gewinnclub.de Testbericht

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  • Navigation:  sehr schlecht

Erfahrungsbericht von fuerstklaas

Win and grin?

Pro:

kostenlose Probemitgliedschaft möglich

Kontra:

riecht nach Abzocke, verursacht reichlich Werbung in der Mailbox

Empfehlung:

Nein

Gewinnclub... Hmm.. Heißt das, man kann da was gewinnen? Nein, eigentlich nicht.

Ich bin im Oktober 2002 aus einer Laune heraus bei gewinnclub.de in eine Probe-Mitgliedschaft eingetreten. Diese Laune schrie: „Ey komm, mach schon, da warten MASSIG Preise, jede MENGE Bares, Südseereisen, Kreuzfahrten auf der QE 2, No more Butterdrives...“ Naja, sie schrie halt noch weiter, aber ich blende mal aus hier.

Mal ehrlich: Ich war geil auf die blinkende Corvette vor meiner Tür, die Diamanten im Keller meiner ebenfalls gewonnenen Eigentumswohnung, das Flügeltürenset für meinen Xantia und den massiven Goldhut.

Nichts davon hat sich erfüllt. Erfüllt war allerdings meine Mailbox, und zwar mit den E-Mails von irgendwelchen Hotels, Kauf- und/oder Versandhäusern und mir völlig unbekannten Menschen, die mich aber zu kennen schienen, denn sie schrieben mich namentlich an und versprachen mir Wellness-Wochenenden, wertvolle Bibelzitat-Sammlungen und Münzen mit garantierter Wertsteigerungschancengleichheit. Ich muss zugeben, es dauerte eine Weile, bis der Groschen bei mir fiel.

Ich kürze das hier mal ab. Gewonnen habe ich – wie erwähnt - nichts. Außer der Erfahrung, dass diese elektrischen Lotterien eigentlich keinem anderen Zweck dienen, als die Adressen einzusammeln und weiter zu verkaufen. Mag sein, dass bei der dafür erforderlichen Kette von Deals der eine oder andere Alibi-Gewinn abfällt, aber auch das scheint mir nach meiner Erfahrung eher unwahrscheinlich.

Gewinnspiele unterliegen nicht der Verpflichtung einer notariellen oder anders gearteten Aufsicht ,das staatliche Lotto und sicher auch ein paar andere mögen davon ausgenommen sein. Aber grundsätzlich könntest DU morgen losgehen (meinetwegen auch heute) und sagen: „Hey Leute, mal hergucken! Hier! Derjenige, der das MEGALOS zieht, gewinnt einen Eiffelturm!“ Niemand wird sich dafür interessieren, ob es dieses „Megalos“ überhaupt gibt, geschweige denn, ob Du im Besitz eines Eiffelturms bist. Nun wird sich dieses Vorgehen kaum einer der Anbieter trauen, denn das wäre dann kriminell. Aber solange man Dir keine Gewinne zusichert (und das tut keiner), bewegt sich auch ein Anbieter mit mehr als dürftigen Gewinnchancen auf legalem Boden. Wofür man sich aber sicher brennend interessieren wird, ist Deine E-Mail- oder – noch besser- Deine Post-Adresse. Vertriebsweg-Optimierung oder so ähnlich nennt das der Fachmann.

Ich fand jedenfalls die Idee „Money for nothing“ abzugreifen, ziemlich reizvoll. Aber irgendwann geht als alles zuende. Kurz vor Ablauf meiner Probe-Mitgliedschaft habe ich dann gekündigt, und das war´s dann. Hätte ich das nicht getan, wären pro Jahr 29,40 EUR fällig geworden, und das war es mir dann doch nicht wert. Fast alle Mailboxen bieten heute die Möglichkeit, Mails zu blocken. Daher bekomme ich nun auch keine Nachricht mehr, wenn das Hotel „Alte Post“ in Grausigenfund auf seiner Speisekarte nun auch Badenweiler Marschfleisch mit Knölpchen anbietet. Wie schade.

Fazit:
Lieber nicht beitreten, auch nicht testweise. Nervt, müllt die Mailbox zu, bringt nichts.

17 Bewertungen, 2 Kommentare

  • campimo

    17.04.2006, 14:05 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche noch einen schönen Ostermontag! LG Campimo

  • anonym

    19.03.2006, 17:56 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    *** sh & lg *** Lg, Christina