Wie lange ich das Buch besitze, über das ich heute berichte, weiß ich nicht mehr. Ich denke es sind 13 bis 14 Jahre. Lange Zeit stand es unbeachtet im Regal. Aber es ist immer noch aktuell. Die Tipps haben nicht an Wirkung verloren. Das habe ich die letzten Tage selbst mal wieder getestet.
300 neue Rezepte für selbst gemachte Kosmetik
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So lautete der Untertitel des Buches. Stephanie Faber gibt neben ihren guten Tipps auch 300 Rezepturen in ihrem Buch. Ihre Kosmetik soll eine Alternative zu den viel zu teuren, minderwertigen und chemischen Produkten sein. Ferner ist sie sich sicher, dass ihre Kosmetik viel verträglicher und pflegender sind, denn sie setzen sich mit Zusätzen aus de Natur zusammen.
Die Autorin
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Leider war es mir nicht möglich etwas über die Autorin herauszufinden. Ich bin bei der Suche über viele weitere Bücher gestoßen. Dabei habe ich auch entdeckt, dass man übers Internet auch Kosmetik aus ihrer Herstellung bestellen kann. Insofern hat sich für mich die Suche gelohnt. Ich werde sicherlich in ansehbarer Zeit etwas bestellen.
Teil des Klappentext
Schön und jugendlich auszusehen ist für die Frau von heute keine Zauberei mehr.
Aber sich die Schönheit und Frische zu erhalten, ohne zu teuren kosmetischen Mitteln zu greifen, deren chemische Bestandteile auf Dauer schädliche Einflüsse auf die Gesichtshaut und weiblichen Körper haben, das ist der Verdienst von Stephanie Faber, die durch ihre Bücher und ihre Arbeiten den Weg zur natürlichen Schönheitspflege gewiesen hat.
Inhalt des Buches
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Das Buch ist mit einem Vorwort, 12 Untergruppen und einem Zutatenregister gegliedert. Ihre Pflegeidee und Rezepte sind wie in folgenden Kapiteln angelegt.
1. Die schönsten Frischcremes
2. Packungen und Masken für jede Haut
3. Verschiedene Methoden der Gesichtsreinigung
4. Gesichtswässer und Lotionen
5. Pflegende Cremes
6. Baden ist ein Fest
7. Schönheitspflege nach dem Bad
8. Die besten Shampoos
9. Haarfarben, Farbspülungen und Haarfestiger
10. Es darf Duften
11. Pick ups
12. Kleine Hausapotheke, Mittel für Gesundheit und Schönheit
Zu jedem Kapitel gibt Stephanie Faber eine Einleitung. Sie erklärt, wie man mit den teilweise sehr frischen Zutaten umgehen muss, wie die Produkte gelagert werden müssen, gibt auch die ungefähre Haltbarkeit an. Ferner weist sie auch die Wirkung von chemischen Stoffen hin und vergleicht sie mit natürlichen.
Einige Produkte benötigen für die Vorbereitung etwas Zeit, mehrere Handgriffe und müssen auch erhitzt werden. Dafür empfiehlt die Gefäße, Zeiten und gibt Tipps. Nebenbei geht sie auf Haut und Haartypen ein und gibt ganz gezielte Pflegetipps.
Die Rezepte
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Alle Rezepte sind nach demselben Schema aufgebaut. Zuerst werden die Zutaten genannt. Die Mengen Angaben sind sehr genau, sie sind in Tropfen, Gramm, Esslöffel und Liter geteilt. Bei losen getrockneten Kräutern spricht sie auch von einer Handvoll.Dann folgt die Zubereitung. Hier erklärt sie teilweise die nötigen Kräuter, ihre Gewinnung und das Herkunftsland. Danach werden die einzelnen Schritte für die Zubereitung genannt. Fürs gute Gelingen erklärt sie auch wie die Konsistenz und die Farbe aussehen muss. Dabei weist sie auf die Eigenarten der Zutaten hin.
Zum Schluss folgen Worte zur Anwendung und Wirkung. Da in vielen Produkten Heilkräuter enthalten sind, beschränkt die Autorin sie nicht nur auf die
Wirkung in der Kosmetik, sondern empfiehlt sie teilweise auch für andere Einsatzmöglichkeiten.
Ein Rezept als Ersatz für eine Leseprobe
Ich habe ganz gezielt ein einfaches Rezept gewählt. Als Einstieg ist es optimal undich brauchte nicht so viel abschreiben.
Johanniskraut-Packung (fürs Gesicht)
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Zutaten:
1 Eigelb
2 Esslöffel Johanniskrautöl
1 Spritzer Zitronensaft
Zubereitung:
Wie man das Johanniskrautöl selbst herstellen kann, können Sie auf Seite 238 nachlesen; fertiges Johanneskrautöl erhalten Sie in der Apotheke. Rühren Sie das Johanniskrautöl tropfenweise in das Eigelb, bis eine feste Mayonnaise entstanden ist. Nun die Zitrone hinzufügen.
