Viele kennen sicherlich die Problematik beim Fahrradfahren. Sobald es etwas bergan geht, verlassen einen nach wenigen Minuten die Kräfte und man muss absteigen. Wer in diesem Fall eine Gangschaltung hat, schaltet bequem die Gänge runter und fährt weiter. Zwar wird man dadurch etwas langsamer, aber wenn es dann wieder bergab geht schaltet man ein paar Gänge hoch und fährt dann bei gleichen Umdrehungen der Pedale wieder deutlich schneller.
Meine ersten Fahrräder mit Schaltung hatten noch eine Nabenschaltung. Die Übersetzung wird dabei in der Hinterradnabe umgeschaltet und nicht wie bei einer Kettenschaltung, durch Umlegen der Fahrradkette auf andere Zahnkränze bewirkt.
Bei dieser Schaltung wird dabei die Schaltmechanik über eine kleine Kette nach außen geführt und in Richtung Fahrradfront umgelenkt. Über einen Bowdenzug (der Fachbegriff für das kleine Stahlseil) wird dann die Mechanik an den Schalthebel oder auch Schaltgriff übergeben.
Die schwächste Stelle in diesem Glied ist dabei dieses kleine Schaltkettchen, welches durch die Hohlmutter in die Radnabe geführt wird. Durch die Umlenkung der Kette wird diese stark beansprucht und reißt dort entsprechend schnell.
Ein Austausch ist aber sehr schnell durchgeführt. Zunächst wird das Ende am Bowdenzug demontiert, dies geht ohne größeren Montageaufwand (Sicherungsmutter lösen und dann auseinanderschrauben oder bei Schnappverschlüssen die kleine Metallfeder hineindrücken und das Kettchen herausziehen).
Das andere Ende kann da schon mehr Probleme bereiten. Oftmals guckt noch ein kleines Stück heraus und man kann dies mit einer Spitzzange packen und so die Kette lösen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann muss man die Radmutter losschrauben, um an die Kette zu gelangen.
Beide Enden der Kette schließen mit einem Gewindestück ab. Das dünnere Gewinde wird dabei in die Nabe geführt und eingedreht. Dabei sollte man die Kette nicht ganz festdrehen, sondern ganz eindrehen bis einen Widerstand bemerkt und dann soweit zurückdrehen, dass die abgewinkelte Kette auf den Bowdenzug zeigt.
Das andere Ende wird entweder mit einem passenden Gegengewinde oder auch mit einem Federverschluss am Bowdenzug befestigt.
Da es in fast jedem Baumarkt eine Fahrradabteilung gibt, ist die Ersatzteilbesorgung nicht schwer. Für 3,95 Euro gibt es dieses Schaltkettchen für SACHS- 3- und 5-Gang-Naben schon zu kaufen.
Meine Meinung:
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Dies kleine Ersatzteil ist in weniger als fünf Minuten eingebaut. Eine Reparatur in einem Fahrradgeschäft kostet daher zwar auch nicht viel, aber ist dennoch ein Kostenfaktor, der nicht nötig tut.
Abgesehen von dem Zeitaufwand für das Hinbringen, Abholen oder einer eventuellen Wartezeit ist eine eigene Reparatur also durchaus lohnenswert und nicht einmal schwer.
Größtes Problem ist sicherlich die Einstellung der Schaltung. Da dies Kettchen automatisch wieder in die Nabe zurückzieht, bzw. beim Hochschalten herausgezogen wird, muss man den Schalthebel/Schaltgriff auf den niedrigsten Gang stellen und dann den Bowdenzug am Kettchen befestigen. Dabei sollte der Bowdenzug zwar stramm sein aber nicht gespannt.
Sollte der niedrigste Gang nicht erreichbar sein, dann wurde die Kette bzw. der Zug zu sehr gespannt und muss ein wenig gelöst werden. Folglich muss die der Zug etwas mehr gespannt werden, wenn man nicht mehr in den letzten Gang schalten kann.
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1-1 von 1 Schaltzüge und Zugführungen
Bilder & Fotos
Die fertig montierte Kette: über der Hohlmutter ist eine kleine schwarze Kunststoffkappe, am dickere...
24.04.2010
Torre
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Die in die Radnabe eingeschraubete Kette
24.04.2010
Torre
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das kleinere Gewinde, welches in die Radnabe eingeführt wird
24.04.2010
Torre
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Der Eingang für das Schaltkettchen (Radmutter am Hinterrad)
24.04.2010
Torre
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