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| TRUMP Die Kunst des Erfolges Heyne Verlag |
2,00 € | 7T 12Std. | 0 | ||
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![]() Nordische Mythologie?ein Testbericht von helden_gesucht2008-04-25 20:09:49 vom 25.04.2008 Empfehlung: nein Vorteile: teilweise gute Ideen, hübsches Cover...Nachteile/Kritik: mangelhafte Szenenbeschreibungen, Langeweile, zu viel "Erotik", HandlungschaosWer hat noch nicht die nordischen Sagen um Walhalla, Thor und Odin gehört. Johanne Hildebrandt hat in dieses Geflecht aus uralten Mythen eine Fantasy-Geschichte in 3 Teilen geschrieben. Den 2. Teil "Tochter des Donners" erstand ich als Mängelexemplar im Thalia und packte die Gelegenheit beim Schopf, in den Schreibstil der Autorin hineinzulesen. ===Das Buch & der Autor=== Ein gutes Buch ist ohne fesselndes und aussagekräftiges Cover nur halb so viel wert. Hier punktet "Tochter des Donners" schon deutlich. Eine junge, rothaarige Schönheit steht am Meeresufer und verliert sich mit ihrem Blick in der Ferne. Das mystische blau und die weißen Runen darauf vergrößern den krassen Kontrast. Die Autorin, Johanne Hildebrandt, ist gebürtige Schwedin und Kolumnistin bei der größten schwedischen Tageszeitung "Aftonbladet". Nachdem sie bereits 2 Bücher über den Balkankonflikt veröffentlichte, begab sie sich mit "Die Priesterin" in die nordische Götterwelt. "Tochter des Donners" stellt die Fortsetzung dar. Zum Buch selbst: 13 Kapitel, 469 Seiten warten auf den Leser plus weitere 5 Seiten Nachwort. Auf etwaige Personenaufzählungen oder Übersichtkarten hat Hildebrandt verzichtet. 2005 erschien die deutsche Ausgabe zum Original "Idun - Sagan om Valhalla" im Heyne-Verlag. 1.Band: Die Priesterin 2.Band: Tochter des Donners 3.Band: Tochter der Mondgöttin (Band 1-3) ===Die Geschichte=== Vanaheim ist ein uraltes Königreich von Mythen und Legenden. Doch das Volk der Vanen wird von der schwarzen Seuche heimgesucht. Als auch noch das Volk der Asen von der Krankheit befallen wird, hegt Freya, die mächtige Priesterin der Vanen, einen Verdacht, dass die Krankheit keines natürlichen Ursprunges ist. Nach dem schmerzlichen Verlust ihres Bruders an die schwarze Seuche, zweifelt Freya an sich, ihren Kräften, der Gabe der Mondgöttin und den Mächten des Nordens. Da erscheint ihr Hel, Göttin des Todes und bietet ihr einen Pakt an, der Freya neue Kraft gibt. Jedoch wird diese Kraft sie auszehren und Hel ihre Seele alsbald in die Unterwelt führen. Doch Freya nimmt dieses Schicksal auf sich um ihre Volk von der schwarzen Seuche zu befreien. So zieht sie mit ihrer Hassliebe Thor, dem starken Asen-Krieger, und einigen wenigen Gesunden in den Kampf gegen Gorm und die Hexe Hydla - ihre gemeinsamen Erzfeinde und die Wurzel allen Übels. Doch keiner ahnt, wie nah die Auslöschung des Vanen-Geschlechts ist und die Heere Gorms sind zahlreich. Und Hel ist eine untreue und wankelmütige Gebieterin? === Leseprobe === Die dreizehn Steinquader standen in einem Kreis auf der Heide. Wie Riesen reckten sie sich seit dem Morgen der Zeiten gen Himmel. Nur wenige Wesen erfassten die Ausmaße ihrer Kraft. Die Priesterin hockte am Feuer in der Kreismitte, das Licht tanzte über ihr schwarz bemaltes Gesicht. Auf ihrem Gewand funkelten goldene Stickereien, ihr Halsband war schwer und kostbar. Schön war sie und die Männer begehrten sie wegen ihrer Schönheit. Aber ihrem Blick fehlte jegliches menschliche Leben. Der Wind fegte leise jammernd über die öde Heide und die Steine stießen eine gequälte Klage aus. Die Priesterin betrachtete ihre blutverschmierten Arme. Sie hatte ihre Aufgabe erfüllt. Jetzt ließ die Kraft ihres