Die silberne Rose (Taschenbuch) / Susan Carroll

Produktbeschreibung

Die silberne Rose (Taschenbuch) / Susan Carroll

EAN 9783828997295
ISBN 3828997295
gelistet seit 04/2012

Allgemeine Informationen

Ausgabeformate gebundene Ausgabe
Gattung Historischer Roman
Hersteller / Verlag Weltbild, Augsburg

Tests und Erfahrungsberichte

  • die silberne rose

    Pro:

    siehe bericht

    Kontra:

    siehe bericht

    Empfehlung:

    Ja

    Zum Buch:

    Veröffentlicht 2011 erschien das 478seitige Buch im Weltbild Verlag. Unter der ISBN 978-3828997295 kostet es 5,99 €.

    Buchumschlag:

    Eine junge Frau mit roten wallenden Haaren sehe ich von der Seite. Sie trägt ein rotes Kleid und eine silberne Rose in der Hand.

    Autorin:

    Susan Carroll hat Englisch und Geschichte studiert und schreibt historische Liebesromane. Mit ihrer Feuerfrau-Trilogie, in der sie sich erstmals auf fantastische Elemente einließ, eroberte sie auch hierzulande eine große Fangemeinde. Für ihre Bücher ist sie bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Susan Carroll lebt und arbeitet in Rock Island, Illinois. Bei Weltbild erschienen bereits Die dunkle Königin und Die Geliebte des Königs, der erste und zweite Band einer Reihe um die berühmt-berüchtigte Katharina von Medici.

    Klappentext:

    Der dritte Teil der Saga um die Cheney-Schwestern

    Frankreich, im 16. Jahrhundert. Miri Cheney muss sich erneut gegen böse Kräfte wehren: Gegen einen Frauengeheimbund um die mysteriöse Anführerin die "Silberne Rose". Miri muss den Mann um Hilfe bitten, den sie zugleich fürchtet und begehrt: den Hexenjäger Simon Aristide.

    Leseprobe:

    Prolog

    Die Sonne verschwand hinter dem Horizont, das Licht verflüchtigte
    sich wie der Rauch einer ausgeblasenen Kerze. Dunkelheit
    senkte sich über Klippen und Bäume und verwandelte
    die zerklüftete bretonische Küste in das Land, das Simon Aristide
    am vertrautesten war, ein Land der Finsternis und Schatten.
    Der Hexenjäger packte mit seinen behandschuhten Händen
    die Zügel seines Pferdes. Wie ihr Meister verschmolz auch die
    ebenholzschwarze Stute mit der Dunkelheit. Aristides schulterlanges
    Haar war so schwarz wie die Mähne seines Reittiers und
    flatterte ebenso wild in der steifen, ablandigen Brise. Er war
    ganz in Schwarz gekleidet, von den dicken Stiefeln bis zum
    ledernen Wams. Bartstoppeln verdunkelten sein Gesicht, und
    seine Haut war gebräunt von den vielen Tagen, die er, den Elementen
    trotzend, im Sattel verbracht hatte.
    Simons Gesicht war kantig, sein Mund wirkte hart und kompromisslos,
    als würde er nur selten lächeln. Sein linkes Auge war
    ebenso dunkel wie alles andere an ihm und darin funkelte ein
    messerscharfer Verstand. Sein verwüstetes rechtes Auge war
    meist unter einer dunklen Klappe verborgen. Eine wulstige Narbe,
    das Ergebnis eines Duells, teilte seine Stirn und verschwand
    unter der Augenklappe, doch dann trat sie wieder hervor und
    verunstaltete in einem dünnen Strich seine Wange. Seine große,
    drahtige Gestalt bot einen einschüchternden Anblick. Nur ein
    Verrückter hätte gewagt, ihn anzugreifen.

    Schreibstil:

    romantisch, verzaubernd, verträumt, musikalisch, klangvoll, interessant, spannend

    Meinung:

    Verträumt und magnetisch anziehend wirken die Beschreibungen der Landschaft, über die der Hexenjäger reitet. Die Geschichte spielt in Frankreich des 16. Jahrhunderts, genauer gesagt 1585.
    Gruselig und schaurig dann wieder mutet es an, wie die schwarze, die dunkle Seite beschrieben steht.
    Die schwarze Seite der Zeit, der Epoche kommen sofort hier im Prolog zum Vorschein. Es geht um die Jagd auf die Frauen und die Ketzer oder Zauberer jener Zeit, die der Kirche nicht in den Kram passten.
    Der Hexenmeister wird von Susan Carrol schon gleich wie ein Dämon in seiner schwarzen Gestalt beschrieben. Das lässt nichts Gutes erahnen.
    Wie ein Gewitter, das in der Luft liegt oder der Donner eines Gewehres, eine Explosion oder ähnliches mutet es an, hier weiterzulesen und die Spannung beginnt.
    Der Hexenjäger Simon ritt einer Gegend entgegen, in dem er ein Baby schreien hörte und eilte ihm entgegen. Jeden Schritt, jede Regung, jede Bewegung, alles genau ausgetüftelt, detailliert geschildert, lässt sich die Schriftstellerin auf die Zeit und die damaligen Umstände ein.
    Er kümmerte sich um das Bündel, doch wie aus dem Nichts tauchte eine Frau auf, die ihn angriff, um ihr Kind zu verteidigen.
    Es geht um die Länder Britannien und Frankreich. Tief im Nebel liegen die Wälder der Briten, die unheimlich wirken, wie es die Zeit nun auch einmal ist.
    Auch Katharina de Medici, die Herrscherin und mächtige Frau in Italien spielt eine große und bedeutende Rolle.
    Sehr nachdenklich wirkend, detailliert, landschaftlich sehr schön beschrieben, auch die Personen in ihrem Aussehen und ihren Eigenschaften, lassen ein besonderes Highlight zu diesem Roman zu.
    Ich habe ihn gerne gelesen, fand ihn interessant und spannend, die Worte setzt die Autorin so ein, dass sie romantisch, verzaubernd, verträumt, musikalisch und klangvoll wirken, jedoch auch mit bestimmten eingesetzten Adjektiven das Grauen und den Schrecken der Zeit deutlich machen.