Die Jury (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse
Selbstjustiz und Rassismus
Pro:
Darsteller
Kontra:
Pro-Selbstjustiz
Empfehlung:
Ja
Häufig sind Verfilmungen erfolgreicher Romane weniger gelungen (die meisten King-Verfilmungen sind Musterbeispiele für mißlungene Umsetzungen). Eine Ausnahme von dieser Regel stellen dagegen die filmischen Umsetzungen der Romane von John Grisham dar (verfilmt wurden unter anderem DER KLIENT, DIE FIRMA, DIE AKTE, die sich meist sehr dicht an der Romanvorlage orientierten und mit (passenden) namhaften Schauspielern besetzt wurden.
Einem der Romane John Grishams, die verfilmt wurden, widme ich nun auch meinen heutigen Beitrag, nämlich dem Film DIE JURY.
INHALT
°°°°°°°°°°
Nachdem ein zehnjähriges schwarzes Mädchen im Süden der USA brutal vergewaltigt und fast getötet wird, schießt Carl Lee Hailey die beiden Täter im Gerichtsgebäude nieder, worauf der politisch ambitionierte ehrgeizige Staatsanwalt Rufus Buckley einen Mordprozess mit der Todesstrafe als Urteil anstrebt.
Als Verteidiger beauftragt Carl Lee Hailey den jungen und eher unerfahrenen Anwalt Jake Brigance, der den Fall übernimmt, obwohl Carl Lee Hailey kaum in der Lage ist, ihn zu bezahlen. Nachdem Jake Brigance erfolglos versucht, den Verhandlungsort verlegen zu lassen, beginnen bereits bei der Auswahl er Geschworenen erste Probleme, denn die Jury besteht ausschließlich aus weißen Bürgern der Südstaaten.
Auch in der Öffentlichkeit stößt der Fall auf ein gemischtes Echo. Während schwarze Bürgerrechtler Kundgebungen organisieren, gründet Freddy, Bruder eines der getöteten Vergewaltiger, eine örtliche Gruppe des Ku-Klux-Klan und so wird auch Jake Brigance massiv bedroht, was sogar darin gipfelt, dass er sein Haus durch einen Bombenanschlag verliert.
Auch der Prozess, bei dem Jake Brigance von der liberalen Jurastudentin Ellen unterstützt wird, verläuft nicht optimal, denn ein Gutachter, der Carl Lee Haileys Unzurechnungsfähigkeit bestätigt, entpuppt sich als vorbestrafter Alkoholiker, ...
Außerhalb des Gerichtsgebäudes eskaliert die Situation um demonstrierende Bürgerrechtler und den Aufmarschierenden Ku-Klux-Klan immer mehr und nach diversen Rückschlägen kann Jake Brigance auch im Prozess verlorenen Boden gutmachen, so dass die Entscheidungen der Jury nicht vorherzusehen ist.
ANMERKUNGEN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
DIE JURY basiert auf dem gleichnamigen Roman von John Grisham und der Film hält sich auch strikt an diese Romanvorlage. Das Ergebnis ist ein von der ersten Minute an spannender Justizthriller um Selbstjustiz und den (insbesondere in den Südstaaten der USA noch immer alltäglichen) Rassismus, der dabei aber auch die schwarzen Bürgerrechtsbewegungen nicht unbedingt positiv darstellt. Allerdings lässt sich DIE JURY leider auch recht deutlich als klares Plädoyer für Selbstjustiz interpretieren und eben dies halte ich für zumindest äußerst fragwürdig, wenn nicht gar schlicht falsch. Dabei scheint es mir schon fast ärgerlich, dass hier ein Szenario ausgewählt wurde, in dem diese Selbstjustiz verständlich und nachvollziehbar, wenn nicht gar richtig scheint Dem zweiten Hauptthema, dem Rassismus widmet sich der Film dagegen deutlich geschickter, in dem er von Beginn an (schon bei der Verhandlung um die Vergewaltigung) deutlich auf die Verbreitung des Rassismus hinweist, aber auch eine Arbeitsweise schwarzer Bürgerrechtler aufzeigt, die viel zu wenig aus Hilfe im Einzelfall besteht, nicht unbedingt Sympathien weckt.
Angereichert wird die ganze Story noch mit tragischen, aber auch romantischen Szenen und Begebenheiten und so ergibt sich insgesamt ein spannender, der über seine gesamte Laufzeit keinerlei Längen aufweist und der als sehr guter Film mit zweifelhafter Botschaft gelten könnte
Die Besetzung ist mit Matthew McConaughey (als Jack Brigance), Samuel L. Jackson (als Carl Lee Hailey), Sandra Bullock (als Ellen), Kiefer Sutherland (als Freddy), Kevin Spacey (als Rufus Buckley) und anderen mehr als nur namhaft und die darstellerische Leistung der Akteure scheint mir zu jedem Zeitpunkt überzeugend. Insbesondere Kevin Spacey kann meines Erachtens in seiner nicht unbedingt sympathischen Rolle des ehrgeizigen Staatsanwalts glänzen.
DATEN
°°°°°°°°°
Titel: Die Jury
Genre: Justizthriller
Jahr: 1996
Land: USA
Laufzeit: 143 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Joel Schumacher
Darsteller: mit Matthew McConaughey, Kiefer Sutherland, Donald Sutherland, Sandra Bullock, Kevin Spacey, Samuel L. Jackson, ...
