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| erstellt am: |
13.03.2004, von Marchy |
| Produktbewertung: |
5
5 |
| Empfehlung: | ja |
| Pro: | kann schön groß werden |
| Kontra: | nicht für "Vielgießer" |
Hallo Ihr Lieben
Eingehüllt in dichte, weiße Wollfäden ist das Greisenhaupt eine interessante Erscheinung von bizarrem Aussehen. Tatsächlich handelt es sich bei den „Wollfäden“ um die langen Stacheln dieses bekannten und geschätzten Zimmerkaktus.
Der Greis in der Wüste
Besondere Kennzeichen: Dichte wollige weiße Fäden an der Spitze. Die an das Haupt eines älteren Herrn erinnert. Diese weißen Fäden, die eigentlich lange Randdornen sind, geben den Wüstenkaktus auch den etwas eigenartigen Namen.
In seiner mexikanischen Heimat wirkt das Greisenhaupt mit seinem 15 Metern Höhe landschaftsbeherrschend. In Zimmerkultur wächst der ungewöhnliche Kaktus dagegen sehr viel bescheidener, bildet allerdings auch keine Blüten. Diese erscheinen in der Regel erst ab einer Größe von 6 Metern.
Eine wärmebedürftige Pflanze
Das Greisenhaupt bevorzugt einen ganzjährig Sonnenbeschienen Platz am Fenster. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kakteen mag er im Sommer nicht im Freien stehen, sondern bleibt im geschützten Zimmer. Auch dort ist er recht empfindlich gegen Zugluft.
Pralle Sonne hingegen macht ihn nichts aus.
Den Winter übersteht das Greisenhaupt für einen Kaktus ungewöhnlich warm, nämlich bei ca. 15 bis 18°C Raumtemperatur.
Gedüngt wird nur sparsam
Das Greisenhaupt wird in der warmen Jahreszeit nur mäßig gegossen. Staunässe wird ihm schnell zum Verhängnis und ist daher unbedingt zu vermeiden.
Während der Winterruhe kann das Gießen sogar ganz eingestellt werden.
Der Kaktus leibt kalkhaltige Erde. Im Sommer könnt Ihr ihn einmal im Monat Kakteendünger zuführen. Dabei solltet Ihr darauf achten, dass kein Dünger auf die Dornen gerät. Geschieht dies doch, so spült den Kaktus sofort mit klaren Wasser ab.
Umtopfen oder nicht
Kakteen werde im allgemeinen nur umgetopft, wenn das alte Pflanzgefäß zu eng geworden ist. Um festzustellen, ob dies der Fall ist, empfiehlt es sich, den Kaktus im Frühjahr vorsichtig aus dem Topf zu nehmen und nachzuschauen wie sich die Wurzeln entwickelt haben. Zieht aber bei Kakteen immer Handschuhe an.
Der neue Topf sollte nicht wesentlich größer sein als der alte. Handelsübliche Kakteenerde, der Ihr zusätzlich etwas Kalk beimischt, sorgt für gute Wachstumsbedingungen.
Auch wenn Ihr den Kaktus nicht umtopft, solltet Ihr die Erde mal erneuern. Bei guter Pflege kann die Pflanze auch im Zimmer recht hoch werden.
Die eigene Anzucht
Das Greisenhaupt wird durch Samen vermehrt, die im Frühjahr auf eine lockere Vermehrungserde aufgebracht und nicht zugedeckt werden, denn die Pflanze ist ein Lichtkeimer. Haltet die Sämlinge recht warm und sorgt für wohldosierte Feuchtigkeit.
Staunässe ist der größte Feind
Der Kaktus darf auf keinen Fall zu nass gehalten werden. Übergroße Feuchtigkeit und vor allem Staunässe können ihm leicht gefährlich werden. In der Folge siedeln sich häufig die berüchtigten Fäulnispilze auf der Pflanze an und diese ist dann oft nicht mehr zu retten. Erkennt die Situation noch rechtzeitig, so könnt Ihr durch sofortiges einstellen des Gießens und Herausschneiden der befallenen Stellen mit einem scharfen Messer vielleicht das Schlimmste verhindern. Zur Unterstützung könnt Ihr ein Pilzmittel verwenden.
Schädliche Insekten müsst Ihr ebenfalls mit einem chemischen Mittel bekämpfen.
Ich hoffe ich konnte Euch weiterhelfen.
Liebe Grüsse Marchy
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Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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