Künstlerkind II.: Jugendjahre (Taschenbuch) / Michael Wilke

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Wilke, Michael: Künstlerkind II.
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Produktbeschreibung

Künstlerkind II.: Jugendjahre (Taschenbuch) / Michael Wilke

EAN 9783862159666
ISBN 3862159663
gelistet seit 01/2012

Tests und Erfahrungsberichte

  • Teil 2 - Erinnerungen Michael Wilke

    Pro:

    siehe Text

    Kontra:

    siehe Text

    Empfehlung:

    Ja

    Anschließend an den Band I „Künstlerkind: Erinnerungen aus erster Hand: Der Sohn von Lale Andersen (»Lili Marleen«) erzählt“ folgt nun Band 2 mit den Erzählungen aus den Jugendjahren des Sohnes von Lale Andersen zwischen den Jahren 1947 und 1954.

    Daten zum Buch:
    =============


    • Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
    • Verlag: Deutsche Literaturgesellschaft (12. Oktober 2011)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3862159663
    • ISBN-13: 978-3862159666
    • Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 14,4 x 2 cm

    Ich habe das Buch geschenkt bekommen, es ist momentan auch nicht bei amazon gelistet, ich kenne also den Preis nicht. Es wird wohl auch – wie Band 1 – so um die 20 Euro kosten.

    Gliederung:
    =========

    Künstlerkind Buch Zwei
    Das Jahr 1947
    Das Jahr 1948
    Das Jahr 1949
    Das Jahr 1950

    Den Großteil seiner Jugend verbrachte Michael Wilke in Hamburg, erst im Jahr 1950 übersiedelte die Familie nach München.

    Was Michael Wilke gemeinsam mit seiner „berühmten“ Mutter erlebte, also die Reisen, die sie unternahmen, aber auch das tägliche Leben nach dem Krieg, das wahrlich nicht immer einfach war, und immer auch in Bezug gesetzt wird, kann man im Buch auf überaus spannende und realistische Art und Weise lesen und nachvollziehen.

    Er resümiert und berichtet auf spannende Weise. Besonders schön ist es, dass man nicht „nur“ erleben kann, wie Michael und seine Mutter lebten, sondern, dass man sehr schön auch verfolgen kann, wie sich das Leben damals nach dem Krieg entwickelte. Sehr schön kann man verstehen, wie Michael als junger Mensch als diese Entwicklungen und Veränderungen mitmachte und verarbeitete.
    Das Buch ist in der Ich-Schreibweise sehr realistisch geschrieben und der Mensch Lale Andersen wird als Charakter sehr gut herausgearbeitet.

    Kurze Leseprobe:
    =============
    Am 21. April ging ich zur BBC, der British Broadcasting Corporation in der Nähe vom Oxford-Circus. Ich fragte nach Mister Walter Goehr und nach kurzer Wartezeit kam er aus seinem Büro und begrüßte mich überaus herzlich.
    Wir verbrachten einige Stunden zusammen, hatten uns viel zu erzählen. Er bedauerte lediglich, dass meine Mutter nicht mitgekommen war, da sie wieder Proben mit dem Orchester hatte.
    Er bedankte sich für die ausgerichteten Grüße und erzählte mir, dass er jetzt Leiter des BBC Theater Orchesters war.
    „Wenn Du mal einen englischen Film mit James Mason oder der Schauspielerin Margaret Lockwood siehst, findest du im Vorspann des Films meinen Namen“.

    Sehr schön ist es, dass man auch viel aus dem Bereich der Bühne erfährt, die glitzernden Seiten und auch die Nachteile, die sich natürlich auch auf das Leben eines Kindes eines Prominenten auswirken. Wilke berichtet ausschweifend und herzlich, auf eindringliche Art und Weise schreibt er, wie er denkt, was er denkt und was er erlebt hat. Man kann schrittweise seine Jugend im Zusammenspiel mit dem Leben seiner Mutter zur damaligen zeit nachvollziehen, was natürlich alles miteinander zusammenhängt.

    Ich habe das Buch an einem Tag gelesen, weil es mich sehr faszinierte. Das Format ist mal was ganz anderes, aber nicht negativ, sondern mir gefällt es sehr gut. Es ist genauso gestaltet, wie Band 1 und im Anhang und auch schon im Buch zwischen den Texten sieht man jede Menge schwarz/weiß-Abbildungen aus dem privaten Leben der Lale Andersen.

    Dieses Buch ist ein besonderes Zeitdokument zusammengestellt und formuliert an Hand der Informationen eines jungen Menschen, der der Sohn einer berühmten und viel beschäftigten Persönlichkeit war und sich nun erinnert. Man kann froh sein, dass der Autor sich entschlossen hat, seine damaligen Eindrücke und Erlebnisse zu sortieren, was sicher nicht einfach war und umfassender Recherchen bedurfte.

    Die Satzstellung und das Geschriebene überhaupt sind kurz und bündig geschrieben, wenige verschachtelte Sätze und eine überaus flüssige Schreibweise machen das Buch leicht zu lesen und trotzdem zu einem literarischen Leckerbissen. Man spürt, wie er seine Mutter bewunderte und dies noch immer tut. Oft wird die wörtliche Rede verwendet, sodass man als Leser überhaupt keine Probleme hat, in die Handlung einzutauchen.