Hohner Club Morino

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Produktbeschreibung

Hohner Club Morino

gelistet seit 08/2006
Hersteller Hohner, http://www.hohner.de
hohner-musikinstrumente-gmbh-co-kg
weitere Hohner Mundharmonikas

Tests und Erfahrungsberichte

  • ***CORSA+die Musik***

    Pro:

    tolle Qualität+toller Klang

    Kontra:

    nichts

    Empfehlung:

    Ja

    Hallöchen liebe Leser. Da ich im Moment Urlaub habe und etwas mehr Zeit als sonst, habe ich mich trotz des schönen Wetters an einen Bericht gewagt.
    Dieser liegt schon einige Zeit in meiner Schublade und wartet darauf veröffentlicht zu werden.
    Ich möchte euch heute einmal ein Musikinstrument vorstellen, das ich zwar selbst nicht spiele, aber über das ich einiges weiß. Mein Exfreund spielt dieses Intrument, wirklich perfekt und ich bin immer wieder fasziniert, was man mit einer Diatonischen Handharmonika alles so anstellen bzw. spielen kann.





    Allgemeines zur Handharmonika:
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    Der Name Harmonika geht auf die Glasharmonika zurück.

    Die Harmonika (eigentlich Handharmonika; im allgemeinen Sprachgebrauch wird damit sehr oft irgendeine Art Akkordeon oder die Mundharmonika bezeichnet) gehört zur Familie der Handzuginstrumente. "Handzuginstrument" ist keine historisch gewachsene Bezeichnung und kommt in alten Dokumenten nie vor. Handzuginstrumente erzeugen den Ton durch Tonzungen, die frei im Luftstrom schwingen (Durchschlagzungen). Ursprünglich wurden Tonzungen als Federn bezeichnet. Anfangs bezeichnete der Ausdruck Harmonika die größeren Handzuginstrumente, die immer mit der rechten Hand gespielt wurden. Dies war die kleinere Bauart der Physharmonika. Sprachlich ist im Laufe der letzten beiden Jahrhunderte ein gewisser Tausch der Bezeichnen eingetreten. Heute wird eher das Akkordeon als die große Variante der Harmonika betrachtet, eine scharfe Begriffsabgrenzung gibt es tatsächlich nicht.
    (Quelle wikipedia.de)


