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| erstellt am: |
28.02.2004, von Kater |
| Produktbewertung: |
4
4 |
| Empfehlung: | ja |
| Pro: | Themenbehandlung. |
| Kontra: | Lolita=böse Schlange? |
Hallo ihr Lieben! Heute schreibe ich über einen Schwarzweißfilm, ,,Lolita", dessen Romanvorlage von Vladimir Nabakov schon in bei der Veröffentlichung in den 50er 60er Jahren Empörung hervorrufte. Es geht nämlich um einen Mann, der der Liebe eines kleinen, pubertierenden Mädchens verfällt. Damals war das ein Schock für die Gesellschaft, dass sich jemand traut, über solch ein heikles Thema zu schreiben, weil es ja eben ein Tabuthema war. Heute ist man über solche Dinge schon sehr aufgeklärt und die Story erscheint einem wie dreimal verdaut und dreimal wieder ausgekotzt.
Der Plott:
Der Schriftsteller Humbert Humbert (*gg*) sucht ein kleines Apartment in New Hampshire, wo er den Sommer über bleiben kann. Er findet eine passende Bleibe bei der Witwe Charlotte und ihrer Tochter Dolores, die sie sanft Lolita nennt. Charlotte zeigt ihm das Haus und den Garten, wo sich auch Lolita leicht bekleidet auf der Wiese liegend befindet. Humbert's Blick ist nur noch auf sie gerichtet und sie spielt verlockend mit ihren weiblichen Vorzügen. Kurzerhand entscheidet sich Humbert bei Charlotte und Lolita einzuziehen.
Alle 3 unternehmen viel zusammen und amüsieren sich prächtig. Auf einem Ball spricht eine Freundin von Charlotte Humbert an und meint, Charlotte sei mächtig verliebt in ihn, weil sie sich sonst nicht so harmonievoll aufführen würde. Humbert hingegen ist nicht so interessiert an Charlotte, er beobachtet lieber Lolita beim Tanzen mit einem Schulkameraden.
Am nächsten Tag lässt Charlotte die Musik im Wohnzimmer laufen und fordert Humbert auf, mit ihr zu tanzen. Humbert lehnt ausweichend und dennoch freundlich ab und und sagt, dass er doch nicht tanzen könne, doch Charlotte umschwärmt ihn weiter, wie eine Biene eine Blume um ihr den Nektar zu entziehen. Unbeholfen nimmt er Charlotte in den Arm und schaukelt mit ihr durchs Wohnzimmer. Sie schmeißt nur so mit Komplimenten um sich und will ihn gerade küssen, als Lolita hereinplatzt. Humbert strahlt wie ein Honigkuchenpferd über die erfreudige Unterbrechung und kümmert sich rührend um Lolita. Wutentbrannt und eifersüchtig, dass Humbert nur Augen für Lolita hat, schickt Charlotte sie rauf auf ihr Zimmer.
Am Morgen darauf schreibt Humbert seine Gefühle für Lolita in sein Tagebuch, wird aber unterbrochen, denn Lolita kommt herein, um ihm das Frühstück zu bringen. Schnell versteckt er das Tagebuch in seiner Schublade, doch Lolita ist schlau und will wissen, was er da gerade geschrieben hat. Natürlich liest er ihr nicht die besagte Stelle vor, sondern stattdessen ein Gedicht, von dem Lolita recht angetan ist...
Meine Meinung:
Die Story handelt von einem Mädchen, dass noch halb Kind, aber auch schon auf dem besten Wege ist, eine reife Frau zu werden. Für viele Männer mag sie ein Sexobjekt sein, doch für mich ist sie's nicht. Sie spielt absichtlich mit ihren Reizen, um den zunächst verwirrten Humbert zu gefallen, doch in meinen Augen ist sie eine böse hinterhältige Schlange, die Humbert gar nicht wirklich liebt. Der hat nun wirklich was besseres verdient.
Der Film zeigt gut, welche schlimmen Auswirkungen Eifersucht doch haben kann. Denn die Mutter beginnt mit der Zeit ihre Tochter zu hassen und sie vor Humbert als Satansbraten schlecht zu machen. Sie brüllt sie nur noch an und schimpft mit ihr. Lolita hingegen versucht ihr Geschrei so gut wie's geht zu ignorieren, jedoch ist sie manchmal auch ziemlich genervt von ihr. Später zeigt auch Humbert Eifersuchtsgefühle, wo Lolita mit anderen Jungs in ihrem Alter flirtet. Ich finde Eifersucht sehr schlimm, denn ich hatte mal eine Freundin, die wirklich krankhaft eifersüchtig auf mich war, obwohl es dazu überhaupt keinen Grund gab.
Humbert geht sogar soweit und heiratet Charlotte, damit er unentwegt bei Lolita bleiben kann. Da frag ich mich doch, wie weit kann für die wahre Liebe gehen? Das ist doch eine große Last, die Humber da auf sich nimmt, indem er Charlotte heiratet, denn einerseits muss er so tun, als ob er Charlotte lieben würde und andererseits will er aber Lolita. Die arme Charlotte, die in dem Film nun wirklich die absolute Verliererin ist, sieht schon bald, dass da was bei Humbert nicht stimmt und dass er immer an jemand anders denkt. Trotzdem versucht sie ihn für sich zu gewinnen und versucht ihn von den fremden Gedanken abzubringen, jedoch ohne Erfolg.
Krass finde ich, dass Charlotte ihre Tochter sogar endlos loswerden will, sie will sie gar nicht von ihrem Freizeittripp zurückkommen lassen, sie will sie gleich darauf in ein Internat stecken und danach soll sie auf ein Collage gehen. Sehr nett, finde ich, gegenüber seiner eigenen Tochter..
Das die Mutter irgendwann Selbstmord begeht, ist in meinen Augen der größte Fehler, den sie machen konnte, denn was hat ihr das jetzt genützt? Jetzt hat er doch ihre Tochter für sich alleine und kann mit ihr glücklich sein. Kann...
Vladimir Nabokov veröffentlichte 1955 den Roman ,,Lolita", der einen Sturm der Entrüstung hervorrief. Stanley Kubrik verfilmte das Buch, Nabokov bekam letztendlich aber eine Oscarnominierung!
Drehort: England, 1961.
Regie: Stanley Kubrik.
Darsteller: James Mason alias Humbert Humbert,
Shelly Winters alias Charlotte,
Sue Lyon alias Lolita.
FSK: - .
Lauflänge: 150 Minuten.
By Kater ;-)
Für Ciao und Yopi
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Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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