Biral AX 12-2

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Produktbeschreibung

Biral AX 12-2

gelistet seit 01/2011

Allgemeine Informationen

Typ Heizungsumwälzpumpe

Tests und Erfahrungsberichte

  • Sparen Part 3, bei mir pumpt die BIRAL AX 12-2

    • Funktionalität:  gut
    • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
    • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

    Pro:

    kann man nicht einfach hier nennen (Strom sparen ist ein Argument)

    Kontra:

    ??? M. E. gar nichts.

    Empfehlung:

    Ja

    Allgemeines vorab

    Der eine oder andere Leser weiß vielleicht, dass ich neben meinem kleinen „Papphäuschen“, so nennen meine liebe Frau und ich unser Fertighaus in Holzständerbauweise auch Eigentümer eines mittlerweile ca. 60 Jahren alten Massivhauses bin.
    Alle anderen wissen es spätestens ab jetzt.

    Bei dieser „alten Hütte“ handelt es sich um mein Elternhaus, in dem ich mittlerweile so manche An-, Aus- und Umbaumaßnahme durchgeführt habe (durchführen musste).

    Bereits zu den Lebzeiten meines inzwischen verstorbenen Vaters waren wir gerade was Wärmedämmung, Wärmeschutz, Heizkosten und Effizienzsteigerungen bei der Heizung angeht immer schon recht erfinderisch.

    Wir hatten immer wieder – man kann fast sagen eigentlich jedes Mal mit Erfolg – versucht, die Heizkosten / die Verbrauchskosten so gering wie möglich zu halten. Tja, und wenn dann eine vielversprechende Modernisierungsmaßnahme dann doch einfach zu teuer war; ja dann wurde versucht, mit vergleichbaren Mitteln und Tricks, die entsprechende Reduzierung und Einsparung auf diesen Wegen zu erreichen.

    Da mein Vater als Handwerker ein verdammt gutes Händchen hatte; er darüber hinaus auch noch Heizungsbauer war, konnten wir gerade in diesem Bereich natürlich aus den Vollen schöpfen. Und, als Söhnchen schaut man sich so manches ab, sodass ich von mir behaupte, auch nicht gerade zwei linke Hände zu haben.
    Es ist uns daher auch wiederholt / mehrfach gelungen, z. B. den jeweils örtlichen Schornsteinfeger mit Maßnahmen zu überraschen und ihn ins Staunen zu versetzen.
    So z. B. das letze Zitat, welches mir übermittelt worden ist: „Du sollst den Schornsteinfeger unbedingt anrufen. Der kann sich das mit den ermittelten Verbrauchs- und Abgaswerten überhaupt nicht erklären. Die alte Anlage ist ja besser als eine Nagelneue!!“

    Doch irgendwann kommt immer einmal der Zeitpunkt, in dem man einfach in den „sauren Apfel“ beißen muss.
    Investitionen größeren Umfangs waren erforderlich; auch Reservematerial und Ersatzteile waren keine mehr vorhanden.

    Warum, wieso und was ist nun nachstehend zu lesen …

    Anmerkung:
    Ich werde ich jetzt keine Beschreibung über Größe, Farbe, Form etc. der neuen Pumpe und der Ventile abgeben. Ebenfalls wird manch einer die vielleicht erhofften Datenblätter und technischen Beschreibungen vermissen.
    Hierzu verweise ich alle Interessenten auf die Internetseite der Fa. Biral www.biral.ch. Dort ist alles haarklein aufgelistet.

    Gliederung

    1. Bestand früher und einige wichtige Informationen zur Erklärung
    2. Warum der Pumpentausch ?
    3. Warum die Biral AX 12-2 ?
    4. Was kann ich bislang feststellen ?
    5. Mögliche Zuschüsse …
    6. Fazit

    1. Bestand früher und einige wichtige Informationen zur Erklärung

    Zu einer Zeit, in der Thermostatventile eigentlich noch keine gängige Praxis waren, das Öl ja auch zu einem Spottpreis eingekauft werden konnte, da wurde bei uns bereits die Heizungsanlage, konkret die Heizkörper mit Thermostatventilen geregelt.
    Auch mehrere Heizungspumpen für unterschiedliche Heizkreise und für die getrennte Warmwasserversorgung mit einem großzügig dimensionierten Warmwasserspeicher waren seit eh und je im Einsatz.
    Es versteht sich von selbst, dass auch diese Geräte – soweit möglich - immer schon zeitgesteuert und lastabhängig arbeiteten.

