiss.
Mein Nachbar ist aktiver Wettbewerbsfotograf und freut sich über meine wiedererwachte Leidenschaft. Zu meiner Freude bot er mir seine 50 D zum Test an um ggf. dann in Verkaufsverhandlungen mit mir einzutreten.
Auf den ersten Eindruck erscheint die Canon EOS 50 D richtig schwer. Im Vergleich zu meiner in den letzten Jahren verwendeten EOS 350 D ist sie auch riesig. Sie erscheint sehr stabil, das Gehäuse besteht aus einer Magnesiumlegierung und wenn ich an meine alten Nikons F2 und F3 zurückdenke, dann erweckt sie auch einen Vertrauens erweckenden oder wie man heute lieber sagt – wertigen Eindruck. Stabil ist aber auch schwer. 750 Gramm ohne Objektiv verbunden mit einer gewissen Größe liegen mir aber bei Handschuhgröße 12 ½ gut in der Hand. Ja nach verwendeter Optik ist man mit der 50 D schnell mal bei 1500 oder 2000g.
Wenn ich bei einem Handballspiel das Gewicht des Gehäuses, zusammen mit dem Sigma 2,8/50-150 HSM und evtl. noch einem Blitzgerät für knapp 120 Minuten lang mit angewinkelten Armen vor dem Auge halte sind Fitnessqualitäten im Bizeps gefragt. Abhilfe kann hier der Einsatz eines Einbeinstativs bringen, das das Gewicht abfängt, einer ruhigere Camerahaltung ermöglicht und die Reaktionsschnelligkeit nicht wirklich einschränkt. Sollte man jedoch zu einer Veranstaltung weiter zu Fuss gehen müssen kommt zum hohen Gewicht der Ausrüstung auch noch das Stativgewicht. Im Grunde ist das wohl der Preis dafür, dass Canon die EOS 50D als Semi-Profi-Gerät konstruiert hat und auch so vermarktet. Für die anvisierte Nutzergruppe spielten eben Stabilität, Gestaltungsfreiheit, Zuverlässigkeit und Abbildungsqualität eine größere Rolle als geringes Gewicht.
Dafür wartet die 50 D mit einem sehr guten Handling auf. Rutschfeste Griffflächen durch eine angenehm anfühlende Gummibeschichtung ermöglichen einen sicheren Griff auch mit nur einer Hand. Ich bevorzuge etwas größere und auch nicht so ganz leichte Gehäuse. Alle Bedienelemente sind da, wo sie hingehören und gut erreichbar sind.
Zentrales Bedienelement ist das Daumenwählrad auf der Rückwand, ergänzt durch das Einstellrad neben dem Auslöser. Der Fotograf kann damit die wesentlichen Einstellungen vornehmen. Mit 2 Fingern hat man nach etwas Übung praktisch alle wichtigen Einstellungen (Blende, Zeit, Shifting) unter
Kontrolle. Gut finde ich dass man alle Einstellungen auf dem großen Display ablesen kann. Damit ist es kinderleicht diese zu überwachen und ggf. anzupassen. Natürlich erfordert das gewisse fotografische Mindestkenntnisse über die Wirkungen und Zusammenhänge der der einzelnen Parameter. In aller Regel werden aber wohl die verschiedenen angebotenen Automatiken mit den zusätzlichen Eingriffsmöglichkeiten genutzt. Heutzutage muss man beim C nicht mehr diskutieren ob die Zeit- oder die Blendenautomatik die bessere Wahl ist. eine moderne SLR bietet die Wahl in einem Gehäuse und dazu noch viele kreative Einflussmöglichkeiten. Die Motiv-Modi sind ja vor allen Dingen von den Einsteigercameras bekannt. Ich spare mir die vielen Möglichkeiten hier aufzuzählen, zumal das Datenblatt hier Auskunft geben kann. Ich will auch nicht verhehlen, dass ich nicht alle Möglichkeiten ausprobiert habe. Besonders erwähnenswert finde ich die Möglichkeit zur Speicherung von 2 frei belegbare Einstellungen. So stehen häufig benutzte Parameter schneller wieder zur Verfügung.
