LEGO Technic 8110 Mercedes-Benz Unimog U 400 Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 09/2011
- Qualität & Verarbeitung: sehr gut
- Spaßfaktor: hoch
- Wird langweilig: nach wenigen Wochen
- Aufmachung: sehr gut
Pro & Kontra
Vorteile
- Viel Technic, Viel Einsteckspiel, Gewaltig anzuschauen...
- + ein riesiger Bauspaß mit teils kuriosen Lego-Spezialbauteilen + Top Spaß dank Pneumatik
Nachteile / Kritik
- Bisschen schwach auf der Brust, wenig Spielfreude und ohne Extra Aufrüsten nicht Fahrbar...
- man braucht Geduld, Zeit und Liebe zur Technik, um bis zum Ende durchzuhalten
Tests und Erfahrungsberichte
-
mcTim sagt zu LEGO Technic 8110 Mercedes-Benz Unimog U 400
4- Qualität & Verarbeitung: gut
- Spaßfaktor: durchschnittlich
- Wird langweilig: nach wenigen Wochen
- Aufmachung: gut
Ich finde diesen Artikel sehr Schön.
Denn man Kann seine Fantasie
freien Lauf geben.
Der Spaß Faktor ist erst
nach paar Wochen langweilig.
Aber der Preis ist ein Bisschen zu Hoch.
Bye -
-
Was für ein Brummer, keine Frage, aber nicht perfekt...
3- Qualität & Verarbeitung: sehr gut
- Spaßfaktor: durchschnittlich
- Wird langweilig: nach wenigen Stunden
- Aufmachung: gut
Pro:
Viel Technic, Viel Einsteckspiel, Gewaltig anzuschauen...
Kontra:
Bisschen schwach auf der Brust, wenig Spielfreude und ohne Extra Aufrüsten nicht Fahrbar...
Empfehlung:
Ja
Wie einige sicherlich wissen, bin ich seit einiger Zeit im Lego Fieber. Ich selbst habe mir die Modular Haus Reihe (Berichte vorhanden) gegönnt und dekorativ platziert. Nun scheine ich auch mein beiden Männer, 40 Jahre und 3 Jahre jung, damit angesteckt zu haben. Das vergangene Weihnachtsfest war sehr Lego-lastig. Gab es für den Kleinen noch Lego Duplo Grundbausteine, so wünschte sich mein Mann schon was größeres. Und für ihn als absoluten Lego und Lego Technic Neuling musste es natürlich gleich das größte Lego Technic Modell sein, der '''Lego Unimog U400'''. Und ich als ihn liebende Frau erfüllte ihm diesen Wunsch. Und hierzu folgt nun der Bericht.
'''Hersteller'''
LEGO GmbH
Technopark II
Werner-von-Siemens-Ring 14
D-85630 Grasbrunn
'''Infos'''
Die kleinen vielfältigten Plastiksteinchen beherrschen nun seit gut 50 Jahren die Kinderzimmer. Mal mehr mal weniger. Für die Kleinen ist es Lego Duplo für die größeren, nicht verschluck-gefährdeten, die normalen Legosteine. Auf Grund der langen Lebensdauer der kleinen Baumeisterträume gehören sie heute sogar öfter mal zur Erbmasse dazu.
Der Reiz an Lego Technic liegt wohl eher bei dem männlichen Teil der Weltbevölkerung. Die meisten Modelle verlangen einem schon ein gewisses Maß an Technik-Verständnis ab. Auch optisch unterscheiden sie sich im erheblichen Maß zu den z.B. Exklusivsets der Modular Haus Reihe. Lego Technic Modelle wirken manchen sehr offen und unfertig. Sie bieten dem Bauer, Spieler und Interessierten einen Blick hinein ins Innenleben. Man kann den Zahnräder zusehen beim arbeiten, die Pneumatikschläuche eines Krans anfassen. Man ist sozusagen live dabei. Sicherlich macht dies auch für viele Bauer den Reiz aus.
'''Kaufort und Preis'''
Grundsätzlich ist fest zu halten, dass der '''Lego Technic Unimog 400''' kein preiswertes Modell ist. Der Orginalpreis z.B. im Lego Online Shop beträgt 189,99 Euro. Sicherlich ein stolzer Preis, aber dafür bekommt man auch viel geboten. Macht man sich den Spass und rechnet die Preis pro Teil aus, kommt man auf einen Preis von 10,78 Cent pro Stein/Bauteil. Da wird selbst der Originalpreis fast zu einem Schnäppchen gegenüber einem möglichen Einzelkauf.
Ich hatte das Glück, nach langer Suche und viel Geduld den Unimog rund eine Woche vor Weihnachten im Onlineshop vom Rosa Riesen (Telekom) kaufen zu können. Der Preis betrug sehr ordentliche 149 Euro. Nach dem Zuschlag Versand stand am Ende der Rechnung dann immer noch ein sehr vertretbarer Preis von ca. 153 Euro. Da gab es für mich nichts zu meckern.
'''Infos zum Unimog'''
Mit dem vielseitig einsetzbaren Mercedes-Benz Unimog U400 meisterst du jede Herausforderung! Er ist mit einem pneumatisch betriebenen, voll beweglichen Kran ausgestattet, der über einen funktionstüchtigen Greifarm und eine Front-Seilwinde verfügt. Alle Funktionen dieses Kraftpakets werden von LEGO® Power Functions angetrieben. Die einzigartige Konstruktion verfügt auch über eine funktionstüchtige Steuerung, 4-Rad-Antrieb mit Federung, einen Getriebeblock für große Bodenfreiheit und einen detailgetreuen Motor mit sich bewegenden Kolben. Kran und Winde lassen sich in einen riesigen Schneepflug umbauen.
* Der Unimog verfügt über einen pneumatisch betriebenen Kran mit funktionstüchtigem Greifarm und Seilwinde, alles angetrieben von LEGO® Power Functions
* Ist mit Getriebeblock für große Bodenfreiheit in jedem Gelände ausgerüstet
* Überwinde mit der realistischen Steuerung, dem 4-Rad-Antrieb und der Federung jedes Hindernis
* Beobachte, wie sich die Kolben im Motor bewegen
* Kann in einen Schneepflug umgebaut werden
* Trotze mit dem starken Schneepflug Wind und Wetter
* Das Modell ist über 48 cm lang und 30 cm hoch
* Gewicht: 3318 g
Quelle: Lego
'''Teileanzahl'''
2048
'''Verpackung'''
Die Verpackung ist relativ groß. Auf der Vorderseite ist der '''Lego Technic Unimog 400''' im aufgebauten Zustand zu sehen. Sowie die Altersempfehlung von Lego. In diesem Fall 11-16. Die Altersempfehlung bezieht sich ausschließlich auf dem Faktor des zusammen bauens. Das Spielalter wird wie bei anderen Lego Produkten mit ab 4 Jahre angegeben. Dies hab ich telefonisch beim Lego Kundenservice nachgefragt. Also nicht irritieren lassen, auf allen Lego Verpackungen steht als Altersangabe lediglich das Empfohlende Alter für den Zusammenbau. Daraus lässt sich auch die Bauschwierigkeit gut ableiten.