    Doch wie alles Andere auch unterliegen diese Teile leider einer natürlichen Alterung. Die Danfoss - Ventile spielten langsam aber sicher teilweise verrückt (abgebrochene Halterungen, Schwergängigkeiten, vereinzeltes Fehlverhalten usw.). Auch eine der seit langen Jahren im Einsatz befindlichen WILO - Heizungspumpen gab schon eine gewisse Zeit lang recht unschöne Geräusche von sich (gewisses Reiben und Schaben war hörbar. Ein sicheres Zeichen, dass die Lager nicht mehr in Ordnung waren und das Schaufelrad auch nicht mehr ganz einwandfrei arbeitet.).

    Mir war klar, jetzt muss leider wohl in Kürze der sog. „Keulenrundschlag“ erfolgen, da ich auch keinerlei Reserven mehr hatte (keine Ersatzpumpe – ja wir waren so über Jahre hinweg immer so verrückt, eine auf Lager zu haben. Für die Ventile galt das Gleiche. Auch hier hatte ich keine Reserven mehr).

    Da ich aus gesundheitlichen Gründen die Austauschaktionen (ca. 20 Ventile, einige noch fehlende Absperrungen und einer der Hauptheizungspumpen) nicht selbst „stemmen“ durfte / konnte, wurde das Heizungsfachunternehmen meines Vertrauens nach Erhalt eines passenden Angebots mit den Arbeiten betraut.
    Es ging hierbei ja auch um eine energetische Sanierungsmaßnahme, die zuschussfähig ist / war; sodass dies ja sowieso von einem anerkannten Fachunternehmen erfolgen musste.

    Vor Ort wurden dann die konkreten Einzelheiten besprochen, die da u. a. waren:

    - Austausch aller Ventile gegen Neue für den sog. hydraulischen Abgleich einstellbar

    - bei einigen wenigen Körpern auch der Einbau der Rücklaufabsperrungen

    - Austausch einer der alten Wilo - Heizungspumpen gegen eine moderne, lastabhängig arbeitende Pumpe

    - Vorbereitung der erforderlichen Zuschussanträge

    2. Warum der Pumpentausch??

    Wie ja bereits vorher erwähnt, arbeitete eine der Hauptheizkreispumpen nicht mehr ganz korrekt.
    Laienhaft ausgedrückt lief sie mittlerweile etwas schwergängig und war natürlich auch für die heutigen Anforderungen einige Nummern zu groß geraten.

    Zudem ist die Vorgabe für die Zuschussgewährung eine komplette, energetische Änderung gewesen. Dies bedeutete, dass neben den neuen Ventilen mit dem sog. hydraulischen Abgleich auch eine lastabhängige Pumpe zwingendes Erfordernis ist.
    Zwar hatten wir die alte Pumpe bereits derartig gesteuert, dass sie bei geschlossenem Mischer außer Funktion gesetzt wird; allerdings besaß sie keine lastabhängige Drehzahlen und auch keine dynamische Energieaufnahme / Abgabe.

    Für Laien gesprochen:
    Ob nun viel Warmwasser für die Heizung oder nur wenig Warmwasser erforderlich war, die Pumpe hatte ihre Drehzahlen, mit der sie das Umwälzen vollzog. Unabhängig davon, ob es nun gebraucht wird oder nicht. Es gab mit ihr also nur die Optionen Pumpe läuft mit der voreingestellten Drehzahl und Geschwindigkeit oder Pumpe wird abgeschaltet.

    3. Warum die Biral AX 12-2??

    Natürlich habe ich mich auch oder sogar vornehmlich auf das Heizungsfachunternehmen verlassen.

