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Fiat Ducato Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Gebaut für große Aufgaben
ein Testbericht von tigerbav2006-07-26 19:39:04vom 26.07.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Technik, Motoren, Preis-Leistung...Nachteile/Kritik: Vielleicht die Optik und das Image
Das ist ein Bericht über den neuen Fiat Ducato, also die dritte Genaration. Es ist eine Neukonstruktion, die mit dem Vorgänger so gut wie nichts mehr gemeinsam hat.
So, da steht er nun, mit runder Schnauze und Anwartschaft auf NCAP 5 Sterne Crashtest, was bisher noch kein Transporter geschafft hat. Die Optik ist gewöhnungsbedürftig, aber ok, das Design muss ja einige Jahre halten. Und gefällige Autos sind ja auch schnell aus der Mode ;-))
Karosserie:
Der neue Ducato besteht aus zwei Baureihen: Fiat Ducato (250) und Fiat Ducto maxi (251).Die beiden unterscheiden sich in den Aufhängungen und Bremsanlage, Räder und Reifen (15" zu 16") und Motorisierungen.
Gewonnen hat er ja reichlich, in den Abmessungen, bei der Kraft, Ausstattung und der Nutzlast. Aber auch die Zuglast ist enorm, er kann jetzt Hänger bis 3000 kg ziehen. Für einen Fronttriebler einfach enorm. Pauschal kann man sagen das 15 % mehr Volumen und 9 % mehr Ladelänge realisiert wurden. Der Laderaum geht bis 17 m³, vergleichbar mit dem MB Sprinter, der ist aber mit 7,40m einen Meter länger und dafür höher (hoher Schwerpunkt >> ESP auch bei schwachen Motor nötig).
Die Laderauminnenbreite beträgt 1,87 m, also für die Caravanisti>> ein Querschläfer ;-)).
Die Breite zwischen den Radkästen liegt bei 1,42 m ( Europalette = 120cm).
Die Hecktüren sind bis zu 2,03 m hoch.
Bei dem normalen Dach ist die Innenraum auf 1,66 m gewachsen, das sind 10 cm mehr als bisher. Die Hochdächer sind 5/6cm höher geworden, dafür ist die Ladekante niedriger 53,5 cm jetzt gegenüber 70cm MB Sprinter //VW Crafter.
Dabei bleibt Fiat dem bisherigem Konzept treu: Technik vorne, und alles was zu transportieren ist >> hinten.
Aber zurück zum Fahrzeug, der neue Ducato fängt als 3 Tonner an, und hört beim 4 Tonner auf, es sind also Nutzlasten bis zu 1,9 Tonnen möglich.
Allerdings darf man mit dem B-Führerschein nur Fahrzeuge bis zu 3,5 t bewegen.
Motoren:
Folgende Motoren gibt es derzeit:
ein 2,2 l Diesel mit 100 Ps,
ein 2,3 l Diesel mit 120 PS und
ein 3,0 l Diesel mit 156 PS, bei letzterem Motor ist ESP serienmäßig mit an Bord. Die letzten beiden Motoren sind von Iveco, jedoch wird hier kein Getriebe von ZF, sondern ein Fiat eigenes verbaut. Der 3 l Diesel hat ein 6-Gang Getriebe, die beiden anderen ein 5 Gang Getriebe.
Alle drei Motoren sind Neukonstruktionen, verfügen über Turbolader mit teils variabler Geometrie, und modernste Common Rail Technik.
Serviceintervalle:
Der kleine und der große Diesel haben ein Steuerkette (hält ein Motorleben lang), und der 2,3 l hat einen Zahnriemen, der alle 240.000 km getauscht werden möchte. Es handelt sich bei den Motoren um moderne Common Rail Aggregate.
Die Serviceintervalle liegen zwischen 40000 (100PS) und 45000 (120 + 160PS) km. Es gibt keine Einschränkung bezüglich Zeit, bzw, wann zeitlich eine Inspektion durchzuführen ist.
Der 2,3 L Motor hat bei den Caravanisti 130 PS, aber sonst alles sehr ähnlich, wie beim 120 er.
Drehmoment:
Alle Motoren sind ausgespochen drehmomentstark (nicht so schwach wie beim VW Crafter).
Cool ist, das alle Motoren die Euro 4 erfüllen und auf auf einen Partikelfilter nicht zurückgreifen müssen, wer will auch
schon zweitbeste Technik, wenn die Motoren schon so die Euro 4 erreichen, da ist der Wettbewerb, besonders vom Stern, noch lange nicht soweit.