    Geschichte der Handharmonika:
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    Üblicherweise wird angenommen, dass die Mundharmonika die Vorläuferin der Handharmonika war. Dies aber ist ein Irrtum. Logischerweise geht die Entwicklung nicht von klein zu groß. Zuerst gab es Kirchenorgeln und Flügel (Piano Forte), die Register mit durchschlagende Zungen erhielten. (Siehe Vorläufer des Harmoniums). Die direkten Vorläufer des Harmoniums sind allerdings die Aeoline und Physharmonika genannten Instrumente. Die Aeoline wurde um 1810 von Bernhard Eschenbach zusammen mit seinem Cousin Johann Caspar Schlimbach entwickelt, wobei sie sich von der Maultrommel anregen ließen. Die Physharmonika wurde 1821 in Wien von Anton Haeckl patentiert. 1824 bekam Anton Reinlein in Wien ein Patent für eine Verbesserung der Handharmonika.
    Die Massenproduktion von Mundharmonikas setzte vor der Produktion der kleinen diatonischen Instrumente ein. In einer Druckschrift des Musikinstrumentenmuseum SIMPK in Berlin, die anlässlich der Ausstellung "in aller Munde" herausgegeben wurde, lesen wir:
    "Unausrottbar scheint die Legende, der Thüringer Friedrich Buschmann habe Mund- und Ziehharmonika erfunden. Einer Überprüfung hält diese These nicht stand. Denn der Musiker Buschmann spricht in einem Brief vom 1828 von seiner soeben getätigten Erfindung. Jahre zuvor hatte schon die gewerbsmäßige Herstellung in Wien begonnen."
    Bereits 1827/28 Baute Christian Messner in Trossingen die ersten Mundharmonika nach. 1929 lies Charles Wheatstone das Symphonium patentieren, eine Art Luxusmundharmonika. "Wheatstone verbesserte das deutsche Wind-Instrument, genannt die Mundharmonika" .
    Zu dieser Zeit muss man sich vorstellen, dass derartige Instrumente zumindest in wohlhabenden Kreisen oder unter Musikern bekannt waren. Auch Weltausstellungen waren bereits üblich, um neue technische Erungenschaften dem Publikum zu präsentieren.
    Die Instrumente in der einfachen Bauform fanden sehr rasch Verbreitung.
    In Paris wurden sofort Instrumente nachgebaut und auch verändert.
    In der Musikzeitschrift "LE MENESTREL" aus dem Jahre 1834 wird berichtet, dass ein derartiges Instrument im Jahre 1831 nach Paris kam.
    Auch Carl Friedrich Uhlig nahm von einer Reise nach Wien ein derartiges Instrument nach Chemnitz mit. Er veränderte es, hielt aber an der diatonischen und wechseltonigen Tastenbelegung fest. 1834 baute er sein erste Instrument, das als "Deutsche Konzertina" bekannt wurde.
    Band erweiterte den Tonumfang. In seiner Spielanleitung vom Jahre 1846
    war sich Band selbst nicht sicher, wie er sein Instrument einordnen sollte. Er schreibt:
    "Accordionschule für 40- und 44-töniges Accordion, [...] selbst [...] auf den Accordion oder der Ziehharmonika zu lernen." (op. 1 Crefeld)
    Ziehharmonika und Accordion waren also die üblichen Betzeichnungen in jener Zeit.
    Die deutsche Harmonika
    Gera
    Heinrich Wagner lernte in Wien das Handwerk. Ab 1836 verkaufte er noch Instrumente, die sein Schwager in Wien anfertigte, begann aber bald selbst mit einer eigenen Produktion. Er stellte Lehrlinge und Arbeiter ein und beschäftigte schon 1852 etwa 100 Mitarbeiter. 1867 waren es bereits 380 Mitarbeiter. 1890 wurde die Fa. aufgelöst, der Markename wurde von der Fa. Buttstädt übernommen.
    Magdeburg
    1845 gründete Fridrich Gessner ein Fabrik in Magdeburg.
    1855 soll er bereits 150 Arbeiter beschäftig haben.
    1858 folgte noch die Fa. Traugott Schneider.
    Gessner wurde 1909 an die Fa. Hohner verkauft. Schneider an Dörfel in Brunndöbra.
    Es wurden in der folgenden Zeit viele weitere Betriebe gegründet, viele gaben aber nach den ersten Weltkrieg auf.
    Zu beginn des 2. Weltkrieges waren es nur noch vier Betriebe: A. Pitschler & Sohn, Kahnt & Ulmann, H. Buttstädt, F. Törfl.
    Berlin. In Berlin entstanden ebenfalls um 1860 die beiden Firmen Pietschmann & Sohn und Kalbe. Kalbe wurde 1910 an Hohner verkauft. Pieschmann & Sohn wurde 1910 aufgelöst.
    Klingenthal
    Adolpf Herold brachte 1852 ein Instrument nach Klingenthal/Sa.. Er war Tischler bei der Fa. Fridrich Geßner] in Magdeburg. Er baute es in der Werkstätte seines Vaters nach.
    Viele Mundharmonikaerzeuger aus dem Ort wurden dadurch angeregt, selbst Harmonikas zu bauen. Bereits 1862 gab es in Klingenthal und Umgebung 20 Fabriken mit 334 Arbeitern. Die Jahresproduktion belief sich damals auf 214.500 Stück (siehe "Vogtländischer Anzeiger" vom 19. Juli 1860). Derartige Stückzahlen wurden nicht einmal später von der Fa. Hohner erreicht.
    Einen wesentlichen Beitrag zur maschinellen Fertigung machte Julius Bertold ab 1870.
    Er war Schlosser, erfand und baute Maschinen, die die Produktion von Stimmplatten und Akkordeons vereinfachten. Darunter waren Stanzen und Fräsen für Stimmzungen, Pressen für die Balgerlegung, Holzbearbeitungsmaschinen, Schneidemacheinen, u.s.w.
    Bekannte Akkordeonbauirmen waren damals:
    C. A. Seydel, I.C. Herold, G.A. Dörfel, Dörfel-Steinfelser & Co., F. A. Böhm, Otto Weidrich, Karl Eschbach, Ernst Leiterd, F. A. Rauner A.G., Robert Mühlmann, Gebrüder Gündel.
    Trossingen
    1903 begannen M. Hohner und A. Koch die Produktion von Handharmonikas. In Trossingen gab es vor den 1. Weltkrieg vier Großbetriebe:
    Matthias Hohner, Ands. Koch, Ch. Weiß, Chr. Messner & Co.
    1907, nachdem viele andere Firmen bereits integriert waren, wurde die Fa. Hohner zur größten Musikinstrumentenfabrik der Welt. Zum Höhepunkt im Jahre 1939 beschäftigte sie 4000 Mitarbeiter.
    Paolo Soprani in Italien baute ebenfalls seine ersten Instrumente nach dem Vorbild Demians.
    (Quelle Wikipedia.de)


