0. Einleitung
1. Der Kauf
2. Der Aufbau
3. Aufsitzen
4. Der Bordcomputer
5. Die Tretmühle
6. Technische Details
7. Optimaler Trainingsplus
8. Fazit
0. Einleitung
Wer die Pfunde schwinden lassen will, muß auch aktiv werden. Sei es im Fitnessstudio oder durch andere Aktivitäten. Der Flair der Schweißhallen ist allerdings nicht ganz mein Fall, also muß der ‚Henninger-Spoiler‘ auf andere Art und Weise bekämpft werden. Eine Möglichkeit ist ein Heimtrainer, nicht mehr ganz neu die Idee, aber man ist damit sehr flexibel und hat nur eine einmalige Anschaffung und nicht eine monatliche Belastung durch einen Knebelvertrag bei einem Fitnessstudio. Aber ein mancher will dort ja auch keine Pfunde verlieren, sondern eher etwas gewinnen, Kontakte.
1. Der Kauf
Wir haben seit Mitte 1999 den Heimtrainer Carat Jubilee von Kettler. Der Jubilee ist eine Editionsausgabe zum 50-jährigen Firmen-Jubiläum der Firma Kettler, grundsätzlich wurde hier das Modell Carat zu einem günstigeren Preis angeboten. Da wir diesen bei Horten/Kaufhof gekauft haben und dadurch noch einen Mitarbeiterrabatt erhalten haben, kostete uns der Heimtrainer DM 322,18 also umgerechnet etwa 165€. Heute erhält man das Modell, oder ein vergleichbares Modell, für etwa 250 – 300€, je nach Anbieter, ich habe diesen auch schon für 199€ gesehen. Bei Interesse vergleicht dazu bitte auch die Modelle Corsa und Golf.
2. Der Aufbau
Den Aufbau des Heimtrainers sollte man nicht unterschätzen, die einzelnen Bauteile sind um den Kern des Geräten mit einer gewissen Fingerfertigkeit zu montieren. Die Anleitung zur Montage ist dafür aber auch sehr hilfreich und so hat man diesen, am Besten zu zweit, zügig aufgebaut. Mit etwa 30 kg steht dieser dann auch recht stabil zur Verfügung. Durch die Seitenfüße wird eine ausreichende Seitenstabilität erreicht. Bodenunebenheiten können mit Hilfe von Ausgleichshilfen korrigiert werden. Transporte des Heimtrainers sind durch Transportrollen wesentlich erleichtert. Aber schließlich soll ja nicht der Heimtrainer bewegt werden, sondern der eigene Körper.
3. Aufsitzen
Sitzt man auf dem Kettler Carat, soll fällt einem zunächst der sehr bequeme Sitz auf, die ergonomisch geformte Sattel soll aber nicht zu Ausruhen einladen. Die Griffe sind sehr gut gepolstert und erlauben einen guten Griff, ich möchte hier nicht von einem Lenker reden, da die Fahrtrichtung doch sehr eingeschränkt ist. Die Pedale sind nicht zu klein und verhindern ein Abrutschen der Füße durch zusätzliche Schlaufen. Der Sitz ist recht einfach in der Höhe verstellbar und kann damit sehr schnell auf die individuelle Größe eingestellt werden.
Bevor man jetzt in die Pedale tritt sollte man zu einem den Tretwiderstand von 1 bis 10 einstellen, je höher die Einstellung desdo steiler der Berg, bzw. desdo größer die Kraftanstrengung. Für den Anfang sollte man diesen beim Wert von 2 belassen, schließlich soll dies zunächst kein Krafttraining darstellen, vielmehr sollte man auf Ausdauer und optimalen Pulsbereich trainieren. Dazu später noch ein paar Worte. Weiter sollte man sich mit dem kleinen Computer ein wenig beschäftigen, dieser ist für den Verlauf der Übungen sehr hilfreich.
