„Das Geschäft mit der Sterbehilfe“ von Georg Bönisch und Hans Leyendecker
Das Buch:
Ich möchte euch nun ein Buch vorstellen, das sich mit der Sterbehilfe-Thematik auseinandersetzt, aber dennoch einen ganz anderen Aspekt der Sterbehilfe betrachtet, als es bei anderen von mir vorgestellten Büchern der Fall ist. Es geht um die Kommerzialisierung der Sterbehilfe.
Ich beschreibe euch heute das Buch „Das Geschäft mit der Sterbehilfe“, das von Georg Bönisch und Hans Leyendecker verfasst wurde. Es ist im Jahre 1993 herausgegeben worden und wurde vom Steidl-Verlag veröffentlicht.
Insgesamt hat das beschriebene Buch 272 Seiten und man kann es unter der ISBN-Nummer 3-88243-255-1 bestellen. Das Werk wurde in Deutschland gedruckt.
Der Inhalt:
In dem Inhaltsverzeichnis, das den thematischen Ausführungen des Buches vorangestellt ist, kann man erkennen, dass jedes Kapitel des Buches sowohl einen Titel, als auch einen Untertitel aufweist. Durch den Fettdruck des Titels ist das Inhaltsverzeichnis dennoch sher übersichtlich.
Nach einem Vorwort folgen dann auch schon die inhaltlichen Ausführungen der beiden Autoren. Im ersten Kapitel befassen sie sich mit der Entwicklung von der Euthanasie zum Massenmord an Millionen Menschen, um dann im zweiten Kapitel zu schildern, welche höllischen Schmerzen Menschen erleiden, die durch das Gift Zyankali zu Tode kommen.
Im Weiteren wird Kritik an der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben geübt, die laut den Autoren sektenartige Züge aufweist. Zudem wird Hans Henning Atrott kritisiert, da er ein sehr berühmter Autor ist, der sich mit der Sterbehilfe auseinandersetzt. Da er eine so berühmte Stellung in der Sterbehilfe-Debatte hat, wird er von den beiden Autoren als Guru bezeichnet.
Ein weiteres Kapitel des beschriebenen Buches befasst sich mit der schwierigen Lage in der Strafjustiz, die häufig klären muss, ob es sich um Selbstmord handelt oder doch um eine Tötung auf Verlangen. Ziemlich zum Schluss wird auch noch die Hospizbewegung in Deutschland beschrieben, die hier noch nicht besonders gut ausgebaut ist (vor allem im Vergleich zu anderen Ländern, wie z.B. England).
Im Anschluss an die geschilderten Erläuterungen und Behauptungen findet man noch ein Verzeichnis über weiterführende Literatur und Angaben zu einigen nützlichen Adressen.
Bewertung:
Meiner Meinung nach ist das beschriebene Buch nicht unbedingt empfehlenswert, da es so von der Meinung der Autoren geprägt ist, dass man es nicht mehr als gute Schilderung der Sterbehilfeproblematik bezeichnen kann. Die Autoren üben scharfe Kritik an Personen, Autoren und Institutionen und machen dies auf eine Weise, die schon fast als beleidigend eingestuft werden muss. Da ich die Sachlichkeit in dem Buch vermisst habe, das eigentliche Thema aber total spannend finde, möchte ich dem beschriebenen Werk heute zwei Bewertungssterne verleihen. Ich kann es euch jedoch nicht empfehlen.
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