An dieser Stelle möchte ich anbringen das damit der Unimog leichter aufzubauen sein sollte, als Beispielsweise die Zoohandlung aus der Modular Häuser Reihe. Die hatte nämlich ein angegebenes Alter von 16+. Eigentlich nur schwer vorstellbar, aber für mich als Frau ein kleiner Sieg. *lol* Mein Exklusivset ist also deutlich schwerer aufzubauen als das größte Lego Technic Modell. Das ging dann irgendwie schon runter wie Öl.
Die Abbildungen auf der Verpackung geben einen guten Blick auf den Unimog und das was einem noch bevor steht. Dort findet man auch den wohl wichtigsten Hinweis für alle die sich gegen den '''Lego Unimog''' mit Kran entscheiden, sondern lieber das B-Modell mit Schneepflug bauen wollen. Für diese Modell liegt keine Bauanleitung im Karton. Diese wird ausschließlich online zur Verfügung gestellt.
PS: Ich möchte an dieser Stelle noch etwas anmerken. Lego stellt alle Bauanleitungen online zur Verfügung. Nicht nur von jene von B-Modellen. Man muss diese, mit unter, sehr langen Anleitungen auch nicht ausdrucken. Wenn man nicht möchte. Sie lassen sich ganz bequem als PDF runterladen und speichern. Öffnet man diese hat man die ganz normale Bauanleitung wie sie auch gedruckt aussehen würde.
'''Inhalt'''
Einen kleinen Schock bekommt man schon, wenn man die Verpackung öffnet. Lauter kleine Tüten und größere Tüten gefüllt mir ganz vielen kleinen und manchmal auch etwas größeren Legosteinen. In diesem Fall fast ausschließlich Lego Technic Steine. Für mich, die das erste Mal eine Lego Lochstange sah war es doch ein komisches Gefühl. Ich bin ja dann doch eher die normalen Bricks gewöhnt. An dem Punkt habe ich meine geliebten Noppensteine schon vermisst.
Leider war mein Mann beim auspacken in so freudiger Erregung das er natürlich nicht an meinen Wunsch dachte die Tüten einmal durch zu zählen. Dabei hatte ich mir das gerade dieses Mal so fest vorgenommen. Aber so ist das wenn man begierig endlich los bauen will und die Welt ringsrum vergißt.
Wer sich jetzt denkt, dass all die Tüten von 1-30 durch nummeriert waren irrt. Die Tüten waren lediglich auf 3 Bauabschnitte verteilt. Von 1 bis 4. Tüten mit der Beschriftung 1 für den ersten Bauabschnitt (Unterbau). Die Tüte mit 2 für die Fahrerkabine (Zweiter Bauabschnitt). Die 3 für die Ladefläche und zu guter Letzt 4 für den pneumatischen Kran. Und siehe da eine unbeschriftete Tüte befand sich auch noch darunter. Diese war der Aufbewahrungsort für die Pneumatikschläuche und die "Luftverteilerteile".
Desweiteren befand sich natürlich die Bauanleitung im Karton. Knick-sicher verpackt und in 5 Hefte unterteilt. Absoluter Rekord. 5 Bauanleitungen. Wahnsinn. Alle knapp an die 100 Seiten dick und sogar aufbauend und nur lediglich wie die Tütennummern es vermuten ließen in 3 Abschnitte unterteilt.
'''Baubeginn'''
Vielleicht sah ich ein wenig mitleidig aus, denn mein Mann fragte mich ob ich nicht mit bauen wollen würde. Ich war ihm sehr dankbar dafür, denn mein neues Set zum zusammen bauen kommt erst im März 2012. Und ich hatte solch eine Lust mal wieder was zusammen zu bauen. Also willigte ich ein, gab ihm einen Kuss und es ging los.
Eine Aufbaustrategie muss wohl jeder für sich selbst finden. Jeder wird wohl seine ganz eigene Methode haben über 2000 Steine zusammen zu setzen. Ich werde unsere kurz erläutern und dann zu den einzelnen Bauphasen mehr erläutern. Ich werde auch bei der Aufteilung von 3 Bauschritten bleiben.
Wir kippten also die ganze Verpackung aus und sortierte die ganzen Tüten ihrer Nummer nach, auf kleine Haufen. Dann setzten wir uns mit den Tüten, die die Beschriftung 1 trugen, der unbeschrifteten Tüte und der Bauanleitung 1 , an unseren 80x130cm großen Esstisch. Und dann...tja...Gemetzel der Plastiktüten. Ich kippte sämtlich Tüten auf den Tisch. Ein riesiges durcheinander.
Anmerkung: Sollte man bei dieser Methode, so wie wir, nicht alleine sein und ein kleines Kind unter vier Jahren dabei haben, so sollte man natürlich ein Auge auf die Zahnräder, Lochstangen und Stäbe haben.
Der Baubeginn war im Gange und der '''Lego Technic Unimog 400''' war am entstehen...
'''Erste Bauphase'''
Bevor ich die ersten Zeilen zur ersten Bauphase schreibe möchte ich eines vor weg schreiben. Man Mann und ich sind absolute Lego Technic Neulinge gewesen. Mein Technic Verständnis würde ich nicht als gut bezeichnen. Ich hab von so etwas keine Ahnung und ich interessiere mich auch nicht wirklich dafür...
Das Gemetzel der Tüten hinterließ ordentliche Haufen an Zahnrädern, Stangen, Stäbe und diversen Kleinteilen wie den sogenannten Technik Pins. Letztere sind in Lego Technic Modellen zugegeben unverzichtbar. Alles deutete auf viel Steckarbeit hin. Also machten wir uns ans Werk. In gewohnter Lego Manier enttäuschte uns die Bauanleitung nicht. Alles ordentlich bebildert und somit leicht verständlich. Allerdings dauerte es auch gar nicht lange bis wir feststellen mussten dass einige Abbildungen schlecht getroffen waren. Die Darstellung war manchmal etwas undeutlich, z.B. in welches Loch der Lochstange nun der Pin kommt und in welches "Gegenloch" er nun gehört. Dies zog sich durchaus durch alle Bauabschnitte.
Die erste Bauphase war schon sehr Technik-Lastig. Es mutete auch ab und an als Fummellei an. Einige Sachen waren auch ein echtes Geduldsspiel. Ich persönlich hätte mir bei manchen Teilen dünnere Finger gewünscht. Gerade das einsetzen von Mini-Zahnrädern ins Differenzial war schon echt hart mit meinen Wurstfingern. Mein Mann hingegen war stets eifrig und voller Elan bei der Sache. Der Unterbau ging ihm recht locker über die Hände. Für diese erste Bauphase benötigten wir rund 8 Stunden.