    Allerdings waren für mich auch folgende Überlegungen mit von der Partie:

    - eine vergleichbare WILO - Pumpe wäre um Einiges (lt. Angebot / lt. Infos) teurer gekommen

    - eine Grundfoss - Pumpe wollte ich wegen nicht gerade positiver Erfahrungen aus der Vergangenheit auf keinem Fall im Einsatz haben.

    - die Firma Biral ist ein (wenigstens mir) bekanntes, schweizerisches Unternehmen, das im Bereich der Heizungsumwälzpumpen sehr gute Qualität abliefert. Tja, ich sage einfach einmal, vergleichbar der Schweizer Präzisionsuhr. „Läuft wie ein Schweizer Uhrwerk“, dieser Spruch muss hier einfach hin.

    Da mir mein Fachunternehmer die Biral AX12-2 empfahl und die AX 12 er - Reihe im Bereich der Energiesparpumpen als sog. Klein- bzw. Minipumpen das Energiesparsiegel A besitzt, bedurfte es aus meiner Sicht also auch daher keiner weiteren Überlegungen.

    Diese Pumpen sind speziell für den Betrieb in 1 bis 2 Familienhäusern entwickelt worden.

    Moderne Technik und einfachste Handhabung / Bedienerfreundlichkeit waren sowieso Kriterien, die zu erfüllen waren und auch von allen möglichen Kandidaten gegen sind.

    4. Was kann ich bislang feststellen??

    Ich muss bislang nach mehrmonatigem ( 7 Monate) Betrieb festhalten, dass hier nicht zuviel versprochen worden ist.

    Die Pumpe hat eine äußerst stabile und sehr gute Laufrufe. Sie ist eigentlich gar nicht zu hören. Wenn ich auf dem Gehäusedeckel nicht die derzeitige, digitale Wattzahl / den Verbrauchswert angezeigt bekommen würde, müsste ich jedes Mal an das Gehäuse fassen, oder mein Ohr direkt an das Gehäuse halten, um feststellen zu können, ob sie derzeit aktiv ist.

    Sie beginnt beim Einschalten mit ca. 16 bis 17 Watt Leistung zu arbeiten. Dies entspricht dann auch einer höheren Drehzahl bzw. Förderleistung und fällt nach kurzer Zeit entsprechend ab.
    Die Leistung reduziert sich auf bis zu 5 Watt. Dies ist der bislang geringste Wert, den ich bei den Inspektionen ablesen konnte. Lt. Typenschild ist weniger auch sowieso nicht mehr machbar.

    Auch die Bedienung bzw. die Einstellung ist einfach und unkompliziert. Es gibt nämlich lediglich zwei Schalter und ein gut ablesbares, übersichtliches Displays, auf denen die Einstellungen erkennbar sind, vornehmlich der gerade aktive Leistungsverbrauch in Watt.

    Die eine Bedientaste dient der Einstellung der Regelungsart und der Anzeige. Mit dem anderen Schalter werden die gewünschte Förderhöhe und der Förderstrom gewählt.

    Was die dauerhafte, regelmäßige Förderleistung angeht, so muss ich mich hier völlig auf die Mieter verlassen, da ich selbst nur mit sog. Momentaufnahmen dienen kann.

    Die Leistung ist danach absolut ausreichend und ordentlich schnell. D. h., es wird genügend und auch schnell genug, das aufgeheizte Wasser vom Kessel in die Heizkörper gepumpt.

    Auch hier wieder eine kurze, ergänzende Erklärung:
    In der Zeit, in der das Haus hochgezogen worden ist, wurde noch die Meinung vertreten, dass bei den Heizungen eine gewisse Leistungsreserve vorgehalten werden soll. Das gilt auch für das Rohrsystem und die verwendeten Heizkörper. Der überwiegende Teil der Körper besteht aus den sog. Rippen- bzw. Gliederkörpern unterschiedlicher Materialien (Stahl und auch Guss ist beides im Einsatz).
    Nur einige Wenige sind als sog. Plattenkörper konzipiert.

