Rotes Gold (Taschenbuch) / Tom Hillenbrand

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Hillenbrand, Tom: Rotes Gold
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tom hillenbrand - rotes gold: ein kulinarischer krimi. xavier kieffers zweiter fall
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Produktbeschreibung

Rotes Gold (Taschenbuch) / Tom Hillenbrand

EAN 9783462044126
ISBN 3462044125
gelistet seit 05/2012

Allgemeine Informationen

Ausgabeformate Taschenbuch
Gattung Kriminalroman
Hersteller / Verlag Kiepenheuer & Witsch Verlag

Tests und Erfahrungsberichte

  • Kulinarischer Leckerbissen 2. Teil

    • Niveau:  anspruchslos
    • Unterhaltungswert:  hoch
    • Spannung:  hoch
    • Humor:  wenig humorvoll
    • Stil:  ausschmückend
    • Zielgruppe:  Männer

    Pro:

    bringt uns zum Nachdenken, spannend bis auf einige winzig kleine Schwächen, da unlogisch

    Kontra:

    nichts wirklich erwähnenswertes

    Empfehlung:

    Ja

    oder

    Was du schon immer über Thunfisch wissen wolltest
    Im Prinzip hatte ich euch ja schon angedroht, das ich über den 2. Teil "Rotes Gold" auch berichten werden, nachdem ich euch schon vor einiger Zeit "Teufelsfrucht" berichtet hatte. Damit ich nicht gleich alles vergesse, habe ich es mir für heute vorgenommen und starte auch sogleich mit

    Meiner Meinung:

    Xavier Kieffer scheint die Toten anzuziehen wie die Motten das Licht und auch hier im zweiten Teil des etwas dicklichen Kochs aus Luxemburg scheint es so zu sein, das er in Dinge hineingezogen wird, die ihn verwirren und auf den neusten Mord ansetzen. Treibt ihn die Neugier oder ist es der Bürgermeister von Paris, dem Kieffer noch einen Gefallen schuldet? Der Bürgermeister war es, der einlud ins Pariser Musée d´Orsay um sich dort von einem der besten Sushiköche der Welt Ryuunosuke Mifune bekochen zu lassen. Es kommt aber wie es kommen soll und Mifune stirbt vor Kieffers Augen an einer Vergiftung durch Tetrodotoxin, einem schweren Nervengift. Alles sehr mysteriös und voller Rätsel. Ein Rätsel dem Kieffer schnell auf die Spur kommt. Finanziell unterstützt durch den Bürgermeister, der durch den Tod Mifunes in die Medien gekommen ist und nun seine Weste reinwaschen muss. Das Essen zusammen mit dem Bürgermeister wo es unter anderem Stopfleber und andere Delikatessen zu verspeisen gab ist mir wirklich bitter aufgestoßen. Besonders der Verzehr des kleinen Vogels Ortolan hat in mir fast einen Brechreiz hervorgerufen. Guckst du hier: http://www.youtube.com/watch?v=8y4MS7mSzX8 Hier wird genau gezeigt wie so ein Verzehr vonstatten geht. Kleiner Tipp: Brecheimer gleich daneben stellen, falls du von zartem Gemüt bist.
    Ich muss gestehen, das ich den ersten Teil "Teufelsfrucht" um einiges besser fand und ich nach Beenden des Buches doch ein leichtes Ekelgefühl in Sachen Fisch besonders Thunfisch verspürte. Ich denke das wir in Zukunft wohl ohne Thunfisch auskommen werden, denn das was ich bisher kaufte ist scheinbar alles andere aber kein Thunfisch, das wurde schon reichlich in der Leserunde besprochen und ich beginne mehr und mehr über meine Essgewohnheiten nachzudenken. Vielleicht ist das ja das Ziel des Autors? Natürlich war es spannend in die sogenannte Thunfischmafia einzutauchen und neue Erkenntnisse zu gewinnen, aber mich hat der Krimi dieses Mal nicht so sehr gepackt wie sein Vorgänger. Teilweise fand ich ihn auch sehr oberflächlich und die Hauptprotagonisten sehr blass gezeichnet. Dennoch muss ich sagen, das es ein sehr gutes Buch ist, da es sich aus dem Einheitsbrei abhebt und eben ein Kulinarischer Leckerbissen ist.

    Besonders die Ortsbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Was mir schwergefallen ist, da ich der französischen Sprache nicht mächtig bin oder auch japanisch nicht zu den Sprachen zählt die ich sprechen oder lesen kann, die vielen neuen Worte zu verstehen. Dafür gibt es im Anhang einen Glossar, an den ich beim Lesen aber nicht gedacht habe und deshalb das eine oder andere Mal die Seite mit einem Fragezeichen im Gesicht las.
    Kieffer ist schon ein cooler Typ über den ich wirklich gerne mehr lesen würde, denn er ist nicht nur Koch, sondern auch ein Spitzenermittler, der sich nicht unterbuttern lässt und auf eigene Faust den Rätseln auf die Spur kommt. Bissel utopisch das ganze, aber irgendwie auch liebenswert, da Xavier doch sehr menschlich rüberkommt und das gefiel mir sehr.

    Eine Leseempfehlung an alle die sich für Fischfang und Zucht interessieren. Vielleicht werdet ihr auch in Zukunft darüber nachdenken was ihr euch in die Pfanne haut. Sushi mochte ich schon vorher nicht, daher ist dies kein Verlust für mich, aber über unsere Essgewohnheiten werde ich auch weiterhin nachdenken und spreche da sicherlich im Sinne meiner Familie, wo besonders meine Mittlere sehr darauf bedacht ist, was wir auf den Tisch bringen. Insgesamt ein lesenswerter Krimi, der aber über die einen oder anderen Schwächen verfügt, daher vergebe ich auch nur 4 Sterne, da mich "Rotes Gold" zwar auch gefesselt hat, mir aber der erste Teil rund um Xavier Kieffer um einiges besser gefallen hat.
    Der Klappentext:

    »Tom Hillenbrand regt genussvoll den Appetit der Krimileser an.« Die Welt.

    Seit der Luxemburger Koch Xavier Kieffer mit Frankreichs berühmtester Gastrokritikerin liiert ist, wird er zu den exklusivsten Events eingeladen. Doch das edle Dinner beim Pa riser Bürgermeister endet bereits nach der Vorspeise: Ry?nosuke Mifune, Europas be rühmtester Sushi-Koch, kippt plötzlich tot um. Die Diagnose lautet: Fischvergiftung. Doch Kieffer ist skeptisch und deckt schnell Widersprüche auf. Er taucht ein in die Welt der Sushiküche und muss erkennen, dass es Fische gibt, die teurer sind als Gold – und wertvoller als ein Menschenleben.


    ISBN 9783462044126
    Flexibler Einband, 350 Seiten
    Krimi & Thriller
    Kiepenheuer & Witsch
    8,99 Euro
    Der Autor:

    Thomas Hillenbrand volontierte nach dem Studium (Politik & Wirtschaft) an der Holtzbrinck-Journalistenschule und schrieb aus Frankfurt, Hamburg und New York unter anderem für Handelsblatt, Wall Street Journal Europe, Financial Times Deutschland sowie Spiegel.de, wo er bis 2010 Ressortleiter war.
    Der gebürtige Hamburger interessiert sich für Wirtschafts- und Technologiethemen und ist begeisterter Hobbykoch. Er lebt in München.

    Wünsche euch allen einen tollen Tag voller Sonnenschein!
    GLG,
    Mel