Afrikanischer Affenbrotbaum Testbericht

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Erfahrungsbericht von Zwillingspapi

Diese Pflanze sollte bei jedem gedeihen

Pro:

leicht zu pflegen

Kontra:

-/-

Empfehlung:

Ja

Für Menschen ohne den berühmten grünen Daumen ist es oftmals schwer sich den Wunsch der lebenden Zimmerpflanzen zu erfüllen, weil sie meist nach kurzer Zeit eingehen. Aber es gibt auch einige Pflanzen die auch diesen Menschen lange Freude bereiten können. Eine davon ist der Afrikanische Affenbrotbaum, welcher zu den Sukkulenten gehört.

Meine Freundin hat diesen mit in unser gemeinsames Haus gebracht und da sie aus beruflichen Gründen vor und am Anfang der Schwangerschaft oftmals mehrere Tage nicht zu Hause war, musste ich mich mit der Pflanzenpflege beschäftigen. Was bei dieser Pflanze keine Wissenschaft ist.
Mittlerweile haben wir verschiedene Exemplare in unterschiedlichen Grössen bei uns, welche dazu auch im ganzen Haus verteilt sind. Alle stehen sie aber direkt auf der Fensterbank, da es eine Pflanze mit hohen Lichtbedürfnis ist.
Steht sie über einen längeren Zeitraum dunkler, dann geht sie ein. Aber ein paar Tage, wenn man gerade renoviert, hält sie schon mal aus.

Giessen muss man sie auf Grund der Pflanzengattung nur einmal in der Woche. Selbst bei den sehr hohen Temperaturen des diesjährigen Sommers hat dies ausgereicht ohne das sie deswegen am Vertrocknen war. Nur wenn die Pflanze im Sommer einen Platz im freien mit sehr viel Sonne hat, dann sollte man sie mindestens zweimal pro Woche giessen und wenn es sehr heiss ist, dann alle 2 Tage.
Gedüngt werden bei uns die Affenbrotbäume gar nicht, da sie doch sehr genügsam sind. Aber sie gedeihen trotzdem sehr prächtig. Das grösste Exemplar haben wir derzeit noch im Freien stehen und dort bekommt er sehr viel Sonne. Durch so viel Sonneneinstrahlung färben sich die Ränder der dickfleischigen Blätter rötlich, was dem Aussehen der Pflanze wiederum sehr zu gute kommt.

Da die Pflanze relativ langsam wächst muss man sie auch nicht jedes Jahr umtopfen. Bei den grösseren Pflanzen reicht es sogar, wenn man nur die oberste Schicht Erde erneuert. Die kleineren bekommen bei uns alle 2 Jahre einen neuen Topf, der meist im Durchmesser 1 Zentimeter grösser ist, als der alte. Dabei wird eben auch die alte Erde entfernt und durch neue und nährstoffreiche Erde ersetzt. Dafür reicht auch die handelsübliche Blumenerde aus.

Bei der Wuchsform kann man sich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden. Zum einen kann man die Pflanze wachsen lassen, wie sie gerade treibt. So hat man nach einiger Zeit einen kleinen Busch. Macht man allerdings die Seitentriebe am Hauptstamm regelmässig ab, so hat man ein richtiges Bäumchen. Wir haben beide Wuchsformen bei uns und man kann nicht sagen, das eine von beiden schöner wäre, als die andere. Allerdings kann man diese abgemachten Seitentriebe, welche man einfach vorsichtig abbricht, in neue Erde setzen und regelmässig giessen. Damit erhält man neue Pflanzen. Ihr seht also, auch die Vermehrung ist sehr einfach.

Bei den Pflanzen die im Freien stehen muss man dann nur noch beachten, das sie nach den letzten Nachtfrösten im Mai erst raus dürfen und sie sollten auch Mitte September wieder ins Haus geholt werden. Denn es wäre doch schade, wenn so eine schöne Pflanze durch einen Frost schaden nimmt.

Blühen kann der Affenbrotbaum auch. Allerdings erst nach 5 bis 7 Jahren und leider auch nicht alle Pflanzen. Woran dieses liegt, weiss ich leider nicht. Unser grösstes Exemplar hat dieses Alter schon lange erreicht und macht jedenfalls keine Anstalten mal blühen zu wollen, aber bei Bekannten habe ich es schon gesehen. Es werden kleine weisse Blüten gebildet, die nicht duften.

Ein sehr grosser Vorteil dieser Pflanze ist die sehr geringe Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge. Trotz der vielen Jahre, die wir schon Affenbrotbäume pflegen, hatten wir da noch nie Probleme.

Was jetzt noch interessiert ist sicher der Preis für so eine Pflanze. Im Handel schwankt dieser zwischen 3 und 5 Euro, was ich erst letzte Woche feststellen musste. Ich finde den Preis recht hoch, da ich ja selbst weiss, das diese Pflanzen nicht viel Pflege brauchen und somit fast nebenbei wachsen und gedeihen. Allerdings habe ich schon Auktionen bei Ebay gesehen, wo man preiswerter an eine solche Pflanze kommt.


Fazit

Leicht zu pflegen und sie verzeiht auch mal wenn man das Giessen vergisst. Sie sollte also bei jedem, wo es hell genug ist, gut gedeihen. Vielleicht haben Bekannte von Euch eine solche Pflanze und ihr könnt es mal mit der Nachzucht versuchen. Und was auch sehr wichtig ist. Es sind keine Teile dieser Pflanze giftig, was bei uns durch die kleinen Kinder auch sehr wichtig ist.

Vielen Dank für´s lesen, bewerten und kommentieren.

© Zwillingspapi

PS: Dieser Bericht ist bei ciao unter dem Namen Hexer70 erschienen

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