ein Testbericht von sabinerolli2009-03-25 11:13:45vom 25.03.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Ein gelungener und Intressanter Roman...Nachteile/Kritik: -----------------
Hallo ihr lieben ich habe mal wieder ein Buch fertig gelesen was ich euch hier jetzt Vorstelen möchte. Bei diesem Buch ahndelt es sich um das Buch , Die Dirne und der Bischof, von der Autorin Ulrike Schweikert. Gekauft habe ich das Buch wie immer bei Bücher.de und gekostet hat es mich 19,95 Euro.
Produktinformation
===============
Verlag: Blanvalet 2008
Ausstattung/Bilder: 2008. 444 S.
Seitenzahl: 500
Deutsch
Abmessung: 22 x 14,6 x 4,2 cm
Gewicht: 681g
ISBN-13: 9783764502003
Autorenporträt zu "Ulrike Schweikert"
===========================
Ulrik e Schweikert wuchs in Schwäbisch Hall auf. Nach einer Banklehre studierte sie Geologie und Journalismus und begann nebenher an ihrem ersten historischen Roman zu schreiben. Inzwischen hat Ulrike Schweikert das Schreiben zu ihrem Beruf gemacht. Sie arbeitete sechs Jahre lang als Wertpapierhändlerin bei einer Bank. Recherchen zur Geschichte ihrer Heimatstadt inspirierten sie zu ihrem ersten Roman für Erwachsene, dem schnell weitere folgten. Inzwischen ist Ulrike Schweikert als freiberufliche Autorin historischer Romane erfolgreich. Für "Das Jahr der Verschwörer" erhielt sie den Kinder- und Jugendkrimipreis MARTIN 2004.
Leseprobe
================
Drohend wirft die Festung ihre Schatten auf die Stadt ...
Würzburg um 1430. Zwei Betrunkene finden in einem Wassergraben der Vorstadt den leblosen Körper einer jungen Frau. Sie ist bewusstlos und lebensgefährlich verletzt. Also bringen sie sie in das nächstgelegene Haus. Die "Eselswirtin" pflegt die Unbekannte, die ihr Gedächtnis verloren hat, gesund. Doch für Pflege und Medizin fordert sie einen hohen Preis: Elisabeth soll für sie arbeiten - im Dirnenhaus der Stadt muss sie den Freiern zu Diensten sein. Mehr als ein Jahr wird sie dort verbringen, bis eines Tages der verschwenderische und wollüstige Landesherr, Bischof Johann von Brunn, die schöne Dirne zu sich ruft. Im Schatten der Nacht wird Elisabeth von den Gesandten des Bischofs abgeholt und auf die Marienveste gebracht. Und dort, im Schlafgemach des Landesherrn, kehrt ihre Erinnerung schlagartig zurück.
Nur wenig später wird die junge,nackte Frau von zwei Betrunkenen in einem Wassergraben gefunden. Dem Tode näher als dem Leben wird die schwerverletze Frau in das naheliegende "Frauenhaus" gebracht. Else Eberlein die "Meisterin" des Frauenhauses, auch die Eselswirtin genannt, nimmt sich der jungen, verletzten Frau an. Weder sie noch die anderen Dirnen wissen wer die unbekannte Frau mit der Kopfverletzung ist.
In den nächsten Tagen pflegt Else die junge Frau die zudem noch schön ist, als sie aufwacht, kann sie sich an nichts erinnern. Wer sie ist, woher sie gekommen ist, alles ist wie ausradiert, nur Bruchstückhafte Gedanken, zusammenhaltlos blitzen manches Mal vor ihr auf. Die Dirnen im Frauenhaus schlagen ihr verschiedene Namen vor und sie entscheidet sich schließlich für den Namen Elisabeth, an den sie sich wirklich zu erinnern vermag. Die Eselswirtin fordert für Pflege und Medizin, dass Elisabeth für sie als Dirne arbeitet. Hier soll sie "Freiern" zu Diensten sein.
