ADAC Autofahrer Atlas Berlin

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Produktbeschreibung

ADAC Autofahrer Atlas Berlin

EAN 9783826421976
gelistet seit 05/2010
Hersteller ADAC, http://www.adac.de
adac-e-v
weitere ADAC Atlanten, Karten & Stadtpläne

Tests und Erfahrungsberichte

  • Navi? Nein danke, ich hab doch diesen Atlas hier.

    Pro:

    Übersichtliches Kartenlayout; umfangreiches Kartenmaterial mit vielen Informationen; praktische Ringheftung

    Kontra:

    "uncool":-)

    Empfehlung:

    Ja

    Heute möchte ich euch über einen Atlas berichten, genauer gesagt den Autofahreratlas für Berlin vom ADAC. Ihr wundert euch vielleicht, dass man im Zeitalter mobiler Navigationssysteme überhaupt noch einen Atlas verwenden soll. Es scheint heutzutage modern zu sein, immer mit eingeschaltetem Navigationssystem Auto zu fahren. Denn auf meinem täglichen (85 km langen) Weg zu meiner Ausbildungstelle bzw. Berufsschule sehe ich etliche Autofahrer, die ihr Navi an haben, sowohl auf der Autobahn außerhalb Berlins, als auch in Berlin selber. Dabei haben die meisten einheimische Kennzeichen...

    Auch ich habe mir schon überlegt, ein Navi zuzulegen. Aber bei genauer Überlegung kam ich zu dem Schluss: „Warum 150 Euro für ein Navi ausgeben, wenn es auch ein deutlich billigerer Atlas tut.“ Außerdem kann ich gut mit Karten umgehen. Daher erschien mir der Kauf solch eines Navis doch reichlich überflüssig.


    Bevor ich zum eigentlichen Bericht komme, muss ich yopi hier mal ein Lob ausstellen. Denn die die Produktvorschläge werden hier schnell bearbeitet. Sowohl der Autofahreratlas, als auch der Automonat waren binnen 24 Stunden bereit für einen Testbericht. Sehr gut!

    Allgemeines
    Der Atlas hat 16,95 Euro gekostet und kommt mit rotem Cover daher, auf dem der Reichstag zu sehen ist. Sehr praktisch ist die Ringheftung. Dadurch kann man bequem die Seite aufgeschlagen lassen die man gerade benötigt. Die Anzahl der Seiten beträgt 247. Neben verschiedenen Karten ist auch Straßenverzeichnis enthalten, welches natürlich unverzichtbar ist und in jeden Stadtplan gehört. Der Maßstab des Stadtplans beträgt 1 : 14000.

    Zum Inhalt
    Schlägt man das Cover um, gibt es auf Seite 1 ein Inhaltsverzeichnis, in dem die verschiedenen Karten, die der Atlas bietet, gelistet sind.

    Auf Seite 2/3 gibt es eine Übersichtskarte von Berlin (s. Bild 2) und dem Umland (etwa von Brandenburg/Havel bis Fürstenwalde). Hier ist auch ein Gitter eingezeichnet. In jedem Feld steht die Seitenzahl, auf der man den jeweiligen Abschnitt im Stadtplan findet.

    Neben der eben beschriebenen Übersicht gibt es noch eine Zweite, den sogenannten „CityPilot“, eine Stadtdurchfahrtskarte im Maßstab 1 : 125000 (s. Bild 3). Diese Karte umfasst fünf Seiten und ist schon recht detailliert, jedoch nur so viel, dass man sich sehr leicht zurecht findet. Mit dem „CityPilot“ kann man sich nämlich schnell und ohne viel blättern zu müssen orientieren und den Durchgangsstraßen in das Zielgebiet folgen, welches man ansteuert. Man muss also während der Fahrt durch Berlin nicht ständig im Stadtplan umherblättern. Wenn man sein Zielgebiet dann erreicht hat, dann kann man sich für detailliertere Informationen die angegebene Seite im Stadtplan aufschlagen. Denn auch hier ist das Gitter vorhanden, welches ich bei der Übersichtskarte schon ansprach.

    In der Innenstadt von Berlin gibt es wirklich eine ganze Menge kleiner Straßen und wichtiger Orte. Um sich hier vernünftig zurechtzufinden, bietet dieser Atlas Cityplane in besonders großem Maßstab (1 : 10000). Das Kartenlayout ist dabei identisch mit dem des Stadtplans und sehr übersichtlich. Aber dazu gleich mehr.