Und bekannt ist ja auch das der Partikelfilter nicht konform der künftigen Euro 5 Norm, schon technisch gesehen, ist. Und wird sich ja, Kyoto läßt grüßen, an den Verbräuchen orientieren (CO2).
Apropos Verbrauch:
Der kleine 100 PS hatte in der gefahrenen Version einen Verbrauch von 7,5- 8,5 l, der 2,3l Diesel lag 1 l höher.
Bei über 500 Bauvarianten und unendlich möglichen Ladezuständen können die Verbräuche sehr stark varieiren und sind nicht vergleichbar.
Anders gesagt:
Man kann auch einen 3l Lupo auf 10 l Verbrauch bekommen. Ebenso ist 4 t Auto mit einem 3 t Anhänger nicht unter 14 l Verbrauch zu bekommen.
Und der Faktor Mensch ist wohl der Hauptverantwortlich für die Verbräuche, egal ob in der Konstruktion oder am Gaspedal
Biodiesel ist nicht zugelassen, damit wär ja auch nicht Euro 4 möglich.
Sicherheit:
Bei allen Ducatos sind Scheibenbremsen rundum Serie, ebenso gehören ABS und ein mechanischer Bremsassistent zur Basis. ESp (inkl. Anfahrhilfe) ist optional, und bei der stärksten Version Serie.
Ein Hydraulischer Bremsassisten gehört auch dazu. Richtig innovativ ist LAC, die Adaptive Ladekontrolle, dieses System erkennt den Ladezustand (>> Schwerpunkt) und passt die elektronischen Sicherheitssystem entsprechend an , Serie bei 160 PS. Bei den anderen ein Aufpreis von unter 400 Euro.
Ausserdem sind zahlreiche Verzurrösen an Bord, die bitteschön auch benutzt werden wollen, denn niemand möchte von seinem Ladegut beie einer Vollbremsung von hinten erschlagen werden. Achja, die leistungsstärkste Ducato Version ist abgeregelt auf 160 km/h.
Fahrerairbak ist Serie, Beifahrer, Seiten und Kopfairbags je nach Ausstattung mit dabei, oder optional.
Die Karosserie ist 30 % stabiler als beim Vorgänger.
Design:
Was auffällt, das unter der Motorhaube eine voluminöse Crashbox vorhanden ist, die ist dreigeteilt und damit recht reperaturfreundlich. Die Scheinwerfer sind recht hoch angebracht und leuchten gut aus. Die Frontscheibe ist sehr großflächig und recht plan, damit dürften Spannungsrisse der Frontschebe ad acta gelegt worden sein.
DEr Luftwiderstand liegt bei 0,315, was günstig für Treibstoffverbrauch und Windgeräusche ist. Der Ducato ist damit Klassen primus im Transportersegment.. Ob man das Design mag ist natürlich Geschmackssache, ich finde es ok, aber nicht umwerfend.
Innenraum:
Es sind ja soviel mehr Ablagen geworden. Die Schaltung ist nach wie vor im Armaturenbrett. Es sind drei!!! Handschuhfächer vorhanden, in einem passt ein Laptop in dem gekühlten (Wenn Klima vorhanden) eine 1,5 L Getränkeflasche, und dem dritten immerhin ein DIN A 4 Mappe. Gesehen bei Fahrzeugen ohne Beifahrerairbag.
Servolenkung ist Serie, und ab 120PS auch geschwindigkeitsabhängig geregelt. Der Aus und Weitblick über die großen und geteilten (mit weitwinkel) Aussenspiegel ist sehr gut. In den Spiegeln sind jetzt auch die Seitenblinker, naja, die Werkstatt freut sich....
Was auffällt, sind, das die Türgriffe waagerecht angeordnet sind, damit mit links und rechts gleich gut greifbar....
Zentralverriegelung mit Fernbedienung ist übrigens Serie, ebenso elektrische Fensterheber. Und denke auch, das es auch die elektrischen beheizbaren Spiegel auch in die Serie eingeflossen sind, so wie beim Iveco Daily.
Eine einfache Klima gibt es nicht mehr, es läuft alles auf eine Klimaautomatik hinaus.
Wichtig ist noch, das es ab Werk die Luftfedrung zu bestellen gibt, damit reduziert sich die Ladekante von 53 cm auf 46 cm, und das Fahrzeug verhält sich besser bei "Über"ladung. Gilt auch mit Anhänger....
