Param Rollstuhl faltbar Standard

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Produktbeschreibung

Param Rollstuhl faltbar Standard

PZN 03375580
gelistet seit 01/2010

Tests und Erfahrungsberichte

  • Mühsam für Pflegefall und Pfleger

    • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
    • Pflege & Instandhaltung:  sehr unkompliziert
    • Handhabung & Komfort:  gut
    • Wintertauglichkeit:  gut
    • Fahreigenschaften:  durchschnittlich
    • Preis-Leistungs-Verhältnis:  durchschnittlich
    • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

    Pro:

    lässt sich gut verstauen und transportieren

    Kontra:

    Fahreigenschaften und Sitzkomfort nicht optimal

    Empfehlung:

    Ja

    Einleitung

    Unser Opa saß lange Zeit im Rollstuhl, bevor er bettlägerig wurde. Die Kasse bewilligte ihm einen Rollstuhl, den er als Leihgabe vom Sanitätshaus bekam. Das Teil wurde im Stück mit dem Kastenwagen geliefert, daher kann ich keine Auskunft darüber geben, wie schwierig sich der Zusammenbau gestalten würde, falls man den Rollstuhl in Einzelteilen geliefert bekommt. Es dauerte ewig, bis wir ihn hatten. Aber das hatte nichts mit dem Stuhl selbst, sondern mit dem bürokratischen Antragswahnsinn der Kassen zu tun. Nun möchte ich über den faltbaren Param Rollstuhl berichten, denn es kann ja sein, dass jemand für sich oder für einen Angehörigen die Entscheidung für ein bestimmtes Modell treffen muss. Vorweg kann ich sagen, dass es besser ist, nicht gleich einen 0815-Rollstuhl zu wählen. Einige Sanitätshäuser bieten es inzwischen an, dass man unterschiedliche Rollstühle testen kann, bevor man einen kauft. Soll die Kasse die Kosten übernehmen, kann man diese Entscheidung leider nicht allein treffen. Letztlich wird entscheidend sein, wie viel Geld man ausgeben kann oder will. Der Rollstuhl kostet immerhin um die 200 Euro. Wenn man vorher weiß, dass man den Rollstuhl noch viele Jahre nutzen möchte, dürfte sich die Investition allerdings lohnen. Doch zurück zum faltbaren Param Rollstuhl in der Standard-Ausführung.

    Qualität & Verarbeitung

    Grundsätzlich kann man an der Qualität und Verarbeitung des Rollstuhls nicht meckern. Er hat die gesamte Zeit über gehalten, ohne dass irgend ein Teil ausgewechselt oder repariert werden musste. Der Sitz sowie die Rückenlehne bestehen aus einem Kunststoff, das sich leicht reinigen lässt und sehr reißfest ist. Die Fußrasten sind aus Plastik gefertigt, das ebenfalls haltbar ist. Das Gestell ist aus einem verchromten Leichtmetall gearbeitet. An den Griffen befinden sich ergonomische Überzüge aus Gummi, die sich gut fassen lassen. Die Räder bestehen aus Gummi, wobei die hinteren Reifen größer als die vorderen sind. Sie besitzen Reflektoren.

    Pflege & Instandhaltung

    Der Pflegeaufwand für diesen Rollstuhl hält sich in Grenzen. Die Räder lassen sich bei trockenem Wetter mit der Bürste oder dem Handfeger reinigen, bevor der Rollstuhl ins Haus geholt wird. Bei Schmutzwetter können sie mit Wasser gereinigt werden. Sollten die anderen Teile nass geworden sein, wischt man den Rollstuhl mit einem Tuch trocken. In regelmäßigen Abständen kontrolliert man den Rollstuhl und zieht bei Bedarf alle Schraubverbindungen nach. Dies war aber lediglich an den Fußstützen hin und wieder nötig.

    Handhabung & Komfort

    Vorteilhaft bei einem faltbaren Rollstuhl ist, dass man ihn zusammenfalten kann, um ihn zu transportieren. So war es keine Mühe, erst den Opa und anschließend den Rollstuhl in die obere Etage zu verfrachten. Der Rollstuhl besitzt eine Breite, die sich mühelos durch jede Zimmertür bugsieren lässt. Ein Umbau der Türzargen musste glücklicherweise nicht erfolgen.