    Komme ich nun also zum Hauptteil dieses Atlas', dem Stadtplan im Maßstab 1 : 14000 (s. Bild 4). Wie gesagt, das Kartenlayout ist wirklich sehr übersichtlich und wirklich angenehm zu lesen. Auch kleine Straßen sind deutlich erkennbar und die einzelnen Straßennamen ebenso deutlich lesbar.
    Aus dem Stadtplan ist aber deutlich mehr herauszulesen, als nur die bloßen Straßen inklusive der jeweiligen Namen. Denn einige Straßen sind rosa hinterlegt und dies bedeutet Tempo-30-Zone. Oder die Straßen sind rot hinterlegt, was dann eine verkehrsberuhigte Zone bedeutet. Aber was nutzt einen der beste Stadtplan, wenn man nun seine Route plant, aber plötzlich vor einer Einbahnstraße steht? In einem solchen Fall gibt es Pfeile, welche die zulässige Fahrtrichtung zeigen. Somit kann man auch die Einbahnstraßen vernünftig bei der Routenplanung berücksichtigen. Des Weiteren sind auch noch Sackgassen, Ampeln, Taxi-Stände, Stopschilder, Hauptstraßen (und noch mehr) und natürlich die bei allen Karten obligatorischen Symbole (Kirchen, Parkplätze etc.) eingezeichnet. Sehr hilfreich übrigens für Fahrer größerer Fahrzeuge: auch beschränkte Durchfahrtshöhen sind kenntlich gemacht.
    Durch all diese Hilfsmittel kann man sich wirklich umfassend über eine Fahrtstrecke informieren und wer das Kartenlesen nur ansatzweise beherrscht, dürfte kaum noch vor Probleme stehen.
    Neben den ganzen Straßen sind auch sämtliche Bahnstrecken (auch S und U), sowie alle Bahnhöfe und Stationen eingezeichnet.
    Etwas muss ich aber noch anmerken: Mein alter Stadtplan hatte oben auf jeder Seite jeweils eine kleine Umrisskarte von Berlin. Da war dann immer an der Stelle ein Rechteck eingezeichnet, welches die Gegend markierte, die die Seite darstellt. Somit wusste man immer gleich, in welchem Bereich sich die Gegend befindet, die die Karte zeigt. Das fehlt mir hier bei diesem Atlas manchmal etwas.

    Der Atlas bietet aber nicht nur für Berlin Karten. Nach dem Stadtplan gibt es nämlich noch eine Ausflugskarte für den Großteil Brandenburgs im Maßstab 1 : 200000 (s. Bild 5). Aufgrund dieses großen Maßstabs sind selbst kleine Orte verzeichnet. Somit findet man sich auch in der Provinz gut zurecht :-).

    Wer sein Auto lieber abstellen möchte und mit den Öffentlichen weiter fahren möchte, für den bietet dieser Atlas eine Karte mit dem S- und U-Bahn-Netz von Berlin und außerdem mit dem Liniennetz für Potsdam (Bus und Bahn). Ich persönlich brauche dies aber nicht, denn ich habe überhaupt keine Lust mit den Öffis zu fahren...

    Ihr wollt mit dem Flugzeug fliegen oder eine Messe in Berlin besuchen? Auch hier schafft der Atlas Abhilfe. Denn sowohl von Tegel, als auch von Schönefeld und dem Messegelände gibt es jeweils einen sehr detaillierten Plan mit allen Terminals, Hallen, Parkplätzen usw. (s. Bild 6).

    Zu guter Letzt gibt es noch zwei Karten von Berlin, die sich jeweils über eine Seite erstrecken. Die eine Karte zeigt die Umrisse sämtlicher Bezirke und Ortsteile. Die andere gibt Auskunft über die ganzen Postleitzahlenbereiche der Stadt Berlin.

    Ihr seht also, der Atlas ist äußerst umfangreich und mit vielen nützlichen Karten vollgepackt.

    Aber eines fehlt noch, nämlich das Register mit allen Straßennamen. Denn wie kann man einen Weg zu seinem Ziel finden, wenn man nicht weiß, wo es denn nun genau liegt? Da nützt einen die beste Karte dann auch nix.
    Die Straßennamen sind alphabetisch sortiert, aber das dürfte ja wohl jedem klar sein. Habt ihr die Straße oder den Platz gefunden, wo ihr hinwollt, steht dahinter die Seitenzahl und das Planquadrat, bei der Storkower Straße ist das z.B. 71-A. Das soll heißen, auf Seite 71 im Quadrat A. Aber das dürfte wohl auch nicht schwer sein.
    Jedoch ist Berlin ja bekanntlich eine sehr große Stadt und viele Straßennamen gibt es mehrfach. Dafür stehen als weitere Hilfe die jeweiligen Postleitzahlen vor den Straßennamen.
    Somit ist der Atlas komplett.

    Fazit
    Wer nur ansatzweise dem Lesen von Karten mächtig ist, kann ich diesen Atlas nur empfehlen und ihm zusätzlich raten, sich das Geld für ein Navi zu sparen. Sicherlich, wer sehr oft in verschiedenen unbekannten Städten oder Gegenden unterwegs ist, für den macht ein mobiles Navigationssystem schon Sinn. Denn würde man sich für jede Stadt solch einen Atlas kaufen, kommt das am Ende wohl auch teurer. Aber wer, so wie ich, vom Lande kommt, aber täglich in die große Stadt muss (in diesem Fall Berlin), für den bietet dieser Atlas sehr viele nützliche Karten, welche sich noch dazu hervorragend lesen lassen.
    Es kann höchstens noch sein, dass so ein Atlas heutztage "uncool" erscheint. Denn man erntet doch tatsächlich manchmal ungläubige Blicke von anderen...