|
| erstellt am: |
09.06.2004, von Frankenmetal |
| Produktbewertung: |
4
4 |
| Empfehlung: | ja |
| Pro: | Gute Verarbeitung |
| Kontra: | Etwas gewöhnungsbedürftige Handhabung |
Heute berichte ich Euch über ein modernes Insulininjektionsgerät der Fa. Aventis.
Zu dem Produkt bin ich durch meinen Hausarzt gekommen, der eben Verbindung zu einem anderen Hersteller hat. Meinen ersten Pen bekam ich vom Klinikum Nürnberg bei der Umstellung von oraler (Tabletten) Therapie auf Insulin.
1. Hersteller
Aventis Pharma Deutschland GmbH
Königsteiner Straße 10
65812 Bad Soden http://www.aventis.de/patienten/diabetologie/optip en/
Die Website ist äußerst informativ und beschreibt nicht nur Diabetes und die dafür angebotenen Produkte in klarer, verständlicher Bild- und Schriftform, sondert bietet auch Informationen zu einer Fülle anderer Krankheitsbilder.
2. Produkt
Der Pen selbst ist ca. 17 cm lang, erinnert an einen Füller und wiegt mit Insulin ca. 70Gramm.
Er wird in verschiedenen Farben angeboten.
Der Pen besteht aus der Patronenhülse mit Sichtfenster und Scala, dem Gehäuse mit Gewindestange, Startknopf, Dosisanzeige und Dosierknopf sowie der Schutzkappe mit Clip.
Zum Lieferumfang gehört eine Kunststoff-Aufbewahrungsbox, in der drei Injektionsnadeln und eine Reserve-Insulinpatrone Platz finden. Hier sollte man auch die Kurzanleitung rein-packen bis man mit der Bedienung vertraut ist.
3. Vorbereitung
Die Schutzkappe abnehmen, den Pen auseinander schrauben. Man hat dann die Patronenhülse und das Gehäuse in der Hand. In die Patronenhülse wird die Insulinpatrone eingelegt, die Gewindestange bringt man in Startposition indem man- die Hülse senkrecht haltend- den Startknopf etwas eindrückt und ihn nach links dreht bis zum Anschlag. Jetzt gleitet die Gewindestange ins Gehäuse zurück. Um sie zu arretieren wird nun der Dosierknopf bis zum Anschlag nach rechts gedreht.
Der Pen wird nun zusammen geschraubt, eine neue Injektionsnadel aufgeschraubt und der Dosierknopf einmal bis zum Anschlag durchgedrückt.
4.Spritzbereitschaft prüfen
Startknopf drücken, mit der Nadel nach oben Dosierknopf bis zum Einrasten eindrücken – jetzt muß (etwas) Insulin an der Nadel austreten – der Pen ist zur nächsten Dosiseinstellung bereit.
5.Insulindosierung
Einfaches drehen des Dosierknopfes bis die gewünschte Dosis erreicht ist – wird durch
digitale Anzeige in einem kleinen Fenster des Pens sowie durch hör- und fühlbares Klicken kontrolliert und ist somit auch für Diabetiker mit Sehstörung gut verwendbar.
Die Injektion wird durch drücken des Dosierknopfes bis zu Anschlag erreicht.
6. Injektionsnadeln
Müssen für diese Art Pen (Opti) zugelassen, müssen aber nicht vom selben Hersteller sein.
Werden in drei verschiedenen längen angeboten – 8, 10 und 12mm.
Die Länge sollte mit dem Arzt abgesprochen werden, denn sie ist abhängig von Gewicht, Hautzustand sowie Injektionsort.
7.Insulinpatronen
Müssen für das Optisystem zugelassen sein – steht auf der Packung.
Menge 6 Patronen zu je 3 ml. Leider gibt es die 10er Packungen nicht mehr, so wird es wegen der Zuzahlung auf Dauer etwas Teuerer.
8. Garantie und Haltbarkeit
Eine Garantiezeit von zwei Jahren auf Funktionsfähigkeit – ca. 4 Wochen vor Ablauf der Garantiezeit wird im Sichtfenster des Pens mit Strichsymbolen angezeigt, dass man langsam einen neuen Pen braucht.
Den alten Pen sollte man in der Apotheke abgeben, denn Aventis spendet für jeden recycelten
Pen an die Stiftung „das zuckerkranke Kind“.
9. Sonstiges
Ich habe mich hier nur auf die Beschreibung des Produktes beschränkt – Informationen über Insulintherapie, Diabetes, Art, Technik der Injektion und Insulinarten sollte man beim Hausarzt erfragen.
Wer Insulin braucht – entscheidet der Arzt- bekommt den Pen, das Insulin und die Nadeln
auf Rezept. Pens bekommt man sehr oft auch direkt in der Arztpraxis – Rezeptgebühr entfällt!
10. Fazit
Der von mir verwendete Pen wird seit ca. 15 Monaten benützt, ohne Ausfälle oder Beanstandungen. Zur Haltbarkeit sei gesagt, es ist ein medizinisches Gerät und sollte auch so behandelt werden! Die Verarbeitung macht einen guten, präzisen Eindruck.
Die Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach einigen Patronenwechseln geht das doch alles etwas flotter von der Hand.
Ich hoffe, niemand der diesen Bericht liest braucht wirklich die von mir abgegebene Empfehlung – ganz klar sehr empfehlenswert.
Viel Freude beim lesen und bewerten.
|
|
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR
|