'''Zweite Bauphase'''
Ich möchte diesen Abschnitt als Steckarbeit bezeichnen. Der zweite Bauabschnitt beschäftigt sich ausschließlich mit der Fahrerkabine. Logisches Zahnrad-Denken ist hier nicht von Nöten. Ich hab diesen Abschnitt alleine gebaut und meinem Mann eine Auszeit gegönnt, die er dazu nutzte mit dem Kleinen und dem Raupenbagger rum zu kurven. So richtige Herausforderungen gab es nicht. Es war wirklich mehr Steck- und Drückarbeit. Und diese kostete mich 3 Fingernägel und einen heftigen Wutausbruch, nachdem ich einmal einen Pin in das falsche Loch der Lochstange drückte und diesen dummen Pin dann nicht wieder raus bekam und ihm erst mit einer Zange zu Leibe rücken musste. Diese Aktion hat der Pin, sagen wir mal, mehr oder weniger überlebt. Da kann man nur sagen, ein Hoch auf die Lego Produktion die nach Gewicht packt und so immer wieder ein paar Teile (in dem Fall Pins) in den Tüten landen, als es eigentlich sein müssten.
Nach guten 2 Stunden stand sie dann vor mir, die orange, mit Aufklebern beklebte Fahrerkabine des '''Lego Unimogs 400'''. Für mich waren allerdings die Türen sehr enttäuschend. Sie gehen nicht auf, sind in dem Sinne nicht mal Türen und der Abschluss zum Fensterteiler sieht unmöglich aus, für ein Auge das auf möglichst viel Übereinstimmung wert legt.
'''Dritte Bauphase'''
Die dritte Bauphase bestand lediglich aus der Ladefläche. Die Teile dafür waren in einer Tüte sehr übersichtlich verteilt. Im Verhältnis zu den anderen Phasen doch eher ein Kinderspiel. Ok, ein Kindersteckspiel. Ein Spiel, welches ich alleine spielen durfte, denn mein Mann ließ mich das wieder alleine machen. Denn was anderes war hier nicht zu tun, als die einzelnen Teile zu einer großen Ladefläche zusammen zu stecken. Danach noch schnell zwei Aufkleber an die Seite ran und fertig war die Ladefläche. Mit einer Gesamtbauzeit von 20 Minuten war dieser Abschnitt des Unimogs wirklich ein Spaziergang. Kleiner Wermutstropfen...die Wände der Ladefläche lassen sich nicht klappen. Nicht mal eine. Schön wäre es gewesen, wenn der Kran mal nicht hinten dran hängt, das man die Ladung nicht über die Ladebordwand drüber hieven muss. Aber nun gut, was für mich ein Wermutstropfen ist, hat meinen Mann nicht mal im geringsten interessiert.
'''Vierte Bauphase'''
Die vierte Bauphase beschäftigte sich wohl mit Heiligtum des Modells...dem pneumatischen Kran. Im Verhältnis zu den zwei Bauphasen davor, war diese wieder recht anspruchsvoll und nichts für mich. Nach dem zweiten Silikonschlau und er Fummellei wollte ich nicht mehr. Ständig waren mir beim bauen Schläuche im Weg und das ein oder andere Mal passte es nicht so wie es eigentlich sollte. So überließ ich meinem Mann den letzten Bauabschnitt. Ich fasse also nun die Worte meines Mannes zusammen. Der letzte Bauabschnitt ist eine Mischung aus Steck und Fummelspiel. Das verlegen der Schläuche geht einfach, wenn man den Dreh raus und hat und auch ein bisschen Spucke zum Einsatz kommen lässt um diese an die Luftverteiler anzuschließen.
Machte der Kran in der Hand noch einen sehr wabbeligen und instabilen Eindruck, bestach er nach dem Zusammenschluss mit dem Unimog durch einen doch recht stabilen Eindruck. Sind erst einmal die Pins gesteckt, die Pumpen dran und die Schläuche verlegt ist der Kran auch schon fertig und es kann zur Endmontage gehen, sofern man nicht vorzeitig schon alle Teile vereint hat. Diese Bauphase nahm noch einmal ein bisschen Zeit in Anspruch aber nach ca. 4 Stunden war auch diese gemeistert.
'''Vereinigung von Fahrerkabine / Ladefläche und Kran'''
Alle Elemente werden nach den jeweiligen Bauabschnitten zusammen gefügt. Müssen sie aber nicht unbedingt. Wer noch mehr Freiheit haben möchte, könnte die verschiedenen Bauabschnitte auch erst zum Finale vereinigen. Die Stabilität leidet beim Fehlen, z.B. der Ladefläche oder der Fahrerkabine nicht.
Die Fahrerkabine wird mit Pins am Unterbau befestigt. Man kann könnte sie so anbringen, dass sie wie auf dem Karton zu sehen klappbar ist. Man kann sie aber auch richtig fest ran pinnen, dafür sind nur ein paar zusätzliche Technic Pins von Nöten.
Die Ladefläche ist ein Kinderspiel. Bei der Montage kann man schon gut die sensationelle Federung testen. Das macht wirklich Laune. Und die sollte man auch tanken bevor man sich an die Montage für den Kran macht. Denn das ist wieder reine Fummelarbeit. Man hat doch das Gefühl das die Silikon Pneumatik-Schläuche immer im Weg sind. Hat man den Kran dran schaut das Schlauchknäul vielleicht unschön hinten raus und es fängt die Schieberei ran.
'''Erster Anlauf / Gesamteindruck'''
Als alles klemmte und hing wie es sollte starteten wir unseren ersten Test. Alles funktionierte. Sagen wir, alles was funktionieren sollte. Der Unimog machte auch über die Funktionen hinaus einen guten Eindruck. Schönes Modell. Es machte auf uns einen sehr stabilen Eindruck. Eben bewährte Lego Qualität. Besonders überrascht waren wir von der tollen Federung des Unimogs. Er scheint wirklich auch Ausseinsatz-tauglich zu sein. Im Test zeigten sich aber auch einige Schwächen. Darüber mehr im Abschnitt Kritik.
'''Gesamtbauzeit'''
Wie bereits angemerkt waren wir 2 ja nun komplette Lego Technic Newbies. Wir haben abzüglich von Pausen für den kompletten Aufbau rund 17 Stunden gebraucht. Ob es in noch weniger Zeit zu schaffen kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Man bedenke das wir die meiste Bauzeit zu zweit parallel zueinander gearbeitet/gebaut haben. Natürlich ist die Bauzeit auch abhängig von der "Legoerfahrung". Aber wer will sich beim aufbauen schon Stress machen? Baut man alleine, ob mit oder ohne Erfahrung, sollte man aber genügend Zeit einplanen.
'''Kritik'''
Das Modell könnte perfekt sein. Aber dann wäre es sicherlich auch um einiges teurer gewesen. Es gibt nicht viele motorisierte Modelle von Lego, aber dieses hätte eines werden sollen, wenn es nach uns ginge. Der '''Lego Technic Unimog 400''' ist ein Brummer von Auto und sollte fahren können ohne das man ihn altmodisch schiebt. Es gibt wahrscheinlich so einige Unimog Besitzer die gerne auch noch ein paar Euro mehr hingelegt hätten, wenn der Unimog voll Fahrtüchtig gewesen wäre. Verdient hätte er es auf jeden Fall.