4. Der Bordcomputer
Der Trainingscomputer zeigt wechselseitig oder dauerhaft die bereits abgelaufene Zeit, die zurückgelegte Strecke in km, die Geschwindigkeit, den aktuell gemessenen Puls und den Energieverbrauch an. Der Plus wird mit Hilfe eines kleinen Clips gemessen, diesen sollte man am Ohrläppchen befestigen. Auch wenn dies ein wenig unbequem ist, so liefert diese Messung deutlich bessere Werte als wenn man den Clip am Finger oder dergleichen anbringt. Die einzelnen Werte können vorgegeben werden, so strebt man wenigstens einem Ziel entgegen. Vorgegeben werden kann auch ein optimaler Pulsbereich von/bis, wird dieser Bereich über- bzw. unterschritten, so blinkt die Anzeige als Warnsignal auf.
Ist ein vorgegebenes Ziel erreicht, so kann die aktuelle Leistungsfähigkeit mit einer Fitnessnote beurteilt werden. Dazu werden zwei Pulsmessungen gegenüber gestellt. Die erste Pulsmessung gleich mit Erreichen des Zieles, die zweite Messung nach einer Erholungsphase von einer Minute. Je weniger der Körper sich von der Leistung erholen muß, desdo besser die gegebene Beurteilung.
Die Knöpfe zur Bedienung des Trainingscomputer sind griffig und lassen sich auch noch mit verschwitzten Händen bedienen. Jeder Tastendruck wurde sofort exakt angenommen. Das Plastikgehäuse macht einen nicht sehr stabilen Eindruck, Wutausbrüche aufgrund mangelnder eigener Leistung sollte man also am Anzeigegerät auslassen.
Die Stromversorung des Trainingscomputers erfolgt durch Batterien.
5. Die Tretmühle
Die Laufgeräusche während der Nutzung des Carat beschränken sich auf ein leises Surren. Dies verdankt das Gerät dem Magnet-Brems-System, welches wiederum über die Pedale durch ein Riemenantrieb vom ‚Arbeitstier‘ in Bewegung gesetzt wird. Durch dieses System ist das Gerät so gut wie wartungsfrei und absolut verschleißfrei. Das Treten wird dadurch auch sehr angenehm und weich. Der Widerstand kann individuell eingestellt werden, dieser wirkt aber immer gleichmäßig. Die Schwungmasse gibt der Hersteller mit einem Gewicht von 6 kg an.
6. Technische Details
Gesamtgewicht: > 38 kg (inkl. Verpackung)
Antrieb: Längsrippenriemen mit einem Übersetzungsverhältnis 1:8
Schwungmasse: ca. 6 kg
Ausmaße (Länge/Breite/Höhe): 92/53/130 cm
max. Belastung: 110 kg
7. Optimaler Trainingsplus
Der Trainingscomputer unterstützt auch die Vorgabe eine optimalen Pulsbereiches, wird dieser unter- bzw. überschritten, erfolgt eine Warnung. Diese optimale Pulsfrequenz ist der Bereich in welchem man eine optimale Fettverbrennung erreicht. Je nach Alter und Geschlecht ist die optimale Pulsfrequenz unterschiedlich. Man kann dieser aber wie folgt ermitteln:
Grundlage:
Maximale Pulsfrequenz = 220 minus Lebensalter
Ruhepulsfrequenz = eigene Messung in absoluter Ruhestellung
Optimaler Pulsfrequenz = max. Pulsfrequenz minus Ruhepuls
Optimaler Trainingsplus = 2/3 der opt. Plusfrequenz + Ruheplus
(Quelle: Buchtitel ‚Power durch Pulstraining‘ Penka/Maier
ISBN 3-720-52273-3)
8. Fazit
Für den privaten Bereich ist der Hometrainer Carat von Kettler eine gute Wahl. Ob dieser auch in einem Fitnessstudio einer intensiven Belastung standhalten würde, möchte ich nicht beurteilen. Das Gerät läuft nach vier Jahren immer noch einwandfrei, wobei Ihr eine unregelmäßig Nutzung voraussetzen dürft.
Die ruhige Laufkultur in Verbindung mit einem stabilen Gerät läßt ein Training auf sehr angenehme Weise zu. Der Sitz ist geeignet um auch eine längere Einheit auf dem Hometrainer durch zustehen. Der Trainingscomputer sollte den Ansprüchen des durchschnittlichen Fitnessstudiogängers genügen.
Ergänzt man die Trainingseinheiten mit Fernsehen, Musik hören oder dergleichen, so darf man die Anstrengung getrost als Nebenbeschäftigung betrachten und nimmt nebenbei ein paar Kilo ab, bzw. hält den Körper in Schwung.
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