Doch Elisabeth die scheinbar aus sehr gutem Hause zu kommen scheint, da sie rechnen und lesen kann ziert sich, doch die Meisterin zwingt sie durch Hurerei ihre Schulden abzuarbeiten. Noch nach knapp einen Jahr weißt Elisabeth nichts über ihre Vergangenheit, und doch glaubt sie das sie von manchen Personen wiedererkannt wird. Die Frau eines Ratsherrn fällt in Ohnmacht als sie Elisabeth in
der Stadt erblickt, und alle Fragen und Bitten der jungen Frau nach ihrem früheren Leben werden abgeschmettert.
Inzwischen wird es aber in Würzburg unruhig. Das verschwenderische Leben des Bischofs Johann von Brunn erhitzt die Gemüter der Bürger, denn nun wird Würzburg von einem Heer belagert das sein Geld vom Bischof oder der Stadt wiederbekommen mag. Doch der Landesherr gibt nicht auf und spielt ein falsches Spiel mit den Bürgern der Stadt. Seinen Vorsitz über die Stadt und vor allem sein lasterhaftes Leben möchte er um keinen Fall aufgeben.
Als Elisabeth eines Tages durch Zufall eher zwei Männern des Bischofs begegnet, erkennt sie die Stimmen scheinbar wieder...!
Können Sie Elisabeth helfen die Vergangenheit aufzuarbeiten, ihr Gedächtnis zu reaktivieren, damit sie wohin auch immer nach Hause kommen kann? Und warum, wer wollte sie umbringen, zum Schweigen zwingen.
Meinung
=========
Ein wircklich intressantes Buch, tolle Geschichte über Machthungrige Schurken, verderbte Kirchenmänner, Feldzüge, Belagerungen, marodierende Truppen und eine junge Frau mit grossem Herz, die unter widrigen Umständen gezwungen wird, sich als Hure zu verdingen. Durch rätselhafte Ereignisse verliert die Titelheldin ihr Gedächtnis und gerät in das städtische Frauenhaus. Dort wird sie mehr oder weniger gezwungen, für die Wirtin zu arbeiten. Die junge Frau fügt sich in ihr Schicksal, da sie sich noch immer nicht an ihr früheres Leben erinnern kann.
Der Schein trügt aber, die Autorin hat für die Perspektive Elisabeths gut recherchiert. Viele Personen sind historisch verbürgt, auch der Streit des Bischofs mit der Stadt Würzburg ist dokumentiert und ebenso die fast verbrecherischen Befehle des Kirchenmannes das zum wirtschaftlichen Ruin der Stadt geführt hätte.
Die anderen Protagonisten sind zwar reichlich gesät, aber kommen nur spärlich zur Geltung. Elisabeths Kolleginnen werden namentlich genannt und kommen auch in einigen Nebenhandlungen vor, doch auch sie stehen wie alle nur im Schatten der tragisch/traurigen Hauptperson.
Das Buch ist leicht zu lesen. Der Spannungsbogen zieht sich durch das Buch hindurch und auch wenn eine gewisse Ähnlichkeit zur "Wanderhure" da ist, so ist der Hintergrund der Geschichte ein anderer. So muss sich die junge Elisabeth als Dirne verdingen, wobei sie immer wieder ihren eigenen Kopf durchsetzt und dabei ständig auf der Suche nach ihrer Vergangenheit ist. Das politische Geschehen unterstützt dabei unbewußt ihre Suche.
Man bekommt einen interessanten Einblick in das Leben im Mittelalter. Es erscheint gar nicht so fern und fremd, man ist irgendwie mitten im Geschehen. Die einzelnen Personen sind so richtig lebensecht beschrieben, das Lesen macht einfach Freude.
Auch wenn die Handlung weitgehend abgeschlossen ist - einiges bleibt doch offen - eine Fortsetzung wäre hier sicher interessant.
Also das wars, ich wünsche euch viel spaß beim lesen und empfehle euch hiermit dieses Buch. Für mich war es ein super lesespaß den ich gerne weiter empfehle.
Und zu guter letzt, Tipp und Rechtschreibfehler sind für euch wie immer. ;o)
...
giselamaria, 30.03.2009
prima Bericht
allerdings ist mir persönlich der zitierte Text zu lange, zu viel, im Vergleich zu eigenen Anteilen.