Beim nächsten Kritikpunkt gehen die Meinung von Mann und Frau, in dem Fall von mir und meinem Mann auseinander. Streitpunkt in dem Fall ist der Pneumatikkran. Ich empfinde ihn als sehr behebe. Langsam, stockend und nicht flüssig. Für meinen Geschmack fehlt da eindeutig ein wenig Power. Für mein Männe hingegen ist die Power durchaus ausreichend. Er kritisiert eher das umständliche umschalten der einzelnen Power Function Funktionen.
Eines vorn weg. Mein Mann hatte nie vor den '''Lego Unimog''' als Spielzeug zu benutzen. Er wollte lediglich ab und an mal dem Kleinen ne Runde spielen. In dem Punkt ist er allerdings doch ein wenig enttäuscht. Es wird schnell langweilig, weil die Möglichkeiten und Funktionen sehr eingeschränkt sind. Beim Lego Raupenbagger gibt es auch nicht mehr Funktionen, aber die Möglichkeiten, dank Motorisierung und Fernsteuerung, sind einfach vielfältiger und erhält über einen gewissen Zeitraum den Spielspass.
Einige mögen jetzt sagen: "Hey, das ist ja auch nichts zum spielen. Das soll in der Vitrine stehen." Soll es das wirklich? Beim Lego Unimog handelt es sich um kein Exklusivset, die vorrangig zum hinstellen gedacht sind. Von 365 Tagen im Jahr wird er sich sicherlich min. 300 Tage auch in der Vitrine stehen, aber wenn meine beiden Männer dann mal mit "spielen" wollen, dann sollen sie das auch können ohne das Ihnen nach 5 Minuten die Lust vergeht.
'''Aufrüsten zum wirklich fahrbaren Modell'''
Wer wirklich Spielspaß damit haben möchte und ihn nicht 365 Tage lang in der Vitrine anstauben lassen will, muss seinen Unimog aufrüsten. Dieses klingt kniffliger als es ist. Von Nöten sind dafür nur ein paar einzelne Lego Technic Steine und Pins. Und natürlich 2 starke Motoren. In dem Fall vielleicht 2 XL Motoren. Für den richtigen Drive (gegen die starre Lenkung) hilft ein kurzer Umbau der Zahnräder. Zu guter Letzt noch fehlt noch der Empfänger und die Fernsteuerung. Und dann kann es los gehen. Alle Teile, ob groß oder klein gibt es separat im Lego Online Shop. Eine Anleitung zum Umbau ist in Lego Foren und bei YouTube zu finden.
Kosten für den Umbau: ca. 70 Euro (ohne Beleuchtung)
Eine Investition die sich auf jeden Fall lohnt. Und wer noch ein paar Euro übrig hat könnte auch darüber nachdenken richtige Lego LED´s einzusetzen. Dann hat der gute Unimog auch noch Licht für Nachtfahrten oder zwei funktionierende Leuchten oben.
PS: Wer sich jetzt fragt woher die Power für das alles kommen soll, dem sei geschrieben, das Lego selbst den Grundstein dafür schon von Hause aus in dieses Modell integriert hat. Nämlich die Batteriebox. Alles kann darüber betrieben werden.
'''Persönliches Fazit'''
Der Lego Uninmog ist ein Brummer, ein tolles Teil, keine Frage. Ich könnte das Modell auch über den Klee loben, aber für mich gehört auch Kritik in ein Erfahrungsbericht. Und in den meisten Fällen gibt es immer eine Kleinigkeit die man zu bemängeln hat. Lego hat hier gute Arbeit geleistet, aber perfekt ist er nicht. Man vermisst die Fahrbarkeit. Von Hause aus ist die Lenkung sehr schwerfällig. Aber was spielt das schon für eine Rolle? Wer lenkt ein Auto über ein Drehrad während man es auch noch selbst schieben muss?
Ich kann eines festhalten, wenn ich mir den '''Lego Technic Unimog U400''' nur in die Vitrine stellen wollen würde, dann wäre der Preis definitiv zu hoch. Dann hätte man auf die Funktionsfähige Pneumatik verzichten können. Aber, er hat nun einmal diese Power Functions Funktionen, also ist er scheinbar nicht als reines Vitrinenfahrzeug erdacht worden. Aber für ein Spielfahrzeug, auch wenn nur für gelegentliches spielen zeigt er doch starke Schwächen.
Ich wage einen Vergleich. Wir haben nach dem Unimog auch noch den Raupenbagger von Lego gebaut. Dieser war mit ca. 100 Euro deutlich günstiger als der Unimog. Gut ok, zwar kleiner aber sei es drum. Dafür habe ich aber ein völlig fahrbares, per Fernsteuerung steuerbares Modell bekommen. Ein Modell wo nicht nur Bauspass, sondern auch Spielspass gegeben ist.
Die Pneumatik vom Lego Unimog ist innovativ, keine Frage, und mal was ganz anderes, aber vielleicht wäre ein richtiger Antrieb hier doch besser gewesen. Kurz um, für mich hält das Modell nicht, was die Werbung mir versprochen hat. Ich kann diesem Modell nur 3 Sterne geben. Und ich kann es auch nur bedingt weiter empfehlen. Man sollte vor dem Kauf wirklich überlegen, warum man und vor allem wofür man den '''Lego Unimog U400''' haben möchte. Ob als reines Hinstellobjekt oder auch mal für ein Zusammenspiel von mehreren Fahrzeugen.
Für mich bleibt folgendes...
Für nur zum hinstellen zu teuer...
Für Nutzung und hinstellen gerade für den Teil Nutzung nicht ausgereift. Für einen richtigen Spielspaß und auch mal für einen Ausseneinsatz (der laut Lego ja möglich sein soll) muss man ihn aufrüsten. Man kommt nicht drum herum. Denn wer will so einen Brummer schon dauernd schieben?
'''Abschlussworte'''
Tja, nun bin ich fertig mit meinem Unimog Bericht. Ich bin mir durchaus bewußt das ich eure Lesegeduld mit meinem über 3300 Wörtern mal wieder auf eine harte Probe gestellt habe. So richtig Leid tut es mir nicht, denn eigentlich hätte ich noch um einiges mehr schreiben können. Es ist halt doch ein sehr umfangreiches Modell mit doch vielen Höhen und leider auch Tiefen.
Ich hätte ihn durchaus, wie schon gewähnt, über den Klee loben können, aber das wäre nicht ehrlich gewesen. Wenn man mit dem Gedanken spielt, sich so ein hochpreisiges Modell zu kaufen, sollte man durchaus auch über die Schwächen Bescheid wissen und ggf. vorher darüber nachdenken ob man dazu bereit ist noch einmal Geld in die Hand zu nehmen, um ihn "perfekt" zu machen.