Fahren:
Ich hatte die Möglichkeit, einen Ducato mit 100 PS (flach und kurzer Radstand und Ducto mit 120 PS (lang mit Hochdach) zu fahren. Ich war sehr angenehm überrascht, das die Fahrzeuge sehr leise sind, auch mit dem kleinen Motor einen sehr guten Durchzug haben und wirklich gut am Gas hängen. Mit kurzem Radstand und leer, war der Ducato etwas Seitenwindempfindlich.
Ich konnte die Fahrzeuge im Vergleich zu einem Sprinter, Crafter und Renault Master testen. DEr Renault Master ist einfach nur schäbig verarbeitet und laut, hat aber einen kräftigen Motor. Das Fahrzeug hat "nur" Euro 3.
Der Sprinter war, aufgrund des hohen Schwerpunktes etwas wacklig, hat aber doch einen durchzugsstarken Motor, die Verarbeitung ist schlechter als beim Ducato. Das ist aber bei MB Transportern nichts neues.
Der Crafter teilt mit dem Sprinter den hohne Schwerpunk, und hat den mit Abstand schwächsten Motor, was sich auf den Verbrauch ungünstig auswirken wird. Der Vorgänger LT war besser verarbeitet.
DEr Ducato hat einen tiefen Schwerpunkt, liegt satt auf der Strasse, lässt sich gut und exakt schalten. Die Sitzposition ist deutlich besser als beim Vorgänger. Die Verarbeitung ist noch nicht auf PKW-Niveau.
Thema Verarbeitung:
Viele schreiben, das der Ducato schlecht verabeitet sei, dies trfft natürlich auf das gesamte Transportersegment zu. Die Fahrzeuge werden ja nicht für den Privatgebrauch gebaut, sondern für Gewerbe mit unterschiedlichster Ausrichtung. Und diese Unternehmen wollen eine effiziente Transportlösung mit wenig Kosten. Eine Superverarbeitung kostet aber ein Heidengeld. Es darf natürlich nicht so schlimm sein, das die Fahrzeuge unzuverlässig werden (>> MB Vito), und hier ist der Ducato einfach super gewesen. Achja, Wartung sollte natürlich auch nicht vergessen werden.
Zukunft:
Es wird sicher noch eine bivalente Erdgaslösung angeboten werden, aber sicher nicht vor Ende 2007. Ebenso sieht es mit der Allradversion aus.
Was ich mir wünsche:
Wie bei jedem Fahrzeug gibt es natürlich auch was zu verbessern, so frage ich mich immer wieder, warum man keine Hecktüren bauen kann, wo die Warnblinker auch bei geöffneten Türen von weitem sicht bar sind. Und ich frage mich wann es die ersten Hybridfahrzeuge im Transporterbereich gibt. Da gibt es noch Potential, Solarflächen auf dem Dach sind ja auch verfügbar, und Batterien unter dem Laderaum sorgen für sicheres Fahrverhalten. Und im Innenstadtbereich wird es leiser......
Fazit:
Die dritte Neukonstruktion des Fiat Ducato wird sicher wieder erfolgreich werden. Es ist ein gutes Fahrzeug geworden. Auch die Caravanisti haben ein top Fahrzeug für diesen Einsatz.
Preislich geht es bei knapp unter 20.000 Euro los (netto). Nicht umsonst sind zwei von drei Wohnmobilen auf Fiat-Basis.
Die Bilder habe ich selbst gemacht, ich hoffe sie helfen euch bei der Materie.
...
Nicht Fehler in allen teilen .. sonder qualität am ganzen Wagen
ein Testbericht von jack27792010-04-02 16:51:16vom 02.04.2010Empfehlung: ja
Vorteile: Der riesige Platz im Auto. Die Großen Türen und die vielen kleinen Gimmiks die von Fiat verbaut worden sind....Nachteile/Kritik: die kleinen macken der elektrik
Wir haben den Fiat Ducato seit nun fast 2,5 Jahren . Auf den ersten Blick ist es ein guter Wagen.
Der Motor ist durchzugsstark und sparsam.Im Fahrgastraum sind die Bedienknöpfe in guter Erreichbarkeit angelegt und auch sehr durchdacht angelegt. Die Sitze sind sehr strapazierfähig und im Ganzen ist der Fiat Ducato sehr robust.
Allerdings hat der Wagen auch so seine Macken. Hin und wieder meldet der Motorölstand-Sensor, dass zu wenig Motoröl eingefüllt ist und wir haben ständig Feuchtigkeit im Scheinwerfer.Die Halterung der Tür Fangbänder sind etwas schwach ausgelegt, da sie gerne mal abbrechen.