Aber in der Meinung hast du dann doch genug berichtet.
schönen Tag noch und LG Gisela
Miraculix1967, 25.03.2009
Äußerst interessanter Buchbericht - BW! LG aus dem gallischen Dorf vom ollen Druiden Miraculix1967
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR
Großer Titel - NICHTS dahinter!!!
ein Testbericht von evafl2009-03-22 20:18:22vom 22.03.2009Empfehlung: nein
Vorteile: gut recherchiert - teilweise spannend - viele Seiten . . . ?...Nachteile/Kritik: gut recherchiert - teilweise spannend - viele Seiten . . . ?
In diesem Jahr hab ich wohl soviel wie lange nicht mehr gelesen, weil ich einfach mehr Zeit dafür hatte bzw. mir diese auch einfach genommen habe. So hatte ich vor einiger Zeit bei Hugendubel schon mal
Die Dirne und der Bischof von Ulrike Schweikert
in der Hand und hab es angelesen, einige Zeit später hat es sich dann so ergeben, dass ich es mir kaufen hab lassen. Heute möchte ich euch mal davon berichten.
:-:-:-:-:-:-: Drumherum :-:-:-:-:-:-:
Die Dirne und der Bischof, Ulrike Schweikert
Roman
ISBN 978-3-7645-0200-3
EAN-Produktcode 9783764502003
Blanvalet Verlag, München
1. Auflage, 2008
19,95 Euro
Gebundenes Buch
445 Seiten
Eingeteilt in Prolog, 27 Kapitel und Epilog, außerdem sind noch wichtige Personen aufgeführt, ein Glossar mit Erklärungen, Dichtung & Wahrheit (was also wirklich dran ist.), Danksagung.
Die Autorin, Ulrike Schweikert hat nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin gearbeitet, Geologie und Journalismus studiert. Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. Sie lebt in der Nähe von Stuttgart.
:-:-:-:-:-:-: Aussehen :-:-:-:-:-:-:
Ein Buch mit vielen Seiten. *zwinker*
Das Buch hat einen Umschlag, auf diesem sieht man einen Arm, der von unten einen Apfel hochreicht und eine Hand eines Geistlichen (erkennbar am prächtigen Ring am Finger sowie der weißen Kleidung mit Spitzenbesatz am Ärmel). Farblich ist das ganze in einem dunklen Lila-Beerenton gehalten. Wenn der Umschlag ab ist, ist auf dem Buch nur am Buchrücken die Schrift, wie das Buch heißt und von wem es ist.
:-:-:-:-:-:-: Inhalt :-:-:-:-:-:-:
Würzburg, 1430.
Eine nackte junge Frau wird eines Nachts halbtot im Stadtgraben der Vorstadt Pleich aufgefunden und von zwei Männern ins Frauenhaus gebracht. Da die junge Frau ihr Gedächtnis verloren hat, weiß sie natürlich weder Name noch Herkunft. Und mit der Zeit merkt auch sie, dass es sich beim Frauenhaus nicht wirklich um ein Haus handelt, in dem sie ohne jegliche Gegenleistung untergekommen ist. So wird sie hier also zur Dirne, einer Dirne allerdings, die sich sehr gewählt ausdrückt und sogar schreiben und lesen kann.
Was verbirgt sich jedoch hinter dem versuchten Mord, wer hat sie hier wohl aus dem Weg schaffen wollen? Wieso verlangt der wollüstige Bischof nach der Dirne?
:-:-:-:-:-:-: Leseprobe :-:-:-:-:-:-:
" … Ester machte ein entsetztes Gesicht. "Bei der heiligen Jungfrau, hoffentlich kommen nicht so viele Gäste. Ich kann nicht rechnen und auch nicht so schnell zählen." Sie warf den anderen Frauen einen flehenden Blick zu, bis er zuletzt an Elisabeth hängen blieb. "Du kannst doch Zahlen zusammenrechnen! Ich weiß noch genau, wie du die Schuldzettel gelesen und die Zahlen nachgerechnet hast!" Bewunderung schwang in Ihrer Stimme. "Könntest du nicht…?" Elisabeth legte der Frau mit dem hässlich vernarbten Gesicht den Arm um die Schulter. "Natürlich werde ich dir helfen. Ich gebe Acht, dass keiner betrügt und jeder die richtige Summe bezahlt für Wein, Käse und Brot und für - nun, was die Männer hier sonst noch gegen Geld bekommen." Sie fühlte, wie sie errötete.