    Das Instrument:
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    Ein Bild des Instrumentes seht ihr unter dem Bericht. Eine diatonische Handharmonika hat im Gegensatz zum Akkordeon 33 Knöpfe statt 41 Tasten. Außerdem hat sie nur 8 bzw. 12 Bässe anstatt, wie beim Akkordeon 120. Beim Akkordeon hat man auch wenn man das Instrument auseinanderzieht und zusammendrückt, immer den gleichen Ton.
    Bei der Diatonischen Handharmonika ist der Ton bei Druck ein anderer als beim Zug. Das macht den Unterschied zum Akkordeon aus.
    Auch die Club Morino Handharmonika von Hohner ist wechseltönig, hat aber als Besonderheit in der dritten Reihe chromatische Zwischentöne angeordnet und erlaubt so mehr Möglichkeiten im Melodiespiel. Es gibt sie auch mit verschiedenen Registern.
    Es können zudem nicht alle Tonleitern gleich einfach gespielt werden, sondern bevorzugt nur die für die jeweilige Reihe vorgesehenen. Dazu gibt es entsprechende Griffschriftsysteme (Tabulatoren) in verschiedenen Ausprägungen, mit einer auf das Instrument abgestimmten Notation.
    Der Preis der Hohner Club Morino liegt bei 4449,00 Euro. Das Instrument ist exzellent verarbeitet und eine ausgezeichnete Klangqualität. Das Design des Intrumentes würde ich als schlicht klassisch bezeichnen, wobei man sich nicht durch die Schlichtheit und der Kleinheit des Instruments täuschen lassen sollte. Was man im nächsten Absatz dieses Berichtes, sehen wird.



    Noch einiges Wissenwertes zu dem Instrument+über einige Musiker, die es spielen:
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    Die Handharmonika hat in den letzten Jahren kaum noch junge Leute interressiert. Das kam daher weil das Instrument gebaut wurde und gesagt wurde es kann jeder sofort, schnell und ohne Unterricht erlernen. Es kauften sich daraufhin viele Leute dieses Instrument und nun pfuschen die meisten Spieler nur auf der ersten Knopfreihe dieses Instrumentes herum, was sich dann natürlich fürchterlich anhört.
    Aber es geht auch anders. Man kann dieses Intrument auch nach Noten spielen und dort gibt es Notenliteratur von super einfach bis proffessionell.
    Ich persönlich habe schon viele Gruppen und Einzelspieler gehört, die wirklich tolle Musik auf diesem Instrument gemacht haben und machen. Zwei möchte ich besonders erwähnen, was ich auch von diesen erlaubt bekommen habe.

    Da wäre einmal das Diatonische Ensemble Neuenburg/Breisgau.

    Das Diatonische Ensemble wurde von Helmut Müller im Jahre 1987 ins Leben gerufen. Die Spieler spielen auf diatonischen Knopfgriff-Instrumenten, die auf Zug und Druck jeweils verschiedene Töne von sich geben.
    Das Ensemble ist eines der besten Harmonika-Ensembles Deutschlands, wie sie in vielen nationalen und internationalen Wettbewerben unter Beweis stellen konnten. Hier einige Titel aus ihrem Repartoire:

    Andant
    Aus dem Klavierkonzert 21 in C-Dur
    W.A. Mozart
    3 Variationen von Werner Heetfeld

    La Patrouille Verte
    Cellino Bratti

    Als Einzelspieler möchte ich Gerhard Marheineke nennen. Dieser ist Hauptberuflich Musiker im Marine Musikkorps Nordsee und spielt dort Saxophon und Klarinette. Seit seiner Kindheit aber spielt er die diatonische Handharmonika, welches er von seinem Vater erst ohne Noten erlernte. Später lernte er die Notation und setzt sich seither dafür ein, das die Handharmonika nach Noten gespielt wird.
    Gerhard tritt bei vielen Veranstaltungen rund um die Handharmonika auf und fasziniert dort mit seiner unglaublichen Fingerfertigkeit jedesmal das Publikum. Zu seinem Repertoire gehören Stücke der obersten Kategorie wie z.B.
    das Alpenecho von Slavko Avsenik,
    Heinzelmänchens Wachtparade
    Bachs Toccata und Fuge in D-Moll,
    der Hummelflug,
    Tanzende Finger usw.
    Bei einigen dieser Stücke wurde vorher behauptet, man könne sie nicht auf einer Diatonischen Handharmonika spielen, doch Gerd bewies diesen Kritikern, das man das sehr wohl kann. Einige dieser Stücke gab es übrigens nur in Noten für Chromatisches Akkordeon, so das er sie, um die Stücke spielen zu können, noch bearbeiten bzw. für diatonische Handharmonika umschreiben mußte.
    Sein letzter Auftritt liegt noch nicht lange zurück, es war im Mai bei den Harmonikafreunden Grasberg, als ich mich wieder einmal von der Vielseitigkeit der diatonischen Handharmonika verzaubern ließ. Von diesem Harmonikatreffen seht ihr auch unter dem Bericht einige Bilder.



    Mein Fazit:
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    Ich hoffe ich habe euch nun nicht zu sehr gelangweilt mit meinen Ausführungen über die diatonischen Handharmonika.
    Diese ist wie ich finde ein wahnsinnig faszinierendes Instrument, das mich, obwohl ich nur Zuhörer bin, jedesmal in seinen Bann zieht. Vor allen Dingen, wenn es gut und sauber gespielt wird.
    Ich kann daher diesem tollen Instrument nur die volle Punktzahl geben und es euch einfach mal empfehlen.



    Danke für euer Lesen, Bewerten und Kommentieren.



    Eure CORSA

Hohner Club Morino im Vergleich