2. Verarbeitung/Handling
Der Fiat Ducato ist im Ganzen gut verarbeitet. Hin und wieder meckert die Elektronik am Fiat Ducato. Aber man kann den Fehler auch schnell selber beheben, in dem man die Motorhaube öffnet und wieder schließt.
Es scheint auch scheinbar ein verbreitetes Problem zu sein, dass der Scheinwerfer der Fahrerseite immer von innen beschlägt. Das habe ich schon bei einigen anderen Ducatos gesehen.
Dass das Fangband an der Tür abgerissen war, ist scheinbar ein Einzelfall gewesen, den sowas hatte der Werkstattleiter auch noch nicht gesehen. Es wurde aber schnell gewechselt und seitdem haben wir dieses Problem nicht mehr.
Positiv zu bewerten ist aber, das alle anderen Teile am Fiat Ducato in einer hervoragender Qualität sind. Der Motor zieht gut durch und ist auch sparsam. Der Motor selber ist von unten mit einer Stahlplatte gegen unsanfte Begegnungen mit Feldwegen geschützt. Dies hat mir schon das eine um das andere mal den Motor geschüz,t als ich auf unwegsamen Wegen unterwegs war. Die Türen schließen super.
Der Aufbau ist ebenfalls gut verarbeitet. Der Boden ist mit einer dicken Holzplatte ausgelegt.Leider sammelt sich an der unteren Schiene der Schiebetür immer etwas Schmutz. Dies kann aber die Tür nicht blockieren , da der Schmutz dann in den Unterboden rutscht. Den kann man dann einfach mit Wasser rausspülen.. Die Türen muß man abundzu nur ein wenig mit Öl einsprühen, damit sie wieder einwandfrei schließen können.
Dank der eingebauten Trennwand zwischen Laderaum und Fahrgastraum hält sich der Lärm von dem Ladegut (bei uns sind es Sortimo Einbauschränke) sehr in Grenzen.
Im großen und Ganzen überwiegen die positiven Eigenschaften.
Das Handling ist sehr ausgereift. Ich habe noch nie das Gefühl gehabt , das ich den Wagen mal nicht unter Kontrolle hatte. Er liegt trotz seinem Gewicht von fast 2,5 t gut auf der Straße und macht bei Kurvenfahrten eine gute Figur. Die Höchstgeschwindigkeit ist natürlich von der Motorisierung und von der Beladung abhängig , aber ich kann sagen das er bis zu 150 km/h schnell ist.
3. Wirtschaftlichkeit/Service
Dadurch, dass der Fiat Ducato eine geringen Verbrauch hat und das man sehr viel eigenladen bekommt, ist der Wagen meiner Meinung nach sehr wirtschaftlich.
Beim Service hat sich schon viel getan in den letzten Jahren. Garantieansprüche wurden immer sehr schnell bearbeitet und auch Defekte wurden schnell beseitigt. ( außer der Elektrikfehler :-D . Da habe ich es aufgegeben ).
Vom Service war ich schon sehr angetan.
Da kann sich so mancher Hersteller mal ne Scheibe abschneiden.
4. Meine Meinung.
Bevor wir diesen Wagen bekommen haben, hatten wir einen Ford Transit. Dieser stand, aufgrund seines alters von fast 15 Jahren, nahe zu alle paar Monate in der Werkstatt. Da ist der Fiat Ducato schon besser. Einigen kleine Macken hat ja jeder Neuwagen aber der Fiat hatte mich noch nie im Stich gelassen. Er spring auch bei Minusgraden so gut an, als ob es Sommer wäre. Die Türen hinten sind einfach und sehr weit zu öffnen , so das man sperriges Ladegut gut einladen kann. Auf unwegsamen Gelände macht er eine gute Figur. Er ist zwar kein Geländewagen aber er tut sein bestes um einer zu werden .Besonders schöne finde ich die vielen kleinen Gimmiks die von Fiat eingebaut worden sind. Sei es die Stahlplatte unterm Motorblock,die den Motor auf Feldwegen schüzt, oder das man mit der Funkfernbedienung den Fahrgastraum und den Laderaum separat aufschließen kann und zusammen abschließen kann. Dies kann man auch über einen Knopf vom Fahrgastraum aus machen. Es gibt viele einfache Sachen die Fiat eingebaut hat , die einem das Arbeitsgerät so angenehm wie möglich macht es zu bedienen.Besonders gut finde ich es, das sich die Schaltung an der Mittelkonsole Befindet,so das man einen durchgänigen Boden im Fahrgastraum ohen Behinderungen hat.
Ein toller großer Wagen in guter Qualität.
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