Selbst Oma und Opa können mit der 50 D ggf. nichts falsch machen, denn die „Motivklingelautomatik“ der Einsteigergehäuse (alles auf grün) gibt es auch bei der Semiprofessionellen. Für Anfänger und Umsteiger aus dem Compactcamerasektor gibt es ein spezielles (Lern-) Programm um die Zusammenhänge der einzelnen Einstellungen besser zu erkennen. Ich halte diese Einstellmöglichkeit für eine überflüssige Spielerei.
Das Herzstück der Canon EOS 50D ist der APS-C Sensor der Digic IV – Reihe mit 15,1 Megapixel. Theoretisch stehen Empfindlichkeiten bis zum ISO-Wert von 12800 zur Verfügung. Seit Markteinführung der digitalen Fotografie ist ein zentrales Thema zur Bewertung der Bildqualität das Rauschverhalten. Diese hängt von verschiedenen Faktoren ab, nimmt aber mit Erhöhung der Filmempfindlichkeit und steigender Pixelzahl ohne Vergrößerung des Sensors grundsätzlich zu. Speziell in Sporthallen fehlt üblicher Weise das Licht für die fotografische Darstellung von schnellen Bewegungen.
Mit 15,1 MP ist die 50 D etwas schwächer bestückt als die Nachfolgerin 60 D und das Spitzenmodell 7 D, was sich aber im Rauschverhalten nicht signifikant positiv auswirkt. Realistisch sollten Empfindlichkeiten über ISO 1600 nach Möglichkeit nicht verwendet werden, Bilder bei ISO 3200 sind aber trotzdem noch besser als die meiner 350 D bei ISO 1600. In wie weit Nachbearbeitungen das Rauschen wieder unter Kontrolle bringen können habe ich bisher noch nicht ausprobieren können.
Die erzielbare Schärfe hängt natürlich in großem Maße von den verwendeten Objektiven ab. Da ich keine Messeinrichtung habe sondern als Maßstab nur meine Augen nutzen kann konnte ich keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen 50 D, 60 D und 7 D erkennen. Alle Cameras zeigen brilliant scharfe Fotos und knackige Farben. Wo der Dynamikumfang nicht ausreicht hätte die 50 D noch eine Einstellung zur Verbesserung der Dynamik wenn im RAW-Format gespeichert wurde. Auch diese Möglichkeit zeigt, dass in wenigen Tagen der gesamte technische Umfang einer modernen Camera kaum zu erfassen ist. Es gibt z.B. so umfangreiche Einstellmöglichkeiten bei den sogenannten Customfunktionen dass mich deren Anwendung nach 2 Seiten in der Bedienungsanleitung eher abgeschreckt hat. Vielleicht spiele ich mal damit falls ich das Teil wirklich kaufen sollte.
Aber zurück zu den Esseentials:
Die EOS 50D kann zwei verschiedene Bildformate (JPEG oder RAW) speichern. Der Anwender kann zudem einstellen, dass beide Formate zugleich gespeichert werden. Ich habe mich bisher meist für JPEG-Dateien entschieden, da diese mit den meisten Grafikprogrammen verwendet werden können. Einen gewissen Verlust an Qualität habe ich dafür bisher in Kauf genommen.
Die Wahl des Speicherformats beeinflusst natürlich auch die Geschwindigkeit der Bilddatenspeicherung da RAW-Dateien deeutlich größer sind als die komprimierten JPEGs. Dies soll bei Reihenaufnahmen spürbar sein. Trotz der hohen Bildfrequenz von 6,3 Bilder/sec habe ich bei meinen Tests diese Grenze nicht erreicht, da ich selten mehr als 6 JPEGs am Stück gemacht habe ohne zwischendurch den Finger wieder ein wenig zu haben. Dabei ist die Trefferquote (Schärfe und Belichtung) bei bewegten Motiven relativ hoch, kommt aber nicht an die moderneren Canons 60 D und schon gar nicht an die 7 D, heran.