    So kann man sich sicher gut vorstellen, dass bei einem Durchmesser von bis zu 1 ½ Zoll Rohrdurchmesser für die Hauptstränge - für heutige Erfahrungen – und ein wenig zu groß dimensionierten Heizkörpern somit auch einige Liter an Wasser regelmäßig durch das komplette System zu befördern sind.

    Dies wurde natürlich in der Vergangenheit von entsprechend leistungsstarken Pumpen übernommen.

    Wenn an der Heizung meines Hauses nicht ein motorisch betriebener Mischer vorhanden wäre, wären die bisherigen Pumpen sicher noch mindestens eine Nummer größer ausgefallen und hätten daher noch mehr „Strom und Leistung gefressen“.

    5. Mögliche Zuschüsse …

    Da es sich ja um erhebliche Änderungen im Rahmen der Energiesparmaßnahmen handelt, können hier auch Zuschüsse und kostengünstige Darlehen gewährt werden. Hier lohnt sich natürlich ein Blick in die Förderrichtlinien des Bundes-, des Landes und der Kommunen sowie z. B. der K f W und der Kreditinstitute.

    Vor Beginn sollte man sich entsprechend kundig machen. Ist der örtliche Heizungsbauer wirklich kompetent, so kennt er auch die diverse Möglichkeiten und kann Tipps und Hinweise geben. Auch das Kreditinstitut des Vertrauens müssten passende Hinweise geben. Spätestens jedoch das örtliche Bauamt weiß an wen man sich wenden soll.

    In meinem Fall gab es einen ca. 25 % - igen Zuschuss von der KfW für einen Großteil der durchgeführten Maßnahmen; konkret für alle zuschussfähigen Teilumbauten, also die Umrüstung der Körper und den Austausch der Pumpe. Die Maßnahme lautete konkret: Programm: „Energieeffizient Sanieren (431)“.

    6. Fazit

    Kommen wir zum kurzen Fazit.

    Ich bin von der Pumpe begeistert. Sie ist überaus einfach zu bedienen. Sie ist kaum hörbar und die angezeigten Wattzahlen, die gerade bei diesem Wetter sehr relevant sind, liegen kurz vor dem möglichem Minimum.
    Der Aufbau und die verwendeten Teile entsprechen der heutigen Norm und sind soweit ich das

    a) von Außen und
    b) als Laie überhaupt beurteilen kann

    hochwertig und ordentlich. Wenn sie auch nur einige wenige Jahre ihren Dienst tut, so hat sich die Investition schon allein dadurch bezahlt gemacht.

    Was will ich mehr.

    Mit Langzeitstudien über Jahre / Jahrzehnte hinweg kann ich natürlich leider noch nicht dienen.

    So, das war’s schon wieder ...

    Ich hoffe, diese Info zur Biral AX 12-2 Heizungspumpe hat bei dem einen oder Anderen auch wieder ein wenig Anklang gefunden.
    Ich hoffe jedoch, allen Hauseigentümern und Entscheidern ein wenig den Horizont „geöffnet zu haben“

    Weil, ich kann’s ja nicht lassen ;-) …
    Wenn Sie nun hier angelangt sind (nach dem vielen Lesen, oder nur Scrollen wünsche ich Ihnen ein angenehmes Lesen meines Berichts gehabt zu haben.

    Mir wünsche ich viele Kommentare und natürlich möglichst viele positive Bewertungen. (Aber nur dann, wenn Ihnen der Bericht wirklich gefallen hat. Frei nach dem Motto: der Bericht hat Ihnen gefallen, dann sagen Sie es weiter. Der Bericht hat Ihnen nicht gefallen, dann sagen Sie es mir!).

    Bis zum nächsten Bericht, man liest sich.

    Wer liest sollte auch bewerten, oder ? (Ist ja halt auch (m)ein Standardsprüchlein ...)

    PS: meine Berichte erscheinen auch auf anderen Plattformen …

    PPS: ich meine, auch ältere Berichte sind interessant und beachtenswert … Oder ?