yourcha.com
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Platz 13 in der Kategorie "Webseiten - Y".
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yourcha.com Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

RehaugeW

Mach was draus oder lass es lieber?

ein Testbericht von 2007-08-10 14:59:28 vom 10.08.2007
Empfehlung: nein
Vorteile: die idee ist gut, die seite sieht gut aus...
Nachteile/Kritik: merkwürdige beiträge im netz unerwünschte zustellung von mails
In der heutigen Zeit der hohen Arbeitslosigkeit und der Verzweiflung der Arbeitslosen bei Findung eines neuen Jobs, ist yourcha eine Möglichkeit. Zumindest will ich es mir mal ansehen, ob es das auch wirklich ist. Aber zuerst, was ist yourcha genau? yourcha ist ein webbasiertes Karriere- und Recruiting-Portal.

Was tut ein engaierter Arbeitssuchender normalerweise? Genau, er suft im Netz und sucht nach freien Stellen. Er schreibt und schreibt Bewerbungen. Er stöbert in allen Jobportalen, die es nur gibt, nach einer freien Stelle. Nicht so bei yourcha. yourcha dreht den Spieß einfach um. Hier können Arbeitgeber auf einen riesen Pool von Arbeitswilligen zugreifen und sich den Angestellten raussuchen, der zu ihnen passt. So steht es bei yourcha auf der Webseite. Hier bewerben sich die Arbeitgeber mit einem Job beim Arbeitssuchenden. Eine neuartige Idee und völlig anders artig als herkömmliche Jobportale oder? Wobei andere Jobportale bieten ebenfalls die Möglichkeit neben der eigenen Jobsuche auch dass Arbeitgeber mit Bewerbern Kontakt aufnehmen können. Aber wollen wir uns daran mal nicht festhalten. Mir stellt sich die Frage, ob yourcha eventuell ihren Namen vom englischen your chance (auf deutsch: deine Chance) abgeleitet haben.

Sehen wir uns zuerst einmal die Webseite an. Sie sieht professionell aus und übersichtlich. Sehr gut finde ich oben die Karteireiter die einem zur FAQ führen. Besonders gut finde ich die kostenlose Hotline, wenn man Fragen hat. Hier hat man mitgedacht und berücksichtigt, dass Arbeitssuchende nicht die riesen finanziellen Mittel haben.

Dieser Abschnitt mit << und >> gekennzeichnet bezieht sich auf die AGB bevor sie von yourcha geändert wurden:
<<Werfen wir mal einen Blick in die AGB. Dort steht:

(3) Bietet der Betreiber dem Nutzer im Gegenzug für seine Registrierung eine Zugabe (etwa ein Zeitungsabonnement) an, so ist die Inanspruchnahme der Zugabe durch den Nutzer in der Regel von einer Mindestregistrierungslaufzeit abhängig. Die entsprechenden Bedingungen sind auf der Plattform aufgeführt und werden im Zeitpunkt der Registrierung und der Inanspruchnahme der Zugabe Bestandteil des Nutzungsverhältnisses.

Könnte mir das bitte einer erklären? Wieso sollte die Plattform bitte ein Zeitungsabo als Zugabe geben? Das finde ich doch ein wenig seltsam.>>

Nun denn schauen wir mal weiter. Die Nutzung der Plattform ist für Arbeitnehmer kostenlos, Arbeitgeber hingegen müssen jedoch bezahlen, wenn sie jemanden ein konkretes Jobangebot machen wollen. Sinnvoll man nimmt von denen die haben.

Sinnvoll finde ich auch, dass Arbeitnehmer anonym bleiben. So kann man also als Mensch mit Arbeit auf diesem Wege einen neuen Wirkunsbereich finden ohne dass der Chef, falls dort angemeldet, Wind davon bekommt. Ein sehr wichtiger Faktor in meinen Augen.

Um sich anzumelden benötigt man einen Zugangscode, welchen man auf Anfrage bekommen kann. Es kann sich also nicht jeder Arbeitnehmer sofort anmelden sondern man muss erst Rücksprache halten. Ich finde das etwas umständlich und viele nehmen sich deswegen bestimmt nicht die Zeit. Aber vielleicht ist das genau der Sinn dabei, dass man nur ernsthaft suchende Arbeitnehmer in der Datenbank haben möchte.

Die Registrierung nach Eingabe des Codes ist simpel. Man sollte nicht zu lange die Seite offen lassen sondern sofort die Anmeldung ausfüllen weil man ansonsten zur Startseite zurück geworfen wird ohne dass die Anmeldung gelang. Nach Anmeldung erhält man eine E-Mail mit einem Aktivierungslink. Der Versand passiert sofort und man kann problemlos weiter machen.

Nach dem Einloggen befindet man sich in der Arbeitnehmeroberfläche. Von der Seite des Arbeitgebers kann ich Euch leider nicht berichten. Die Oberfläche ist übersichtlich gestaltet und wirkt ein wenig wie ein Postfach – ach kein Wunder ich seh auch grad, dass ich die Message Center Oberfläche aktiviert habe. *gg* Nun denn will ich mal meine berufsbezogenden Daten eingeben.

