Vor ein paar Monaten wollte ich mir eine DVD an meinem Rechner ansehen. Leider funktionierte das nicht, da mein PC die DVD im Laufwerk nicht erkannte. Ich nahm die Disc und probierte sie im DVD-Player aus und sie funktionierte tadellos. Stutzig nahm ich eine andere DVD und probierte das ganze wieder. Das Problem blieb, im Player funktionierte die Disc, im Laufwerk, es war mein geliebter und eigentlich noch recht neuer DVD-Brenner, nicht. Nach dem letzten Test war das Problem dann erkannt. Der Brenner wollte einfach nicht mehr. Da er ein Geschenk war und ich deswegen auch keine Quittung besaß war ich von dem Zeitpunkt aus leider wieder ohne Brenner :(
Es hat ne ganze Weile (mindestens 4 Monate oder so) gedauert, bis ich mich dazu entschließen konnte, mir einen neuen zu kaufen. Ich hab mich natürlich erstmal ordentlich informiert und hab mich dann für den LG GSA H54L Lightscribe in beige entschieden.
--- Der Preis ---
Gefunden habe ich dieses Gerät bei eBay. Dort hat mich die Bulk-Version 31,60 Euro inkl. Porto und Verpackung gekostet. Zum Brenner gab es außerdem auch noch eine Software-CD mit PowerDVD, PowerProducer, Nero Express, InCD und Acrobat Reader, eine Garantie-Karte und die Bedienungsanleitung dazu.
DVD-R Disc at Once und Incremental Recording
DVD-RW Disc at Once, Incremental Recording und Restricted Overwrite
DVD-RAM Random Write
DVD+R Sequential Recording
DVD+R Double Layer Sequential Recording
DVD-R Dual Layer Disc at Once, Incremental Recording und Layer Jump Recording
DVD+RW Random Write
CD-R/-RW Disc at Once, Session at Once, Track at Once und Packet Write
Zugriffszeiten (zufällig)
DVD-ROM 140 ms
DVD-RAM 175 ms
CD-ROM 120 ms
***Maximale Datenübertragungsrate beim Schreiben***
Nach dem ich das Gerät in meinen PC eingebaut und fertig angeschlossen hatte, wollte ich es natürlich auch testen.
Nachdem ich meinen Rechner neu gestartet habe, wurde das Gerät von Windows XP sofort erkannt und auch installiert. Brennsoftware hatte ich noch auf dem Rechner, benötigte also keine Installation von Nero7. Leider konnte ich bei meiner Nero-Version keine Lightscribe-Funktion entdecken. Das Gerät war einsatzbereit und nach einem kleinen Test wusste ich auch, dass es tatsächlich funktioniert und DVDs brennt. Nur die Lightscribe-Funktion war einfach nicht zu entdecken. Durch einen Bekannten erfuhr ich, dass man dafür erst das Lightscribe Control Panel von der Seite Lightscribe.com runterladen und installieren muss. Gesagt, getan und oh Schreck, die Funktion war da :)
--- Ein normaler Brennvorgang ---
Natürlich habe ich das Gerät dann
auf Herz und Nieren getestet und ich muss sagen, ich war (und bin es noch immer) total begeistert.
Selbst bei voller Brenngeschwindigkeit (dabei braucht er für eine komplette DVD gerade mal fünf Minuten) und egal welcher Art und Fülle von Daten produziert der Brenner erstklassige Scheiben ohne eine Spur von Fehlern. Egal ob CD oder DVD bis jetzt ging noch kein Brennvorgang schief. Dabei ist das Gerät dreimal leiser als mein alter DVD-Brenner, der immer Geräusche wie eine Kettensäge gemacht hatte. Der LG GSA H54L ist unglaublich leise, nicht mehr als ein Flüstern, spitze!
Und nun zum Besonderen:
--- Lightscribe ---
Eigentlich war diese Funktion von mir nicht wirklich benötigt, aber ich dachte mir, wenn ich schon einen neuen Brenner kaufen muss, dann soll er auch gleich alles können.
Mit Lightscribe kann man seine eigenen Labels direkt auf die passenden Scheiben "drucken". Die lightscribefähigen Rohlinge besitzen eine besondere Beschichtung, die von einem, im Brenner eingebauten Laser verätzt werden und sich dadurch an den besagten Stellen schwarz verfärben.
Zum Test:
Ich hatte bei mir noch die Hochzeits-DVD meines Bruders rum liegen. Diese hatte von ihm ein schönes Papier-Label bekommen. Da dachte ich mir, wäre doch lustig, das ganze mit dem Lightscribe auszuprobieren.
Zum Erstellen der Labels braucht man natürlich auch eine Software. Dafür eignet sich zum Beispiel Nero, allerdings ist das Lightscribe-Menü ziemlich unübersichtlich, scher zu bedienen und bietet auch nicht wirklich viele Funktionen. Auf der Lightscribe-Seite findet man ein nettes Programm (Template Labeler), mit dem das alles viel einfacher geht.
Nun hatte ich also die Software und danach auch ziemlich schnell das passende Motiv, nun machte ich mich also ans Brennen. Zuerst hab ich die DVD eingelesen, das ging wie immer ziemlich flott, danach brannte ich sie. Nun kamen wir zum Labeling. Dabei musste ich die Disc nach dem Brennvorgang umdrehen (also mit der Datenseite nach oben) und schon ging es los.
Nach etwa zwanzig Minuten war der Brenner fertig und hatte mein erstes Label auf eine Disc geätzt. Als die DVD raus kam, konnte sich das Ergebnis durchaus sehen lassen, die Konturen waren gut zu erkennen und die Auflösung war verblüffend gut, nur wirkte das Label leider insgesamt etwas blass. Die Einstellung "Optimal" war als noch nicht ganz das Optimum ;)
Ich habe das ganze dann noch einmal wiederholt und verstellte etwas die Einstellungen, damit das Label etwas dunkler werden sollte. Dadurch verlängerte sich zwar der Brennvorgang um weitere zehn Minuten, aber das Ergebnis wurde einfach perfekt.
--- Mein Fazit ---
Der Brenner leistet seitdem erstklassige Arbeit, zumindest beim Brennen der DVDs. Ich kann mir jetzt schon gar kein Leben ohne ihn mehr vorstellen. Was hab ich nur in den vier Monaten ohne gemacht ??
Die Lightscribe-Funktion habe ich seither noch nicht wieder benutzt. Ich denke, dass das in erster Linie eine nette Spielerei ist, die man mal für besondere DVDs benutzen kann. Um jede gebrannte DVD zu labeln ist der Preis der Rohlinge einfach zu hoch (etwa 1 Euro pro Stück). Für ein Muttertagsgeschenk werde ich es aber wahrscheinlich mal wieder nutzen ;)
Zu meckern gibt es eigentlich nicht viel. Das Gerät ist absolut top. Die mitgelieferte Software ist halt standart, nichts besonderes, aber alles, was man zum brennen braucht.
Die Bedienungsanleitung findet sich nur auf der CD in Deutsch, die mitgelieferte Kurzanleitung ist zwar bebildert, aber komplett auf Englisch, das hätte man besser machen können.
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