Goa Indisches Restaurant Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Kulinarischer Hochgenuss
ein Testbericht von gypsi2009-12-18 12:16:34vom 18.12.2009Empfehlung: ja
Vorteile: tolles Ambiente, klasse Service, kulinarisch ein Hochgenuss, sauber...Nachteile/Kritik: nichts
Man stelle sich vor: 2 Leute sind ein paar Tage in München. Sie haben während dieser Zeit ihren 30. Hochzeitstag. Keine Blumen, kein Geschenk, nein, sie wollen gemeinsam essen gehen und aus diesem doch immer noch freudigen Anlass wollen sie ihren Sohn mitnehmen. Doch wohin gehen in der Großstadt? Das Internet macht es ihnen einfacher.......es wird nach Restaurants gegoogelt und dann kann man erst mal überlegen, welche Art Restaurant es sein soll. Afrikaner, Italiener, Mexikaner, Bayrisch, Exklusiv.........was bietet diese Stadt an Möglichkeiten!! Man wählt einen Inder in der City, setzt sich ins Auto, navigiert durch die Stadt und findet das Lokal. So geschehen mir, bzw. meinem langjährigen Ehemann vor ein paar Tagen. Lasst euch also entführen in das........
GOA Indisches Restaurant
Warum diese Wahl?
Das war meine Entscheidung. In Neuseeland waren wir bei einem Inder, dessen Restaurant ganz neu eröffnet worden war und wir waren begeistert. Das Ambiente hatte uns gefallen und die Speisen waren einfach köstlich und hervorragend angerichtet und außerordentlich toll von den Gewürzen her. Nun wollte ich einfach mal wieder diese Art Essen kosten. Also gut, mein Sohn suchte, ich wählte und mein Mann steckte das Portmonee ein......klasse Verteilung, oder?
Hier musste ich nicht googeln, denn schon bei der Auswahl des Lokals schauten wir auf die klasse gemachte Homepage und fanden eine virtuelle Karte, in der bereits erklärt wurde, was Goa bedeutet. Es ist einer der kleinsten Staaten Indiens, nicht mal 4000 km² groß und liegt an der Westküste ca. 600 km südlich von Bombay.
Das Restaurant
Einmal fuhren wir zunächst auf der Suche nach einem Parkplatz am Restaurant vorbei und sahen schon, dass es sehr gut besetzt war. Das musste doch ein gutes Zeichen sein. Nicht weit entfernt, fast an der Isar fanden wir den Abstellplatz für unser Auto, legten ein Ticket für 2 Stunden hinein, denn diese Zeit wollten wir uns gönnen. An diesem Tag war brütend heiß in München und trotz der abendlichen Stunde waren es wohl noch gute 28° C. Schon beim Betreten des Lokals empfing uns diese den Asiaten eigene Höflichkeit, man wurde überaus nett begrüßt, es wurden uns Vorschläge unterbreitet, wo wir denn sitzen wollten. Trotz der Hitze wählten wir einen Platz in der Nähe der Küche, ich wollte so gern ein paar Studien treiben. Als ich aufstand, um Fotos zu machen, wurde ich recht verschmitzt gefragt, ob ich selbst ein Indisches Restaurant eröffnen möchte.
Ein wunderschönes Ambiente, typische landeseigene Bilder und Einrichtungsgegenstände, die richtige Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlten, ließen uns gleich wohlfühlen. An die 10 Tische konnten wir entdecken und wir hatten totales Glück, denn nach uns wurde es so voll, dass wir wohl erst mal hätten warten müssen.
Die Speisekarte
Man reichte jedem von uns eine überaus lesens-und anschauenswerte Speisekarte. Was bietet man denn an? Die Auswahl fiel uns so schwer....immer wieder wurde geblättert, gelesen, geändert. Immerhin hatte die Karte mehr als 30 Seiten.
* Suppen ( Hühnersuppe, Krabbensuppe, Linsensuppe, Tomatensuppe,Gemüsesuppe...alles
auf Indische Art)
* Vorspeisen (u.a. Salate, Pastetchen, Zwiebelringe, Riesengarnelen...zu allen warmen Vorspeisen gibt es 3 Dips)
* Joghurtspeisen und Beilagen
* Vegetarische Spezialitäten
* Thalis (verschiedene Gerichte auf einem Teller)
* Biryanis (Reis und andere Gerichte werden zusammengemischt)
* Grillspezialitäten
* Chicken Curry Spezialitäten
* Lamm Spezialitäten
* Fisch Curry Spezialitäten
* Enten Spezialitäten
* Tandoori-Brot Spezialitäten
* Nachspeisen
* Getränke (Lassies, Biere, Säfte, Spirituosen.....)