Ich danke euch für eure Geduld beim Lesen. Ich freue mich über Bewertungen, Kommentare und auch über Kritik. Ich bin ein lernfähiger Mensch und bereit noch etwas zu verändern oder ggf. zu verbessern. Wir lesen uns dann beim nächsten Bericht wieder. Bis dahin wünsche ich euch alles Gute... weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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[email protected], 15.03.2012, 10:10 Uhr
Bewertung: besonders wertvoll
greetz from wallcity beartown
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tbiegel, 04.03.2012, 13:01 Uhr
Bewertung: besonders wertvoll
eindeutig b.w. Lego wär aber für mich nichts mehr...
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goat, 02.01.2012, 19:39 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Frohes neues Jahr und alles Gute für 2012. LG Melanie
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Stangen, Zahnräder und Pneumatik...
5- Qualität & Verarbeitung: sehr gut
- Spaßfaktor: hoch
- Wird langweilig: nach wenigen Monaten
- Aufmachung: sehr gut
Pro:
+ ein riesiger Bauspaß mit teils kuriosen Lego-Spezialbauteilen + Top Spaß dank Pneumatik
Kontra:
- man braucht Geduld, Zeit und Liebe zur Technik, um bis zum Ende durchzuhalten
Empfehlung:
Ja
... das sind die Zutaten, aus denen zumindest DAS Lego Technic-Modell des Jahrgangs 2011 zu einer großen Anzahl besteht, denn der Lego Technic Unimog mit der Modellnummer 8110 besteht mit über 2000 Teilen aus einer übergroßen Anzahl kleinerer und größerer Teilchen, dazu viele Spezialbauteile, die ich zumindest so in einem Lego-Modell noch nie gesehen habe. Aber der Reihe nach...
== 1. So kam ich zum Lego Technic Unimog ==
Nachdem mir der Bau des Lego Raupenbaggers ja schon sehr viel Spaß (bei aller Anstrengung beim Zusammenbau des Getriebes dieses Modells) gemacht hatte, sparte ich auf das aktuelle "große" Technic-Modell von Lego, welches die Firma aus Billund, Dänemark jährlich neu vorstellt. Das 2011´er Modell ist ein Unimog U 400. zu dem die Firma Mercedes-Benz sogar die Lizenz erteilt hat.
Nun musste nur das Angebot stimmen - und bei Galeria Kaufhof (eben, dem Kaufhaus) wurde ich schließlich fündig - während im Netz Preise ab 150 € aufwärts für den Modellbaukasten kursierten, zahlte ich bei eben diesem Kaufhaus "nur" knapp 120 € für das Set - allerdings setzte ich dafür auch einen Rabattcoupon der Firma ein, sonst wären auch hier 149,99 € fällig gewesen. Die UVP seitens Lego liegt bei 199 €...
== 2. Lieferumfang ==
Der riesige Pappkarton, der sogar mit einer aufklappbaren Frontplatte "besticht", enthält für den Aufbau des Unimogs ganze 5 (!) sukzessive aufeinander aufbauende Bauanleitungshefte bereit, die mit je knapp 100 Seiten daher kommen. Dazu fand ich ein ganzes Meer von durchsichtigen Kunststofftüten (große, mittlere und kleine) in dem Karton vor, die die einzelnen über 2000 Legobauteilchen enthielten. Dabei hat sich Lego für den Unimog etwas Besonderes einfallen lassen, denn die Tütchen sind - je nach Baufortschritt, bei dem die enthaltenen Teilchen benötigt werden - mit laufenden Nummern von je 1 bis 4 gekennzeichnet - dazu gleich mehr. Neben dem riesigen Umfang an in Plastiktütchen verpackten Legoteilchen lag eine Spezialtüte mit den Schläuchen und den Pneumatikzylindern sowie den Pneumatikschaltern extra verpackt bei. Außerdem gibt es einen Lego-Elektromotor und die Batteriebox mit dazu. Die zum Betrieb des fertigen Modells notwendigen 6 AA-Batterien sind nicht im Lieferumfang enthalten. Auffällig nach dem Auspacken waren für mich vor allem die riesigen, knapp 10 cm Durchmesser aufweisenden Gummireifen mit schöner Profilierung , die später den im fertigen Zustand immerhin mehr als 3 kg schweren Unimog tragen werden...
== 3. Vor dem Zusammenbau ==
=== 3.1 Schneepflug vs. Kran ===
Zunächst einmal musste ich mich grundsätzlich entscheiden: möchte ich den Unimog U400 so bauen, wie er auf dem Cover des großen Pappkartons abgebildet ist oder möchte ich den Unimog als "Schneeschieberausgabe" bauen - im letzteren Fall hätte dies neben dem ein wenig unbequemen Bauen nach Bauplan aus dem Internet (eine gedruckte Version dieses Modells liegt nicht bei und Ausdrucken der über 400 Seiten starken Bauanleitung, dazu in Farbe, sehe ich nicht ein..,) auch den Verzicht auf die Pneumatik-Funktionen bedeutet - also war der Würfel schnell zugunsten der Kranversion des U400 Unimog gefallen.
=== 3.2 Bauen nach Tütchen... ===
Wie schon erwähnt, enthält das Set insgesamt 5 Anleitungshefte, die allesamt aueinander aufbauen - den Bau beginne ich also bei Anleitungsheft 1, in dem, ganz nach guter LEGO-Tradition, jeder auch noch so kleine Bauschritt durch klare Darstellung der jeweils benötigten LEGO-Bauteilchen in einer Art Draufsicht dargestellt wird.
Um es dem LEGO-Bauer angesichts der über 2000 Bauteile, aus denen der Unimog besteht, ein wenig einfacher zu machen, ist LEGO von seinem sonst schonmal gerne durchgezogenen Konzept gänzlich unbeschrifteter Tütchen ein wenig abgekommen und hat die Tütchen -ihrem Inhalt gemäß - nach Bauphasen geordnet zu einem Set zusammengestellt. So sind z.B. insgesamt 10 der beigepackten Lego-Tütchen mit der Zahl "1" beschriftet - dass heisst also nix anderes, als dass alle Bauteile, die ich zunächst brauche, in diesen 10 Tütchen schlummert und ich die restlichen, nicht mit der "1" beschrifteten Tütchen erstmal beiseite legen kann. Habe ich alle Bauteile aus den Tütchen, die in einer mit der "1" beschriftet sind, verbaut, gehe ich nun dazu über, die Tütchen mit der Zahl "2" zusammenzusuchen etc. pp. Insgesamt sind 4 dieser Tütchensets dabei, wobei es nur eine Tüte mit der Zahl 3 gibt . Dazu gleich mehr.