" … "Was ist passiert? Sprich! Ich will genau wissen, was passiert ist." Anna schluchzte hysterisch. Sie legte den Kopf in den nacken. Ihr langes Haar schwang zurück und entblößte ihr Gesicht. Elisabeth und Ester stießen beide gleichzeitig einen Schrei des Entsetzens aus. Ester sprang von der Bank
und lief zu Anna. Sie kniete sich neben sie und umschlang sie mit den Armen. "Ach, meine arme Kleine. Nicht auch noch du", wiente sie. "Du darfst nich so leiden müssen wie ich damals!" Annas linkes Auge war blutunterlaufen und begann bereits zuzuschwellen. …"
:-:-:-:-:-:-: Fazit :-:-:-:-:-:-:
Nun denn, ich lese wirklich gerne historische Romane, diesen wollte ich vor allem auch wegen dem historischen Bezug zur Stadt Würzburg, bei der ich ja wohne, unbedingt lesen. Im Buchgeschäft hatte ich schon mal ein bißchen reingelesen, als ich es dann gekauft bekommen habe, hab ich auch immer lange im Buch gelesen. Ich wollte ja immer wissen, wie es denn so weiter geht.
Es ist schon spannend geschrieben, jedoch finde ich den Klappentext sehr übertrieben. Hier wird gleich davon geschrieben, wovon dieses Buch handelt, was jedoch erst ab 380 oder so eintrifft, das hat mich schon sehr enttäuscht! Die Geschichte zieht sich so dermaßen im Buch hin, das hat mich wirklich bald gelangweilt, aber da der Mensch ja neugierig ist, wollte ich immer weiter lesen…
Die Einteilung in Kapitel fand ich gut, auch die Größe der Kapitel, die Erklärungen hinten im Buch der wichtigen Menschen im Buch waren in Ordnung, aber nicht wirklich notwendig, finde ich. Da im Buch ja während der Geschichte selbst immer erklärt wird, dass Meister Thürner der Henker ist, finde ich es hinten irgendwie nicht so sinnvoll. Im Glossar hingegen sind altertümliche Begriffe erklärt, hier finde ich, könnten noch viel mehr Begriffe mit aufgenommen werden. Fast das spannendste am ganzen Buch fand ich (so ab der Hälfte leider schon…) den Teil Wahrheit & Dichtung, der auch ganz hinten im Buch zu finden ist. Da ich ja (fast) in Würzburg lebe, hier oft in der Stadt und im Dom bin, war es für mich spannend zu lesen, was hier wirklich wahr ist bzw. was erfunden ist. Von daher wäre es wirklich noch mal spannend, weiter in einem historischen Buch bzw. mal in einem Archiv weiterzuforschen…
Die Autorin empfiehlt außerdem noch ihrem Roman "Die Maske der Verräter", hier wird noch mehr wohl von den Intrigen von Johann von Grumbach (Bischof von Würzburg) erzählt.
Alles in allem hat mich das Buch wirklich sehr enttäuscht, ich habe bereits andere Romane von Ulrike Schweikert gelesen, die weit aus besser waren, hier habe ich mir nun von diesem Roman deutlich mehr erwartet, als nur die alltäglichen Geschichten vom Frauenhaus (ja, die waren freilich auch interessant, aber mit der Zeit…).
Außerdem finde ich den Preis von 19,95 Euro - hallo, fast 40 Mark! - wirklich sehr überzogen, klar ist es hier ein gebundenes Buch, trotz alledem find ich das viel zu viel Geld für ein Buch. Gut, ich habe es mir schenken lassen, find es aber wirklich ärgerlich ums Geld. Leider kann man das Buch jetzt nicht mehr umtauschen…
Bewerbungen für Käufer werden im GB gerne entgegen genommen… Äh… ja?!
Ich kann deshalb nur 2 Sterne für das Buch vergeben, ich ziehe für den zu hohen Preis, das in die Länge gezogene und den sehr enttäuschenden Inhalt insgesamt drei Sterne ab. Eine Kaufempfehlung kann ich auf keinen Fall aussprechen.