Bezüglich des Displays, das ja nur 920000 Bildpunkte bietet finde ich den Unterschied zur Nachfolgerin nicht besonders auffällig. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich kein Freund von Filmaufnahmen oder dem Live-View-Modus bin. Um die Schärfe auf dem Display zu beurteilen reicht die Qualität jedenfalls aus. Live-View ist für Natur-, Makro- oder Tabletop-Fotografie vielleicht interessant. Bei Sportaufnahmen oder anderen bewegten Motiven halte ich diesen Modus für nicht sinnvoll.
Fazit:
Die EOS 50 D wurde als Arbeitsgerät für semiprofessionelle Anwendungen beworben. Vor diesem Hintergrund ist mir die Ausstattung mit Kompaktkamera-Features zu üppig. Canon hätte statt deren lieber in ein besseres Rauschverhalten bei hohen Empfindlichkeiten investiert. Leider gibt es im mittleren Preissegment kaum noch – oder besser keine Kamera mehr, die sich auf das Wesentliche beschränkt und deren oberste Priorität es ist Bildqualität zu generieren. Die EOS 50 D ist eine qualitativ hochwertige Kamera für die unterschiedlichsten Anwendungen. Das wäre sie auch mit erheblich weniger Funktionen und Ausstattungsmerkmalen.
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ein Testbericht von brauer2010-02-09 17:59:57vom 09.02.2010Empfehlung: ja
Vorteile: - leichte Bedienung
- liegt gut in der Hand
- sehr guter Autofokus
- tolle Einstellungsmöglichkeiten...Nachteile/Kritik: -
Wir sind von der Canon Eos 400d vor einigen Wochen auf die Canon Eos 50d umgestiegen und sehr zufrieden mit der Kamera.
Das Gehäuse der Kamera macht einen sehr guten, stabilen Eindruck und ist excellent verarbeitet. Die 50d ist zwar etwas größer und auch schwerer als die 400d, liegt dafür aber etwas besser in der Hand, so dass die Bilder nicht so schnell verwackeln und unscharf werden.
Die Bedienung ist kinderleicht und weniger kompliziert als bei der 400d, da der Zugriff auf einzelne Kameraeinstellung, wie ISO-Empfindlichkeit, etc., per einfachen Knopfdruck erfolgen kann
und man so viel schneller auf einzelne Funktionen zurück greifen kann.
Der Autofocus der Kamera ist blitzschnell und man kann sehr einfach zwischen den einzelnen Autofokusmodi wechseln.
Der integrierte Blitz verfügt über zwei Helligkeitsabstufungen, so dass man bei Überbelichtungen schnell auf die Hälfte der Blitzhelligkeit zurückgreifen kann.
Die Live-View Funktion haben wir bisher eher selten genutzt, da sie sehr viel Akkuleistung zieht und wir bisher bei der 400d ja auch ohne ausgekommen sind. Die Display-Leistung bei der Live-View-Funktion ist aber gestochen scharf und wir konnten sogar im Dämmerzustand noch etwas darauf erkennen. Auch die Bilder, die man fotografiert hat lassen sich über das Display gut betrachten und es besteht die Möglichkeit, sich zu jedem Bild Einzelheiten der Aufnahme (ISO, Blendenzahl,...) anzeigen zu lassen.
Überraschend waren für uns die Aufnahmen mit einem ISO-Wert von 12800: im dunklen Raum ließen sich hier noch Fotos machen und das ISO-Rauschen war geringer, als erwartet. Bei der Auto-ISO-Einstellung arbeitet die Kamera mit einem ISO-Wert von maximal 1600, so dass man der Kamera die ISO-Einstellung ruhig selbst überlassen kann, wenn man z.B. in der Sportfotografie tätig ist.
Die Serienbildfunktion arbeitet sehr schnell, auch bei aktivem Blitz und es lassen sich ca. 5 Bilder pro Sekunde machen (ohne Blitz).
Wir haben bestimmt noch nicht alle Features ausgekostet, die uns die Kamera bietet und ich empfehle jedem, sich ein Handbuch dazu zu erwerben, da das Handbuch im Lieferumfang zwar alles Funktionen kurz beschreibt, mehr aber auch nicht.
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