Was etwas sinnlos ist, dass es Pflichtfelder gibt, die nicht jeder ausfüllen kann. Zum Beispiel das Feld ”Beschäftigt seit”. Ich bin seit 2004 nicht mehr im Beruf, wie soll ich also angeben, seit wann ich bei meinem jetztigen Arbeitgeber beschäftigt wäre? Geb ich eben ein seit wann ich arbeitslos bin…… Auch soll ich meine aktuelle Position angeben. Toll Schüler gibt es aber keine Hausfrau…….*grr* Und wozu soll man sein aktuelles Bruttojahreseinkommen angeben? Das geht ja eigentlich den neuen Arbeitgeber erstmal nix an. Nun denn es ist wenigstens keine Pflichteingabe. Bezüglich der Fachrichtung in der ich in der Versicherung gearbeitet habe gibt es alles mögliche nur nicht Angestellte im Außendienst. Handelsvertreter ist zwar ähnlich aber doch nicht das Selbe. Auch fehlt meines Erachtens der Punkt ob man Schwerbehindert ist. Da bedarf es eindeutig noch Korekturen, es ist doch alles noch sehr ungenau.

Schauen wir mal in den Lebenslauf. Man kann ein Bild einstellen, wobei da dann die Anonymität wieder flöten geht, also entscheide ich mich mal dagegen. Nun kann man seine Fachkenntnise und persönlichen Qualifikationen eintragen. Dies kann man frei in einem Feld schreiben. Anschließend kann man noch seine bisherigen Anstellungen und Ausbildungen eintragen.

Bevor man nun sein Profil aktivieren kann, muss man noch seine persönlichen Daten vervollständigen. Dazu gehört dann die Adresse, Geburtsdatum, Familienstand und Angabe wieviele Kinder man hat. Das mit den Kindern geht ja eigentlich auch keinen was an und deswegen ist es kein Pflichtfeld.

So nun ist alles ausgefüllt doch was kommt denn da? Ein Hinweis: ”Der Gehaltsmonitor kann nicht gestartet werden” Ach ja muss ich es nun doch eintragen? Aber da war doch kein Stern. Nun denn probieren wir mal rum. Nun gab ich einfachmal was ein. Nun seh ich beim Messagecenter den Gehaltsmonitor aber ich muss gestehen, ich werd aus dem nicht schlau. Ich bezweifel auch, dass der irgendwie wichtig wäre…….

Alles in allem ist yourcha eine nette Idee, inwieweit dann jedoch Angebote von Arbeitgebern kommen, kann ich nicht beurteilen. Ich finde es nicht präzise genug und der Absatz mit dem Zeitungsabo hat mich doch sehr irritiert, genauso dass sehr sensible Daten wie jetztiger Arbeitgeber und Gehalt abgefragt werden, welche andere große Jobportale gar nicht erst wissen wollen. Ich konnte auch nirgends einen Punkt entdecken wo man seine Account selbst löschen kann. Immerhin gibt es einen Punkt wo man seinen Account vollständig löschen kann.

Nun denn quälen wir mal Google mit dem Suchbegriff yourcha. Dabei kommen wir auf Blogs, welche anscheinend unaufgefordert Briefe von yourcha bekommen haben. Mhh das ist aber nicht nett. Unter Karriere.de gibt es einen Artikel mit Namen: Zwielichtige Jobvermittler. Dieser lässt doch an der Seriösität von yourcha zweifeln. Wenn man mal nach der Adresse von yourcha sucht (seht im Impressum bei yourcha), findet man raus, dass dort die GlobalGroup ist (dort ist Gründer und Inhaber der Gleiche wie bei yourcha), welche mit Adressen handelt und diese widerrum bei Jobpilot nach Mitarbeitern sucht, aber wozu, schließlich gibts doch yourcha?!

Alles in allem nette Idee aber anscheinend nicht das was es zu sein scheint.

Ich habe mich bei yourcha komplett gelöscht und heute bekomme ich Mail von denen. Normalerweise erlischt damit auch meine Einverständniserklärung, dass ich Mails erhalten will. Yourcha hat auf einem Blog, welchen sie extra erstellt haben, auf die Vorwürfe welche im Netz laut wurden reagiert. Es blieben bei mir jedoch weiterhin Fragen offen.
...
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Kommentare
Leela
Leela, 10.08.2007
sh!
Music-King
Music-King, 10.08.2007
Das Problem ist, daß Arbeitssuchende ohnehin im Allgemeinen als assoziale Schmarozer angesehen werden und im Zeitalter von legalen Adresshandel bieten Arbeitslose doch eine interessante Zielgruppe. Einfach ein Jobportal öffnen und schon bekommt man tausend
waltraud.d
waltraud.d, 10.08.2007
sehr hilfreich
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