FAZIT
°°°°°°°°
Grundsätzlich mag ich die Bücher von John Grisham und deren filmische Umsetzungen und auch mit DIE JURY wurde der Roman wider sehr gut umgesetzt. Allerdings stört mich dann das allzu offensichtliche Plädoyer für die Selbstjustiz so sehr, dass es hier zwar für eine ausgesprochene Empfehlung reicht, die ich aber „nur“ mit dem Urteil GUT verbinde.
Einem der Romane John Grishams, die verfilmt wurden, widme ich nun auch meinen heutigen Beitrag, nämlich dem Film DIE JURY.
INHALT
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Nachdem ein zehnjähriges schwarzes Mädchen im Süden der USA brutal vergewaltigt und fast getötet wird, schießt Carl Lee Hailey die beiden Täter im Gerichtsgebäude nieder, worauf der politisch ambitionierte ehrgeizige Staatsanwalt Rufus Buckley einen Mordprozess mit der Todesstrafe als Urteil anstrebt.
Als Verteidiger beauftragt Carl Lee Hailey den jungen und eher unerfahrenen Anwalt Jake Brigance, der den Fall übernimmt, obwohl Carl Lee Hailey kaum in der Lage ist, ihn zu bezahlen. Nachdem Jake Brigance erfolglos versucht, den Verhandlungsort verlegen zu lassen, beginnen bereits bei der Auswahl er Geschworenen erste Probleme, denn die Jury besteht ausschließlich aus weißen Bürgern der Südstaaten.
Auch in der Öffentlichkeit stößt der Fall auf ein gemischtes Echo. Während schwarze Bürgerrechtler Kundgebungen organisieren, gründet Freddy, Bruder eines der getöteten Vergewaltiger, eine örtliche Gruppe des Ku-Klux-Klan und so wird auch Jake Brigance massiv bedroht, was sogar darin gipfelt, dass er sein Haus durch einen Bombenanschlag verliert.
Auch der Prozess, bei dem Jake Brigance von der liberalen Jurastudentin Ellen unterstützt wird, verläuft nicht optimal, denn ein Gutachter, der Carl Lee Haileys Unzurechnungsfähigkeit bestätigt, entpuppt sich als vorbestrafter Alkoholiker, ...
Außerhalb des Gerichtsgebäudes eskaliert die Situation um demonstrierende Bürgerrechtler und den Aufmarschierenden Ku-Klux-Klan immer mehr und nach diversen Rückschlägen kann Jake Brigance auch im Prozess verlorenen Boden gutmachen, so dass die Entscheidungen der Jury nicht vorherzusehen ist.
ANMERKUNGEN
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DIE JURY basiert auf dem gleichnamigen Roman von John Grisham und der Film hält sich auch strikt an diese Romanvorlage. Das Ergebnis ist ein von der ersten Minute an spannender Justizthriller um Selbstjustiz und den (insbesondere in den Südstaaten der USA noch immer alltäglichen) Rassismus, der dabei aber auch die schwarzen Bürgerrechtsbewegungen nicht unbedingt positiv darstellt. Allerdings lässt sich DIE JURY leider auch recht deutlich als klares Plädoyer für Selbstjustiz interpretieren und eben dies halte ich für zumindest äußerst fragwürdig, wenn nicht gar schlicht falsch. Dabei scheint es mir schon fast ärgerlich, dass hier ein Szenario ausgewählt wurde, in dem diese Selbstjustiz verständlich und nachvollziehbar, wenn nicht gar richtig scheint Dem zweiten Hauptthema, dem Rassismus widmet sich der Film dagegen deutlich geschickter, in dem er von Beginn an (schon bei der Verhandlung um die Vergewaltigung) deutlich auf die Verbreitung des Rassismus hinweist, aber auch eine Arbeitsweise schwarzer Bürgerrechtler aufzeigt, die viel zu wenig aus Hilfe im Einzelfall besteht, nicht unbedingt Sympathien weckt.
Angereichert wird die ganze Story noch mit tragischen, aber auch romantischen Szenen und Begebenheiten und so ergibt sich insgesamt ein spannender, der über seine gesamte Laufzeit keinerlei Längen aufweist und der als sehr guter Film mit zweifelhafter Botschaft gelten könnte
Die Besetzung ist mit Matthew McConaughey (als Jack Brigance), Samuel L. Jackson (als Carl Lee Hailey), Sandra Bullock (als Ellen), Kiefer Sutherland (als Freddy), Kevin Spacey (als Rufus Buckley) und anderen mehr als nur namhaft und die darstellerische Leistung der Akteure scheint mir zu jedem Zeitpunkt überzeugend. Insbesondere Kevin Spacey kann meines Erachtens in seiner nicht unbedingt sympathischen Rolle des ehrgeizigen Staatsanwalts glänzen.
DATEN
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Titel: Die Jury
Genre: Justizthriller
Jahr: 1996
Land: USA
Laufzeit: 143 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Joel Schumacher
Darsteller: mit Matthew McConaughey, Kiefer Sutherland, Donald Sutherland, Sandra Bullock, Kevin Spacey, Samuel L. Jackson, ...
FAZIT
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Grundsätzlich mag ich die Bücher von John Grisham und deren filmische Umsetzungen und auch mit DIE JURY wurde der Roman wider sehr gut umgesetzt. Allerdings stört mich dann das allzu offensichtliche Plädoyer für die Selbstjustiz so sehr, dass es hier zwar für eine ausgesprochene Empfehlung reicht, die ich aber „nur“ mit dem Urteil GUT verbinde.
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