Anwendung und Wirkung:
Streichen sie die Mischung mit einem breiten Pinsel auf das gut gereinigte Gesicht, den Hals und das Dekollete und lassen sie die Packung etwa eine halbe Stunde nachreinigen. Mit viel warmen Wasser abspülen und mit saurem Gesichtswasser nachreinigen.
Das Johanniskrautöl besitzt vielseitige Heilwirkungen. Bei unreiner Haut, Schrunden und trockner Haut wird es vor allem verwendet. Würde man jedoch nur das Öl auf das Gesicht auftragen, könnten die Poren verstopfen.
Meine Meinung
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Wie schon erwähnt hat für mich das Buch nicht an Aktualität verloren. Die Pflanzen und Kräuter wachsen noch und haben auch noch ihre Wirkung. Der Schreibstil klingt manchmal etwas veraltet, aber das stört nicht weiter. Dafür ist es sehr gut verständlich. Dadurch ist es eine sehr gute Einführung zur Naturkosmetik. Und ihre eigene Herstellung.Aus ihrer Ausdruckweise, glaube ich zu erkennen, dass Stephanie Faber sich sehr gut in der Naturheilkunde auskennt. Dieses Wissen hat sie genutzt, um für die Haut und die eine gute und natürliche Pflege zu finden.
Wie man anhand meines Rezeptbeispiel erkennen kann, ist es keine Schwierigkeit ihren Anweisungen zu folgen. Viele Dinge sind wirklich einfach herzustellen. Das betrifft besonders die Masken und die Badezusätze.
Recht anregend und nachahmungswert finde ich ihre zwei kleinen Pläne. Der erste nennt sich „30 Minuten für die tägliche Morgentoilette“. Er beginnt mit der Atmung am offenen Fenster
Und endet beim Schminken.
Der zweite Zeitplan heißt „Schönheitsplan für sieben Abende“ In diesem Plan wird jeden Abend ganz gezielt eine Körperpartie besonders gepflegt. Am Montag zum Beispiel ist es das Gesicht. Vorgeschlagen ist ein Dampfbad, eine Gesichtsmaske und das richten der Augenbraue. Dienstag ist es die Körperpflege, Mittwoch sind es die Arme und die Hände u.s.w. Sehr tolle Tipps hat sie auf Lager. Davon sind die meisten ganz einfach und fast ohne viele und teure Zusätze durchzuführen.
Besonders hilfreich finde ich das Zutatenregister. Hier werden in alphabetischer Folge alle Kräuter, Pflanzen, Mineralien und Öle aufgeführt. Es wird erklärt wie sie hergestellt werden, wo sie wachsen, wo man sie erhält und wie sie in der Naturkosmetik eingesetzt werden.
Wichtig ist das Kapitel 12. Es beschäftigt sich überwiegend mit dem Umgang mit Heilkräutern. Hier wird erklärt wie ein Aufguss, eine Tinktur oder ein Essig angesetzt wird. Aber es wird auch auf das Sammeln der Kräuter eingegangen. Man erfährt wann das Kraut oder Pflanze blüht, wo sie wachsen, wann sie gepflückt werden sollen und was man davon verwendet. Ferner sind die Kräuter und Pflanzen nach Hauttypen eingeteilt. Das verschafft einen guten Überblick.
Ich finde dieses Buch sehr übersichtlich, hilfreich und informativ. Eine Zeitlang habe ich viele Vorschläge und Rezepte übernommen. Leider ist es mit der Zeit wieder eingeschlafen. Jetzt, da ich es wieder für mich neu entdeckt habe, macht es mir Spaß, mal eine Maske oder ein Bad selbst anzurühren.
Leider braucht man, wenn man sich seine gesamte Kosmetik herstellen möchte recht viel Zeit. Einige der Dinge müssen alle 4 bis 6 Tage neu angerührt werden, Ferner ist die Erstausstattung auch nicht ganz günstig. Man braucht dunkle Flaschen, kleine Cremedosen, verschiedene Öle, Kräuter etc. Die eigene Herstellung lohnt sich nur, wenn man ständig anwendet und deshalb regelmäßig herstellt.
Ich habe mir aber einige Rezepte rausgesucht, die einfach herzustellen sind ( wie das Rezept oben) und empfinde meine Badeöle und Masken sehr angenehm und meine Haut dankt es mir auch.
Das Buch kann ich wirklich jedem empfehlen, der sich mit diesem Thema beschäftigt und Lust hat, sich eine kleine „Hexenküche“ zulegen möchte. Leider ist das Buch schwer zu bekommen. Aber Stephanie Faber hat noch weitere geschrieben. Ein neueres Buch, das auch gut erhältlich ist enthält ähnliche Tipps. Einfach mal unter ihren Namen im Internet suchen.
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