Opfers sie erzittern. "Komm, Finsternis!" === Erfahrung & Fazit === In erster Linie war das Buch wieder einmal ein Cover-Kauf. Dazu stimmten die Rahmenbedingungen der nordischen Mythologie mit meinen Interessen überein. Der Start, wie man oben lesen kann, ist sehr geheimnisvoll, vage, nebulös - perfekt. Jedoch gleitet Johanne Hildebrandt schon bald ab und was auf dem Frontbild mit "Johanne Hildebrandt gelingt es, das Drama der nordischen Götter wie einen Krimi zu erzählen." betitelt wird, stellt sich schon bald als eintönig und langatmig dar. Im Grunde geht es um Idun. Sie ist die zentrale Figur des Romans. Sie ist die Tochter der mächtigen Freya. Für mein Verständnis ist die Figur Idun leichtgläubig, unfähig, ja fast schon dumm. Für eine Tochter einer Priesterin, die sich mit geheimnisvollen Mächten beschäftigt, erscheint mir das unpassend. Freyas ist dann schon gleich der nächste Anstoßpunkt. Sie ist hoch promeskuitiv - will heißen: sie treibt es mit fast jedem. Teilweise hatte ich den Eindruck, einen schlechten Erotikroman erwischt zu haben. Nichts gegen etwas Intimität, doch wie es Hildebrandt hier beschreibt, ist es in 3 Zeilen abgehandelt und dazu noch stümperhaft, und sehr, sehr häufig - auch an unpassenden Stellen. Wo die kleinen oder größeren Anzüglichkeiten größeren Spielraum haben, ist kaum noch Platz die Kriegerehre und eine Geschichte von Mut und Tapferkeit. Klar läuft alles auf ein Gemetzel hinaus, aber auch das fast Hildebrandt nur so knapp wie möglich und verläuft sich dann schon wieder in den Wirren der Handlung um die Entführung von Idun und deren Vergewaltigung. Diese nimmt dann auch fast die gesamte zweite Hälfte des Buches ein. Leider gesellt sich zu den teilweise sehr primitiven Dialogen, auch noch die wortgenaue Übersetzung, die zu eher unüblichen Formulierungen und Satzstellungen führt. Gute Ideen wie die Darstellung der Todes- und der Mondgöttin werden sträflich als kurzes Flackern in der Handlung alleingelassen. Ich finde, diesen Bezug mit den Göttererscheinungen hätte man deutlich ausbauen müssen, wenn es denn schon ein religiös-mystischer Fantasy-Schmöcker sein soll.Im Grunde gefällt mir die Idee, die nordischen Götter in eine erdachte Handlung zu bringen. Schließlich muss es ja irgendwann einmal einen Bezugspunkt gegeben haben, warum diese Namen Götternamen sind. Hildebrandt hat versucht eine Krimihandlung, Mystik der nordischen Sagenwelt und Religion in einem Topf zu schmeißen und zu verrühren in der Hoffnung, es käme ein lesenswerter Fantasy-Roman dabei heraus. Doch das Ergebnis ist meilenweit davon entfernt. Nicht nur, dass Sprache, Schrift und Bild deutlich unter dem Niveau von Größen wie Bernhard Hennen oder Markus Heitz sind, dazu quält man sich auch noch als Leser von Seite zu Seite, denn Spannungsmomente sind sehr, sehr rar. Auch wenn der Spannungsbogen sich kurz vor Schluss hebt, macht er den lahmen Anfangsteil nicht wett. Anfangs hatte ich ernste Ambitionen, mir auch noch die beiden anderen Teile zuzulegen, doch von diesem Weg bin ich abgekommen. Diesen Buchtitel kann ich einfach nicht guten Gewissens weiterempfehlen. ISBN 345387384X ... |
campino, 26.04.2008
Grüße aus dem sonnigen Süden der Republik
eisengelchen, 27.05.2008
Liebe Grüße vom eisengelchen
Haggia, 26.04.2008
LG und schönes Wochenende!
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Allgemeine Informationen Heyne Verlag: Johanne Hildebrandt Tochter des Donners
ISBN: 345387384X
gelistet seit: 22.04.2008
Hersteller: Heyne Verlag weitere Heyne Verlag Belletristik Romane & Erzählungen - T | Bewertung durch unsere Mitglieder
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