Die Jury (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Duvie

Auf der Suche nach Gerechtigkeit

Pro:

ergreifende Story, brillante Darsteller

Kontra:

vielleicht das Ende

Empfehlung:

Ja

Es ist heiß im US-Staat Mississippi und durch die glühende Hitze läuft das 10-jährige Negermädchen Tonya, beladen mit einer braunen Papiertüte, in der die Einkäufe für ihre Familie verpackt sind. Sie hört zwar das Motorengeräusch des gelben Pick-up hinter sich, aber sie ahnt noch nicht, was dieses Geräusch für sie bedeuten soll.
In dem Wagen sitzen zwei weiße, mitte zwanzig und Rassisten. Sie packen die kleine Tonya und vergewaltigen und demütigen sie wieder und wieder. Im Glaube ihr Opfer sei Tod lassen sie das Mädchen zurück.

Die Kleine wird gefunden und ihr Leben gerettet, doch zuviel wurde zerstört, das niewieder gutzumachen ist.
Ein ähnlichen Fall geschah nicht lange zuvor auch in den USA - die Täter wurden freigesprochen. Carl Lee - Tonyas Vater - weiß das und da er den Gedanken, dass diese Verbrecher freikommen könnten nicht erträgt, erschießt er sie auf dem Weg zur Gerichtsverhandlung.

Hier beginnt die eigentliche Story. Anwalt Briganes reißt den Fall an sich und findet bald heraus, dass er sich auf ein Spiel um Leben und Tod eingelassen hat. Zum einen verlangt der Staatsanwalt die Todesstrafe für Carl Lee, zum anderen beginnt der Ku-Klux´-Klan alle auf der Seite der Schwarzen zu verfolgen.

Brigane steht kurz vorm Abgrund - seine Ehe scheint zu scheitern, der Fall scheint verloren und sein Leben wird wieder und wieder bedroht.


Mehr möchte ich von diesem sehr fesselnden Film nicht verraten. Die Thematik der Schwarzen in Amerika und dem Leben, das sie dort bis vor wenigen Jahren noch führten, wird hier sehr gut aufgegriffen. Und zuletzt begreift der Zuschauer, dass Gleichberechtigung nicht auf dem Papier sondern im Kopf stattfindet.

Die Darsteller:

Jake Briganes:
Matthew McConaughey miemt den jungen Anwalt. Er ist sehr überzeugend. Man glaubt ihm den Südstaatler, der erst zu sich selbst finden muss, bevor er den Überblick in diesem Fall gewinnen kann. Die Darst5ellung ist sehr überzeugend, zumal der Charakter des Jake sehr facettenreich angelegt ist.

Ellen Roark:
Sandra Bullock stellt eine aufstrebende Jurastudentin da, die Briganes zur Hand geht. Sandra Bullock ist gewiss die idealbesetzung, dennoch finde ich diese Rolle wenig anspruchsvoll, und sehr einseitig.

Carl Lee Hailey:
Hier sehen wir Samuel L. Jackson in einer seienr wohl überzeugendsten Rollen. Carl Lee ist zugleich schwach und doch unglaublich stark. Jackson gelingt es die Widersprüchlichkeit dieser Figur sehr fein herauszuarbeiten und den Zuschauer schnell auf seine Seite zu ziehen. Man droht zu vergessen, dass Selbstjustiz trotz allem eine Straftat ist!

Rufus Buckley:
Der überaus fies wirkende Staatsanwalt wird von Kevin Spacey dargestellt. Spacey spielt diese Rolle so überzeugend, dass bereits aus seinen Augen die Lust spricht, diesen Mann an den elektrischen stuhl zu liefern. Hier auch ein Kompliment an den Synchronsprecher.


Die Vorlage zum Film lieferte der Star-Autor John Grisham unter dem selben Titel. Der englische Originaltitel lautet \"A time to kill\".
Umgesetzt wurde die Buchvorlage von Regisseur Joel Schumacher, dem die Umsetzung in überzeugenden Bildern gelang!

Der Film dauert ca 3 Stunden, wird aber nie langweilig, ebenso scheint die Handlung niemals still zu stehen.

FSK: 16
Verleihfirma: Warner Bros.
Genre: Thriller


Fazit:
Der Film ist sehr ergreifend. Der Zuschauer wird von der Handlung schnell gefesselt und kann sich sehr gut in die Figuren hineinversetzen.
Etwas enttäuschend ist vielleicht der Schluss, den ich aber nicht verraten möchte, da ansonsten die Spannung des Films verloren geht.
Zudem finde ich den Film recht nützlich den Amerikanern mal wieder die Augen zu öffnen, diese suchen nämlich den Fremdenhass überall anders, aber nicht innerhalb ihrer eigenen Grenzen.v Und es gibt ihn doch!

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