=== 3.3 Trotzdem: vor dem Bau muss wieder "Ordnung" herrschen... ===
Freilich, diese "Taktik" der beschrifteten Tütchen bietet ein wenig Entlastung, denn - wie bei jedem Lego-Modell auch - ist es auch in dem Fall des Zusammenbaus des Unimogs besser, erstmal die Bauteile des gerade aktuell benötigten Tütchensets nach ihren Farben zu sortieren. Die Tütchen mit der Zahl 1 machen immerhin von der Anzahl der Teile bemessen schon fast die Hälfte der 2000 Legoteile aus, aus denen das fertige Modell am Ende bestehen wird.
In dieser Bauphase dominieren die schwarzen, hellgrauen, dunkelgrauen und blauen Teilchen - ich habe dieses Mal die ganz kleinen Bauteile, ungeordnet nach ihrer Farbe, in einen Pott geschüttet - tatsächlich: je kleiner die Bauteile sind, desto "egaler" ist es, welche Farbe sie haben - rein von ihrem Wiederauffindewert her gesehen. Bei den großen Bauteilen ist es aber überaus ratsam, diese nach ihren Farben zu ordnen, sonst suche - ich zumindest - mir einen "Wolf" ab.
== 4. Der Zusammenbau des Unimog U400... ==
... beginnt, wie schon angedeutet, mit den Teilen aus den Tütchen mit der "1". Diese Bauteile zusammen ergeben den gesamten Unterbau, sprich, das "Chassis" des Unimog.
=== 4.1 Der "Unterbau" ===
Knapp 1000 Teile umfasst der erste Bauabschnitt und ist schon ordentlich gespickt mit ein paar kleineren und größeren Spezialbauteilen, die ich so in einem Lego-Modell jedenfalls noch nie gesehen habe. Da sind zum Einen die riesen vier , hübsch profilierten Gummireifen, die den im fertigen Zustand über 3kg schweren Kraftmeier schließlich tragen werden. Ebenso sind serh viele Spezialteile beim Zusammenbau des doppelten Differentials (der Unimog hat einen Vierradantrieb, also gibt es für die Räderpaare vorne und hinten je eins) mit von der Partie, nicht zuletzt kommen hier auch ein Schalter für die Pneumatikfunktion des Unimogkrans sowie zwei blaue Luftleitungen für die Ansteuerung des Krans in diesem Abschnitt zum Einsatz. Absolut im Kern des Aufbaus des Chassis, welches aus bemerkenswert vielen schwarzen Lochstangen besteht, steht dabei das Umschaltgetriebe, über welches ich beim fertigen Modell zwischen der vorderen Seilkurbel, dem Drehgetriebe des Krans und den Pneumatikfunktionen des Krans umschalten kann. Schließlich baue ich noch über kleine Pleuelstangen den "Schaumotor" auf, der in Form eines Diesel-Reihenkolbenmotors direkt unterhalb der Fahrerkabine plaziert wird.
Der Bauabschnitt der ersten Bauphase endet mit dem kompletten Aufbau des Chassis und hat in meinem Fall knapp 10 Bastelstunden (Pausen nicht mit eingerechnet) gedauert. Besonders fordernd fand ich dabei den Aufbau des Getriebes, der aber bei Weitem nicht so komplex war wie bei dem Lego Raupenbagger - im Unimog kommen auch deutlich weniger Zahnräder zum Einsatz, obwohl ich sagen würde: es reicht. Schließlich benötige ich für jedes der beiden Differntiale schon 3 Planetenzahnscheiben.
Wichtig beim Aufbau ist zu beachten, dass zwei rote L-Steine nach Abschluß des ersten Bauabschnitts unterhalb des Modells wieder entfernt werden - sie dienten nur als Stützen für das Modell für die Phase, da der Unimog noch nicht auf seinen eigenen Rädern stand. Diese beiden Bauteile werden später in Phase 4 wieder benötigt !
=== 4.2 Der zweite Bauabschnitt... ===
... dreht sich ganz um den sehr originalgetreuen Aufbau der typisch "Unimog-orange" farbenen Fahrerkabine, die dazu noch nach vorne aufklappbar ist und so den Blick auf den direkt unterhalb sitzenden Kolbenhubmotor freigibt, der allerdings wirklich nur "Show" ist und keine technische Funktion aufweist.
Vor dem Zusammenbau war nach den Öffnen der Tütchen mit der Nummer "2" allerdings auch in diesem Bauabschnitt wieder erst das Sortieren nach Farben angesagt. Dabei dominiert in dieser Bauphase klar das Orange der Fahrerkabine, aber auch die Farben Schwarz und Dunkelgrau sind ordentlich in der Anzahl vertreten. Das Sortieren hat mit knapp 10 Minuten allerdings nur knapp 1/3 der Zeit gedauert, die ich für das Sortieren der Bauteile aus Phase 1 benötigte.
Die Kabine wird dabei von unten nach oben aufgebaut und erinnert besonders in der Phase des Aufbaus der Motorhaube des Unimog an "gute alte" Legozeiten, da diese Teile den klassischen Lego-Bauplatten entsprechen. Zudem gibt es an der Fahrerkabine natürlich kaum mechanische Übersetzungen zu basteln.
Die zwei Sitze in der Kabine sind wunderschön detailgetreu gestaltet worden und bestehen aus einer ganzen Anzahl blauer Lochstangen. Auch sonst wird sehr viel Wert auf Details gelegt - der Aufbau, der aus den Teilchen aus den Lego-Tütchen
mit der Nummer 2 bestritten wird, dauerte allerdings immerhin auch knapp 3 Stunden reine Steckarbeit, da es doch einige kleine Teilchen zu stecken gab.
===4.3 Phase 3 und das Thema "Pneumatik" ===
Für den dritten Bauabschnitt gibt es nur den Inhalt einer Tüte zu sortieren - dieser besteht vor allem aus großen, grauen Lego-Bauplatten und einigen dunkelgrauen Lochstangen, die zusammen die Ladefläche des Unimogs bilden. Tatsächlich ist diese Ladefläche sehr einfach zu bauen und bestimmt schon von jüngeren Lego-Baumeistern locker zu schaffen. Jedenfalls hatte ich die Ladefläche binnen 15 Minuten schon beisammen - die kam nun gleich auf das teilweise fertiggestellte Modell - und der Unimog sah echt schon fast fertig aus - fast, denn nun folgt schließlich noch die vierte und letzte Bauphase, in der - der Reihenfolge nach - die ausfahrbaren Stützfüsse, der pneumatikgesteuerte Kran und zuletzt die vordere Seilkurbel zusammengebaut werden.
In dieser vierten Bauphase kommen "endlich" auch die beiden großen und der kleine Luftdruckzylinder für den Kran zum Einsatz. Zunächt gilt es aber, die mit der "4" markierten Tütchen ein letztes Mal zu sortieren. Dabei zählen die schon genannten , roten "L"-Steine, die aus der Bauphase 1 stammen, auch zum Inventar dieses Tütchensatzes - die müssen also wieder in die entsprechende Sammelschale für die roten Bausteine gelegt werden, zudem ist es sinnvoll, ein extra Schälchen für die Farben Schwarz, dunkelgrau und grau zu reservieren.
