Goldregen
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Testbericht Goldregen

 Gartenpflanze
(4,9 von 5)
Platz 134 in der Kategorie "Gartenbäume & Zierpflanzen".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (4,9 von 5)
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Testbericht über Goldregen

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Giftiges Blütenwunder!

erstellt am: 14.05.2003, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Empfehlung:ja
Pro:Wunderschön
Kontra:Giftig
Vielleicht habe ihr es ja noch nicht bemerkt, aber der Frühling ist da!!
Ich mag zwar Pflanzen sehr gerne und würde mich auch durchaus als kleinen Hobbygärtner bezeichnen, aber dennoch bevorzuge ich Pflanzen in meinem Garten, die eher pflegeleicht sind und trotzdem schön aussehen. Bei mir muss alles mit minimalem Aufwand maximalen Erfolg aufweisen.

Das ist gar nicht so einfach und dennoch gibt es einige Exemplare, die meinen Anforderungen standhalten. So z. B. der Goldregen ( Laburnum anagyroides), Er gehört zu den
Schmetterlingsblütengewächsen.

Aussehen:
*********
Es kennt ihn wahrscheinlich jeder, wenn auch nicht bewusst, aber mit seinen langen (bis 50 cm), goldgelben Blütentrauben ist er im Frühjahr nicht zu übersehen. Die einzelnen Blüten sind ca. 2 cm groß. Er wächst als Strauch und wird bis zu 6 Metern hoch. Die Blätter sind dreiteilig gefiedert, die Einzelblättchen haben eine längliche, elliptische Form und ähneln Kleeblättern.

Standort:
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Der Goldregen stellt keine großen Anforderungen und wächst somit überall. Er verträgt volle Sonne genauso gut , wie Schatten.

Frucht:
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Die dunkelbraunen bis schwarzen Samen entwickeln sich in einer grünen, bohnenähnlichen Fruchthülse, die etwa 6 - 8 cm lang wird, sich aber später braun verfärbt.

Ursprung:
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Die Pflanze hat ihre natürliche Verbreitung in Süd- und Südosteuropa. Bei uns wächst der Strauch fast ausschließlich angepflanzt in Gärten und Parks. Dort findet man oft Bastarde des Goldregens.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
********************************
Die Pflanze enthält als Hauptalkaloid den Wirkstoff Cytisin.
Die höchste Konzentration an Giftstoffen findet sich in den Samen.
Vor allem Kinder sind gefährdet, die beim Spiel Samen verschlucken oder an den Blüten saugen.
Als tödliche Dosis gelten 3 - 4 Schoten, entsprechend 15 - 20 Samen.
Nach bereits 3 eingenommenen Samen beginnen die ersten Vergiftungserscheinungen, die bereits nach einer ¼ Stunde auftreten können.
Diese zeigen sich durch Übelkeit, Erbrechen (teilweise blutig und mitunter stundenlang), Brennen in Mund und Rachen sowie Magenbeschwerden. Der Patient leidet unter Schweißausbrüchen, Schwindelgefühl und Kopfschmerzen. Stärkere Vergiftung führt zu erhöhtem Herzschlag, Halluzinationszuständen, Muskelzucken, Bewußtlosigkeit und Krämpfen.
Bei entsprechender Giftaufnahme tritt Tod durch Atemlähmung nach 1 - 9 Stunden, mitunter auch erst nach einigen Tagen ein. Der Giftstoff Cytisin wirkt somit zuerst erregend und danach lähmend auf den Organismus.
Da nach der Giftaufnahme meist spontanes Erbrechen erfolgt und die Giftstoffe nur langsam aufgenommen werden, sind Vergiftungen mit tödlichem Ausgang zum Glück selten.
Eine Goldregen-Vergiftung ist mit einer Nikotin-Vergiftung vergleichbar.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
**************************************
In der Allopathie wurde der Goldregen als Brechmittel gebraucht, und auch bei Neuralgien und Asthma eingesetzt. Wegen der Gefährlichkeit gab man die Verwendung der Pflanze auf.
Sie findet nur noch vereinzelt in der Homöopathie bei Depressionen, Schwindelanfällen und Krämpfen und bei krampfartigen Magen- und Darmerkrankungen, Anwendung.
Name:
*****
Die Bezeichnung Goldregen kommt von den gelben hängenden Blütentrauben.
Der lateinische Gattungsname Laburnum nimmt Bezug auf das harte Holz des Strauches (alburnum - weißes Splintholz).
Den Artname anagyroides erhielt der Goldregen, da er mit dem im Mittel-meergebiet heimischen Stinkstrauch Anagyris foetida Ähnlichkeiten aufweist.
Wegen seiner bohnenähnlichen Früchte wird er auch gerne Bohnenbaum genannt.

Fazit:
*****
Ein wirklich, vor allem im Frühjahr, wunderschöner Strauch, nur leider giftig. Wer ihn sich anschaffen möchte sollte sich dessen auf jeden Fall bewusst sein. Ich habe auch 2 kleine Kinder und habe auch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Meine Kinder wissen zwar, dass manche Pflanzen giftig sind und mittlerweile auch welche. In welchem Garten findet sich kein Efeu? Trotzdem war mir das Risiko zu groß, der Strauch ist weg. Aber ihr könnt sicher sein, wenn die Kinder alt genug sind, krieg ich wieder einen.
Ich kann ihn trotzdem nur empfehlen, er ist ein echter Blickfang im Garten. Dafür dass er giftig ist ziehe ich allerdings einen Punkt ab.
Haggia
Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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frankensteins
frankensteins, 17.05.2008

super beschrieben lg werner
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Yopi-Autor:dahi.koch@gmx.net
Bewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00
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