Endlich hatten wir drei gefunden, was wir wollten.
Unsere Bestellung
Die Männer nahmen je ein Paulaner Weißbier, ich trank einen Radler. Gleichzeitig reichte man uns flaches Vollkorn-Fladenbrot mit verschiedenen Dips. Das war als Einstimmung schon mal super. Später gab es auch frisches Naan-Brot in einem Körbchen.
Mein Mann uns ich gönnten uns eine Vorsuppe, während mein Mann eine indische Gemüsesuppe wählte, hatte ich Appetit auf eine Tomatensuppe. Wir mussten nicht lange warten. Meine Tomatensuppe war schon oberlecker.....richtige frische Tomatenstückchen fand ich, leckere Gewürze obenauf und schon begann ich zu schwitzen. Als Hauptspeise wählte mein Sohn Mango Chicken und ich Ente Mango. Beides befand sich in einer geschmacklich hervorragenden Mango-Safran-Cashewnuss-Soße. Hervorragend gewürzt, wie man es vom indischen Essen gewöhnt ist. Das Essen meines Mannes war schon rein optisch ein Highlight. Er bekam auf sein Stövchen eine Art Riesenteller, auf dem wiederum kleine Schälchen mit den verschiedensten Leckerein standen. Das Gericht nannte sich Goa Biryani, hierbei handelte es sich um verschiedene Gemüse-und Fleischsorten in Mandeln, Rosinen und Joghurt. Die Joghurtcreme überließ mein Mann mir und die allein war schon der Hammer.
Ich bediente mich am Safran-Basmati-Reis, der Gott sei Dank in reichlicher Menge vorhanden war, denn der ist einfach erste Sahne, locker, körnig, nicht klebrig. Um den Reis herum drapierte ich drei Mal meine Entenstücke in dieser Mangosoße mit Cashewnüssen. (Beim Schreiben dieses Berichts läuft mir das Wasser im Mund zusammen.) Unbeschreiblich...dieser süßliche Geschmack der Mango gepaart mit den typischen Curry-Gewürzen aus Indien.......wow. Gut, dass man bei diesen asiantischen Speisen nicht dieses Völlegefühl hat, denn ich leerte meine Mango-Enten-Schüssel bis zur Neige, am liebsten hätte ich sie ausgeleckt. Aber man hat ja Anstand. Lediglich den Reis schaffte ich nicht. In Neuseeland hatten wir "Medium" bestellt und das war uns noch zu scharf. Aber dieses Essen war eine reine Gaumenfreude. Die Hitze und die Anstrengung des Essens trieben mir Schweißperlen ins Gesicht.
Preise, die Rechnung
Ehrlich gesagt hatte ich gar nicht auf die Preise in der Karte geachtet, als ich wählte. Der Anlass unseres Hochzeitstages sollte ja auch nicht auf Sparkurs gefeiert werden. Nun kam die Rechnung und wies ca. 54 Euro aus. Die Suppen kosteten 3,30 und 3,50 Euro, das Essen meines Mannes 11,50 Euro, ebenso das Chicken-Mango meines Sohnes. Mein Hauptgang war teurer, 13,90 Euro....aber jeden Cent wert. Die Biere und mein Radler (0,5 Liter) machten je 2,80 Euro.
Da kann man nun wirklich nicht meckern.
Mein Fazit
Immer wieder werde ich beim Inder essen, wenn das ganze Ambiente so ist, wie im Goa in München. Hier stimmt alles. Das Ambiente, der Service und nicht zu toppen die kulinarischer Höhepunkte. Ich muss an der Stelle dem gesamten Team absolutes Lob zollen und die Tatsache, dass das Restaurant wirklich brechend voll war, spricht wohl für sich. Abschließend durften wir noch in einen Korb mit Süßigkeiten greifen, bevor wir uns verabschiedeten. Eine kurze Stippvisite auf die Toilette bestätigte mir, dass es hier absolut sauber zu geht.
Das Goa bekommt alle Sterne, die ich zur Verfügung habe.
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