Der Aufbau in Phase vier beginnt mit den roten STützfüssen, danach kommt der Kranarm dran, der auf dem beiliegenden, großen Zahnkranz aufgebaut wird und durchweg aus unterschiedlich langen, roten Lochstangen besteht. Unten, im Fuß des Krans werden insgesamt 3 Luftdruckschalter eingebaut.
=== 4.4 Pneumatik: Schläuche, Zylinder und Schalter ===
Die für die Steuerung der Druckluftzylinder notwendigen Schlauchzuleitungen sind übrigens in der Anleitung nach ihrer Länge bezeichnet und komplett fertig zugeschnitten - dies gilt auch für die blauen Luftzuleitungen, die bereits teils in Bauphase 1 zum Einsatz kamen. Da alle Schlauchleitungen ihrer Länge nach schon herstellerseitig passend zugeschnitten sind, auf jeden Fall den Griff zur Schere unterlassen ! Die Schläuche sind so in ihrer Länge korrekt. Im Anleitungsheft hat LEGO sogar an passenden Stellen ein Maßband in die Anleitung mit abgedruckt, sodass ich schnell herausfinden kann, welcher Schlauch nun verbaut werden muss. Es gibt die Schläuche in blau, grau und schwarz. Die blauen Schläuche sind jeweils als Luftzuleitungen gedacht und versorgen die Schalter mit Druckluft. Für die Entlüftung sorgen die schwarzen Schlauchleitungen, die grauen sind für die Zuluft für die Zylinder gedacht. Wie dies später genau gesteuert wird, dazu mehr im Kapitel 5.1.1: "Der Pneumatik-Kran".
Besonders die Greifhand ist schon recht speziell, denn hier kommen Gummiteile zum Einsatz.
Final kommt noch der Zusammenbau der vorderen Seilkurbel an die Reihe, die aber keine großen Schwierigkeiten bot und dazu recht schnell zusammengebaut war.
=== 4.5 Effektive Bauzeiten und Tipps... ===
Insgesamt hat mich Phase 4 inclusive aller 3 Bauabschnitte nochmal ungefähr 7 Stunden Bauzeit (effektiv) gekostet - insgesamt ist der Unimog in meinem Fall von Anfang bis Ende in knapp 21 Stunden reiner Bauzeit entstanden - und dabei habe ich mich nicht einmal vertan. Fatal kann sich angesichts der Vielzahl der Bauteile aber eine "Teileverwechslung" auswirken, daher am Besten jede mechanische Übersetzung, besonders die im Getriebeteil des Unimog, sofort nach dem Einbau auf Funktion testen. Die Getriebeumschaltung ist präzise zusammenzubauen, sonst kann es später haken und die Funktion des Modells beeinträchtigen. Die roten Schieber müssen unbedingt gerade in der Führung der Getriebeübersetzung stecken, sonst klappen die später nicht.
==5. Das fertige Modell... ==
.... ist ein ordentlich schwerer und großer "Brummer". Insgesamt ist das Modell fast 60 cm lang und knapp 30 cm hoch und wiegt inclusive Batterien in der Batteriebox, die recht einfach von außen zu erreichen ist, da sie liegend seitlich zwischen dem rechten Vorder- und Hinterrad des Unimog eingeschoben wird, knapp 4 kg. Die 6 AA-Zellen kann ich jederzeit so recht gut wechseln - die Konstruktion der Batteriebox ist dabei m.E. nicht gerade optimal gelöst worden, da besonders die hinteren Batterien nur mit einem Schraubendreher herausgepult werden können, wenn die vorderen Batterien entnommen wurden - sonst sind sie einfach "blockiert". Dies ist aber ein generelles Problem der Lego-Batterienboxen an sich. Da wir schon beim Thema Batterien sind: Akkus tun es hier auf jeden Fall auch. Auch nicht ganz volle NiMH-Akkus liefern dem LEGO-Motor, der umschaltbar entweder die Pneumatikpumpe in Form eines rotierenden Pumpzylinders, welcher unterhalb der Ladefläche des Modells versteckt sein Tun verrichtet, antreibt bzw. die Drehfunktion des Krans bedient oder die vordere Seilkurbel antreibt, mehr als ausreichend Power.
===5.1 Was kann der Unimog denn so ? ===
'''5.1.1 Der Pneumatik-Kran'''
Die sogenannten "Power Functions", d.h. die elektrisch betriebenen Funktionen, habe ich damit schon grob umrissen. Der E-Motor treibt - über zwei Lego-Kipphebel, die das Getriebe steuert, und einem weiteren, seitlichen Pneumatik-Schalter alle elektrisch-pneumatischen Funktionen des Modells an.
Welche Funktion genau gesteuert wird, regele ich über die zwei Kipphenel, die direkt oberhalb der Batteriebox angebracht sind. Stelle ich auf "Pneumatik", steuert der Motor eine als eine Art "Luftpumpe" ausgelegten Zylinder, der über eine Kurbelwelle auseinandergezogen und wieder zusammengeschoben wird. Über die blauen Schlauchzuleitungen wird dann der Pneumatikkran mit seinen insgesamt 3 Druckluftzylindern über 3 Schalter gesteuert. Da der Kran auch vor die Fahrerkabine des Unimog gebaut werden kann (das ist dank eines hinteren wie vorderen Luftschlauchanschlußes am Unimog kein Problem) muss ich über einen weiteren Pneumatikschalter regeln, ob die Druckluft an den Anschluß hinten oder vorne geleitet werden soll. In meinem Fall habe ich den Kran ganz konventionell hinten angedockt, also muss ich zum Betrieb den Pneumatikschalter auf den hinteren Schlauchanschluß steuern. Die drei Druckzylinder steuere ich jeweils über die drei Pneumatikschalter am Fuße des Krans. Der Kranarm kann so gehoben und gesenkt werden, der Ober- wie der Unterarm dabei auch kombiniert mit dem ebenfalls pneumatisch gesteuertem Greifer. Die Ansteuerung der Kranelemente ist dabei recht "sensibel". Drehe ich den Pneumatikschalter zu schnell auf, "knallt" der so in Windeseile luftentleerte Druckzylinder den Arm herunter - daher muss die Steuerung hier sehr feinfühlig vonstatten gehen. Dabei ist es gut, dass ich alle diese Schalter stufenlos regeln kann. Der Greifer an sich tut sich immer etwas schwerer, da die Gummigreifer manchmal dazu neigen, sich ineinander ein wenig zu verhaken, wenn der Greifer geschlossen ist. Dabei hat der Greifer wie der Kranarm eigentlich eine ganz hübsche Kraft. Gegenstände wie eine 100 g schwere Tafel Schokolade jedenfalls packt der Kran wirklich gut.
