Hohner Knopfharmonika Testbericht

Hohner-knopfharmonika
ab 31,64
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Erfahrungsbericht von Odeon

Meine gute, alte Hohner- Corso... noch funktionstüchtig

Pro:

Warmer Sound; bedienungsfreundlich; robust; lange Haltbarkeit; optisch ansprechend. Erfüllt hohe Ansprüche. Sogar in Musikstudios einsetzbar ( meine Erfahrungen )

Kontra:

keine Minuspunkte

Empfehlung:

Ja

Sie hat noch immer einen Ehrenplatz in meinem Arbeits-und Musikzimmer: die gute, alte Hohner- Corso.
Sie hat zwar schon einige Jahre auf dem Buckel; das hat aber ihrem weichen Klang nicht geschadet.
Ich erinnere mich noch daran, als ich im Alter von 12 Jahren ( 1957 ) dieses Prachtstück unter dem Weihnachtsbaum entdeckte.
Mein Vater spielte schon; soweit ich denken konnte, eine Harmonika. Sein virtuoses Können auf dem Knopfakkordeon ( denn so wurde und wird es noch genannt )hatte mich schon damals fasziniert.

Hier im Kölner Bereich nennt man dieses Instrument auch liebevoll Quetschkommode.

Daten:

bei der Hohner Corso handelt es sich also um eine Harmonika ( auch Wiener Modell genannt ).
Die Standartfarbe ist rot ( mit Perlmutverzierungen )und sowohl auf der rechten Seite ( Leadknöpfe ) und auf der linken ( 8 Bassknöpfe ) gut zu bedienen.
Der Harmonika- Korpus ist etwas rundlich und ohne störenden Kanten.
Mein \" Zweireiher \" ( wegen der zwei Knopfleisten )
ist mit einer Daumenschlaufe versehen, um ein Abrutschen der spielenden Finger zu vermeiden.
Das ist insofern wichtig, als das Griffbrett gut in der rechten Hand liegt und ein störendes Abgleiten nicht möglich ist.
Die beiden Knopfreihen sind auf C und G gestimmt, so daß es einem Anfänger gelingt, aus dem Stehgreif ein Liedchen zu spielen.

Das Transponieren bleibt später den Fortgeschrittenen überlassen.
Der \" Spaßfaktor \" ist also sofort da und wird schon zu Anfang mit einem Erfolgsgefühl belohnt.

Das Prinzip einer Harmonika besteht darin, daß Ziehen und Drücken des Balgs jeweils zwei verschiedene Töne erzeugen.
Dies ist möglich durch innenliegende, schmale Lamellen, die sich vor den Luftlöchern ( Kanälen ) befinden.
Sollten diese Lamellen im Laufe der Zeit einmal beschädigt werden ( was kaum vorkommt ), so kann man das Instrument öffen ( mit einem schmalen Schraubenzieher z.B. ) und durch Reservelamellen ersetzen, die sich im inneren der Harmonika befinden.
Diesen Service habe ich bisher nur bei Hohnerprudukten feststellen können.

Die Luft ist übrigens das A und O einer Harmonika.
Durch das Ziehen und Drücken wird teilweise viel Luft verbraucht ( im Gegensatz zu einem Akkordeon )und wenn man eine Zeit lang nur Drücken oder Ziehen muß, dann bleibt einem buchstäblich die Luft weg.

Es ist deshalb sehr wichtig darauf zu achten, daß der Balg nicht beschädigt wird.

Auf manch\' einer feucht- fröhlichen Feier kann schon mal Feuchtigkeit auf den Balg geraten. Dann bitte sofort das Gerät abstellen und gründlich mit einem Lappen o.ä. sorgfältig reinigen.

Am Instrument bedindet sich ein verstellbarer Trageriemen, den man über die rechte Schulter legt, um guten Halt zu haben. Meine Harmonika ist 3- chörig und hat einen satten, warmen Sound.

Vonnutzen ist es, in der Jugend bzw. Kindheit schon \'mal Mundharmonika gespielt zu haben ( bzw. zu spielen ).
Bei Mundharmonika und Handharmonika handelt es sich um das gleiche technische Prinzip.



Preis und meine kleine Geschichte :

Im Jahre 1957 hat die Harmonika 152 DM gekostet und erfuhr im Laufe der Jahre eine enorme Wertsteigerung.
Heute kostet das Instrument ca. 500 Euro.
Wer sich eine etwas preiswertere Harmonika anschaffen möchte, der ist mit der Hohner- Erika gut bedient.
Sie ist jedoch zweichörig und vermittelt nicht den warmen Sound..ist aber eine Meinungssache.

Meine Harmonika hat mir im Laufe der Zeit viel Spaß gemacht und ich brachte es nach und nach zu einer beachtlichen Fertigkeit.
Bei spontanen Feiern oder Festlichkeiten war die
Harmonika stets willkommen ( aber auch ich :-) ).

Sie ist ein enormer Stimmungsmacher und regt zum Mitsingen an.

Obwohl ich mittlerweile Gitarrist bin und mich der Country- Musik verschrieben habe, nehme ich hin und wieder gerne meine Harmonika zur Hand und träume mit ihr von guten, alten Zeiten.

Ich kann die Harmonika- Corso nicht nur empfehlen, sondern jedem ans Herz legen, der gerne ein Musikinstrument ( auch ohne Noten ) schnell erlernen möchte.

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