    Für den Betroffenen bietet der Rollstuhl allerdings keinen allzu hohen Komfort. Da die Sitzposition sehr tief ist, fällt es besonders älteren, gehandicapten Menschen ziemlich schwer, in das Gefährt zu gelangen. Wenn man bei dieser Prozedur mehrmals am Tag mithilft, sollte man sich möglichst von einer Pflegekraft einweisen lassen, um die richtigen Handgriffe auszuführen. Ansonsten ist ein Bandscheibenvorfall beim Helfer vorprogrammiert. Ich schreibe da aus Erfahrung.

    Auch während der Fahrt konnte unser Opa nicht über Luxus jubeln. Der faltbare Rollstuhl besitzt die Schwäche, dass seine Sitz- und Rückenlehne beim Fahren ständig in der Vor-Rück-Bewegung sind. Dies ist mit dem bloßen Auge nicht unbedingt ersichtlich. Wenn man sich selbst aber mal probeweise über Pflastersteine schieben lässt, hat man das Gefühl, man säße auf einem Traktor. Insofern konnte ich unserem Opa nachempfinden. Toll ist so ein Sitzgefühl auf Dauer nicht. Es wäre schön, wenn dem Rollstuhl eine zusätzliche Stabilisierung eingebaut würde, die man im Bedarfsfall aktivieren kann. Dennoch ist der Sitzkomfort besser als auf einem seniorengerechten Toilettenstuhl, denn Letzterer ist hart und unbequem.

    Umständlich ist die Bedienung der Fußstützen. Wenn jemand seine Beine kaum noch bewegen kann, ist es mühsam, sie auf denselben zu platzieren. Meines Erachtens sind sie zu leichtgängig klapp- und drehbar. Vielleicht ließe sich da eine stufenweise Rasterung entwickeln.

    Für den Winter sollte man sich einen Fußsack zulegen. Der im Rollstuhl Sitzende würde ansonsten erbärmlich frieren. Ob den die Kasse bezahlt, weiß ich nicht. Wir haben dem Opa so einen Sack selbst gekauft. Ansonsten lässt sich der Rollstuhl auch im Winter benutzen.

    Fahreigenschaften

    Auf glattem Pflaster schiebt sich der Rollstuhl wunderbar. Sofern man aber auf Landwegen oder Kopfstein fährt, ist das Bugsieren sehr mühsam. Schuld sind nicht die Reifen, denn abgesehen davon, dass es nicht einfach ist, die Vorderräder auf den nicht abgesenkten Bürgersteig zu bekommen (man dreht den Stuhl dann lieber um und zieht ihn hinauf), sind diese in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander gebaut. Schuld ist auch hier das ständige Geschuckel, das durch die Vor-Rück-Bewegungen des gesamten Stuhls aufgrund der Faltbarkeit (Instabilität) zustande kommt. Ist der Passagier nicht gerade ein Leichtgewicht, hat man am Anberg ohnehin ziemlich zu asten. Kommt das Gewackele und Gestuckele des Stuhls hinzu, wird die Spazierfahrt für beide Beteiligten zur echten Prozedur. Dennoch haben wir den Rollstuhl täglich benutzt. Leider fehlt mir ein echter Vergleich zu anderen Modellen.

    Preis-Leistungs-Verhältnis

    Wer den Rollstuhl von der Kasse bekommt, zahlt einen Eigenanteil dazu. Ansonsten können 200 Euro für einen Geringverdiener schon mächtig viel sein. Man muss bedenken, dass Rollstuhlfahrer ja noch andere Hilfsmittel benötigen. Hinsichtlich der Verarbeitung ist der Rollstuhl ansonsten in Ordnung, so dass ich das Preis-Leistungs-Verhältnis insgesamt für durchschnittlich befinde.

    Weitere Erfahrungen & Fazit

    Der Rollstuhl lässt sich im Fahrzeug verstauen. Im Kombi ist das überhaupt kein Problem. Insgesamt also ein guter Rollstuhl. Letztlich kann ich uns allen nur wünschen, dass wir nie auf so ein Gefährt angewiesen sind und bei guter Gesundheit bleiben.