'''5.1.2 Drehen des Arms und die Seilkurbel'''
Rein elektromechanisch steuere ich mit dem E-Motor die Krandrehfunktion und - wiederum in einer anderen Schalterstellung - die vordere Seilkurbel des Unimog. Auch diese Kurbel hat schon einigermaßen "Dampf", es ist kein Problem, mit dem Haken der Seilkurbel ein anderes Lego-Technikmodell wie z.B. den "Container Truck" abzuschleppen. Der Kranarm kann sich übrigens nur "fast" 360 ° drehen - eine Sperre im hinteren Bereich des Drehkranzes verhindert eine ganze Rotation - und das hat natürlich den Grund darin, dass eine Komplettrotation des Krans ein totales Verwirren der Pneumatikschläuche des Krans, die innenseitig im Kran herlaufen, zur Folge hätte.
=== 5.2 Sonstiges ===
Ansonsten besticht der Unimog durch eher schaufälligere Funktionen, wie dem abgestimmten Kolbenhub des Diesel-Reihenmotors, den ich mir anschauen kann, wenn ich die Fahrerkabine des Unimog nach vorne aufkippe. Dazu ist der Unimog durch vier Federstoßdämpfer an jedem seiner vier Räder - originalgetreu- einzeln gefedert, der Allradantrieb , der natürlich nicht elektrisch, sondern von meiner Muskelkraft (durch schieben) angetrieben wird, funktioniert wirklich ebenso originalgetreu. Das kann ich ganz einfach dadurch feststellen, indem ich ein Rad des Unimog festhalte und ein anderes der Räder drehe - das festgehaltene Rad bewegt sich natürlich nicht, die drei anderen aber schon. Das ist wirklich großartig, wenngleich dieses Feature erst auf dem zweiten Blick auffällt. Die Lenkung des doch knapp 4 kg schweren Modells über eine Lenkstange, die oberhalb der Fahrerkabine in einem Ritzel endet, ist allerdings schon ein wenig schwierig - die großen Räder sollten bei jeder Lenkung in Bewegung sein, denn das Modell im Stand einzulenken, bedarf schon Einiges an Kraft. Der Wendekreis des Modells ist dazu ebenfalls relativ groß - aber hey, bei einem Achsstand von knapp 40 cm ist das aus meiner Sicht angesichts der Größe des Modells verzeihbar.
==6. Generell ==
===6.1 Die Qualität und Fertigung der Bauteile... ===
... ist mal wieder ganz großer Lego-Standard. Die zusammengebauten Lego-Stangen, Steckhülsen, Lochstangen etc.pp. sind jedenfalls im fertig aufgebauten Modell sehr stabil und für sich mit hoher Präzision gefertigt. Dies gilt auch für alle Zahnräder und Ritzel, die bei diesem Modell zum Einsatz kommen. Auch die Pneumatik-Schläuche sind einfach top, da sie recht dickwandig und dazu auch überaus flexibel sind. Dazu sitzen sie auf den Ventilanschlüssen der Pneumatikschalter und der Auslassventile einmal draufgesteckt einfach "bombig" fest drauf. Ein Abziehen eines Schlauches von einem Ventil ist mindestens genauso anstregend, wie dies zuvor mit dem Draufstecken auf selbiges der Fall war. Die Pneumatik-Funktion ist so auch nach längerem Stehen oder der Nichtbenutzung des Unimog absolut zuverlässig. Luft entweicht jedenfalls nicht aus den Schläuchen oder den ebenso akurat gefertigten Luftzylindern. Das ist einfach top !
===6.2 Wer hat mit diesem Modell seinen Spaß ? ===
Der Weg , sprich: der Aufbau des Modells, ist hier zwar nicht nur das Ziel, aber natürlich ein wesentlicher Faktor für dieses Modell - Spaß am Zusammenbauen und an Technik generell sollte also schon vorhanden sein.
Für diese Menschen ist der Unimog U 400 also bestens geeignet, die Aufbauanleitungen sind gewohnt top und ausführlich und bieten keinen Anlass zur Kritik. Von mir eine volle Empfehlung - nicht nur, wie Lego wirbt, für "Männer", sondern generell für Menschen mit beschriebenen Eigenschaften. Ein Top-Modell , welches nicht ganz billig ist, aber riesig Spaß macht. Schoko auf die Ladefläche hieven hat mir jedenfalls noch nie so einen Spaß gebracht wie mit diesem Modell. Im Zusammenspiel mit anderen LEGO-TEchnikmodellen bringt es der Unimog eh noch mehr.
==7. Auf einen Blick ==
* Name: Technic - 8110 Unimog U400
* Hersteller: LEGO
* Produkttyp: Modellkästen
* Alter: 11 bis 99 Jahre
* Material: Kunststoff (Hauptsächlich)
* Abmessungen: 48 x 58.2 x 9.1 cm / Teilezahl: 2047
* Gewicht: 3318 g / Erscheinungsjahr: 2011
* Warnhinweis: Achtung! Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet
* Zielgruppe: Kinder ab 11 Jahren, Jugendliche, Erwachsene
==8. FAZIT ==
Der Aufbau und das anschließende Ausprobieren der Funktionen dieses Modells hat mir sehr viel Spaß gemacht, obwohl gerade der Aufbau sehr zeitintensiv und teilweise auch mal ein wenig "kitzlig" war. Im Vergleich zum Bau des Lego.-Raupenbaggers würde ich aber trotz des aus 2000 Teilen bestehenden Modells und damit vergleichsweise eindeutig mehr "Fläche" bietenden Modells sagen, dass mir der Zusammenbau des Unimog U400 ein wenig leichter gefallen ist. Dennoch: für Kinder ab 11 Jahren würde ich schon fast sagen, dass der Aufbau von A-Z für Kids dieser Altersgruppe fast ein wenig zu lang werden könnte. Man muss schon ordentlich Eifer, Spaß und auch Kondition hineinlegen, um bis zum Ende durchzuhalten. Dazu muss man freilich peinlichst genau darauf achten, dass beim Bau keines der 2000 Teilchen verloren geht - es wird nahezu jedes Teil gebraucht,. am Ende habe ich ganze 10 (!) Ersatzteilchen in Form von Ritzeln und Blinkern übrig behalten - Disziplin und ein wenig Sinn für Ordnung sind also durchaus mit gefordert.
Summa summarum volle fünf Sternchen und eine Empfehlung. weiterlesen schließenProduktfotos & Videos
Ein Luftdruckzylinder von anonym
am 22.12.2011Die Umschalthebel von anonym
am 22.12.2011Kommentare & Bewertungen
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anonym, 28.12.2011, 04:04 Uhr
Bewertung: besonders wertvoll
Liebe Grüße und einen schönen Tag
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goat, 24.12.2011, 17:47 Uhr
Bewertung: besonders wertvoll
Hier mein BW für Dich und frohe Weihnachten. LG Melanie
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tester4all, 23.12.2011, 14:03 Uhr
Bewertung: besonders wertvoll
wenn im mann der kind bleibt, bleibt der mann auch jung :-) wie immer ein BW und ein super Jahr 2012 wünsche ich dir noch !
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